Susan Cain

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Susan CainStill
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Still
Still
 (61)
Erschienen am 15.07.2013
Susan CainStill: Die Bedeutung von Introvertierten in einer lauten Welt
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Still: Die Bedeutung von Introvertierten in einer lauten Welt
Susan CainStill und Stark
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Still und Stark
Still und Stark
 (1)
Erschienen am 18.09.2017
Susan CainStill: Die Bedeutung von Introvertierten in einer lauten Welt
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Still: Die Bedeutung von Introvertierten in einer lauten Welt
Susan CainQuiet
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Quiet
Quiet
 (8)
Erschienen am 03.01.2013
Susan CainQuiet: The power of introverts in a world that can't stop talking
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Quiet: The power of introverts in a world that can't stop talking
Susan CainQuiet Power: The Secret Strengths of Introverts
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Quiet Power: The Secret Strengths of Introverts
Susan CainDark Illumination
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Dark Illumination
Dark Illumination
 (0)
Erschienen am 05.04.2010

Neue Rezensionen zu Susan Cain

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Jaris avatar

Rezension zu "Still" von Susan Cain

Susan Cain - Still
Jarivor 9 Monaten

Ich gehöre zu den Kindern, denen man früher bei jedem Lehrergespräch gesagt hat, sie sollen sich mehr melden, aktiver werden, sich mehr einbringen. Damals versuchte ich es immer wieder, gab dann aber irgendwann wieder auf. Selbst wenn ich die Antwort wusste, wollte ich mich nicht melden. Ich wollte auch nie an Gruppenarbeiten teilnehmen, sondern bevorzugte Zweierarbeit mit meiner besten Freundin. Der ging es übrigens genau gleich.
Unterdessen weiss ich, dass wir nicht "merkwürdig" oder "falsch" waren, sondern einfach nur introvertiert. Auch weiss ich inzwischen, dass wir damit nicht alleine sind, sondern dass ca. 40-50% der Bevölkerung zu einem gewissen Grad introvertiert ist.
Blöd nur, dass wir alle in einer sehr extrovertierten Welt leben und Introversion als Makel gilt. Deshalb auch der stets gut gemeinte Rat der Erziehungsberechtigten, man solle sich mehr einbringen. Unser gesamtes Umfeld ist auf Extroversion getrimmt: Grossraumbüros, Partys, sogar die Schule zieht mit, und auch viele besorgte Eltern, die nicht wissen, was in ihrem Kind vor sich geht.
Aber was ist Introversion überhaupt? Was macht einen introvertierten Menschen aus und was bringt es, introvertiert zu sein? Ist es nicht viel besser, sich zu ändern und extrovertiert zu werden?
"Nein", sagt Susan Cain, selbst eine Introvertierte, und legt uns ihr Buch "Still" vor. Darin erklärt sie uns, wie Introvertierte funktionieren, woher die Introversion kommt und welche Leistungen von Introvertierten erbracht wurden (Einstein - schon mal gehört? Introvertiert. Bill Gates. Introvertiert. Warren Buffett. Introvertiert etc. etc.).
Auch spannend ist, wie unsere Gesellschaft so extrovertiert wurde, wie sie heute ist. Das Buch widmet sich in erster Linie an Amerikaner, denn Amerika ist das extrovertierteste Land überhaupt. Dort introvertiert zu sein, kann sehr schnell sehr schwer werden.
Anhand von vielen Beispielen unterschiedlicher Menschen und ihrer Erlebnisse macht Cain sich auf die Suche nach Lösungen, wie Introvertierte auch in einer so lauten Gesellschaft überleben können. Dabei findet die Autorin Erstaunliches heraus. Aus diesen Erfahrungen gibt sie dem introvertierten Leser viele hilfreiche Tipps an die Hand und gibt ihm endlich das Gefühl, dass es nichts Schlimmes ist, introvertiert zu sein, sondern eine Stärke, die man gezielt einsetzen kann.
Doch "Still" richtet sich nicht nur an Introvertierte, sondern ist auch ein wichtiges Buch für Extrovertierte, die viel mit introvertierten Menschen zu tun haben. Ehepartner, Eltern, Lehrer, Chefs... Verliert jedoch nicht aus den Augen, dass es beide Positionen braucht. Beide Persönlichkeiten können und müssen voneinander profitieren und auch hier zeigt die Autorin, weshalb das so ist und wie es funktionieren kann.
Das Buch ist ausserdem mit kurzen Tests und Checklisten ausgestattet, so kann man z.B. kurz testen, in welche Richtung man tendiert: introvertiert oder extrovertiert. Ich habe bei Introversion die "volle Punktzahl" erhalten...
"Still" ist ein wichtiges Buch und auch wenn ich denke, dass mit der aktuellen Nerdkultur die Introversion nicht mehr derart stigmatisiert wird wie noch vor einigen Jahren, ist es eine aufschlussreiche Lektüre für Introvertierte, Extrovertierte und alle im Bereich dazwischen. Es ist wichtig, dass es solche Bücher gibt, um jenen zu helfen, die das Gefühl haben, nicht "so funktionieren, wie sie funktionieren sollten", und um aufzuklären, dass es vielleicht kontraproduktiv sein könnte, ein stilles Kind gegen seinen Willen in ein Feriencamp zu schicken.
Noch einmal zum Schluss: es ist keine Schwäche, introvertiert zu sein! Es ist kein Makel, den wir uns abtrainieren müssen! Es ist eine Stärke und ein Teil unserer einzigartigen Persönlichkeit!

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MissWatson76s avatar

Rezension zu "Still: Die Bedeutung von Introvertierten in einer lauten Welt" von Susan Cain

Ein absoluter Glücksgriff
MissWatson76vor einem Jahr

Zu diesem Buch gab es schon einige tolle Rezensionen und darum will ich auch gar nicht zuviel wiederholen und über den Aufbau des Buches. Aber ich muss sagen, es ist ein Buch, dass ich ganz sicher noch mehrmals und vor- und zurücklesen kann.

Ich kann gar nicht mehr genau sagen, wie es mir aufgefallen ist, aber ich war absolut froh, es zu finden und dass mal jemand ein Buch über introviertierte Menschen geschrieben hat. Vor allem war ich dann selbst überrascht, wieviel es zu diesem Thema zu sagen gibt und anhand dessen, wie lange die Autorin an dem Buch geschrieben hat, von welchen Seiten man es betrachten kann.

Und nach der Lektüre dieses Buches habe ich nicht nur sehr viel über mich selbst gelernt, sondern ich betrachte mich inzwischen auch von einer anderen Seite. Und vor allem sehe ich nicht das was ich tue oder bin als absolut negativ. Das habe ich früher immer getan und ich habe immer verzweifelt gedacht, wieso ich nicht einfach etwas dagegen tun könnte.
Aber inzwischen und jetzt haben sich einige Steine in meinem Magen aufgelöst und ich sehe das was ich bin auch als absolut positiv oder doch einiges davon.
Denn dass ich ein introvierter Mensch bin, das weiß ich und ich wusste es auch eigentlich immer. Aber dass gar nicht so sehr alles daran nur negativ ist, das habe ich vorher nicht so gesehen. Und so schlecht bin ich ja immerhin bisher gar nicht durchs Leben gekommen und an sich auch ganz glücklich, wenn auch nicht alles da ist. ;-)

Aber ich kann jedem der sich selbst so sieht oder auch um sich herum Menschen hat, die er vielleicht nicht ganz verstehe, das Buch nur empfehlen. Es war ein absoluter Glücksgriff und ist zudem sehr gut und verständlich geschrieben. Und ich  habe es förmlich eingesogen und viel dabei gelernt. Es ist auch sehr gut recherchiert, so dass man sich keineswegs langweilt, egal ob es einen etwas angeht oder nicht.




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Kopf-Kinos avatar

Rezension zu "Still: Die Bedeutung von Introvertierten in einer lauten Welt" von Susan Cain

"Wir sind keine Ameisen."
Kopf-Kinovor einem Jahr

Fünf Jahre widmete Susan Cain dem Unterfangen, die Kraft der Interversion zu erforschen. Das Resultat der Recherche- und Schreibarbeit der New Yorker Anwältin kann sich sehen lassen. Sie selbst bezeichnet sich als introvertierte Person. Inwiefern dies mit ihrem Beruf vereinbar ist und somit keinen Widerspruch darstellt, wird unter anderem in diesem Buch deutlich, stellt aber lediglich den Ausgangspunkt dar - nebst der Beobachtung, wie exzessiv das Ideal der selbstbewussten Selbstdarstellung seit den vergangenen Jahrzehnten angestrebt wird, während die ruhigere Hälfte der Menschheit quasi auf der Strecke bleibt. Hierbei bezieht sich die Autorin auf die USA, kann aber auch in abgeschwächter Form auf Europa übertragen werden, wie ich finde.

Das Sachbuch verwebt wissenschaftliche Forschungsergebnisse, wie beispielsweise aus der Hirnforschung, und Studien mit historischen (Van Gogh, Einstein uvm.) und zeitgenössischen [Lebens-]Berichte von Introvertierten. Demnach ordne ich es den populärwissenschaftlichen Literatur zu, zumal der Schreibstil eher journalistisch gehalten ist.

Das Buch ist in drei Teilen aufgeteilt und befasst sich grob zusammengefasst mit folgenden Inhalten:

Teil I: Das Ideal der Extraversion

Hier berichtet Cain vom Wandel der früheren Charakter- zur heutigen Persönlichkeitskultur und der Entstehung des neuen Gruppendenkens. Außerdem thematisiert sie die Kraft des Alleinarbeitens und inwiefern die Kreativität damit zusammenhängt beziehungsweise wie diese heute ausgebremst wird.

Teil II: Unsere Biologie, unser Selbst

Hier wird unter anderem der Frage auf den Grund gegangen, inwiefern das eigene Temperament vom Nervensystem, genetischen Anlagen und der Sozialisation geformt wird und wie es um die Rolle des freien Willens gestellt ist.

Teil III: Formen der Liebe und Arbeit für Introvertierte

Der letzte und kürzeste Abschnitt befasst sich unter anderem damit, wie ruhige Kinder in einer Welt, in der sie nicht gehört werden, gestärkt und wie Kommunikationslücken zwischen beiden Persönlichkeitstypen gefüllt werden können. Ein paar praxisbezogene Tipps sind hier ebenfalls vorzufinden.

Des Weiteren räumt Cain ein, dass es viele Definitionen für Intro- und Extrovertiertheit gibt und geht näher auf diese ein, betont beispielsweise jedoch, dass Schüchternheit für beide Persönlichkeitstypen gelten kann, zumal viele Abstufungen und diverse Mischungen existieren, auf die eingegangen wird.

Das Buch verteufelt übrigens in keinster Weise extrovertierte Menschen, was ich kurz hervorheben möchte, sondern bricht eher eine Lanze für die eher ruhigeren, „stillen“ Menschen und zeigt auf, dass Introvertiertheit kein Nachteil ist und viele Vorteile haben kann. Das Gewicht der positiven Hervorhebung der Introvertierten ergibt sich aus dem Schwerpunkt des Buches.

An und für sich fand ich das Buch sehr informativ, die vielen Beispiele veranschaulichen das Thema gut. Besonderes Gefallen bereiteten mir die wissenschaftliche Seite. Für mich stellte das Buch einen guten Einblick in die Welt der „Stillen“. Wer sich mit diesem Thema bereits näher befasste, wird aber wohl eher wenig Neues erfahren. Der Schreibstil ist „flott“ gehalten und traf nicht immer meinen Geschmack. Manchmal ermüdeten mir ein paar Wiederholungen das Weiterlesen, aber das mag jeder anders empfinden. Ob es der Übersetzung verschuldet ist, dass manche Sachverhalte etwas umständlich ausgedrückt sind, kann ich nicht überprüfen.

Empfehlenswert für Leser, die ein Plädoyer für die Bedeutung der Introvertierten in unserer Welt, der Kraft aus der Stille lesen und mehr dazu erfahren möchten.

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