Susan Cain Still: Die Bedeutung von Introvertierten in einer lauten Welt

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Inhaltsangabe zu „Still: Die Bedeutung von Introvertierten in einer lauten Welt“ von Susan Cain

Selbstsicheres Auftreten und die Beherrschung von Small Talk sind nicht alles. Susan Cains glänzendes Plädoyer für die Qualitäten der Stillen. „Ein leerer Topf klappert am lautesten“. Aber wer der Welt etwas Bedeutendes schenken will, benötigt Zeit und Sorgfalt, um es in Stille reifen zu lassen. „Still“ ist ein Plädoyer für die Ruhe, die in unserer Welt des Marktgeschreis und der Klingeltöne zu verschwinden droht. Und für leise Menschen, die lernen sollten, zu ihrem „So-Sein“ zu stehen. Ohne sie hätten wir heute keine Relativitätstheorie, keinen „Harry Potter“, keine Klavierstücke Chopins, und auch die Suchmaschine „Google“ wäre nie entwickelt worden. „Still“ baut eine Brücke zwischen den Welten, kritisiert aber das gesellschaftliche Ungleichgewicht zugunsten der Partylöwen und Dampfplauderer. Es herrscht eine „extrovertierte Ethik“, die stille Wasser zwingt, sich anzupassen oder unterzugehen. Ihre Eigenschaften – Ernsthaftigkeit, Sensibilität und Scheu – gelten eher als Krankheitssymptome denn als Qualitäten. Zu unrecht, sagt Susan Cain, und stellt sich gegen den Trend, der „selbstbewusstes Auftreten“ verherrlicht. „Still“ ist das Kultbuch für Introvertierte, hilft aber auch Extrovertierten, ihre Mitmenschen besser zu verstehen.

Interessante und wertvolle Infos, aber zu viele Wiederholungen und Ausschweifungen. Zu Amerikanisch-pathetisch.

— kalligraphin
kalligraphin

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  • Ein absoluter Glücksgriff

    Still: Die Bedeutung von Introvertierten in einer lauten Welt
    MissWatson76

    MissWatson76

    26. July 2017 um 10:00

    Zu diesem Buch gab es schon einige tolle Rezensionen und darum will ich auch gar nicht zuviel wiederholen und über den Aufbau des Buches. Aber ich muss sagen, es ist ein Buch, dass ich ganz sicher noch mehrmals und vor- und zurücklesen kann. Ich kann gar nicht mehr genau sagen, wie es mir aufgefallen ist, aber ich war absolut froh, es zu finden und dass mal jemand ein Buch über introviertierte Menschen geschrieben hat. Vor allem war ich dann selbst überrascht, wieviel es zu diesem Thema zu sagen gibt und anhand dessen, wie lange die Autorin an dem Buch geschrieben hat, von welchen Seiten man es betrachten kann. Und nach der Lektüre dieses Buches habe ich nicht nur sehr viel über mich selbst gelernt, sondern ich betrachte mich inzwischen auch von einer anderen Seite. Und vor allem sehe ich nicht das was ich tue oder bin als absolut negativ. Das habe ich früher immer getan und ich habe immer verzweifelt gedacht, wieso ich nicht einfach etwas dagegen tun könnte. Aber inzwischen und jetzt haben sich einige Steine in meinem Magen aufgelöst und ich sehe das was ich bin auch als absolut positiv oder doch einiges davon. Denn dass ich ein introvierter Mensch bin, das weiß ich und ich wusste es auch eigentlich immer. Aber dass gar nicht so sehr alles daran nur negativ ist, das habe ich vorher nicht so gesehen. Und so schlecht bin ich ja immerhin bisher gar nicht durchs Leben gekommen und an sich auch ganz glücklich, wenn auch nicht alles da ist. ;-) Aber ich kann jedem der sich selbst so sieht oder auch um sich herum Menschen hat, die er vielleicht nicht ganz verstehe, das Buch nur empfehlen. Es war ein absoluter Glücksgriff und ist zudem sehr gut und verständlich geschrieben. Und ich  habe es förmlich eingesogen und viel dabei gelernt. Es ist auch sehr gut recherchiert, so dass man sich keineswegs langweilt, egal ob es einen etwas angeht oder nicht.

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  • "Wir sind keine Ameisen."

    Still: Die Bedeutung von Introvertierten in einer lauten Welt
    Kopf-Kino

    Kopf-Kino

    25. May 2017 um 07:09

    Fünf Jahre widmete Susan Cain dem Unterfangen, die Kraft der Interversion zu erforschen. Das Resultat der Recherche- und Schreibarbeit der New Yorker Anwältin kann sich sehen lassen. Sie selbst bezeichnet sich als introvertierte Person. Inwiefern dies mit ihrem Beruf vereinbar ist und somit keinen Widerspruch darstellt, wird unter anderem in diesem Buch deutlich, stellt aber lediglich den Ausgangspunkt dar - nebst der Beobachtung, wie exzessiv das Ideal der selbstbewussten Selbstdarstellung seit den vergangenen Jahrzehnten angestrebt wird, während die ruhigere Hälfte der Menschheit quasi auf der Strecke bleibt. Hierbei bezieht sich die Autorin auf die USA, kann aber auch in abgeschwächter Form auf Europa übertragen werden, wie ich finde. Das Sachbuch verwebt wissenschaftliche Forschungsergebnisse, wie beispielsweise aus der Hirnforschung, und Studien mit historischen (Van Gogh, Einstein uvm.) und zeitgenössischen [Lebens-]Berichte von Introvertierten. Demnach ordne ich es den populärwissenschaftlichen Literatur zu, zumal der Schreibstil eher journalistisch gehalten ist. Das Buch ist in drei Teilen aufgeteilt und befasst sich grob zusammengefasst mit folgenden Inhalten: Teil I: Das Ideal der Extraversion Hier berichtet Cain vom Wandel der früheren Charakter- zur heutigen Persönlichkeitskultur und der Entstehung des neuen Gruppendenkens. Außerdem thematisiert sie die Kraft des Alleinarbeitens und inwiefern die Kreativität damit zusammenhängt beziehungsweise wie diese heute ausgebremst wird. Teil II: Unsere Biologie, unser Selbst Hier wird unter anderem der Frage auf den Grund gegangen, inwiefern das eigene Temperament vom Nervensystem, genetischen Anlagen und der Sozialisation geformt wird und wie es um die Rolle des freien Willens gestellt ist. Teil III: Formen der Liebe und Arbeit für Introvertierte Der letzte und kürzeste Abschnitt befasst sich unter anderem damit, wie ruhige Kinder in einer Welt, in der sie nicht gehört werden, gestärkt und wie Kommunikationslücken zwischen beiden Persönlichkeitstypen gefüllt werden können. Ein paar praxisbezogene Tipps sind hier ebenfalls vorzufinden. Des Weiteren räumt Cain ein, dass es viele Definitionen für Intro- und Extrovertiertheit gibt und geht näher auf diese ein, betont beispielsweise jedoch, dass Schüchternheit für beide Persönlichkeitstypen gelten kann, zumal viele Abstufungen und diverse Mischungen existieren, auf die eingegangen wird. Das Buch verteufelt übrigens in keinster Weise extrovertierte Menschen, was ich kurz hervorheben möchte, sondern bricht eher eine Lanze für die eher ruhigeren, „stillen“ Menschen und zeigt auf, dass Introvertiertheit kein Nachteil ist und viele Vorteile haben kann. Das Gewicht der positiven Hervorhebung der Introvertierten ergibt sich aus dem Schwerpunkt des Buches. An und für sich fand ich das Buch sehr informativ, die vielen Beispiele veranschaulichen das Thema gut. Besonderes Gefallen bereiteten mir die wissenschaftliche Seite. Für mich stellte das Buch einen guten Einblick in die Welt der „Stillen“. Wer sich mit diesem Thema bereits näher befasste, wird aber wohl eher wenig Neues erfahren. Der Schreibstil ist „flott“ gehalten und traf nicht immer meinen Geschmack. Manchmal ermüdeten mir ein paar Wiederholungen das Weiterlesen, aber das mag jeder anders empfinden. Ob es der Übersetzung verschuldet ist, dass manche Sachverhalte etwas umständlich ausgedrückt sind, kann ich nicht überprüfen. Empfehlenswert für Leser, die ein Plädoyer für die Bedeutung der Introvertierten in unserer Welt, der Kraft aus der Stille lesen und mehr dazu erfahren möchten.

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    • 6
  • Für die leisen, nicht zum Mainstream gehörenden Menschen in dieser Kultur...

    Still: Die Bedeutung von Introvertierten in einer lauten Welt
    Muriel_Pritchett

    Muriel_Pritchett

    Susan Cain, selbst introvertiert, hat ein sorgfältig recherchiertes Buch darüber geschrieben, was es heißt, in einer lauten, extravertierten Welt, die sich selbst zum Glücksideal erhebt, introvertiert zu sein. Introvertiert zu sein bedeutet, sich nur allein und zurückgezogen erholen zu können, durch andere Menschen in Geselligkeit Energie zu verlieren, Erfolge kurz zu bemerken und dann froh zu sein, dass man wieder zur Tagesordnung übergehen kann. Dies passt schlecht in eine Welt, in der laute, hemdsärmelige, burschikose Kumpanei, gnadenloses Kämpfen um die Aufmerksamkeit der anderen und die Überzeugung, dass Glück sich in Aktivität und im Erreichen von Zielen zeigen wird, zum Ideal erhoben wird. Entsprechend groß sind die Probleme der Introvertierten: Sie gelten als sonderbar, sogar als psychisch gestört, werden wegen ihrer Zurückgezogenheit psychiatrisch behandelt, werden schon als Kind einem Umerziehungsprogramm unterworfen. All dies führt dazu, dass bereits introvertierte Kinder kein Gefühl mehr dafür haben, wobei sie sich wohlfühlen- sie kennen in Schule und Zeltlager nur das Gefühl, sich nicht wohlzufühlen, und verzichten deshalb darauf, ihre Lebensumstände so zu organisieren, dass sie mit ihren Bedürfnissen übereinstimmen. Susain Cain deckt diese Zusammenhänge, die in vielen wissenschaftlichen Untersuchungen nachgewiesen sind, auf und hilft den Introvertierten, ein Leben nach ihren eigenen Gesetzen zu führen. Ein wirklich Mut machendes, das Leben veränderndes Buch.

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    • 3