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MeinbesterFreundisteinBuch

vor 4 Jahren

(5)

Angelfall; ein Buch wie kein anderes zuvor, dass mich sofort begeistern konnte und das nicht nur, weil es eine hervorragende Mischung aus Fantasy und Dystopie ist, sondern weil es mal ein ganz anderes Schema ist, das sich von den Durchschnittsdystopien unterscheidet.
Die Protagonistin Penryn ist ein wirklich sympathischer Charakter, der sowohl sein Leben für das der anderen riskiert, als auch wirklich stark ist. Sowohl diese Eigenschaften als auch ihre angenehme Art und Weise, ihre Pläne und Taten zu durchdenken, sorgen dafür, sie ins Herz schließen zu müssen. Ob man nun Ernsthaftigkeit oder Humor erwartet: Man kann beides in der Geschichte wiederfinden.
Obwohl das Buch einige Charaktere bietet, wird nur auf die wenigsten eingegangen. Das ist auch wirklich gut so, denn so konnten einige außergewöhnliche Charaktere geschaffen werden, allen voran der Engel Raffe, auch Raphael genannt. Ihn konnte ich besonders gut leiden, weil er trotz Verschwiegenheit manchmal - gerade im weiteren Verlauf der Geschichte – einen kleinen Einblick in sich und die Engel bot.
Die Liebesgeschichte selbst ist auch nicht sehr hochrangig, wenn nicht sogar nebensächlich, was der Handlung einen spannenden und actionreichen Pepp verleiht. Kein kitschiges Liebesgeschnulze von wegen „wir sind füreinander bestimmt“ wie in vielen anderen Engelsgeschichten.
Überhaupt bietet die Geschichte ganz schön heftige Einblicke in die Welt der Engel, die ziemlich grausam erscheint. Dies ergibt sich vor allem aus der Kindesentführung und den in der mitte des Buches auftretenden „kleinen Dämonen“, die kannibalisches Verhalten an den Tag legen und deren Existenz zum Ende des Buches aufgeklärt wird. Das Buch ist also mit Sicherheit nichts für die jüngeren oder empfindlichen Leser. Dennoch denke ich, dass auch die Engel ein wenig Gutes in sich haben. Diese Meinung habe ich mir vor allem aufgrund Raffes gebildet, der Penryn ständig zu beschützen scheint. 
Die Spannung, die sich vor allem zum Ende des Buches noch mehr steigert, wird durch den Schreibstil der Autorin aufrecht erhalten. Obwohl sie sanft durch die Geschichte leitet, wirft sie trotzdem die Handlung und die Gefühle auf den Kopf, wenn etwas unerwartetes geschieht und erzeugt dadurch ungeahnte Spannung. Aber auch die Tatsache, dass man oftmals keinen Durchblick hat, was da gerade geschehen ist und die Lösung erst noch auf den Leser wartet, unterstreicht die Spannung und fesselt einen von Anfang an an das Buch.
Aber auch ihre detaillierte Art zu beschreiben weckt oftmals ein Grauen und hat mich geschockt erstarren und anschließend die Stelle noch einmal lesen lassen. Manchmal kann man einfach nicht glauben, was da gerade geschehen ist, denn das Buch erweckt zwar Anfangs eine gewalttätige Erwartung, aber keine in diesen Ausmaß – keine, die Monster und merkwürdige Experimente beinhaltet. 
Das ist einer der Gründe, warum ich mich in „Angefall“ verliebt habe und ich kann es kaum erwarten auch Band 2 zu lesen. Das Gefühl in das Geschehen und in die Beziehung zwischen den Charakteren hineingeworfen zu werden, die sich immer weiter entwickelt, ist atemberaubend und süchtig machend. Aber auch an informativen, aber dadurch nicht weniger spannenden oder actionreichen Szenen fehlt es dem Buch nicht und so ist es in meinen Augen ein wahrlich gelungener erster Band.

5 Skullys und ein Thumps-up kann ich dem Buch einfach nicht verweigern und so wandert es in die kleine Sammlung meiner Lieblingsbücher. Hoffen wir, dass auch Band zwei so atemberaubend toll wird.

Autor: Susan Ee
Buch: Angelfall - Nacht ohne Morgen
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