Susan Hill Rebeccas Vermächtnis - Die Fortsetzung des weltberühmten Romans "Rebecca" von Daphne du Maurier

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Inhaltsangabe zu „Rebeccas Vermächtnis - Die Fortsetzung des weltberühmten Romans "Rebecca" von Daphne du Maurier“ von Susan Hill

kann man lesen, muss man aber nicht - Verhalten der Protagonistin zerrte oft an meinen Nerven, Story teilweise langatmig, Ende zu abrupt

— Amy_de_la_Soleil
Amy_de_la_Soleil
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  • Rezension zu „Rebeccas Vermächtnis“ von Susan Hill

    Rebeccas Vermächtnis - Die Fortsetzung des weltberühmten Romans "Rebecca" von Daphne du Maurier
    Amy_de_la_Soleil

    Amy_de_la_Soleil

    Kann man lesen – muss man aber nicht! Wer den Klassiker von „Rebecca“ von Daphne Du Maurier gelesen (und geliebt) hat, der wird sicherlich nicht drum rum kommen, „Rebeccas Vermächtnis“ von Susan Hill zu lesen, schon allein, weil es ihm in den Fingern kribbelt, zu erfahren, wie es weitergeht … ;) „Rebeccas Vermächtnis“ spielt 10 Jahre nach „Rebecca“. 10 Jahre, in denen sie im „Exil“, wie Mrs. De Winter es selbst sagt, gelebt haben, und beginnt mit einer Beerdigung, aufgrund welcher sie wieder zurück nach England reisen. Soweit so schön, Susan Hill hat den Schreibstil von Du Maurier gut getroffen – die Landschaftsbeschreibungen sind wirklich wunderschön – aber das allein reicht nicht, um einen guten Roman zu schreiben. Die Ich-Person, die "neue" Mrs. De Winter, meint zwar von sich selbst, in den vergangenen 10 Jahren erwachsener geworden zu sein, doch auch sie merkt im Verlauf des Buches, dass sie eigentlich noch immer die unsichere, schüchterne Person von damals ist. Apropos „damals“: Ständig vergleicht sie alles, was ihr in der Gegenwart passiert, mit der Vergangenheit. Irgendwann mochte ich es dann einfach nicht mehr lesen, dieses „auf Manderley wäre es nicht so, sondern so und so gewesen“. Auch hat mich persönlich ihr „gedankliches Gejammere“ ziemlich genervt. Sie war unglücklich oder hat sich etwas sehnlichst gewünscht, es jedoch nicht ausgesprochen, um etwas daran zu ändern beziehungsweise, um ihren Wunsch in Erfüllung gehen zu lassen, sondern hat sich später einfach in eine Art andere Gegenwart geträumt ... Ich konnte nicht verstehen, warum sie sich nach 10 Jahren „Exil“, in dem sie und Maxim sich angeblich sehr nahe waren, einfach nicht ihrem geliebten Ehemann anvertraut – weder ihre Ängste und Befürchtungen – noch ihre Wünsche! Sie verzichtet auf alles mögliche, beziehungsweise meint, darauf zugunsten von Maxims „innerer seelischer Ruhe“ verzichten zu müssen. Nichts darf ihn behelligen. Alles, was auch nur die kleinste Gefahr besitzt, ihn an die Vergangenheit zu erinnern, muss aus seinem Leben verbannt werden. Dies alles war für mich sehr befremdlich, zumal Maxim ein erwachsener (und Jahre älterer) Mann ist, der sich im Laufe des Buches dann nach und nach auch wieder als ein solcher verhält. Und trotzdem sprechen sie einfach nicht miteinander ... Dadurch erfährt der Leser leider nicht wirklich etwas über die Gedanken und Gefühle von Maxim, sodass ich beim Ende des Buches, welches von Maxim bestimmt wird, etwas verstört und verwirrt zurückblieb Achtung kleiner Spoiler: Gab es hier auch den Ansatz eines klärenden Gespräches, so blieb doch zu vieles ungesagt. Am ärgerlichsten fand ich es jedoch, dass der Brief, den Maxim hinterlassen hat, von der Ich-Erzählerin zwar gelesen, aber nicht für den Leser „vorgelesen“ wurde! - Spoiler Ende - Fazit: Man wollte als Leser von „Rebecca“ einfach wissen, wie es weitergeht. Der Schreibstil von Susan Hill ist gut und flüssig zu lesen. Besonders schön sind ihre Landschaftsbeschreibungen von England. Allerdings war die Story für mich im zweiten Drittel/teilweise zu langatmig und das Ende kam für meinen Geschmack zu abrupt – ich konnte (oder wollte) es einfach nicht so recht nachvollziehen … daher drei Sterne.

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    • 7
    Amy_de_la_Soleil

    Amy_de_la_Soleil

    31. October 2014 um 22:43
    Wildpony schreibt Es gibt übrigens noch ein Buch zu dem Thema Rebecca: http://www.amazon.de/Rebeccas-Geheimnis-Sally-Beauman/dp/3547710057/ref=tmm_hrd_swatch_0?_encoding=UTF8&sr=8-9&qid=1414790227

    Oh! Von dem Buch habe ich noch nie was gehört - werde es aber auf jeden Fall mal im Hinterkopf behalten ;) "Rebecca" selbst fand ich auch RICHTIG gut ^^ das Musical möchte ich unbedingt mal sehen ...