Susan Juby Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen

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Inhaltsangabe zu „Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen“ von Susan Juby

Ein Häppchen Wahrheit gefällig? Oder darf's doch ein bisschen mehr sein? Das Leben ist nichts für Feiglinge... denken sich die drei Freunde seit Kindheitstagen, Dusk, Neil und Normandy, zu Beginn des 11. Schuljahres und starten ein gewagtes Experiment: Einmal jede Woche wird abwechselnd einer der drei einem Menschen aus ihrer Schule eine Frage stellen, die bisher keiner auszusprechen wagte, obwohl alle nach der Antwort lechzen. Hasst die ewig grantige Sekretärin wirklich alle Schüler, ist der schöne Neil jetzt schwul oder nicht, nimmt der Freak aus der 12. Drogen und hat die Coole aus dem Schwimmerteam mit einem ihrer beiden Teamkollegen was oder gar mit beiden? Was die drei besten Freunde allerdings damit lostreten, hätten sie nie geahnt. Ein kluges Buch über Freundschaft, Liebe und die Frage, was wir mit uns und unserem Leben anfangen und, was das eigentlich alles zu bedeuten hat.

Eines meiner Lieblingsbücher :)

— LittleMrsDi

Riesige Enttäuschung, Handlung hat sich ins Unendliche gezogen

— laraantonia

Ich fand das Thema interessant ,mann hätte es noch besser ausarbeiten können

— Monika14

Schwach in der Mitte, aber zum Ende hin wurde es richtig gut und man kann das ein oder andere mitnehmen

— soffisoflbooks

Originelles Jugendbuch mit Witz und ungewöhnlichem Erzählstil.

— blonde_bibliophile

Das ist ein wunderschönes Buch in dem es um die Wahrheit, Freundschaft und Familie geht

— Jojo0609

Erstaunlich amüsant, wendungsreich und unvorhersehbar

— MissGoldblatt

Ein moderner Jugendroman über die Facetten der Wahrheit und ihrer Macht. Hat mir sehr gut gefallen!

— AnnMan

Speziell geschrieben; absolut lesenswert!

— amigo8347

Buch abgebrochen

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    Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen

    blonde_bibliophile

    02. January 2017 um 17:04

    Ich möchte einfach mal kurz die Lanze für diesen Roman brechen. Ja, der Erzählstil ist ungewöhnlich (es handelt sich um einen von der Protagonistin für ein Schulprojekt angefertigten Essay und mit Fußnoten wird, ähh, nicht gegeizt), aber nach ein paar Kapiteln gewöhnt man sich daran. Zum Inhalt möchte ich nicht mehr viel hinzufügen. Fünf Gründe, warum ihr diesen Roman lesen solltet:1) Das Setting (und die dazugehörigen Charaktere)Der Roman spielt zu großen Teilen an einer privaten Highschool für Künstlerkids (aka "die Kunstfarm"). Gut, ein paar Klischees werden bedient (hotter Sportsjock und ein oberflächlicher Cheerleader), aber die auftretenden Charaktere sind echte Typen und von der Autorin mit Tiefe gezeichnet.2) Keine nervige Lovestory, die den Plot dominiert (ja, es gibt hier auch eine Romanze, wie es zu jeder angsty coming-of-age story gehört,aber diese passiert nebenbei und fungiert nicht als "Füllmaterial").3) Innovative StoryJa, es ist ein Jugendroman und es geht hier auch um's Erwachenswerden und Selbstfindung, aber es gibt auch einen Plot mit Spannungsbogen, der am Anfang etwas dahin plätschert, aber am Ende sehr anzieht (die letzten Kapitel habe ich gesüchtelt).4) Witz>Officer Jones machte den Eindruck, als wünsche er sich nichts sehnlicher, als sich im Schneidersitz auf den Rasen (...) zu setzen und über Kunst zu philosophieren. Doch irgendwas holte ihn zurück ins Hier und Jetzt. Und zu seiner eigentlichen Aufgabe. (...) "[Ihr könnt] euch nicht länger auf Privatbesitz rumdrücken und in die Fahrzeuge von anderen Leuten glotzen." Das traf nicht ganz das, was wir gemacht hatten, aber ich wollte ihm nicht widersprechen, da der Officer ein frustrierter Aquarellmaler war und vermutlich ein bisschen empfindlich und leidend.<5) Innovative ErzählweiseFür manche wohl ein Grund,das Buch abzubrechen. Ich finde es genial. Einfach mal drauf einlassen.Lest dieses Buch. Und danach "I'll Give You the Sun" ("Ich gebe dir die Sonne") von Jandy Nelson (ebenfalls ein großartiger Roman über zwei unterschiedlichen Geschwister und Kunst, aber emotional eine echte Achterbahnfahrt).

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  • Modern geschrieben und über ein Thema, das es in sich hat.

    Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen

    AnnMan

    27. June 2016 um 13:56

    Mich haben Titel und Cover sofort angesprochen, sodass ich nach nur einem kurzen Blick auf den Klappentext das Buch mitnahm.Bei den ersten Seiten war ich dann etwas überrascht, denn das Buch ist als Essay geschrieben (die Protagonistin Normandy erklärt, dass dieses ein Schulprojekt ist) und ich wurde noch neugieriger. Gerade durch die Einbettung des Essays in die Geschichte und die Fußnoten, in denen Normandy nicht nur Zusammenhänge erklärt, sondern auf die Kommentare ihrer Lehrerin eingeht, machen das Buch zu einem spannenden Erlebnis. Man ist quasi ständig in der Gegenwart aber auch in der Vergangenheit.Wirklich gelungen ist der Stil und auch die Idee des Essays, denn so konnte ich als Leser Normandys Gedanken sehr gut folgen, vor allem zum Thema Wahrheit, was ja den Kern der Geschichte ausmacht.Ich mochte es sehr, wie die Handlung und auch das Thema Wahrheit in vielen Facetten und an vielen Schauplätzen ausgeleuchtet wurde. Ich musste lachen und oft auch innehalten und am Ende war ich dann auch manchmal sehr schockiert. Meiner Meinung nach ein Buch, dass für jeden, egal ob jung oder alt, geeignet ist und einen mit ernsthaften Leichtigkeit dazu bringt selber über das Thema Wahrheit nachzudenken. Am Ende ist klar ... Sie ist subjektiv und hat viele Facetten ;-) 

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  • Wir erfahren die Wahrheit über uns selbst, indem wir mit jemand anderem darüber reden..

    Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen

    amigo8347

    04. April 2016 um 00:20

    Schreibstil: 5 / 5 Durch den Essay-Stil ist dieses Buch anders, aber sehr interessant geschrieben; besonders die Fußnoten fand ich sehr gelungen und ich habe sie alle gern gelesen. Ich habe dieses Werk in einem Rutsch durchgelesen und werde es sicher irgendwann noch einmal lesen. Charaktere: 4,5 / 5 Alle Charaktere waren individuell und logisch aufgebaut, lediglich Keiras Beweggründe blieben zum Teil undurchsichtig. Geschichte: 4,5 / 5 Die Grundidee die Hauptperson als Autorin auftreten zu lassen, die dieses Buch für eine Lehrerin schreibt und diese auch des öfteren persönlich anspricht, fand ich genial und ich habe oft über die Anmerkungen schmunzeln müssen. Eine Wahrheitskomission hätte ich an meiner Schule manchmal auch gerne gehabt, auch wenn ich bezweifle, dass die Befragten so kooperativ gewesen wären. Dies ist auch einer der kleinen Kritikpunkte, die anzubringen sind: Selbst an einer Kunstschule mit vielen außergewöhnlichen Charakteren kann ich es mir nicht vorstellen, dass die Befragten so gut auf eine sehr persönliche Frage reagieren würden, auch wenn sie sich einiges gerne von der Seele reden wollten. Auch die Liebesgeschichte war etwas vorhersehbar, was aber insofern nichts ausgemacht hat, da sie kaum vorhanden war und im Hintergrund gehalten wurde; das hat der Geschichte sehr gut getan, da sich die Autorin dadurch auf die andere Themen konzentrieren konnte; wie bespielsweise wie viel eine Familie tragen kann, bevor sie kollabiert, oder wie wichtig wahre Freunde sind. Diese hat Susan Juby bemerkenswert umgesetzt, ist dabei immer realistisch geblieben und hat keine belehrende Richtung eingeschlagen. ( Cover: 3 / 5 ) Den Schreibmaschinentext finde ich sehr gelungen, aber auch wenn das Cover in sich stimmig ist, sehe keine große Verbindung zum Inhalt. Der Titel klingt sehr interessant und macht neugierig darauf, was sich aus diesem Tag entwickelt. Fazit Eine faszinierend andere Geschichte, die durch den Essay-Stil und die vielen Fußnoten einen ganz eigenen Charme hat, sehr gut unterhalten kann und auch wichtige Themen anspricht. 5 / 5 Zitat: "Wenn du mich fragst, erfahren wir die Wahrheit über uns selbst, indem wir mit jemand anderem darüber reden." (S. 87) (Die Coverbewertung zählt nicht zur Endbewertung)

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  • Ein tolles Buch über Freundschaft!

    Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen

    sophie206

    17. August 2015 um 01:07

    Ein tolles Buch über Freundschaft!

  • Krampfhafte Wahrheitsfindung

    Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen

    MelE

    31. July 2015 um 07:31

    Leider konnte mich "Der Tag, als wir begannen die Wahrheit zu sagen" in keinster Weise begeistern. Ich fand das Lesen zäh und die Fußnoten, die teilweise wirklich sehr lang waren und sich komplett durch das Buch ziehen, einschläfernd und nichtssagend. Muss man wirklich alles verdeutlichen? Ich hätte das Essay auch so verstanden und habe irgendwann angefangen, diese nur noch zu überfliegen, da ich es zu aufgesetzt empfunden habe.  Die Personen die uns begegnen empfand ich in ihrer Art als oberflächlich und teilweise auch sehr arrogant, Sympathisch waren mir die wenigsten. Wahrheitsfindung und diese auch auszusprechen verlangt eine Menge Mut, denn man rückt sich selbst nicht unbedingt ins rechte Licht, wenn man eine berühmte Schwester hat, die sehr erfolgreich ist in ihrer Kunst, dabei aber Eltern und Schwester in Mitleidenschaft zieht.  Die Jugendsprache des Buches ist Gewöhnungssache und ich gestehe, dass ich mich auch damit nicht anfreunden konnte. Wahrheit hin oder her, um eine ehrliche Buchbesprechung abzuliefern, muss ich leider auch anmerken, was mir nicht gefallen hat und das war eben die ellenlangen Fußnoten, die gewollt jugendliche, daher blasse Sprache des Buches und unsympathische Protagonisten, die mir in manchen Dingen echte Wut im Bauch hervorriefen. Wahrheit ist etwas, was ich sehr ernst nehme und in diesem Buch erweckt es fast schon die Lust in mir dauerhaft zu lügen. Die Grundidee die Wahrheit zu sagen ist super und hätte mir auch gefallen, wenn das Buch insgesamt nicht so zäh gewesen wäre.  Lediglich das Ende konnte mich begeistern, ansonsten wäre aus einer drei *** Rezension eine geworden, die noch schlechter abgeschnitten hätte. Ich vergebe eine eingeschränkte Leseempfehlung, denn Bücher wirken auf seine Leser/innen eindeutig unterschiedlich. Hier trennt sich wieder einmal die Spreu vom Weizen. Während mir echte Tiefe fehlte, gibt es andere, die eben diese herausragend empfunden haben. Schade, für mich war es eher vergeudete Zeit, denn das was, am Ende geboten wird, hätte ich mir auch schon zuvor gewünscht, um in mir Begeisterung für de Jugendroman auszulösen. 

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  • Leider ein Reinfall

    Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen

    summi686

    27. July 2015 um 15:45

    Ich war anfangs etwas verwirrt von dieser Geschichte... Hier gibt es ein Mädchen, dass einen Comic "erfunden" hat, in dem sie über einfach alles und jeden herzieht. Ihre Familie, ihre Freunde, die ganze Schule - niemand kommt dabei wirklich gut weg. Alles wird überspitzt und übertrieben dargestellt, ohne eine gewisse Ironie. So kann wirklich niemand darüber lachen - ich übrigens auch nicht... Das Thema an sich war mir nicht sonderlich gutgesonnen muss ich sagen, denn sowas ist für mich wirklich nicht schön. Das sollte niemand erfahren müssen. Ich habe ja immer einen Hang dazu eine Buchstory mit dem realen Leben zu vergleichen, und sowas geht mir dann einfach zu nahe. Trotzdem führt das hier zu einem guten Leben für die junge Dame, denn aus Angst noch mehr im schlechten Mittelpunkt dieses Comics zu stehen, passen sich natürlich alle IHR an und jeder versucht es ihr so recht wie möglich zu machen. Zum Glück wandelt sich das ganze dann aber schnell, denn das ist nur die Vorgeschichte. Auch ihre Schwester Normandy ist ein wahres Kunsttalent. Als sie dann zur Abschlussarbeit an der Kunsthochschule eine Art Aufsatz einreichen soll, entsteht eine tolle Geschichte. Und diese Geschichte ist hier in Form eines Buches für uns Leser abgedruckt. Das ist leider aber nicht unbedingt nur positiv. Man muss bedenken dass die Protagonistin hier ein junges Mädchen ist, und genauso liest sich auch das Buch: von einem jungen nichtsahnenden Mädchen geschrieben. Die Sprache ist SEHR leicht, oft fehlt der ganzen Story einfach das gewisse etwas. Es plätschert alles so vor sich hin. Auch die Protagonistin ist eher seicht. Sie ist sehr schüchtern und zurückhaltend, was irgendwann so nervig wird, dass man das Bedürfnis hat ihr mal gehörig in den Hintern zu treten. Auch die anderen Protagonisten waren da leider nicht viel besser…. Was dann dazu führte, dass mir das Buch anfangs noch sehr gut gefallen hat, mich dann aber super schnell gelangweilt hat – und ich es am liebsten eigentlich gar nicht mehr zu Ende gelesen hätte. Hab mich dann aber doch irgendwie durchgequält und weiß jetzt auch gar nicht wirklich was dazu zu sagen…. Ich hoffe es hat anderen einfach besser gefallen.

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  • Achtung Fußnoten-Alarm!

    Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen

    Moep

    12. July 2015 um 14:19

    „Das Leben ist nichts für Feiglinge…“  … denken sich die drei Freunde Dusk, Neil und Normandy zu Beginn des 11. Schuljahrs und starten ein gewagtes Experiment: Einmal jede Woche wird abwechselnd einer von ihnen einem Menschen aus ihrer Schule eine Frage stellen, die bisher keiner auszusprechen wagte, obwohl alle nach der Antwort lechzen. Was die drei Freunde allerdings damit lostreten, hätten sie nie geahnt. Denn auch sie selbst müssen sich ein paar unumstößlichen Wahrheiten stellen. Soweit der Klappentext. Dieser scheint leider aus zwei Gründen einem ganz besonders schlechten Lektorat in die Hände gefallen zu sein: 1. Er ist voller inhaltlicher Fehler, die ich oben allerdings mal bewusst nicht mit abgeschrieben habe. 2. Er verspricht eine Geschichte, die wir so einfach nicht bekommen werden.  Anders als Titel und Klappentext vermuten lassen, steht in diesem Buch nicht der geplante Selbstversuch der drei Freunde im Vordergrund, der mich persönlich sehr gereizt und zum Lesen dieses Buches bewegt hatte. Vielmehr begleiten wir die junge Normandy dabei, ihren Alltag in einer verrückten Künstler-Familie zu meistern und damit umzugehen, dass ihre Schwester eine berühmte Autorin von Graphic Novels ist, in denen sie ihre Familie ins Lächerliche zieht. Normandy versucht, herauszufinden, wer sie wirklich ist und was sie von ihrer mysteriösen und egoistischen Schwester halten soll. Doch mit der Ausgangsidee hat das alles schon nach Seite 50 nichtmehr viel zu tun. Weiterhin ist der Schreibstil wirklich sehr, sehr, sehr gewöhnungsbedürftig. Die Geschichte wird aus der Perspektive von Normandy erzählt, die für ein Schulprojekt ein Essay über ihre Suche nach der Wahrheit schreibt. Dieses Essay also lesen wir. Es ist insofern gut gelungen, als dass es authentisch den zum Teil sehr nervigen und schlechten Stil einer 17-jährigen Kunst-Schülerin wiederspiegelt. Ansonsten ist er allerdings vor allem eins: nervig. Auf jeder zweiten Seite findet man Fußnoten, die den Lesefluss erheblich stören, da Normandy in diese Fußnoten lauter unnötigen Mist hinein geklatscht hat, den man sich eigentlich auch schenken kann. Man wird nach dem Lesen einer Fußnote also jedes Mal aus dem Text geworfen und muss neu anfangen. Ich habe diese Fußnoten irgendwann einfach nur noch ausgelassen und ab dann ging es auch wieder gut voran. Insgesamt ist die Geschichte über Normandy und ihre verrückte Kunst-Schule, ihre ebenso verrückten Freunde und ihre total fiese Schwester wirklich originell, sie ist mal etwas anderes und sie ist auch schön, mit einem gewissen Maß an Tiefgang. Allerdings muss man sich darauf einlassen können, dass die Geschichte etwas anderes ist, als man zunächst vermutet und vor allem mit einem sehr alternativen Schreibstil aufwartet.

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  • Buchverlosung zu "Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen" von Susan Juby

    Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen

    LillianMcCarthy

    30. June 2015 um 13:44

    Anlässlich meines Bloggeburtstages verlose ich eine Ausgabe von Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen.

    Alle weiteren Infos und Teilnahmebedingungen findet ihr hier: http://missfoxyreads.blogspot.de/2015/06/gewinnspielwoche-tag-2-gossip-gossip.html

    ACHTUNG! Die Teilnahme ist nur über meinen Blog gültig.

  • Tolle Idee, nicht immer gelungene Umsetzung

    Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen

    Lesemomente

    25. June 2015 um 07:53

    Alles begann damit, dass Aimee, die Mitschülerin von Dusk, Neil und Normandy, nach den Ferien mit einem deutlich größeren Busen und einer sehr viel schmaleren Nase in die Schule kommt. Neil beschließt, Aimee darauf anzusprechen. Und obwohl die beiden anderen erwarten, dass es ihr unangenehm sein würde, reagiert Aimee total positiv und dankbar. Aus diesem Grund gründen die drei die Wahrheitskommission und beschließen, wöchentlich neue Wahrheiten herauszubekommen. Doch gerade Normandy hat so ihre Probleme mit diesem Projekt, was vor allem daran liegt, dass es bei ihr zu Hause niemand wagt, die Wahrheit auszusprechen… “‘Das hat nichts mit Klatsch und Tratsch zu tun’, sagte ich. ‘Leute auf die Wahrheit anzusprechen, hat eine spirituelle Funktion.’ Mr Thomas’ breites Grinsen wurde ernst. ‘Dann muss ich das falsch verstanden haben. Ich dachte immer, be so spirituellen Geschichten ginge es in erster Linie darum, die Wahrheit über sich selbst herauszufinden.'” (S. 138) Im Laufe der Geschichte finden Dawn und Neil nicht nur so einige Wahrheiten über ihre Mitschüler heraus, sondern vor allem beginnt Normandy etwas über ihre Familie und über sich selbst herauszufinden. Diese Entwicklung fand ich total interessant und spannend zu begleiten. Für mich stellt dies die eigentliche Handlung der Geschichte dar. Ein Großteil der Handlung findet an der Green-Pastures-Academy statt, einer Schule für künstlerisch besonders begabte Jugendliche. Das Setting hat mir richtig gut gefallen, denn es bietet viel Potenzial für besondere Haupt- und Nebenfiguren. Derzeit schreibt die Autorin an einem weiteren Buch, das an der Akademie spielt. Ich kann mir gut vorstellen, auch das zu lesen. Die Schreibweise ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig und anstrengend. Die Geschichte wird in Essayform aus der Sicht von Normandy erzählt und beinhaltet viele Fußnoten, die ich ehrlich gesagt oft überlesen habe, da sie den Lesefluss ziemlich unterbrechen. Insgesamt geht es in diesem Buch weniger um Liebe und Highschool-Tralala, als man angesichts des Covers denken mag. In meinen Augen geht es vor allem darum, dass Normandy versucht herauszufinden, was in ihrer Familie eigentlich schief läuft. Sie versucht sich von ihrer sehr erfolgreichen Schwester abzugrenzen und herauszufinden, wer sie wirklich ist. Die Thematik und auch die Charaktere finde ich unglaublich spannend. Die Umsetzung ist nicht durchweg gelungen. Dennoch würde ich einem zweiten Buch der Autorin gerne eine Chance geben. Ich vergeb hierfür 3,5 von 5 Sternen.

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  • Leider nicht so gut wie erwartet....

    Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen

    Lovinbooks4ever

    17. June 2015 um 09:44

    Normandy und ihre Familie sind schon ein wenig komisch. Ihre Schwester ist eine berühmte Graphic Novel Zeichnerin und hat gemeinerweise eine "Welt" erfunden die alle lieben. Allerdings zum leidwesen ihrer Schwester und ihrer Eltern. Denn die kommen in diesem Comic gar nicht gut weg. Sie warden total überzogen und hässlich gezeichnet und alles was in einmal peinliches oder schlimmes passiert ist, verarbeitet diese tolle Schwester in ihren Comics. Die ganze Familie ist also mittlerweile darauf bedacht ja keinen Mucks zu machen. Sie schleichen um Miss Superstar herum und nehmen so viel Rücksicht auf sie wie nur geht... Normandy ist aber nicht minder talentiert. Sie geht auf eine Kunsthochschule und ist sehr begabt. Als Abschlussarbeit soll sie ein Essay einreichen und so ist das ganze Buch dann aufgebaut. Denn ihr Essay ist das Buch :)Irgendwann beschließen Norm und ihre Freunde die Menschen einfach auf die Wahrheit anzusprechen. Und sie fühlen sich total gut damit und brechen eine riesige Welle los... Aber Norm sträubt sich zunächst und ist nicht wirklich überzeugt. Will wirklich immer jeder die Wahrheit sagen? Fühlen wir uns leichter und freier, wenn wir einmal unsere tiefsten Geheimnisse an die Luft gelassen haben? Und was ist mit dem schlimmen Geheimnis, das ihre Schwester ihr anvertraut hat?  Normandy ist eigentlich eine ganz tolle Protagonistin. Sie ist lieb, zurückhaltend und nicht weiter auffallend. So ist aber auch leider das ganze Buch... Lieb, zurückhalten und leider, leider nicht weiter auffallend... Stellenweise muss habe ich mich richtig gelangweilt und mich gefragt, wann denn endlich mal wenigstens etwas Spannung aufgebaut wird. Die Spannung kommt aber leider erst zum Ende des Buchs und dann ist auch ganz nett zu lessen. Allerdings konnte es mich einfach nicht vom Hocker hauen. Und die Schwester, ihr Lieben, die hat mich einfach tierisch aufgeregt! So ein egoistisches Miststück habe ich selten erlebt :D Ahhh!!!  Der Schreibstil ist locker leicht und man hat wirklich das Gefühl, dass dieses Buch eine Kunstschülerin geschrieben haben könnte. Aber wie bereits erwähnt ist es einfach langweilig. Und das ist leider die Wahrheit.... Ob man sich immer gut fühlt die Wahrheit zu sagen? Definitiv nicht! Das konnte ich wenigstens aus dem Buch mitnehmen....      Meine dramatische Wahrheit ist leider, dass mir das Buch nicht gefallen hat. Es zog sich richtig in die Lange und hatte kaum eine spannende Handlung. Die Charaktere waren bis auf die Egomanische Schwester leider total farblos und auch die kleine Liebesgeschichte war eher nur NETT.Dieses Jugendbuch sollte wohl auch nur von Jugendlichen gelesen warden. Aber einem Alter von 25 Jahren wird es wohl eher einfach nur langweilig. Daher gibt es von mir 3 von 5 Punkten:

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  • Das Finden von Wahrheit

    Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen

    LillianMcCarthy

    16. June 2015 um 17:32

    Inhalt: Das Leben ist nichts für Feiglinge... … denken sich die drei Freunde Dusk, Neil und Normandy, zu Beginn des 11. Schuljahres und starten ein gewagtes Experiment: Einmal jede Woche wird abwechselnd einer der drei einem Menschen aus ihrer Schule eine Frage stellen, die bisher keiner auszusprechen wagte, obwohl alle nach der Antwort lechzen. Hasst die ewig grantige Sekretärin wirklich alle Schüler, ist der schöne Tyler jetzt schwul oder nicht, nimmt der Freak aus der 12. Drogen und hat die Coole aus dem Langlaufteam mit einem ihrer beiden Teamkollegen was oder gar mit beiden? Was die drei besten Freunde allerdings damit lostreten, hätten sie nie geahnt. Ein kluges Buch über Freundschaft, Liebe und die Frage, was wir mit uns und unserem Leben anfangen und, was das eigentlich alles zu bedeuten hat. (Quelle: Verlag) Meine Meinung: Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen[1] ist ein ganz besonderes Buch. Schon direkt beim aufschlagen des Buches, beim kurzen Durchstöbern bemerkt man es: Fußnoten. Sie tummeln sich, mal mehr mal weniger, auf den Seiten. In vielen Rezensionen, die ich gelesen habe, wurde dies bemängelt. Die Fußnoten stören den Lesefluss und seien unnötig[2]. Schnell wurde mir, als ich mit dem Buch begonnen habe jedoch auch klar, wieso diese Fußnoten da sind. Normandy, die Protagonistin des Buches, und ihre beiden Freunde haben ein Projekt ins Leben gerufen und zu diesem Projekt schreibt Normandy ihr Essay, was sie am Ende des Schuljahres als Projektarbeit abgibt. Und ja. Solche Arbeiten brauchen Fußnoten[3] und ich finde, sie verleihen dem Buch auch etwas Besonderes und gleichzeitig auch etwas sehr Authentisches. Auch die anderen Details des Buches konnten mich sehr überzeugen. Allen voran das schöne Cover. Der Schreibstil war federleicht und erfrischend. Die Autorin hat das Essay-Thema einfach sehr gut umgesetzt und den Schreibstil an den einer Jugendlichen angepasst. Auch das spricht nur für das Buch und macht es noch liebenswürdiger. Normandy geht auf eine Kunstschule und sie scheint so ziemlich die einzige Normale zu sein[4] alle anderen, auch ihre Freunde wirken ziemlich überspitzt und es driftet leider ein wenig ins unglaubwürdige ab. Ich glaube schon, dass an Kunstschulen einige verrückte Typen herumlaufen aber in Der Tag war es dann doch ein wenig zu viel. Dennoch waren mir einige von ihnen sehr sympathisch. Inhaltlich knüpft das Buch an die Überspitzung an, die man auch bei den Charakteren schon findet. Neben der Wahrheitskommission, die Normandy, Neil und Dusk gründen[5] muss Normandy sich nämlich auch zu Hause der Wahrheit stellen, als ihre Schwester[6] plötzlich vom College nach Hause kommt und irgendwas passiert sein muss. Was am Anfang noch ganz normal ist, driftet hier etwas später wieder ins total unglaubwürdige ab. Dennoch hat das Buch durch diese Wahrheitssuche aber auch durch die damit verbunden Probleme eine wirklich tolle Message. Das Ende war auch sehr glaubhaft und war ich anfangs ein wenig unzufrieden damit, erscheint es mir nach längerem Überlegen einfach nur passend. Nicht alles ist gut. Wir haben nicht das Märchen Happy End. Dennoch muss man dieses Ende als Happy End beschreiben. Auf seine ganz besondere Art, wie das Buch auch. Bewertung: Für mich war Der Tag ein Buch, dass mich sehr fasziniert hat und durch seine besondere Aufmachung und durch seine Message überzeugen konnte. Hat man sich erst mal auf den Essay Stil eingestellt, liest er sich sehr gut und man kann voll in die Geschichte einsteigen. Ein Füchschen Abzug gibt es für die vielen überspitzen Darstellungen. Sowohl bei den Charakteren, als auch in der Handlung. Darüber kann man aber gut und gerne hinwegsehen und was bleibt ist ein unglaublich kluges Buch über Wahrheit. Vielen herzlichen Dank an cbj für das tolle *Rezensionsexemplar. [1] Wirklich, dieser Titel nervt :D Ich kürze ihn im folgenden nur mit Der Tag ab. [2] Wie diese hier… [3] Wie Hausarbeiten auch. Und wer denkt, dass Normandy das gerne gemacht hat, der irrt sich. Fußnoten nerven denjenigen, der sie schreibt deutlich mehr als alle Leser zusammen. [4] Wie das an Kunstschulen eben so ist. [5] Und die Normandy ziemlich viele Probleme bereitet. [6] Ein gefeierter Graphik Novel Star, die die Probleme und Missgeschicke ihrer Familie in ihren Büchern verarbeitet und so ziemlich bloßstellt 

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  • Verrückt aber klug

    Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen

    lamarie_books

    12. June 2015 um 10:30

    Mich hat dieses Buchkonzept direkt neugierig gemacht: Es klingt so mysteriös, aber gleichzeitig ganz real. Ein wenig hat mich der Roman anfangs tatsächlich an Janne Teller erinnert, von der ich sehr begeistert bin. Verfasst ist der Roman in Form von Essays, die immer wieder mit Fußnoten versehen sind. Umso spannender es wurde, desto öfter musste ich gestehen, eine Fußnote übersprungen zu haben, aber generell fand ich sie durchaus gut dossiert und sie geben der Erzählerin eine tolle Möglichkeit, um Dinge anzubringen, die eigentlich gar nicht in ihren Essay passen, was den Roman wiederum wirklich witzig macht. Für letzteres sorgt auch der Schreibstil: Susan Juby hat eindeutig Humor und lässt das den Leser auf flapsig-lockere Art und Weise auch wissen! Von Anfang an war ich mir nicht sicher, ob dieser Stil auch zu einem doch eher ernsterem und abstrakterem Thema wie der Wahrheit passt, gefallen hat mir der Schreibstil aber schon. Der Roman spielt an der Green Pastures Academy, einer Kunst-High School, auf der sich alle möglichen jungen Künstler treffen, deren Hobbys etwas außergewöhnlicher sind als das, was sich vielleicht an deiner Schule finden lässt: Normandy stickt, Neil malt schöne Frauen und Dusk präpariert tote Spitzmäuse. Die Charaktere fand ich einfach nur genial, sie machen richtig Spaß und sind Menschen mit ihren Stärken und Schwächen und einer gehörigen Portion Selbstironie, mit denen man aber dennoch total gerne befreundet wäre! Die Idee, ab jetzt nach der Wahrheit zu fragen, kam für mich etwas zu schnell, Normandys Bedenken wirkten dafür umso realistischer – toll! Langsam fließt auch die Backstory von Normandys Schwester – die viel zu oft auch viel zu viel mit Normandy selbst zu tun hat – ein und diese ist eben das, was auch die Green Pastures ist: kreativ, kunterbunt und einfach spannend! Mich haben diese Charaktere begeistert, die so sehr in ihrer eigenen Welt leben, und Keiras Geschichte sorgt für Spannung, gerade weil sie immer wieder mit tollen Cliffhangern endet. Persönlich kann ich mir nicht vorstellen, dass es realistisch ist, dass die Wahrheit an der Green Pastures so großartige Dinge anstellt, denn die Schüler sind zwar erst überrumpelt, wenn sie nach der Wahrheit gefragt werden, das heißt wenn ein andere Schüler plötzlich wissen will, ob er denn jetzt schwul ist oder nicht, ob sie denn nun den einen oder den anderen liebt, ob es stimmt, was man über ihre Schwester erzählt, ob sie wirklich von den Ureinwohnern abstammt und viel mehr. Die Figuren reagieren früher oder später sehr positiv, sind regelrecht dankbar dafür – für mich nicht immer ganz nachvollziehbar. Gegen Ende des Romans fließt schließlich etwas Liebe und auch etwas Romantik mit ein – für mich zugegebenermaßen ziemlich fehl am Platz, der Roman wäre auch gut ohne ausgekommen. Richtig spannend wird es dafür am Ende: Ist der Anfang noch eher interessant, kommt mehr und mehr Spannung auf und das Ende ist so ganz anders als man vielleicht vermuten mag. Es ist wiederum realistisch und das hat mich begeistert! Für mich war der Titel des Romans ein Fehlgriff, denn die Charaktere aus Susan Jubys Roman beginnen nicht, die Wahrheit zu sagen, sondern nach der Wahrheit zu fragen. Laut Klappentext stoßen sie damit zwar auch auf Geheimnisse aus ihrem eigenen Leben, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass die Charaktere sich außerordentlich mit sich selbst auseinander setzen. Ausgehend vom Titel bin ich davon ausgegangen, dass der eigentliche Konflikt das Romans darin bestände, dass früher oder später jemand nicht positiv auf die Frage nach der Wahrheit reagiert, was aber nicht der Fall war. Wer sich vom Titel nicht fehlleiten lässt, der wird den Roman jedoch lieben: Er hat seine Makel, aber er ist auch besonders, traut sich, mal so ganz anders zu sein als viele andere Romane, hat absolut geniale Charaktere und ist dabei noch spannend! Mich hat er zuerst nachdenklich gemacht und dann absolut gepackt und begeistert.

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  • Skurril und überspitzt

    Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen

    whoiskafka

    09. June 2015 um 16:05

    Einige Worte zum Inhalt Die drei Freunde Normandy, Dusk und Neil besuchen eine bekannte Kunstakademie, wo sie sich neben normalen Schulfächern vor allem ihrer individuellen Kunst widmen. Als sie nach den Sommerferien bemerken, dass sich eine ihrer Mitschülerinnen einer Brustvergrößerung unterzogen hat und nicht wissen, wie sie mit der Situation umgehen sollen, gründen sie die Wahrheitskommission. Das Ziel: Einmal pro Woche stellen Normandy, Dusk und Neil ausgewählten Personen eine peinliche, intime Frage. Doch bald müssen sie erkennen, dass nichts ohne Folgen bleibt. Meine Meinung Den Klappentext fand ich wirklich ansprechend, denn die Wahrheit ist eine sehr prekäre Angelegenheit und der Gedanke an eine Art Wahrheitskommission hat mich gereizt. Obendrauf kam dann noch das mädchenhafte und zugleich irgendwie markante Cover – und schon hielt ich das Buch in den Händen und konnte es nicht erwarten, mit dem Lesen zu beginnen. Ich hatte zuvor einige Rezensionen gelesen, die eher negativ ausfielen, doch da ich mich von Rezensionen in der Regel nicht beeinflussen lasse, bin ich unvoreingenommen an die Geschichte herangegangen. Leider aber musste ich den Rezensionen bereits nach einem Drittel des Buches zustimmen. Das Buch überrascht mit einer außergewöhnlichen Erzählform: Normandy berichtet in einem Essay, das sie für einen Kurs anfertigen muss, von ihren Erlebnissen mit der Wahrheitskommission. Ich empfand die Perspektive als interessant und durchaus gute Idee, leider aber hat Frau Juby es mit den Fußnoten etwas übertrieben. Ganze 114 Fußnoten begleiten den Leser durch den Roman. Wären sie witzig oder informativ, so wie bei Jonathan Strouds Bartimäus, wäre das wunderbar – leider aber waren sie völlig redundant, haben den Lesefluss gestört und lustige Bemerkungen kamen hölzern und forciert rüber. Die Fußnoten werden im Falle dieses Buches also zu einem klaren Minuspunkt (und das, obwohl ich Fußnoten in Romanen normalerweise heiß und innig liebe). “Ich tat, was jeder hochgradig verwirrte Mensch tun würde: Ich legte mich wieder ins Bett.” – S. 237 Mit den Charakteren bin ich leider nicht richtig warmgeworden, was vielleicht daran liegt, dass sie allesamt so exzentrisch sind, dass es einfach nicht möglich ist, sich mit ihnen zu identifizieren, wenn man nicht selbst ein durchgeknallter Kunstschüler ist. Normandy blieb für mich lange ohne Tiefe, was sich erst gegen Ende änderte, zu der makellosen Dusk konnte ich keine Beziehung aufbauen und Neil erschien mir ebenfalls recht farblos und stereotyp. Normandys egoistische, geheimnistuerische Schwester Keira ist eine Nummer für sich und hat mich grenzenlos aufgeregt. Auch Normandys Eltern konnten keine Sympathiepunkte sammeln, da sie so schwach und nicht einmal ansatzweise durchsetzungsfähig sind. Das Setting ist Geschmackssache. Prinzipiell finde ich die Idee, eine Kunstschule zum Handlungsort zu machen, ganz lustig, allerdings hat Frau Juby es auch hierbei übertrieben: Es scheint, als gäbe es keinen normalen, durchschnittlichen Schüler an der Akademie. Jeder ist auf die eine oder andere Weise vollkommen Banane, was leider ein völlig überspitztes Bild formt. Ob ein Demonstrationslauf in Unterwäsche oder Mädchen, die in Tutu, Schläppchen und Basketballshirt zur Schule kommen – hier gibt es alles. Irgendwann wurde es mir dann etwas zu bunt. Leider wirkt die Geschichte durch das Setting und die übertriebenen Handlungen der Charaktere sehr unglaubwürdig und albern. Die Handlung dümpelt in den ersten beiden Dritteln irgendwo zwischen belanglos und einschläfernd herum. Erst im letzten Drittel, als es endlich etwas spannender wurde, konnte das Buch mich noch packen. Das Ende hat wirklich Spaß bereitet! Die Charaktere haben sich etwas entwickelt, ihr Zusammenhalt wurde stärker, es wurde ein Geheimnis aufgedeckt und man war gespannt, wie es weitergeht. Blöderweise war’s dann aber auch schon vorbei. “Die Fear Street entlangzugehen, zählte noch nie zu meinen bevorzugten Hobbys. Ich gehöre eher zu denen, die die Fear Street sehen und sich dann schnell mit eingezogenem Kopf durch die Allee des Vergessens davonmachen.” – S. 263 Der Schreibstil ist durchschnittlich gut und lässt sich angenehm lesen (wenn man mal von den Fußnoten absieht). Die Dialoge sind in meinen Augen allerdings nicht gut ausgearbeitet, oftmals habe ich mich gefragt, wer denn tatsächlich so spricht. Aber vielleicht ist auch das wieder ein Kunstschülerding, wer weiß. Der Humor entsprach so gar nicht meinem Geschmack, da er nicht natürlich und leicht, sondern gewollt und gekünstelt rüberkam. Insgesamt hat das Buch gegen Ende noch die Kurve gekriegt, was allerdings nicht für eine gute Bewertung reicht. Dafür waren der Anfang und Mittelteil einfach zu schwach. Die Idee hatte Potential, doch dieses hat Susan Juby meiner Meinung nach nicht ausgeschöpft. Fazit Wenn ihr exzentrische Charaktere, ein etwas konfuses Setting und Fußnoten mögt, könnte dieses Buch etwas für euch sein. Mir allerdings hat nur das Ende wirklich gut gefallen, daher kann ich die Geschichte leider nicht weiterempfehlen.

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  • tolle Grundidee, doch sehr spezielle Essa-Form

    Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen

    -Favola-

    07. June 2015 um 23:28

    Zu Beginn des 11. Schuljahres erscheint eine Mitschülerin von Dusk, Neil und Normandy mit kleinerer Nase, dafür grösseren Brüsten. Die drei Freunde überlegen, was sie zu ihr sagen sollen, denn ihrem Verhalten nach zu urteilen, erwartet sie eine Reaktion. Ihr einfach sagen, dass sie gut aussieht? Sie auf die Operationen ansprechen? Die drei entscheiden, dass man sich an die Wahrheit halten sollte und so spricht Neil sie an und kommt damit sehr gut an. So gründen die drei eine Wahrheitskommission und einmal jede Woche soll jeder abwechselnd jemandem aus der Schule eine Frage stellen, die bisher keiner anzusprechen wagte. Ein Teil der Geschichte spielt also an der Schule der drei Freunde, ein zweiter sehr wichtiger Part ist jedoch die Familiensituation von Normandy. Ihre ältere Schwester ist eine begnadete Graphic Novel Künstlerin, die in ihren Chroniken ihre Familienmitglieder völlig ins Negative Licht rückt. Normandy leidet sehr darunter, vor allem auch, weil ihre Eltern nur hinter Keira stehen. Als diese dann ihr College abbricht, sich völlig zurückzieht und nur ihrer kleiner Schwester ein schlimmes Geheimnis verrät, bekommt die Wahrheitsfindung plötzlich eine ganz andere Dimension. Normandy steht hier ganz klar im Vordergrund und doch ist sie eine Protagonisten, die nicht gerne im Mittelpunkt ist. Durch ihre bekannte Schwester und ihrer eigenen unglücklichen Rolle in deren Werken, sieht sie sich völlig in einem falschen Licht. Im Verlaufe der Geschichte fasst sie immer mehr Selbstvertrauen und beginnt, ihre Meinung zu vertreten. Auch Neil, Dusk und Keira sind für die Handlung sehr wichtig, doch sie bleiben mir alle etwas zu unscharf gezeichnet, zu distanziert. Die Grundidee finde ich immer noch richtig spannend, doch hat bei mir der Klappentext definitiv zu hohe Erwartungen geschürt. Gut gefallen hat mir, dass die Teenager hier für einmal nicht an eine normale Highschool gehen sondern eine Kunstschule besuchen. Das konnte der Geschichte eine ganz eigene Dynamik und Atmosphäre geben. Wie Susan Juby die beiden Handlungsstränge mischt und zu einem wahrhaft spannenden Finale zuspitzt, konnte mich dann etwas über die ersten anstrengenden zwei Drittel des Buches hinwegtrösten. Schon der Einstieg in die Geschichte ist sehr speziell. Wir lesen hier nämlich die Abschlussarbeit von Normandy. Im kreativen Schreiben hat sie ein Modul über Essays und genau so eines verfasst sie nun. Dazu bringt sie eine enorme Menge an Fussnoten an. Einige sind für die Lehrerin gedacht, die ihr zum Text Rückmeldungen gegeben hat, durch andere möchte die Schülerin viel Hintergrundwissen unterbringen und schweift oft ab, so dass der rote Faden entweder ein riesiges Wirrwarr oder aber gar nicht vorhanden ist. So stören diese 114 Fussnoten den Lesefluss und verleiten zum Überlesen. Auch sonst erschienen mir Szenen zum Teil langweilig und überflüssig, so dass ich mich zusammen nehmen musst, diese nicht zu überfliegen. Dass die Geschichte die Schularbeit einer Sechzehnjährigen ist, merkt man natürlich auch am Schreibstil. So schreibt sie frei von der Leber und schweift auch oft ab. Die Essay-Form und Fussnoten sind sehr gewöhnungsbedürftig. Fazit: Mit einer tollen Grundidee und einem vielversprechenden Klappentext lockt "Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen" und wenn man sich durchbeisst, wird man mit einem guten und überraschenden Ende belohnt. Doch die spezielle Essay-Form und die übermässigen, oft überflüssigen Fussnoten sind wohl der Genickbruch der Geschichte, so dass bestimmt einige Leser schon vorher die Finte ins Gras werfen werden. (2.5 Sterne)

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  • Eine tolle Idee aber leider hat die Autorin das vorhandene Potential nicht ausgenutzt!

    Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen

    Manja82

    Kurzbeschreibung Ein Häppchen Wahrheit gefällig? Oder darf's doch ein bisschen mehr sein? Das Leben ist nichts für Feiglinge... … denken sich die drei Freunde Dusk, Neil und Normandy, zu Beginn des 11. Schuljahres und starten ein gewagtes Experiment: Einmal jede Woche wird abwechselnd einer der drei einem Menschen aus ihrer Schule eine Frage stellen, die bisher keiner auszusprechen wagte, obwohl alle nach der Antwort lechzen. Hasst die ewig grantige Sekretärin wirklich alle Schüler, ist der schöne Tyler jetzt schwul oder nicht, nimmt der Freak aus der 12. Drogen und hat die Coole aus dem Langlaufteam mit einem ihrer beiden Teamkollegen was oder gar mit beiden? Was die drei besten Freunde allerdings damit lostreten, hätten sie nie geahnt. Ein kluges Buch über Freundschaft, Liebe und die Frage, was wir mit uns und unserem Leben anfangen und, was das eigentlich alles zu bedeuten hat. (Quelle: cbj) Meine Meinung Normandy und ihre zwei Freunde Dusk und Neil sind Schüler einer renommierten Highschool mit Schwerpunkt auf Kunst. Eines Tages beschließen sie sich auf die Suche nach der Wahrheit zu machen. Sie suchen sich Mitschüler aus über die an der Schule Gerüchte im Umlauf sind. Sie fragen sich ob diese Gerüchte der Wahrheit entsprechen. Allerdings ist Normandy, Dusk und Neil nicht klar was für eine Lawine sie damit lostreten … Der Jugendroman „Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen“ stammt von der Autorin Susan Juby. Vom Klappentext angesprochen war ich neugierig auf dieses Buch, doch leider hat es nicht gehalten was es verspricht. Die Protagonistin Normandy geht in die 11. Klasse einer Highschool mit Schwerpunkt auf das Künstlerische. Sie redet wie ihr der Mund gewachsen ist. Allerdings ist es nicht unbedingt alles wichtig was Normandy während der Geschichte, die ihr Essay darstellt, von sich gibt. Insgesamt empfand ich Normandy doch als eine ziemlich nervige, anstrengender und auch unsympathische Protagonistin. Ihre beiden besten Freunde Neil und Dusk bleiben leider sehr blass. Man erfährt rein gar nichts über sie, kann sich so überhaupt kein wirkliches Bild von ihnen machen. Auch die anderen im Buch vorkommenden Charaktere, wie beispielsweise Normandys Schwester Keira, die ihre Familie ziemlich tyrannisiert, sind nicht wirklich aussagekräftig gestaltet. Sie besitzen auch kaum Tiefe. Der Schreibstil der Autorin ist soweit gut zu lesen. Sie schreibt flüssig und man kommt relativ zügig durch die Seiten. Geschildert wird das Geschehen aus Sicht vin Normandy, wofür Susan Juby die Ich-Perspektive verwendet hat. So wird man als Leser meist sogar direkt von ihr angesprochen und erfährt so viel, zum, Teil aber leider auch unwichtige Dinge. Die Handlung hat eine interessante Hintergrundidee. Das Thema Selbstfindung gefiel mir richtig gut. Allerdings konnte mich das Buch nicht wirklich für mich einnehmen. Es ist zum Teil sehr langatmig und zäh geschrieben und es gibt auch des Öfteren Wiederholungen. Der Inhalt ist sehr verworren erzählt, es gibt kaum Spannung, kaum Action. Doch nicht nur das hat mich gestört, es gibt leider auch unheimlich viele Fußnoten, die zum einen sehr lang sind und zum anderen rein gar nicht zur Geschichte beitragen. Sie behindern eher beim Lesen als das sie förderlich sind. Susan Juby hat hier definitiv das Potential, das in der Idee steckt, verschenkt, sie hätte viel mehr rausholen können. Fazit Kurz gesagt ist „Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen“ von Susan Juby ein Buch das nicht hält was es verspricht. Eine recht anstrengende Protagonistin und eine Handlung, die ziemlich langatmig ist und mich nicht wirklich fesseln konnte stehen hier einem flüssigen Schreibstil und einer doch tollen Idee gegenüber. Das Potential wurde leider nicht ausreichend genutzt. Schade!

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