Susan Kreller

 4 Sterne bei 206 Bewertungen
Autorin von Elefanten sieht man nicht, Schneeriese und weiteren Büchern.
Autorenbild von Susan Kreller (© Ellen Runa Kara)

Lebenslauf von Susan Kreller

Susan Kreller, 1977 in Plauen geboren, studierte Germanistik und Anglistik und promovierte über deutsche Übersetzungen englischsprachiger Kinderlyrik. Sie lebt mit ihrer Familie in Bielefeld und arbeitet als freie Journalistin und Autorin. "Elefanten sieht man nicht" ist ihr erster Roman.

Neue Bücher

Cover des Buches Hannas Regen (ISBN: 9783949840098)

Hannas Regen

Neu erschienen am 03.11.2022 als Hörbuch bei Diwan Hörbuchverlag.

Alle Bücher von Susan Kreller

Cover des Buches Elefanten sieht man nicht (ISBN: 9783551314581)

Elefanten sieht man nicht

 (89)
Erschienen am 18.12.2015
Cover des Buches Schneeriese (ISBN: 9783551315649)

Schneeriese

 (44)
Erschienen am 25.11.2016
Cover des Buches Elektrische Fische (ISBN: 9783551584045)

Elektrische Fische

 (38)
Erschienen am 31.10.2019
Cover des Buches Pirasol (ISBN: 9783492314114)

Pirasol

 (23)
Erschienen am 04.12.2018
Cover des Buches Hannas Regen (ISBN: 9783551584755)

Hannas Regen

 (5)
Erschienen am 29.09.2022
Cover des Buches Schlinkepütz, das Monster mit Verspätung (ISBN: 9783551556790)

Schlinkepütz, das Monster mit Verspätung

 (4)
Erschienen am 29.09.2016
Cover des Buches Elektrische Fische (ISBN: B07QQV2GH5)

Elektrische Fische

 (0)
Erschienen am 31.10.2019

Neue Rezensionen zu Susan Kreller

Cover des Buches Hannas Regen (ISBN: 9783551584755)
kathrineverdeens avatar

Rezension zu "Hannas Regen" von Susan Kreller

Hannas Regen
kathrineverdeenvor 3 Monaten

Mein Buchgeschmack hat sich in den letzten Jahren sehr gewandelt. Wenn ihr euch meine Rezensionen von vor 10 Jahren anschaut, werdet ihr bemerken, dass Fantasy aus dem Bereich Jugendbuch stark vertreten war. Im Laufe der Jahre konnte ich mich jedoch nicht mehr wirklich dafür begeistern. Zu eintönig, zu ideenlos – gefühlt las ich immer wieder dieselben Geschichten. Nur, dass die literarischen Figuren andere Namen trugen. Dafür zogen immer mehr Bücher bei mir ein, die Geschichten enthielten, die sich echt anfühlten und mir buchstäblich unter die Haut gingen. Jedoch findet man diese, besonders im Genre der Jugendbücher, nicht in Hülle und Fülle. Man muss schon etwas suchen, um die literarischen Leckerbissen zu finden. Ein Exemplar, welches ich bei meiner Suche erst auf den zweiten Blick entdeckt habe, ist „Hannas Regen“ von Susan Kreller.

Hannas Regen

Josefin beschäftigen tausend Fragen, seitdem Hanna in ihre Klasse gekommen ist. Nicht, weil sie nun neben ihr sitzt und sehr schweigsam ist. Vielmehr fragt sie sich, wie und warum es Hanna schafft, so durchsichtig zu sein. Ganz so, als würde sie von einem stetigen Regen verhüllt werden. Sie verhält sich seltsam und vermittelt anderen Menschen einfach fernzubleiben. Als würde sich der Aufwand nicht lohnen, weil Hanna bald wieder fortgeht. Wider Erwarten freunden sich beide Mädchen an und Josefin wird dabei klar, dass irgendetwas nicht mit Hanna stimmt.

Ich habe gut 50 Seiten benötigt, um mich auf die Geschichte einzulassen. Die Handlung wirkte anfangs sehr monoton und Hannas Taten waren für meinen Geschmack sehr fragwürdig. Ich hätte beiden am liebsten den Rücken gekehrt. Dennoch hat die Autorin mit dem Geheimnis um Hanna meine Neugier geweckt. Und nachdem ich die ersten stockenden Seiten überwunden habe, wurde ich für meine Geduld belohnt und bekam eine Geschichte über eine besondere und intensive Freundschaft.

Was das Buch „Hannas Regen“ für mich zu einem literarischen Leckerbissen macht, ist vor allem die ausgereifte und kunstvolle Sprache von Susan Kreller. Die Autorin formt mit ihren Worten Bilder in den Köpfen ihrer Leser:innen, und Gefühle, die buchstäblich unter die Haut gehen. Es gibt viele Passagen, die zum Verweilen einladen, und dazu, zwischen den Zeilen zu lesen. Nachdem ich meine Startschwierigkeiten überwunden habe, konnte ich auch beiden Hauptcharakteren näher kommen. Beide teilen eine außergewöhnliche Freundschaft, die man nur selten findet. Eine Freundschaft, in der nicht jedes Gespräch mit Worten geführt wird. Manchmal reicht Schweigen völlig aus …

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Cover des Buches Hannas Regen (ISBN: 9783551584755)
JennyChriss avatar

Rezension zu "Hannas Regen" von Susan Kreller

Hannas Regen
JennyChrisvor 3 Monaten

Meine Meinung

“Nur Hanna leuchtet nicht. Und sie sieht es nicht. Es ist wie am Anfang, bloß ohne Regen. Hanna ist die Fremde geworden, die sie schon vor einem halben Jahr war.” (Hannas Regen, S. 151)

Das Cover ist schlicht und trotzdem passt es perfekt zur Geschichte.

Der Schreibstil der Autorin ist voller Poesie und spricht in vielen Bildern. Was für manche sicher sehr ansprechend ist, für mich blieb dabei aber die Nähe zu den Charakteren aus. Die Emotionen waren überall im Stil da, aber haben mich als Leser nicht richtig erreicht. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Josefin erzählt, jedoch drehen sich ihre Gedanken eigentlich nur um Hanna.

Wie schon oben beschrieben, ist zwar Josefin die Erzählerin in der Geschichte und gibt und Einblicke in ihre Gedankenwelt, jedoch habe ich das Gefühl wir erfahren viel mehr über Hanna. Denn Hanna scheint alles zu sein, was Josefin in diesem Zeitpunkt interessiert. Sie denkt viel über Hanna und ihre Verhaltensweise nach, ich denke, dass die Autorin hier bewusst Hanna in den Fokus setzt, damit der Leser zusammen mit Josefin rätseln kann. Was verbirgt Hanna? Wieso handelt sie so, wie sie handelt. Josefine möchte unbedingt hinter das Geheimnis von Hanna kommen und hat so einige Meinungen darüber.

Dadurch dass wir nur mit Josefin rätseln und keine richtigen Einblicke von Hanna bekommen, bleibt die Geschichte auf einem gewissen Grad spannend. Man möchte schon erfahren, was mit Hanna ist und wieso sie sich so komisch verhält. Berührend war auch die Art, wie die beiden Mädchen trotz ihres holprigen Starts miteinander umgegangen sind, denn trotz der kurzen Zeit ist schon eine tiefe Freundschaft entstanden. Ich denke auch, dass einige den Schreibstil liebe werden, jedoch fühlte ich mich nicht nah genug an den Protagonisten. Sicherlich nehme ich einige wichtige Themen mit aus der Geschichte, dennoch war es für mich eher ein Buch, dass man früher in der Schule gelesen hat. Wo es bestimmt auch gut platziert ist.

Mein Fazit

Hannas Regen ist sicherlich ein Buch, dass durch seine Thematik und den Schreibstil voller Poesie bei einigen Lesern das Herz höherschlagen lässt. Jedoch mich durch den Schreibstil irgendwie nicht so berührt hat, wie die Geschichte es durch ihren Inhalt eigentlich gekonnt hätte. Durch die Einblicke von Josefin in Hannas Verhalten können wir als Leser viel miträtseln, dennoch hat mich das alles nicht so sehr erreicht. Aber ich bin mir sicher, dass Leser, die den Schreibstil lieben, hier auch eine sehr berührende Geschichte über Freundschaft und Zusammenhalt finden.

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Cover des Buches Hannas Regen (ISBN: 9783551584755)
Florian_Sbergers avatar

Rezension zu "Hannas Regen" von Susan Kreller

Poetisches Buch mit bildhaftem Sprachsound
Florian_Sbergervor 3 Monaten

Es gibt zwei Arten von Menschen. Die, die sich über Regen aufregen, und die anderen sehen in ihm ein Stolpern auf Asphalt. Ein friedlicher Geruch. Der Himmel lässt sein Haar herunter.(S.162) Ein herrliches Geräusch zum Einschlafen.

Ich mag den Regen. Und ich mag Hannas Regen.

Wenn ihr zu letzteren Sorte gehört, könnte Hannas Regen ein Buch für euch sein. In dem Buch geht es um Josefin und Hanna, die zusammen in eine Klasse gehen. Aber irgendwas stimmt mit Hanna nicht. Sie ist still, abweisend und rätselhaft. Ist sie in Gefahr oder was ist mit diesem Mädchen passiert?


Das Buch ist ein stilles Buch mit einer Meinung nach großartigen Sprache mit herrlichen sprachlichen Bildern. Susan Kreller malt mit Worten und zeichnet unbeschreibliche Formulierungen in den Text und ich mag das so. Eine Sprache zwischen den Zeilen, ein Verlieren im Bild hinter dem Text.

Schön, dass der Carlsen Verlag seinen Leser*innen etwas zumutet. Ich mag die Sprache total, bin mir aber nicht sicher, ob jemand mit 12 (Leseempfehlung ab 12) schon Sätze versteht wie „Der Himmel lässt sein Haar herunter.“ Aber ich finde es gut, dass es solche Bücher gibt, die ich auch sprachlich in die Breite gehen und etwas poetisch daherkommen. Leider werden das nie die Bestseller werden. Aber da mir das auch immer wieder passiert, breche ich eine Lanze für poetische Kinder und Jugendbücher.

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Gespräche aus der Community

Bei mir bahnt sich gerade eine kleine Leseflaute an, nachdem ich in den letzten Wochen eigentlich recht viel gelesen habe. Deshalb würde ich gern mal etwas ausprobieren - es wäre ganz toll, wenn der erste, der das hier liest (wirklich nur der erste) ein Buch von meinen noch ungelesenen Büchern nennt, das er ganz toll fand. Das möchte ich dann direkt als nächstes lesen. Ich möchte erstmal wirklich nur eine Empfehlung, denn wenn es ganz viele werden, kommt wieder das Problem, dass ich mich nicht entscheiden kann ;-) Vielleicht kennt das der ein oder andere von euch. Sollte es ein Buch sein, das ich z.B. gerade verliehen habe, sage ich noch mal Bescheid.

So, jetzt bin ich echt gespannt, wer zuerst einen Buchtipp hat und wie mir das Buch dann gefällt. Ich berichte dann hier. Sollte es gut klappen, frage ich danach hier vielleicht wieder nach einem Tipp.

Meine ungelesenen Bücher findet ihr übrigens hier:
http://www.lovelybooks.de/bibliothek/Daniliesing/ungelesen/

Bisher gelesen:

1. Der Schatten des Windes (empfohlen von SueMei) - 3 Sterne
2. Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand (empfohlen von Mone80) - 3 Sterne
3. Deine Seele in mir (empfohlen von LeseJulia) - 4 Sterne
4. Saeculum (empfohlen von Annilane) - 5 Sterne
5. The Homelanders - Stunde Null (empfohlen von Buchrättin) - 3 Sterne
6. Zirkel von Sara B. Elfgren (empfohlen von Annilane) - 4 Sterne
7. Davon, frei zu sein von Meg Rosoff (empfohlen von fireez) - 4 Sterne
8. Liebe unter Fischen von René Freund (empfohlen von britta70) - 4 Sterne
9. Elefanten sieht man nicht von Susan Kreller (empfohlen von Madam Swann) - 5 Sterne

Ich lese gerade:

232 Beiträge
Daniliesings avatar
Letzter Beitrag von  Daniliesingvor 4 Jahren
Irgendwie wollen das Buch und ich aktuell nicht zusammen passen. Ich nehme es immer wieder zur Hand und komme nicht voran. Irgendwie glaube ich, dass das eher ein Winterbuch für mich werden könnte.
Zum Thema

Liebe LovelyBooker,

wir laden Euch herzlich ein, bei der Leserunde zu Susan Krellers »Pirasol« dabei zu sein!

Zwei alte Damen leben in einer Papierfabrikantenvilla: Die scheue und liebenswerte Gwendolin ist 84 Jahre alt, Witwe und Alleinerbin des imposanten Hauses, ihre Mitbewohnerin Thea ist 15 Jahre jünger, hat sich vor einigen Jahren listig in die Villa eingenistet und verfolgt seither ohne Skrupel und Rücksicht auf ihre Gastgeberin ihren ganz eigenen Plan. Als man den vom Vater verstoßenen und seit drei Jahrzehnten verschollenen Sohn Gwendolins in der Stadt gesehen haben will, versucht Thea, ihre Stellung zu sichern und vollends das Regiment im Haus zu übernehmen. Für Gwendolin ist das zunehmende Machtstreben ihres tyrannischen Hausgastes jedoch der Auslöser, sich wieder an ihr eigenes langes und hartes Leben zu erinnern: an eine Berliner Kindheit während der Zeit des Nationalsozialismus, die Verhaftung ihrs Vaters aus politischen Gründen, an den frühen Verlust der Eltern und das eigene Überleben in einer ausgebombten Stadt, an einen neuen Anfang in einer westdeutschen Kleinstadt mit ihrem Ehemann, dem despotischen Papierkönig Willen und schließlich an die Verbannung des einzigen gemeinsamen Kindes. Als Gwendolin sich wieder ihre eigene Lebensgeschichte in dieser emotionalen Krise vergegenwärtigt, beschließt sie, fortan nicht mehr alles stoisch zu ertragen, sondern ihr restliches Leben selber in die Hand zu nehmen.

»Pirasol« ist die berührende Geschichte einer stillen und arbeitsamen Frau, die erst im hohen Alter beginnt, sich zur Wehr zu setzen. Susan Kreller erzählt in ihrem Roman lakonisch knapp und bildstark die Geschichte eines ganzen Lebens und schreibt von Schuld, Vergebung und der Last der deutschen Geschichte.            

Susan Kreller, geboren 1977 in Plauen, studierte Germanistik und Anglistik und promovierte über englischsprachige Kinderlyrik. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde sie 2012 mit dem Jugendbuch »Elefanten sieht man nicht« bekannt. Sie erhielt unter anderem das Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendium, den Hansjörg-Martin-Preis (2013) und 2015 den Deutschen Jugendliteraturpreis für »Schneeriese«. Sie arbeitet als Schriftstellerin, Journalistin und Literaturwissenschaftlerin und lebt in Bielefeld.

Wenn Ihr Lust auf diese Leserunde habt, dann schreibt uns doch kurz, welche Gedanken und Assoziationen Euch in den Kopf kommen, wenn Ihr »Pirasol«, den Titel des Buchs, lest. Was stellt Ihr Euch darunter vor? 

Wir freuen uns und sind gespannt! 

Euer Berlin Verlag

253 BeiträgeVerlosung beendet
abetterways avatar
Letzter Beitrag von  abetterwayvor 5 Jahren
Hallo, hier ist meine Rezi: https://www.lovelybooks.de/autor/Susan-Kreller/Pirasol-1483620744-w/rezension/1508804382/ Es tut mir leid das es solange gedauert hat. Ein wirklich sehr sehr gutes Buch.
Wie eröffnet man eine Leserunde? Schlägt man mit einem Löffel vornehm gegen ein Weinglas, räuspert man sich, entkorkt man virtuos eine Flasche Sekt? Ich weiß es nicht - und eröffne die Leserunde zu meinem Jugendbuch "Elefanten sieht man nicht" ganz schlicht, nämlich einfach so. Hiermit. In meinem Buch geht es um die 13jährige Mascha, die die Sommerferien bei ihren Großeltern verbringt - in einer penibel gepflegten Siedlung mit einwandfreien Vorgärten und harmonischem Rasenmäher-Singsang. Völlig ausgeschlossen, dass an so einem Ort Schlimmes geschehen könnte. Aber dann lernt Mascha die Kinder Julia und Max kennen und erfährt, dass es eben doch sein kann. Denn Julia und Max werden vom Vater misshandelt. Mascha versucht mit einigen Erwachsenen darüber zu reden, bittet sie um Hilfe. Doch vergebens, keiner hört ihr richtig zu. Schließlich ergreift Mascha eine verzweifelte und nicht ganz handelsübliche Rettungsmaßnahme. Der Carlsen-Verlag stellt 25 Exemplare des Buches zur Verfügung, um die Ihr Euch ab sofort (nun ja: ab dem 20.2.) bewerben könnt - vielleicht mit ein paar Worten darüber, welche Assoziationen der Titel "Elefanten sieht man nicht" bei Euch weckt. Ich freue mich auf die Leserunde!
261 Beiträge
kolokeles avatar
Letzter Beitrag von  kolokelevor 11 Jahren
Nun endlich auch meine Rezension: http://www.lovelybooks.de/autor/Susan-Kreller/Elefanten-sieht-man-nicht-864009706-w/rezension-930211098/ Mascha verbringt ihre Sommer immer bei ihren Großeltern, seitdem ihre Mutter gestorben ist. Ihr Vater braucht dann Zeit für sich und so bestehen ihre Sommer aus der Zeit in einer ruhigen Wohnsiedlung, wo jeder jeden kennt und alles seinen Gang geht, inklusive Klatsch&Tratsch. So wirklich Anschluss findet sie nicht, bis sie eines Tages auf Max und Julia trifft. Auf dem Spielplatz kommt sie mit Julia, der großen Schwester von Max ins Gespräch, dabei ist Julia selbst erst 9 (Mascha übrigens 13). Max ist etwas seltsam und bei Julia entdeckt Mascha blaue Flecken am Bauch, die sie stutzig werden lassen. Als sie auch noch zufälluig entdeckt, dass Max eines Tages von seinem Vater heftig geschubst wird und ihr Julias Anblick dabei zusätzlich ein ungutes Gefühl macht, ist klar, dass da etwas nicht stimmt. Doch, was tun? Alle Erwachsenen, einschließlich der Polizei, schauen weg, hören nicht zu oder wollen sowieso nichts davon wissen. Kann ja auch nicht sein, in so einer Siedlung, wo alles seinen Gang geht. Man kennt sich schließlich. Also beschließt Mascha zu handeln, sie nimmt die beiden Kinder und sperrt sie weg, erzählt ihnen, das ist so mit den Eltern abgesprochen. Eine gute Idee? Wie das ganze ausgeht, soll hier nicht verraten werden. Das Buch liest sich leicht, dabei ist die Sprache aber trotzdem nicht zu einfach. Es soll vor allem Jugendliche ansprechen, ob es das tut, kann ich nicht beurteilen, aber ich denke, es könnte schon den richtigen Nerv treffen. Die Botschaft, wie ich sie verstanden habe, ist: lieber etwas tun, was vielleicht nicht ganz so zielführend ist, vielleicht auch verrückt oder gar unklug, als die Hände in den Schoss zu legen und wegzuschauen, denn das tun schon genug. Einziges Manko ist, dass die Altersstruktur der Personen manchmal etwas durcheinander gerät, da wirkt Julia älter als Mascha, das ist nicht ganz stimmig. Ansonsten ist das Buch wirklich gelungen und vor allem die Umschlag-, sowie Buchgestaltung verdient ein Extralob.

Community-Statistik

in 349 Bibliotheken

von 59 Leser*innen aktuell gelesen

von 3 Leser*innen gefolgt

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