Susan Meissner Hinter weißen Zäunen

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Inhaltsangabe zu „Hinter weißen Zäunen“ von Susan Meissner

Sie hat pink gefärbte Haare, ein Tattoo, und auch sonst entspricht sie nicht dem Idealbild eines sechzehnjährigen Mädchens. Findet zumindest Amanda Janvier. Doch das hindert sie nicht daran, ihre Nichte Tally für einige Zeit bei sich aufzunehmen, um ihr ein stabileres Leben zu bieten. Denn schließlich lebt sie selbst in einer harmonischen Idylle. Doch hinter der Fassade eines scheinbar perfekten Lebens schlummern dunkle Geheimnisse. Und die drohen mit Tallys Auftauchen ans Licht gebracht zu werden. Amandas vermeintlich heile Welt gerät bedrohlich ins Wanken. Wird die Familie daran zerbrechen oder kann es einen Ausweg geben?

Den Gespenstern der Vergangenheit sollte man sich stellen, denn Verschleierung dient nur dazu zu verunsichern und Ängste zu schüren.

— MelE

Aufheller mit Tiefgang für graue Tage

— BuchBarbie

Ein packendes, tiefgründiges Buch, das zum Nachdenken anregt.

— Uhu1

Es ist nicht immer alles so heil wie es scheint...

— le_petit_renard

Hinter weißen Zäunen ist nicht alles Gold, was glänzt. Vorsicht mit dem Klappentext!

— mabuerele

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    Hinter weißen Zäunen

    BuchBarbie

    20. January 2016 um 08:08

    ... die glauben, nur weil sie ihre Probleme verdrängen, haben sie keine. Amanda Janvier hat alles, was man für ein glückliches Leben braucht: einen netten Ehemann, wohlgeratene Kinder, einen guten Job und ein schickes Haus. Das öffnet sie auch gerne für ihre Nichte Tally, während der Vater – Amandas verantwortungsloser Bruder – in Europa zwielichtige Geschäfte tätigt, über die Amanda lieber nicht genau Bescheid wissen will. Doch während sie Tally etwas Nestwärme spenden will, gerät ihre heile Welt mehr und mehr aus dem Lot. Eine Geschichte, die berührt und Hoffnung weckt. Susann Meissner hält dem Leser vor Augen, was passieren kann, wenn man mit seinen Liebsten nicht über die eigenen Ängste und Wünsche spricht. Wenn wir unsere Fehler und Schwächen akzeptieren, statt sie zu vertuschen, können wir auch an ihnen arbeiten. Das ist der Mut machende Aspekt, den die Autorin in das Familiengeschehen hineinwebt, in dem auch Sohn Chase und Nichte Tally ihre Probleme zu lösen versuchen. Auch wenn die Story etwas amerikanisch-verkitscht ist, hat sie mich gepackt. Es gibt im Leben eben auch Zeiten, zu denen man Zuckerguss-Geschichten braucht. Und wer die Autorin kennt, weiß, dass alles gut wird. Susan Meissner schreibt leicht lesbar und locker und behandelt dennoch tiefgreifende Beziehungs- und Lebensprobleme, die zum Teil mehrere Generationen zurück liegen und bis in die Zeit des Warschauer Ghettos reichen. Aufheller für graue Regentage.

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  • Hinter weissen Zäunen schlummern dunkle Geheimnisse

    Hinter weißen Zäunen

    Uhu1

    02. December 2014 um 09:19

    Der Grundgedanke, dass jeder Mensch seine Geheimnisse hat und es oft besser ist, diese zu teilen, als alleine damit zu kämpfen, kommt in "Hinter weissen Zäunen" sehr eindrücklich rüber. Die scheinbar harmonische Familienidylle wird durch die 16-jährige unkonventionelle Tally ziemlich auf die Probe gestellt. Die Fassade beginnt zu bröckeln, jedes einzelne Familienmitglied wird herausgefordert, Licht in seine dunklen Geheimnisse zu bringen.... Mehr sei nicht verraten... Es lohnt sich einfach das Buch selber zu lesen! Durch die parallele Beschreibung der einzelnen Hauptfiguren ist das Buch spannend bis zur letzten Seite. Ich mochte das Buch sehr gerne! Es ist ein sehr packendes und tiefgründiges Buch, das zum Nachdenken anregt. Susan Meissner ist eine ausgezeichnete Schriftstellerin, die es versteht, auf packende Art und Weise den Leser zum Nachdenken zu bringen und wertvolle Werte zu vermitteln. Sehr empfehlenswert!

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  • Was verbirgt sich hinter dem äußeren Schein?

    Hinter weißen Zäunen

    Spatzi79

    Eines Tages erhält Amanda Janvier einen Anruf vom Jugendamt. Ihr Bruder hat seine Tochter Tally, also Amandas Nichte, bei ihrer Großmutter untergebracht, während er selbst auf eine geheimnisvolle Reise nach Europa gegangen ist. Doch nun ist die Großmutter überraschend gestorben und Tally steht ganz allein da. Amanda kennt ihre Nichte kaum, sie hatte nicht viel Kontakt zu ihrem Bruder. Während Amanda ein normales Familienleben mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern führt, waren Tally und ihr Vater immer unterwegs, sind von einem Ort zu nächsten gezogen und haben ein recht unstetes Leben geführt. Dennoch ist es für Amanda keine Frage, dass sie Tally nun erst einmal ein Zuhause anbietet, bis ihre Situation geklärt ist. Tally fügt sich auch schnell und gut in die Familie ein. Mit ihrem Cousin Chase versteht sie sich gut. Doch Chase scheint ein Geheimnis zu haben. In seiner Kindheit ist etwas geschehen, was seitdem wie ein Schatten über der Familie liegt. Während Amanda das Thema am liebsten offen ansprechen und klären würde, ist ihr Mann Neill der Meinung, man sollte die Vergangenheit ruhen lassen und nicht unnötig schlimme Erinnerungen aufwühlen. Doch kann man diese auf Dauer unterdrücken und verursacht das dann nicht einen viel größeren Schaden? Tally, Chase und Freund werden zu dritt zu einem Schulprojekt eingeteilt. Sie entschließen sich, zwei alte Männer aus dem Seniorenheim zu interviewen, die das Warschauer Ghetto überlebt haben, denn auch ihr eigener Großvater stammte ursprünglich aus Polen und ist nach dem Zweiten Weltkrieg nach Amerika übergesiedelt. Zu Beginn des Buches war ich ein wenig überrascht. Vom Klappentext her hatte ich mir Tally wesentlich rebellischer vorgestellt, aber sie ist ein ganz normales freundliches Mädchen, das sich gut in die neue Situation einfügt. Allerdings stellt sich schnell heraus, dass in der vordergründig so harmonisch wirkenden Familie Janvier auch nicht alles perfekt ist. Etwas irritierend fand ich zuerst die Verknüpfung mit der Geschichte der beiden Senioren. Mir fehlte hier der Zusammenhang und so wirkte es auf mich zuerst wie die typische Holocaust-Moralkeule, die gerade amerikanische Autoren gerne auspacken. Doch nach und nach setzen sich die verschiedenen Teile zusammen und die mir zuerst fehlende Verbindung wurde sichtbar. Dies wiederum ist dann zwar ein großer Zufall, macht das Buch für mich aber am Ende doch rund. Ich fand das Buch an einigen Stellen etwas langatmig, aber insgesamt doch sehr gut zu lesen und bei Gelegenheit schaue ich mir gerne einmal an, was die Autorin noch so geschrieben hat!

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  • Leserunde zu "Hinter weißen Zäunen" von Susan Meissner

    Hinter weißen Zäunen

    LEXI

    Ich möchte euch ganz herzlich zu einer neuen Leserunde einladen! Es werden drei Exemplare des Romans „Hinter weißen Zäunen“ von Susan Meissner verlost! Sie hat pink gefärbte Haare, ein Tattoo, und auch sonst entspricht sie nicht dem Idealbild eines sechzehnjährigen Mädchens. Findet zumindest Amanda Janvier. Doch das hindert sie nicht daran, ihre Nichte Tally für einige Zeit bei sich aufzunehmen, um ihr ein stabileres Leben zu bieten. Denn schließlich lebt sie selbst in einer harmonischen Idylle. Doch hinter der Fassade eines scheinbar perfekten Lebens schlummern dunkle Geheimnisse. Und die drohen mit Tallys Auftauchen ans Licht gebracht zu werden. Amandas vermeintlich heile Welt gerät bedrohlich ins Wanken. Wird die Familie daran zerbrechen oder kann es einen Ausweg geben? Bitte bewerbt euch bis zum 17. Juni 2014, 24 Uhr hier im Thread und beschreibt, weshalb ihr euch für dieses Buches interessiert. Ich möchte darauf hinweisen, dass Arwen10 die Bücher selber verschickt. Deshalb müssen wir euch darum bitten, im Gewinnfall 2,00 Euro Portokosten zu überweisen. Bewerbt euch nur, wenn ihr dazu bereit seid. Die Bücher werden erst nach der Überweisung des Geldes versendet. Beachtet auch, dass es sich um eine CHRISTLICHE LESERUNDE handelt. Der Glaube an Gott spielt in diesem Buch eine Rolle. Ich freue mich auf eure Bewerbungen. Wer ohne Verlosung mitlesen möchte, kann dies natürlich auch sehr gerne tun.

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  • Die Geheimnisse hinter den weißen Zäunen

    Hinter weißen Zäunen

    le_petit_renard

    06. August 2014 um 22:44

    Tallys Vater packt von heute auf morgen seine Sachen und verschwindet um Familienangelegenheiten zu klären. Tally soll in der Zwischenzeit bei ihrer Oma bleiben. Doch das Schicksal hat sich einen anderen Weg für sie ausgesucht. Als sie in das Familienleben ihrer Tante tritt, scheint sie die perfekte Familie kennenzulernen. Doch es gibt Geheimnisse. Jeder trägt sein Päckchen. Und mitten zwischen ihnen, die schon sehr erwachsen wirkende Tally, die sich sehr nach ihrem Vater sehnt. Chase, der einen mutigen Kampf gegen seine eigene Vergangenheit führt. Neil und Amanda, die lange schon nicht mehr die perfekte Familie führen, die sie immer sein wollten. Es geht um Schuld, um Geschichte, um Vergangenes, um Unbewusstes und vor allem um den Willen endlich die Wahrheit zu erfahren. Durch diesen angenehmen und flüssigen Schreibstil wird man durch dieses Buch getragen. Es ist so leicht zu lesen und setzt sich dennoch mit spannenden Themen auseinander. Man fiebert mit und fühlt direkt mit den Charakteren. Der Klappentext ist leider eher irreführend. Man rechnet mit einem ganz anderen Buch, aber ich kann versprechen, man bekommt etwas noch besseres, als man erwartet hat. Die Autorin baut eine gut durchdachte Geschichte auf und beleuchtet das Geschehen aus den verschiedenen Perspektiven. Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen. Daher vergebe ich gerne 5/5 Sternen.

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  • Appelliert und erinnert an die Wichtigkeit von offenen, vertrauensvollen Gesprächen!

    Hinter weißen Zäunen

    Leselady

    19. July 2014 um 09:14

    Tally, 16 Jahre und von ihrem Vater bei der Großmutter vorübergehend "geparkt", findet diese leblos vor - was nun? Die verantwortliche Sozialarbeiterin macht Tante und Onkel der jungen Frau ausfindig und bittet darum, das Mädchen vorübergehend bei sich aufzunehmen. Tally trifft im Hause ihrer Verwandten auf eine Welt, die so ganz im Gegensatz zu ihren eigenen Erfahrungen und ihrer unkonventionellen Erziehung stehen. Tally ist "anders", passt sich aber sehr intuitiv ins neue familiäre Gefüge und wird zum vermittelnden Bindeglied von Ereignissen, deren schmerzhafter Ursprung schon Jahre zurückliegt... Informationen zu Buch, Verlag und Autorin: Gebundene Ausgabe: 384 Seiten Verlag: Gerth Medien; Auflage: 1., Aufl. (15. Januar 2012) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3865916252 ISBN-13: 978-3865916259 Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,2 x 3,6 cm Quelle: http://www.amazon.de/o/ASIN/3865916252/lovebook-21 Susan Meissner ist eine vielfach ausgezeichnete Zeitungskolumnistin. Neben ihrer Autorentätigkeit lehrt sie Journalismus an einer Highschool. Außerdem ist sie als Referentin unterwegs. Da ihr Mann als Militärpfarrer bei der Air Force aktiv war, hat Susan lange Jahre im Ausland gelebt, unter anderem fünf Jahre in Europa. Wenn Susan Meissner gerade kein neues Buch schreibt, liebt sie es, Zeit mit ihrer Familie zu verbringen, Keyboard im Lobpreisteam ihrer Gemeinde zu spielen oder zu verreisen. Mit ihrem Ehemann und den vier gemeinsamen Kindern lebt sie in Minnesota. Quelle: http://www.gerth.de/index.php?vp_id=googl-search&id=autor&substringFilterParticipants=1149729 Eindrücke / eigene Meinung: Um es gleich einmal vorweg zu nehmen, ich mochte die Geschichte sehr, sehr gern! Sie ist weder reisserisch, noch klischeehaft, sondern besticht durch sanfte und dennoch eindringliche Töne, weitestgehend richtig gut herausgearbeitete Charaktere und deren Zusammenspiel in der Aufarbeitung einer familiären Ausnahmesituation. Aber auch Vorurteile und der Umgang mit ihnen begegnen uns hier. Eine kluge und niveauvolle Geschichte, die sich hauptsächlich in der Gegenwart bewegt, aber auch mit einzelnen Erzählsträngen in die Vergangenheit reist; Zeiten und Geschehnisse nach und nach stimmig miteinander verknüpft.Rein (Schreib-)"handwerklich" betrachtet, ist "Hinter weißen Zäunen" meiner Meinung nach gut durchdacht; ich mochte es, wie sich die einzelnen Handlungsstränge langsam miteinander verwoben und aufeinanderzusteuerten (je nachdem). Einzig mit Bart, dem Vater von Tally hatte ich als Figur ein wenig meine liebe Not.. Anfangs großes Unverständnis, dann gab es (zum Glück!) auch sympathische Momente und gegen Ende wieder Kopfschütteln. Wie man meinen Zeilen deutlich entnehmen kann, wurde ich demnach nie richtig warm mit ihm. Auch Chase` Vater Neill für mich lange nicht so recht greifbar. Ein Umstand, der sich jedoch gegen Ende änderte und passend abschloss. Gefreut hat mich, dass wir am Schluss doch noch ein wenig über Neills Motivation erfuhren. Er war lange eine sozial/menschlich sehr positiv belegte Figur in der Geschichte, aber auch recht blass, brav und angepasst. Tally... angenehme junge Frau, bescheiden, intuitiv, nimmt das Leben an, so wie es ist, kommt aber so ganz anders rüber als es der Klappentext vermuten lässt. Sie war wohl als Figur die größte Überraschung der Geschichte für mich, wenn auch eine angenehme! Auch Eliasz und Josef mochte ich ausnehmend gern! Chase`Freund Matt ist völlig aus der Geschichte rausgeschlichen und seine Schwester Ashley war sowieso nur eine Randerscheinung. In die Gedankenwelt der Mutter konnte ich mich unglaublich gut hineinversetzen. Gedanken und Streben der berufstätigen Amanda galten immer und überall ihrer Familie, selten dachte sie an sich selbst und dennoch wirkte das niemals aufgesetzt oder überbordend gluckenhaft. Susann Meissner hat die Rolle der aufmerksamen und besorgten Mutter wirklich ausnehmend feinfühlig herausgearbeitet. Das eine oder andere war recht vorhersehbar, was mich aber nicht störte, denn letztendlich zählt für mich der stimmige Gesamteindruck. Die Familiengeschichte "Hinter weißen Zäunen" erinnert eindringlich an die Kostbarkeit des Leben, die Wichtigkeit von offenen, vertrauensvollen Gesprächen, die Kraft des Glaubens, an gegenseitiges Verständnis und Respekt und daran nicht nur mit den Augen, sondern vielmehr mit dem Herzen zu sehen. Sie hinterlässt mich nachdenklich, aber auch mit sehr viel Wärme und Dankbarkeit! Was mich jedoch ein wenig traurig macht, ist die momentane Verlagsinformation zu diesem Buch (Stand Juli 2014): "Liebe Kundin, lieber Kunde, dieser Artikel ist vergriffen und wird von uns nicht mehr geführt! vergriffen - keine Neuauflage · 14,99" http://www.gerth.de/index.php?vp_id=googl-search&id=details&sku=816625 Sehr, sehr schade... Vielleicht liest und überlegt es sich der eine oder andere Verantwortliche ja doch noch... Ich hoffe sehr!

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  • Die Gefahr des Verschweigens

    Hinter weißen Zäunen

    mabuerele

    15. July 2014 um 20:50

    „…Wenn man nicht durchs Feuer gegangen ist, kann man nicht verstehen, wie es einen verändert…“ Tally, 16 Jahre alt, wurde von ihrem Vater zur Großmutter mütterlicherseits gebracht, da er sich auf eine Reise nach Polen begab, in das Land seiner Großeltern. Als die Großmutter unerwartet stirbt und der Aufenthaltsort des Vaters nicht zu ermitteln ist, kommt Tally zu ihrer Tante Amanda. Die Autorin hat einen tiefgründigen Roman geschrieben. Sie arbeitet anhand einer Familie den Gegensatz von Schein und Sein deutlich heraus. Die Protagonisten sind ausreichend charakterisiert. Tally fügt sich schnell in das Familienleben ein. Im Gegensatz zu dem, was der Klappentext suggeriert, ist sie aufgeschlossen, ruhig und einfühlsam. Ihre Tante Amanda ist Lehrerin, ihr Onkel Neil Finanzberater. Außerdem ist er ein begnadeter Hobbyschreiner. Seine Erzeugnisse verschenkt er. Chase, der Cousin, fertigt Videofilme an. Ashley, die Cousine, geht zum Tanzen. Dass sie das Zimmer mit Tally teilen muss, stört sie mit der Zeit.   Die Familie lebt damit in gesicherten wirtschaftlichen Verhältnissen. Alles scheint in Ordnung. Doch hinter dem weißen Zaun verbergen sich tiefergehende Probleme. Im Mittelpunkt steht Chase. Ein Erlebnis aus seiner Kindheit wird verschwiegen, weil die Eltern keine alten Wunden aufreißen wollen. Dadurch haben sie aber auch verlernt, miteinander zu sprechen. Das Leben ist ein Nebeneinander geworden. Kleine und größere Hilferufe werden nicht mehr gehört. Im Altenheim lernen Chase und Tally zwei Männer kennen, die durch die Hölle von Treblinka gegangen sind. Die Gespräche zwischen Alt und Jung gehören zu den Höhepunkten  des Buches. Obiges Zitat stammt aus dem Munde von Josef. Für ein Schulprojekt erzählen Josef und Eliasz den Jugendlichen von ihrem Leben – sachlich und ohne Bitterkeit. Gerade dadurch aber werden das Leid und der Schmerz besonders deutlich.  Die Tiefe ihres Glaubens und  ihr Gottvertrauen haben ihnen jedoch die Erlebnisse des Schreckens nicht nehmen können. Das Cover mit dem weißen Zaun umrankt von Blättern und Blüten täuscht eine Harmonie vor, die nicht mehr vorhanden ist. In den Seelen brodelt es. Ich als Leser habe fast auf einen Ausbruch gewartet. Das Buch lässt sich zügig lesen. Die Geschichte ist spannend geschrieben. Dabei resultiert die Spannung weniger aus dem äußeren Geschehen, mehr aus den inneren Kämpfen der Protagonisten. Der Schriftstil ist dem Thema angemessen. Die Autorin versteht es, den Gesprächen Tiefe zu geben, Personen und Orte anschaulich zu beschreiben und durch die Verwendung von Metaphern Emotionen in Worten deutlich zu machen. An entscheidenden Stellen fügt sie Briefe in die Geschichte ein, die kursiv hervorgehoben werden. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es hat mich berührt und zum Nachdenken gebracht.

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