Susan Pohlman Unser italienisches Jahr

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Inhaltsangabe zu „Unser italienisches Jahr“ von Susan Pohlman

Es steht nicht gut um die Ehe von Tim und Susan Pohlman. Scheidung – das scheint der letzte Ausweg zu sein. Wäre da nicht diese verrückte Idee: für eine Weile alles aufgeben und nach Italien gehen. Tim und Susan wagen den Schritt. Sie verkaufen ihr Haus, melden die Kinder von der Schule ab und machen sich auf den Weg. Um ihrer Ehe eine letzte Chance zu geben. In einem idyllischen Dorf in Ligurien, umgeben von warmherzigen Menschen, köstlichem Essen und neu entdeckter Gelassenheit, beginnt das dortige Lebensgefühl auf sie abzufärben. Ganz langsam nähert sich die Familie wieder einander an. Und was als verrückte Idee begann, erweist sich als der größte Segen im Leben der Pohlmans. Eine wahre Geschichte, die kaum zu glauben ist.

Insgesamt wirklich gut, an manchen Stellen aber etwas zu abgeklärt und für meinen Geschmack auch etwas zu katholisch.

— cho-ice
cho-ice

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    Unser italienisches Jahr
    LEXI

    LEXI

    15. July 2014 um 16:43

    Die Ehe von Susan und Tim Pohlman ist in einer ernsten Krise. Susan, die ihren Beruf als Lehrerin nach der Geburt ihrer beiden Kinder aufgegeben hat und sich zuhause ihrer Familie widmet, denkt bereits an Scheidung. Bei einem gemeinsamen Geschäftsausflug mit Kunden von Tim stimmt Susan dann aber einem spontanen Impuls ihres Ehemannes zu. Der viel beschäftigte Mann, der einen aufreibenden Job bei einem Radiosender hat und alles dafür tut, um seiner Familie ein sorgenfreies Leben im Wohlstand zu ermöglichen, schlägt eine Auszeit vor. Er möchte mit Susan und den beiden Kindern Matthew und Katie ein Jahr lang in Italien leben. Sowohl Tim, als auch Susan, wissen, dass sie sich beide beinahe schon verloren haben und ihre Ehe kurz vor dem Zusammenbruch steht. Und so beschließen sie, etwas Verrücktes zu tun und das Risiko einzugehen: die Familie übersiedelt für die Dauer eines Jahres nach Ligurien, um, vielleicht, wieder zueinander zu finden. Im Grunde hat Susan Pohlman in ihrem Klappentext ihren Lesern bereits einen großen Teil des Inhalts verraten. Für Leser, die sich eine aufregende Geschichte mit vielen Höhen und Tiefen, Abenteuern oder gar Spannungsmomenten erwarten, wird „Unser italienisches Jahr“ womöglich enttäuschend sein. Denn in diesem Buch geht es um die leisen Töne zwischen den Zeilen, um behutsames „Wieder-Zueinander-Finden“, um eine vollkommene Neuorientierung – nicht nur in geographischer Hinsicht, sondern auch die eigenen Werte betreffend. Die Familie lässt mit dem gewohnten Umfeld in Los Angeles auch einen Lebensstil zurück, der ihnen Stück für Stück die Seele geraubt hat, bei dem sie sich immer mehr fragten, welchen Wert sie selber eigentlich noch hatten. Die Veränderungen betreffen nicht nur Tim und Susan, sondern auch den elfjährigen Matt und die vierzehn Jahre alte Katie, die diesem Leben fernab des Komforts und des Luxus zunächst ablehnend gegenüber stehen. Doch obgleich das Leben in Italien einen völlig anderen Rhythmus hat und den Pohlmans die Mentalität der Bewohner Liguriens anfangs noch fremd erscheint, knüpfen sie bald zarte Bande der Freundschaft. Im Rentnerehepaar Giglio und Perangela Reduzzi finden Tim und Susan motivierte Unterstützer, die ihnen die italienische Sprache lernen. Die regelmäßigen Unterrichtseinheiten bringen eine intensive und wundervolle Freundschaft mit sich. Auch Matt, in Italien Matteo genannt, und Katie, die Katerina gerufen wird, finden rasch Anschluss. Und als das Jahr sich dem Ende zuneigt, kann sich niemand mehr vorstellen, diese lieb gewordene Umgebung bald wieder verlassen zu müssen. Ich muss zugeben, dass dieses Buch mich überrascht und meine Erwartungen übertroffen hat. Susan Pohlman beschreibt die italienische Landschaft und das Alltagsleben der Bewohner Liguriens dermaßen detailliert und liebevoll, dass man sich von Zeit zu Zeit wünscht, für ein paar Stunden lang selber ein Teil dieser Familie zu sein und die Schauplätze des Geschehens, die herzlichen Menschen in ihrem Umfeld, selber miterleben zu dürfen. Ich habe ihre oftmals mit viel Humor geschilderten Szenen des italienischen Alltags – beispielsweise die Bürokratie der Ämter, die Unzuverlässigkeit der öffentlichen Verkehrsmittel und die Ellbogentechnik der Fahrgäste, den Schulalltag usw. – mit einem Schmunzeln im Gesicht gelesen und mich darüber amüsiert. Das Buch bietet jedoch zugleich auch die Möglichkeit, das eigene Leben bzw. den eigenen Lebensstil zu hinterfragen und fördert vielleicht auch die Bereitschaft, einmal aus den starren Bahnen des Alltags ein klein wenig auszubrechen. Besonders prägend waren zwei Passagen im Buch, in denen es heißt:“ Das Mindeste, was du in deinem Leben tun solltest, ist, herauszufinden, was ein großer Traum ist. Und das Beste, was du in deinem Leben tun kannst, ist, diesen Traum zu leben. Träume nicht aus der Ferne von etwas, sondern lebe mittendrin, unter dem gleichen Dach. Lass uns auf den Regenbogen zugehen. Gott wird uns den Weg zeigen.“

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