Susan Rieger Die Scheidungspapiere

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Inhaltsangabe zu „Die Scheidungspapiere“ von Susan Rieger

Die 29-jährige Anwältin Sophie ist eigentlich auf Strafrecht spezialisiert. Doch eines Tages bittet sie ihr Chef, bei einem ganz anderen Termin einzuspringen: Die Tochter eines wichtigen Mandanten, Mia Durkheim, möchte sich beraten lassen, nachdem ihr Mann völlig überraschend die Scheidung eingereicht hat. Nach dem Gespräch ist Mia so von Sophie hingerissen, dass sie unbedingt von ihr vertreten werden möchte – trotz Sophies Warnungen. Aber schließlich ist es auch Mias erste Scheidung. Und so stürzen sich die beiden Frauen gemeinsam in einen Rosenkrieg, der am Ende auch Sophies Leben gehörig auf den Kopf stellt.

Eine tolle Idee, die Umsetzung war jedoch überhaupt nicht mein Fall.

— Tamilein

Leider enttäuschend

— mii94

Zwar hat die Idee der Darstellung der Leben zweier starken Frauen in Form einer Awaltsakte Potential, die Umsetzung ist jedoch enttäuschend.

— Eve_Lina

Ein moderner Briefroman, der zwar lustig und humorvoll geschrieben ist, mich aber nicht gänzlich überzeugen konnte.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Bücher in Briefform sind einfach nicht meins :o((

— hondalady

scharf, lustig und stets clever erzählt

— JilAimee

Ein Roman, der aus Briefen, E-Mails und vielen, vielen anwaltlichen Schreiben besteht. Das etwas andere Lesevergnügen! Unbedingt Lesen.

— eulenmatz

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  • Eine gute Idee, aber die Umsetzung?

    Die Scheidungspapiere

    Tamilein

    12. July 2016 um 23:04

    Klappentext Die 29-jährige Anwältin Sophie ist eigentlich auf Strafrecht spezialisiert. Doch eines Tages bittet sie ihr Chef, bei einem ganz anderen Termin einzuspringen: Die Tochter eines wichtigen Mandanten, Mia Durkheim, möchte sich beraten lassen, nachdem ihr Mann völlig überraschend die Scheidung eingereicht hat. Nach dem Gespräch ist Mia so von Sophie hingerissen, dass sie unbedingt von ihr vertreten werden möchte – trotz Sophies Warnungen. Aber schließlich ist es auch Mias erste Scheidung ... Und so stürzen sich die beiden Frauen gemeinsam in einen Rosenkrieg, der am Ende auch Sophies Leben gehörig auf den Kopf stellt.   Meine Meinung Der Klappentext hat mich sofort gefesselt. Was für eine coole Idee. Ich glaube so ein Buch habe ich bisher noch nie gelesen. Heutzutage freut man sich bei dem großen Buchangebot über neue Ideen und Erfrischungen. Ich muss sagen, dass ich leider schwer enttäuscht wurde. Als ich das Buch aufschlug fand ich nicht den erwarteten witzigen Roman mit guter Story. Das Buch besteht komplett aus Emails, Briefen zwischen den Parteien und untereinander, Gerichtsbeschlüssen und Gesetzen. Himmel Hilf! Das hatte ich wahrlich nicht erwartet. Zuerst war ich noch sehr gespannt, da ich dachte diese Briefe wären nur ein "Einschub" und zwischendrin würden noch "richtige" Texte mit Story folgen. Doch leider war das nicht der Fall. Versteht mich nicht falsch: Es gibt eine Story, die man zwischen den Zeilen lesen muss, die man sich aus den Briefen, Mails, etc. selbst zusammen setzen muss. Ich hätte mir mehr "richtige" Geschichte gewünscht. Es ist ein Buch der etwas anderen Sorte, meiner Meinung nach sehr gewöhnungsbedürftig. Für mich war es schwer in die Geschichte reinzufinden. Man wird von einer Figur zur nächsten gezogen. Der Schriftverkehr kann verwirrend sein. Die Charaktere bekommen keine Tiefe, sind meiner Meinung nach nur recht oberflächlich beschrieben. Natürlich lernt man sie ein wenig näher kennen, da sie auch einige Details in den Mails (etc.) verraten, doch ich hatte nicht das Gefühl sie richtig zu kennen. Ich konnte mich mit keiner der Figuren identifizieren. Kurzum ist es eine tolle Idee, die Umsetzung war jedoch überhaupt nicht mein Fall. Sollte ich mich aber jemals in den USA scheiden lassen wollen, glaube ich, dass ich meine Rechte kenne ;)  

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  • Leider enttäuschend

    Die Scheidungspapiere

    mii94

    25. March 2016 um 18:51

    InhaltDie 29-jährige Anwältin Sophie ist eigentlich auf Strafrecht spezialisiert. Doch eines Tages bittet sie ihr Chef, bei einem ganz anderen Termin einzuspringen: Die Tochter eines wichtigen Mandanten, Mia Durkheim, möchte sich beraten lassen, nachdem ihr Mann völlig überraschend die Scheidung eingereicht hat. Nach dem Gespräch ist Mia so von Sophie hingerissen, dass sie unbedingt von ihr vertreten werden möchte - trotz Sophies Warnungen. Aber schließlich ist es auch Mias erste Scheidung ... Und so stürzen sich die beiden Frauen gemeinsam in einen Rosenkrieg, der am Ende auch Sophies Leben gehörig auf den Kopf stellt.Zum InhaltDie Scheidung um die es in dem Buch geht wird mithilfe von E-Mails, Briefen und anderen Nachrichten erzählt. Der Verlauf ist der Handlung ist sehr logisch und sehr realitätsnah würde ich behaupten. Zum SchreibstilIch bin nicht wirklich in das Buch rein gekommen, was ziemlich schade ist, das es mich echt angesprochen hat! :) Ich muss leider sagen, dass ich überhaupt nicht in meinen Lesefluss gekommen bin. Die Autorin hätte auf jeden Fall mehr rausholen können. Und da Leseprobe hat sich echt gut gelesen, deswegen bin ich ein wenig enttäuscht. Zur AutorinSusan Rieger ist Absolventin der Columbia Law School, wo sie später auch als Provost arbeitete. Außerdem war sie Dekanin in Yale und unterrichtete an beiden Schulen Jura. Sie hat diverse juristische Artikel für Zeitungen und Magazine geschrieben. "Die Scheidungspapiere" ist ihr erster Roman. Susan Rieger lebt mit ihrem Mann in New York City.EmpfehlungMeins war es leider nicht so, aber ich denke es könnte einigen von euch sehr gefallen! :) Mir hat der Stil einfach nicht zugesagt. Aber wenn euch die Leseprobe und der Klapptext anspricht, dann holt euch das Buch!BewertungIch geben dem Buch 6 / 10 Punkte!Taschenbuch: 640 SeitenVerlag: Goldmann Verlag (14. September 2015)Sprache: DeutschISBN-10: 3442482593ISBN-13: 978-3442482597Preis Taschenbuch: 12,99 EuroPreis eBook: 9,99 Euro

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  • In guten wie in schlechten Zeiten

    Die Scheidungspapiere

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. December 2015 um 20:35

    Eine Scheidung. Eine auf Strafrecht spezialisierte Anwälten. Viel Briefpapier. Viel Chaos. „Die Scheidungspapiere“, der Debütroman der Juristin Susan Rieger, erlaubt einen Blick hinter die Kulissen einer Scheidung und einen vergnüglichen und amüsanten Blick durchs Schlüsselloch. Lohnt es sich wirklich sich scheiden zu lassen oder sollte man dann vielleicht doch lieber das kleinere Übel wählen. „Mias Mann hat eine Neue. Aber Mia hat Sophie. Ihre Scheidungsanwältin. Die 29 – jährige Anwältin Sophie ist eigentlich auf Strafrecht spezialisiert. Doch eines Tages bittet sie ihr Chef, bei einem ganz anderen Termin einzuspringen: Die Tochter eines wichtigen Mandanten, Mia Durkheim, möchte sich beraten lassen, nachdem ihr Mann völlig überraschend die Scheidung eingereicht hat. Nach dem Gespräch ist Mia so von Sophie hingerissen, dass sie unbedingt von ihr vertreten werden möchte – trotz Sophies Warnungen. Aber schließlich ist es auch Mias erste Scheidung… Und so stürzen sich die beiden Frauen gemeinsam in einen Rosenkrieg, der am Ende auch Sophies Leben gehörig auf den Kopf stellt." Das ist das erste Buch, bei dem ich nicht weiß was ich schreiben soll und das ist ziemlich frustrierend. Normalerweise sprudeln die Worte nur so aus mir heraus und es gibt kein Halt mehr. Es ist irgendwie anders. Vielleicht liegt es daran, dass das Buch nichts besonderes war und in mir nichts, aber auch rein gar nichts bewegt hat. Man hatte die Möglichkeit eine Scheidung per Aktennotizen, Emails, Briefkorrespondenz und auf sonstige Art und Weisen zu verfolgen, das war auch ganz nett. Aber es war eben nur nett. Genauso die Charaktere. Allesamt sympathisch, keiner wirklich durchgeknallt oder keine Latten mehr am Zaun. Alle und alles so normal. Nichts spektakuläres. Jetzt könnte man argumentieren, was wäre daran so schlimm, ein Roman, der einfach aus dem Leben gegriffen ist? Dem keine absurde Handlung als Grundlage dient? Einfach nur stinknormal wie wir Menschen sonst auch? Ja ist ganz nett, nur es reizt mich nicht. Wer gerade mitten in einer Scheidung steckt oder sich auch nur einen Hauch für juristische Kompetenzen interessiert, der ist mit diesem Roman sicherlich glücklich. Es ist nicht so, dass ich keinen Spaß hatte, so war es nicht. Es war zwischendurch sogar ganz lustig. Mehr aber auch nicht. Eine nette Affäre für zwischendurch, jetzt widme ich mich wieder interessanteren Romanen. Es war mal was anderes, ein humorvoller moderner Briefroman, mit flachen Charakteren und eine vorhersehbare Handlung. Nicht mein Ding. Das einzige was mein literarisches Herz vielleicht hat höher schlagen lassen, waren die ausgeklügelten Vergleiche und Zitate von Dichtern und Politikern von A bis Z. "Wie wäre es mit folgender Neufassung von Anna Karenina: „Jede in Scheidung lebende Familie ist auf ihre eigene Art unangenehm“? Arme Anna K. – so herzerweichend neunzehntes Jahrhundert! Heute stirbt niemand mehr aus Liebe, nur die Liebe stirbt, und dann lässt man sich scheiden. Vielleicht werde ich eine Neufassung von Anna schreiben, sie lässt sich scheiden und verliert das Sorgerecht, darf die Kinder aber jedes zweites Wochenende sehen. Dann geht sie wieder zur Schule, studiert Sozialarbeit und kümmert sich um Problemkinder. Sie wirft sich nicht vor den Zug, sie nimmt einfach die U-bahn. (Ein Taxi kann sie sich wegen der schlechten Scheidungsvereinbarung nicht leisten…) Könnte das Mrs Durkheims Geschichte sein? Gibt es einen Wronski?" Was ich eigentlich sagen will: Das Buch hat mich nicht berührt und hätte ich die Möglichkeit es nochmal zu kaufen, dann würde ich das Geld sinnvoller investieren. Vielleicht hatte es zu wenig Tiefgang und ich blieb davon verschont, ich weiß es nicht.

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  • Ein etwas anderer Briefroman

    Die Scheidungspapiere

    eulenmatz

    29. October 2015 um 15:33

    Die 29-jährige Anwältin Sophie ist eigentlich auf Strafrecht spezialisiert. Doch eines Tages bittet sie ihr Chef, bei einem ganz anderen Termin einzuspringen: Die Tochter eines wichtigen Mandanten, Mia Durkheim, möchte sich beraten lassen, nachdem ihr Mann völlig überraschend die Scheidung eingereicht hat. Nach dem Gespräch ist Mia so von Sophie hingerissen, dass sie unbedingt von ihr vertreten werden möchte – trotz Sophies Warnungen. Aber schließlich ist es auch Mias erste Scheidung ... Und so stürzen sich die beiden Frauen gemeinsam in einen Rosenkrieg, der am Ende auch Sophies Leben gehörig auf den Kopf stellt. Das Besondere an diesem Roman ist sein Aufbau. Er besteht neben Briefen, E-Mails aus anwaltlichen Aktennotizen, Gerichtsurteilen und Gesetzen und weicht damit vom Muster des klassischen „Brief-Romans“ ab. Obwohl ich ein großer Fan von solchen Romanen bin, muss ich zugeben, dass vor allem die beiden zuletzt genannten zu lesen oft sehr anspruchsvoll war und ich meine Liebe Not hatte in das Buch reinzukommen. Ich habe mich auch gefragt, wie dabei ein sinnvolle Handlung und die Darstellung der Charaktere gut zustande kommen soll, aber ums gleich vor weg zu nehmen: Ich haben diesen Roman sehr geliebt und war schlichtweg begeistert. Leider waren die knapp 700 Seiten auch viel zu schnell vorbei. Der Roman ist der erste Roman von Susanne Rieger (und hoffentlich nicht der Letzte), einer echten Frau vom Fach und das merkt man auch. Es wirkt authentisch und gut recherchiert. Kleine Nebenhandlungen wurden in diesem Roman mühelos eingeflochten, ohne dass sie störend gewirkt haben. Wahrlich ist eine Scheidung immer kein schönes Thema, doch bei mir entstand nicht der Eindruck eines riesigen Rosenkrieges wie bei Michael Douglas und Katherine Turner in dem gleichnamigen Film. Ganz im Gegensatz hat mich das Buch an vielen Stellen sehr erheitert. Mia Durkheim fand ich großartig mit ihrem Humor, ihrer Eleganz und in dem Umgang mit dem plötzlichen Wunsch ihres Mannes nach der Scheidung. Sie ist eine starke Frau, die nicht klein beigegeben hat, natürlich bestärkt durch Sophie. Sophie, selbst Scheidungskind, ist eine fähige, noch junge Anwältin, die Dinge auch mal anders löst und ich als sehr fleißig und ehrgeizig erlebt habe. Natürlich blieb nicht aus, dass die sich mit der Scheidung der eigenen Eltern erneut konfrontiert sah. In Sophie konnte ich mich sich sehr gut hinein fühlen, was wohl auch daran liegen mag, dass ich selbst Scheidungskind bin. Susan Rieger schafft es, dass man mit jeder Figur zu jeder Zeit lachen und weinen möchte. Auch bei der Scheidung zeichnet sie keine Schwarz-Weiß-Bilder von den Beteiligten. Es ist klar, dass beide Parteien ihren Anteil an der Scheidung zu tragen haben. Berührt hat mich auch die gemeinsame Tochter, die sich viel Gedanken macht, was danach passiert. Der Roman macht deutlich, dass das Kindeswohl hier neben alle Vermögensstreitereien an erster Stelle stehen sollte. Für mich ist dieser Roman eines meiner absoluten Jahreshighlights 2015. Der Roman bietet eine große Palette an Gefühlen und tollen Charakteren, die man gerne selbst kennen lernen würde. Die Seiten fliegen nur so dahin und es dennoch ein anspruchsvoller Roman auf Grund der juristischen Papiere, von einer Autorin, die weiß wovon sie schreibt. Ich hoffe, es wird noch mehr Romane von Susan Rieger geben.

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  • Ein gefühltes Millennium an Papieren, die den Start in ein neues Leben ermöglichen

    Die Scheidungspapiere

    JilAimee

    29. September 2015 um 09:38

    In ‚Die Scheidungspapiere‘ begegnen wir der jungen Strafrechtlerin Sophie Diehl, die durch den ausdrücklichen Mandantenwunsch Mias erstmals mit einer Scheidung beauftragt wird und somit mit dem Zivilrecht in Kontakt kommt. Zunächst ist ihr dies zu wider. Sie sieht sich durch und durch als Anwältin des Strafrechts, die sich in den Gefilden und Wassern der zivilen Prozesse nicht zurechtzufinden traut. Doch ihr steht ein erfahrener Partner der Kanzlei zur Seite, der sie nicht nur ermutigt, einen Sprung in fremde Wasser zu wagen, sondern ihr auf ganzer Linie mit Rat und Tat – fast wie ein väterlicher Freund - zur Seite steht. Ihr neuer Fall ist eine mittels-tragische Scheidung eines bekannten Ehepaars der höheren Gesellschaftsklasse Ende der 90er-Jahre. Dort, wo man eben Geld hat. Und Geld macht die Angelegenheiten oft dreckig. Er ist ein erfolgreicher Onkologe, der seinen Patienten näher ist als seiner eigenen Tochter Jane. Sie ist ein Sprössling einer reichen Unternehmerfamilie, die für ihre Tochter Jane alles tun würde.   „Und er ist wirklich ein erstklassiger Arzt. Wäre er doch nur nicht so ein drittklassiger Mensch!“   Sophie ist dabei genau die richtige Anwältin, denn sie ist frisch, spritzig und in zivilen Angelegenheiten unvoreingenommen. Sie brilliert mit ihrem hart antrainierten zynisch sarkastischen, ja beißerischen Verhandlungsgeschick und vermag somit, Alteingesessene ins Wanken und Schwitzen zu bringen. Manchmal braucht es diese Unbedarftheit und ‚Unerfahrenheit‘ in gewissen Bereichen, um unvoreingenommen der allgemeinen Handlungsempfehlungen etwas zum Erfolg zu bringen.   „Sie sind die beste Anwältin aller Zeiten.“   Darüber hinaus treffen in diesem Roman und Fall Welten zusammen. Es geht nicht nur um Recht und Unrecht, die schwierige Situation einer Scheidung für alle Beteiligten – gerade für ein involviertes Kind, das durch Cleverness glänzt – sondern auch um den Umgang mit antisemitischen Zügen, die Wandlung dieser und dem Brückenschlagen zwischen unterschiedlichen Herkünften und Charakteren. Es werden mehrere Handlungsstränge vereint: Familienvergangenheiten, Scheidungsprozess und Parallelen, Liebesbeziehungen, Kindeswohl, Entwicklungswünsche und Tatsachen im Job einer jungen Anwältin, die in diesem Fall ein Stück weit auch ihr eigenes Leben aufarbeitet, und eine wunderbare Freundschaft und der Weg in ein neues Millennium.   „(Anscheinend kann ich mich nie allzu weit von meinen Eltern entfernen, diesen Standardschablonen meines Lebens.)“   Susan Rieger schafft hier einen ‚Brief-Roman‘ der anderen Art. An manchen Stellen durchaus schwierig, was der Thematik geschuldet ist. Sie kleidet diesen in eine mitreißende und ungewöhnliche Form und Zusammenstellung von Aktennotizen, offiziell rechtlichen Dokumenten, anwaltlichen Vereinbarungen, Emails und Memos gespickt mit handgeschriebenen Briefen. All dies macht diesen ‚Brief-Roman‘ zu meinem Lesehighlight in diesem Herbst. Er strotzt vor Humor und Menschlichkeit, Tragik und Klarsicht, Recht und Gefühl, Unsicherheit und Selbst-Bewusstheit und wirkt einfach funkensprühend und kultiviert. Durch und durch lebendig erzählt. An keiner Seite entstand das Gefühl von Trockenheit. Man merkt der Autorin die juristische Kenntnis an und deshalb hat sie es auch geschafft, es so packend und verständlich zugleich zu gestalten. Die emotionale Achterbahnfahrt aller Betroffenen, ob Anwältin, Kind oder Mandantin, sind jederzeit nachvollziehbar und wirken greifbar, echt. Nicht nur die Geschichte, sondern auch das pinke (frauliche) Cover mit dem Stapel an Scheidungspapieren und dem Titel selbst, macht Lust, reizt an, in das Geschehen einzudringen. Trotz der Thematik und des offiziell anwaltlichen Touchs, der stets präsent ist, hat es mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Das mag daran liegen, dass ich selbst ein Scheidungskind bin und mein Vater selbst ein Anwalt und ich somit besonderes Interesse an dieser Geschichte hegte. Ich musste sie einfach lesen. Unabhängig davon ist sie scharf, lustig und stets clever erzählt. Ein äußerst gelungenes Debut. Es lohnt, gelesen zu werden. Lieben Dank an den Goldmann Verlag für das Zusenden eines Rezensionsexemplars und das ermöglichen in ein Genre übergreifendes Eintauchen. Eure Jil Aimée  

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  • Ein humorvoller, aber auch trauriger Rosenkrieg

    Die Scheidungspapiere

    Alyana83

    23. September 2015 um 10:58

    Inhalt: Sophie ist 29 Jahre alt und noch recht "frische" Anwältin. Ihr Gebiet liegt beim Strafrecht. Das kann sie und das mag sie. Doch aufgrund von Personalmangel muss sie das Erstgespräch in einem Scheidungsfall übernehmen: Mia Durkham, deren Vater ein wichtiger Mandant der Kanzlei ist.Zusammen mit ihrem Vorgesetztem David Greaves bereitet sie sich auf dieses Gespräch vor und ist dabei schon froh, wenn sie damit nichts mehr zu tun hat. Doch Mia Durkheim ist so begeistert von Sophie, dass sie sich unbedingt von ihr vertreten lassen möchte. Und natürlich kann man ihr dies auch nicht abschlagen. Für Sophie öffnet sich eine vollkommen neue Welt in ihrem Beruf und führt sie mitten hinein in einen Rosenkrieg, durch den sich auch ihr Leben verändern wird. Persönliche Meinung: Als ich dieses Buch sah wusste ich sofort, dass ich es unbedingt lesen muss. Das Thema hat mich einfach angesprochen und außerdem mag ich diese Bücher in Email- bzw. Briefform zwischendurch sehr gern. Meist sind diese Art von Büchern ja sehr leicht zu lesen, aber hier gibt es eine Besonderheit. Denn wir werden hier mit dem Thema Scheidung, Kindesunterhalt, Sorgerecht usw. konfrontiert. Und dadurch beinhaltet dieses Buch eine Vielzahl von sachlichen Briefen zwischen Mandantin und Anwältin usw. Gespickt ist das ganze mit vielen Gesetzestexten, Gerichtsurteilen und ähnlichem. Mit dabei sind aber auch Emails und Briefe aus dem Privatleben unserer Anwältin Sophie und sehr humorvolle Briefe der Mandantin Mia. Auch werden in den Mails zwischen Sophie und ihrem Chef David einige Ereignisse erzählt, was mich wirklich oft zum lachen brachte. Generell ist dieses Buch eher in die Richtung lustig geschrieben, wenn natürlich auch an einer Scheidung nicht so viel lustiges ist. Mia Durkham hat mich aber einfach regelmäßig sehr zum lachen gebracht. Sie ist wirklich teilweise sehr rachsüchtig und nimmt kein Blatt vor den Mund, was sie in meinen Augen einfach total sympathisch macht. Natürlich gibt es auch traurigere Stellen, nämlich die, wo es um die 11 jährige Tochter Jane geht. Für Kinder ist die Trennung der Eltern nie einfach und dieses kleine Mädchen tat sich wirklich sehr schwer damit. Da musste ich teilweise schon sehr schlucken. Sophie hat mir als Charakter sehr gut gefallen. Sie ist eigentlich etwas gröber gestrickt, da sie ja im Strafrecht tätig ist. Aber hier, bei diesem Fall, taut sie richtig auf und entdeckt in sich versteckte Gefühle. Denn auch ihre Eltern sind getrennt und sie konnte das nie richtig überwinden. David Greaves hat mir als Charakter auch sehr zugesagt. Ja, er ist manchmal echt mürrisch und leicht humorlos. Aber, so ist er halt und im Laufe des Buches taut auch er auf. Erwähnenswert ist natürlich auch der Mann von Mia Durkham, der mir einfach durch und durch unsympathisch war. Er ist Arzt, schwimmt in Geld und hat eigentlich aber keine Zeit für seine Familie. Ja, sehr klischeehaft, aber das finde ich nicht schlimm. Er ist sicher tief im inneren ein sehr guter Mensch, zeigt sich aber hier durchweg von seiner schlechten Seite. Eine kleine "Liebesgeschichte" gibt es auch, allerdings ist die wirklich nebensächlich. Generell hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Ich muss aber zugeben, dass ich teilweise mit den vielen Anwaltsbegriffen etc. schon etwas überfordert war und das ein oder andere auch mal quer gelesen habe, was einfach dann aus zu viel Zahlen oder ähnlichem Bestand. Irgendwann konnte mein Kopf das alles nicht mehr aufnehmen. Von Vorteil ist es sicherlich auch, wenn man sich entweder für Jura oder eben das Thema Scheidung interessiert. Ich könnte mir vorstellen, dass das sonst vielleicht etwas anstrengend oder gar langweilig werden könnte.  Autorin: Susan Rieger ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann in New York City.Sie unterrichtete selbst Jura und verfasste viele juristische Artikel für Fachzeitschriften und Magazine."Die Scheidungspapiere" ist ihr erster Roman. Fazit und Bewertung: Ein wirklich unterhaltsamer, aber ab und an "schwieriger" Roman über das Ende einer Liebe.Besonders zu empfehlen, wenn ihr euch für Jura interessiert oder etwa selbst schon einmal mit dem Thema zu tun hattet. Natürlich kann auch jeder andere das Buch lesen, das Thema ist aber nun einmal sehr speziell.Soweit ich es beurteilen kann, merkt man auch, dass die Autorin Ahnung hat von dem was sie da schreibt, was mir ebenfalls sehr gut gefällt.

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