Susan Sontag , Jonathan Cott The Doors und Dostojewski

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Inhaltsangabe zu „The Doors und Dostojewski“ von Susan Sontag

Begegnung mit einer intellektuellen Ikone. »Die meisten meiner Gedanken entwickle ich im Gespräch. « 1978 treffen sich Susan Sontag und Jonathan Cott zum Interview. Erst in Sontags Pariser Wohnung, dann in ihrem Loft in New York. Entstanden ist ein vielseitiges Gespräch, das Susan Sontag als Denkerin zeigt, vor der kaum ein Thema sicher war, Feminismus, Fotografie, Ästhetik, Ideologie, Chuck Berry und Friedrich Nietzsche, und die sich keinen Deut um die Trennung von Hoch- und Popkultur scherte: »Rock ‚n‘ Roll hat mein Leben verändert.« Auch in ihr Privatleben gewährt sie Einblick und erzählt von ihrer Krebserkrankung, die sie zu einer ihrer wichtigsten Publikationen, Krankheit als Metapher, veranlasste.

Susan Sontag in a nutshell! Nettes kleines Büchlein, das die wesentlichen Thesen & Ideen Sontags versammelt und Lust auf mehr von ihr macht!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Von einer, die dachte.

    The Doors und Dostojewski

    ladyhopeless

    04. December 2014 um 09:49

    Susan Sontag – The Doors und Dostojewski Susan Sontag ist drei Jahre alt, als sie lesen lernt. Mit sechs liest sie die Biografie von Madame Curie – das erste Buch, das sie wirklich fasziniert, wie sie sagt. Sie liest alles, was zu Hause so rumliegt. Mit dreizehn sind es Mann, Gide, Eliot, Kafka. Mit vierzehn trifft sie sich mit Thomas Mann, um mit ihm über den Zauberberg zu diskutieren. 1950 heiratet sie mit 17 den Soziologen Philip Rieff. Mit 19 bringt sie ihren Sohn David zur Welt. 1958 lässt sie sich scheiden und geht nach Paris. Fortan nennt sie zwei Städte ihr Zuhause – New York und Paris. Sie publiziert, schreibt Romane, inszeniert Stücke, dreht Filme, reist, um davon zu berichten. Unter anderem 1968 nach Hanoi. Das Leben einer Hochbegabten auf der intellektuellen Überholspur. Sie lebt, um zu denken – denkt, um zu leben - meint man, wenn man beginnt, sich mit ihrem Leben und ihrem Werk auseinander zu setzen. Sie ist regelrecht bildungssüchtig und sie scheut sich nicht, eine Meinung zu haben und sie zu vertreten. Auch wenn diese kontrovers ist oder im Widerspruch zu früher geäußerten Gedanken steht. Sie entwickelt sich weiter. Sie gestattet sich Perspektivwechsel. Ebenso wie sie sich gestattet, Kafka zu lieben und zu Bill Hailey zu tanzen.  Als ich das erste Mal in “The Doors und Dostojewski” reinschnupperte, war mir Susan Sontag natürlich ein Begriff - als Autorin per se – aber, wenn ich ehrlich bin, eher als Lebenspartnerin der Fotografin Annie Leibovitz. Über Sontags Werk, ihr Leben, ihre Rolle als streitbare Intellektuelle der amerikanischen Gesellschaft wusste ich so gut wie nichts. Doch nach wenigen Sätzen war klar, dass dieses schmale Buch für mich Pflichtlektüre sein würde. Themen wie Musik, Literatur, Fotografie, Ästhetik, Moral, Ideologie und vieles mehr griffen Jonathan Cott und Susan Sontag auf, als sie sich im Jahre 1978 zweimal für ein Interview trafen, das Cott im Auftrag des Rolling Stone führen sollte. Für den ersten Teil kamen die beiden in Paris zusammen. Nach drei Stunden brach Sontag das Gespräch ab, da sie noch verabredet war, doch bat sie Cott, sie doch bald in New York zu treffen, da sie noch einiges zu sagen hätte. Sontag mochte Interviews. Diese Art des Dialogs lag ihr, denn auch aus dem Austausch bezog sie Inspiration. Und so sahen sie und Cott sich im November 78 wieder und redeten bis spät in den Abend. Am Ende wurde 1979 ein Drittel dieses Gesprächs im Rolling Stone veröffentlicht und 2014, zehn Jahre nach dem Tod Susan Sontags, erscheint das ungekürzte Interview - man möchte sagen „Endlich!“ - auch auf Deutsch.  „The Doors und Dostojewski“ ist der perfekte Einstieg, um sich mit Susan Sontag und ihrem Werk in einem ersten Schritt vertraut zu machen. Sie schaffte es, eine Brücke zwischen Hoch- und Popkultur zu bauen. Sie extrahierte aus ihrem persönlichen Lebensweg so allgemeingültige Erkenntnisse, dass sie jenseits der persönlichen Betroffenheit neue Perspektiven boten - insbesondere, wenn man an ihre Essays „Krankheit als Metapher“ oder „Über Fotografie“ denkt. Beide Werke entstanden Mitte der siebziger Jahre und bilden den Gesprächsschwerpunkt im Interview. Sontag schrieb sie in einer Zeit, als sie den Krebs das erste Mal in ihrem Leben bekämpfen musste. Als sie sich mit Cott traf, hatte sie den Krebs so gut wie besiegt, dennoch war sie nach wie vor in Behandlung. Die Unmittelbarkeit dieser Erfahrung wird im Gespräch immer wieder spürbar, jedoch wirkt Sontag dabei distanziert, beobachtend und man beginnt zu ahnen, wie sehr sie vom Akt des Denkens durchdrungen ist - immer auf der Suche nach Zusammenhängen und neuen Erkenntnissen, egal in welcher Situation. Meine persönliche Erkenntnis nach der Lektüre dieses Buches: Für mich bleibt Sontag auch zehn Jahre nach ihrem Tod ein faszinierender Charakter. Ihre Äußerungen sind auch 36 Jahre nach ihrem Gespräch mit Jonathan Cott noch immer von bestechender Logik, eingefühlt, differenziert und reflektiert. Susan Sontag war eine hochintelligente Persönlichkeit, die das Leben einer Gelehrten lebte, und dennoch greifbar blieb - weit davon entfernt, in einem Elfenbeinturm über den Dingen zu schweben. Und ihre Gedanken sind auch nach so vielen Jahren kein bisschen unmodern.

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