Susan Vaught

 3.7 Sterne bei 16 Bewertungen
Autor von Kopfschuss, Trigger und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Susan Vaught

Sortieren:
Buchformat:
Susan VaughtKopfschuss
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Kopfschuss
Kopfschuss
 (15)
Erschienen am 22.08.2011
Susan VaughtTrigger
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Trigger
Trigger
 (1)
Erschienen am 26.12.2007
Susan VaughtBlowout
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Blowout
Blowout
 (0)
Erschienen am 15.09.2006
Susan VaughtMy Big Fat Manifesto
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
My Big Fat Manifesto
My Big Fat Manifesto
 (0)
Erschienen am 23.06.2009
Susan VaughtFat Tuesday
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Fat Tuesday
Fat Tuesday
 (0)
Erschienen am 01.02.2004
Susan VaughtStormwitch
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Stormwitch
Stormwitch
 (0)
Erschienen am 03.01.2005
Susan VaughtExposed
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Exposed
Exposed
 (0)
Erschienen am 02.03.2010
Susan VaughtBig Fat Manifesto
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Big Fat Manifesto
Big Fat Manifesto
 (0)
Erschienen am 26.12.2007

Neue Rezensionen zu Susan Vaught

Neu
Lesemomentes avatar

Rezension zu "Kopfschuss" von Susan Vaught

Rezension zu "Kopfschuss" von Susan Vaught
Lesemomentevor 6 Jahren

Wie muss es wohl sein, zu wissen, dass man versucht hat, sich das Leben zu nehmen, aber sich nicht mehr an die Gründe erinnern kann?

Wenn man anfängt, „Kofschuss“ zu lesen, wird schnell klar: Diese Situation ist fürchterlich. Jersey ist verzweifelt auf der Suche nach Antworten. Warum? Warum hat er das getan? Er stellt eine Liste möglicher Gründe auf, versucht diese einzeln auszuschließen. Warum?

Genauso wie Jersey möchte auch der Leser gerne wissen, was den Ich-Erzähler dazu gebracht hat, sich eine Pistole an den Kopf zu halten und abzudrücken? Stand er etwa unter Drogen? War sein Leben einfach nur ätzend? Hatte er etwas Schlimmes getan und wollte seine Schuldgefühle loswerden? Auf der Suche nach dem „Warum?“ begleiten wir Jersey in den ersten Monaten nach seiner Krankenhausentlassung.

Die Geschichte ist nicht immer ganz leicht zu lesen, die Gedanken und Gespräche nicht immer leicht zugänglich. Denn Jersey leidet an einer Gehirnverletzung, so dass er seine Sprache nicht steuern kann. Viele Absätze lesen sich also wie „wirres Zeug“. Das hat mich anfangs etwas genervt, wurde aber bald zu einem absolut gelungenem Stilmittel. Ich war gezwungen, das zu lesen, was Jersey dachte. Ich habe mit ihm gelitten, wenn er in wichtigen Situationen nichts anderes herausbrachte als „Froschfürze. Schnürsenkel. Froschfürze.“ Ich konnte mich einfach unheimlich gut mit ihm identifizieren. Manchmal fast etwas zu gut, so dass ich mich zwingen musste, nicht zu tief in dem Buch zu versinken.

So viel Gutes bisher, da muss dann ja auch noch ein bisschen Kritik kommen: Der Schluss!
Wie schreibt man über das Ende einer Geschichte, ohne zu viel zu verraten. Nur so viel: Anfangs war ich etwas enttäuscht, doch jetzt nach einer kurzen Zeit und nach dem Lesen des Nachtrags vom Verlag erscheint mir dieser Schluss eigentlich genau richtig.

„Kopfschuss“ ist zu Recht für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Es ist ein spannendes, fesselndes Buch, das sich mit einem sensiblen Thema auseinander setzt: Wie kommt es dazu, dass jemand versucht, sich das Leben zu nehmen? Wie können Angehörige und Freunde damit umgehen? Wie ist die Rückkehr ins Leben? 7 von 10 Sternen.

Kommentieren0
5
Teilen
LaLectures avatar

Rezension zu "Kopfschuss" von Susan Vaught

Rezension zu "Kopfschuss" von Susan Vaught
LaLecturevor 6 Jahren

*Er ist halbseitig gelähmt, auf einem Auge blind und muss alles aussprechen, was er gerade denkt. Er ist ein Freak - zumindest behaupten das die anderen: Seine Mitschüler, sein ehemals bester Freund Todd und insgeheim bestimmt auch seine Mutter. Und an all dem ist er selbst Schuld, denn er hat sich in den Kopf geschossen. Jersey kann sich an das ganze Jahr vor seinem Suizidversuch nicht mehr erinnern, doch er will Antworten: Warum kann Todd ihn nicht mehr ausstehen? Was hatte Elana Arroyo mit der Sache zu tun? Wieso hat er den Abzug gedrückt und so das Leben seiner Familie zerstört? Warum wollte er sich umbringen? Zusammen mit Todds Schwester Liza und deren Großmutter Mama Rush macht Jersey sich auf die Suche nach der Wahrheit...*

Selbstmord - ein heikles Thema, das schon öfter in Jugendbüchern behandelt wurde. Meistens sind diese jedoch aus der Sicht eines Freundes, Bekannten oder Verwandten des Betroffenen geschrieben. Über die Motive des Selsbtmörders wird viel gerätselt: Was haben wir ihm/ihr getan? Warum war er/sie unglücklich? Hatte er/sie vielleicht ein dunkles Geheimnis?

Auch Jersey, der Protagonist aus "Kopfschuss" stellt sich diese Fragen, nur dass es für ihn aus einem anderen Grund wichtig ist, Antworten darauf zu finden, denn er wollte sich selbst umbringen. Seine Gedanken und Gefühle, seine Verzweilfung darüber, dass er das _Warum_ nicht kennt, werden sehr authentisch beschrieben. Zum ersten mal bekommt der Leser wirklich einen Einblick in die Gefühllswelt eines Selbstmörders. Inwiefern er sich noch erinnern kann, _warum_ er den Abzug drückte. Wie er sich fühlt, wenn alle ihn wie einen Freak behandeln. Was er dazu sagt, als er endlich herausfindet, warum er sein ganzes Leben wegwerfen wollte. All diese Fragen werden beantwortet.

So interessant die Idee auch war, so sehr hat mich die Umsetzung doch manchmal gestört. Da Jersey sich die rechte Hirnhälfte "weggepustet hat" (wie er es ausdrückt), fehlt ihm nicht nur ein Teil seines Gedächtnisses, er hat auch eine Art Behinderung. Alles, was er gerade denkt, muss er laut aussprechen, sein es "Socken", "Schnürsenkel" oder "Froschfürze". Wenn er sich gerade mit anderen unterhält oder sich Mühe gibt mal nichts zu sagen und auf einmal laut "Weihnachten" verkündet ist das ja manchmal noch unfreiwillig komisch, aber leider geraten ihm diese seltsamen Worte auch immer dazwischen, wenn er einen Text schreibt (sind also über das ganze Buch verstreut) und das kann auf die Dauer ziemlich nervig sein.

Das Buch hat etwa 380 Seiten und irgendwie wurde ich das Gefühl nicht los,auf diesen Seiten hätte wesentlich mehr passieren können. Natürlich weiß ich, dass Jersey die immer gleichen Fragen beschäftigen (ich würde sicherlich auch wissen wollen, waum ich versucht habe, mich umzubringen) aber teilweise hatte ich echt genug von seinen Sorgen, ein Freak und selbstsüchtig zu sein.

*Fazit: "Kopfschuss" ist ein berührender, authentisch geschriebener und gut recherchierter* (die Autorin arbeitet selbst mit Jugendlichen, die einen Suizidversuch hinter sich haben) *Jugendroman. Ich würde ihn jedoch nur Lesern empfehlen, die sich für dieses Thema interessieren, denn besonders spannend ist er nicht und auch für Jerseys seltsamen Erzähstil sollte man offen sein. Deshalb bekommt "Kopfschuss" nur 3 1/2 Sternchen von mir.*

Kommentieren0
25
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 29 Bibliotheken

auf 3 Wunschlisten

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks