Susan Wiggs Sommer unseres Lebens

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Inhaltsangabe zu „Sommer unseres Lebens“ von Susan Wiggs

Claire ist ganz hingerissen von ihrem neuen Patienten. Der alte George Bellamy ist ein Charmeur und Gentleman, wie er im Buche steht. Darum zögert sie auch nicht, als er sie bittet, ihn den Sommer über an den Willow Lake zu begleiten. Vielleicht wird sie hier in der Abgeschiedenheit der Berge endlich vergessen können, was ihr so schwer auf der Seele liegt.

Georges Enkel Ross ist die mysteriöse Claire nicht ganz geheuer – obwohl sein Herz jedes Mal in Flammen steht, wenn er in ihrer Nähe ist. Er beschließt, sie zu beschatten – nicht ahnend, dass er damit einen Mörder auf ihre Spur bringt, der sie bis in die idyllische Welt am Rande der Berge verfolgen wird.

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  • Rezension zu "Sommer unseres Lebens" von Susan Wiggs

    Sommer unseres Lebens

    AusZeit-Mag

    03. June 2012 um 19:04

    Inhalt: * Der alte George Bellamy ist todkrank und möchte die letzten Wochen seines Lebens nicht mit sinnlosen Krankenhausaufenthalten und schmerzvollen Behandlungen vergeuden. Sein innigster, letzter Wunsch: die Aussöhnung mit seinem Bruder Charles nach über fünf Jahrzehnten Funkstille nach einem katastrophalen Bruderzwist. Dabei immer an Georges Seite: Claire Turner, seine Privat-Krankenschwester, die ihn auch auf dem Weg in Richtung Camp Kioga begleitet und für sein Wohlbefinden verantwortlich ist. * Das jedoch ist Ross Bellamy, George's Enkelsohn, ein Dorn im Auge, vermutet er doch ganz andere, niedere Motive für das Auftauchen der jungen Frau an der Seite seines Großvaters. Allerdings muss er schnell feststellen, dass Claire nicht nur dem alten George gut tut, sondern auch ihm nach albtraumhaften zwei Jahren auf völlig andere Gedanken bringt ... * Einschätzung: * Die nächste Runde bei den Lakeshore Chronicles steht an und zwei weitere Familienmitglieder der Bellamys machen sich bereit für ihren Auftritt. Wir Leser dürfen uns dabei mal wieder zu einem kleinen, aber feinen Kurztrip am Willow Lake aufmachen und die tolle Urlaubs-Atmosphäre dort genießen. * Wir lernen hier mit George und seinem Enkel Ross einen Teil der Familie kennen, der bisher wenig bis gar keine Berührungspunkte mit dem Zweig der Avalon Bellamys hatte und werden Zeuge einer Art Familienzusammenführung nach jahrelanger Entfremdung der Brüder George und Charles. * Ich weiß gar nicht genau wieso, aber ich war irgendwie der Ansicht, dass uns Susan Wiggs hier eine weitere romantische Love Story zwischen zwei Hauptprotagonisten, in diesem Fall Claire und Ross, präsentiert, die dem Muster der Vorgänger ähneln wird. Aber ganz so simpel und ja, fast schon gewohnheitsmäßig, geht es dann in "Sommer unseres Lebens" doch nicht zu. Sicherlich gibt's auch wieder einige Rückblenden in die Vergangenheit, doch unser eigentliches Liebespaar spielt hier gar nicht die erste Geige. * Überhaupt kommt die Love Story zwischen Claire und Ross durch die starke und fast schon allumfassende Präsenz von George, seiner schlimmen Krankheit und vor allem seiner tragischen Vergangenheit etwas zu kurz. Da bleibt fast zu wenig Platz und Raum für die beiden, ob als Einzelperson oder als Duo, ihre Anziehung richtig auszuleben und sich nachvollziehbar als Paar zu entwickeln. * Meiner Meinung nach gelingt das Claire als Solistin sogar noch einen Tick besser als ihrem männlichen Pendant, der eigentlich alle Voraussetzungen mitbringt, um den widerstrebenden und ambivalenten Typen zu geben, ob als leidgeprüfter Afghanistan-Soldat oder misstrauischer Enkel, da konnte er mich in keiner seiner Rollen vollends überzeugen. * Bin ich von Claires' und Ross' Love Story doch ein klitzekleines bisschen enttäuscht, hat mich George Bellamys Geschichte auf ganzer Linie überzeugt. Seine schicksalhafte und bewegende Historie samt furchtbarer Erkrankung haben mich total für sich in Anspruch genommen und meinen Fokus war fast ausschließlich darauf gerichtet. Und ehrlich gesagt: Ich hab' beim Lesen ganz häufig gegrübelt, wie die Autorin den schmalen Grad schaffen will, ein romantisches Happy End für die junge Generation und gleichzeitig ein würdevolles Ende für den guten alten George aufs Papier zu zaubern. * Für mich persönlich hat sie das eigentlich hervorragend hingekriegt, aber es half alles nichts, und mein zweites Ich als mutierende Heulboje kam da wieder mal zum Vorschein ... schäm. * Wiggs spielt einmal mehr mit detailverliebter Beschreibung von Ort und Stelle, vielleicht nicht in dem Maße wie in den Vorgängerromanen, aber gerade da hat sie ja in dieser Hinsicht eher geklotzt und nicht gekleckert, folglich passt das hier ganz wunderbar. Natürlich gibt's auch ein Wiedersehen mit einigen alten Bekannten aus den Vorgängerbänden, zwar meist nur angerissen, aber man freut sich doch immer, das ein oder andere vertraute Gesicht zu "sehen" und deren Lebensweg mitzuverfolgen. * Irgendwie scheint hier aber die Reihenfolge bei der deutschen Übersetzung etwas durcheinander geraten zu sein, denn die gute Sophie, Greg Bellamys Ex-Frau ist hier schon wieder unter der Haube und deren Geschichte wird wohl erst im Januar 2013 unter dem Titel "Was der Winter verschwieg" auf Deutsch erscheinen. * Fazit: * Eine bittersüße Reise an den Willow Lake zum großen Bellamy-Familientreffen steht dieses Mal auf dem Programm, bei der sich gefühlvolle Romantik doch sehr mit melancholischen und traurigen Augenblicken vermischt und bewegende Emotionen, wie der drohender Verlust eines geliebten Mensch, einen Großteil der Geschichte ausmacht. * Da rückt doch die Liebesgeschichte zwischen Claire und Ross ein wenig in den Hintergrund und deshalb gibt's von mir für diese doch gelungene Fortsetzung der Familiensaga wehmütige, aber liebevolle 4 Punkte für das große Abschiednehmen von George Bellamy. (AK)

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