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babs-buecherkiste

vor 5 Jahren

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Dieser Roman ist als 6. Band der Romanserie „Lakeshore Chronicles“ erschienen. Vorab muss ich leider bemängeln, dass dieser Band mal wieder nicht in der richtigen Reihenfolge in Deutschland erschienen ist, was ich echt schade finde (wofür die Autorin natürlich nichts kann). In Deutschland erschien dieser 6. Band noch vor dem 4. & 5. Band, jedoch erst nach dem 7. & 8. Band. Klar es handelt sich hier um eine Weihnachtsgeschichte, aber muss man deshalb unbedingt die Reihenfolge so durcheinanderbringen, so dass man beim Lesen so manches Mal ein wenig verwirrt zurückgelassen wird???
Nichtsdestotrotz handelt es sich hier um einen wunderschönen Weihnachtsroman, der auch ein wenig geheimnisvoll daherkommt.

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Maureen Davenport, die örtliche Bibliothekarin, die das Krippenspiel an Weihnachten organisieren darf. Ungewollte Hilfe bekommt sie dabei von Eddie Haven, einem ehemaligen Kinderstar, und wie er selbst von sich behauptet großen Weihnachtsmuffel.
Die beiden sind sich wirklich uneins über alles und zoffen sich in einer Tour. Dabei geht es nicht nur darum, welches Kind die Hauptrolle im Krippenspiel spielen soll, sondern auch wie die jeweilige Lebensgestaltung des anderen aussieht. Eddie hält Maureen für eine Bibliothekarien, wie sie im Buche steht: frigide, unzeitgemäß und streng. Maureen glaubt, dass Eddie sich immer noch für einen großen Star hält (obwohl er die Schauspielerei bereits seit Jahren an den Nagel gehängt hat) und hinter jeder Frau auf zwei Beinen hinterher ist.
Die beide lernen sich erst richtig kennen (und lieben) als Maureens geliebte Bücherei auf einmal aufgrund von Geldmangel droht geschlossen zu werden. Als Bindeglied und scheinbar rettender Engel zwischen den Beiden fungiert dabei immer wieder ein geheimnisvoller Junge, der die Hauptrolle im Krippenspiel erhält, den aber niemand wirklich zu kennen scheint.

Am Ende stellt sich heraus, dass nichts und niemand so ist, wie es auf den ersten Blick scheint und das Wunder da geschehen, wo man sie am dringendsten braucht. Jeder trägt (teils dunkle) Geheimnisse mit sich, die man manchmal anderen anvertrauen muss, um sich weiterzuentwickeln.

Susan Wiggs ist ein toller Roman gelungen, der einen sofort in Weihnachtsstimmung versetzt und einen daran glauben lässt, dass echte Weihnachtswunder wirklich passieren können. Mich hat dieser Roman auf jeden Fall an die wunderschön kitschigen Weihnachtsfilme im adventlichen Fernsehprogramm erinnert, die ich dieses Jahr ein wenig vermisst hatte.
Das Wechselbad der Gefühle zwischen Eddie und Maureen lässt einen kaum los und man will wissen, wie es mit ihnen, dem Krippenspiel und der Bücherei weitergeht.

Von mir bekommt der Roman auf jeden Fall total verdiente 5 Punkte.

Autor: Susan Wiggs
Buch: Weihnachtsengel gibt es doch
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