Susann Anders Der Sandmann

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Inhaltsangabe zu „Der Sandmann“ von Susann Anders

Adolf Seefeldt ist ein Mörder. Oder doch nicht? Mindestens zwölf tote Jungen gehen nachweislich auf das Konto des reisenden Uhrenmachers. Die genaue Todesursache der Kinder bleibt allerdings ein Rätsel. Alle Leichen liegen in Wäldern versteckt – keine Spuren von sexuellen Übergriffen, Gewalt oder Gift – alle erwecken den Eindruck, friedlich zu schlafen. Kriminalrat Lobbes wird auf Seefeldt angesetzt und soll das Rätsel lösen.

Sehr gute Biographie des Mörders Adolf Seefeldt, die aber leider nicht ganz perfekt ist.

— SaintGermain

Die Autorin taucht tief in die Abgründe der schwaren Psyche eines Serienmörders ein, den es tatsächlich gab. Sehr authentisch.

— Sonne63

Bildgewaltig und ergreifend - ein Roman mit Tiefgang

— SophieOliver

Ein Kriminalroman, der den Leser emotional zerrissen zurücklässt. Spannend und tragisch gleichermassen. Absolute Leseempfehlung!

— Ladina_Bordoli
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  • Onkel Tick-Tack - Biographie des Schreckens

    Der Sandmann

    SaintGermain

    24. May 2018 um 14:06

    Adolf Seefeldt soll über Jahre hinweg mindestens 12 junge Burschen getötet haben, nur konnte nie eine Todesursache festgestellt werden. Das Buch basiert auf der wahren Lebensgeschichte von Adolf Seefeldt, der 1936 hingerichtet wurde. Von der Presse wurde er "Sandmann" genannt, von allen die in kannten "Onkel Tick-Tack". Das Cover des Buches ist nicht nur absolut passend, sondern auch ein absoluter Hingucker. Auch der Titel passt natürlich perfekt, auch wenn es diesen Titel bei Büchern schon mehrmals gab (z.B. Lars Kepler). Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut, die Protagonisten und Orte wurden gut in Szene gesetzt.  Auch eine gute Recherche gehört zu einem Buch nach wahren Tatsachen hinzu - diese wurde auch erfüllt, obwohl mir Kleinigkeiten auffielen, die nicht mit der Realität übereinzustimmen scheinen. (Wobei sich mein Wissen über "Onkel Tick-Tack" auf eine Dokumentation und einige Internet-Einträge beschränken.) Die Spannung in diesem Buch ist nicht sehr hoch, darum würde ich es auch nicht als historischen Thriller bezeichnen - vielmehr ist es so etwas wie eine Biographie mit psychischem Hintergrund von Adolf Seefeldt und eine kleine Milieustudie der damaligen Zeit. Da ich aber Bücher mit realem Hintergrund sehr gerne lese, störte mich das nicht unbedingt. Obwohl es manchmal zwar Sinn machte und die verschiedenen Kapiteln auch mit Datumsangaben bezeichnet waren, verwirrten mich die vielen Zeitsprünge doch sehr. Ich musste oft zurückblättern um es richtig einordnen zu können. Hier wäre eine (zumindest teilweise) chronologische Einteilung besser gewesen. Fazit: Sehr gute Biographie des Mörders Adolf Seefeldt, die aber leider nicht ganz perfekt ist. 4 von 5 Sternen

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  • Leserunde zu "Der Sandmann" von Susann Anders

    Der Sandmann

    Edel_Elements

    Susann Anders - Der Sandmann Über das Buch: Adolf Seefeldt ist ein Mörder. Oder doch nicht? Mindestens zwölf tote Jungen gehen nachweislich auf das Konto des reisenden Uhrenmachers. Die genaue Todesursache der Kinder bleibt allerdings ein Rätsel. Alle Leichen liegen in Wäldern versteckt – keine Spuren von sexuellen Übergriffen, Gewalt oder Gift – alle erwecken den Eindruck, friedlich zu schlafen. Kriminalrat Lobbes wird auf Seefeldt angesetzt und soll das Rätsel lösen. Wir von Edel Elements vergeben 20 digitale Leseexemplare (epub/mobi) für eine gemeinsame Leserunde und freuen uns auf Eure Bewerbungen bis einschließlich 20. Mai 2018! Schreibt Euer Wunschformat einfach mit in Eure Bewerbung!  Herzlichst, Euer Elements-Team

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  • Auf den Spuren eines Serienmörders

    Der Sandmann

    Sonne63

    18. May 2018 um 20:48

    Inhalt (Klappentext): Adolf Seefeldt ist ein Mörder. Oder doch nicht? Mindestens zwölf tote Jungen gehen nachweislich auf das Konto des reisenden Uhrenmachers. Die genaue Todesursache der Kinder bleibt allerdings ein Rätsel. Alle Leichen liegen in Wäldern versteckt – keine Spuren von sexuellen Übergriffen, Gewalt oder Gift – alle erwecken den Eindruck, friedlich zu schlafen. Kriminalrat Lobbes wird auf Seefeldt angesetzt und soll das Rätsel lösen.Meinung:Zuerst hat es etwas gedauert, bis ich richtig in die Handlung hineinkam. Susann Anders hat nämlich Mehrfach-Rückblenden eingebaut, die nicht exakt in der chronologischen Reihenfolge ablaufen. Das ist von der Autorin absolut gewollt, denn so erfährt man nicht nur von den abscheulichen Taten eines Adolf Seefeldts, sondern auch Stück für Stück, was dem jungen Adolf widerfahren ist. Susann Anders begibt sich sehr tief in die Psyche dieses Serienmörders, der tatsächlich gelebt hat. Sie schlüpft nahezu in sein Innerstes hinein, zeigt sehr detailliert und glaubhaft seine Gefühle, seine Gedankengänge, seinen Umgang mit der Umwelt. Man folgt als Leser seinen Spuren, ist erschreckt über die Tatsache, wie oft es ihm gelingt, seine Opfer ins Verderben zu locken.Die Autorin benutzt einen sehr gut lesbaren Schreibstil. Einmal tiefer in die Geschichte eingetaucht, kann man sich ihr fast nicht mehr entziehen.Fazit: Erschreckend realitätsnah zeichnet die Autorin den Lebensweg des Psychopathen Adolf Seefeld nach. Die Geschichte eines Mannes, der nach außen Kinder liebte und im Geheimen zu ihrem Mörder wurde. Empfehlenswert.

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  • Krimi mit Tiefgang

    Der Sandmann

    SophieOliver

    17. May 2018 um 14:11

    Ich mag Geschichten, die auf wahren Begebenheiten basieren, daher war ich sehr neugierig auf den Sandmann. Meine Meinung über ihn stand im Vorfeld fest: er muss ein Monster gewesen sein. Daher hätte ich nicht erwartet, im Laufe des Lesens so etwas wie einen Anflug von Mitleid für ihn zu entwickeln. Seine Geschichte ist gleichzeitig spannend, abstoßend, faszinierend und tragisch. Die Autorin muss sich wirklich auf ihn eingelassen haben, um seinen wahrscheinlichen Beweggründen sowie seinem kranken Wesen so nachfühlen zu können, wie sie es in diesem Buch vermittelt. Respekt. Susann Anders schafft es durch ihre bildgewaltige Sprache, eine gute Hintergrundrecherche und einen geschickten Romanaufbau den Leser vollkommen in ihren Bann zu ziehen. Und in den Bann des Sandmannes. Eindeutige Leseempfehlung, alle Daumen hoch und fünf Sterne!

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  • Onkel Tick-Tack … Mörder oder Mensch?

    Der Sandmann

    Ladina_Bordoli

    13. May 2018 um 17:18

    Das Cover dieses Romans gefällt mir ausnehmend gut! Eine alles verschlingende Düsternis, darin goldene Lettern und eine Taschenuhr in zaghaftem Lichtschein. Eine Uhr, die zerbrochen ist, deren Zeit stillsteht. Ein Herbstblatt, das noch einmal kurz grellbunt aufleuchtet, ehe es erlischt. Der Kampf zwischen Licht und Schatten und die Stille der Vergänglichkeit schreien mich förmlich an.Ich habe eine vollkommen andere Geschichte erwartet. Einen »normalen« Kriminalroman, bei dem der Leser den Spuren des Mörders folgt und ebenso ratlos den Indizien nachjagt wie die Ermittler. Doch weit gefehlt. Dieser Geschichte liegt ein komplett anderer Blickwinkel zugrunde. Adolf Seefeldt ist für den Mord von zahlreichen Jungen verantwortlich, das erfährt der Leser gleich zu Beginn des Romans. Was wir nicht wissen, ist, wie er es getan hat und vor allem warum. Je weiter man liest, desto öfters hinterfragt man auch, ob es wirklich so glasklar ist, DASS er es getan hat. Ist er tatsächlich ein Mörder?Wir begleiten Adolf Seefeldt. Susann Anders lässt uns an seinen intimen Gedanken und persönlichen Gefühlen teilhaben. Das ist ein besonderes Leseerlebnis. Je weiter man seinen Spuren folgt, mit Adolf auf Reisen geht, desto verwirrter ist man als Leser. Man erhält tieferen Einblick in seine Psyche, sieht verschiedene Gesichter. Ich habe mich immer wieder dabei ertappt, wie mein Urteil über ihn schwankte. Mal fand ich ihn sehr liebenswert, dann wieder beängstigend und ekelerregend und irgendwann wusste ich gar nicht mehr, was ich von ihm halten sollte. Susann Anders zeigt uns so viele Aspekte seiner Persönlichkeit, aber auch seiner Kindheit, dass man vor allem zu einem Schluss kommt: Urteile nie über einen anderen, ehe du nicht einen Mond lang in seinen Mokassins gelaufen bist. Obwohl der Roman nur von der teilweisen Aufklärung der Morde handelt, erzeugt die Autorin durch die verschiedenen Perspektiven, Schauplätze und Ereignisse anhaltende Spannung. Viele Puzzleteile sind notwendig, um das Gesamtbild verstehen zu können. Ich habe das Buch in einem Zug gelesen, konnte es nicht mehr weglegen, bis ich nicht alles herausgefunden, beleuchtet und verstanden hatte.Die Autorin behält eine der wichtigsten Informationen bewusst bis zum Schluss zurück. Immer wieder kehrten meine Gedanken zu diesem Ereignis, das seitenlang im Schatten lauerte, zurück. Als das Geheimnis am Ende in seiner detailgetreuen Brutalität gelüftet wurde, blieb ich tief betroffen und nachdenklich zurück.Susann Anders Schreibstil hat mich ebenfalls zutiefst beeindruckt. Sie versteht es, Gefühle und Gedanken unglaublich einprägsam und bildgewaltig zu beschreiben. Manche Szenen schnürten mir die Kehle zu und andere frassen sich in mein Herz. Sie beschreibt seelische Zerrissenheit, Schmerz, Hoffnung, aufkeimende Liebe und Gewalt mit so einer berührenden, schonungslosen Intensität, dass man sich noch lange nach Beendigung des Romans Gedanken macht. Fazit: Ein Kriminalroman, der den Leser emotional zerrissen zurücklässt. Spannend und tragisch gleichermassen. Absolute Leseempfehlung!

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