Susann Julieva Vielleicht für immer

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Inhaltsangabe zu „Vielleicht für immer“ von Susann Julieva

Gabriel West ist der aufsteigende Star am Alternative Rock-Himmel und startet gerade richtig durch. Nur eins belastet ihn: Er hat seinem besten Freund Sam vor zehn Jahren das Herz gebrochen. Als kurz vor seiner Europa-Tournee händeringend ein Kameramann gesucht wird, führt der Zufall Gabe und Sam wieder zusammen.

Obwohl Sam sich fest vorgenommen hat, Gabe nicht mehr an sich heranzulassen, kann er sich den alten Gefühlen nicht entziehen. Doch warum hat Gabe Sam damals verlassen und kann Sam es wagen, ihm erneut sein Herz anzuvertrauen? Denn das Feuer ihrer Jugendliebe ist noch lange nicht verloschen…

Es passt einfach alles zusammen. Dieses Buch ist manchmal traurig, hat aber auch wunderschöne Szenen und liebenswerte Menschen.

— RicardoEff

Eine wundervolle Geschichte, toll umgesetzt, mit einem vorbildlichen Umgang mit sensiblen Themen.

— LiehsaH

Stöbern in Liebesromane

Wir sehen uns beim Happy End

Leserunde der Lesejury. Danke das ich dabei sein durfte, das Buch ist unglaublich süß und total ergreifend. Einfach nur toll!

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  • Manchmal trauriges und doch wunderschönes Buch mit ernstem Hintergrund

    Vielleicht für immer

    RicardoEff

    02. October 2016 um 15:17

    Samuel (17) ist ein Außenseiter und hat eigentlich nur Leni, mit der ihn eine dicke Freundschaft verbindet. Als der 17-jährige Deutschbrite Gabriel West in seine Klasse kommt, freundet er sich mit diesem sehr schnell an. Gabe ist ein Punker, der mit Piercings und Tattoos, blauen Haaren und Irokesenschnitt daher kommt. Trotzdem ist er ein cooler Typ, der durch seine Art schnell Kontakte küpft und allseits beliebt ist. Sam weiß schon länger, dass er schwul ist und ist von Gabe begeistert. Gabe schützt Sam auch vor dem Rowdy Walldo, als dieser Sam attackieren will. Als Gabe ihn um Mathe-Nachhilfe bittet willigt er nach einigem Zögern ein. Gabe nebst Schwester Mickey und seine Mutter leben bei den Großeltern, da sich seine Eltern getrennt haben. In dieser Zeit vertiefen sie ihre Freundschaft und Gabe nimmt ihn auch schon mal in den Arm. Sam, der Körperkontakt eigentlich nicht mag, findet es bei Gabe einfach nur schön. Gabe macht gerne Musik und gründet eine Band, die Sam regelmäßig bei den Proben besucht und filmt. Als Sam Gabe seine Liebe gesteht, ist dieser zuerst sprachlos. Dies deutet Sam als Ablehnung und hält sich von Gabe fern. Als Gabe Sam um eine Unterredung beim Probenraum seiner Band bittet, wird er von Walldo und dessen Komplizen zusammengeschlagen. Doch Sam kommt ihm zu Hilfe und rettet ihn vor dem Schlimmsten. Im Krankenhaus erklärt Gabe ihm seine Liebe. Sam hat sehr konservative Eltern, die ihm nur wenig Freiraum geben. Als sie diesen immer mehr einschränken, bricht Sam aus und offenbart ihnen seine Homosexualität und seine Beziehung zu Gabe. Doch dies wollen seine Eltern nicht akzeptieren, weshalb Sam kurzerhand zu Gabe zieht. In der Folge erleben beide gemeinsam einen Sommer der Liebe. Beide sind sich sehr nah und innig verbunden. Doch mit 17 kann man sein Leben nicht selbst bestimmen und als Gabes Mutter wieder einen Job bekommt, zieht sie mit beiden Kindern nach Bremen. Sam bleibt in Nürnberg und so trennen sich beider Wege und plötzlich bricht auch ihr Kontakt ab. Trozdem vergessen sie einander nie. Als zehn Jahre später für die Europa-Tournee des angehenden Rockstars Gariel West dringend ein Kameramann gesucht wird, treffen sich Gabe und Sam zufällig wieder. Sam sieht sich von Gabe verlassen und trotzdem schiebt er seine Groll schnell beiseite. Doch warum hat Gabe Sam damals verlassen und können sie einander wieder vertrauen? Beide spüren, dass ihre Jungendliebe nie erloschen ist. Doch so einfach kommen beide nicht wieder zusammen. Die Geschichte wechselt stets zwischen der Gegenwart und der Zeit vor zehn Jahren. Dadurch erfährt der Leser neben der aktuellen Entwicklung nach und nach, was damals geschehen ist und auch warum Gabe seinen Kontakt zu Sam abbrach. Sam ist ein einfühlsamer Charakter, der sich und sein tun reflektiert. trotzdem ist er in Liebesdingen oft ungeschickt, was ihn natürlich immer wieder in Kalamitäten stürzt. Sam hat seine Stärken und seine Schwächen und das mach ihn nahbar und sympathisch. Gabe ist ein toller Mensch, bei dem man sich sofort angenommen fühlt. Er ist spontan, unkompliziert und ein kleiner Rebell. Er hat kein Problem mit Sams Homosexualität und erkennt vielmehr, dass seine Zuneigung zu Sam mehr als Freundschaft ist. Zwar mag er Mädchen, doch eben auch Jungs. Sam ist die Liebe seines Lebens. Beide brauchen und ergänzen sich und in den Jahren ihrer Trennung erkennen sie die Einzigartigkeit des Anderen. Doch auch Gabe hat seine Probleme und das macht ihn als Figur so authentisch. Schön sind auch Leni und Mickey dargestellt. Man erfährt auch einiges über sie und beide spielen auch entscheidend dabei mit, dass sich die zwei Männer schließlich doch noch finden. Zuviel möchte ich nicht veraten, doch bis dahin passiert noch einiges, auch dramatisches. Susann Julieva hat mit diese Gay Romance ein spannendes, glaubwürdiges, tiefgründiges und auch interessantes Buch vorgelegt. Sehr einfühlsam schildert sie die mitunter traurige Geschichte von Sam und Gabe. Ich bin den beiden sehr nahe gekommen und meine Augen wurden des öfteren feucht. Der Text ist flüssig und angenehm geschrieben. Der Autorin gelingt es den Leser in den Bann des Geschehens zu ziehen. Ich fand sie hat das Thema sehr schön aufbereitet und auch das Tabuthema psychischer Erkrankungen gut angepackt. Insgesamt passt einfach alles zusammen und dennoch gibt es ein Happy End, das ich mir auch sehr gewünscht habe. Dieses Buch ist manchmal traurig, hat aber auch wunderschöne Szenen und liebenswerte Menschen. Es verdient meine klare Leseempfehlung.

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  • Hervorragend!

    Vielleicht für immer

    LiehsaH

    02. August 2016 um 20:04

    Erster Satz:Mit einem geübten Schwung seiner Hand goss Sam einen Wirbel in den Milchschaum. Meinung:Das Cover transportiert eine tolle Grundstimmung. Die Farben sind warm, das Bild ist romantisch, hoffnungsvoll, einfach schön. Auch die Schrift gefällt mir sehr! „Vielleicht für immer“ ist ein ziemlich romantischer Titel. Mein Gefühl sagt mir, dass er nicht komplett passt. Dennoch ist er toll gewählt. Erzählt wird aus der personalen Perspektive. Der Erzähler wechselt zwischen Sam, Gabe und Elias, wobei die Anteile nicht gleichmäßig verteilt sind. Das stört mich aber überhaupt nicht. Der Schreibstil ist wie immer schön, humorvoll und gut lesbar. Nicht so blumig wie beim „Cafe der Nacht“ (Noch nicht rezensiert, da so super toll, dass mir die Worte fehlen!), sondern mehr wie bei den „Bösen Jungs“. Das ist sinnvoll, weil uns Gabe auch schon in „Berlin Blues“ über den Weg gelaufen ist. Ich habe zwar ein bisschen gebraucht, bis ich das gecheckt habe, aber es dann doch erkannt. Ganz ehrlich: Als ich den Klappentext gelesen habe, dachte ich zuerst: „Och, nee!“ Ich wollte es nicht lesen, weil mir das Ganze zu sehr nach Klischee aussah. Besonders in Verbindung mit dem Cover und dem Titel klang die Geschichte für mich sehr nach 0815-Kram. Ich hatte ein wenig Angst, dass die Autorin mich dieses Mal enttäuschen würde. Das hätte mich wegen meiner Begeisterung für ihre anderen Werke schwer getroffen. Sie hat mich nicht enttäuscht! Wieder ist ein hervorragender, tiefsinniger, feinfühliger und dennoch heißer Roman entstanden, der mit interessanten Charakteren und Wendungen einher geht. Susann Julieva hat ein besonderes Talent dafür, ihre Charaktere authentisch miteinander umgehen und auftreten zu lassen. „Vielleicht für immer“ versprüht auch wieder diesen ganz besonderen Charme. Es gibt einen Einstieg, der auf die Liebesgeschichte hinarbeitet, und auch wenn ich mich bei solchen Dingen meist langweile, weil es erst ab dem Aufeinandertreffen des zukünftigen Paars spannend wird, ist es hier nicht so. Das liegt auch daran, dass immer wieder Erinnerungen der Charaktere erzählt werden, welche die gemeinsame Vergangenheit beleuchten. Obwohl es sonst immer heißt, man solle mit Rückblenden vorsichtig sein, finde ich das super. Das ist mal eine andere Erzählweise und man bekommt alle Informationen, die man gerne hätte. Das Ganze dann auch noch unkompliziert und spannend. Perfekt!Grundsätzlich wurde gut mit der Spannung gearbeitet. Manchmal war es fast grausam, wie lange die Autorin die Lüftung des großen Geheimnisses herausgezögert hat. Aber ich leide ja gerne für gute Bücher. ;) Auch das Geheimnis an sich ist eines, mit dem man nicht gerechnet hat. Ich war so glücklich! Denn zuerst hatte ich etwas Gay-Romance-Typisches erwartet und war schon ein wenig missmutig deswegen, aber als es dann doch etwas anderes war, hat mir das eine große Freude bereitet. Mir gefällt sehr, dass Susann Julieva in ihren Geschichten Themen aufgreift, über die man sonst nicht unbedingt liest. Bei den „Bösen Jungs“ waren es Schuldgefühle, „Berlin Blues“ hat sich mit Trauer, Depressionen und den Folgen von Gewalt befasst. Beim „Cafe der Nacht“ besaß der Protagonist eine Behinderung, ein anderer Charakter war schwer depressiv und jemand anderes spielte mehrere Persönlichkeiten. In „Vielleicht für immer“ gibt es wieder so einen Knaller. Ich liebe, liebe, liebe das! Vielleicht wird es zu dieser Geschichte auch noch eine kleine Folgegeschichte geben wie bei den „Bösen Jungs“? Das wäre so super! Ich wüsste nämlich gerne, wie genau die beiden später damit klar kommen. Das wird zwar im Epilog angesprochen, aber das ist nur ein Zeitraffer und nichts, was man wirklich begreifen könnte. So wie bei den „Bösen Jungs“ und „Berlin Blues“ eben. „Zu spät. Zielperson hat Blickkontakt.“„Aye, Sir. Rückzug abgebrochen. Wie lautet der neue Befehl?“„Augen zu und durch.“- eBook, 27%, Position 1237 Sam ist eher ruhig und bodenständig. Ziemlich niedlich und ein toller Partner!Gabe als Freigeist ist natürlich vollkommen anders. Und doch harmonieren die beiden sehr gut zusammen. Besonders als er auch Schwäche zeigt, mochte ich ihn sehr.Elias war am Anfang niedlich und schüchtern. Seine Unsicherheit und sein Ehrgeiz treiben aber noch seltsame Blüten.Die Nebencharaktere sind toll und lebendig. Sams beste Freundin Leni ist ziemlich niedlich. Imani hat auch was, obwohl sie für mich am blassesten blieb. Doch auch der Rest der Band, die Leute von Gabes Agentur und Gabes Familie... Ein wirklich schönes Umfeld mit besonderen Menschen. Fazit: 5* Uneingeschränkte Empfehlung wieder einmal für Susann Julieva! „Vielleicht für immer“ besitzt alles, was man sich wünscht: Fröhlichkeit und Humor, Melancholie und Schmerz, Wut, Liebe, Erotik, Unsicherheit. Dazu Geheimnisse und das gewisse Etwas, welches mich fesselt. Ich warte schon auf die nächsten Geschichten aus ihrer Feder!   All-time favourite!

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  • Schöner Coming of Age Roman

    Vielleicht für immer

    Koriko

    09. July 2016 um 18:37

    Story:Zehn Jahre sind vergangen, seitdem Sam seine große Jugendliebe Gabriel aus den Augen verloren hat, nachdem dieser den Kontakt komplett einstellte. Seitdem ist Sam kaum in der Lage eine vernünftige Beziehung zu führen – zu sehr wiegt die Angst erneut fallen gelassen zu werden. Da bietet sich ihm plötzlich die Möglichkeit die Angelegenheit direkt mit Gabriel, der inzwischen zum aufstrebenden Star der Musikbranche avanciert ist, zu klären. Für die Europatour wird kurzfristig ein Kameramann gesucht, der Gabriel und die Gruppe begleitet und für die Fans kleine Videobotschaften erstellt. Sofort bringt Sams beste Freundin Leni ihn beim Assistenten von Gabes Managerin ins Gespräch und kurz darauf hat er den Job.Die Europatour beginnt unterkühlt, doch schon bald muss Sam erkennen, dass seine Gefühle für Gabe auch nach so langer Zeit nicht erloschen sind. Auch der junge Musiker kann sich seiner alten Liebe nur schwer erziehen, hütet jedoch ein Geheimnis, dass alles zerstören könnte, was sich zwischen den beiden Männern anbahnt …Eigene Meinung:Susann Julievas „Vielleicht für immer“ erschien 2016 beim Cursed Verlag. Die Geschichte ist ein Spin-Off ihres Debüts „Böse Jungs“ (erschienen bei Ullstein Forever), bzw. der Bonusgeschichte „Berlin Blues“, in der Gabriel West erstmals als Nebenfigur auftauchte. Der Roman über Gabe und Sam ist in sich abgeschlossen.Die Geschichte beleuchtet abwechselnd die Ereignisse der Vergangenheit, sprich Gabes und Sams Schulzeit, und die Europatour, in der sich die beiden jungen Männer neu kennenlernen und ihre Differenzen aus dem Weg räumen müssen. Susann Julieva konzentriert sich dabei auf ihre Figuren und lässt ihnen einen Menge Zeit sich zu entwickeln. Deswegen dauert es lange bis Sam seinen Zorn und Hass begräbt und auftaut, und Gabriel mit der Wahrheit bzw. seinen wirklichen Problemen herausrückt. Dadurch hat man viel Zeit die Figuren kennenzulernen und sich auf sie einzulasen. Die Rückblenden verleihen Sam und Gabe zusätzliche Tiefe, da man sie und ihre Charakterzüge erst dabei wirklich erfassen kann. Positiv ist auch, dass die Autorin ungewöhnliche Themen zur Sprache bringt, darunter auch psychische Krankheiten, die sehr gut beschrieben werden. Auch sonst spielen familiäre Probleme und Homophobie eine gewisse Rolle.Glücklicherweise verzichtet Susann Julieva auf übermäßig viel Erotik – das hätte nämlich gar nicht zu dem atmosphärischen und ruhigen Roman gepasst, in dem die Charaktere viel Zeit brauchen, um wieder zueinander zu finden. Wer also auf eine erotischere Gay Romance aus ist, wird enttäuscht werden – „Vielleicht für immer“ ist fast ein Coming-of-Age, in dem die wachsende Beziehung zwischen Sam und Gabriel im Zentrum steht.Die Charaktere sind sehr sympathisch und authentisch. Sowohl Sam, als auch Gabriel kann man sehr gut nachvollziehen. Sam ist ein normaler junger Mann, der noch immer an seiner Vergangenheit zu knabbern hat, jedoch absolut loyal und ehrlich ist, wenn er erst einmal Vertrauen gefasst hat. Gabriel ist wesentlich verrückter, dabei aber mindestens genauso ehrlich und offenherzig, wie Sam. Die beiden geben ein gutes Team ab, da die Nachteile des einen durch den anderen aufgewogen werden. Auch die Nebenfiguren sind sympathisch – lediglich um den Assistenten Elias tut es mir ein wenig leid. Er hat fast zu sehr den Stempel des „Antagonisten“ aufgedrückt bekommen, damit die Geschichte am Ende funktioniert. Das ist sehr schade – vielleicht wird sein Schicksal ja irgendwann in einer Kurzgeschichte abgehandelt, denn man möchte schon wissen, wie es ihm ergeht.Stilistisch liefert Susann Julieva gewohnt hohe Kost. Es macht einfach Spaß „Vielleicht für immer“ zu lesen. Durch die Wahl der zwei Zeitebenen und die Tatsache, dass mal Sam, mal Gabe die Geschichte erzählt, erhält man einen umfassenden Einblick in die Ereignisse und die Gefühlswelten der Figuren. Daher kann man sich sehr gut in den Roman hineindenken und nur schwer aus der Hand legen, wenn man einmal mit dem Lesen begonnen hat. Susann Julieva ist ein sehr dichter, atmosphärischer Roman gelungen, der eher an „Café der Nacht“ erinnert, als an „Bad Boys“, das wesentlich lockerer war.Fazit:„Vielleicht für immer“ ist ein schöner, atmosphärischer Coming-of-Age Roman, der sich stark auf die Charaktere konzentriert. Sowohl Sam als auch Gabe wachsen dem Leser schnell ans Herz und man fiebert dem Happy End entgegen (das für beide mit etlichen Strapazen verbunden ist). Wer Susann Julievas Bücher mag, sollte sich auch die Geschichte um Gabe und Sam nicht entgehen lassen. „Vielleicht für immer“ ist ein wunderschöner Roman, der sich sowohl für heiße Sommerabende, als auch für kühle Winternächte eignet. Zu empfehlen.

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  • Sam und Gabriel ...

    Vielleicht für immer

    SophiesLittleBookCorner

    30. April 2016 um 22:28

    Eigene Meinung: Letztes Jahr habe ich die bösen Jungs von Susann Julieva quasi verschlungen und ich mochte sie sehr gerne. Und natürlich stand ihr neues Buch auch auf meiner Leseliste und es gefiel mir sogar noch besser. Als kleines Schmankerl haben sogar altbekannte und liebgewonnene Personen aus Susann Julievas anderem Roman einen Auftritt.Der Roman ist relativ ruhig und besticht durch eine konstante gefühlsbetonte Atmosphäre. Es mag zwar keine wilde Achterbahn sein, aber man lernt die Charaktere alle sehr gut kennen und fiebert mit jedem mit. "Vielleicht für immer" ist einfach so ein Buch, in dem man von Anfang an für die Protagonisten in die Bresche springen würde und sie einfach nur glücklich sehen möchte. Zudem werden einige wichtige Themen wie z.B. Schwulenfeindlichkeit und familiäre Probleme angesprochen. Besonders das Thema der psychischen Krankheiten hat mich bewegt und ich war positiv erfreut wie realitätsnah diese beschrieben wurden und vor allem nie abwertend.Susann Julievas Schreibstil ist prägnant und die Beschreibungen detailliert. Mein Kopfkino lief auf Hochtouren. Besonders interessant fand ich auch die Wahl der zwei Zeitebenen. Der Leser erfährt einmal etwas über die Jugend und das Kennenlernen von Sam und Gabe. Des Weiteren findet ein Handlungsstrang zehn Jahre später statt, als sich die beiden wiederbegegnen.Die Charaktere sind herrlich normal. Sam ist ein stinknormaler Mann, der unter dem Radar fliegt, seine Probleme mit Menschen hat, tief drin aber ein riesengroßes Herz besitzt und absolut loyal ist. Ein Fels in der Brandung eben.Und auch Gabriel ist fest auf dem Boden geblieben und das obwohl er ein Rockstar ist. Gabe ist zwar ein kleiner Rebell, aber er hat das Herz am rechten Fleck. Er schaut hinter die Fassade, schert sich nicht um Schubladendenken und ist ein Typ zum Pferdestehlen.Beide Charaktere haben ihr Päckchen zu tragen und gerade diese Probleme, kleiner oder größer, machen sie so greifbar und real.Auch die Nebencharaktere wurden mit Tiefe ausgestattet und besonders die lebensfrohe und schlagfertige Freundin Leni hat es mir angetan.Sam und Gabriel sind so süß zusammen. Ich mochte die langsam entstehende Beziehung. Das fühlte sich einfach natürlich an und nie durchgeplottet. Sämtliche Beschreibungen sind so gefühlvoll, dass ich manchmal laut geseufzt habe."Was, schon vorbei?" Das dachte ich mir nur, als ich das Buch zufrieden zuklappte. Fazit:Ein Wohlfühlroman mit Tiefgang, der sowohl bewegt, als auch prickelt. Das Paar in diesem Liebesroman konnte mich die ganze Zeit über packen und begeistern.

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