Susann Pásztor

 4,2 Sterne bei 632 Bewertungen
Autorin von Von hier aus weiter, Die Geschichte von Kat und Easy und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Susann Pásztor wurde 1957 geboren und hat Kunst und Pädagogik studiert. Anschließend arbeitete sie viele Jahre als Kinderbuchillustratorin, bevor sie begann auch die Geschichten dazu selbst zu schreiben. Seit 1991 ist sie als freie Journalistin, Autorin, Texterin und Übersetzerin tätig. Ihr erster Roman »Ein fabelhafter Lügner« ist im Hanser Verlag erschienen.

Neue Bücher

Cover des Buches Von hier aus weiter (ISBN: 9783462014884)

Von hier aus weiter

(168)
Erscheint am 03.09.2026 als Taschenbuch bei Kiepenheuer & Witsch.

Alle Bücher von Susann Pásztor

Cover des Buches Von hier aus weiter (ISBN: 9783462014884)

Von hier aus weiter

(168)
Erscheint am 03.09.2026
Cover des Buches Die Geschichte von Kat und Easy (ISBN: 9783462003642)

Die Geschichte von Kat und Easy

(144)
Erschienen am 18.08.2022
Cover des Buches Ein fabelhafter Lügner (ISBN: 9783462043105)

Ein fabelhafter Lügner

(48)
Erschienen am 14.03.2011
Cover des Buches Von hier aus weiter: Roman (ISBN: B0DHZMDFG9)

Von hier aus weiter: Roman

(3)
Erschienen am 13.02.2025
Cover des Buches Ich höre was, das du nicht sagst (ISBN: 9783749506316)

Ich höre was, das du nicht sagst

(1)
Erschienen am 17.10.2024
Cover des Buches Mach doch, was du willst (ISBN: 9783873878532)

Mach doch, was du willst

(0)
Erschienen am 23.01.2012

Neue Rezensionen zu Susann Pásztor

Cover des Buches Von hier aus weiter (ISBN: 9783462005684)
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Rezension zu "Von hier aus weiter" von Susann Pásztor

YukBook
Unkonventionell trauern

Was passiert, wenn jemand stirbt, der einen nicht traurig, sondern wütend und enttäuscht zurücklässt? Eine pensionierte Lehrerin fühlt sich betrogen und allein gelassen, nachdem sich ihr todkranker Ehemann das Leben genommen hat. Meine Befürchtung, eine Geschichte über Trauerbewältigung könnte mich mental herunterziehen, hat sich zum Glück nicht bewahrheitet. Im Gegenteil: Sie hat mich so berührt, dass ich nach der Lektüre noch eine Weile innehalten musste.

Als der obdachlose Klempner Jack, Marlenes ehemaliger Schüler, bei ihr einzieht, ahnt man schon, dass dies ihr Leben verändert wird. Das geschieht allerdings in feinen Nuancen, die die Autorin unglaublich gut beschreibt. Bestürzt liest man, dass alles, was in der Zukunft liegt, für Marlene nicht relevant ist, denn sie plant ihren Suizid. Man merkt jedoch, wie ihre Wut und ihr Widerstand gegen alle und alles, was sich ihr dabei in den Weg stellen könnte, spürbar abnimmt. Dafür sorgen vor allem der einfühlsame Jack, der sich nicht aufdrängt, aber ein wachsames Auge auf sie hat, und ihre Hausärztin Ida, die sich beide näher kommen.

Die kleinen Momente, die Marlene vorsichtig annimmt, ja geradezu als schön empfindet, auch wenn sie es sich nur schwer eingestehen kann, stechen besonders heraus und machten die anfangs sarkastische und selbstzerstörerische Figur für mich immer nahbarer. Die feine Balance zwischen Schwere und Humor in dieser lebensbejahenden, warmherzigen Geschichte hat mir sehr gefallen. 

Cover des Buches Von hier aus weiter (ISBN: 9783462005684)
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Rezension zu "Von hier aus weiter" von Susann Pásztor

otegami
Wut statt Trauer

Die Mitte 70-jährige Marlene, Typ ‚graue Maus‘, lernen wir in einer sehr skurrilen Situation beim ‚Leichenschmaus‘ ihres verstorbenen Gatten kennen. Er hatte vor kurzem Selbstmord verübt, weil er seinen Krebs nicht noch bis zum bitteren Ende erdulden wollte. 

Marlene trauert jedoch nicht – sie hat nur eine Wahnsinns-Wut! Das Warum erfahren wir erst nach und nach! Sie schleppt sich mehr oder weniger durch die Tage, isoliert sich vollkommen und ist von allem genervt: von den drei Söhnen aus der 1. Ehe von Rolf (mit seiner verstorbenen Ehefrau) und deren Familien, vom Telefon und von Ida Polanski, die Nachfolgerin in Rolfs Landarztpraxis, die aber nicht lockerlässt. Sie und auch Jack, der Klempner, der wegen Probleme mit der Dusche gerufen worden war, und kurzfristig in ihr Gästezimmer einzieht, sind ein wahrer Segen für die Witwe. 

Sie, die ehemalige Grundschullehrerin, hatte Jack als Schüler in der 3. und 4. Klasse und er ist immer noch dankbar dafür, dass sie sein Potential damals erkannt und sich für ihn eingesetzt hat.

Diesen beiden erzählt sie auch dann von der Wut, die in ihr kocht: die Wut auf den verstorbenen Mann, mit dem sie gemeinsam aus dem Leben scheiden wollte, weil ihr nach gemeinsamen 30 Ehejahren ein Leben danach sinnlos erschien. Sie merken auch, dass die Gefahr eines Selbstmordes immer noch besteht 

Von ihrer ehemaligen Freundin Wally (die Freundschaft war eingeschlafen) erreicht sie ein Brief, dass sie einen Brief von Rolf persönlich in Wien bei ihr abholen soll. Jack und Ida, bei denen sich eine zarte Liebesgeschichte entspannt, machen sich gemeinsam mit Marlene auf die 12-stündige Fahrt. 

Das dann folgende ‚Road-Movie‘ ist sehr amüsant und unterhaltsam zu lesen! Überhaupt zieht durch den ganzen Roman ein feiner Humor. Durch die Ausbildung und Tätigkeit der Autorin als Sterbebegleiterin spürte ich sehr ihr psychologisches Gespür bei diesen Themen ‚Tod und Trauer‘. Wahrscheinlich spricht dieses Buch besonders die ältere Leserschaft an, die sich bestimmt schon mit diesen Themen auseinandergesetzt hat. 

Ich las es während des überraschenden Krankenhausaufenthalts meines Mannes (eine anstrengende und aufwühlende Situation) an den Weihnachtsabenden und nein, es zog mich nicht runter, sondern es gefiel mir wegen der erzählerischen Leichtigkeit und den sympathischen Protagonisten Ida und Jack – sogar Marlene fing ich an zu mögen. Fünf Sterne vergebe ich für dieses Werk und werde nach weiteren der Autorin Ausschau halten! Eine große Leseempfehlung! 

 

Cover des Buches Von hier aus weiter (ISBN: 9783462005684)
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Rezension zu "Von hier aus weiter" von Susann Pásztor

a_dreamer
Ein solides Buch, jedoch keine Top-Empfehlung

Dieser Roman lag schon etwas länger auf meinem Lesestapel und ist jetzt wieder nach oben gewandert. Die Geschichte war nett. Sie las sich gut durch. Aber insgesamt hat es mich (leider) nicht übermäßig vom Hocker gerissen.

Marlene verliert ihren Mann Rolf, der an Krebs erkrankt und sich selbstbestimmt das Leben nimmt. Sie kann nicht trauern. Sie ist wütend. Denn der ursprüngliche Plan sah vor, dass sie beide gemeinsam sterben. Nun ist sie allein in ihrem Haus und zieht sich völlig zurück. Ignoriert alles und jeden. Und möchte einfach nicht mehr leben. Bis ihr ehemaliger Schüler Jack in ihrem Leben auftaucht und sie beginnt, sich mit ihrer Trauer und ihrem Dasein auseinanderzusetzen... die Wärme kehrt zurück.

Im letzten Drittel nimmt das Ganze mehr Fahrt auf, Hintergründe kommen ans Licht. Hier hat es sogar ein wenig Road Movie-Charakter. Jedoch für mein Gefühl etwas, das ich so oder so ähnlich schon kenne. Insgesamt hat die Geschichte für meinen Geschmack zu wenig Spannung, zu wenig Handlung, zu wenig Tiefgang. Positiv: Obwohl es in dem Roman um Tod, Suizid und Trauer geht, ist das Buch nicht so schwer. Nicht zu sentimental. Und, es werden zwischen den Zeilen wichtige Fragen aufgeworfen: Wie bedeutsam ist für manche selbstbestimmtes Sterben? Wie lebt man weiter ohne den anderen? Grundsätzlich ein solides Buch, jedoch würde es nicht auf meiner Top-Empfehlungsliste landen.

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