Susann Pásztor Ein fabelhafter Lügner

(35)

Lovelybooks Bewertung

  • 40 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 10 Rezensionen
(12)
(12)
(7)
(3)
(1)

Inhaltsangabe zu „Ein fabelhafter Lügner“ von Susann Pásztor

Vom Geheimnis eines Mannes, an dessen Totenbett drei Frauen weintenJoschi Molnár bleibt ein Rätsel. Der famose Fabulierer hat seinen Kindern ein Vermächtnis aus phantastischen Geschichten, tragischen Verstrickungen und faustdicken Lügen hinterlassen.Als sich die Halbgeschwister Hannah, Marika und Gabor in Weimar treffen, um Joschis hundertsten Geburtstag zu feiern, prallen Welten aufeinander. In rasanten Dialogen und skurrilen Szenen nähern sie sich der Wahrheit – und finden zueinander. Während Hannah sich leidenschaftlich mit ihren jüdischen Wurzeln identifiziert und von einem Happy End in Israel träumt, hadert Gabor mit seiner Kindheit. Marika gibt die tapfere Alleinerziehende – und überlässt das Erzählen ihrer Tochter Lily. Überhaupt Lily: Die 16-Jährige hat sich eigentlich für ein Referat über Buchenwald gemeldet und erzählt stattdessen diese bezaubernde Geschichte.

Die Geschichte ist recht flüssig geschrieben, außerdem unterhaltsam und skurril. Genau das Richtige für Zwischendurch.

— La_Stellina
La_Stellina

Welch wunderbares Gespinst aus Wahrheit, Lügen und einer großen Familiengeschichte! Es gibt nicht nur eine Wahrheit, es gibt viele.

— mecedora
mecedora

Dort wo in der Realität scheinbare Unordnung hinterlassen wird, entsteht ein Raum für großartige Geschichten. Diese hier ist eine davon.

— LibriHolly
LibriHolly

Ende lässt zu wünschen übrig. Insgesamt war es aber ganz gut.

— Liliko
Liliko

Susann Pásztor hat eine wunderbare Geschichte geschrieben über einen Mann, der erst nach seinem Tod seine Familie vereinigt! Einfach schön!

— aba
aba

Stöbern in Romane

Der Junge auf dem Berg

Schockierend, geht unter die Haut, Taschentuchalarm!

DaniB83

Der verbotene Liebesbrief

Lucinda meets crime

Pat82

Wer hier schlief

Ein Suchender, der das Leben noch nicht richtig kapiert hat, sich selbst ein Bein stellt.

dicketilla

QualityLand

Krass durchdachte, fesselnde und mit größeren Prisen Humor und Zynismus ausgestattete Dystopie-Satire. Definitiv empfehlenswert!

Walli_Gabs

Underground Railroad

Packendes Buch über die Sklavin Cora. Der letzte Bereich versucht alles Handlungsstränge zu einem Ende zu bringen.

Alexlaura

Heimkehren

Intensiver Roman, der eine Familie über mehrere Generationen hinweg verfolgt

lizlemon

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Das Treffen der Halbgeschwister

    Ein fabelhafter Lügner
    dicketilla

    dicketilla

    02. March 2014 um 12:58

    Ehefrau , Ex -Ehefrau und Geliebte begegnen sich erstmalig am Krankenbett , nachdem der Selbstmord von Josef Molnar fehl geschlagen ist . Zwei schwanger und eine hat bereits ein 12jähriges Mädchen von ihm . Jahre später treffen sich die Halbgeschwister Hannah , Gabor und Marika mit ihrer 16jährigen Tochter Lily in Weimar . Sie wollen den 100 jährigen Geburtstag an dem Ort begehen , an dem ihr jüdischer Vater im KZ Buchenwald leiden musste . Jahre später hatten sie erst voneinander erfahren und es ist ihr erstes gemeinsames Treffen . Anfänglich sind sie Gabor gegenüber sehr reserviert , da Hannah und Marika sich schon eher gefunden hatten . Gabor , ein Spielzeugtester , der seinem Vater am Liebsten folgenden Spruch auf den Grabstein geschrieben hätte : “ Er liebte die Frauen, er hatte keine Ahnung von Verhütung , er log wie gedruckt und wenn es eng wurde , verpisste er sich .” ( S. 43 ) Jeder hat eine andere Geschichte über den Vater erzählt bekommen , und es stellt sich die Frage , ob er wirklich in Buchenwald war , oder sich nur die Entschädigung erschwindelt hatte . Hannah ist dem Judentum total verfallen , und wäre fast in die israelische Armee eingetreten , wenn ihr nicht Marika gesteckt hätte , dort viel Sport machen zu müssen . Es stellt sich die Frage , bin ich auch Jude , wenn der Vater einer ist , denn nur eine jüdische Mutter macht jüdisch . Erzählt wird die Geschichte von Lily , die mitgefahren ist um ein Referat über Buchenwald zu verfassen . Eigentlich ist sie das Bindeglied zwischen den sehr unterschiedlichen Geschwistern . Und Dank ihrer Unterstützung gehen sie immer mehr aufeinander zu . Da ich selbst Buchenwald schon besuchte , waren die Schilderungen des Rundganges für mich sehr real . Trotz des ernsten Hintergrundes ist es aber auch eine witzige Geschichte mit dem Respekt an richtiger Stelle . Sehr lesenswert ! Es ist der erste Roman von Susan Pasztor ,die Kunst und Pädagigik studierte und als Kinderbuchillustratorin anderer Leute Texte verschöhnte, bevor sie selbst zu schreiben begann .

    Mehr
  • Themen-Challenge 2014 - Bücher, deren Hauptfigur 10 Jahre jünger oder älter als ihr selbst ist

    Daniliesing

    Daniliesing

    Dieses Thema gehört zur Themen-Challenge 2014:

    Hier könnt ihr euch über eure gelesenen Bücher zu Thema 20 austauschen!

    • 81
  • Anspruchsvolles, langatmiges Werk

    Ein fabelhafter Lügner
    Callso

    Callso

    16. November 2013 um 10:24

    Ein ruhiges und nachdenkliches Buch. Leider aber auch ein Buch, bei dem mir der Schlüssel zum Zugang fehlte. Eine Familiengeschichte wird sehr intensiv ausgebreitet, erörtet und recherchiert. Joschi ist vor längerer Zeit verstorben. Er hat der Welt fünf Kinder von fünf verschiedenen Frauen hinterlassen. Ein Großteil der Kinder trifft sich und bohrt in Erinnerungen und in der Gefühlwelt. Wie erwähnt: Ich wurde mit den Charakteren nicht so recht war. Ab dem ersten Drittel war mit das Werk zu unspektakulär und zu langatmig. Langeweile statt Aufarbeitung, die hitzigen Diskussionen um Judentum und der Besuch des KZ Lagers sind zwar imposant, ließen mich jedoch relativ unberührt. Gleichwohl hat die Autorin in ihrer Schreibe eine Lässigkeit und einen feinen Beobachtungssinn.

    Mehr
  • Kolumne: Belletristik ist tot, es lebe die Belletristik

    muchobooklove

    muchobooklove

    Roman-Kolumne August 2013 von Mareike: Genreliteratur, das sind die Hamburger unter den Büchern Liebe Leser, Was ist eigentlich Belletristik Le belle et le triste – das Schöne und das Traurige – hierin liegt der französische Ursprung des Wortes Belletristik, das heute nicht viel mehr als ein Mysterium zu sein scheint. Dabei umfasst es so viele Aspekte, ohne die Literatur gar nicht zu denken wäre. Werte, Emotionen und die Ästhetik der Sprache sind für mich die wichtigsten Parameter dessen. Natürlich kann man auch etwas unprätentiöser an die Sache herangehen und einfach von „Romanen“ im Allgemeinen sprechen, wie auch der Titel der Kategorie hier auf Lovelybooks lautet. Doch dann geraten wir gleich ein bisschen in die Bredouille, denn Krimis sind ja auch Romane sowie Fantasy-Bücher und Chick-Lit ebenfalls. Von Kriminalromanen, Thrillern, Fantasy, Young Adult Fiction, Chick-Lit und Romantasy Naja, das sind ja eigentlich alles eher Genres, werdet ihr jetzt im Stillen und ganz zu Recht denken. Aber was sind denn überhaupt Genres? Der Versuch, Bücher in Kategorien zu pressen einerseits, eine Strategie des Buchmarktes andererseits, so scheint es mir. Denn was ist das Schreiben für ein bestimmtes Genre eigentlich anderes als der Versuch, seine Zielgruppe besonders im Blick zu haben. Mit bösen Zungen gesprochen ist das die Garantie dafür, beim Veröffentlichungsprozess bereits einschätzen zu können, wer das Buch am Ende kaufen wird. Darum wird auch immer schnell ein neues Genre entworfen, wenn gerade eine innovative Art des Schreibens mit Erfolg belohnt wurde. Eine kleine Geschichte: Ich sitze mit zwei Freunden von mir, nennen wir sie Justus und Gabi, an einem sonnigen Tag wie diesem in einer Eisdiele. Justus ist gerade dabei, sich eine Karriere im Verlagswesen aufzubauen, Gabi hat Journalismus studiert und steht kurz vor dem Mutterschutz. Justus erzählt uns von einem neuen Projekt, von dem er gehört hat und das sich im Bereich „Romantasy“ bewegt. Darauf Gabi: „Romantasy, nie gehört“ Justus: „Das ist ein neues Genre, das sich irgendwo zwischen Romantic Fiction und Fantasy bewegt, so Vampire und so“ wir nicken einstimmig, denn nun ist uns allen klar, dass hier die Nachfolgen von Stephenie Meyers „Twilight“-Saga spürbar werden. Wieder einmal wird ein Markt bedient. Man möchte so schnell wie möglich dabei sein, bevor er übersättigt ist und ein neues Genre gefunden werden muss. Ich seh' den Wald vor lauter Bäumen nicht Damit wird nicht nur die gesamte Belletristik oder alle Romane in logische Kategorien unterteilt, sondern diese werden wieder unterteilt, bis die gesamte Kriminalliteratur in Detektivromane à la Sherlock Holmes, Polizeiromane wie Mankels Wallander, Thriller der Dan Browns dieser Erde und Splatter im Stile von Karin Slaughter zerfällt, und die Fantasy-Literatur in High Fantasy à la Tolkien, Romantasy wie "Twilight", Dark Fantasy der Stephen Kings und Konsorten, Dark Romance im Stile von Edgar Allen Poe und historisch anmutende Fantasy, z.B. von George R.R. Martin. Und bei all diesen spezifischen Genres frag' ich mich wieder, wo denn nun die Belletristik abgeblieben ist? Denn wenn ich ehrlich bin, dann möchte ich gar nicht immer Genreliteratur lesen. Manchmal erscheint sie mir zu sehr auf ihr Publikum zugeschrieben. Manchmal sehe ich die Zutatenliste, die Autoren und Verlagen im Kopf herumgeschwirrt haben mag, zu deutlich vor mir. Aha, denke ich, hier ist ein bisschen Detektivroman mit den Zutaten verschrobener Ermittler aus zerrütteten Familienverhältnissen, hochintelligenter Täter, der eigentlich nur mit dem Ermittler spielen will, Frau oder wahlweise Kinder oder beides des Detektivs, die plötzlich in den Fall hineingezogen werden, gemischt worden, das Ganze wurde mit einem Hauch arktischer Kälte und einem leichten Hang zur Alkoholabhängigkeit garniert und schon war der skandinavische Kriminalroman in Anlehnung an Henning Mankell, Jo Nesbø oder Arnaldur Indridason fertig. Ich weiß ja, dass die meisten Schriftsteller mit viel Herzblut an ihr Werk herangehen, aber ich frage mich dennoch, woher dieser Hang zum an Fast-Food erinnerndem Literatur-Rezept kommen mag. Möchte denn niemand heute mehr eigene Gourmet-Kreationen entwerfen? Ist die Angst vor dem Scheitern so groß? Mehr Belletristik braucht das Land Ich sag es ganz offen – Ich mag Fastfood. Ein schöner Burger ab und zu ist ein herrliches Vergnügen, ebenso wie ein Krimi mit den oben von mir erwähnten Zutaten wunderbar sein kann. Aber irgendwie wünsche ich mir trotzdem öfter, mit Gourmet-Kreationen verwöhnt zu werden. Ich möchte Schriftsteller haben, die schreiben, weil sie damit das Schöne und das Traurige ausdrücken wollen, weil sie das Gute und das Böse im Menschen zeigen wollen und zwar ohne sich vorher zu überlegen, ob es dafür ein Publikum geben mag. Autoren, die der Wahrheit auf den Grund gehen mögen und mich damit überraschen, wie zum Beispiel Column McCann dies vor einigen Jahren mit „Der Tänzer“ getan hat oder Romane, die einen mit ernsten Themen zum Lachen bringen können wie Matt Ruff mit „Ich und die anderen“, Bücher, die unvergessen bleiben, weil sie anders sind, so wie auch Aravind Adigas „weißer Tiger“ oder Hermann Kochs „angerichtet“, um mal zwei jüngere Beispiele der Literatur zu nennen. Und wenn ihr es euch doch lieber überlegen und kein Risiko eingehen wollt, so rufe ich euch hiermit zu, liebe Autoren, liebe Verleger: Es gibt uns noch, uns Leser, die gerne einmal bis zum Äußersten getrieben werden möchten, die lachen und weinen wollen, die beim Lesen nicht mit Genrestrategien überrascht werden wollen, sondern mit richtig guten Geschichten, mit richtigen 5 Sterne Menüs, wie sie eben nur die immer weniger zu findende Belletristik für uns bereithält! Ja, das rufe ich laut und hinter vorgehaltener Hand wende ich mich fast gleichzeitig zu euch Lesern da draußen und frage euch leiser: Es gibt uns doch noch, die Belletristik-Leser, oder?

    Mehr
    • 37
  • Die Geschichte eines großen Fabulierers

    Ein fabelhafter Lügner
    LibriHolly

    LibriHolly

    25. June 2013 um 15:03

    József Molnár, genannt Joschi – ein Mann, der in seinem Leben mit fünf Frauen liiert war, mit drei davon gleichzeitig. Aus den jeweiligen Beziehungen gingen insgesamt fünf Kinder hervor, zwei davon sind bereits verstorben. Jede der Frauen dachte ihn gut zu kennen, doch jeder tischte er eine andere Lebensgeschichte auf. Doch welche davon entspricht der Wahrheit? Lange nach seinem Tod, zu seinem hundertsten Geburtstag, treffen sich seine drei noch lebenden Kinder und sein Enkelkind Lily um seiner zu gedenken und der Wahrheit um sein geheimnisvolles Leben auf den Grund zu gehen. Wer war Joschi Molnár wirklich? Ein Buch, über das Suchen nach der Wahrheit und dem Finden einer Familie. Ein aufregender Roman  und ein beeindruckendes Debüt einer feinfühligen Beobachterin, erzählt aus der Perspektive der 16-jährigen Lily. Ein Buch, das ruhig beginnt und dann immer mehr an Fahrt aufnimmt. Eine abenteuerliche Reise ins Herz einer Familie und in die traurige Vergangenheit der jüngsten deutschen Geschichte. Ein fabelhafter Lügner – Die Geschichte eines großen Fabulierers und eines noch größeren Schlitzohres. Dort wo die Wahrheit zu einfach erscheint, neigt man dazu sie zu verbiegen!!!

    Mehr
  • Leserunde zu "Katzenmond" von Christine Anlauff

    Katzenmond
    tini_anlauff

    tini_anlauff

    Kater und Kommissar  Inhalt Die Mordkommission hätte es nun nicht unbedingt sein müssen, findet Hauptkommissar Liebermann, als er die Antwort auf sein versetzungsgesuch in Händen hält. Leichen stören seinen Nachtschlaf. Was er nicht ahnt: Dass ihn die leichenbedingte Bettflucht sogar noch vor seinem Amtsantritt heimsuchen wird. Sie kommt in Form eines Ertrunkenen daher, der eines Morgens an das Bullauge eines Hausbootes klopft - und zwar mit Fingern, die augenscheinlich später gestorben sind als der Rest seines Körpers. Auch Serrano findet keine Ruhe. Seine Tochter Krümel ist mitten aus dem Kindbett heraus spurlos verschwunden. Zudem häufen sich Nachrichten über brutale nächtliche Überfälle auf Kater der Umgebung, die drei frisch zugezogenen Perserinnen ihre Aufwartung machen wollten. Als Krümels Leiche schließlich nahe der Überfallstätte auftaucht, beschließt Serrano, der Sache auf den Grund zu gehen und landet - mitten in Liebermanns Fall- und vor einer weiteren Toten. Obwohl der Verlag das Buch als Katzenkrimi bewirbt, möchte ich fairerweise sagen, dass ich es eher als einen Fall für zwei begreife. Kater und Mensch ermitteln gleichberechtigt (und häufig nebeneinander). In erster Linie ist es ein Krimi, wenn auch mit einigen zuätzlichen und - zugegeben-ungewöhnlichen Protagonisten. Falls Ihr Euch gern eine eigene Meinung darüber bilden wollt: In der zweiten Septemberwoche startet eine Leserunde zu "Katzenmond". Der Aufbau Verlag stellt dafür freundlicherweise 20 Freiexemplare zur Verfügung, die ich mit Vergnügen unter allen Bewerbern verlose, die sich bis zum einschließlich 27.8.  melden. Ich freu mich und bin schon gespannt auf den Austausch mit Euch!!!

    Mehr
    • 673
  • Rezension zu "Ein fabelhafter Lügner" von Susann Pásztor

    Ein fabelhafter Lügner
    LimaKatze

    LimaKatze

    20. July 2012 um 15:48

    „Mein Großvater war ein Mann, dem seine Frauen und Kinder abhandenkamen wie anderen Leuten Socken oder Kugelschreiber.“ Aus der Sicht der sechzehnjährigen Lily wird diese Geschichte über ihren Großvater Joschi Molnár, welcher fünf Kinder mit fünf verschiedenen Frauen hatte, erzählt. Das Familientreffen zu Joschis hundertstem Geburtstag, dreißig Jahre nach seinem Tod, bringt die Geschwister zum ersten Mal zusammen und jeder bringt seine eigene Kindheitserinnerung über Joschis Vergangenheit und viele Fragen mit. Ein sehr schöner, warmherzig und mit Humor erzählter Roman. Man muss sich zwar zunächst das „Familienpuzzle“ ein wenig sortieren, aber dann macht die Geschichte Freude.

    Mehr
  • Rezension zu "Ein fabelhafter Lügner" von Susann Pásztor

    Ein fabelhafter Lügner
    Ritja

    Ritja

    15. July 2012 um 12:07

    Ein Buch, welches zeigt, dass man auch bei traurigen und schweren Themen Humor einbringen kann. Joschi hatte ein Faible für Frauen, gern auch parallel und ohne deren Wissen. Nun treffen sie sich an seinem Krankenhausbett zum ersten Mal und merken, dass ihr Joschi es mit der Wahrheit nicht so ernst nahm. Zum 100. Geburtstag treffen sich die Halbgeschwister Hannah, Marika und Gabor und seine Enkelin Lily in Weimar, um Joschi zu gedenken und seinem Leben nachzugehen. Doch schon bald merken sie, dass sie zwar viele Geschichten von Joschi kennen, aber das sie sich kaum gleichen. Lily muss ein Referat über das KZ Buchwald schreiben und da auch Joschi (angeblich) darin gefangen war, besuchen sie die Gedenkstätte. Die Zweifel an seinen Geschichten bleiben, doch eine kleine nächtliche Aktion zu Joschis Ehren (und hier zeigen sich die Gene ;-)) verbindet sie für immer und nicht nur auf dem Polizeirevier. Humorvoll, traurig, nachdenklich und gut geschriebenes Buch über die Vergangenheit eines Mannes und die Zukunft seiner nächsten Generation.

    Mehr
  • Rezension zu "Ein fabelhafter Lügner" von Susann Pásztor

    Ein fabelhafter Lügner
    Daphne1962

    Daphne1962

    19. May 2011 um 08:08

    Die Halbgeschwister Hanna, Marika und Gabor treffen sich in Weimar, um den 100. Geburtstag von ihrem Vater Joshi zu feiern. So richtig nach Feiern ist ihnen aber gar nicht, denn Hannah und Marika haben Gabor seit ewigen Zeiten nicht mehr gesehen bzw. gar keinen Kontakt mehr gehabt. Man hatte sich einfach nichts mehr zu sagen. Die Geschwister sind sehr unterschiedlicher Natur. Marikas Tochter ist auch dabei, sie will ein Referat über die Juden in Buchenwald schreiben und nutzt das Wochenende, für ihre Recherchen. Sie erzählt das Buch aus ihrer Sicht. Dabei studiert sie auch die Familie. Bei der Besichtigung des ehemaligen Lagers Buchenwald gehen alle ihre eigenen Eindrücke sammeln. Jeder möchte alleine sein mit seinen Gedanken. Beim gemeinsamen Essen wird dann fleißig erzählt, was jeder so weiß von Joshi. Tja, was weiß denn jedes Familienmitglied über einen Vater, der nichts genaues erzählt hat, über den es auch nicht viele Unterlagen gibt? Sehr wenig. Lediglich aus den Erzählungen der jeweiligen Mütter kommen einige Fragen auf. Joshi war ein Schürzenjäger, deswegen hat er auch 3 Kinder mit 3 verschiedenen Frauen. Die eine war seine Ex-Ehefrau, die andere die Ehefrau und die 3. die Geliebte. Aber eh Joshi im Leben der 3 Frauen auftauchte war er bereits schon mal verheiratet, seine Frau und sein Kind sind im KZ umgekommen. Wie die Geschwister und Lily den 100. Geburtstag dann letztendlich verbringen will ich hier nicht erzählen, das soll jeder Leser selbst herausfinden. Ein kurzweiliges Buch, nett zu lesen, wie sich die Geschwister endlich wieder näher kommen und ein verstorbener Großvater einen großen Anteil an der Geschichte hat.

    Mehr
  • Rezension zu "Ein fabelhafter Lügner" von Susann Pásztor

    Ein fabelhafter Lügner
    Readyforbooks

    Readyforbooks

    27. March 2011 um 17:00

    Nette lustige Familiengeschichte

  • Rezension zu "Ein fabelhafter Lügner" von Susann Pásztor

    Ein fabelhafter Lügner
    Clari

    Clari

    21. March 2010 um 11:12

    Familienlegenden mit Komik, Witz und Humor erzählt! Selten hat mich ein Buch von der ersten Zeile an so fasziniert! Schon bei den ersten Sätzen spürte man den Witz und Humor und die leicht makabere Inszenierung, mit der das Buch geschrieben wurde. Da will einer seinen Selbstmord schön ordentlich vollziehen,--und natürlich misslingt ihm das! Um sein Bett versammeln sich ehemalige und gegenwärtige Partnerinnen, die eine schwanger, die andere kurz vor der Niederkunft und die dritte mit einem schon zehnjährigen Sohn gesegnet. Dieser ist „ nicht glücklich“, wie es so schön lakonisch heißt. In der Kürze der berichteten Kuriositäten schaut ein hintergründiger Witz hervor, der einen sofort gefangen nimmt. Großvater Jószef Molnár ist der mutmaßliche Vater einer Schar von Kindern verschiedener Frauen. Er ist längst tot, als die Nachfahren seiner Frauen ein Familienfest zu Ehren seines hundertsten Geburtstags beschließen. Erst einmal muss man allerdings alle auffinden! Hanna, Marika und zuletzt Gabor, letzterer schon leicht überdrüssig, finden sich zusammen. Was zunächst skurril, witzig und amüsant beginnt, das geht in eine gar nicht komische Geschichte über: eine Frau und zwei Kinder von Joschi sind als Juden im Konzentrationslager Auschwitz geendet. Auch Joschi war s. Zt. in Buchenwald. Niemand durchschaut so ganz, was Wahrheit und was Erfindung ist, denn Joschi betrieb seine eigene Legendenbildung, wozu auch die Frage zählte, ob er Jude war oder nicht. Er ist ein verschmitzter und mit allen Wassern gewaschener Tunichtgut! Lily, seine Enkelin, wollte eigentlich nur ein Referat über Buchenwald schreiben! Als sie aber dort ankommt, ist es mit der Komik vorbei. Dennoch vermittelt Susann Pasztor aus dem Blickwinkel von Lily eine Familiengeschichte, in der sich Posse, Ulk und Schabernack zusammenfügen. Sie fabuliert über die verwirrende Herkunft aller Beteiligten, von dem Durcheinander und den komischen Zufällen in der Familie mit Schmiss und Charme. Die Autorin findet den leichten und ernsten Ton, mit dem sie sich als einfallsreiche, frohsinnige und amüsante Erzählerin zeigt. Sie fühlt sich in die Vergangenheit ein und bezaubert mit ihrer Geschichte, die mit dem Talent des Humors entzückt, ohne den Ernst zu vergessen. So ist das Leben: Tragik, Fröhlichkeit, Lebenslust und unterschiedliche Charaktere finden sich in Familien wieder; Legenden bilden den Hintergrund, auf dem die Geschichten dann weiter erzählt werden. Wer die Gabe hat, die Widersprüchlichkeiten zu begreifen, wird sich an den unterschiedlichen Mentalitäten ergötzen und sein Vergnügen an einem Familienleben der besonderen Art finden. Susann Pásztor macht uns bekannt mit einer Familiengeschichte, die ihresgleichen sucht! Der Debütroman der Autorin, die bisher als Kinderbuchillustratorin gearbeitet hat, wird mit Sicherheit begeisterte Leser finden! Sie betätigt sich in der Nachfolge von I. B. Singer und Andre Kaminski, die mit ihren jüdischen Familiengeschichten unvergessen sind und noch heute gerne gelesen werden.

    Mehr
  • Rezension zu "Ein fabelhafter Lügner" von Susann Pásztor

    Ein fabelhafter Lügner
    *Arienette*

    *Arienette*

    10. March 2010 um 19:43

    Kurzbeschreibung: Charmante Lügen und die Tücken der Suche nach der Wahrheit - ein skurril-komischer Familienroman. Joschi Molnár bleibt ein Rätsel. Der famose Fabulierer hat seinen Kindern etliche Versionen seines Lebens hinterlassen. Als sich die Halbgeschwister Hannah, Marika und Gabor in Weimar treffen, um Joschis hundertsten Geburtstag zu feiern, prallen Welten aufeinander. In rasanten Dialogen und skurrilen Szenen nähern sie sich der Wahrheit - und finden zueinander. Joschi Molnár hatte fünf Kinder mit fünf verschiedenen Frauen, verlor zwei Kinder und seine zweite Frau in Auschwitz, war Häftling in Buchenwald - und hinterließ ein Vermächtnis aus phantastischen Geschichten, tragischen Verstrickungen und faustdicken Lügen. Dreißig Jahre nach seinem Tod bringt sein Geburtstag die Geschwister zum ersten Mal zusammen. Ganz unterschiedliche Vaterbilder kommen zum Vorschein. Der Verräter. Der Abwesende. Der Geschichtenerzähler - und: der Tausendsassa mit Witz und Ideen. Während Hannah sich leidenschaftlich mit ihren jüdischen Wurzeln identifiziert und von einem Happy End in Israel träumt, hadert Gabor mit seiner Kindheit und bezweifelt Joschis jüdische Herkunft. Marika gibt die tapfere Alleinerziehende, verehrt Joschi für seinen Einfallsreichtum - und überlässt das Erzählen ihrer Tochter Lily. Überhaupt Lily: Die 16-Jährige hat sich eigentlich für ein Referat über Buchenwald gemeldet und erzählt stattdessen diese bezaubernde Geschichte. Was folgt, ist ein Wochenende voller Überraschungen, Missverständnisse, Streitereien, Geständnisse und Gelächter. Als Lily einen illegalen nächtlichen Festakt zu Joschis Ehren durchsetzt, ist der entscheidende Schritt zur Versöhnung getan - auch wenn der erstmal auf eine Polizeiwache in Weimar führt. Mit feiner Beobachtungsgabe, großem Einfühlungsvermögen und viel Humor erzählt Susann Pásztor eine Familiengeschichte, in der das Tragische und das Komische ganz eng beieinanderliegen. (Quelle: amazon) Die Autorin: Susann Pásztor, geboren 1957, hat nach ihrem Kunst- und Pädagogikstudium als Kinderbuchillustratorin zunächst anderer Leute Texte verschönt, bevor sie ihre eigenen zu schreiben begann. Seit 1991 arbeitet sie als freie Journalistin, Autorin, Texterin und Übersetzerin. Ein fabelhafter Lügner ist ihr erster Roman. (Quelle: KiWi-Verlag) Meine Meinung: Die Halbgeschwister Hannah, Marika mit der Tochter Lily und Gabor treffen sich in Weimar, um den 100. Geburtstags ihres Großvaters Joschi zu feiern. Der Großvater selbst ist schon verstorben. Die Ich-Erzählerin Lily muss für die Schule ein Referat über Buchenwald halten. Joschi hat selbst zur Legendenbildung beigetragen, ist ein Nichtsnutz und Lügner. An diesem Wochenende in Weimar hört Lily und auch die drei Halbgeschwister ein paar Geschichten über diese recht chaotische Familie - und sie lernen sich endlich kennen, vorher hatten sie kaum miteinander zu tun. Aber auch eine ernste Geschichte wird erzählt: die von einer Frau Joschis und von zwei seiner Kinder, die in Auschwitz umgekommen sind. Der Roman ist voller Witz, unterschiedlicher Charaktere und skurrilen Situationen, die durchaus auch ein wenig makaber sein können. Er hat mich von Anfang an in Bann gezogen und ich habe ihn sehr gerne gelesen.

    Mehr
  • Rezension zu "Ein fabelhafter Lügner" von Susann Pásztor

    Ein fabelhafter Lügner
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. February 2010 um 09:43

    Ein sehr unterhaltsamer Familienroman über einen Verstorbenen, dessen Kinder nun versuchen herauszufinden, wer ihr Vater überhaupt war. Ein Punkt Abzug, weil die Frage, ob er nun Jude war oder nicht etwas langatmig erläutert, aber nicht beantwortet wird.