Susann Rehlein Die erstaunliche Wirkung von Glück

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Inhaltsangabe zu „Die erstaunliche Wirkung von Glück“ von Susann Rehlein

Dorle lebt im Souterrain eines herrschaftlichen Hauses, in dem sonst nur wohlhabende, knarzige alte Leute wohnen. In Heimarbeit steckt sie für eine Kronleuchtermanufaktur Kristalle zusammen. Und sie lässt sich von ihren Nachbarn als Concierge missbrauchen, obwohl sie gar nicht die Concierge ist. Doch Dorle ist genügsam und zufrieden mit ihrem Leben. Ganz im Gegensatz zu Annegret Sonne, vierundachtzig und voller Lebenslust. Als Frau Sonne sich zu einer dreimonatigen Reise aufmacht, bittet sie Dorle, ihre Wohnung zu hüten. Schnell wird klar, dass es sich hier nicht um eine gewöhnliche Wohnung handelt. Sie hat angeblich eine Aura, es lebt ein Kater darin, der Dinge kann, die normale Kater nicht können, und per Fax treffen Aufgaben für Dorle ein, die sie an den Rand des Wahnsinns bringen. Sie muss zum Sport, zu jemandem unfreundlich sein und kochen. Sogar Dates hat sie plötzlich. Gut, die Männer sind alle über achtzig, aber sie verstehen etwas von der Liebe. So hat Joe, Dorles einziger Freund, alle Hände voll zu tun, um im Rennen zu bleiben. PS: Wurde Henriette Schräubchen schon erwähnt? Nur so viel: Sie hat rosa Haare, kann Gedanken lesen und spielt eine nicht unwesentliche Rolle in dieser Geschichte.

Ein ganz besonderer Erzählton und eine Figur, die erst allmählich Selbstbewusstsein entwickelt, machen dieses Buch besonders.

— sommerlese

Ein tolles Buch, das ich gerne jederzeit wieder hervorhole um es noch einmal zu lesen :)

— Gwenfly

Märchenhafte Erzählung mit happy end für entspannende Stunden.

— RenateTaucher

Tolle und süße Geschichte!

— tina317852

Auf eine so schöne Weise rührend, das mein Herz geklopft hat. Konnte so schön mit Dorle mitfühlen und mitleiden... Tolles Buch.

— once-upon-a-time

Eine schöne Geschichte, die mich aber nicht komplett mitreißen konnte.

— Maus71

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  • Erstaunlich ja, Glücksgefühle nein!

    Die erstaunliche Wirkung von Glück

    sommerlese

    16. September 2017 um 17:53

    Susanne Rehlein schrieb ihren Roman "Die erstaunliche Wirkung von Glück" 2015 und er erscheint im Dumont Verlag. Dorle lebt in einer Berliner Villa im Souterrain in der ehemaligen winzigen Concierge-Wohnung, drahtet in Heimarbeit Kristalle für Kronleuchter zusammen und putzt Treppenhaus und Eingangsbereich für die älteren Mitbewohner. Mit der Wohnung scheint sie auch die Aufgaben einer Concierge geerbt zu haben, dabei hat sie dafür keinen Vertrag und auch keine Bezahlung. Ihre Kindheit verlief recht schwierig, sie wurde geschlagen und lebte eine Zeit im Kinderheim. Bis sie Joe trifft, der ihr den Job besorgt und auch die winzige Wohnung.   Susanne Rehlein erzählt eine eigenartige, manchmal märchenhaft anmutende Geschichte über das Glück. Die besondere Protagonistin Dorle und ihre schrulligen Mitbewohner haben schräge Angewohnheiten und es kommt zu komischen Erlebnissen.  Dorle lebt zurückgezogen, ist eine graue Maus ohne Freunde und Bekannte und ihr einziges Highlight des Tages ist der Gang zum Schlachter, wo sie sich ein Mettbrötchen holt.  Dann erscheint Frau Sonne wie eine gute Fee und bittet Dorle gegen Bezahlung, ihre Wohnung zu hüten und Aufgaben zu erledigen, die ihr per Fax zugehen.  Die Senioren in der Villa sind sehr unterschiedlich, manche verhalten sich halbwegs liebenswürdig, andere sind aufdringlich und behandeln Dorle wie eine Dienstbotin. Stets soll sie putzen, Einkäufe tragen, fegen und für Ordnung sorgen. Sie lässt das mit sich machen, entwickelt dabei eine Art, die ich nicht nachvollziehen kann. Ihr Helfersyndrom lässt sie sogar Beleidigungen schlucken und ihr minderes Selbstwertgefühl kann man sich kaum für eine junge Frau ihren Alters vorstellen. Die Erlebnisse im Haus sind aber nicht nur furchtbar und demütigend, es gibt auch Situationen, bei denen man lachen kann. Die Aktion mit den Topfpflanzen ist so eine.   Der einzige Sympathieträger ist für mich Joe, alle anderen Figuren sind schwierig zu verstehen. Alle Personen werden nicht sehr tief gezeichnet. Auch Joe nicht, man merkt ihm nur seine Gefühle für Dorle an, deswegen redet er viel, lässt sich von Dorle aber auch zurückweisen. Was für ein gutmütiger Mann, der eine Menge Geduld mit Dorle hat. Auch Frau Sonne kann man nicht wirklich mögen. Sie spielt zwar die vermeintlich Gute im Roman und plant eine Veränderung für Dorle, aber ich habe das Gefühl, sie hat ihren Spaß daran, jemanden zu bevormunden. Die Aufgaben, die Dorle zum Glück verhelfen sollen, sind z. B. Massagen bekommen, Hefezöpfe zu backen oder in guten Restaurants bezahlte Dates zu treffen. Und das soll helfen? Wenn man das Alter von Dorle in Betracht zieht, so kann man das kaum glauben. Junge Leute gehen tanzen, Wellen surfen, auf Festivals und treffen andere junge Leute. Hier findet aber das Aschenputtel Dorle ihr Glück unter alten Menschen. In einer gewissen Weise ist das ansprechend und märchenhaft, aber mir fehlt hier der realistische Bezug zum wahren Leben. Das Ende ich vorhersehbar. Bis Dorle sich allmählich aus ihrer Verklemmtheit, Unsicherheit und Zurückgezogenheit löst und weiterentwickelt, zieht sich die Geschichte ganz schön in die Länge. Auch bemerkt man bei der lethargisch wirkenden Dorle keine Stimmungshochs, sie vermisst Joe, aber wenn er da ist, hält sie ihn weiter auf Abstand. Das ist etwas übertrieben und ziemlich nervig.  Susanne Rehlein hat einen besonderen, melancholisch wirkenden Sprachstil, der gut zu Dorles spezieller Welt passt. Ich habe die ungewöhnlichen Erlebnisse gern gelesen und mich ein wenig amüsiert. Aber die Charaktere haben ich mir nicht richtig erschlossen und Dorles Weg war nicht unbedingt fesselnd. Hier wurde auf recht spezielle Weise ein Mensch therapiert, der sich zurückgezogen hat. Inwieweit diese Theapie angemessen ist, mag ich nicht beurteilen. Mein Glücksgefühl wurde jedoch nicht richtig angesprochen.  "Die erstaunliche Wirkung des Glücks" ist ein Buch, dessen Sprachstil ich gern gelesen habe, aber inhaltlich frage ich mich, wieso man Dorle dieses Glück nicht anders beibringen kann.    Dieses Buch hat eine besondere, märchenhafte Art und die melancholische Stimmung passt gut zum Thema. Dennoch ist mir manches zu vorhersehbar und das Glück stellte sich bei mir nicht ein.

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  • Leider kein Buchglück für mich ...

    Die erstaunliche Wirkung von Glück

    SharonBaker

    30. July 2017 um 18:53

    Dorle lebt in einem herrschaftlichen Haus, zwar im Souterrain, aber dafür in einer tollen Gegend. Zu früheren Zeiten wurde ihre Wohnung für den Concierge genutzt und irgendwie ist der Gedanke bei den älteren Bewohnern hängen geblieben und sie sehen Dorle eher als Dienstmädchen, statt als Mitbewohnerin an. Nun macht es Dorle aber auch nicht aus und übernimmt so einige Arbeiten, aber am liebsten verkriecht sie sich und steckt Kristalle für eine Kronleuchtermanufraktur zusammen. Diese Arbeit macht sie gern und ist auch ihr einziger großer Kontakt nach draußen, durch Joe, der ihr das Material liefert. Aber dann tritt Frau Sonne in ihr Leben und Dorle soll drei Monate auf deren Wohnung aufpassen, aber das allein ist nicht alles. In der Wohnung lauern ein Kater und ein Fax, was ständig neue Aufgaben für Dorle ausspuckt und ihr kaum Zeit zum Luft holen lässt. Wird Dorle dem allen gewachsen sein? Was verbirgt sich hinter dieser Aktion von Frau Sonne? Und ob Joe auch endlich eine Chance bei Dorle bekommt? Ich mag ja etwas abgedrehte Geschichten und fand die Idee von der einsamen zurückgezogenen Frau, deren sich dann ein ganzes Haus ältere Leute annehmen wirklich herzallerliebst. So freute ich mich unglaublich auf die Geschichte und kuschelt mich zum Lesen hübsch ein und dann, war es vorbei mit dem Charme und dem Zauber. Warum erzähle ich euch jetzt.Dorles zu Hause ist eine winzige kleine Wohnung, wo kaum zwei Leute reinpassen und dort fristet sie ihr Dasein. Allerdings nur, bis der nächste Mieter, wieder auf die Idee kommt, Dorle als Concierge einzuspannen und diesem Schicksal nimmt sie sich an. Sie putzt, kümmert sich um die Pflanzen, oder holt auch mal Brötchen. Einen Dank bekommt sie nicht und so plätschert ihr Leben so dahin, aber was sie eigentlich möchte, ist, ihre Ruhe haben, nur kann sie dafür, leider nie Nein sagen. Tja und dann kommt Frau Sonne, energiegeladen mit vierundachtzig daher und möchte das Dorle in ihrer Abwesenheit auf die Wohnung aufpasst, und zwar gegen Bezahlung. Was sie dafür tun muss, nicht soviel, Pralinen essen, kochen, den Kater pflegen und so eine oder andere Aufgabe aus dem Fax erledigen. Klingt doch nicht schlecht, ist für Dorle aber eine Herausforderung und eine absolute Schwerstarbeit, da sie dafür ihr Leben verlassen muss. Aber das Geld lockt und so versucht sie ihr Glück und stellt fest, das Glück auch was Tolles sein kann.Ganz ehrlich, ich bin kein Dorle Fan. Naja, den Grundgedanken an ihrer Person, finde ich schon gut. Immerhin denkt sie selbst zu selten an sich, arbeitet immer nur und lässt sich zu leicht ausnutzen, dass da so ein Engel in Form von Frau Sonne und ihrer Gesellschafterin Frau Schräubchen erscheinen, kommt natürlich zur rechten Zeit und bringt Bewegung in ihrem Handeln und Tun. Allerdings schwebt mir Dorle zu oft in einem Zwischenraum, den ich nicht greifen konnte und was ich auch total unrealistisch fand, dass sie nix von den Helfern mitbekommen hat. Uns Lesern war es von Anfang an klar, was Frau Sonne vorhat, nur Dorle kämpfte mit ihren Alltagsschwächen und diesen Aufgaben.Mir persönlich fehlte die Nähe zur Hauptfigur und auch alle anderen konnten nicht wirklich überzeugen. Bei Joe, den angeblichen festen Freund, hatte ich immer den Eindruck, er wäre irgendwie zurückgeblieben, dabei war er es am Ende nicht und auch einige andere Eindrücke bestätigten sich nicht. Am liebsten waren mir da die älteren Figuren, die durch ihre „Niedlichkeit“ sich einfach ins Herz schleichen wollten, aber immer mehr Klischees bedienten. Zudem fand ich es oft überdreht, unglaubhaft, wiederholend, schräg und mir fehlte, oft die Lust weiterzulesen. Der Zauber den so viele Leser verspürten, wollte sich einfach nicht bei mir einstellen und so schlug ich die letzten langatmigen Seiten einfach zu und bekam kein Glanzgefühl. Der Weg zum glücklichen Leser ist nicht immer einfach und hier fehlte mir meine Frau Sonne.

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  • Das Glück kommt am Ende

    Die erstaunliche Wirkung von Glück

    RenateTaucher

    09. February 2017 um 19:02

    Dorle wird von allen nur ausgenützt, aber sie empfindet das nicht so schlimm. Sie hat Minderwertigkeitskomplexe, Angst vor zu viel Nähe und ihr einziger Freund Joe muss sich schweren Herzens in Geduld üben. Eines Tages beschließt  Frau Sonne, eine alte Dame, die im selben Haus wohnt,  Dorle zu zeigen, wie schön  das Leben sein kann, wenn man es nicht jedem recht machen will.  Tatsächlich schafft es Dorle mit ihrer Hilfe, Stück für Stück  über ihren eigenen Schatten zu springen, und ihr Leben in neue Bahnen zu lenken. Man kann mit der Protagonistin mitfühlen, wenn sie sich den neuen Anforderungen, die an sie gestellt werden, nicht gewachsen fühlt. Es ist eine Freude zu sehen, wie sie mit ihren Aufgaben ständig wächst und sich zu einer selbstbewussten jungen Frau entwickelt. Eine sehr unterhaltsame, etwas märchenhafte Geschichte, die zu Herzen geht.

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  • Frau Sonne rettet alle

    Die erstaunliche Wirkung von Glück

    Mellolette

    08. January 2017 um 19:37

    Dorle, jung und depressiv, wird von den Mitbewohnern des Hauses, in dem sie ein kleines Kellerzimmer bewohnt, für die Concierge gehalten. Stumm nimmt sie die Schikanen in Kauf. Der einzige Lichtblick ist Joe, der manchmal doch ein bisschen zu viel für sie wird. Eines Tages trifft sie auf Frau Schräubchen, die sie in die Wohnung einer älteren Dame namens Frau Sonne mitnimmt. Und da nimmt das Schicksal seinen Lauf. Dorle wird in Spielabende eingebunden, ohne diese mitzuplanen und völlig von Frau Sonne vereinnahmt. Das geht so weit, dass sie auf die Wohnung aufpassen soll, solange Frau Sonne im Urlaub sei. Dorle soll jedoch nicht putzen oder die Blumen gießen, sondern jeden Tag Aufgaben erfüllen, die ihr per Fax zukommen. Bei manchen dieser Aufgaben ist sie hin- und hergerissen, will ihre Wohnungssittertätigkeit sogar an den Nagel hängen und die anderen Hausbewohner benehmen sich aufeinmal so anders ihr gegenüber. Sie ist nicht mehr die Concierge, sondern hat einen Namen. Dass sie dabei nicht von allen positiv wahrgenommen wird, steht außer Frage. Dorle bekommt Ecken und Kanten. Und dann ist da noch diese Geschichte mit Joe, dem Tornado...

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  • Leserunde zu "Lucy Schröders gesammelte Wahrheiten" von Susann Rehlein

    Lucy Schröders gesammelte Wahrheiten

    aba

    Wie viel Liebe kann man vertragen? Eins ist klar – Susann Rehlein schreibt zauberhafte Geschichten, in denen ihre außergewöhnlichen Heldinnen eigentlich nicht für diese Welt gemacht sind. In Susann Rehleins neuestem Roman "Lucy Schröders gesammelte Wahrheiten" zeigt die Autorin wieder einmal, wie viel Kraft in der Liebe steckt und wie diese ein ganzes Leben durcheinander bringen kann. Lucy pfeift nämlich auf die Liebe, davon hält sie nichts, ihr geht es sehr gut ohne. Sie hat aber nicht damit gerechnet, dass praktisch die ganze Welt aus Liebe besteht und eines Tages jeder dran ist. Denn die Liebe geht an keinem vorbei!Na? Seid ihr neugierig geworden? Dann dürft ihr die Leserunde zu diesem charmanten Buch nicht verpassen!Zum InhaltLucy Schröder würde die Liebe nicht erkennen, wenn man sie mit der Nase darauf stieße. Als sie sieben war, erwischte ihr Vater sie bei einer Testreihe zur Funktionsweise des Küssens und schärfte ihr daraufhin ein, sich von Liebe und Gefühlsduselei fernzuhalten. Jetzt ist sie erwachsen – und hält sich immer noch daran. Erfolgreich wehrt sie jeden Annäherungsversuch ab. Ihr Leben als Schneekugeldesignerin ist auch ohne die Gegenwart anderer Menschen interessant genug, findet sie. Doch eines Tages ändert sich alles. Als wäre im Himmel die Zuckerwattemaschine verrückt geworden, hüllt Zuneigung die spröde Lucy von allen Seiten ein. Sie hat nämlich eine Beratertätigkeit im maroden Kaufhaus Schönstedt angenommen, und hier arbeiten so liebevolle und freundliche Menschen, dass Lucy gar nicht anders kann, als sich zu öffnen. Die Folge ist der völlige Kontrollverlust, das war ja klar. Lucy verliebt sich. Hals über Kopf. Mit Haut und Haar. Mit Mann und Maus. Da hilft auch das Orakel des fahlen Fisches nicht mehr, das Lucy gerade für eine Schneekugel baut und das für diesen Fall vorschlägt: "Zieh dich warm an, Mädchen, es wird heiß."Lust auf eine zauberhafte Leseprobe?Zur AutorinSusann Rehlein, geboren in Leipzig, hat Germanistik und Slawistik studiert. Sie arbeitet als Journalistin und Lektorin und lebt in Berlin-Kreuzberg.Rechtzeitig zum Erscheinungstermin verlosen wir zusammen mit dem DuMont Buchverlag 25 Exemplare von "Lucy Schröders gesammelte Wahrheiten".Seid ihr neugierig geworden? Möchtet ihr wissen, welcher Mann Lucy vergessen lässt, dass sie eigentlich nichts mit der Liebe zu tun haben will? Wenn ihr Lust auf eine Leserunde mit Lucy Schröder habt und ihr euch darüber austauschen und im Anschluss eine Rezension schreiben möchtet, solltet ihr euch* über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bis zum 23.10. bewerben und auf folgende Frage antworten:Manche klagen über zu wenig Liebe, Lucy möchte am liebsten gar keine. Wie viel Liebe kann man vertragen? Glaubt ihr, dass man sich erfolgreich gegen die Liebe wehren kann?Ich bin gespannt auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück!* Bitte beachtet vor deiner Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.

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    • 755
  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

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    • 1140
  • Modernes Märchen!

    Die erstaunliche Wirkung von Glück

    Sookie70

    26. March 2016 um 19:44

    Dorle lebt in der Concierge-Wohnung in einem herrschaftlichen Zinshaus und wird von den Bewohnern auch ausschließlich als dienstbarer Geist wahrgenommen. Ihren Lebensunterhalt bestreitet sie mit dem Verdrahten von Kristallen für Luster, und geliebt wird sie von Joe, dessen Zuneigung sie allerdings nicht erwidert - zu Beginn. Alles verändert sich für Dorle, als sie von Frau Sonne gebeten wird, auf deren Wohnung aufzupassen. Der vorübergehende Umzug ist an einige Bedingungen geknüpft, die der gehemmten, in sich gekehrten Dorle viel abverlangen. Insgesamt handelt es sich um eine charmante, romantische und stellenweise sehr amüsante Aschenputtel-Adaption mit einem recht absehbaren Ende, jedenfalls aber um einen wunderbaren Zeitvertreib für Freundinnen der leichten Muse!

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  • Schöne Geschichte über die Schwierigkeiten sich aus alten Mustern zu lösen

    Die erstaunliche Wirkung von Glück

    raven1711

    12. January 2016 um 16:46

    Inhalt aus dem Klappentext: Dorle lebt im Souterrain eines herrschaftlichen Hauses, in dem sonst nur wohlhabende, knarzige alte Leute wohnen. In Heimarbeit steckt sie für eine Kronleuchtermanufaktur Kristalle zusammen. Und sie lässt sich von ihren Nachbarn als Concierge missbrauchen, obwohl sie gar nicht die Concierge ist. Doch Dorle ist genügsam und zufrieden mit ihrem Leben. Ganz im Gegensatz zu Annegret Sonne, vierundachtzig und voller Lebenslust. Als Frau Sonne sich zu einer dreimonatigen Reise aufmacht, bittet sie Dorle, ihre Wohnung zu hüten. Schnell wird klar, dass es sich hier nicht um eine gewöhnliche Wohnung handelt. Sie hat angeblich eine Aura, es lebt ein Kater darin, der Dinge kann, die normale Kater nicht können und per Fax treffen Aufgaben für Dorle ein, die sie an den Rand des Wahnsinns bringen. Sie muss zum Sport, zu jemandem unfreundlich sein und kochen. Sogar Dates hat sie plötzlich. Gut, die Männer sind alle über achtzig, aber sie verstehen etwas von der Liebe. So hat Joe, Dorles einziger Freund, alle Hände voll zu tun, um im Rennen zu bleiben. PS: Wurde Henriette Schräubchen schon erwähnt? Nur so viel: Sie hat rosa Haare, kann Gedanken lesen und spielt eine nicht unwesentliche Rolle in dieser Geschichte. Meinung: Was macht man, wenn das Leben einem bisher nur gelehrt hat, sich ruhig und bedeckt zu halten und die Nachbarin beschließt, einen aus dem Trott herauszuholen? Dieser spannenden Frage geht Die erstaunliche Wirkung von Glück nach. Dorle ist Mitte zwanzig und lebt in einer Kellerwohnung eines einstmals herrschaftlichen Hauses. Dass Dorle von den anderen Hausbewohnern, die alle bereits das Rentenalter erreicht haben, als neue Concierge angesehen wird, kommt Dorles zurückhaltendem Wesen sehr entgegen. Leider danken es ihr die Bewohner des Hauses nicht wirklich. Ihre Arbeit wird als selbstverständlich angesehen und Dorle ist nicht mutig genug, um für sich und ihre Wünsche einzustehen. Sie hat sich mit ihrem einfachen und einsamen Leben abgefunden, da kann auch ihr Lieferant Joe nichts dran ändern. Doch Frau Sonne aus dem 5. Stock beschließt, Dorle aus ihrer Einsamkeit zu holen und ihr zu mehr Selbstbewusstsein zu verhelfen. Dorle soll für 3 Monate in ihre Wohnung einziehen und diese hüten. Außerdem erhält sie Aufgaben von Frau Sonne, die sie zu erledigen hat, andernfalls platzt der Deal. Eher zaghaft nimmt Dorle das Angebot an und muss feststellen, dass seine eigenen Grenzen zu erweitern nicht immer angenehm ist, aber auch extrem befreiend sein kann. Dorle ist ein wirklich sehr zurückgezogener, leicht depressiver Charakter. Sie hat nie gelernt, sich für ihre Wünsche und Bedürfnisse einzusetzen. Zurückhaltung und Folgsamkeit wurden ihr schon früh anerzogen und so ist es kein Wunder, dass Dorle wie ein Fußabtreter behandelt wird. Doch Dorle entwickelt sich in diesem Buch natürlich weiter und es hat mir sehr gut gefallen, wie die Autorin das umgesetzt hat. So muss Dorle auch einige Rückschläge in Kauf nehmen, was das Buch glaubhafter macht und aufzeigt, wie schwierig es ist, sich von alten Mustern zu trennen. Die Geschichte ist wirklich schön und macht Mut. Mein einziger kleiner Kritikpunkt ist der Erzählstil, der mir mitunter zu distanziert wirkte und dafür gesorgt hat, dass ich nicht immer direkt mit Dorle überein kam. Das Buch musste ich nach den einzelnen Passagen erst mal etwas sacken lassen, bis sich mir diese dann vollständig erschlossen hatten. Anderseits hat es aber dazu geführt, dass ich mir viele Gedanken zu der Geschichte gemacht habe. Ansonsten gibt es aber wenig zu meckern. Die Handlung ist interessant und unterhaltsam aufgebaut und ich bin gerne bis zur letzten Seite dran geblieben, ohne großes Verlangen, das Buch aus der Hand zu legen. Die mitunter skurrilen Hausbewohner und die anderen Protagonisten rund um Dorle haben mich oft zum Schmunzeln gebracht und den Roman somit gut abgerundet und für ein wenig Wohlfühlflair gesorgt. Erzählt wird die Geschichte in der dritten Person, die Sichtweise bleibt dabei auf Dorle beschränkt. Die Kapitel sind als solche nicht wirklich gekennzeichnet, aber gut unterteilt durch einen schönen Kristall. Außerdem wird der Leser bei großen Änderungen in Dorles Leben direkt von der Autorin angesprochen, was mir als Stilmittel gut gefallen hat. Fazit: Susann Rehlein zeigt in diesem faszinierenden Roman, wie schwierig es ist, sich von alten Mustern zu trennen und wie befreiend es sein kann, sich selber mal etwas Gutes zu tun. Liebeswerte und skurrile Charaktere bringen besonderen Charme in die Geschichte und ich hatte ein paar sehr schöne Lesestunden mit diesem Buch. Einzig der etwas distanzierte Schreibstil hat mich manchmal etwas verwirrt. Von mir gibt es 4,5 von 5 Punkten. Inhalt aus dem Klappentext: Dorle lebt im Souterrain eines herrschaftlichen Hauses, in dem sonst nur wohlhabende, knarzige alte Leute wohnen. In Heimarbeit steckt sie für eine Kronleuchtermanufaktur Kristalle zusammen. Und sie lässt sich von ihren Nachbarn als Concierge missbrauchen, obwohl sie gar nicht die Concierge ist. Doch Dorle ist genügsam und zufrieden mit ihrem Leben. Ganz im Gegensatz zu Annegret Sonne, vierundachtzig und voller Lebenslust. Als Frau Sonne sich zu einer dreimonatigen Reise aufmacht, bittet sie Dorle, ihre Wohnung zu hüten. Schnell wird klar, dass es sich hier nicht um eine gewöhnliche Wohnung handelt. Sie hat angeblich eine Aura, es lebt ein Kater darin, der Dinge kann, die normale Kater nicht können und per Fax treffen Aufgaben für Dorle ein, die sie an den Rand des Wahnsinns bringen. Sie muss zum Sport, zu jemandem unfreundlich sein und kochen. Sogar Dates hat sie plötzlich. Gut, die Männer sind alle über achtzig, aber sie verstehen etwas von der Liebe. So hat Joe, Dorles einziger Freund, alle Hände voll zu tun, um im Rennen zu bleiben. PS: Wurde Henriette Schräubchen schon erwähnt? Nur so viel: Sie hat rosa Haare, kann Gedanken lesen und spielt eine nicht unwesentliche Rolle in dieser Geschichte. Meinung: Was macht man, wenn das Leben einem bisher nur gelehrt hat, sich ruhig und bedeckt zu halten und die Nachbarin beschließt, einen aus dem Trott herauszuholen? Dieser spannenden Frage geht Die erstaunliche Wirkung von Glück nach. Dorle ist Mitte zwanzig und lebt in einer Kellerwohnung eines einstmals herrschaftlichen Hauses. Dass Dorle von den anderen Hausbewohnern, die alle bereits das Rentenalter erreicht haben, als neue Concierge angesehen wird, kommt Dorles zurückhaltendem Wesen sehr entgegen. Leider danken es ihr die Bewohner des Hauses nicht wirklich. Ihre Arbeit wird als selbstverständlich angesehen und Dorle ist nicht mutig genug, um für sich und ihre Wünsche einzustehen. Sie hat sich mit ihrem einfachen und einsamen Leben abgefunden, da kann auch ihr Lieferant Joe nichts dran ändern. Doch Frau Sonne aus dem 5. Stock beschließt, Dorle aus ihrer Einsamkeit zu holen und ihr zu mehr Selbstbewusstsein zu verhelfen. Dorle soll für 3 Monate in ihre Wohnung einziehen und diese hüten. Außerdem erhält sie Aufgaben von Frau Sonne, die sie zu erledigen hat, andernfalls platzt der Deal. Eher zaghaft nimmt Dorle das Angebot an und muss feststellen, dass seine eigenen Grenzen zu erweitern nicht immer angenehm ist, aber auch extrem befreiend sein kann. Dorle ist ein wirklich sehr zurückgezogener, leicht depressiver Charakter. Sie hat nie gelernt, sich für ihre Wünsche und Bedürfnisse einzusetzen. Zurückhaltung und Folgsamkeit wurden ihr schon früh anerzogen und so ist es kein Wunder, dass Dorle wie ein Fußabtreter behandelt wird. Doch Dorle entwickelt sich in diesem Buch natürlich weiter und es hat mir sehr gut gefallen, wie die Autorin das umgesetzt hat. So muss Dorle auch einige Rückschläge in Kauf nehmen, was das Buch glaubhafter macht und aufzeigt, wie schwierig es ist, sich von alten Mustern zu trennen. Die Geschichte ist wirklich schön und macht Mut. Mein einziger kleiner Kritikpunkt ist der Erzählstil, der mir mitunter zu distanziert wirkte und dafür gesorgt hat, dass ich nicht immer direkt mit Dorle überein kam. Das Buch musste ich nach den einzelnen Passagen erst mal etwas sacken lassen, bis sich mir diese dann vollständig erschlossen hatten. Anderseits hat es aber dazu geführt, dass ich mir viele Gedanken zu der Geschichte gemacht habe. Ansonsten gibt es aber wenig zu meckern. Die Handlung ist interessant und unterhaltsam aufgebaut und ich bin gerne bis zur letzten Seite dran geblieben, ohne großes Verlangen, das Buch aus der Hand zu legen. Die mitunter skurrilen Hausbewohner und die anderen Protagonisten rund um Dorle haben mich oft zum Schmunzeln gebracht und den Roman somit gut abgerundet und für ein wenig Wohlfühlflair gesorgt. Erzählt wird die Geschichte in der dritten Person, die Sichtweise bleibt dabei auf Dorle beschränkt. Die Kapitel sind als solche nicht wirklich gekennzeichnet, aber gut unterteilt durch einen schönen Kristall. Außerdem wird der Leser bei großen Änderungen in Dorles Leben direkt von der Autorin angesprochen, was mir als Stilmittel gut gefallen hat. Fazit: Susann Rehlein zeigt in diesem faszinierenden Roman, wie schwierig es ist, sich von alten Mustern zu trennen und wie befreiend es sein kann, sich selber mal etwas Gutes zu tun. Liebeswerte und skurrile Charaktere bringen besonderen Charme in die Geschichte und ich hatte ein paar sehr schöne Lesestunden mit diesem Buch. Einzig der etwas distanzierte Schreibstil hat mich manchmal etwas verwirrt. Von mir gibt es 4,5 von 5 Punkten.

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  • Aschenputtel in Berlin

    Die erstaunliche Wirkung von Glück

    LibriHolly

    07. January 2016 um 17:02

    „Für Dorle geht immer die Sonne unter.“ Mit diesem Satz beginnt Susann Rehleins erstaunliches kleines Büchlein, mit dem sie ihren Lesern ihr ganz persönliches Glücksrezept an die Hand gibt: „Atmen, Schreien, Sport, Tanzen, kurz: das Energielevel anheben, alle Gefühle (auch die vermeintlich miesen) wahrnehmen und ausdrücken. Nicht so viel wollen, stattdessen genießen, was ist (falls man das denn hinkriegt). Dazu noch Inspiration fürs Hirn, ein herzliches Gegenüber, und alles ist fein.“ (so die Autorin jüngst in einem Interview mit Susanne Kasper von www.literaturschock.de) Nun, die Inspiration fürs Hirn hat sie uns ja mit diesem Roman schon einmal in die Hand gelegt, die anderen Zutaten müssen wir uns wohl oder übel alle selbst erarbeiten, so wie Dorle, die Hauptfigur von Susann Rehlein. Ein jeder muss sich selbst freikämpfen aus festgefahrenen Verhaltensmustern und selbstauferlegten Zwängen. Und von letzteren hat Dorle wahrlich genug: Berührungsängste, Helfersyndrom, Putzzwang, ein permanent schlechtes Gewisse gegenüber allem und jedem, um hier nur einige zu nennen. Dorle ist 24 Jahre alt, man könnte sie als typische graue Maus beschreiben und lebt in einer 15 m² kleinen Souterrain-Wohnung in einem typischen, altehrwürdigen Berliner Mehrfamilienhaus. Sie liebt Cappuccino, ihre Ruhe und ihre Heimarbeit, das Auffädeln der Kristalle für prachtvolle Kronleuchter. Ihre größte Schwäche: Sie schafft es einfach nicht, zu ihren Mitmenschen auch einmal „nein“ zu sagen, sich zur Wehr und durchzusetzen. So wundert es auch nicht, dass sie sich nach und nach von den Hausbewohnern in die Rolle der (praktischerweise auch noch kostenlosen) Concierge zwängen zu lassen, nur weil sie in der ehemaligen Hausmeisterwohnung lebt. (Die Betonung liegt dabei wohlgemerkt auf „ehemaligen“.) „Sie ist die Concierge der Leute, die am Leben teilnehmen.“ (S. 241) …ihr eigenes scheint Dorle leider zu verschlafen. Ein Satz so traurig, wie wahr. In diesen festgefahrenen Bahnen wäre Dorles Leben wohl auch weiterhin verlaufen, wenn sie nicht eines schönen Tages der lebenslustigen und weltgewandten Frau Sonne mit ihrer Haushälterin Henriette Schräubchen über den Weg gelaufen wäre. Diese setzt sich in den Kopf, Dorle aus ihrer misslichen Lebenslagen und ihrer engen, kleinen Welt zu befreien und sie hinauszuführen ans helle Licht des Tages, dort wo das Leben pulsiert. Doch Frau Sonne hat sich diese Aufgabe offenbar leichter vorgestellt, als sie tatsächlich ist und so steht schon bald nicht nur Dorles gesamtes Leben auf dem Kopf, sondern auch das der ganzen Hausgemeinschaft. Mit viel Charme, Humor und hier und da einem kleinen Augenzwinkern erzählt uns Rehlein diese vom Grunde her tieftraurige Geschichte. Dabei verzaubert Dorle seine Leser ähnlich wie Camille aus „Zusammen ist man weniger allein“ von Anna Gavalda diese zu verzaubern wusste. Wie Camille ist wohl auch Dorle einer der traurigsten Menschen der Welt, doch in dieser Traurigkeit wächst sie dem Leser schnell ans Herz, weil eben nicht jeder Mensch stark geboren ist und manchen der Start ins Leben auch nicht einfach gemacht wird. Eine Tür und sieben Stufen trennen Dorle von den anderen und von dem Rest der Welt - vom Leben, und als Leser will man ihr die ganze Zeit nur zurufen: „Steh auf, mach die Türe auf und lass die Welt herein…!“ Doch so einfach ist das eben manchmal nicht. Ein Buch, das zeigt, wie wichtig es ist, sein Leben auch wirklich aktiv zu leben, jeden Tag aufs Neue mit einem Lächeln zu begrüßen (auch wenn es manchmal schwer fällt) und das Leben in vollen Zügen zu genießen. Geschrieben von einer Autorin, die es aufs Beste versteht, sich in ihre Figuren hineinzuversetzen und ihnen eine einzigartige Stimme verleiht und ihnen zum Beispiel so wundervolle Worte wie Frau Schräubchen auf S. 171 in den Mund legt: „Wenn das Leben dir Limetten gibt, mach Gelee draus, aber vergiss nicht zu fragen, ob du das nächste Mal Brombeeren haben kannst oder ob das jetzt schon alles war.“ Ein Buch, innen so schön wie außen. Ach ja, und wer bisher noch nicht wusste, was ein Wolpertinger ist (absolut bayerisches Basiswissen), der wird es hier erfahren. „Das walte Hugo!“

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  • Märchenhafte Geschichte über das Glück

    Die erstaunliche Wirkung von Glück

    krimielse

    Susanne Rehlein erzählt in diesem hübschen Buch eine herzerwärmende, traurige, liebevolle, manchmal skurrile und märchenhafte Geschichte über das Glück, gespickt mit schrulligen Figuren und ebensolchen Aussagen. Die 24jährige Dorle lebt in einem hochherrschaftlichen Berliner Haus im Souterrain in der Concierge-Wohnung auf 15 Quadratmetern, steckt in Heimarbeit Kristalle für funkelnde Kronleuchter zusammen und erledigt für die übrigen wohlhabenden und recht skurrilen Hausbewohner unentgeltlich Aufgaben. Als ehemaliges Heimkind ist sie eine graue Maus mit großen Berührungsängsten, die von der Umgebung nicht wahrgenommen wird, zu der man nicht bitte und danke sagt und die einen pingelig genau geplanten Tagesablauf lebt. Ihr gesellschaftlicher Kontakt außer dem Grüßen der Hausbewohner und dem täglichen Metbrötchen in der Fleischerei besteht aus 10 Minuten wöchentlichem Treffen mit Joe in ihrer Wohnung, dem Lieferanten der Kristalle für die Heimarbeit, der durch seine Zappeligkeit und Plappereien wie ein Wirbelwind ihre Mini-Wohnung und ihre Gedanken durcheinanderbringt. Märchenhaft wie bei Aschenbrödel tritt eine gute Fee in Form der exzentrischen Hausbewohnerin Frau Sonne auf, die Dorle bittet, für drei Monate gegen sehr gute Bezahlung ihre Wohnung zu hüten, solange sie im Urlaub ist, und für sie Aufgaben zu erledigen, die per Fax täglich geschickt werden. Daß es sich dabei um Dinge wie Klangschalentherapie für Pflanzen, Italienisch Essen Gehen mit 80jährigen Callboys und Hefezopfbacken handelt und dass Dorle den Platz und den Luxus der Wohnung allmählich immer mehr genießt, gehört genauso zum Plan von Frau Sonne wie die Bedingung, von keinem anderen Bewohner Aufträge anzunehmen und sich nicht in die winzige Souterrain-Wohnung zurückzuziehen. Graue Maus trifft auf rosa Zuckerwatte lässt sich der Wandel von Introvertiertheit, Dulden und Schweigen zu Genussfähigkeit, Gefühlsausbrüchen, Freude und Lachen, den Dorle im Laufe der Geschichte mit vielen Steinen und Steinchen gespickt durchlebt, beschreiben. Man möchte diese eckige kleine Frau am Anfang schütteln und rütteln, dass sie aufwacht und sich vom oberflächlichen Plätschern ihres Lebens wegreißen lässt. Anfangs ziemlich zaghaft, später mutiger und fordernder stellt sich Dorle den Aufgaben, der schrulligen Hausgemeinschaft und ihrem Leben. Dabei erfährt sie Schönes und Trauriges, Glück eben. Ich verstehe das Buch nicht als Anleitung zum Glücklichsein, sondern als schönes Märchen vom Glück. Zwar spielen bei Dorles Person psychologische Ansätze eine Rolle, bei denen man sich als Leser Gedanken macht, woher ihre depressiven Stimmungen, Berührungsängste, der Reinigungszwang und das Dulden herrühren, doch ich denke, dass das Buch nicht in dem Sinne aufrütteln und anregen will, dass eigentlich nur der eigene Wille und Antrieb zählt. Man begleitet Dorle einfach ein Stück ihres Weges, lernt in ihrem Umfeld viele schräge und exzentrische Menschen kennen ( von denen die meisten das Rentenalter erreicht haben ), bekommt nebenbei zwei zauberhafte und unglaublich schöne Liebesgeschichten erzählt, wobei eine viel Zuversicht auf das Altern vermittelt, und kichert die ganze Zeit über die Verdrehtheit und Verrücktheit von Dorles Gedanken und ihrer ganz eigenen Logik. Die Sprache, in der Susanne Rehlein schreibt, hat ihren ganz eigenen Rhythmus und Stil und passt für mich perfekt zu Dorle in ihrer kleinen Welt. Das habe ich am Buch besonders genossen, weil es für mich ein sehr ungewöhnlicher und witziger Schreibstil ist, der mich sehr oft zum Kichern brachte. "Wer sich mit Arztseife wäscht, muss nicht zum Arzt." Natürlich ist das Quatsch. Anderseits war sie tatsächlich kaum je krank, höchstens mal an der Seele oder dem Geist..." Oder Äußerungen, die Dorle anderen entlockt: "Ich bin 87 , aber das Wort sexy hat im Zusammenhang mit mir noch nie jemand gebraucht." Fazit: Wer sich auf eine leicht verrückte, märchenhafte und in meinen Augen nicht ganz so tiefgründige Geschichte einlassen möchte, dem sei dieses Buch empfohlen.

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    • 5
  • Gewinnt die 15 Lieblingsbücher des LovelyBooks-Teams aus dem Jahr 2015!

    Lua und die Zaubermurmel

    Daniliesing

    Die Vorweihnachtszeit ist doch die schönste Zeit im Jahr für tolle Buchempfehlungen, oder? Da es ja schon eine kleine Tradition geworden ist, möchten wir vom LovelyBooks Team euch auch 2015 wieder unsere Lieblingsbücher des Jahres empfehlen und einen von euch sogar mit einem Buchpaket, das alle 15 Bücher enthält, glücklich machen! Bevor es mit den einzelnen Lieblingsbüchern losgeht, möchten wir euch aber ein wunderbares Kinderbuch ans Herz legen, das uns alle bezaubert hat und das Klein und Groß mit seiner berührenden Geschichte in seinen Bann zieht! "Lua und die Zaubermurmel" ist unser gemeinsamer Buchtipp für das Jahr 2015. Unsere Buchempfehlungen: 1. kultfigur empfiehlt: "Unterwerfung" von Michel Houellebecq Ein hochinteressantes Gedankenspiel zum schlummernden Konfliktpotential in unserer Gesellschaft und der Anpassungsfähigkeit des Einzelnen. Zeitlos und aktuell zugleich. Für mich ein geniales Buch, gerade weil es stellenweise auch banale und langweilige Seiten hat - denn so sind wir Menschen nunmal. 2. Daniliesing empfiehlt: "Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel" von Bradley Somer Ein Goldfisch fällt aus dem 27. Stock - vorbei an den vielen Fenstern des Hochhauses und den Geschichten der Menschen dahinter. Gekonnt verknüpft Bradley Somer die einzelnen Schicksale dieser Menschen - mal ganz gewöhnlich, mal total abstrus und verbindet sie zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk, das man in dieser Form bestimmt noch nicht gelesen hat! Genial! 3. TinaLiest empfiehlt: "Im Frühling sterben" von Ralf Rothmann Ralf Rothmann hat mich mit seinem sprachlich sehr beeindruckenden Roman "Im Frühling sterben" aus einer Leseflaute geholt: Ich habe ebenso gebannt wie erschüttert von den Erlebnissen des Protagonisten Walter während der letzen Monate im zweiten Weltkrieg gelesen & auch nach dem Lesen hat mich der Roman nicht so schnell losgelassen. Ein beeindruckendes, leises und sehr starkes Buch! 4. doceten empfiehlt: "Chaos" von David Mitchell In "Chaos" erzählt David Mitchell in neun Geschichten über den freien Willen des Einzelnen in einer deterministisch-chaotischen Welt - nicht das kleinste Thema für einen Debütroman. Nahezu mikroskopisch klein sind jedoch oft die verbindenden Elemente zwischen den Geschichten, bis sie sich in ein großes Ganzes fügen, das wir wohl Leben nennen. Wer die Erzählweise aus dem bekannteren "Cloud Atlas" mag, wird auch von "Chaos" begeistert sein - ich bins! 5. Malista empfiehlt: "Die schönste Art, sein Herz zu verlieren" von Mamen Sánchez Es gibt Bücher, die liest man und am Ende waren sie gut. Und es gibt Bücher wie Mamen Sanchez' "Die schönste Art sein Herz zu verlieren", erschienen im Thiele Verlag, welches einen auf eine Reise mitnimmt, die niemals enden soll! Die Faszination des Buches liegt in den pointierten Beschreibungen der Protagonisten, ihrer Herkunft und ihrer Lebensstile, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Unbedingt lesen! 6. ValerieLiebtLesen empfiehlt: "Das achte Leben (Für Brilka)" von Nino Haratischwili Ich habe das Familienepos dieses Jahr im Sommerurlaub in Portugal gelesen und war vom ersten Moment an gefesselt von dieser spannenden Geschichte rund um acht beeindruckende Frauenfiguren. Die 1200 Seiten habe ich verschlungen und danach war ich fast ein wenig wehmütig, dass die Geschichte "schon" rum war. Grandios! 7. Sophia29 empfiehlt: "Das Geheimnis des weißen Bandes" von Anthony Horowitz In diesem Jahr bin ich auf den Sherlock Holmes-Geschmack gekommen. Deswegen zählt „Das  Geheimnis des weißen Bandes“ von Anthony Horowitz zu meinen absoluten Lesehighlights 2015. Die ersten Seiten dieses Buches haben ausgereicht, um mich voll und ganz in seinen Bann zu ziehen:   London im November 1890 – der unvergleichliche Detektiv Sherlock Holmes und sein alter Freund Dr. Watson setzen alles daran, das Geheimnis um „Das weiße Band“ schnellstmöglich zu lüften, um   weitere Morde zu verhindern. Ich habe die beiden wirklich gerne auf ihrer Verfolgungsjagd begleitet und von Seite zu Seite mehr der Auflösung dieses dubiosen Falls entgegengefiebert. Dieses Buch bietet nicht nur durch und durch sympathische Protagonisten und einen einzigartigen Stil des Autors, sondern garantiert vor allem auch Spannung bis zum Schluss. 8. HannaBuecherwurm empfiehlt: "Der Name des Windes" von Patrick Rothfuss Lasst euch nicht vom schleppenden Anfang des Buches trügen! Sobald ihr diesen einmal hinter euch habt, wird euch das Buch vollkommen fesseln und bis zur letzten Seite nicht mehr loslassen. Vor allem der originelle Schreibstil macht dieses Buch aus, macht euch darauf gefasst, wiederholt in Lachen ausbrechen zu müssen. Das Buch ist der Auftakt zu einem fantastischen Fantasy-Epos, auf dessen Fortsetzung ich nun richtig gespannt bin! 9. aba empfiehlt: "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie Gegen Ende des Jahres nur ein Lieblingsbuch zu nennen, fällt einem oft schwer, wenn fast jedes gelesene Buch diese Auszeichnung verdienen könnte. Dieses Mal ist es bei mir nicht so, ich musste keine Sekunde lang überlegen, die Entscheidung stand schon im Frühjahr fest. "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie ist mein absolutes Lieblingsbuch aus 2015. Für so viel Leidenschaft, so konsequente und menschliche Charaktere, und eine glaubhafte und spannende Entwicklung habe ich dieses Buch sehr geliebt. 10. Kathycaughtfire empfiehlt: "Wer die Nachtigall stört ..." von Harper Lee Eines der Bücher, das man in seinem Leben unbedingt gelesen haben sollte. Es ist ein Klassiker der amerikanischen Literatur, aber einer, den man schlichtweg lieben muss. Die Geschichte ist wunderschön, die Botschaft nach wie vor eine unglaublich wichtige und Harper Lee eine grandiose Autorin. 11. markusros empfiehlt: "Vom Inder, der auf dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr, um dort seine große Liebe wiederzufinden" von Per J. Andersson Das Buch und speziell der so mutige Pikay haben mir die eigene Lust am Abenteuer und an fernen Ländern nicht nur in den Lesestunden zurückgebracht. Ich bewundere den Mut, sich aus Überzeugung für eine Sache in Situationen zu begeben, ohne vorher alle Eventualitäten intellektuell durchdacht und durchdrungen zu haben. 12. Tree_Trunks empfiehlt: "Altes Land" von Dörte Hansen Für mich ist "Altes Land" von Dörte Hansen eines der besten Bücher 2015 gewesen. Die Geschichte beschreibt die kleinen Wunden, die sich die Generationen einer Familie gegenseitig zufügen können und erzählt von der Bürde der Vergangenheit. Gleichzeitig hat Dörte Hansen einen tollen Humor, der mich wirklich laut zum Lachen gebracht hat und der von einer ungetrübten Menschenkenntnis zeugt. Ein großartiges Buch über menschliche Stärken und Schwächen! 13. Tasmetu empfiehlt: "Ich bin Malala" von Malala Yousafzai Dieses Buch war so viel mehr als das, was ich erwartet habe und ließ mich tief berührt und nachdenklich zurück. Es ist die Geschichte des Swat Lands, es ist die Geschichte der Taliban, des Islams, es ist die Geschichte ihres Dorfes, ihrer Eltern, ihrer Freunde, ihrer Heimat, ihrer Flucht. Sympathisch, aufrüttelnd, aktuell. 14. nordbreze empfiehlt: "Bora" von Ruth Cerha Die Frankfurter Verlagsanstalt sollte dieses Buch nur zusammen mit einem Flugticket nach Kroatien verkaufen. Obwohl ich schon immer eine Wasser-Sehnsucht hatte, war diese noch nie so stark wie beim Lesen von "Bora". Ich möchte auch eine Insel erkunden, klettern, schwimmen, Wein trinken (ich mag gar keinen Wein ..) und Fisch essen. Ruth Cerha beschreibt das Inselleben einfach, alltäglich, aber trotzdem prägnant, so dass man das Gefühl hat, schon einmal dort gewesen zu sein (was ich für mich ausschließen kann. Ich war noch nie in Kroatien). Hinzu kommen mit Mara und Andrej zwei unaufdringliche Protagonisten, deren Liebesgeschichte so dezent aufgestellt ist, eigentlich will ich das gar nicht Liebesgeschichte nennen. Zwischen den beiden herrscht einfach eine große Vertrautheit, die ohne große Worte auskommt. Seid ihr neugierig auf unsere 15 Lieblingsbücher 2015 geworden? Dann habt ihr bis einschließlich 6. Januar Zeit, bei der Verlosung eines tollen Buchpakets mit allen 15 Büchern mitzumachen. Jetzt müsst ihr uns über den "Jetzt bewerben"-Button ganz oben nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Da wir selbst immer so gerne Bücher verschenken, würden wir von euch gern wissen, welche Bücher ihr dieses Jahr zu Weihnachten verschenkt und wieso ihr euch für genau diese entschieden habt? Welche sind eure Buchgeschenktipps des Jahres? Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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    • 990
  • Challenge: Literarische Weltreise 2016

    Euphoria

    Ginevra

        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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    • 1702
  • Wundervoll und tiefgründige Liebes- und Lebensgeschichte

    Die erstaunliche Wirkung von Glück

    MartinFischer

    Dorle, eine 24-jährige Frau, lebt im Souterrain eines Berliner Hauses, in dem hauptsächlich Rentner wohnen. Ihren kargen Lebensunterhalt verdient sie mit dem Auffädeln von Kronleuchterkristallen. Ansonsten wird sie von den Hausbewohnern als Dienstmädchen und Fussabtreter missbraucht … wobei … Dorle lässt sich alles gefallen. Sie möchte und kann an diesem Zustand nichts ändern. Bis sie Frau Sonne aus dem 5. Stock kennenlernt und von ihr ein einmalig grosszügiges Angebot erhält: sie soll während deren Abwesenheit in ihrer grossen Wohnung wohnen, muss aber ein paar Auflagen in Kauf nehmen. Selber ein Autor, verneige ich mich vor dem schönen und flüssigen Schreibstil dieses Buches. Obwohl er vordergründig allen Regeln des Spannungsaufbaus zuwiderläuft, zieht einen die Geschichte sofort in ihren Bann und lässt nicht mehr locker, bis man die letzte Seite gelesen hat. Die Protagonistin macht eine wundervolle Veränderung durch. Vom grauen, unsichtbaren Aschenputel mausert sie sich durch viele Schmerzen und Tränen zur Prinzessin, die ansatzweise schon glänzt und schimmert. Die Geschichte könnte ruhig noch weitergehen. Die Geschichte hat mich vordergründig nicht so sehr emotional berührt. Doch hat mich das Schicksal von Dorle sehr angesprochen. Das kann nur jemand nachvollziehen, der selber jahrelang unter Missachtung, Ablehnung und Minderwertigkeitsgefühlen gelitten hat. Die äussere Aufmachung von Effi Schräubchen erinnerte mich stets an Effie Trinket aus den Hunger Games. Frau Sonne blieb völlig farblos im HIntergrund, während ich mir Joe Tornado sehr gut vorstellen konnte. Von Dorle erhielt ich äusserlich kein konkretes Bild, dafür sah ich ihr inneres Wesen klar vor mir. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter. Es ist nicht ein Liebesroman im herkömmlichen Sinn, eher der Weg einer vom Schicksal zerknautschten Person, die anfängt, zu leben. 5 Sterne – Super Roman! Kauf. Das. Buch. Erstellt mit dem Rezensionsgenerator: http://autor-martin-fischer.ch/bisherige-rezensionen/

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    • 3
  • Die erstaunliche Wirklung von Glück

    Die erstaunliche Wirkung von Glück

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Dies ist die Geschichte von Dorle. Sie lebt im Souterrain eines herrschaftlichen Hauses, in dem sonst nur wohlhabende, knarzige alte Leute wohnen. In Heimarbeit steckt sie für eine Kronleuchtermanufaktur Kristalle zusammen. Und sie lässt sich von ihren Nachbarn als Concierge ausnutzen, obwohl sie gar nicht die Concierge ist – aber was soll man machen, wenn plötzlich acht Topfpflanzen vor der Tür stehen mit dem Hinweis »Bitte gießen, verreise. MfG Bock«? Doch Dorle ist genügsam und zufrieden mit ihrem Leben. Ganz im Gegensatz zu Annegret Sonne, 84 und voller Lebenslust. Als Frau Sonne sich zu einer dreimonatigen Reise aufmacht, bittet sie Dorle, ihre Wohnung zu hüten. Nicht ohne Hintergedanken trägt sie ihr auf, genau die Dinge zu tun, mit denen sich die alte Dame sonst das Leben schön macht: im Bett Filme gucken und Pralinen essen, Wellnesstermine wahrnehmen, köstliche Gerichte kochen. Für jemanden wie Dorle ist das ganz schön herausfordernd. Sogar Dates hat sie plötzlich. Gut, die Männer sind alle über achtzig, aber sie behandeln sie wie eine Dame. So hat Joe, Dorles einziger Freund, alle Hände voll zu tun, um im Rennen zu bleiben. Doch dies wäre keine gute Geschichte, wenn es nicht ein paar Umwege und Sackgassen gäbe auf dem Weg zum zum Happy End, oder? Dorle lebt sehr zurückgezogen in ihrer Souterrain-Wohnung, sie arbeitet, indem sie zuhause Kristalle zusammensteckt und hat für ihren Geschmack genug Besuch, von Joe, der Fahrer der Kronleuchtermanufaktur, der einmal die Woche kommt, ihre fertigen Kristalle abholt und neue Arbeit bringt. Das ist genug Kontakt für Dorle’s Geschmack, mehr braucht sie nicht. Bis sie eines Tages Kontakt zu Frau Sonne und frau Schräubchen bekommt, die im 5. Stock des Hauses wohnen. Frau Sonne fährt für 3 Monate in den Urlaub und benötigt Dorle, um ihre Wohnung zu hüten. Gleichzeitig schickt sie ihr per Fax „Aufträge", die sie erledigen soll. Klangschalentherapie für die Pflanzen, zur Massage gehen, ins Fitness-Studio sowie zum Essen gehen mit zwei über 70-jährigen Herren vom Escort-Service. Anfangs wundert Dorle sich über diese merkwürdigen Aufträge, bis sie plötzlich Gefallen daran findet. Langsam aber sicher verändert Dorle sich, sich fängt an, dass Leben, die neuen Aufgaben, die vermehrten Kontakte die sie knüpft zu genießen und wünscht sich nun auch plötzlich Joe an ihrer Seite, der sie vorher eigentlich nur genervt hatte. Auch den anderen fällt die veränderte Dorle auf, und sie hat plötzlich ganz andere Bedürfnisse, als ganz allein in ihrer kleinen Concierge-Wohnung zu sitzen. Susann Rehlein hat mit wunderschönem Sprachstil und Humor einen wirklich tollen Roman geschrieben, der über die versteckte Magie zu Herzen geht. Ich wollte Dorle anfangs in den Arm nehmen und sie trösten, gleichzeitig wollte ich sie schütteln, damit sie sich nicht herumschubsen und schlecht behandeln lässt. Ich habe mit Dorle gelitten und mich mit ihr gefreut, ihre Empfindungen nachvollziehen können und auch das Ende hat mich sehr berührt. Dieser Roman lädt nicht nur zum schwärmen für die schöne Geschichte sondern auch zum träumen ein, für das Glück und was es mit einem macht. Eine besonderes und schönes Lesevergnügen mit einem Hauch Magie.

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    • 2

    Cridilla

    20. December 2015 um 04:36
  • Es sind die Menschen, die das Leben lebenswert machen

    Die erstaunliche Wirkung von Glück

    LimitLess

    17. December 2015 um 10:25

    Dorle fühlt sich wohl in ihrer kleinen Welt, in der sie kaum Kontakt zu anderen Menschen hat, in der sie nicht fühlen muss, ein ausgereiftes Helfersyndrom hat und von den Menschen mehr oder weniger ausgenützt wird. Manchmal war Dorles Charakter (echt) ein bisschen übertrieben dargestellt. Dies zeigt aber auch schön die Verwandlung, die sie durchmacht. Natürlich, ein bisschen vorhersehbar ist die ganze Geschichte schon, aber auf eine so herzerwärmende Art, dass ich sie mir nicht entgehen lassen wollte. Zwei oder dreimal spricht die Autorin direkt zu den Leserinnen und Lesern. Sie kommentiert Dorles Geschichte, wie in einem Märchen. Frau Sonne (ihr seht, die Namen haben auch einen gewissen Charakter für sich) sieht Dorles einsames Leben und beschließt, sie da raus zu holen. Sie spielt ein bisschen mit ihr, was eh auch nicht immer so positiv aufgenommen wird. Aber sie hat ja nur gute Absichten. Die Eigenheiten der älteren Personen in Dorles Leben (und es sind fast nur ältere) sind sehr amüsant und ich musste ein paar mal Grinsen. Auch Dorle wird zeitweise sehr lustig dargestellt. Sie hat einen sehr sympathischen Charakter. Die Autorin hat mich von Anfang an mit ihrem Wortzauber in den Bann gezogen und die Magie ihrer Geschichte hat sich durchs ganze Buch gezogen. Ihr flüssiger Schreibstil hat Dorle und ihre Mitmenschen lebendig gemacht. Die Geschichte ist keine klassische Liebesgeschichte, auch wenn die Liebe zentral erscheint. Es ist eine Geschichte der Selbstfindung und Wiederentdeckung wie wunderbar das Leben sein kann, wenn man sich den Menschen öffnet. Die Geschichte von Dorle hätte noch länger weiter gehen können. Ich hätte gerne noch mehr von ihr erfahren. Fazit Eine bezaubernde Geschichte über eine junge Frau, die sich selbst finden muss und über ein paar ältere Menschen,  die im selben Haus wohnen und ihr dabei helfen. Bezaubernde Menschen und eine zarte Liebe, abgerundet durch einen tollen Schreibstil: Top Lesevergnügen!

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