Susanna Alakoski Bessere Zeiten

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Inhaltsangabe zu „Bessere Zeiten“ von Susanna Alakoski

Als Leena und ihre Familie eine neue Wohnung finden, scheint sich alles zum Guten zu fügen. Drei Zimmer mit Balkon, Parkett und Farbfernseher, ein Spielplatz direkt vor der Tür. Doch bei den Schweden heißt das neue Viertel für die finnischen Gastarbeiter abfällig „Schweinehäuser“. Die Eltern sind arm. Und sie trinken. Wo ist Leenas Platz in dieser Welt? Einfühlsam beschreibt das Bestsellerdebüt Kinderarmut in der Wohlstandsgesellschaft, mitten im südschwedischen Ystad, wo sonst Wallander seine Fälle löst. Die Brisanz reicht weit über die 1960er und 1970er Jahre hinaus.

Der berührende schwedische Bestseller erzählt aus der Perspektive der kleinen Leena von Überlebensstrategien, Hoffnungen und Freundschaft.

— Barbara62

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  • Alles, nur kein Bullerbü

    Bessere Zeiten

    Barbara62

    Kindheit in Schweden assoziieren wir mit Bullerbü, doch bei Leena gibt es in den 1960er- und 1970er-Jahren keine heile Welt. Als Kind finnischer Gastarbeiter lebt sie in der Sozialsiedlung Fridhem in Ystad, umgeben von Armut und Alkoholismus. Ihre Eltern sind Quartalssäufer, auf Perioden der Normalität folgen schwere Abstürze und die Abwärtsspirale dreht sich immer schneller. Alle Versuche von Leena, Hilfe von außen zu bekommen, scheitern kläglich. Der berührende schwedische Bestseller erzählt aus der Perspektive der stillen Heldin Leena von Überlebensstrategien, Hoffnungen und der Macht der Freundschaft. Susanna Alakoski ist selber Kind finnischer Gastarbeiter in Schweden, war Sprecherin der schwedischen Linkspartei und ist Sozialarbeiterin. Ihr Roman, der keine Autobiografie ist, wird in Schweden als Ausbildungslektüre für Lehrer, Sozialarbeiter und Polizisten empfohlen. Die Thematik hat mich an das Buch "Das Mädchen" von Angelika Klüssendorf erinnert, wobei mir die Bearbeitung von Susanna Alakoski noch  deutlich besser gefallen hat. Sehr empfehlenswert ist auch der Film zum Buch.

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    • 3

    engineerwife

    03. July 2015 um 10:58
  • Leena

    Bessere Zeiten

    walli007

    28. December 2013 um 10:31

    Es gibt nüchterne Zeiten und besoffene Zeiten, so sieht es jedenfalls Leena. Mit ihren Eltern war es schon immer so, so lange sie denken kann. Als sie gemeinsam mit den Eltern, zwei Brüdern, Hund und Katze eine neue Sozialwohnung zugewiesen bekommt, scheint es für einige Zeit besser zu werden. Leena findet Freundinnen, in der Schule ist es toll, sie gehört dazu. Doch immer wieder gibt es die besoffenen Zeiten, dann übernachtet sie manchmal bei einer Freundin. Allerdings ist deren Mutter auch nicht immer nüchtern. Kleine Erfolgserlebnisse wechseln sich mit längeren Phasen der Tristesse. Schließlich ist Leena froh als die Fürsorge kommt. Was für eine Kindheit, so etwas möchte man nicht einmal im Traum erleben, es wäre ein Albtraum. Leena kämpft sich durch ihre Kindheit. Die Eltern sind finnische Gastarbeiter, die es auch in Schweden zu nichts gebracht haben. Der Vater arbeitet zwar, aber eher in einer geschützten Werkstatt, und wenn er säuft, säuft er und die Mutter folgt ihm nach. Je älter Leena wird, desto kürzer werden die nüchternen Phasen, desto mehr muss Leena die Schweinerei aufräumen. Wie eklig können Eltern werden und doch bleiben sie die Eltern. Leena versucht durchzuhalten. Mit vierzehn übernachtet sie zum ersten Mal nicht mehr daheim und mit sechzehn will sie ausziehen, so wie die ältere Schwester ihrer Freundin es getan hat. Der Leser klammert sich ebenso wie Leena an diese Hoffnung.  Welche Freude ist es, ein normales Elternhaus zu haben. Klar Probleme gibt es immer, aber wie klein werden die doch bei der Lektüre dieses Buches. Da kann man die kleinen Streitereien fast genießen, in dem Wissen, dass die nüchternen Zeiten doch bei weitem überwiegen, dass man keine Spendenkleidung auftragen musste, dass immer gutes Essen auf dem Tisch stand, immer jemand da war, der ein gutes Wort übrig hatte und man sich nie vor den eigenen Eltern ekeln musste. Ja, welch glückliche Kindheit war einem doch vergönnt, ein Danke dafür. Aus der Sicht eines Kindes geschildert, ist dieses Buch keine leichte Kost, dafür aber absolut lesenswert.

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