Susanna Bonasewicz

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Cover des Buches Hexen unter Verdacht: Bibi Blocksberg 134 (ISBN: B08CDZBSRP)S

Rezension zu "Hexen unter Verdacht: Bibi Blocksberg 134" von Klaus-Peter Weigand

Wichtiges Thema verschenkt
SternchenBlauvor einem Jahr

Als ich die Vorankündigung zu dieser neuesten Bibi Blocksberg-Folge gelesen habe, habe ich mich richtig gefreut. Und auch die Hörprobe, die mein Sohn sofort hören wollte, hat uns gut gefallen. „Hexen unter Verdacht“, da musste ich gleich an andere Formen der Diskriminierung denken und ich fand wichtig, das dieses Thema auch für Kinder beleuchtet wird. 

Mein Sohn hat sich super auf die Folge gefreut, sie von seinem Taschengeld gekauft und natürlich gleich nach dem nach Hause bringen hören wollen.

Zunächst hört sich das ja auch noch gut an. Nach und nach machen die Nachbar:innen die beiden Hexen Barbara und Bibi für alles verantwortlich, was nicht so gut klappt. Auch auf Argumente hören sie nicht. Vater Bernhard Blocksberg überlegt sogar wegzuziehen, aber Mutter Barbara will sich nicht vertreiben lassen. Schon hier wird die tiefe Tragik dahinter nicht wirklich deutlich.

Richtig problematisch wurde es, als die schuldigen Hetzenden gefunden sind – löst sich alles total schnell in Wohlgefallen auf: „Haha, ja stimmt, so ist das, ’tschuldigung, war nicht so gemeint.“ Das erinnert mich an Geschichten über „nette Nazis“, die doch einfach mal nur eine:n „Ausländer:in“ (sic!) Kennenlernen müssten und schwupps, sind sie schon wieder „geheilt“, als wäre Diskriminierung eine Krankheit. Und auch die Mitläufer:innen, alle, die sich haben instrumentalisieren lassen, kommen ebenso vom Haken. 

Wenn in anderen Folgen „böse“ Hexen vorkommen wie Malicia, dann bleibt die Sühne halt immer innerhalb der Zauberwelt. Doch auch Bibis Entführer und andere sind schon mit der Polizei abgeführt worden. Immerhin haben die Täter:innen auch hier echte, boshafte Straftaten ausgeführt: Sachbeschädigung, Verleumdung, Rufmord. So wirkt das wie ein Kavaliersdelikt und Diskriminierung wird eh schon zu häufig verharmlost. Und dann wird der Vergleich zu echte Diskriminierung, also jenseits von der Diskriminierung von Hexen, nicht einmal aufgemacht. Vielleicht ist das am Ende ganz gut, weil es einfach so schlecht umgesetzt wurde.

Mein Sohn hat die Geschichte übrigens aufs Erste ganz gerne gehört – was Teil des Problem ist. Ja, das hört sich so weg, und wir bekommen eben nicht mit, wie wichtig es ist, dass wir als Gesellschaft zu Diskriminierung viel klarer Stellung beziehen müssen. Er hat die problematischen Punkte dann schon gesehen, aber das muss man dann als Eltern auch erstmal wieder geradebügeln. Diese CD möchte ich nicht mal auf dem Flohmarkt verkaufen oder sonst irgendwie weitergeben.

Ja, ich weiß, das ist eine Kindergeschichte. Aber wenn man solch wichtige Themen nicht adäquat erzählen kann, dann sollte man es besser ganz lassen. So bleibt das schale Gefühl zurück und der Ärger darüber, dass hier wirklich eine wichtige Chance verschenkt wurde, in einer Reihe, die viele Kinder mit Begeisterung hören, ein wichtiges Thema anzusprechen. Daher wollte ich zunächst nur die Minimalwertung von 1em Stern. Für den Versuch ein wichtiges Thema anzusprechen, vergebe ich aber noch einen Zusatzpunkt. Aber beim nächsten Mal dann bitte richtig – oder gar nicht!

Kommentare: 17
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Cover des Buches Ein sensationelles Team: Bibi Blocksberg 129 (ISBN: B07TTP54NG)S

Rezension zu "Ein sensationelles Team: Bibi Blocksberg 129" von Klaus-Peter Weigand

Mittelmäßige Folge
SternchenBlauvor 2 Jahren

Mein 8jähriger Sohn findet:

Die Folge heißt ja: „Ein sensationelles Team“. Aber Bibi Blocksberg hat das meiste gemacht. Karla Kolumna hat immer nur gesagt: „Das könnte auch von mir sein.“ Ich glaube, Bibi hätte die Aufgabe auch fast alleine hinbekommen, und dann passt das nicht zum Titel.

Den Schluss fand ich ganz gut, als sich alle für die Bäume einsetzen haben. Und die Lösung gegen die Böse fand ich megawitzig.

Aber wie Bibi und Karla alles herausfinden, war eher mau. Es gibt Folgen, die mir viel besser gefallen. Daher vergebe ich 3 Sterne.

Meine Erwachsenen-Meinung:

Hier gibt es bei „Bibi Blocksberg“ mal wieder eine Provinzposse, in der der Bürgermeister diesmal aber besondres kurzsichtig agiert, weil er (mal wieder) ein größeres Luxusauto haben will. Bibis Recherche nach den Hintergründen fanden wir beide eher unmotiviert und die war ziemlich viel hin und her. Dabei wurde auch nicht wirklich logisch erklärt, wann Bibi hext und wie viel.

Und witzige Stellen gab es jetzt auch nicht sehr viele.

Was mir hier durchaus gut gefallen, dass es mal wieder eine weibliche Bösewichtin gibt, die „mit allen Wassern gewaschen“ ist, wie es auch im Hörspiel heißt. Zum Schluss fügte sich dann doch noch alles gut zusammen, als das Thema Umweltschutz mit reinspielte – und die Zivilgesellschaft gemeinsam den Umschwung herbeiführen kann. Sonst hätte ich sogar nur 2 Sterne vergeben.

Fazit

Mittelmäßige „Bibi“-Folge, die wir jetzt sicherlich nicht sehr oft anhören werden. 3 von 5 Sternen.

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