Susanna Clarke

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Susanna ClarkeJonathan Strange & Mr. Norrell
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Jonathan Strange & Mr. Norrell
Jonathan Strange & Mr. Norrell
 (174)
Erschienen am 01.09.2004
Susanna ClarkeDie Damen von Grace Adieu
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Die Damen von Grace Adieu
Die Damen von Grace Adieu
 (28)
Erschienen am 21.02.2008
Susanna ClarkeJonathan Strange & Mr. Norrell: Roman
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Jonathan Strange & Mr. Norrell: Roman
Jonathan Strange & Mr. Norrell: Roman
 (5)
Erschienen am 14.01.2016
Susanna ClarkeJonathan Strange & Mr. Norrell
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Jonathan Strange & Mr. Norrell
Jonathan Strange & Mr. Norrell
 (0)
Erschienen am 04.08.2016
Susanna ClarkeJonathan Strange and MR Norrell
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Jonathan Strange and MR Norrell
Jonathan Strange and MR Norrell
 (98)
Erschienen am 03.02.2015
Susanna ClarkeThe Ladies of Grace Adieu
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The Ladies of Grace Adieu
The Ladies of Grace Adieu
 (13)
Erschienen am 01.09.2007
Susanna Clarke[Jonathan Strange 3-Vol. Collector's] [by: Susanna Clarke]
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[Jonathan Strange 3-Vol. Collector's] [by: Susanna Clarke]
Susanna ClarkeJonathan Strange & Mr. Norrell: A Novel
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Jonathan Strange & Mr. Norrell: A Novel

Neue Rezensionen zu Susanna Clarke

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TamiraSs avatar

Rezension zu "Jonathan Strange & Mr. Norrell" von Susanna Clarke

Jonathan Strange & Mr. Norrell - eine Biografie
TamiraSvor 3 Monaten

„Er wünschte, er wäre in Hurtfew Abbey geblieben, um zu seinem eigenen Vergnügen zu lesen und zu zaubern. Nichts, so dachte er, war den Verlust von vierzig Büchern wert.“

 

Die theoretischen Zauberer von York sind außer sich: zum ersten Mal seit unzähligen Jahren scheint ein praktischer – ein richtiger, ein wahrer! – Zauberer in England zu leben, und das schon seit einiger Zeit, ohne dass dieser der Gilde seine Aufwartung gemacht hätte!

Für die theoretischen Zauberer ein Ding der Unmöglichkeit – und zudem überhaupt nichts, was ein Gentleman tun würde -, doch das schlimmste, das aller schlimmste, ist, dass dieser sogenannte praktische Zauberer eine so umfassende Bibliothek mit Büchern über Zauberei (wohlgemerkt, keine Zauberbücher, denn diese würde ein echter Gentleman wohl kaum studieren) besitzt, deren Lektüre er der Zauberergilde von York vorenthält.

Und so kommen sie zu der Überzeugung, dass dieser Zauberer – ein gewisser Gilbert Norrell – kein wirklicher praktischer Zauberer ist und setzen ihn von ihrer Unmut über seine „Fabuliererei“ (oder eben Lügen) in Kenntnis zu setzen, woraufhin sie etwas in Gang bringen, das sie noch lange beschäftigen wird.

Denn Mr. Norrell soll seine Zauberkraft vorführen, andernfalls wird er vor allen, oder fast allen Zauberern von York als Lügern da stehen. Und dieser willigt ein, jedoch nur unter einer Bedingung: Falls er beweist, zaubern zu können, sollen alle Zauberer, die schriftlich etwas gegenteiliges behaupten, aufhören, die Zauberer weiter zu studieren und sollen von da an, keine Zauberer mehr sein.

Als Mr. Norrell, der fortan als der einzige „echte“ Zauberer in England bekannt wird, bereits einige Jahre seinem Broterwerb nachgeht, in dem er hier ein Trugbild herauf beschwört und dort ein kleines Unwetter, betritt Jonathan Strange die Bühne. Und plötzlich gibt es zwei praktische Zauberer in England und alle Londoner sind einhellig der Meinung, dass der eine den anderen als sein Schüler aufnehmen soll.

 

Dieses Buch, das mit seinen knapp über tausend Seiten viele meiner Abende in den letzten Wochen gefüllt hat, ist sprachlich so ausgefeilt, dass man teilweise vergisst, einen Fantasy-Roman in Händen zu halten. Es ist schier unglaublich, dass dies ein Debütroman sein soll, denn Clarke herrscht über ihre Geschichte und Protagonisten wie eine Meisterin. Die Atmosphäre ist großartig, man fühlt sich ähnlich wie während des Lesens von Die Frau in Weiß, American Gods, Sturmhöhe oder Niemalsland – sie ist ständig düster und drückend, doch wird gleichzeitig immer wieder vom so angenehmen britischen Humor aufgelockert.

Doch zeitgleich muss erwähnt werden, dass dieses Buch eindeutig nicht jedermanns Geschmack treffen kann – denn allein die Fußnoten, die wohl ein Sechstel des gesamten Romans ausmachen (vielleicht etwas übertrieben, aber nur etwas), sind etwas, was vielen Lesern sauer aufstoßen wird. Des Weiteren befinden wir uns im England des sehr frühen 19. Jahrhunderts – die Protagonisten haben viele für uns antiquiert wirkende Eigenschaften, sind geckenhaft und manchmal vielleicht ein wenig gefühlsarm, vor allem unser Mr. Norrell ist eine Person, die man nur sehr schwer ins Herz fassen kann: er ist unsicher, zurückgezogen und gleichzeitig von sich selbst ungeheuer überzeugt, während Strange oft ignorant und abwesend ist (auch wenn er der heimliche Held in meinen Augen war, trotz seiner offenkundigen Verrücktheit).

 

 

Dieser Roman ist keine übliche Geschichte – wir folgen unseren Protagonisten über eine sehr lange Zeit (wobei wir Jonathan Strange erst sehr spät im ersten Drittel überhaupt kennen lernen), während der man als Leser häufig das Gefühl hat, keinen wirklichen roten Faden zu sehen -, sondern eher eine romanhafte Biografie der Zauberer Norrell und Strange zu lesen. Mich störte das keineswegs (auch in einem meiner Lieblingsbücher, American Gods, folgen wir bisweilen unzähligen Nebenhandlungen, die nur bedingt etwas mit der eigentlichen Geschichte zu tun haben und trotzdem habe ich jede Seite genossen), ich denke aber, dass man einen langen Atem und viel Zeit benötigt, um diese Geschichte wirklich genießen zu können – mal eben zehn oder zwanzig Seiten zu lesen ist nahezu unmöglich, um tatsächlich in die Welt abtauchen zu können, sechzig, siebzig Seiten scheinen ein Minimum zu sein, um überhaupt an der Oberfläche zu kratzen.

 

Wer also sollte dieses Buch lesen?

Ich empfehle dieses Buch Lesern, die gerne in den Welten von Urban-Fantasy abtauchen, den oft damit einhergehenden kitschigen Liebesgeschichten jedoch nichts abgewinnen können und nur wenig Action in einem Roman brauchen, um sich daran zu erfreuen und sich eher daran erquicken, interessanten Personen zu folgen.

 

Außerdem empfehle ich es Lesern, die angeödet sind von der alltäglichen Langeweile und sich manchmal fragen, wie es denn wäre, gäbe es in unserer Welt zumindest ein oder zwei praktische Zauberer …


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Sakukos avatar

Rezension zu "Jonathan Strange and Mr Norrell" von Susanna Clarke

Slow, detailed, but very good
Sakukovor einem Jahr

It is the 19th century and magic has been gone from England for a few hundred years. Only magical scholars remain. But then one lone practical magician emerges, the dry and timid Mr. Norrel. He gains a lot of political influence. Then another magician enters the stage, the much younger, innovative Jonathan Strange. The two become Master and Student, never quite sure if they are fighting or getting along, their methods and magic being polar opposites.


I was afraid this book might bet boring, as quite a few people found it, but I loved it.

As I read it was a modern classic I did not assume that to mean it was actually written as a classic, but that's what it is. The style reminded me of Wells at times, especially in the beginning; very slow and detailed. A lot of people are shown and the importance of most of them only becomes clear very late in the book.
Despite this, the book doesn't really show you comprehensively how the characters feel. One can surmise a lot of it through their actions of course, but quite a bit stays in shadow. I'm not usually very found of this technique, because I have a hard time figuring out the characters, but maybe because of the length of the book, here it worked out for me.

I liked how the magic only very slowly gets introduced into the narrative at all, but how completely it gets integrated in the whole history of the countries, the historical events, how England's whole history is rewritten for this book.

I was actually so fond of the slow pace of the book, that I thought the last books was way too fast. Too much happened in quick succession, I nearly got dizzy after the slowness of the rest of the book. And it's really not explained very well. I thought the ending was a bit too open and unclear.
But other than that I thought it a very enjoyable read

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M

Rezension zu "Jonathan Strange & Mr. Norrell" von Susanna Clarke

Jonathan Strange & Mr. Norrell
Milkjugvor einem Jahr

Schöne Geschichte, wundervoll erzählt - nur die Spannung fehlt.
Obwohl jede der 1000 Seiten mit Sprach- und Satzbauleistungen glänzt und ich jede noch so lange Fußzeile gern gelesen habe, sind es am Ende einfach zu viele Seiten für die Geschichte.
Aber ich habe mich in diesem Buch zuhause gefühlt!

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Zusätzliche Informationen

Susanna Clarke wurde am 01. November 1959 in Nottingham (Großbritannien) geboren.

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