Susanna Clarke Jonathan Strange and Mr Norrell

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Inhaltsangabe zu „Jonathan Strange and Mr Norrell“ von Susanna Clarke

Fantastisches Buch in Stil altmodischer Klassiker. Die Neuentdeckung der Magie im 19ten Jahrhundert.

— Sakuko

Grandios. Ein Ausnahmebuch.

— Laurun

Eine Fantasygeschichte, die in ihrer Art einzigartig ist!

— JuliaSperfeldt

Wow, was für ein Buch! Habe es in englisch und deutsch gelesen. Eine klassisch-englische Magierwelt, einfach nur schön zu lesen!

— VolkerHesse

Ein magisches, ein bezauberndes Buch - "a book of magic"!

— brudervomweber
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  • Slow, detailed, but very good

    Jonathan Strange and Mr Norrell

    Sakuko

    19. November 2017 um 18:42

    It is the 19th century and magic has been gone from England for a few hundred years. Only magical scholars remain. But then one lone practical magician emerges, the dry and timid Mr. Norrel. He gains a lot of political influence. Then another magician enters the stage, the much younger, innovative Jonathan Strange. The two become Master and Student, never quite sure if they are fighting or getting along, their methods and magic being polar opposites.I was afraid this book might bet boring, as quite a few people found it, but I loved it.As I read it was a modern classic I did not assume that to mean it was actually written as a classic, but that's what it is. The style reminded me of Wells at times, especially in the beginning; very slow and detailed. A lot of people are shown and the importance of most of them only becomes clear very late in the book. Despite this, the book doesn't really show you comprehensively how the characters feel. One can surmise a lot of it through their actions of course, but quite a bit stays in shadow. I'm not usually very found of this technique, because I have a hard time figuring out the characters, but maybe because of the length of the book, here it worked out for me.I liked how the magic only very slowly gets introduced into the narrative at all, but how completely it gets integrated in the whole history of the countries, the historical events, how England's whole history is rewritten for this book.I was actually so fond of the slow pace of the book, that I thought the last books was way too fast. Too much happened in quick succession, I nearly got dizzy after the slowness of the rest of the book. And it's really not explained very well. I thought the ending was a bit too open and unclear. But other than that I thought it a very enjoyable read

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  • "Ich kam in einem Schrei zu ihnen, der die Stille des winterlichen Waldes zerriss"

    Jonathan Strange and Mr Norrell

    JuliaSperfeldt

    23. December 2016 um 20:29

    Titel: Jonathan Strange & Mr. NorrellAutor: Susanna ClarkeGenre: FantasyJahr: 2004Verlag: Bloomsbury BerlinInhalt:England war einst voller Magie, beherrscht vom größten aller Zauberer, dem "Rabenkönig". Doch das gehört längst in das Reich der Legenden.Ein junger Mann, ein andgehendes Mitglied der Zauberergilde von York, möchte wissen, warum in Englang leine Magie mehr praktiziert wird und fordert Mr. Norrell - der einzige noch aktive Zauberer in England - heraus, seine Kunst vorzuführen.Dies gelingt ihm und die Nachricht verbreitet sich wie ein Lauffeuer. Mr. Norrell beschließt, nach London zu gehen um den guten Ruf der "ehrbaren" Magie wiederherzustellen. Dort nimmt er den jungen taletierten Zauberer Jonathan Strange als Schüler auf, doch dieser ist fasziniert von der "Alten Magie", der Magie des Rabenkönigs, und so stehen sich die beiden bald als Rivalen gegenüber ...Charaktere:Selten findet man so wundervoll ausgearbeitete Charaktere in einem Roman! Jeder von ihnen ist einzigartig (ebenso wie die Geschichte) und vollkommen authentisch! Mr. Norrell, der zurückgezogene schüchterne alte Zauberer, der absolut fanatisch jedes Zaubererbuch sein eigen nennen muss; Jonathan Strange, der eine völlig andere Vorstellung von Magie hat und vor Tatendrang und Wissensdurst nur so strotzt; dann natürlich der Herr mit dem Haar wie Distelwolle, der eine absolut irre aber tragende Rolle im Roman übernimmt; dann Stephen, der gutherzige Dienstbote von Sir Walter Pole, der von dem Herrn mit dem Haar wie Distelwolle in einem Zauberbann gefangen gehalten wird, und viele andere.Mein persönlicher Lieblingscharakter ist John Childermass, der Dienstbote von Mr. Norrell. Er ist genau der Charakter, den ich in einem Roman immer am liebsten habe! Anfänglichst nur ein Nebencharakter, entpuppt er sich als tiefgründige Person, bei der man bis zum Schluss nicht weiß, auf welcher Seite er steht. Seine Passagen habe ich immer am liebsten gelesen. Ich muss dazu sagen, ich habe das Buch gleichzeitig mit dem Hörbuch gelesen, sozusagen mitgelesen, und der Sprecher hat seine Rolle so wunderbar düster und geheimnisvoll interpretiert, dass es einfach super spannend war, ihm zuzuhören. Und die ganze Zeit über hat man die Hoffnung, dass der Rabenkönig als Charakter vielleicht doch noch auftritt. Übrigens hat der Sprecher auch bei dem kompletten Hörbuch ganze Arbeit geleistet!Schreibstil:Genauso verzaubernd wie die Geschichte ist auch der Schreibstil. Ganz wunderbar poetisch und - nun, wie soll ich es beschreiben? - ja, fast schon "zart", wie die Wörter auf den Seiten stehen. Und zudem wunderbar flüssig zu lesen. Dieses Buch ist wirklich für wahre Gentlemen geeignet. Keine derben Worte, kein Sex, keine Gewalt (naja, ein bisschen vielleicht) - einfach nur schön zu lesen!Fazit:Diesen Roman gibt es wohl kein zweites Mal! Man braucht zwar ein wenig Überwindung, um sich an den "Klopper" heranzuwagen, und ein wenig Durchhaltevermögen auf den ersten 100 - 300 Seiten, aber man wird belohnt mit einer fantastischen Geschichte! Wer mal das Genre der Fantasy von einer anderen Seite betrachten möchte, der sollte hier zugreifen! Zudem darf ich eine wundervolle Hardcover Ausgabe mein eigen nennen, mit einem schwarzen Schutzumschlag und schwarzem Buchschnitt, das kann man einfach nicht lange unangetastet im Regal stehen lassen!PS: Lest das Buch im Winter, da kommt die dunkle Stimmung des Buches besser zur Geltung!

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  • Ordentlich Lesefutter!

    Jonathan Strange and Mr Norrell

    DaniW

    19. October 2015 um 23:20

    Jahrhunderte, nachdem der größte englische Zauberer aller Zeiten, der Raven King, die englische Magie ins Leben gerufen hat, glaubt im so "modernen" England des frühen 19. Jahrhunderts fast niemand mehr an die angewandte Magie. Fast. Bis auf den zurückgezogen lebenden wohlhabenden Mr. Norrel, der in einer Aufsehen erregenden Deklassierung der "theoretischen Zauberer" die Statuen der York Cathedral zum Sprechen bringt und damit die Rückkehr der angewandten Magie einläutet. In seinem Bestreben, mit der Magie der britischen Regierung im Krieg gegen Napoleon zu helfen, zieht er nach London. Hier trifft er den jungen und talentierten Jonathan Strange, den er zu seinem Schüler macht. Ergänzen sich Lehrer und Schüler zu Beginn zu einem hervorragenden Team, so werden die beiden bald zu Rivalen. Während der übervorsichtige Norrell sich auf sichere und wohl bekannte Magie beschränkt, zieht es Strange immer mehr in den Bann der Legende des Raven King und seinen Beziehungen zu den Elfen. Eine Richtung, die Norrell gar nicht behagt, insbesondere da er ein Geheimnis vor Strange hütet... Mit einem unglaublichen Detailreichtum erschafft Susanna Clarke auf 1006 Seiten eine Atmosphäre, von der sich der Leser gerne vollständig einschließen lässt. Mit den zahlreichen Einflechtungen wahrer geschichtlicher Ereignisse entsteht ein Realismus, der den Roman glaubwürdig und wie ein Dokument der Geschichte wirken lässt. Auch die Verwendung eines leicht "angestaubten" Vokabulars trägt dazu bei, erhöht jedoch auch den Anspruch an den Wortschatz und das Sprachverständis des Lesers. Ein Muß für "sprachfeste" jugendliche und erwachsene Fans der Magie und des Englands des frühen 19. Jahrhunderts!

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  • Ein magisches Buch

    Jonathan Strange and Mr Norrell

    brudervomweber

    15. November 2013 um 23:25

    Der Einband informiert den Leser, dass Neil Gaiman dieses Buch für den fraglos besten englischen Roman hält, der seit 70 Jahren im Genre des Phantastischen geschrieben wurde. Ich will und kann ihm nicht widersprechen: lange hat mich ein Roman nicht mehr so gefesselt und verzaubert wie dieser. Dabei ist Clarkes Erzählweise gemächlich. Sie läßt sich Zeit mit der Einführung ihrer Figuren, selbst für solche, die nur eine kleine Rolle spielen. Der mit einer beständigen ironischen Distanz durchwirkte Stil erinnert an Oscar Wilde oder Hector Hugh Munroe, und gekoppelt mit dem übernatürlichen Thema der Magie insbesondere an die prominentesten Vertreter der englischen Ghost Story, an Sheridan le Fanu und M. R. James. Mit diesem ironisch-distanzierten Stil gelingt es ihr, die Magie wie selbstverständlich in die dröge matter-of-fact-Wirklichkeit der englischen Gesellschaft einzuschreiben. Insbesondere die Spannung zwischen den Kontrahenten Gilbert Norrell, einem buchhalterischen, ängstlichen Magie-Verwalter, und Jonathan Strange, einem leichtfertig-enthusiatischen Gentleman, ist von Clarke aufs Amüsanteste eingefangen. Und die magischen Wunder, von denen sie erzählt, sind deshalb um so zauberhafter, weil sie mit einer britisch-trockenen Nüchternheit und Selbstverständlichkeit wahrgenommen und beschrieben werden. So ist es nicht nur die Handlung, die von Bedeutung ist, sondern ebenso das Erzählklima, in dessen Etablierung Clarke viel Zeit (und viele Seiten) investiert. Sie widmet Ereignissen und Dingen ganze Kapitel, die man ebenso auch in einem Nebensatz hätte abhandeln können, die aber dennoch schmerzlich fehlen würden, hätte sie die Zuflucht zu diesem Nebensatz genommen. Wer den Roman nach dem ersten Drittel entnervt beiseite gelegt hat, dem sei zur Wiederaufnahme der Lektüre geraten. Tatsächlich ist das erste, Mr Norrell gewidmete Drittel des Buches mitunter langatmig und zäh, aber genau das ist ja auch Norrells prominentester Charakterzug. Ab Seite 200 nimmt der Roman allmählich an Fahrt auf, und ab Seite 600 überschlägt er sich. Clarkes Roman ist hervorragend konstruiert und durchdacht. Alles, was zuvor sorgfältig vorbereitet wurde, findet auf den letzten rund 150 Seiten seinen fulminanten Abschluß. In die Klage über den angesichts des Endes zu erwartenden Nachfolger kann ich nicht einstimmen - ich war betroffen, daß das Buch plötzlich zu Ende war und bin sicherlich einer der ersten, der sich Clarkes nächsten Roman zulegen wird. Wer kann, der sollte sich das englische Original zu Gemüte führen, um den Zauber dieser charmanten Erzählweise am eigenen Leibe zu erfahren - ich kann mir nicht vorstellen, wie man das Wort „fairy" angemessen übersetzen will: weder Fee noch Elb scheinen wirklich passend zu sein. Fairies sind Fairies. Und das ist nur ein Beispiel für eine Fülle von Dingen, die sich einer properen Übersetzung entziehen dürften. Die englischen Magier unterscheiden „books about magic" und „books of magic". Dieses hier ist zweifellos letzteres: ein magisches, ein bezauberndes Buch. Oder um in der Sprache der (englischen) Magie zu bleiben: spell-binding, enchanting.

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  • Rezension zu "Jonathan Strange and Mr Norrell" von Susanna Clarke

    Jonathan Strange and Mr Norrell

    Lhiannon

    30. September 2012 um 18:31

    Schade. Ich mag Schmöker und die Rezensionen haben mich nicht abgeschreckt. Aber hier passiert leider wirklich so gar nichts. Vielleicht höre ich mir mal das Hörbuch an, aber das Buch musste ich etwa auf Seite 300 abbrechen.

  • Leserunde zu "Das Labyrinth der Träumenden Bücher" von Walter Moers

    Das Labyrinth der Träumenden Bücher

    Daniliesing

    Wir alle hier lieben Bücher, so viel ist klar, oder? Und was gibt es schöneres für einen richtigen Bücherwurm, als ganze Städte und Labyrinthe voller Bücher? Da verläuft man sich doch gern eine Zeit lang oder auch länger ;-) Viele hier können den Erscheinungstermin der Fortsetzung zu "Die Stadt der Träumenden Bücher" schon kaum noch erwarten. Und jetzt ist die Wartezeit auch fast vorbei - am 5. Oktober erscheint endlich "Das Labyrinth der Träumenden Bücher" und damit ein neuer märchenhafter Roman von Walter Moers, voller ausgefallener Ideen und mit einer fabelhaften Geschichte um die Welt der Bücher. Mit dabei natürlich: das fantatische Zamonien, der schriftstellernde Lindwurm Hildegunst von Mythenmetz und natürlich viele viele Bücher...! Klar, dass wir zu diesem Buch unseren Buchclub im Oktober starten müssen! Wir freuen uns, wenn viele von euch dabei sind & Lust haben von Walter Moers' erneut auf eine Reise in die Welt der Bücher mitgenommen zu werden. *** Hier erstmal mehr zum Inhalt *** Über zweihundert Jahre ist es her, seit Buchhaim, die Stadt der Träumenden Bücher, von einem verheerenden Feuersturm zerstört worden ist. Der Augenzeuge dieser Katastrophe, Hildegunst von Mythenmetz, ist inzwischen zum größten Schriftsteller Zamoniens avanciert und erholt sich auf der Lindwurmfeste von seinem monumentalen Erfolg. Er gefällt sich im täglichen Belobhudeltwerden, als ihn eine verstörende Botschaft erreicht, die seinem Dasein endlich wieder einen Sinn gibt. Verlockt durch einen rätselhaften Brief kehrt Hildegunst von Mythenmetz nach Buchhaim zurück. Die prächtig wiederaufgebaute Stadt ist erneut zur pulsierenden Metropole der Literatur und zum Mekka des Buchhandels geworden und wird durchströmt von Buchverrückten aller Art. Dem Rätsel auf der Spur gerät Mythenmetz, kaum hat er die Stadt betreten, in ihren abenteuerlichen Sog. Er begegnet alten Freunden wie der Schreckse Inazea Anazazi, den Buchlingen Ojahnn Golgo van Fontheweg, Dölerich Hirnfidler und Gofid Letterkerl, dem Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer, aber auch neuen Bewohnern, Phänomenen und Wundern der Stadt, wie den mysteriösen Biblionauten, den obskuren Puppetisten und der jüngsten Attraktion Buchhaims, dem »Unsichtbaren Theater«. Dabei verirrt sich Mythenmetz immer tiefer im »Labyrinth der Träumenden Bücher«, das geheimnisvoll und unsichtbar die Geschicke Buchhaims zu bestimmen scheint. Bis er schließlich in einen unaufhaltsamen Strudel von Ereignissen gerät, der alle Abenteuer, die er je zu bestehen hatte, in jeder Hinsicht übertrifft. Auch ein Blick auf die offizielle Seite zum Buch lohnt sich: http://www.zamonien.de/ ************************************************************************************ Unter allen, die uns in ihrer Anmeldung zum Buchclub, verraten, was für sie das magische an Büchern ist und welches Buch sie wirklich zum träumen gebracht hat, verlosen wir 10 Exemplare von "Das Labyrinth der Träumenden Bücher" für die Teilnahme an der Leserunde hier. Mitmachen könnt ihr bis einschließlich 03.10.2011 Ich wünsche eine traumhafte Lesestunden! ************************************ Die 10 Gewinner sind: Dubhe, sunlight, rallus, Micky, Lilabella, Lesebienchen, Ennilain, Babscha, Caro88, jessi88

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  • Rezension zu "Jonathan Strange and Mr Norrell" von Susanna Clarke

    Jonathan Strange and Mr Norrell

    Siiri

    12. August 2011 um 13:16

    Jonathan Strange und Mr. Norrell haben mich ziemlich lange begleitet, denn ich habe recht lange gebraucht, dieses Buch zu lesen, zumal meine Lektüre auf Englisch war. Alles in allem hat mir der Roman gut gefallen, da es sich um eine Fantasy-Geschichte handelt, die es so wohl noch nie gegeben hat. Die Buchidee ist sehr originell und darüber hinaus auch noch gut umgesetzt. Sehr interessant fand ich an diesem Roman, dass die historischen Ereignisse um Napoleon und einige historische Figuren mit in die Geschichte eingewoben sind. Dies macht das Buch sehr authentisch und fast möchte der Leser glauben, dass sich die Geschichte um Norrell und Strange tatsächlich so ereignet hat. Auch der berüchtigte Lord Byron hat seinen Auftritt in diesem Buch, was mir sehr gut gefallen hat. Ein kleiner Kritikpunkt sind jedoch die Fußnoten, die mich manchmal aus dem Lesefluss gerissen haben und die ich deshalb teilweise als etwas störend empfand. An sich haben die Fußnoten aber durchaus ihre Daseinsberechtigung, denn sie verleihen dem Buch einen „wissenschaftlichen“ Anstrich, was es noch authentischer erscheinen lässt (die Wissenschaft der Zauberei spielt ja eine große Rolle in dem Buch). Nur zogen sie sich teilweise über mehrere Seiten hin, so dass man danach fast schon wieder neu in die eigentliche Geschichte einsteigen musste, zumal die Fußnoten oft eigene, kleine Geschichten erzählten. Hier wäre weniger vielleicht mehr gewesen. Der Schreibstil von Susanna Clarke sehr detailverliebt und genau, wodurch es für mich ein paar Längen gab und sich manche Szenen für meinen Geschmack ein wenig zu lange hinzogen. Ihr Schreibstil ist aber auch sehr elegant und ausgefeilt, oft auch altmodisch anmutend (ich habe es auf Englisch gelesen). Dies lässt das Buch sehr authentisch wirken und die Sprache ließ oft wunderbare, eindrucksvolle Bilder vor meinem inneren Auge entstehen. Weiterhin verzichtet die Autorin auch nicht auf eine feine Prise hintergründigen, leicht ironisch angehauchten Humor, was mir sehr gut gefiel. Der größte Pluspunkt des Buches sind zweifellos die Figuren. Mr. Norrell als verschrobener, älterer Zauberer, der sich am liebsten in seinen Büchern vergräbt, die er über alles schätzt, stellt in gewisser Weise einen Gegenpol zum jüngeren, manchmal ungestümen Jonathan Strange dar, der eindeutig praktischer veranlagt ist als sein Mentor und zudem zur Ironie neigt. Beide Charaktere haben ihre Schwächen und Fehler, sind keinesfalls reine Sympathieträger - was sie so realistisch und interessant macht. Eine gewisse Arroganz und eine gute Portion Egoismus kann man beiden nicht absprechen, und Empathie ist nicht gerade ihre Stärke. Mein persönlicher Favorit war auf jeden Fall Jonathan Strange, eine der besten Fantasy-Figuren, die ich jemals in einem Roman entdecken und begleiten durfte. Auch die Nebencharaktere sind wunderbar ausgearbeitet und bei vielen wusste ich bis zum Schluss nicht, was ich von ihnen halten sollte. Hier sind vor allem Norrells Diener John Childermass sowie der geheimnisvolle Straßenzauberer Vinculus zu nennen. Insbesondere ersterer hat mich besonders fasziniert und in seinen Bann gezogen, so dass er sich nun den Status meiner Lieblingsfigur in diesem Roman mit Strange teilen kann. Ich habe definitiv eine Schwäche für düster-geheimnisvolle und in gewissem Sinne auch tragische Figuren. Der „gentleman with the thistle-down hair“ ist zwar grausam und ich fand ihn einerseits zwar furchtbar, aber andererseits auch sehr interessant. Und auch Stephen Black ist hier nicht zu vergessen, die Geschichte um ihn ist ebenfalls ein sehr spannendes Element des Romans. Immer wieder wird auch auf die Vergangenheit der Charaktere eingegangen, was sie noch lebendiger wirken wird. So wird jede Figur mit einem interessanten Hintergrund ausgestattet, der teils sogar schon wieder Stoff für weitere Romane hergäbe. Die Gestaltung meiner englischen Hardcover-Ausgabe möchte ich ebenfalls loben, ich mag das schlichte Design des Umschlages sehr und die Schwarz-Weiß-Zeichnungen, die das Buch durchziehen, sind mehr als gelungen. Der Rough Cut passt ebenfalls ganz toll zum Stil des Buches. Im letzten Drittel nimmt die Handlung gehörig an Fahrt auf, so dass ich die letzten 200 Seiten förmlich verschlungen habe. Es gibt so einige unvorhergesehene Wendungen und die Autorin weiß ihre Leser so manches Mal zu überraschen. Insgesamt hat mir das Buch trotz einiger Längen gut gefallen und wird mir wohl noch eine ganze Weile in guter Erinnerung bleiben.

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  • Rezension zu "Jonathan Strange and Mr Norrell" von Susanna Clarke

    Jonathan Strange and Mr Norrell

    Mina - Das Irrlicht

    21. June 2011 um 00:13

    Jonathan Strange und Mr Norrel - was habe ich diese Geschichte geliebt! Was habe ich sie verschlungen! Wer ein Freund wohlgeformter Sätze, tiefgründiger Sprache und Gedankengänge ist, der wird dieses Buch einfach lieben müssen! Und ich mochte es und ich mochte sie beide. Selbst den schrulligen Mr Norrel, eine Figur, die man nicht wieder vergißt. Theoretischer Magier könnte man ihn wohl nennen. Einer, der sozial völlig inkompetent ist. Heute würde man ihn wohl als Nerd bezeichnen. Er ist eine der zentralen Figuren im Buch. Dieses spielt im 19. Jh. in England. Die Magie liegt eigentlich im Vergangenen, scheint ausgelöscht und verstorben. Doch gibt es immer noch welche, die sich mit ihr beschäftigen. Neben Mr. Norrel ist die Jonathan Strange. Er ist ein junger, unbedarfter Zauberer. So unbedarft, dass er sich vom alten Rabenkönig, dem Meister des Zaubers aus vergangener Zeit verführen läßt und zu einem großen Meister der Zauberkunst aufsteigt. Das Buch ist einerseits unglaublich liebenswert geschrieben, aber es ist auch düster. So düster, wie Feen und Elfen eben sein können, im alten nebligen England... Empfehlenswert!

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  • Frage zu "Im Namen Caesars" von John Maddox Roberts

    Im Namen Caesars

    felix gerhardt

    welce sind zurzeit die bessten fantasy bücher?

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