Susanna Mewe Als Clara Dorn ein bisschen heilig wurde

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Inhaltsangabe zu „Als Clara Dorn ein bisschen heilig wurde“ von Susanna Mewe

»Ich komme in die Hölle.« - »Findest du das nicht ein bisschen übertrieben?«Clara Dorn (69) ist eine glückliche Egoistin, die vor allem eines nicht ist: alt! Als ihre beste (und einzige) Freundin Marie stirbt, denkt sie über die eigene Beerdigung nach und stellt sich beklommen die Frage: Was, wenn niemand kommt? Inspiriert von Lady Diana will sie sich jetzt ändern und eine moderne Heilige werden. Sie kehrt zurück in ihr Heimatdorf, quartiert sich bei ihrer Tochter Katrin ein und tritt dem »Club der Heiligen Herzen« bei. Doch die Heiligsprechung lässt auf sich warten. Zwischen Clara und Katrin herrscht Eiszeit. Und Claras Erzrivalin Hilde Kühn macht ihr das Leben zur Hölle...

Unterhaltsam und kurzweilig, ein großer Lesespass.

— twentytwo
twentytwo

Sehr witzige, originelle Geschichte, ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen.

— Steffen22
Steffen22

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  • Als Clara Dorn ein bisschen heilig wurde

    Als Clara Dorn ein bisschen heilig wurde
    twentytwo

    twentytwo

    21. March 2017 um 16:06

    Durch den Tod ihrer Freundin Marie vollkommen aus der Bahn geworfen, beschließt Clara Dorn ihr Leben zu ändern und sich von jetzt an nur noch um wirklich wichtigen Dinge zu kümmern. Kurz entschlossen kehrt sie Hamburg den Rücken und macht sich auf den Weg in ihren Heimatort. Diesen hat sie vor vielen Jahren, im Groll auf das kleinkarierte Dorfleben, und nach der ihrer Scheidung von ihrem langweiligen Ehemann ohne Abschied verlassen. So ist es kein Wunder, dass man sie dort nicht mit offenen Armen empfängt. Vor allem ihre mittlerweile längst erwachsene Tochter, ist alles andere als begeistert als sie so unverhofft vor der Tür steht. Dabei hat Clara sich alles so schön zurechtgelegt und bereits von einer wunderbaren und innigen Mutter-Tochter Beziehung geträumt. Um ihren Worten Taten folgen zu lassen, beschließt sie dem „Club der heiligen Herzen“ beizutreten und sich damit einen festen Platz in der Gemeinschaft zu sichern. Doch ihre Rechnung geht nicht auf und Clara sieht sich gezwungen ein wenig nachzuhelfen.FazitEin äußerst vergnüglich zu lesender Roman, dessen skurriler Humor für beste Unterhaltung sorgt und der bigotten Gesellschaft treffsicher einen Spiegel vorhält.

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  • Nicht ohne Tiefgang

    Als Clara Dorn ein bisschen heilig wurde
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    27. February 2017 um 12:55

    Nicht ohne Tiefgang Die beste Freundin, mit der man so überaus wunderbar lästern konnte, tot. Vom Krebs dahingerafft. Und die so taff sich gebende, so zynisch artikulierende, so unglaublich auf ihre jugendliches Äußere (was manche Peinlichkeit in der Kleidungswahl mit einschließt) Wert legende Clara Dorn schafft es mental nicht, auf Marie´s Beerdigung zu gehen. Was sie natürlich nie mit einem Schock, mit tiefer Trauer, mit einem Erwachen aus einem ewigen „Jugendtraum“ in Verbindung bringen würde. Auch nicht ihren Zusammenbruch, eine Panik Attacke, wie der merkwürdige Arzt ihr versucht, einzureden. Dabei weiß Clara Dorn doch ganz genau, dass es ihr Herz war. Und nichts Anderes. Jene den 70 entgegenlebende Clara Dorn, die vor allem mit imaginären Journalistinnen in ihrem Kopf ihr Leben reflektiert und dabei intensiv darauf achtet, die Rolle der gestandenen, attraktiven, lebensklugen „Frau in den besten Jahren“ vorzuzeigen. Wozu auch „Sky“ gehört, ihr Liebhaber, Partner wäre zu viel gesagt, gut gereift, Männermodel, für den „schönen Schein“ hervorragend geeignet. Wenn es nicht doch, und das schwant Clara, widerstrebend, in diesem Leben eher um das „Sein“ gehen würde und der „Schien“ einen nicht trägt, angesichts der existenziellen Fragen ihres Lebens. Zu denen auch das Verhältnis zu ihrer Tochter gehört. Als diese 14 war, hat Clara sang- und klanglos den Heimatort verlassen, ihrer Tochter halbgar angeboten, doch mitzugehen, war erleichtert, dass das Kind lieber in der Heimat bleiben wollte und führt nun doch, spontan, einfach zurück. In ihrem Kopf rücken sich bereits die tiefen, filmaffinen Wiedersehens-Szenen zurecht. Das „verloren Kind“, dass mit Tränen in die Arme der Mutter zurücksinkt. Doch auch das wird anders kommen. Denn die Tochter, Katrin, Ärztin, weiß sich zu wehren, hat Haare auf den Zähnen, was auch ihre Patienten zu spüren bekommen (und was für manch anregende-humorvolle Momente im Buch sorgt). Und muss ebenso selbst das Scheitern einer wichtigen Beziehung irgendwie in den Griff bekommen. Da kommt die egozentrische Frau Mama aber gerade recht…… Bei aller Ruppigkeit der Figuren, die Mewe teils brüllend komisch, teils zum Nachdenken stark anregend in den Raum zu setzen vermag, die Frage, wie man aus der Egomanie eigener Selbstverliebtheit und Selbsttäuschung einen Ausweg findet, vom Misanthropen zwar nicht zur „Menschenfreundin“ direkt sich entfaltet, aber zumindest einen Blick auch für die anderen bekommt, die ist durchaus auch für den Leser von Gewicht. Klug setzt Mewe Kernfragen des Lebens, was bleibt, wenn der Tod kommt, wer kommt, wenn es an den letzten Abschied geht, wie wichtig sind echte Beziehungen, in den Mittelpunkt ihrer im Stil locker und leichten Erzählung. Und trifft damit durchaus den ein oder anderen Nerv beim Leser. Manches dümpelt zwar ein wenig vor sich hin im Buch, aber der rote Faden und die Personen sind gut getroffen und bieten viel Fläche, sich mit ihnen zu verbinden und gespannt darauf zu sein, wie aus all dem „sich etwas vormachen“ am Ende eine runde Sache werden kann.

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