Susanna Moore

 3.2 Sterne bei 25 Bewertungen
Autor von Aufschneider, Lichtjahre oder Ein Mädchen auf Hawaii und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Susanna Moore

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Lichtjahre oder Ein Mädchen auf Hawaii

Lichtjahre oder Ein Mädchen auf Hawaii

 (3)
Erschienen am 21.08.2006
Gefährliche Wasser

Gefährliche Wasser

 (1)
Erschienen am 01.07.2007
Big Girls

Big Girls

 (0)
Erschienen am 01.03.2009
Aufschneider

Aufschneider

 (0)
Erschienen am 15.12.2017

Neue Rezensionen zu Susanna Moore

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Bambelinos avatar

Rezension zu "Aufschneider" von Susanna Moore

Aufschneider...
Bambelinovor 4 Jahren

Frannie ist eine moderne, selbstbewußte, gutaussehende Frau. Sie lehrt Kreatives Schreiben, beschäftigt sich mit Slangausdrücken, liebt das Spiel mit der Sprache.

Wenige Tage nachdem sie bei einem Barbesuch Zeuge wurde, wie ein Mann mit Tätowierung am Handgelenk sich einen blasen läßt, bekommt sie Besuch von Detective Malloy, der sie zum Mord an jener Frau befragt.

Frannie erkennt an seinem Handgelenk jene Tätowierung – doch Malloy scheint sie nicht wiederzuerkennen.

Frannie fühlt sich plötzlich beobachtet – Cornelius, einer ihrer Studenten, folgt ihr ständig, ein alter Freund schleicht immer um ihre Wohnung rum – und auch Malloy läuft sie nun häufig über den Weg. Von ihm fühlt sie sich sexuell erregt, und nachdem ein Überfall auf sie verübt wurde, beginnt sie eine heiße Affaire mit ihm.

Als auch ihre beste Freundin Pauline auf dieselbe bestialische Art und Weise ermordet wird, erhärtet sich ihr Verdacht – und sie läuft in die Falle.

Der Klappentext und die ersten Seiten haben wesentlich mehr versprochen, als das Buch dann gehalten hat. Das Verdachtsmoment, die Spannung und Gefahr kam erst in den letzten 20 Seiten zum Vorschein. Die 140 Seiten in der Mitte versuchen, den Verdacht auf die beteiligten Männer zu lenken, und von – allerdings wirklich gut geschriebenen – Erotikszenen. Die vielen Seiten mit Slangausdrücken fand ich irgendwann langweilig.

Gut gefallen haben mir hingegen die U-Bahngedichte (peotry in motion), die sehr geschickt eingebaut waren, die Kurzgeschichte ihres Schülers samt der darin enthaltenen Fehler – und das Verhalten Frannies, als sie merkt, daß Malloy sie mit den üblichen Männertricks abwimmeln will.

Ich hatte mir mehr an Spannung und Entsetzten erwartet – eine bloße Schilderung von Gewalt empfinde ich nicht als spannend, dagegen die Schilderung eines unsichtbaren Rings, der sich um ein Opfer zieht, und dessen Angst, umso mehr – mußte ich hier leider vermissen.

Außerdem war nach dem ersten Auftreten der Figur des Mörders klar, wer es ist – die Versuche, die Fährte wo anders hin zu legen, empfand ich als eher plump.

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emeraldeyes avatar

Rezension zu "Big Girls" von Susanna Moore

Rezension zu "Big Girls" von Susanna Moore
emeraldeyevor 7 Jahren

"Das Staatsgefängnis Sloatsburg, sieben mächtige, von Mauern umgebene Steingebäude, liegt am Westufer des Hudson, eine Zugstunde nördlich von Manhattan." So beginnt der Roman "Big Girls" von Susanna Moore.
Ein neutraler Satz, aber nur, solange man nicht weiß, was sich hinter den Mauern dieser Gebäude abspielt und abgespielt hat.
Aus vier Perspektiven wird über das Leben in diesem Gefängnis, das ca 500 weibliche Strafgefangene, beherbergt, berichtet.
Dr. Louise Forrest, Psychaterin, seit 6 Monaten in Sloatsburg tätig, ist immer noch ständig auf der Hut. Sie ist nicht freiwillig in Sloatsburg, fühlt sich selbst wie eine Gefangene, angespannt und eigentümlich.
Sie verabscheut ihr Büro, ihre Patientinnen, ihre Kollegen, ihr Leben. Trotzdem versucht sie so neutral wie möglich zu bleiben, kann aber nicht verhindern, das sich ihre Gefühle Bahn brechen. Da ist ihre Patientin Helen, die sie abstoßend findet, und die sich nichts mehr wünscht, als für den Mord an ihren Kindern auf den elektrischen Stuhl zu kommen. Und Ike Bradshaw, Wärter, den sie auch abstoßend findet, aber auf eine ganz andere Weise. Und schließlich Angie Mills, ein Hollywoodsternchen, der Helen Briefe schreibt, ohne dass jemand herausbekommen kann, warum sie das tut.
Die Schicksale dieser vier Protagonisten verbinden sich auf eine so grausame und schmerzvolle Weise miteinander, das es kaum zu ertragen ist.
Am Ende des Romans wird Tod, Verfehlung, Hochmut und Gleichgültigkeit sie wieder voneinander trennen. Aber bis dahin ist es ein langer Weg.
Extrem sachlich beschreibt Susanna Moore den Alltag in einem Frauengefängnis und die Schicksale der Menschen, die dort gezwungenermaßen zusammenleben müssen.
Fast beiläufig schildet sie, warum die Frauen einsitzen, nur scheinbar beiläufiger werden die Schicksale, wenn sie Louise und Helen davon berichten läßt.
Das Entsetzen wird dadurch zwar für einen Moment abgelenkt, aber die Gänsehaut läßt nicht lange auf sich warten.
Da ist Keesha, die sagt, dass sie froh ist, im fünften Monat ihrer Schwangerschaft verhaftet worden zu sein, weil sie nur diese Möglichkeit sah, ihr Kind in Sicherheit auf die Welt zu bringen. Oder LIzAnn, die als 16jährige einen Sohn geboren und ihn ihren Kleiderschrank gesteckt hat, wo er verhungert ist. Oder Mary, die Ihren erwachsenen Sohn umgebracht hat, bevor er sie umbringen konnte.
Oder der Sohn von Louise, Ransom, der sie mit Ike Bradshaw zusammen im Bett erwischt und dann behauptet, Ike hätte ihn belästigt. Niemand im Umfeld von Sloatsburg bleibt unschuldig, das Gefängnis ist wie ein riesiges schwarzes Loch, das alles und jeden an sich zieht und unwiderruflich verändert und beschädigt.
Einzig Angie Mills, die mit Rafael, Louises Exmann, zusammen lebt, schafft es, sich ein wenig aus dem Sog zu lösen und Ransom dazu zu bringen, seine Anschuldigungen gegen Ike Bradshaw zurückzunehmen. Ob Louise und Ike die leise Zuneigung, die sie füreinander empfinden, retten können, bleibt offen.
Susanna Moore sagt über "Big Girls": "Dieses Buch hat mir alles abverlangt."
Als Leserin kann ich nur bestätigen, dass auch mir dieses Buch einiges abverlangt hat. Hammerharter Stoff, der aber unbedingt gelesen werden muß!

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Cassy296s avatar

Rezension zu "Aufschneider" von Susanna Moore

Rezension zu "Aufschneider" von Susanna Moore
Cassy296vor 7 Jahren

Frannie ist eine moderne, selbstbewußte, gutaussehende Frau. Sie lehrt Kreatives Schreiben, beschäftigt sich mit Slangausdrücken, liebt das Spiel mit der Sprache.

Wenige Tage nachdem sie bei einem Barbesuch Zeuge wurde, wie ein Mann mit Tätowierung am Handgelenk sich einen blasen läßt, bekommt sie Besuch von Detective Malloy, der sie zum Mord an jener Frau befragt.

Frannie erkennt an seinem Handgelenk jene Tätowierung – doch Malloy scheint sie nicht wiederzuerkennen.

Frannie fühlt sich plötzlich beobachtet – Cornelius, einer ihrer Studenten, folgt ihr ständig, ein alter Freund schleicht immer um ihre Wohnung rum – und auch Malloy läuft sie nun häufig über den Weg. Von ihm fühlt sie sich sexuell erregt, und nachdem ein Überfall auf sie verübt wurde, beginnt sie eine heiße Affaire mit ihm.

Als auch ihre beste Freundin Pauline auf dieselbe bestialische Art und Weise ermordet wird, erhärtet sich ihr Verdacht – und sie läuft in die Falle.

Der Klappentext und die ersten Seiten haben wesentlich mehr versprochen, als das Buch dann gehalten hat. Das Verdachtsmoment, die Spannung und Gefahr kam erst in den letzten 20 Seiten zum Vorschein. Die 140 Seiten in der Mitte versuchen, den Verdacht auf die beteiligten Männer zu lenken, und von – allerdings wirklich gut geschriebenen – Erotikszenen. Die vielen Seiten mit Slangausdrücken fand ich irgendwann langweilig.

Gut gefallen haben mir hingegen die U-Bahngedichte (peotry in motion), die sehr geschickt eingebaut waren, die Kurzgeschichte ihres Schülers samt der darin enthaltenen Fehler – und das Verhalten Frannies, als sie merkt, daß Malloy sie mit den üblichen Männertricks abwimmeln will.

Ich hatte mir mehr an Spannung und Entsetzten erwartet – eine bloße Schilderung von Gewalt empfinde ich nicht als spannend, dagegen die Schilderung eines unsichtbaren Rings, der sich um ein Opfer zieht, und dessen Angst, umso mehr – mußte ich hier leider vermissen.

Außerdem war nach dem ersten Auftreten der Figur des Mörders klar, wer es ist – die Versuche, die Fährte wo anders hin zu legen, empfand ich als eher plump.

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