Das halbe Leben

von Susanna Schwager 
4,5 Sterne bei2 Bewertungen
Das halbe Leben
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Jugen Frauen erzählen ihre Geschichten, in ihren ganz eigenen Worten. Wunderbar, einfühlsam und gmögig

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Inhaltsangabe zu "Das halbe Leben"

Im letzten Band von Susanna Schwagers Wanderung durch »Das volle Leben« und »Das halbe Leben« haben nun junge Frauen das Wort. Ob Boxweltmeisterin, Buchhändlerin, Pflegefachfrau, Rockstar, Moderatorin, Orientierungsläuferin mit 23 Weltmeistertiteln, Elektronikfachfrau oder blutjunge Mutter, sie alle haben in diesem Buch eines gemeinsam: Einfach, unkompliziert und mit grosser Kraft heissen sie die Zukunft willkommen in einer verrückten Welt. In lebensschäumenden Geschichten erschliesst sich uns ein weiterer Teil von Schwagers Comédie humaine. Ein Kosmos, in dem man sich als Mitwandernde erkannt und aufgehoben fühlen kann. Was er zeigt, sind auch diesmal Heldinnen des Alltags, traurig und lustig, erhellend und schäkernd, schwungvoll, stolpernd und leichten Fusses unterwegs zu sich und unseren Herzen. Tragen wir ihnen Sorge. Und lassen wir uns verführen von der Kraft am Anfang allen Lebens: den jungen Frauen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783037630761
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:200 Seiten
Verlag:Wörterseh
Erscheinungsdatum:08.03.2017

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    Bücherwahnsinns avatar
    Bücherwahnsinnvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Tolle kleine Eiblicke in ganz private Momente. Spannend und ganz nah.
    Das Helbe Leben - Junge Fraue erzählen

    Was uns in diesem Buch erwartet

    Susanna Schwager hat mit diesem Buch ihren Zyklus abgeschlossen. In diesem 4. Band lässt sie junge Frauen zu Wort kommen, sie lässt sie einfach erzählen was ihnen grade in dem Moment durch den Kopf geht. Im Buch besucht die Autorin 8 Frauen im Alter von 21 – 39 Jahren.

     

    Zum Inhalt

    Das Buch ist jetzt keine Neuerfindung aber dennoch eine spannende umgesetzt. Denn Susanne Schwager ist da ganz unkonventionell heran getreten, denn es ist kein Interview so wie wir es kennen, sondern hat die Frauen einfach erzählen lassen. So frei Schnauze so zu sagen. Keine bestimmten Fragen wurden beantwortet sondern es sind einfach ausgesprochene Gedanken, Erinnerungen, Erkenntnisse und Vorstellungen.

    Ich fand das wirklich sehr spannend. Denn die Erzählerinnen erzählten einfach die Dinge die ihnen grade wichtig waren, ohne von spezifischen Fragen der Autorin unterbrochen zu werden, es fliesst einfach.

    Der Schreibstil ist etwas speziell aber für uns Schweizer sicher witzig und auch interessant. Denn Susanna Schwager nimmt immer wieder die Mundart-Ausdrücke mit rein. AmAnfang musste ich mich echt dran gewöhnen denn es ist doch sehr speziell, man strauchelt jedes mal wenn plötzlich ein Schweizerdeutscher Ausdruck da steht, aber nicht weil mans nicht versteht, sondern weil man grade so im Fluss ist und ehrlich, ich selber spreche zwar perfekt Züridütsch aber lesen und schreiben kann ich kaum. Auch SMS die ich bekomme in Mundart, man da nerv ich mich immer. Also sprechen, lesen und schreiben sind 2 verschiedene paar Schuhe. Aber ich mochte es dennoch sehr.

     

    Ich glaube, wenn alles von dort, vom eigenen Herzen, vom Zentrum aus startet, egal was, wenn das gelingt, dann ist man erfüllt am Schluss, dann ist man im Reinen, vielleicht nicht im Blütenweissen, aber im Guten, weil im Warmen, und ich stelle mir vor, das macht, dass alles gut ist am Schluss und sich gelohnt hat, und man kann dann gehen und von der Bühne abtreten, aber das ist jetzt nicht der Punkt.

    S. 42 – Steff la Cheffe

     

    Die Erzählerinnen

    Es sind bekannte und auch unbekannte, also für uns Schweizer auf alle Fälle. Wobei Steff la Cheffe konnten auch in Deutschland oder Österreich bekannt sein. Sie ist eine Schweizer Rapperin Beatboxerin, mit einem Vizeweltmeister Titel im Beatboxen (2009). Vielleicht kennt der ein oder andere auch Mona Vetsch, eine Schweizer Radiofrau und Moderatorin und Journalistin. nur mal 2 von 4 Bekannten Frauen der Schweiz.

    Steff la Chefs hat mir am besten gefallen. Ich war doch sehr überrascht wie sehr sie auf dem Boden geblieben ist, sie hat, für mich, echt den Durchblick im Leben, weiss schon in jungen Jahren worauf es wirklich ankommt im Leben. Auch Mona Vetsch mochte ich sehr, sie ist mir schon immer sehr sympathisch gewesen. Egal ob im Radio oder Fernsehen, ich mag ihre quirlige Art. Und auch im Buch hier kommt diese gut rüber. Ich musste so oft schmunzeln.

    Nicht das die anderen unsympathisch gewesen währen, nein, wirklich nicht! Alle 8 haben ihre eigene Geschichten und daraus natürlich ihre eigenen Einsichten. Alle rund um interessant und durchaus sehr sympathisch.

    Hintergrundwissen zu den einzelnen Personen gibt es nicht. Es geht um diesen Moment, um die halbe Stunde vielleicht, wo die Autorin die Frauen einlädt etwas aus ihrem Leben zu berichten. Und ein Hintergrundwissen braucht es ja an sich nicht, denn einen kleinen Einblick gewähren uns ja die Frauen. Aber jede der Frau entscheidet selber was sie uns verraten mag und was im Verborgenen bleibt.

     

    Die Sache mit dem Text

    Wie gesagt, die einzelnen Ausdruck in der Mundart sind sicher für Nichtschweizer eine Herausforderung und sicher immer wieder mal einen Grund zum lachen, aber ich find es wirklich toll.

    Die Kapitel sind angenehm in der Länge denn jedes Porträt fasst ca. 20 Seiten.

    Das Buch ist im Blocksatz gedruckt und das find ich ja bekanntlich viel angenehmer als der Flattersatz. Und auch die Schriftart ist angenehm zu lesen.

     

    Was gibts zu den Illustrationen zu sagen

    In diesem Buch wurde der Maler und Zeichner Raoul Ris engagiert. Er porträtierte die 8 Frauen in einer schwarz-weiss-Zeichnung. Und das wirklich hervorragend. Die bekannten erkennt man gleich.

     

    Und sonst noch

    Das Cover find ich toll. Nicht nur weil es eben einen Erkennungswert hat, sondern weil es schlicht ist und doch künstlerisch mit den Porträts.

    Ich muss ja gestehen, ich hab die anderen 3 Bände nicht gelesen aber ich werde sicher „Das volle Leben“ auch noch lesen. Hier erzählen 12 Frauen zwischen 70 und 80 etwas aus ihrem Leben. Vielleicht lese ich irgendwann mal noch die beiden anderen wo die Männer aus ihrem leben erzählen.

    Wie ihr sicher schon gemerkt habt, ich kann euch das Buch nur empfehlen. Also sicher all jenen die auch mal Biografien der Erfahrungsberichte lesen. Denen wird das Buch sicher gefallen. 

     

    Es gibt diesen permanenten Durch zur Lebensoptimierung. Alle reden davon, strudeln darin, in einem nie abklingenden Glückszwang. Und natürlich ist das, was das Glück wäre, nie das, was man hat. Es hört nie auf. Ich muss mich nur immer weiter für etwas entscheiden, und es nochetär nur noch schnell machen. (lacht)

    S. 143 – Mona Vetsch

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    Sturmherzvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Jugen Frauen erzählen ihre Geschichten, in ihren ganz eigenen Worten. Wunderbar, einfühlsam und gmögig
    Ein halbes Leben, es fühlt sich manchmal wie ein ganzes an

    Das halbe Leben von Susanna Schwager ist der Abschluss ihrer Tetralogie des Lebens. Und mir als junger Frau, also genau in dem Alter wie einige Frauen aus dem Buch gefällt dieser Teil am besten.
    Jede erzählt ihre Geschichte und dies in ihren eigenen Worten, was das Ganze spannend und abwechslungsreich macht. Man hat das Gefühl das man jeder Frau gegenüber sitzt und mir ihr ein Gespräch führt.

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