"Geh wohin dein Herz dich trägt" von Susanna Tamaro ist eins der Lieblingsbücher meiner verstorbenen Mama und ich kann nach dem Lesen von "Der Wind weht, wohin er will" so gut nachvollziehen, was ihr an Tamaros Art Geschichten zu erzählen so gut gefallen hat.
"Der Wind weht, woin er will" ist ein Buch über die Zeit, das Herz und die unendliche Weite der Familie. Leise, nachdenklich geschrieben, wirkt sie tief unter die Haut.
Chiara, eine Frau Ende sechzig, hält inne und möchte in Briefen an ihre Liebsten ihre Wahrheit finden. Ein langer Lebensabschnitt, geprägt von Schmerz und Heilung liegt hinter ihr und wie viele andere Menschen, die eine wichtige oder schwierige Stufe ihrer Lebenstreppe hinter sich haben, fragt sich auch Chiara nach den sinnhaften Dingen des Lebens: Liebe, Verlust, Verbundenheit und Loslassen.
In warmherzigem Schreibstil in Form von Briefen, lässt Tamaro Chiara zurückblicken. In Erinnerungen schwelgen, an Familie, Zuneigung, die Momente, die uns im Leben prägen. Sehr persönlich, sehr empathisch.
Gleichzeitig ist dieses Buch auch ein Plädoyer für das Achtsamkeit, dafür das Leben zu leben, und den Fokus auf das zu richten, was uns wichtig ist. Auf die Menschen zu richten, die uns wichtig sind.
Eine Leseempfehlung für alle, denen genau diese Themen wichtig und die bereit sind, sich davon berühren zu lassen.


























