Ein denkendes Herz

von Susanna Tamaro 
3,0 Sterne bei4 Bewertungen
Ein denkendes Herz
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (2):
Schwaetzchens avatar

Ein Buch wie ein Bericht zur Wetterlage der Seele.

Kritisch (2):
Annabeth_Books avatar

Ein Buch das mich leider überhaupt nicht anspricht und wo ich abbrechen musste.

Alle 4 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Ein denkendes Herz"

»Ein denkendes Herz« ist die Geschichte eines besonderen Mädchens, das die Einsamkeit liebt und nicht aufhört, Fragen zu stellen. Eindringlich, intensiv, klug erzählt Susanna Tamaro von der eigenen Kindheit – ihrer Liebe zur Stille, ihrer Empfindsamkeit und dem Schmerz, der ihr oft daraus entstanden ist. Sie sucht ihre ganz persönlichen Antworten auf die Fragen nach dem Glück, dem Wesen des Menschen, dem Ursprung der Dinge, und beschreitet dabei neue Wege, die sich allzu häufig nicht mit den Erwartungen und Vorschriften der anderen vereinbaren lassen. Entstanden ist ein inspirierendes Tagebuch der Seele, das uns Tamaros ebenso verletzliche wie starke Persönlichkeit erklärt und die Augen öffnet für die versteckte Schönheit der Welt, die uns umgibt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492313995
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:192 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:04.12.2018

Rezensionen und Bewertungen

Neu
3 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne0
  • 4 Sterne2
  • 3 Sterne0
  • 2 Sterne2
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    Annabeth_Books avatar
    Annabeth_Bookvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Buch das mich leider überhaupt nicht anspricht und wo ich abbrechen musste.
    Ein denkendes Herz

     Klappentext:

    Eindringlich, intensiv, kämpferisch erzählt Susanna Tamaro von ihrer Liebe, zur Stille, ihrer Empfindsamkeit und dem Schmerz, der daraus entstehen kann. Sie sucht nach dem Wesen des Menschen, dem Ursprung der Dinge und beschreitet dabei ganz eigene Wege.

    Autorin:

    Susanna Tamaro wurde 1957 in Triest geboren. Sie als erstes als Dokumentarfilmerin für das italienische Fernsehe. Seit dem Erfolg von "Geh, wohin dein Herz dich trägt" lebt sie als freie Schriftstellerin in Rom.

    Inhalt:

    Ein Tagebuch das einen inspieren soll und einem Mut machen möchte.

    Erster Satz:

    Ein Mädchen!

    Meine Meinung:

    Bei uns in der örtlichen Bücherei wird über diese Autorin nur positiv geredet und als ich entdeckt habe, das ein neues Buch von ihr erscheint habe ich gleich bei Piper angefragt und habe mich sehr gefreut als ich das Buch zugeschickt bekommen habe. Aber leider wurde ich enttäuscht.

    Aber als erstes zum Cover, ich finde das Cover passt perfekt zum Titel und ist wirklich mal was ganz anders. Hier kann man wirklich nicht meckern.

    Auch der Schreibstil der Autorin, fand ich wirklich gut und kann nichts dagegen sagen, er ist leicht und flüssig zu lesen.

    Das Buch ist ein viele kleine Kapitel unterteilt, manchmal ist eine Seite ein Kapitel, am Anfang fand ich es nicht störend, doch nach einer gewissen Zeit, fing es an mich zu nerven. Auch habe ich in dem Buch keinen roten Faden gefunden und war dann einfach nur genervt, weil ich die Handlung dadurch nicht mehr wirklich nachvollziehen konnte.
    In meinen Augen war es dann das sinnvollste das Buch abzubrechen.

    Ich fand es wirklich schade, das ich mit dem Buch nicht klar gekommen bin, da mir der Schreibstil der Autorin wirklich sehr gut gefallen hat. Ob ich in naher Zukunft aber nochmals ein Buch von der Autorin lesen werde, kann ich noch nicht sagen, aber ganz nein sagen werde ich auch nicht.

    Kommentieren0
    101
    Teilen
    himbeerbels avatar
    himbeerbelvor einem Jahr
    Leider enttäuschend

    Vor einigen Jahren las ich von Susanna Tamaro „Geh wohin dein Herz dich trägt“ – ein bewegendes, gefühlvolles und weises Buch über 3 Generationen von Frauen, das ich zu den besonderen Schätzen meines Bücherregals zähle. Als ich in diesem Jahr auf „Ein denkendes Herz“ stieß, das laut Klappentext ein inspirierendes und persönliches Tagebuch sein soll, das die Augen für die verborgene Schönheit der Welt öffnet, machte es mich neugierig und ich war gespannt darauf, was die Autorin über sich zu erzählen hatte.
    An die Art der Veröffentlichung hatte ich keine besonderen Erwartungen und war doch überrascht über die Kürze der abgedruckten Beiträge. Das Buch ist in drei Abschnitte unterteilt: „Flugversuche“, „Der unwägbare Teil“ und „Der Leuchtturm in der Nacht“. Diese enthalten kurze, meist ein bis zwei Buchseiten füllende, mit eigenen Überschriften versehene Texte, die sich mit dem Erleben, Fühlen und Denken der Autorin befassen. Dennoch ist es kein Buch, das sich aufgrund der kurzen Kapitel schnell weglesen lässt, dazu ist es zu deprimierend. Aber es ist auch kein Buch, in dessen Thematik ich mich einfinden oder einer Lebensgeschichte folgen konnte, die sich zu einem Gesamtbild zusammenfügen ließe, dazu waren die Kapitel zu kurz, die Texte zu wenig zusammenhängend.
    Susanna Tamaro schildert mal unmissverständlich und mal in bildhafter, fast poetischer Sprache, was sie in ihrer Kindheit oder später als Erwachsene beschäftigte und wie ihre Gedankenwelt geprägt war, beziehungsweise ist. Es ist nicht angenehm, an ihrer düsteren negativ gefärbten Welt teilzuhaben, von der sie sich jedoch meist recht schnell abwendet um gefühlt mit erhobenem Zeigefinger auf das Schlechte im Menschen und der Gesellschaft hinzuweisen. Im Klappentext steht als Beschreibung, dass sie nach dem Wesen des Menschen und nach dem Ursprung der Dinge sucht. Ich hatte eher das Gefühl, dass sie ihre Suche längst beendet hat und den Leser nun mit ihren gefundenen „Wahrheiten“ bekehren möchte.
    Immer wieder ist die Ich-Perspektive schnell vergessen und sie geht zum „Wir“ über, um in beinahe belehrender Form das Übel der Welt anzuprangern. Aus diesem „Wir“ bin ich jedoch in vielen Punkten bereits vor Jahren herausgewachsen, so dass ich diesen Verallgemeinerungen nicht nur nichts abgewinnen konnte, sondern sie sogar als störend empfand. Oft hatte ich beim lesen den Eindruck, dass zwischen den Zeilen eine tiefe Verbitterung der Autorin herauszulesen ist, die ihrerseits nur anklagt, anstatt zu verändern, zumindest ist es nicht ersichtlich, ob sie bei sich oder ihrer Umwelt Änderungen bewirkt. Im letzten Teil des Buches beschäftigt sich Susanna Tamaro schließlich überwiegend mit Glaubensfragen und scheint trotz aller Zerrissenheit in der Religion einige Antworten für sich gefunden zu haben. Das gestehe ich jedem zu und habe eigentlich auch kein Problem damit, hier rundete sich jedoch mein Eindruck von dem predigenden Grundton des Buches ab, der mich überhaupt nicht begeistern konnte.
    „Geh, wohin dein Herz dich trägt“ wird ein Kleinod in meinem Bücherregal bleiben, das ich gern beizeiten nochmal lesen möchte. „Ein denkendes Herz“ hingegen konnte mir die Autorin nicht näher bringen, wusste keine für mich interessante Lebensgeschichte zu erzählen und ließ mich auch keinen bemerkenswerten Gedankengängen folgen. Ich konnte zu diesem Buch keinen Zugang finden, weshalb ich es leider nicht empfehlen kann.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Schwaetzchens avatar
    Schwaetzchenvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Buch wie ein Bericht zur Wetterlage der Seele.
    Ein Buch wie ein Bericht zur Wetterlage der Seele.

    Susanna Tamaro „Ein denkendes Herz“


    Ein Buch wie ein Bericht zur Wetterlage der Seele.

    Susanna Tamaro schreibt hier sehr persönlich über ihr Leben, ihre Schwierigkeiten beim Heranwachsen und ihre Empfindungen.

    Ihren Text zu lesen ist sehr berührend und macht einen traurig.

    Sie nimmt das Private und Persönliche immer als Ausgangsmoment um den Zustand unserer derzeitigen Gesellschaft zu beschreiben. Sie nutzt ihre Erfahrungen und Ansichten, um uns Leser zu animieren uns selbst zu hinterfragen und uns im Spiegel zu betrachten. Will man wirklich auf diese Art leben, wie wir Menschen es tun, mit all den Veränderungen auf der Welt, oder will man sich einmischen und den negativen Bewegungen, die uns alle betreffen, etwas entgegensetzen?

    Im letzten Drittel geht sie dann vom Erzählen fast schon ins Predigen über. Sie philosophiert viel über den Glauben und die Kirche.

    Susanna Tamaro zu empfehlen ist leicht, weil sie sehr genau und einfühlsam beschreibt, weil man sie versteht und sich selbst in vielem wiedererkennt.  

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Hundertmorgenwalds avatar
    Hundertmorgenwaldvor einem Jahr
    Ein sprachlich wundervolles Buch

    Inhalt:
    Die 60 jährige italienische Schriftstellerin Susanna Tamaro, bekannt durch ihren Welterfolg "Geh wohin dein Herz dich trägt" schreibt ihre Autobiographie. 

    Sie hatte es nicht leicht als Kind. Sie konnte sich nicht mit ihrer Weiblichkeit identifizieren und hasste alles,  was damit zu tun hatte.  Sie stellte schon als Kindergartenkind vielschichtige Fragen und wurde weder von den Eltern noch von den Lehrern verstanden, wenn gar wahrgenommen.  Sie schaffte es nicht, sich in die Gemeinschaft der Kinder einzufügen.  Das, was für andere Kinder ein Vergnügen war, war für sie eine Qual. 
    "Dieses Mädchen wird Ihnen ernste Probleme bereiten", sagte die Kindergärtnerin am Ende des Jahres zu meiner Mutter, "ich möchte nicht ausschließen, dass sie in einer Irrenanstalt landet." 
    Sie schildert vordergründig Erlebnisse aus ihrem Leben, doch hauptsächlich sind es die komplexen Fragen, die das Buch begleiten und im Verlauf der Erzählungen immer tiefgründiger werden.

     Meine Meinung: 
    Die Sprache ist glasklar, mit einer bestechenden Prägnanz. Das lässt mein Leserherz höher schlagen. 
    Dennoch fiel es mir schwer, die Geschichte zu lesen, weil sie doch ganz schön deprimierend ist. Gerade weil ihre Sprache so präzise ist, liegt das Schwere, was Tamaro erlebt hat, deutlich spürbar vor einem. 
    Ich vermute, dass sie hochbegabt ist und hochsensibel, aber sie verwehrt sich irgendwelcher Dankschubladen.  Einmal musste sie sich an Karneval als Rotkäppchen verkleiden. "Ich erinnere mich an ein schreckliches Jahr, als mir das Rotkäppchenkostüm zufiel. Der Weg, den ich zu Fuß zurücklegen musste, um zum Ort der Feierlichkeiten zu gelangen, ist mir als der längste meines Lebens in Erinnerung. Ich hielt den Weidenkorb mit dem Essen für die Großmutter in der Hand, auf dem Kopf trug ich eine lächerliche Haube, ein kariertes Tuch als Mäntelchen um die Schultern, so schlich ich an den Häuserwänden entlang.  Wie kann Rotkäppchen Spaß haben, wenn es weiß, dass es wenig später vom Wolf gefressen wird?" Ich denke, ich kann sagen, dass nicht viele Kinder sich solche Gedanken machen.
    Im hinteren Teil des Buches geht es auch um Glaube, Religion und Gott.  Hier möchte ich eine Warnung an sehr gläubige Menschen aussprechen. Ich könnte mir vorstellen, dass manches, was sie schreibt, verletzend ist. Das ein oder andere Mal musste selbst ich ein wenig zusammen zucken. 
    Manchmal verstehe ich sie einfach nicht.  "Was ich mir damals, vor mittlerweile fünfzig Jahren, ausmalte, ist fast alltägliche Praxis geworden. Plötzlich, ohne jede Vorwarnung, greift ein Vater zum Messer und setzt dem Leben seiner Kinder in wenigen  Augenblicke eine Ende."
    Keine Frage, das jeder Mord am Kind und jede Misshandlung und Missbrauch das, wie Tamaro schreibt, das "verabscheuungswürdigste aller Verbrechen" ist.  Aber das der Mord eines Kindes "alltägliche Praxis" ist, möchte ich doch bestreiten.  Ebenso wie wenn man unsere heutige Wirklichkeit betrachtet, "erscheint 1984 von Orwell wie ein harmloser Text für Klosterschülerinnen". 
    Alles in allem ein sprachlich wundervolles Buch, inhaltlich nicht immer einfach anzunehmen. Auf jeden Fall bekommt man einen tiefen Eindruck in Tamaros Erleben, in ihre Gedanken und Gefühle.
    4,5 Sterne

    Kommentieren0
    16
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks