Susanna Tamaro Tobias und der Engel

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Inhaltsangabe zu „Tobias und der Engel“ von Susanna Tamaro

Bei Martina daheim gibt es ständig Ärger - es krachen die Türen, und zwischen den Eltern fliegen die Fetzen. Bis es Martina zu bunt wird: Sie haut von zu Hause ab, macht sich auf den Weg und findet - ähnlich wie Tobias - ihren Schutzengel.

Ein eindrucksvolles Großstadtmärchen über die Kraft der Fantasie und der Gefühle...

— parden

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  • Ein eindrucksvolles Großstadtmärchen...

    Tobias und der Engel

    parden

    EIN EINDRUCKSVOLLES GROSSSTADTMÄRCHEN... Die achtjährige Martina lebt in einem langweiligen Reihenhaus mit Eltern, die sich ständig streiten. Verschreckt von den Fußtritt-Sätzen und Stein-ins-Gesicht-Wörtern, die sie zu Hause hört, sagt Martina selbst bald gar nichts mehr. In der Schule hänselt man sie schon als Stummina, und im Unterricht tanzen die Durcheinander-Wörter um sie herum wie Konfetti auf einem Faschingsfest. Zum Glück gibt es Großvater, dessen Worte Türen öffnen, anstatt sie zuzuschlagen. Von ihm lernt das Kind die Sprache der Dinge und der Tiere. Und sie spielen miteinander. Dann wird aus dem verschreckten Mädchen der unbekümmerte freche 'Hund' Tobias, der sich alles traut. Schließlich wird es zu Hause aber endgültig zu schlimm, und so wagt sich Martina allein hinaus in die Welt, auf der Suche nach ihrem Schicksal... Seit Martina auf der Welt ist, wird sie täglich Zeuge des Streits zwischen ihren Eltern. Sie fühlt sich unerwünscht, glaubt manchmal gar, vertauscht worden zu sein. Anfangs schrie sie panisch, wenn sie von den Wutausbrüchen der Eltern geweckt wurde, später versteckte sie sich unterm Bett, dann schenkte ihr der Großvater ein Bild, das seither in ihrem Zimmer hängt: ein Häuschen in verschneiten Bergen. 'Wenn du nicht mehr weißt, wo du hin sollst', hatte er zu ihr gesagt, 'dann flüchte dich in die Landschaft. Wandere durch den Schnee und atme tief. Und wenn du bei dem Häuschen angelangt bist, geh hinein und schließ dich ein.' (S. 28) Wie soll man in der Schule aufpassen, wenn es doch so viel wichtigere Fragen gibt? Warum man auf der Welt ist, zum Beispiel. Oder weshalb man dauernd weinen muss. Martina verstummt auch in der Schule, die anderen Kinder machen sich über sie lustig, die Leherin ist genervt. Es kommt, wie es kommen muss: die Noten werden schlecht, es gibt einen Brief an die Eltern. Und die Eltern streiten so schlimm wie nie zuvor, geben sich gegenseitig die Schuld, halten es nicht aus. Dabei verstummt Martina noch ein wenig mehr. '...und meine Eltern machen sich nichts aus mir... Wenn es mich gar nicht gäbe, wäre es auch egal, nein, sogar besser.' (S. 66) Als der Großvater plötzlich auch nicht mehr auftaucht, hat Martina das Gefühl, nun gar nicht mehr erwünscht zu sein - und reißt von zu Hause aus. Allein, im Winter, ohne Geld, ohne Essen. Und unbeachtet von den Menschen, denen sie begegnet. Sie will ihr Schicksal finden, doch weiß sie nicht wie. Das Schicksal kam ihr nicht entgegen, und sie hatte nicht die geringste Ahnung, wo sie anfangen sollte, es zu suchen. (S. 105) Doch sie macht Begegnungen, die ihr Leben verändern. Die sie stark machen. Die ihr zeigen, dass sie einen Platz im Leben hat. Die Suche nach ihrem Weg verändert alles... Die Italienerin Susanna Tamaro fabuliert hier mit viel Fantasie und Poesie, und manche Szene hat mich berührt, obgleich es ein Märchen ist. Gerade die Wut-Sätze, die Fußtritt-Sätze, die Pfeil-Wörter oder die Stein-ins-Gesicht-Wörter waren so ausdrucksstark, dass ich nachempfinden konnte, wie das Mädchen sich fühlen musste. Die Durcheinander-Wörter in der Schule, die Trost-Wörter des Großvaters... Eine sehr bildhafte Sprache, derer sich die Autorin hier bedient. Die zahlreichen Illustrationen von Ute Krause unterstreichen diese Bilder noch ausdrucksstark, sind eine wundervolle Ergänzung des Textes. Ein einrucksvolles Großstadtmärchen über die Kraft der Fantasie und der Gefühle präsentiert Susanna Tamaro hier. Ein Buch, das ich mir als Kind gewünscht hätte. © Parden

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