Susanne Ayoub

 3.5 Sterne bei 48 Bewertungen
Autor von Der Edelsteingarten, Engelsgift und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Susanne Ayoub

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Der Edelsteingarten

Der Edelsteingarten

 (17)
Erschienen am 04.02.2016
Engelsgift

Engelsgift

 (17)
Erschienen am 02.09.2005
Das Mädchen von Ravensbrück

Das Mädchen von Ravensbrück

 (4)
Erschienen am 09.03.2012
Mandragora

Mandragora

 (5)
Erschienen am 01.08.2010
Schattenbraut

Schattenbraut

 (4)
Erschienen am 06.08.2007
Liebe. Gedichte

Liebe. Gedichte

 (0)
Erschienen am 01.12.2006
Der Edelsteingarten: Roman

Der Edelsteingarten: Roman

 (0)
Erschienen am 28.05.2016

Neue Rezensionen zu Susanne Ayoub

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K

Rezension zu "Der Edelsteingarten" von Susanne Ayoub

Interessante Konstellation, letztlich aber zu oberflächlich und banal.
Katharina99vor 3 Jahren

Im Jahr 1955 lernt Laura in Wien Younis kennen, einen westlich orientierten Iraker. Beide verlieben sich und da Laura in Wien nicht viel zu verlieren hat, folgt sie Younis in dessen Heimat. Sie spricht kein arabisch, kennt im Irak außer Younis niemanden und hat keine Ahnung von dem Land und der Kultur, die sie erwarten. All das ändert sich schrittweise, doch ihre Rolle als Muslima und Ehefrau kann sie bis zuletzt nicht recht annehmen. Umgekehrt begehrt sie jedoch auch nicht dagegen auf, sondern verharrt in Passivität. Daran ändert sich auch nichts, als die große Liebe zu Younis zusehends Enttäuschung und Frustration weicht. Younis engagiert sich politisch, während der revolutionären Umbrüche im Irak ist er praktisch gar nicht mehr für die Familie da. Laura hingegen bleibt zu Hause, kümmert sich um die gemeinsame Tochter und interessiert sich nicht weiter für das, was in ihrer neuen Heimat passiert. Da die Geschichte aus Lauras Perspektive geschrieben ist, bekommt man daher auch als Leserin nicht viel von den politischen Geschehnissen mit, sondern verharrt mit Laura in deren Grübeleien.

Der "Edelsteingarten" gefiel mir zunächst sehr gut. Die Konstellation ist spannend gewählt, ich war neugierig mehr über den Irak vor Saddam Hussain zu erfahren. Tatsächlich wurden auch ein paar Speisen beschrieben und eine irakische Hochzeit dargestellt, je weiter die Handlung voranschritt, desto seltener wurden solche kulturellen Besonderheiten jedoch erwähnt. Besonders schade fand ich, dass auch die politischen Umstände weitgehend ausgespart wurden. Nur am Rande bekommt man beim Lesen etwa mit, dass der König von Revolutionären gestürzt wird. So bleibt der Roman letztlich eine banale Liebesgeschichte, mit einer außergewöhnlichen Konstellation, aber ohne dem politischen und kulturellen Anspruch, den ich mir erhofft hatte.

Hinzu kommt, dass die Geschichte für mich bisweilen kaum nachzuvollziehen war, da ich Lauras Passivität und Desinteresse einfach nicht verstehen konnte. Bisweilen hat es mich fast schon wütend gemacht, dass sie nur zu Hause sitzt, statt Verantwortung für sich und ihr Kind zu übernehmen. Vielleicht hatte ich auch dadurch Schwierigkeiten, in die Geschichte zu finden und mit Laura mitzufühlen.

Alles in allem empfand ich "Der Edelsteingarten" daher als einen Roman mit einer interessanten Idee, der jedoch dieses Potential nicht ausschöpfen kann. Über blieb daher eine solide geschriebene, letztlich aber etwas banale und oberflächliche Liebesgeschichte.

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Maddinliests avatar

Rezension zu "Der Edelsteingarten" von Susanne Ayoub

Der Schein des Orients
Maddinliestvor 3 Jahren

Eine Liebesgeschichte mit einer interessanten Konstellation zweier Menschen mit unterschiedlichen Kulturen, die mich aber leider nicht fesseln konnte.

Durch Zufall lernen sich die Wienerin Laura und Younis aus Bagdad im Jahre 1955 kennen. Schnell entflammt eine große Liebe zwischen den Beiden und Laura beschließt Wien den Rücken zu kehren und Younis in den zauberhaften und schönen Orient zu folgen. Zunächst auch gestärkt durch die starke Liebe geniessen die Beiden ihr Leben vor Ort, doch nach dem Attentat auf die Königsfamilie und den damit einhergehenden Untergang der irakischen Monarchie endet die Glückseligkeit für Laura. Sie muss erkennen, dass sie Younis nicht wirklich kennt und der Unterschied der jeweiligen Kulturen wird mehr und mehr deutlich. Laura muss Entscheidungen für sich und die mittlerweile geborene Tochter treffen...

Susanne Ayoub beschreibt in "Der Edelsteingarten" Die Lebens-geschichte ihrer eigenen Eltern. Sie erzählt diese in einer bildreichen und sehr flüssig zu lesenden Schreibweise. Leider konnte mich die Geschichte nicht packen, da aus meiner Sicht die Charaktere keine Faszination auslösten und ich mich somit nicht in sie hineinversetzen konnte. Gerade Laura, die nach der großen Verliebtheit einsehen muss, ihren Mann Younis nicht wirklich zu kennen und unter seinen unkontrollierten Gefühlsausbrüchen zu leiden hat, wirkt hier als ein schwacher Charakter. Sie versucht nicht das Ruder herumzureißen oder Entscheidungen für sich und ihre Tochter zu treffen. Auch kommen mir die sehr interessanten politischen und kulturellen Geschehnisse in dem Buch, die sicherlich sehr viel Potential haben, zu kurz, so dass die Geschichte zwischen Younis und Laura zu einer normalen Beziehungs-geschichte wird.

Insgesamt konnte mich das Buch nicht begeistern, so dass ich es mit 3 von 5 Sternen bewerte.

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Rezension zu "Der Edelsteingarten" von Susanne Ayoub

Kein Märchen aus Tausendundeiner Nacht
Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren

Wien, im Jahr 1955. Laura lernt Younis kennen, einen jungen Mann aus dem Irak, der mit seinen Brüdern auf Europatour ist. Die beiden verlieben sich und schnell entscheidet sich Laura, die mit ihrem Leben in Wien unzufrieden ist, Younis in seine Heimat zu folgen.

Sie kommt in eine völlig neue Welt, von der sie bisher nichts weiß. Sie spricht die Sprache nicht, kennt die Sitten und Gebräuche nicht und muss auch bald feststellen, dass Younis sich hier teilweise doch sehr anders verhält und auch von ihr anderes Verhalten erwartet als in Europa üblich.

Dennoch sieht sie auch die schönen Seiten ihrer neuen Heimat und eine Trennung von Younis und Rückkehr nach Hause stehen für sie nicht zur Debatte.
Aber auf den Irak kommen stürmische Zeiten zu, die Gesellschaft ist im Umbruch, es gibt Kämpfe, Revolution und Bürgerkrieg. Steht Lauras Familie hier auf der richtigen Seite? Und hat ihre Liebe in diesem Umfeld eine Chance?

Von diesem Buch hatte ich mir einiges versprochen, in der Kurzbeschreibung wird auch erwähnt, dass die Autorin hier biographische Elemente aus ihrer eigenen Familie hat einfließen lassen. Außerdem muss ich zugeben, dass ich über die Geschichte des Irak vor Saddam Hussein kaum etwas weiß und hatte gehofft, hier in Romanform einiges dazulernen zu dürfen.

Es fängt auch vielversprechend an, wobei ich über Laura zu Beginn immer wieder entsetzt den Kopf schütteln musste. So völlig ohne Kenntnisse einem praktisch fremden Mann in ein unbekanntes Land zu folgen – die große Liebe oder eine große Dummheit? Auf jeden Fall ist ihr eine gewisse Naivität nicht abzusprechen. Andererseits gibt es heute so viele Erfahrungsberichte von Frauen, die ähnliche Entscheidungen getroffen und später bitter bereut haben, dass man hier als Leserin wahrscheinlich vorbelastet ist, während Laura in den 50er Jahren wohl kaum derartige Geschichten gekannt haben dürfte.

Im weiteren Verlauf enttäuschte mich das Buch leider immer mehr. Die Beziehung zwischen Laura und Younis war für mich sehr schwer zu verstehen. Ich konnte einfach nicht nachvollziehen, was diese beiden Menschen beieinander hält, bei keinem von beiden. Große Gefühle zwischen ihnen kamen bei mir als Leserin einfach nicht an, die vielfältigen Schwierigkeiten, kultureller und persönlicher Art, hingegen schon. Beide verharren jedoch die meiste Zeit in einer merkwürdigen Passivität, vor allem Laura, die das Leben um sich herum einfach geschehen lässt und sich relativ wenig für ihr Umfeld und die Entwicklungen darin zu interessieren scheint. Younis blieb für mich als Leserin die meiste Zeit ein großes Rätsel, was er tut und fühlt, bleibt ziemlich im Dunkeln.

Insgesamt lässt mich das Buch mit vielen Fragezeichen zurück, weder wurde die irakische Geschichte für mich als Laien nachvollziehbar erzählt, noch konnte ich mit der Geschichte der beiden Hauptfiguren viel anfangen, alles bleibt sehr distanziert und merkwürdig emotionslos.

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Gespräche aus der Community

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Herbig_Verlags avatar
Liebe Leser*innen !

Am 5. Februar ist der neue Roman "Der Edelsteingarten" von Susanne Ayoub erschienen und wir laden euch ein, bei unserer neuen Leserunde mitzumachen!
Der LangenMüller Verlag verlost 20 Printexemplare dieses bewegenden Familiendramas mit Thrillerelementen.

Zum Inhalt des Buches:

Am Weihnachtsabend des Jahres 1955 kreuzen sich die Wege von Laura aus Wien und Younis aus Bagdad. Aus dem tristen Wien der Nachkriegszeit folgt Laura Younis in seine Heimat. Im Edelsteingarten aus dem babylonischen Gilgamesh-Epos sind die Bäume, die Blätter und Früchte aus kostbarem Gestein, es gibt keine Finsternis nur Sonnenschein. Märchenhaft wie dieses Bild erscheint Laura der Weg in ihr neues Leben. Die Welt des Orients mit seinen Farben, Düften und Klängen zieht sie in ihren Bann. Doch der Bürgerkrieg, ausgelöst durch ein Attentat auf die Königsfamilie, stürzt das Land ins Chaos. Nichts bleibt, wie es war. Auch Younis wird ein anderer. Laura erkennt, sie hat einen Fremden geheiratet.

Die Bestseller-Autorin Susanne Ayoub lässt sich in ihrem neuen Roman von der bewegenden Lebens– und Liebesgeschichte ihrer Eltern inspirieren. Die Protagonisten bewegen sich im Spannungsfeld zweier unterschiedlicher Kulturen und Religionen. In bildhafter Sprache verwebt die Autorin die Geschichte von Laura und Younis mit den politischen Geschehnissen im Irak der 60er Jahre und trägt damit zum Verständnis der islamischen und westlichen Welt bei.

Die Autorin:

Susanne Ayoub geboren 1956 in Bagdad und bis zu ihrem sechsten Lebensjahr mit ihrer Familie im Irak aufgewachsen, lebt heute in Wien. Sie arbeitet als Autorin und Regisseurin für Radio und Film. Sie schreibt Drehbücher, Hörspiele und Romane, u.a. die Kriminalromane „Engelsgift“, „Schattenbraut“ und „Mandragora“. Für ihre Arbeiten erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen. Auf den Spuren ihrer Vergangenheit hat Susanne Ayoub den Film „Baghdad Fragment“ gedreht. Weitere Informationen unter: www.susanneayoub.at


LangenMüller verlost 20 Exemplare von „Der Edelsteingarten". Schreibt dazu einfach in die Kommentare, warum ihr gerne an der Leserunde teilnehmen möchtet. Bewerben könnt ihr euch bis einschließlich zum 22. Februar 2016. Am 23. Februar 2016 werden die Gewinner*innen dann benachrichtigt.
Viel Spaß beim Mitmachen!
K
Letzter Beitrag von  Katharina99vor 3 Jahren
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