Susanne Ayoub Der Edelsteingarten

(17)

Lovelybooks Bewertung

  • 17 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 17 Rezensionen
(1)
(2)
(14)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Der Edelsteingarten“ von Susanne Ayoub

Bagdad – Es begann wie im Märchen … Am Weihnachtsabend des Jahres 1955 kreuzen sich ihre Wege. Es ist Liebe auf den ersten Blick zwischen Laura aus Wien und Younis aus Bagdad und wird es bis zum letzten bleiben. Aus dem Wien der Nachkriegszeit folgt Laura Younis in seine Heimat, die damals neu erbaute, elegante Metropole. Fremd und zugleich wundervoll erscheint Laura das Leben im Irak, die Welt des Orients mit ihren Düften, Farben und Klängen zieht sie in ihren Bann. Doch jenseits der Villen, wo die Wohlhabenden wie im Märchen leben, endet die Idylle. Das Attentat auf die Königsfamilie stürzt das Land in ein Chaos. Allein zu Hause mit ihrer Tochter Jenny erlebt Laura den Ausbruch des Bürgerkrieges. Auch Younis wird ein anderer, er führt ein zweites Leben an dem seine Frau nicht teilhaben darf. Wie die Wellen der Gewalt das Land, so erschüttert Younis’ Geheimnis das Vertrauen in ihre Ehe.

Eine Liebesgeschichte im Irak der 1950er und 60 er Jahre, die jedoch zu oberflächlich und banal bleibt.

— Katharina99
Katharina99

Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte in der Zeit der Revolutionswirren des Iraks in den 50er Jahren. Leider bleibt Vieles zu oberflächlich.

— Xirxe
Xirxe

Interessanter Hintergrund - Bagdad in den 1950/60er Jahren - aber die Protagonisten bleiben blass

— black_horse
black_horse

Schöne Geschichte vor einer märchenhaften Kulisse . Aber die Leidenschaft kommt zu kurz

— melusina74
melusina74

Interessante Liebesgeschichte mit schwächen in der Umsetzung!

— mabuerele
mabuerele

Eine mitreißende, autobiographisch angehauchte Liebesgeschichte inmitten der politischen Wirren von Bagdad der 50 er und 60er Jahre.

— louella2209
louella2209

Eine interessante Geschichte, die mich aber leider nicht wirklich immer fesseln konnte

— Diana182
Diana182

Geschichte über eine Liebe in Bagdad zu Zeiten der Revolten in den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts

— krimielse
krimielse

Das Buch weist beim genauen Hinsehen leider einige Mängel auf. Dennoch eine schöne Geschichte über eine fremde Kultur.

— Mrs. Dalloway
Mrs. Dalloway

Der Roman beruht auf einer wahren Liebesgeschichte. Die Kulisse Irak beeindruckt. Mehr Seiten und Infos zum Schluss hätten gut getan.

— Lunamonique
Lunamonique

Stöbern in Romane

Acht Berge

Ein Buch über die liebe zu den Bergen der eigenen Heimat. Über Vaterschaft, Freundschaft, Liebe und Leben. Wundervoll

papaverorosso

Drei Tage und ein Leben

Ein Psychodrama der Extraklasse und ein Romanhighlight 2017!

Barbara62

Mensch, Rüdiger!

Es zählt nicht, wie oft Du hinfällst. Es zählt nur, wie oft Du wieder aufstehst! Dieses Buch macht Spaß und Mut!

MissStrawberry

Und es schmilzt

Gutes, trauriges Buch.

Lovely90

QualityLand

Tolles & spannendes Buch, das ich weiterempfehlen kann. Leider etwas abruptes Ende.

Jinscha

Durch alle Zeiten

Ein heftiges Leben vor trügerisch idyllischer Bergkulisse

buchmachtkluch

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Leserunde zu "Der Edelsteingarten" von Susanne Ayoub

    Der Edelsteingarten
    Herbig_Verlag

    Herbig_Verlag

    Liebe Leser*innen ! Am 5. Februar ist der neue Roman "Der Edelsteingarten" von Susanne Ayoub erschienen und wir laden euch ein, bei unserer neuen Leserunde mitzumachen! Der LangenMüller Verlag verlost 20 Printexemplare dieses bewegenden Familiendramas mit Thrillerelementen. Zum Inhalt des Buches: Am Weihnachtsabend des Jahres 1955 kreuzen sich die Wege von Laura aus Wien und Younis aus Bagdad. Aus dem tristen Wien der Nachkriegszeit folgt Laura Younis in seine Heimat. Im Edelsteingarten aus dem babylonischen Gilgamesh-Epos sind die Bäume, die Blätter und Früchte aus kostbarem Gestein, es gibt keine Finsternis nur Sonnenschein. Märchenhaft wie dieses Bild erscheint Laura der Weg in ihr neues Leben. Die Welt des Orients mit seinen Farben, Düften und Klängen zieht sie in ihren Bann. Doch der Bürgerkrieg, ausgelöst durch ein Attentat auf die Königsfamilie, stürzt das Land ins Chaos. Nichts bleibt, wie es war. Auch Younis wird ein anderer. Laura erkennt, sie hat einen Fremden geheiratet. Die Bestseller-Autorin Susanne Ayoub lässt sich in ihrem neuen Roman von der bewegenden Lebens– und Liebesgeschichte ihrer Eltern inspirieren. Die Protagonisten bewegen sich im Spannungsfeld zweier unterschiedlicher Kulturen und Religionen. In bildhafter Sprache verwebt die Autorin die Geschichte von Laura und Younis mit den politischen Geschehnissen im Irak der 60er Jahre und trägt damit zum Verständnis der islamischen und westlichen Welt bei. Die Autorin: Susanne Ayoub geboren 1956 in Bagdad und bis zu ihrem sechsten Lebensjahr mit ihrer Familie im Irak aufgewachsen, lebt heute in Wien. Sie arbeitet als Autorin und Regisseurin für Radio und Film. Sie schreibt Drehbücher, Hörspiele und Romane, u.a. die Kriminalromane „Engelsgift“, „Schattenbraut“ und „Mandragora“. Für ihre Arbeiten erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen. Auf den Spuren ihrer Vergangenheit hat Susanne Ayoub den Film „Baghdad Fragment“ gedreht. Weitere Informationen unter: www.susanneayoub.at LangenMüller verlost 20 Exemplare von „Der Edelsteingarten". Schreibt dazu einfach in die Kommentare, warum ihr gerne an der Leserunde teilnehmen möchtet. Bewerben könnt ihr euch bis einschließlich zum 22. Februar 2016. Am 23. Februar 2016 werden die Gewinner*innen dann benachrichtigt. Viel Spaß beim Mitmachen!

    Mehr
    • 262
  • Interessante Konstellation, letztlich aber zu oberflächlich und banal.

    Der Edelsteingarten
    Katharina99

    Katharina99

    17. April 2016 um 22:00

    Im Jahr 1955 lernt Laura in Wien Younis kennen, einen westlich orientierten Iraker. Beide verlieben sich und da Laura in Wien nicht viel zu verlieren hat, folgt sie Younis in dessen Heimat. Sie spricht kein arabisch, kennt im Irak außer Younis niemanden und hat keine Ahnung von dem Land und der Kultur, die sie erwarten. All das ändert sich schrittweise, doch ihre Rolle als Muslima und Ehefrau kann sie bis zuletzt nicht recht annehmen. Umgekehrt begehrt sie jedoch auch nicht dagegen auf, sondern verharrt in Passivität. Daran ändert sich auch nichts, als die große Liebe zu Younis zusehends Enttäuschung und Frustration weicht. Younis engagiert sich politisch, während der revolutionären Umbrüche im Irak ist er praktisch gar nicht mehr für die Familie da. Laura hingegen bleibt zu Hause, kümmert sich um die gemeinsame Tochter und interessiert sich nicht weiter für das, was in ihrer neuen Heimat passiert. Da die Geschichte aus Lauras Perspektive geschrieben ist, bekommt man daher auch als Leserin nicht viel von den politischen Geschehnissen mit, sondern verharrt mit Laura in deren Grübeleien.Der "Edelsteingarten" gefiel mir zunächst sehr gut. Die Konstellation ist spannend gewählt, ich war neugierig mehr über den Irak vor Saddam Hussain zu erfahren. Tatsächlich wurden auch ein paar Speisen beschrieben und eine irakische Hochzeit dargestellt, je weiter die Handlung voranschritt, desto seltener wurden solche kulturellen Besonderheiten jedoch erwähnt. Besonders schade fand ich, dass auch die politischen Umstände weitgehend ausgespart wurden. Nur am Rande bekommt man beim Lesen etwa mit, dass der König von Revolutionären gestürzt wird. So bleibt der Roman letztlich eine banale Liebesgeschichte, mit einer außergewöhnlichen Konstellation, aber ohne dem politischen und kulturellen Anspruch, den ich mir erhofft hatte.Hinzu kommt, dass die Geschichte für mich bisweilen kaum nachzuvollziehen war, da ich Lauras Passivität und Desinteresse einfach nicht verstehen konnte. Bisweilen hat es mich fast schon wütend gemacht, dass sie nur zu Hause sitzt, statt Verantwortung für sich und ihr Kind zu übernehmen. Vielleicht hatte ich auch dadurch Schwierigkeiten, in die Geschichte zu finden und mit Laura mitzufühlen.Alles in allem empfand ich "Der Edelsteingarten" daher als einen Roman mit einer interessanten Idee, der jedoch dieses Potential nicht ausschöpfen kann. Über blieb daher eine solide geschriebene, letztlich aber etwas banale und oberflächliche Liebesgeschichte.

    Mehr
  • Der Schein des Orients

    Der Edelsteingarten
    Maddinliest

    Maddinliest

    Eine Liebesgeschichte mit einer interessanten Konstellation zweier Menschen mit unterschiedlichen Kulturen, die mich aber leider nicht fesseln konnte. Durch Zufall lernen sich die Wienerin Laura und Younis aus Bagdad im Jahre 1955 kennen. Schnell entflammt eine große Liebe zwischen den Beiden und Laura beschließt Wien den Rücken zu kehren und Younis in den zauberhaften und schönen Orient zu folgen. Zunächst auch gestärkt durch die starke Liebe geniessen die Beiden ihr Leben vor Ort, doch nach dem Attentat auf die Königsfamilie und den damit einhergehenden Untergang der irakischen Monarchie endet die Glückseligkeit für Laura. Sie muss erkennen, dass sie Younis nicht wirklich kennt und der Unterschied der jeweiligen Kulturen wird mehr und mehr deutlich. Laura muss Entscheidungen für sich und die mittlerweile geborene Tochter treffen... Susanne Ayoub beschreibt in "Der Edelsteingarten" Die Lebens-geschichte ihrer eigenen Eltern. Sie erzählt diese in einer bildreichen und sehr flüssig zu lesenden Schreibweise. Leider konnte mich die Geschichte nicht packen, da aus meiner Sicht die Charaktere keine Faszination auslösten und ich mich somit nicht in sie hineinversetzen konnte. Gerade Laura, die nach der großen Verliebtheit einsehen muss, ihren Mann Younis nicht wirklich zu kennen und unter seinen unkontrollierten Gefühlsausbrüchen zu leiden hat, wirkt hier als ein schwacher Charakter. Sie versucht nicht das Ruder herumzureißen oder Entscheidungen für sich und ihre Tochter zu treffen. Auch kommen mir die sehr interessanten politischen und kulturellen Geschehnisse in dem Buch, die sicherlich sehr viel Potential haben, zu kurz, so dass die Geschichte zwischen Younis und Laura zu einer normalen Beziehungs-geschichte wird. Insgesamt konnte mich das Buch nicht begeistern, so dass ich es mit 3 von 5 Sternen bewerte.

    Mehr
    • 2
  • Kein Märchen aus Tausendundeiner Nacht

    Der Edelsteingarten
    Spatzi79

    Spatzi79

    13. April 2016 um 14:51

    Wien, im Jahr 1955. Laura lernt Younis kennen, einen jungen Mann aus dem Irak, der mit seinen Brüdern auf Europatour ist. Die beiden verlieben sich und schnell entscheidet sich Laura, die mit ihrem Leben in Wien unzufrieden ist, Younis in seine Heimat zu folgen.Sie kommt in eine völlig neue Welt, von der sie bisher nichts weiß. Sie spricht die Sprache nicht, kennt die Sitten und Gebräuche nicht und muss auch bald feststellen, dass Younis sich hier teilweise doch sehr anders verhält und auch von ihr anderes Verhalten erwartet als in Europa üblich.Dennoch sieht sie auch die schönen Seiten ihrer neuen Heimat und eine Trennung von Younis und Rückkehr nach Hause stehen für sie nicht zur Debatte.Aber auf den Irak kommen stürmische Zeiten zu, die Gesellschaft ist im Umbruch, es gibt Kämpfe, Revolution und Bürgerkrieg. Steht Lauras Familie hier auf der richtigen Seite? Und hat ihre Liebe in diesem Umfeld eine Chance?Von diesem Buch hatte ich mir einiges versprochen, in der Kurzbeschreibung wird auch erwähnt, dass die Autorin hier biographische Elemente aus ihrer eigenen Familie hat einfließen lassen. Außerdem muss ich zugeben, dass ich über die Geschichte des Irak vor Saddam Hussein kaum etwas weiß und hatte gehofft, hier in Romanform einiges dazulernen zu dürfen.Es fängt auch vielversprechend an, wobei ich über Laura zu Beginn immer wieder entsetzt den Kopf schütteln musste. So völlig ohne Kenntnisse einem praktisch fremden Mann in ein unbekanntes Land zu folgen – die große Liebe oder eine große Dummheit? Auf jeden Fall ist ihr eine gewisse Naivität nicht abzusprechen. Andererseits gibt es heute so viele Erfahrungsberichte von Frauen, die ähnliche Entscheidungen getroffen und später bitter bereut haben, dass man hier als Leserin wahrscheinlich vorbelastet ist, während Laura in den 50er Jahren wohl kaum derartige Geschichten gekannt haben dürfte.Im weiteren Verlauf enttäuschte mich das Buch leider immer mehr. Die Beziehung zwischen Laura und Younis war für mich sehr schwer zu verstehen. Ich konnte einfach nicht nachvollziehen, was diese beiden Menschen beieinander hält, bei keinem von beiden. Große Gefühle zwischen ihnen kamen bei mir als Leserin einfach nicht an, die vielfältigen Schwierigkeiten, kultureller und persönlicher Art, hingegen schon. Beide verharren jedoch die meiste Zeit in einer merkwürdigen Passivität, vor allem Laura, die das Leben um sich herum einfach geschehen lässt und sich relativ wenig für ihr Umfeld und die Entwicklungen darin zu interessieren scheint. Younis blieb für mich als Leserin die meiste Zeit ein großes Rätsel, was er tut und fühlt, bleibt ziemlich im Dunkeln.Insgesamt lässt mich das Buch mit vielen Fragezeichen zurück, weder wurde die irakische Geschichte für mich als Laien nachvollziehbar erzählt, noch konnte ich mit der Geschichte der beiden Hauptfiguren viel anfangen, alles bleibt sehr distanziert und merkwürdig emotionslos.

    Mehr
  • Eine Liebe in Bagdad

    Der Edelsteingarten
    BuchNotizen

    BuchNotizen

    05. April 2016 um 22:56

    In „Der Edelsteingarten“ erzählt Susanne Ayoub, aus der Perspektive von Laura, über eine ungewöhnliche Liebe zweier sehr unterschiedlicher Menschen. Als Vorlage diente die Liebesgeschichte ihrer Eltern. Nach einem dramatischen Prolog geht es zurück ins beschauliche Wien, wo die Liebe zwischen Laura und Younis ihren Anfang nimmt. Es folgen bildhafte Beschreibungen von Lauras Begegnungen mit der fremden Kultur und Mentalität, dem Alltag und Leben in einer orientalischen Stadt der 50er und 60er Jahre. Anfangs fesselnd geschrieben wird der Roman immer mehr zur oberflächlichen Erzählung einer Beziehungsgeschichte. Es werden wiederholt Begebenheiten angefangen und nicht zu Ende ausgeführt. Es bleiben Fragen offen. Dramatische Begebenheiten werden mir zu nüchtern erzählt. Meine Erwartungen an den Roman haben sich nicht erfüllt. Die dramatischen politischen Ereignisse und das Aufeinanderprallen zweier so unterschiedlicher Kulturen bieten viel Stoff für einen packenden Roman. Leider ist die Umsetzung nicht ganz gelungen. Schade, hier wurde viel Potenzial verschenkt. Die beiden Charaktere Laura und Younis bleiben oberflächlich und entwickeln sich nicht weiter. Dafür gibt es einige interessante Nebenfiguren. Laura wurde mir mit jedem Kapitel immer unsympathischer. Ich konnte ihre Gedanken und Gefühle nicht nachvollziehen. Ihre Vorstellungen und Wünsche werden nicht preisgegeben. Sie wirkt auf mich, wie eine unzufriedene, frustrierte und gelangweilte Hausfrau. Sie entwickelt sich nicht weiter, was Angesicht der Ereignisse erstaunlich ist. Sie ist nicht zu Kompromissen bereit und bringt kein Verständnis für ihren Mann auf, und klammert sich stattdessen an ihre Tochter Jenny. Die Figur der Laura ist für mich unglaubwürdig. Laura hat sich Hals über Kopf in Younis verliebt und folgt ihm, ohne zu wissen, auf was sie sich einlässt. Mit der Heirat wurde sie Muslima, mit allen Rechten und Pflichten und erhielt einen neuen Namen. Trotz allem war Younis für sie der richtige Mann, auf den sie so lange gewartet hat. Laura liebte Bagdad und war am Ort ihrer Träume gelandet. Doch sie weiß kaum etwas über ihre neue Wahlheimat und statt in einem Märchen aus 1001 Nacht, findet sie sich in einem Land kultureller Widersprüche und politischen Unruhen wieder. Wenn Younis über Politik redete, hörte sie nicht zu und wollte nichts davon wissen. Im Gegensatz zu ihren Freundinnen, die viel besser über die politischen Wirren informiert waren, hat sie von den unruhigen Zeiten nicht viel mitbekommen. Younis ist gerade mit seinem Jurastudium fertig, als er Laura kennenlernt. Er ist modern und weltoffen eingestellt, im Gegensatz zu seiner Familie. Die Entwicklung der Ereignisse zeigt, dass er trotzdem in seiner Kultur und Tradition gefangen ist. Es wird nicht ganz deutlich, womit er seinen Lebensunterhalt verdient, es heißt nur „er geht ins Office“ und kann sich freinehmen, wann immer es ihm passt. Younis interessiert sich sehr für die Politik, hasst die Engländer und ist vermutlich selber politisch aktiv. Auf welcher Seite er steht, wird erst am Schluss des Romans klar. Überhaupt bleibt Younis eine Figur voller Geheimnisse. Ich konnte zwischen ihm und Laura keine Gemeinsamkeiten feststellen. Ich hatte immer das Gefühl, sie kämpfen gegeneinander statt miteinander.

    Mehr
  • Liebe im revolutionären Bagdad

    Der Edelsteingarten
    krimielse

    krimielse

    Die Autorin Susanne Ayoub, aufgewachsen bis zu ihrem sechsten Lebensjahr im Irak und heute in Wien lebend, hat in ihrem Buch "Der Edelsteingarten" die ungewöhnliche Liebes- und Lebens-Geschichte ihrer Eltern als Vorlage für das Buch gewählt. Klappentext: Der Weihnachtsabend 1955 beginnt für Laura wie so viele andere mit Streit im Elternhaus. Doch dann erscheint ein unerwarteter Besuch: Younis, ein junger Mann aus Bagdad. Und alles wird mit einem Schlag anders. Noch ehe das Jahr zu Ende ist, sind Laura und Younis ein Paar. Laura verlässt Wien, ihre Eltern, ihre Freunde und folgt Younis nach Bagdad. Im Edelsteingarten aus dem Gilgamesh-Epos sind die Bäume, die Blätter und Früchte aus kostbarem Gestein, es gibt keine Dornen, nur Kristalle, keine Finsternis, nur Sonnenschein. Märchenhaft wie dieses Bild erscheint Laura der Weg in ihr neues Leben. Die Welt des Orients mit seinen Farben, Düften und Klängen zieht sie sofort in ihren Bann. Doch jenseits der prunkvollen Bagdad-Villen, in denen die Wohlhabenden abgeschieden leben, endet die Idylle. Das tödliche Attentat auf die Königsfamilie stürzt die irakische Monarchie. Allein zu Hause mit ihrer kleinen Tochter erlebt Laura den Ausbruch des Bürgerkrieges im Land. Nichts bleibt, wie es war. Auch Younis wird ein anderer. Er führt ein zweites Leben, von dem Laura nichts erfahren darf. Sie erkennt, dass sie einen Fremden geheiratet hat. Das Buch strotzt vor Bildern, die das Bagdad der 50er und 60er Jahre und dessen Schönheit vor dem Auge des Lesers entstehen lassen. Fast kann man Laura auf dem Markt sehen, riecht und schmeckt die Köstlichkeiten selbst. Ebenso der Alltag in der Familie und das Leben in der orientalischen Stadt ist für den Leser sehr gut und nachvollziehbar transportiert worden. Doch komplett unverständlich und teilweise sogar störend ist für mich das Handeln der Protagonistin. Völlig unwissend und naiv folgt Laura nach sehr kurzer Zeit einem ihr total Unbekanntem in ein fremdes Land und ist ihm und seiner Familie dort ausgeliefert. Selbst bei ihrem Übertritt zum Islam und der damit verbundenen Abgabe ihrer Rechte kommen ihr nicht wirklich Zweifel. Mir erscheint diese Situation auch in Anbetracht der Zeit extrem, zumal Laura bis dahin durchaus in der Lage war, für sich selbst finanziell zu sorgen und sich in Wien in keine Abhängigkeiten begeben hat. Ihr Ehemann Younis schließt sie im wesentlichen aus seinem Leben und seinen Beziehungen zu Familie und Freunden aus, was jedoch nicht, wie zu erwarten wäre, zu Gefühlsausbrüchen führt oder Laura dazu veranlasst, ihr Schicksal und das ihrer Tochter in die Hand zu nehmen. Dadurch erscheint die Figur und ihre Geschichte für mich sehr blass, unglaubwürdig und effekthaschend konstruiert. Dabei ist das Buch durchaus sehr spannend zu lesen, aber eben leider mit Distanz durch den Leser wo ein Mitfiebern mit den Charakteren wünschenswert gewesen wäre. Die Handlung spielt vor dem Hintergrund der Irakischen Revolution zum Sturz von König Faisal II. 1958 und dem Militärputsch im Februar 1963 mit dem Sturz der Regierung und der Hinrichtung von General Abdul Karim Quassem. Auf diese Ereignisse bezogene politische Verfolgungen und Inhaftierungen, Aufstände im kurdischen Gebiet, Aburteilung von königstreuen Irakern nach der Revolution durch das Revolutionsgericht aber auch die Erwähnung und Einordnung der putschenden Baath-Partei-Anhänger 1963 machen das Setting des Romanes sehr interessant. All das wird jedoch nie zum Vordergrund der Geschichte um Laura und Younis sondern bildet deren ereignisreichen Hintergrund. Fazit: Ein Drei-Sterne-Buch über eine ungewöhnliche, sehr unterhaltsame aber in meinen Augen leider nicht wirklich mitreißende Geschichte im revolutionären Bagdad.

    Mehr
    • 3
  • Die Liebe ihres Lebens

    Der Edelsteingarten
    Xirxe

    Xirxe

    26. March 2016 um 10:06

    Als Frau nach kurzer Zeit einen Orientalen heiraten und in seine Heimat ziehen? Was heutzutage vermutlich vorsichtiges Kopfschütteln und gute Ratschläge zuhauf auslösen würde, muss in den fünfziger Jahren wie eine Reise zum Mond gewirkt haben. Doch Laura, die Hauptfigur dieses Buches, lässt sich nicht abschrecken. Sie folgt der Liebe ihres Lebens, dem jungen, gutaussehenden und vermögenden Younis nach Bagdad, nicht zuletzt um die belastende und deprimierende Atmosphäre ihres Elternhauses in Wien hinter sich zu lassen. Und ihr neues Leben entwickelt sich erst einmal gut, auch zu meiner Überraschung, da ich nach Lauras Übertritt zum Islam bereits das 'Schlimmste' befürchtete ;-) Auch wenn Younis orientalische Erziehung und Sozialisation immer wieder aufblitzen, gestaltet sich ihr gemeinsames Leben doch als überwiegend harmonisch, erst recht als Laura die kleine Jenny zur Welt bringt...Es könnte eine Liebesgeschichte sein wie ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht, wenn da nicht immer wieder die böse Politik dazwischen funken würde. Doch es ist die Zeit der Revolutionen im Irak, und so kämpfen nicht nur die Iraker auf der Straße, sondern auch die beiden jungen Menschen um ihre Liebe - aber auch irgendwie nicht. Denn erzählt wird ausschließlich aus Lauras Sicht, und sobald es um unangenehme Dinge geht (Younis könnte in die Revolution verwickelt oder ein Verräter sein oder ...) verschließt sie die Augen und will nichts weiter wissen. Und Younis selbst berichtet nur Nebensächliches. So erfährt man über das Tun von Lauras Ehemann ebenso wie über die historischen Hintergründe nur wenig bis nichts, was ich sehr bedauerlich finde. Auch die Figuren selbst bleiben eher blass, da aus Lauras Perspektive keinerlei intensivere Betrachtungen zu was auch immer angestrengt werden, sondern sich meist auf reine Beschreibungen beschränken.Auch wenn das Ganze einen biographischen Hintergrund haben mag (die Mutter der Autorin soll als 'Vorlage' für diesen Roman gedient haben), wäre es sicherlich möglich gewesen, das damalige politische Geschehen zu recherchieren und in die Geschichte hineinzuarbeiten. So aber ist es sicherlich kein schlechter, aber doch recht oberflächlicher Liebesroman zweier Menschen aus sehr unterschiedlichen Kulturen geworden, der zudem mit ungewöhnlich vielen Rechtschreibe- und Druckfehlern versehen ist. Schade, daraus hätte man mehr machen können.

    Mehr
  • Zerbrechliche Liebe

    Der Edelsteingarten
    mabuerele

    mabuerele

    „...Es gab niemand außer ihnen beiden, nur das Rauschen des Windes in den hohen Fichten, das zarte Knirschen des Schnees, wenn sich die Zweige bewegten...“ Die 25jährige Laura lebt in Wien des Jahres 1955. Die Ehe ihrer Eltern ist zerrüttet. Sie lieben sich nicht, aber sie können auch nicht ohne einander. Der Vater ist oft betrunken. Das beeinflusst aber seine berufliche Tätigkeit als Geschäftsführer eines Hotels nicht. Die Mutter jammert und kann nicht auf eigenen Füßen stehen. Ihr zuliebe ist Laura wieder zu Hause eingezogen. Laura rechnet mit einem freudlosen Weihnachtsabend. Doch dann bringt der Vater drei junge Männer aus dem Hotel als Gäste mit. Es sind die Geschwister Al-Quassem aus Bagdad. Laura und Younis, der jüngste der Brüder und Anwalt, finden Gefallen aneinander. Die Autorin hat in dem Buch die Lebens- und Liebesgeschichte ihrer Eltern aufgearbeitet. Für Laura ist die Liebe zu Younis die Chance, ihrem freudlosen Leben zu entfliehen. Sie folgt ihm trotz Warnungen nach Bagdad. Sie weiß nichts über seine Welt. Younis hat für Laura einiges aufgegeben, doch das Zusammenleben gestaltet sich schwierig. Laura konvertiert zum Islam, ohne Kenntnis darüber, was das für sie als Frau bedeutet. Beide leben mehr nebeneinander als miteinander. Das Buch lässt sich zügig lesen. Die Lebensverhältnisse in Wien und Bagdad werden gut beschrieben. Die Autorin findet schöne Metapher nicht nur für die Welt des Orients. Obiges Zitat steht für eine Moment in Wien, bevor sie sich ihre Liebe gestehen. Eingeflochten in die Geschichte werden die politischen Ereignisse im Irak. Eine Revolution folgt auf die nächste. Die Grausamkeiten der Sieger werden mir allerdings zu ausführlich geschildert. Dafür bleibt im Unklaren, auf welcher Seite Younis wann steht. Gespräche zu politischen Themen gibt es kaum. Nur dann, wenn sich Younis gegen Freundschaften von Laura stellt, wird deutlich, dass dahinter auch politische Interessen stecken. Mit der Zeit wird der Umgang der Liebenden miteinander immer nüchterner. Nur im Bett finden sie noch zueinander. Schweigen und Lügen, Drohungen und Unverständnis bestimmen das Geschehen. Häufig kann ich nicht nachvollziehen, was Laura eigentlich will. Bei Younis wird deutlich, dass er im inneren Konflikt steht zwischen seinen anerzogenen Werten und dem Rest Liebe, die er für Laura empfindet. Mir fehlt an vielen Stellen die emotionale Komponente. Außerdem gelingt es beiden nicht, ehrlich miteinander über ihre Probleme zu reden. Lauras Entscheidungen sind oft nicht nachvollziehbar. Warnungen ignoriert sie. Das Cover in dunklem Rot ist auffallend. Das Buch hat mir insgesamt gut gefallen, es wurde aber eine Menge an Potential verschenkt. Oft hatte ich den Eindruck, Episoden eines Lebens zu lesen, ohne dass Zusammenhänge klar wurden. Hinzu kommt, dass der anfänglichen Liebe bald die Basis fehlte. Eigensucht dominierte auf beiden Seiten über Gemeinsamkeit.

    Mehr
    • 8
  • Der Edelsteingarten

    Der Edelsteingarten
    bookgirl

    bookgirl

    22. March 2016 um 11:55

    Inhalt Wien 1955: Am Weihnachtsabend lernt die 25jährige Laura Younis kennen. Die beiden verlieben sich ineinander und nur kurz darauf, macht er ihr einen Heiratsantrag. Sie nimmt an und kann so ihrem verhassten Elternhaus entfliehen. Zunächst übt der Irak eine große Faszination auf sie aus, doch schon bald stürzt das Attentat auf die Königsfamilie das Land ins Chaos und auch die Ehe mit Younis verläuft nicht so wie sie dachte. Er führt ein zweites Leben, welches er unter Verschluss hält und Laura nicht daran teilhaben lässt. Das Glück der beiden wird immer wieder auf die Probe gestellt und die Frage wird laut, ob die Liebe wirklich alle Hindernisse überwinden kann? Meine Meinung "Der Edelsteingarten" erzählt vom Versuch einer jungen Frau, Eingang in eine fremde Kultur zu finden, mit deren Weltbildern und Regeln umzugehen und den Höhen und Tiefen einer Ehe vor dem Hintergrund politisch dramatischer Zeiten. Eigentlich bietet der Rahmen, alles was eine gute und packende Geschichte ausmacht. Leider hapert es jedoch an der Umsetzung, die mich leider nicht gepackt hat. Das Buch ist zwar flüssig geschrieben und lässt sich bis auf ein paar kleinere Längen auch gut lesen, aber es hat mich nicht berührt. In erster Linie liegt dies an Laura, die für mich teilweise zu emotionslos und unüberlegt gehandelt hat. Ihre Handlung war manchmal nicht nachvollziehbar und ich hätte sie am liebsten gerüttelt und geschüttelt, damit sie begreift, was sie tut und in welcher Situation sie sich befindet. Gut herausgearbeitet sind die kulturellen Unterschiede des ungleichen Ehepaars und auch die Beschreibung des Iraks seinerzeit lässt ein passendes Bild entstehen. Auch die politischen Hintergründe in Bagdad hat die Autorin gut in Worte gefasst. Jedoch bleiben viele Fragen, die sich im Verlauf der Geschichte ergeben bis zum Ende hin unbeantwortet, was ich besonders schade finde. Fazit "Der Edelsteingarten" hat mir leider nur bedingt gefallen. Die Geschichte bietet die Basis für einen packenden Roman, bei dem es jedoch an der Umsetzung hapert.

    Mehr
  • Was ist Liebe?

    Der Edelsteingarten
    black_horse

    black_horse

    21. March 2016 um 23:37

    Laura, die in Wien bei ihrer Mutter lebt, ist unglücklich, als sie sich Hals über Kopf in den Iraker Younis verliebt und ihm nach Bagdad folgt. Es ist 1956.Sie hat alle Warnungen in den Wind geschlagen und ist in ein unbekanntes Land gestolpert, ohne eine Ahnung zu haben, was sie dort erwartet.Nicht nur Klima und Lebensart sind überwältigend anders, auch ihre muslimische Ehe gestaltet sich nicht so, wie sie es sich erwartet hat. Das ganze Buch hindurch weiß Laura nicht so richtig, was sie will und ist zu schwach, um sich gegen Younis durchzusetzen. Sie fühlt sich körperlich immer wieder zu ihm hingezogen, obwohl sie genau weiß, dass sie ihm nicht vertrauen kann. Es ist schwierig, sich in Laura hineinzuversetzen. Younis bleibt schemenhaft. Der Leser erfährt nicht wirklich, was er so treibt. Und über Lauras Verhalten konnte ich oft nur den Kopf schütteln. Nur in einer Sache bleibt Laura Younis gegenüber standhaft.Natürlich werden auch die politischen Ereignisse im Irak der damaligen Zeit immer wieder angeschnitten. Younis Rolle dabei bleibt auch unklar.Das Buch beruht auf biografischen Erlebnissen der Eltern der Autorin. Trotzdem fehlt irgendwie das Herzblut, die Identifikationsfigur, der rote Faden. Zum Ende wurde es nochmal spannend und für mich war der Abschluss auch stimmig. Deswegen und weil ich über die Vergangenheit im Irak einige interessante Fakten mitnehmen konnte, runde ich die 2,5 Sterne für die Bewertung auf.

    Mehr
  • Eine tragische Liebesgeschichte vor authentischem Hintergrund

    Der Edelsteingarten
    louella2209

    louella2209

    21. March 2016 um 11:35

    Laura lernt am Weihnachtsabend 1955 in Wien den Iraker Younis und seine Brüder kennen. Beide verlieben sich Hals über Kopf ineinander, bis Laura schließlich beschließt Younis nach Bagdad zu folgen. Der Beginn eines orientalischen Märchens, gefolgt von einer Traumhochzeit. Doch das Glück der beiden wird auf eine harte Probe gestellt. Politische Unruhen, denen bald eine Revolution folgt, macht das Leben von Laura in Bagdad unsicher. Dann wird auch noch ihre gemeinsame Tochter Jenny geboren. Younis setzt Laura immer mehr unter Druck, da er sich noch mehr Kinder wünscht, Laura jedoch, hinsichtlich der prekären Lage, eine weitere Schwangerschaft verhindert. Die Ehe der beiden ist geprägt von Mißtrauen und Unverständnis. Bald müssen beide einsehen, wie schwierig es ist, ihre Kultur und Mentalität zu vereinen, ohne sich selbst zu verlieren. Besteht für die beiden noch eine Möglichkeit ihre junge Liebe zu retten? "Das Leben besteht aus zwei Teilen" sagte Younis. "Die Vergangenheit - ein Traum. Die Zukunft - ein Wunsch." (Zitat Klappentext) Die Autorin Susanne Ayoub ließ sich bei diesem Roman von der Liebesgeschichte ihrer Eltern inspirieren. Meine Erwartungen an diese Lektüre waren sehr hoch, da ich schon andere sehr berührende Werke von Susanne Ayoub kennenlernen durfte. Diese wurden hier allerdings nicht erfüllt. Der Schreibstil der Autorin war auch diesmal wieder sehr angenehm und flüssig zu lesen. Die Unterschiede der kulturellen Lebensweise von Laura und Younis sind treffend formuliert und kommen beim Leser nachvollziehbar an. Die Schönheit des Orients erwacht vor dem inneren Auge, aber auch die politischen Hintergründe von Bagdad wurden hier informativ und eindrucksvoll transportiert. Aber da komme ich schon zu meinem Kritikpunkt. Die Story an sich, eine junge Frau stürzt sich, fern der Heimat, in ein Abenteuer, dessen Ausgang ungewiß ist. Es schlägt ihr gleichermaßen Gastfreundschaft sowie Feindseligkeit entgegen. Bei der Familie ihres zukünftigen Mannes ist sie keineswegs willkommen. Sie spricht nicht die Sprache und auch die Kultur mit all ihren Regeln und Bräuchen sind ihr fremd. Sie gibt ihre Unabhängigkeit auf und begibt sich in die Hände eines Mannes, den sie eigentlich gar nicht kennt. Hier würde man wohl ein Feuerwerk der Gefühle erwarten, aber weit gefehlt. Die Protagonisten, vor allem Laura, blieben blass und emotionslos. Es wurde zwar einiges angedeutet, aber nicht zuende geführt. Die gesamte Handlung über, blieb eine unsichtbare Distanz zwischen dem Leser und den Charakteren. Schade eigentlich, denn hier wurde sehr viel Potenzial verschenkt. Die Grundstruktur dieses Romans gefiel mir dennoch und ich fühlte mich gut unterhalten und durfte zudem ein interessantes Land kennenlernen. Von mir gibt es 4 Sterne für dieses Buch. Leseempfehlung für alle, denen die Handlung und informative Fakten über Land und Leute wichtiger sind, als ausgereifte Charaktere.

    Mehr
  • Zwischen 2 Kulturen

    Der Edelsteingarten
    melusina74

    melusina74

    19. March 2016 um 15:53

    Laura lebt in Wien mit ihrer ewig nörgelnden Mutter und einem trinkenden und dauernd arbeitenden Vater.Ein trister öder Alltag.Welch ein Erlebnis als ihr Vater am Heiligabend 1955 Gäste aus dem Hotel mit nach Hause bringt.Die 3 irakischen Brüder stellen für Laura eine willkommene Abwechslung dar.Besonder zu Younis fühlt sie sich hingezogen und dieser hat sich in Laura verguckt.Ganz schnell geht alles....und schon packt Laura ihre paar Sachen und folgt Younis in den Irak.Alle Warnungen überhört sie und denkt nur an ihre Zukunft mit dem jungen Iraker.Dort angekommern wird direkt geheiratet und Laura wird von der fremdländischen Kultur förmlich überrollt.Sie konvertiert zum Islam,ohne dies vorher in Frage zu stellen.Im Allgemeinen kommt Laura sehr passiv und emotionslos herüber.Was will sie wirklich?Welche Ziele und Werte sind ihr wichtig? Dies wird nicht genau beschrieben.Younis ist gefangen zwischen 2 Kulturen und zeigt uns mehrere Gesichter.Er ist stark politischengagiert,doch welche Rolle er genau bei der Revolution spielt erfahren wir nicht.Er redet auch gar nicht mit Laura darüber.Beide reden praktisch gar nicht über gemeinsame Ziele.Sie leben nebeneinander statt miteinander.Susanne Ayoub hat die Liebes- und Lebensgeschichte ihrer Eltern hier verarbeitet und die Kulisse ist wie aus Tausendundeiner Nacht.Der Schreibstil ist flüssig und das Buch sehr angenehm zu lesen.Leider fehlt der berühmte Funke der Leidenschaft und Dramatik

    Mehr
  • Zwischen zwei Welten

    Der Edelsteingarten
    buecherwurm1310

    buecherwurm1310

    19. March 2016 um 14:23

    Wien 1955: Die 25jährige Laura lebt wieder bei ihren Eltern, deren Ehe zerrüttet ist. Der Vater spricht dem Alkohol zu und die Mutter nörgelt permanent. Laure fürchtet sich schon vor dem Weihnachtsabend. Doch dann bringt ihr Vater, der Geschäftsführer in einem Hotel ist, Gäste mit. Es sind drei Brüder der Familie Al-Quassem aus Bagdad. Younis, der jüngste Bruder, und Laura fühlen sich zueinander hingezogen. Kurz darauf macht Younis Laura einen Antrag und bittet sie, ihn nach Bagdad zu begleiten. Sie nimmt an. So kann sie dem freudlosen Elternhaus entfliehen. Doch sie hat keine Vorstellung davon, was sie erwartet. Warnungen schlägt sie in den Wind. Die Autorin hat sich von der Geschichte ihrer Eltern inspirieren lassen. Es sind sehr unterschiedliche Welten, die da aufeinanderprallen. Laura geht ziemlich naiv in diese Ehe. Sie konvertiert zum Islam, die Konsequenzen ahnt sie nicht einmal. Die Rolle der Frau ist sehr eingeschränkt und für Laura ist alles sehr fremd. Younis ist Anwalt und politisch aktiv. Die Zeiten im Irak sind unruhig und gefährlich. Seine Rolle in diesen unruhigen Zeiten kann man nur erahnen. Gespräche über diese Themen werden vermieden. Younis, der zwischen Moderne und der Tradition steht, hat seine Geheimnisse. Aber auch Laura redet nicht über ihre Vorstellungen und Wünsche. Ihre Entscheidungen kann ich meist nicht nachvollziehen. Die beiden leben nebeneinander her, obwohl sie sich lieben. Obgleich sich die Geschichte flüssig lesen lässt und die Beschreibungen sehr bildhaft und voller Metaphern sind, kommen für mich keine Emotionen rüber. Mir kommt es eher vor wie ein nüchterner Bericht. Anfangs konnte mich das Geschichte noch packen, aber es fiel mir immer schwerer weiterzulesen. Meiner Meinung nach gab es einfach zu viele Brüche. Auch mit den Personen konnte ich mich nicht anfreunden, da ich die Gedanken und Handlungen nicht nachvollziehen konnte. Mich konnte die Geschichte nicht fesseln.

    Mehr
  • Frauenschicksal vor exotischer Kulisse

    Der Edelsteingarten
    Estrelas

    Estrelas

    13. March 2016 um 17:41

    Laura lernt 1955 in Wien den Iraker Younis kennen und folgt ihm in seine Heimat. Bagdad ist nicht nur eine fremde Welt, sondern bald Schauplatz von Krawallen. Der Roman kreist um die Protagonistin Laura. Wir erleben ihre Ankunft im fremden Land, lernen mit ihr andere Ausländer kennen und erfahren immer wieder, wie die Rolle der Frau in diesem Land und dieser Zeit sein musste. Die Autorin hat die Lebensgeschichte ihrer Eltern verarbeitet, und vielleicht hat sie sich dabei zu sehr an die Vorlage gehalten, d.h. Landesgeschichte vorausgesetzt oder die Geschichte nicht mit Spannungsbögen versehen. Sowohl die politischen Verhältnisse als auch Lauras Gefühle sind mir weitestgehend verborgen geblieben, und darum ging es doch in diesem Buch. Es werden Episoden angefangen und nicht fortgeführt; Stellen, die eigentlich hätten dramatisch sein müssen, werden ganz nüchtern betrachtet. Und so wurde meine Hoffnung an ein Frauenschicksal vor exotischer Kulisse etwas enttäuscht.

    Mehr
  • Der Edelstein Garten - Eine Liebe zwischen Bagdad und Wien

    Der Edelsteingarten
    Diana182

    Diana182

    12. March 2016 um 19:16

    Das Cover ist in einem schönen Rot gehalten und zeigt eine Person in orientalischen Gewändern. Dies hat mich sehr angesprochen und meine Neugier schnell geweckt. Hier erwartete ich eine interessante Liebesgeschichte in einer fremden, unbekannten Welt! Eine Welt aus 1001 Nacht! Nun kurz zum Inhalt - der Klappentext:Bagdad – Es begann wie im Märchen … Am Weihnachtsabend des Jahres 1955 kreuzen sich ihre Wege. Es ist Liebe auf den ersten Blick zwischen Laura aus Wien und Younis aus Bagdad und wird es bis zum letzten bleiben. Aus dem Wien der Nachkriegszeit folgt Laura Younis in seine Heimat, die damals neu erbaute, elegante Metropole. Fremd und zugleich wundervoll erscheint Laura das Leben im Irak, die Welt des Orients mit ihren Düften, Farben und Klängen zieht sie in ihren Bann. Doch jenseits der Villen, wo die Wohlhabenden wie im Märchen leben, endet die Idylle. Das Attentat auf die Königsfamilie stürzt das Land in ein Chaos. Allein zu Hause mit ihrer Tochter Jenny erlebt Laura den Ausbruch des Bürgerkrieges. Auch Younis wird ein anderer, er führt ein zweites Leben an dem seine Frau nicht teilhaben darf. Wie die Wellen der Gewalt das Land, so erschüttert Younis’ Geheimnis das Vertrauen in ihre Ehe. Meine Meinung:Die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil. Sie schildert die einzelnen Szenen und Ortschaften sehr genau, so dass hier schnell Bilder vor den Augen des Lesers entstehen können. Auch die hier erzählte Geschichte ist sehr interessant und berichtet über das Leben in Wien, aber auch in Bagdad in den frühen 50 iger Jahren. Hier kommen viele geschichtliche Ereignisse zur Sprache, welche mir bisher noch nicht bekannt waren. Dies mag ich an Geschichten immer sehr! So hat mir auch hier der Grundgedanke dieses Buches sehr gefallen. Jedoch konnte ich mich nicht wirklich mit den mitwirkenden Personen anfreunden. Sie gewinnen hier für mich wenig an eigener Persönlichkeit und ich kann ihren Handlungen und Taten nur sehr schwer folgen, bzw. diese nachvollziehen. Dies mag wahrscheinlich auch der Grund sein, dass die Geschichte mich ab einem bestimmten Grund nicht mehr so ganz fesseln konnte. Auch am Ende bleiben für mich einige Dinge offen, die ich gerne noch beantwortet gewusst hätte. Mein Fazit: Eine interessante Geschichte mit einer guten Grundidee, die mich leider nicht bis zuletzt fesseln konnte.

    Mehr
  • weitere