Susanne Betz

 3,9 Sterne bei 73 Bewertungen
Autorin von Heumahd, Johannifeuer und weiteren Büchern.
Autorenbild von Susanne Betz (© Christian Rohr/C. Bertelsmann Verlag)

Lebenslauf

Susanne Betz in Gunzenhause 1959 geboren. Betz studierte in Deutschland, den USA und Kolumbien Geschichts - und Wirtschafswissenschaften und arbeitete danach für diverse deutsche und amerikanische Magazine und Zeitungen. Seit 1993 ist sie Hörfunkredakteurin im Politikbereich des Bayerischen Rundfunks. Zusammen mit ihrer Familie lebt sie in der Nähe von München.

Neue Bücher

Cover des Buches Johannifeuer (ISBN: 9783570105382)

Johannifeuer

(17)
Neu erschienen am 13.05.2026 als Gebundenes Buch bei C.Bertelsmann.

Alle Bücher von Susanne Betz

Cover des Buches Heumahd (ISBN: 9783328111726)

Heumahd

(22)
Erschienen am 15.05.2024
Cover des Buches Johannifeuer (ISBN: 9783570105382)

Johannifeuer

(17)
Erschienen am 13.05.2026
Cover des Buches Der elektrische Kuss (ISBN: 9783570100387)

Der elektrische Kuss

(12)
Erschienen am 21.02.2011
Cover des Buches Falkenjagd (ISBN: 9783442368006)

Falkenjagd

(14)
Erschienen am 10.12.2007
Cover des Buches Tanz in die Freiheit (ISBN: 9783570102114)

Tanz in die Freiheit

(8)
Erschienen am 19.10.2016

Neue Rezensionen zu Susanne Betz

Cover des Buches Johannifeuer (ISBN: 9783570105382)
Lesefastalless avatar

Rezension zu "Johannifeuer" von Susanne Betz

Lesefastalles
Fesselnde Fortsetzung der Bergbäuerin-Saga

„Johannifeuer“ von Susanne Betz ist der zweite Band der Reihe „Die Bergbäuerin“. Bereits das wunderschön gestaltete Cover hat mich sofort angesprochen.

Die an die Zeit angepasste Sprache war anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Doch schon nach kurzer Zeit entwickelte die Geschichte einen starken Sog, sodass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte.

Obwohl Vroni inzwischen mit ihrem zweiten Ehemann Anton verheiratet ist, wird sie von den Dorfbewohnern noch immer Vroni Grasegger genannt, nach ihrem ersten Mann. Dessen Tod durch Erfrieren war für sie letztlich eine Erlösung, denn er war ein gewalttätiger und tyrannischer Mensch. Anton hingegen ist ein guter Mann mit dem Herzen am rechten Fleck, der bereits seit seiner Schulzeit in Vroni verliebt ist. Leider erwidert sie seine Gefühle nicht. Da sie die Arbeit auf dem Hof jedoch nicht allein bewältigen kann, blieb ihr kaum eine andere Wahl als die Heirat.

Das Leben auf dem abgelegenen Bauernhof Ende des 19. Jahrhunderts ist hart und von Entbehrungen geprägt. Vroni kennt kaum etwas anderes als Arbeit und Pflichterfüllung. Sie kümmert sich um den betagten Onkel ihres verstorbenen Mannes und sorgt zudem für ihre Stieftochter Rosl, die das Down-Syndrom hat und im Dorf abwertend nur als „Idiotenkind“ bezeichnet wird. Eines Tages begleitet ihre Schwiegermutter sie zu einem Arztbesuch nach München. Dort macht Vroni eine schicksalhafte Begegnung, die beim Johannifeuer schließlich ihr Leben nachhaltig verändern wird.

Mit diesem Roman entführt Susanne Betz ihre Leserinnen und Leser in die Prinzregentenzeit. Geschickt verwebt sie politische und wirtschaftliche Entwicklungen jener Epoche mit ihrer Erzählung. Dank der lebendig und glaubwürdig gezeichneten Charaktere werden die Lebensumstände der damaligen Zeit greifbar, die harte Arbeit, die zahlreichen Entbehrungen, die Benachteiligung der Frauen, der aufkommende Tourismus durch die Sommerfrischler sowie viele weitere Facetten des ländlichen Alltags.

Wer gut recherchierte historische Romane mit authentischem Zeitkolorit und starken Figuren schätzt, wird an diesem Buch viel Freude haben. Für mich ist „Johannifeuer“ eine klare Leseempfehlung.

Cover des Buches Johannifeuer (ISBN: 9783570105382)
Hannelore_Seidels avatar

Rezension zu "Johannifeuer" von Susanne Betz

Hannelore_Seidel
JOHANNIFEUER erzählt von der jungen Bergbäuerin Vroni…

…die mit ihrem zweiten Mann Anton, ihrem kleinen Sohn, den alle – bis auf die Schwiegermutter, die ihn mit seinem Taufnamen Hermann ruft – Burschi nennen, dem Rosl und dem alten Onkel auf dem Geißschädel leben. 


Es ist das zweite Buch um „Die Bergbäuerin“, das auch ohne Vorkenntnisse der HEUMAHD gelesen werden kann. Und dennoch werde ich Band eins nachlesen, der schon vor mir liegt, denn diese intensive Erzählung um das bäuerliche Leben Ende des 19. Jahrhunderts hat mich direkt hineingezogen in eine Welt, in der es außer harter Arbeit von früh bis spät und der Abhängigkeit vom Wetter nicht viel an Annehmlichkeiten gab. Susanne Betz intensiver Schreibstil holt diese Zeit hervor, man wähnt sich als stiller Beobachter ganz nah bei ihnen. 


Die Erzählung beginnt am Unsinnigen Donnerstag des Jahres 1893, die Maschkera-Figuren verspotten das Rosl als „Idiotenkind“. Das Derblecken war nie freundlich, keiner will ins Visier dieser Maschkera geraten. 


Ein ganzes Jahr lang hatte sie als Witwe die alleinige Verantwortung für den Hof, das Vieh, den kranken Onkel und das Stiefkind, das Rosl, aus der „großen mongolischen Familie“. Ihr erster Mann ist auf dem Weg heimwärts schwer besoffen gestürzt und so dem Kältetod erlegen, was Vroni eher aufatmen lässt, denn er hat sie während ihrer Ehe schwer misshandelt. Das karge Leben kennt sie seit jeher - sie, das ledige Kind einer Häuslerin, das oft gehungert hat und nun jeden voller Teller zu schätzen weiß. 


Die Huberin, ihre Schwiegermutter mit dem großen Kropf und dem vielen Geld, das sie geschickt in Aktien und dergleichen investiert, nimmt Vroni, ihre Lieblingsschwiegertochter, mit nach München zu einem angeblich wichtigen Termin. Vroni kehrt als eine andere zurück. Ihr Blick weitet sich, so manch gestohlene Stunde drängt sich in ihren arbeitsreichen Alltag. 


Die Handlung und die meisten Protagonisten sind fiktiv, wie Susanne Betz im Nachwort anmerkt. Und doch gibt sie das dörfliche Leben im Werdenfelser Land mit den Gebräuchen, dem Aberglauben und dem scharfen Blick auf die Nachbarn gut wieder. Die ersten Sommerfrischler mokieren sich ob den ländlich angehauchten Unterkünften und auch hier ist es Afra Huber, die ein lukratives Geschäft wittert. 


Reginald Langdon-Down, der Sohn des britischen Arztes John Langdon-Down, auf den die wissenschaftliche Erstbeschreibung des nach ihm benannten Down-Syndroms (Trisomie 21) zurückgeht, ist maßgeblicher Teil des Romans. Auch andere Persönlichkeiten werden geschickt ins Geschehen verwoben, sodass das real Existente mit dem Fiktiven zu einer perfekten Einheit verschmelzen.  


Die Geschichte der Vroni Grasegger, wie sie noch immer genannt wird, auch nach der Heirat mit Anton Huber, geht unter die Haut. Neben dem entbehrungsreichen Leben voller Müh und Plag ist das Down-Syndrom Thema, wir schauen auf den allerersten Daimler-Motorwagen, werfen einen Blick auf die Porträts des Wilhelm Leibl, um nur einiges Weniges zu nennen, das sich dazwischen geschlichen hat inmitten des Werdenfelser Landes mit seinen Buckelwiesen, den kleinen Seen und den Almen vor den nördlichen Alpen. Ich hab Susanne Betz JOHANNISFEUER sehr gerne gelesen - und ja, das Bild des hoch lodernden Feuers in der Johannisnacht und die Folgen danach bleiben haften.

Cover des Buches Johannifeuer (ISBN: 9783570105382)
Rosebuds avatar

Rezension zu "Johannifeuer" von Susanne Betz

Rosebud
Was gibt es Neues in Loisbichl?

Johannifeuer, Heimatroman aus dem Werdenfelser Land von Susanne Betz, 304 Seiten C. Bertelsmann Verlag


Wie es mit Vroni und dem Rosl weitergeht.


Vroni hat Anton geheiratet, den Sohn der reichen Huberbauerin. Obwohl jetzt Geld und zusätzliche helfende Männerhände auf den Hof kommen ist es noch immer ein hartes und schweres Auskommen auf dem Grasegger Berghof. Vroni schuftet noch immer bis zum Umfallen. Als sie ihre Schwiegermutter nach München zu einem Arzttermin begleitet, kommt es zu einer folgenschweren Begegnung. Und als in der Johannisnacht die Feuer brennen, gibt es auch für Vroni ein Wunder.


Der Roman besteht aus 13 ausführlichen Kapiteln. Susanne Betz erzählt wortgewaltig und unglaublich bildhaft im auktorialen Schreibstil. Diese karge und raue Landschaft prägt die Figuren, die auch rau, ja fast grob sind. Lesefluss hat sich unmittelbar eingestellt, Johannifeuer schließt sich nahtlos an Heumahd an. Ich hatte den Roman an knapp zwei Nachmittagen gelesen, denn ich konnte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Eine hervorragende Recherchearbeit liegt dem Werk zugrunde, das merkt man in jeder Zeile.


Die gerade hier beschriebene brutal harte Knochenarbeit, auch für die Frauen, erschütterte mich, wie auch im ersten Band schon. Niemand hat hier in die Möglichkeit sich zu schonen, besonders beim Heumachen ist es offensichtlich was diese Gegend den Bewohnern abverlangt. Mich hat erschüttert, dass selbst die Bäuerin nach der Entbindung noch am selbigen Tag ihre Arbeit verrichtet, so wie jeden Tag, kein Wochenbett kein Mutterschutz, dazu kommt auch noch die hohe Kindersterblichkeit.


Knochenarbeit bei der Ernte, im Stall, beim Holzmachen und auch bei der Hausarbeit, den Jahreszeiten ausgesetzt, was mussten die Menschen damals zur Zeit des Prinzregenten aushalten und es rentiert sich immer weniger. Doch auch im Gebiet um Mittenwald etabliert sich ganz langsam der Tourismus, nicht nur die Sommerfrischler, sogar von den ersten Skifahrern habe ich voller Freude gelesen. Vergnügungen sind selten, die Kirchenfeste bestimmen den Jahresablauf. Deshalb habe ich mich auch so sehr für Vroni gefreut, dass sie sich auch mal ein wenig Glück stehlen konnte.


Die Figuren sind wie aus Holz geschnitzt oder aus Stein gemeißelt, mit Anton konnte ich leider nicht so richtig warm werden. Vroni ist zumeist auch hart und verbittert. Meine Lieblingsfigur war die „Huberin“ Vronis Schwiegermutter, die mit dem Geld wie keine andere umzugehen weiß, geschäftstüchtig und resolut. Sie meint es wirklich gut mit Vroni und mag sie sehr, das hat man gemerkt.


Die Geschichte vom Rosl hätte ich gerne noch etwas genauer beschrieben gehabt. Sie war mir im ersten Band so lieb geworden. Da hoffe ich, dass es noch eine Fortsetzung geben wird, die Geschichte finde ich, ist noch lang nicht zu Ende erzählt. Was ist mit Anton, wie geht es auf dem Hof weiter? Was wird mit Rosl und wird Vroni letztendlich so richtig glücklich und zufrieden? Fragen die mir keine Ruhe mehr lassen.


Wer Geschichten aus dem ausgehenden 19 Jahrhundert mag und Heumahd gerne gelesen hat, der sollte unbedingt hier zugreifen. Ich bin begeistert. Von mir gibt es 5 Sterne

Gespräche aus der Community

Cover des Buches Johannifeuer
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Penguin Random House Verlagsgruppe

In "Johannifeuer" beginnt ein neues Kapitel in der Geschichte von Bergbäuerin Vroni Grasegger im beschaulichen bayerischen Land. Zum Erscheinen des neuen Romans verlosen wir 30 Rezensionsexemplare an euch!

139 BeiträgeVerlosung beendet
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Letzter Beitrag von  Lesefastalles

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, ich werde meine Rezension gleich auf Lovelybooks, Amazon, Thalia Bookcirce, Hugendubel, Dussmann, Morawa, Genialokal, Thalia, Osiander und Buecher.de teilen.

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