Susanne Betz Der elektrische Kuss

(12)

Lovelybooks Bewertung

  • 12 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 5 Rezensionen
(2)
(5)
(4)
(0)
(1)

Inhaltsangabe zu „Der elektrische Kuss“ von Susanne Betz

Eine große, elektrisierende Liebesgeschichte
Sie leben in vollkommen unterschiedlichen Welten: Charlotte, zweifelnd, einsam und immer auf der Suche, experimentiert mit der Modewissenschaft Elektrizität und mit Männern. Samuel gehört der protestantischen Sekte der Amischen an und sieht seinen Lebenssinn darin, den Acker Gottes demütig zu bestellen.
Sie kämpfen miteinander um Trost und Freiheit und gegen den Terror des Glaubens und die Kälte der Vernunft – Konflikte, die in unserer Zeit nichts von ihrer Schärfe verloren haben. Im Gegenteil. Auch heute stellen wir uns dieselben Fragen wie Charlotte und Samuel: Werden wir beflügelt von der Freiheit des Verstandes oder von einer unsterblichen Seele – oder ist beides nur eine Chimäre und der Mensch doch nicht mehr als eine (fast) perfekte schöne Maschine? Und vor allem: Was bewirkt dabei die Liebe, und wie kann sie uns verändern?
Sprachmächtiger, poetischer Roman über die Aufklärung, Religion und die Entdeckung der Elektrizität.

Für mich eines der besten Bücher der letzten Jahre. Spannend, elektrisierend, die Handlung flirrt gerade zu wie ein heißer Sommertag.

— hasirasi2

Stöbern in Romane

Liebwies

Interessant, unterhaltsam und sarkastisch - die Schickeria der 20er und 30er Jahre in der österreichischen Kulturszene.

thelauraverse

Karolinas Töchter

Ein jüdisches Schicksal, das zu Herzen geht. Ein wertvoller Roman, von dem es ruhig mehr geben könnte

fredhel

Herrn Haiduks Laden der Wünsche

Das wahre Glück ist näher als man denkt

Jonas1704

Kukolka

Das Buch hat mich sehr bewegt, es war wichtig, diese Geschichte zu lesen.

buecher-bea

Herr Mozart feiert Weihnachten

Eindeutig gefälliger als der 1.Band - hier schneit Mozart in eine Patchworkfamilie herein und gibt den vermeintlichen Weihnachtsmann.

talisha

Kleine Fluchten

kleine Kurzgeschichten aus dem Alltag gegriffen, die zeigen, dass kleine Veränderungen/Momente Großes bewirken können ♥

suggar

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Der elektrische Kuss" von Susanne Betz

    Der elektrische Kuss

    itwt69

    14. February 2012 um 20:02

    Ein erfrischender Roman über die Entdeckung der Elektrizität und die Liebe. Auch das Leben der "Amish People" wird eindrucksvoll geschildert. Wohl dem, der nicht in eine Sekte hineingeboren wird.

  • Rezension zu "Der elektrische Kuss" von Susanne Betz

    Der elektrische Kuss

    Lupus

    20. November 2011 um 18:44

    Dieser historische Roman spielt 1751 in der Pfalz. Hauptfiguren sind die junge Adelige Charlotte und der Mennonit Samuel. Charlotte interessiert sich brennend für die gerade entdeckte Elektrizität. Es gelingt ihr unter Einsatz unkonventioneller Mittel an aktuelle Veröffentlichungen zu diesem Thema und eine Elektrisiermaschine zu gelangen. Samuel hingegen ist technikfeindlich und weltabgewandt. Er hat einen Hof von Charlottes Vater gepachtet und in ein Mustergut verwandelt. Dennn landwirtschaftlichen Neuerungen gegenüber ist er sehr aufgeschlossen. Charlotte freundet sich heimlich mit Samuels Tochter an. Als die Lebensumstände für religiöse Minderheiten in der Pfalz unerträglich werden und Charlottes unkonventionelle Informationsbeschaffung ihr eine Schwangerschaft beschert, beschließen beide nach Amerika auszuwandern. Ziel ist die britische Kolonie Pennsylvania. Dort erhoffen sich beide ihren Glauben und Forschungsdrang frei leben zu können. Der Roman von Susanne Feyl ist sprachlich solide aufgebaut. Er lebt von der Spannung gegensätzlicher Welten: - Gesellschaftliche Stellung von Mann und Frau, - konservative alte und liberale neue Welt - dekadentes Leben des Adels und Glaubensstrenge der Mennoniten Insgesamt ein faszinierender Entwicklungsroman des 18.Jahrunderts.

    Mehr
  • Rezension zu "Der elektrische Kuss" von Susanne Betz

    Der elektrische Kuss

    Kasapamese

    10. July 2011 um 19:49

    Charlotte, reiches Fuerstentoechterchen, sehr wissbegierig, experimentiert heimlich mit der neuen Wissenschaft Elektrizitaet. Auf der Suche nach immer noch mehr Wissen verfuehrt die auch Maenner, was in einer Schwangerschaft resultiert. Durch verschiedene Verkettungen der Umstaende zieht sie mit einer amischen Familie von der Pfalz nach Philadelphia. Sie taucht voellig in diese neue Welt ein und ist eigentlich gluecklich, doch unterdrueckt sie ihren wissentschaftlichen Eifer, Doch als sich ihr in der neuen Welt ploetzlich die Moeglichkeit bietet mit Benjamin Franklin zusammenzuarbeiten steht sie vor einer schwierigen Entscheidung.

    Mehr
  • Rezension zu "Der elektrische Kuss" von Susanne Betz

    Der elektrische Kuss

    Lesegenuss

    10. April 2011 um 15:33

    Covertext: Die junge pfälzische Landadelige Charlotte ist wie viele Menschen Mitte des 18. Jahrhunderts von den neuen naturwissenschaftlichen Entdeckungen fasziniert. Sie betreibt gefährliche Experimente, um dem Phänomen der Elektrizität auf die Spur zu kommen. Zwei Welten prallen aufeinander, als sie Samuel Hochstettler kennen lernt, der als Amischer einen radikalen Protestantismus lebt. Charlottes Freiheitsdrang und Samuels Glaubensfestigkeit zwingen die beiden, nach Amerika zu flüchten, um dort die verheißene Neue Welt zu suchen. Mit der dramatischen Überfahrt beginnt ein nicht minder aufregendes Experiment. Statement: Die 25-jährige Charlotte, eine junge Frau des Landadels, möchte nicht dass ihr vorgesehene Leben führen wie es ihre Mutter ihr vorlebt. Diese ist Mätresse am Hofe des Kurfürsten und hoffte, dass Charlotte irgendwann ihre Position einnimmt. Nein, so wollte Charlotte nicht leben. Sie interessierte sich für all die neuen wissenschaftlichen Entdeckungen ihres Jahrhunderts. Ihr Ziel war Wissenschaftlerin zu werden. Der junge Felix ordert für sie ohne Wissen des Fürsten Bücherpakete und so kann Charlotte sich ihren Experimenten hingeben. Obwohl vieles in den englischen Büchern ihr nicht fremd ist, der Reiz etwas Neues auszuprobieren war groß. „Ich bin Elektriker“, das war ihre Vorstellung, als Felix ihr erklärte, er sei Atheist. Das Phänomen Elektrizität zieht sich wie ein Faden durch die gesamte Handlung. Mit ihrer klaren und verständlichen Schreibweise führt die Autorin den Leser in die Handlung. Die Taktik von Charlotte, mit Felix eine Liebschaft einzugehen, nur um weiter mit Büchern versorgt zu werden, brachte mich zum Schmunzeln. Sie benutzte ihn, ohne Wenn und Aber, um ihren Wissensdurst zu stillen. Während das erste Sommergewitter herannahte, schlich Charlotte sich aus dem Schloss und stellte sich der Naturgewalt, spielte mit ihr. Charlotte war gefangen in der Vorstellung, das Element Elektrizität zu erforschen. Als sich das Gewitter immer mehr entfaltet, die Blitze nur so auf die Erde hernieder gehen, wird Charlotte von einem Blitz getroffen. Diesen Part der Beschreibung, wie und was alles mit Charlotte passierte, wie sie sich fühlte bzw. wie es sich anfühlte, ist absolut hervorzuheben. Als Leser meinte man mit Charlotte im Freien zu stehen, und sich ebenfalls dem grandiosen Schauspiel hinzugeben. Als am gleichen Tag Graf von Manteuffel anreist, findet Charlotte sie in ihm einen Gesprächspartner, der sie nicht mehr loslässt. Graf von Manteuffel war ebenfalls „Elektriker“. Er erzählt Charlotte von einer neuen Maschine, durch die die Elektrizität schießen soll, die neue Elektriziermaschine. Die Waffen einer Frau, Charlotte war klug genug und setzte sie gegenüber Graf von Manteuffel ein. Auf der Strecke aber blieb der, der ihren Wissensdurst immer wieder mit neuem Material versorgt hat: Felix. In den darauf folgenden Kapiteln lernt der Leser die nach den Regeln der protestantischen Amisch lebende Bauernfamilie des Samuel Hochstettler kennen. Im 18. Jahrhundert waren die verschiedensten Glaubensgemeinschaften in den Ländern des Reiches angesiedelt. Die Amischleute fühlten sich ihren alten Traditionen verpflichtet, und ihr willensstarker Glaube an Gott trotzte jedem Zweifel. Ihre Gemeinschaft wurde immer größer, doch obwohl sie dem Kurfürsten die Einkünfte sicherten, wurden die Amisch ihm allmählich ein Dorn im Auge. Sie waren ihm einfach zu viele geworden. Durch eine Begegnung mit Sarah, der Tochter des Amisch Samuel Hochstettler und seiner Frau Johanna, wird das Tor für einen späteren gemeinsamen Weg der beiden Hauptprotagonisten geöffnet. Charlotte und Samuel, zwei so ungleiche, in verschiedenen Welten lebende Menschen. Durch die dramatische Rettung des Neugeborenen, der Johanna Hochstettler kostete die Geburt das Leben, kommen sie sich näher. Charlotte und Samuel verlieben sich ineinander, scheuen nicht die Konflikte, welche sich hieraus ergeben. Jedem Leser wird spätestens hier klar, dass auch in unserer Zeit diese Spannungen und Schwierigkeiten nichts an Härte und Unnachsichtigkeit verloren haben. Währenddessen geht die Rücksichtnahme und Geduld im Land gegenüber dem Amischvolk dem Ende entgegen und beide Protagonisten entschließen sich, nach Amerika auszuwandern. Charlotte, inzwischen schwanger, ist voller Zuversicht, dort die wahre Freiheit zu finden, ohne jegliche Vorurteile gegen die traditionellen Vorstellungen des Lebens einer Frau. Auf ihrem weiteren Weg in Amerika bleiben sich beide sehr verbunden. Sie können nicht miteinander, aber auch nicht ohne. Charlotte bleibt ihrer Leidenschaft, der Wissenschaft, treu und verteidigt dieses standhaft; für Samuel dagegen ist das Wort Gottes, der tiefe Glaube, das ganze Glück. Was mir sehr gut gefallen hat, ist die klare Schreibweise und Darstellung der Traditionen und der Amisch. Das ist der Autorin wirklich gut gelungen. Mit ihrem guten Schreibstil, dem am Anfang gelegten roten Faden, bis hin zum Ende, ist der Autorin ein ansprechender historischer Roman gelungen. Fazit: Ein Cover unter Verwendung eines historischen Porträts aus der National Portrait Gallery, London, macht neugierig. Von meiner Seite her gab es bei Leseunterbrechungen keine Probleme, wieder in den Stoff einzusteigen. Sowohl die Darstellung und Beschreibung von vielen Dingen, hauptsächlich der beiden Protagonisten Charlotte und Samuel, aber auch das Leben, der Religion zu der damaligen Zeit sind de Autorin sehr gut und speziell gelungen. Man nimmt dem Roman nichts vorweg, dass es, wie sonst eigentlich üblich, kein normales Happy End gibt. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der nicht nur die „normalen Bücher“ über die Wissenschaft, der Erfinder u.a.m. liest, sondern halt auch gern eingepackt in einen Roman. (Dazu gehöre ich, ohne Punkt und Komma). Es ist kein Buch für Leser, die nur den normalen, leichten Standard bevorzugen. Aber es kann neugierig machen und hoffentlich Lust auf mehr. „Der elektrische Kuss“ war mein erstes Buch von Susanne Betz. Ich kann es wirklich empfehlen.

    Mehr
  • Rezension zu "Der elektrische Kuss" von Susanne Betz

    Der elektrische Kuss

    michael_lehmann-pape

    18. March 2011 um 13:26

    Technik und strenger Glaube Durch die dramatische Rettung eines neugeborenen Kindes kommen sie sich näher. Die streng nach den Prinzipien der Amisch lebende Bauernfamilie des Samuel Hochstettler und die junge, von den Phänomenen der gerade in den Blick geratenden Elektrizität begeisterten Charlotte. Eines der gesellschaftlich gerade in Mode kommender Spiele der damaligen Zeit war z.B. der „elektrische Kuss“. Eine Kurbel, die gedreht wurde und damit eine Trommel elektrisch auflud. Griff nun eine Dame an diese Trommel, erhielt jemand, der sie mit Handkuss begrüßte, einen leichten elektrischen Schlag. Ein erwachendes Interesse an technischen Phänomenen, die Charlotte Grund genug bieten, wissbegierig mehr über diese Naturkraft der Elektrizität zu erfahren und zunächst Blitze einfangen zu wollen. Als die religiöse Toleranz in der Pfalz ein Ende findet und als die freiheitsliebende Charlotte feststellt, dass sie schwanger ist, schließen sich diese ungleichen Menschen zusammen, um ihren Glauben einerseits und ihre persönliche Freiheit andererseits im neuen, gelobten Land der Freiheit, Amerika, leben zu können. Trotz der emotionalen Annäherung zwischen den beiden Hauptpersonen Charlotte und Samuel und trotz der verbindenden Erlebnisse auf der nicht einfachen Überfahrt stellt sich mehr und mehr heraus, dass diese beiden Welten wohl keine wirklich tragfähige, innere Verbindung finden werden. Charlotte, die mit Leidenschaft immer wieder die neuen Entwicklungen verteidigt, für die „alles um uns herum im Fluss ist und Wahrheiten inflationär“ sich darstellen, immer wieder also überprüft werden müssen ist die dogmatische, felsenfeste Haltung von Samuel oft nur schwer zu ertragen, Und umgekehrt. Charlotte, voll von Wissensdrang, immer getrieben davon, mehr zu wissen und damit die Welt klüger und freier zu machen und Samuel, für den alles, was wichtig ist, aus dem Lesen der Bibel abzuleiten ist. Für den Glück nichts anderes ist, als die „Sicherheit bei Gott“. Vielfache Wendungen wird das Leben dieser so unterschiedlichen Menschen nehmen, beide aber werden auf ihre Weise ihren Weg im neuen Land Amerika finden und beide werden verbunden bleiben. Dennoch aber wird es kein Happy Ende in Form einer Liebesverbindung geben, dass ist früh im Buch bereits zu ahnen. Samuel ist und bleibt Teil der Amisch Gemeinschaft mit ihrem tiefen Misstrauen gegen alles Moderne und Charlotte wird sich aufmachen, Benjamin Franklin und dessen Experimente mit der Elektrizität kennen zu lernen und auf diesem Wege auch zu sich selber zu finden.. In der starken Polarisierung der beiden Welten begründet Susanne Betz die eigentliche Spannung ihres Romans. Alt gegen neu, Fortschritt und Freiheit gegen strengen Glauben, Freiheit gegen Konventionen, dies sind die Grundthemen der Geschichte. Durchaus anregend ist diese Frühzeit der Elektrizität im Buch geschildert, auch das (allerdings bereits oft und oft genutzte) Thema der Suche nach Freiheit in einer historischen Welt der strengen Konventionen durch eine Frau versteht Susanne Betz als roten Faden durch ihre Geschichte zu ziehen. Letztlich aber folgt das Buch zu sehr sattsam bekannten Erzählsträngen und hinterlässt den Eindruck, das alles im Kern in der ein oder anderen Form bereits einmal gelesen zu haben. Als unterhaltsame Lektüre für den, der historische Entwicklungsromane zu schätzen weiß durchaus geeignet, aber kein Buch, dass lange in Erinnerung bleiben wird.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks