Susanne Beyer

 5 Sterne bei 12 Bewertungen

Alle Bücher von Susanne Beyer

Susanne Beyer»Mich hat Auschwitz nie verlassen«
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
»Mich hat Auschwitz nie verlassen«
»Mich hat Auschwitz nie verlassen«
 (11)
Erschienen am 21.09.2015
Susanne BeyerPalucca - Die Biografie
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Palucca - Die Biografie
Palucca - Die Biografie
 (1)
Erschienen am 22.09.2014
Susanne BeyerDas wirtschaftliche Engagement Taiwans auf dem chinesichen Festland unter besonderer Berücksichtigung der Provinz Fujian
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Das wirtschaftliche Engagement Taiwans auf dem chinesichen Festland unter besonderer Berücksichtigung der Provinz Fujian
Susanne BeyerDas SPIEGEL-Haus in der Hafencity Hamburg
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Das SPIEGEL-Haus in der Hafencity Hamburg
Das SPIEGEL-Haus in der Hafencity Hamburg
 (0)
Erschienen am 12.11.2011
Susanne BeyerErgative (unakkusative) vs. unergative Verben
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Ergative (unakkusative) vs. unergative Verben

Neue Rezensionen zu Susanne Beyer

Neu

Rezension zu "»Mich hat Auschwitz nie verlassen«" von Susanne Beyer

Erinnerungen ehemaliger Auschwitz-Häftlinge: Fesselnd und berührend
Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren

Die Flüchtlingskrise spaltet unsere Gesellschaft. Gleichzeitig sterben Zeitzeugen aus, die aus der Zeit des Nationalsozialismus erzählen können. Um Erlebnisberichte für künftige Generationen zu erhalten, besuchten Redakteure und Mitarbeiter des SPIEGEL anlässlich des 70. Jahrestags der Befreiung von Auschwitz ehemalige Häftlinge und zeichneten ihre Erinnerungen auf.

Das Buch beginnt mit einer kurzen Einführung über Auschwitz und dieses Buchprojekt. Einfühlsam wird mit einem kurzen Text und einem Porträtbild in die jeweilige Geschichte eingeleitet. Anschließend kommen die Zeitzeugen zu Wort, die nach der Methode „Oral History“ ohne Zwischenfragen erzählen. Die Berichte geben Zeugnis über die katastrophalen Zustände, die Misshandlungen und Erniedrigungen in Auschwitz. Der Leser wird nicht geschont: Er erfährt von Diebstahl und Prügeleien der Gefangenen untereinander, vom Gefangenenorchester und von der Arbeit an den Verbrennungsöfen. Auch ihre Erfahrungen mit Lagerarzt Josef Mengele muss der Leser noch einmal beklemmend nah durchleben.

Die Erzählungen sind sehr berührend und gingen mir sehr nahe. Doch ich habe auch Hoffnung gefunden: Es gab im Konzentrationslager auch Zusammenhalt und gegenseitige Hilfe zum Überleben bis zur Befreiung. „Mich hat Auschwitz nie verlassen“ gibt das große Dilemma der ehemaligen gefangenen wieder: Auch wenn sie das Leben bis ins hohe Alter gemeistert haben, eine Familie gründeten und sich liebevoll um Enkel kümmern: Die Bilder der Vernichtung werden immer bleiben,Tag und Nacht.

Ich bedaure, dass die einzelnen Erinnerungen nur über wenige Seiten gehen. Einige Berichte, wie etwa bei dem Musiker Coco Schumann, hätte ich gern ausführlicher gelesen. Positiv hervorheben möchte ich, dass nicht nur jüdische Opfer zu Wort kamen, sondern auch Christen, Sinti/Zigeuner und Widerständler. Die Ausstattung des Buches mit alten und aktuellen Fotos, Kurzbiografien der Zeitzeugen, einem Autorenverzeichnis und Literaturempfehlungen wurde mit Liebe zum Detail zusammengestellt.

Mein Fazit
„Mich hat Auschwitz nie verlassen“ ist ein kostbares Zeugnis einer furchtbaren Zeit, berührend und schockierend. Absolut empfehlenswert.

Autorin der Rezension: Sarina Wood
www.sarina-wood.de

Kommentieren0
2
Teilen
Tamileins avatar

Rezension zu "»Mich hat Auschwitz nie verlassen«" von Susanne Beyer

Überlebende des Konzentrationslagers berichten.
Tamileinvor 2 Jahren

Vorab möchte ich auch hier darauf hinweisen, dass ich mir keine Meinung über das Leben bzw. das Überleben der interviewten Personen anmaße. Ich bewerte in dieser Rezension lediglich die Aufmachung des Buchs und die Umsetzung. Die Geschichten der betroffenen Personen sind ihr Allerheiligstes, ihr Inneres, ihre Vergangenheit, die sie auch heute noch immer wieder einholt.


Klappentext
Am 27. Januar 1945 befreiten sowjetische Soldaten das Konzentrationslager Auschwitz. Mehr als eine Million Menschen waren hier von den Nationalsozialisten ermordet worden; nur wenige Gefangene kamen mit dem Leben davon. Diejenigen, die die Lagerhaft überlebten, konnten oder wollten in den Jahren nach der Befreiung meist nicht über ihre Erlebnisse sprechen. Sie fühlten sich außer Stande, über die Exzesse der Entwürdigung, die sie in Auschwitz erfahren mussten, zu reden, oder sie fanden für ihre Erinnerungen kein Gehör.
Weltweit haben SPIEGEL-Redakteure und -Mitarbeiter nun ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers besucht und befragt, Susanne Beyer und Martin Doerry haben diese Berichte in einem Buch zusammengestellt. Die beeindruckenden Schilderungen der letzten überlebenden Zeugen von Auschwitz werden reich bebildert mit Porträts, die die Fotografen Sara Lewkowicz und Dmitrij Leltschuk für diesen Band anfertigten


Meine Meinung
Ich bin stark interessiert an dieser dunklen Vergangenheit unseres Landes. Ich informiere mich so oft und so viel ich kann, sammele Berichte, Bücher und lese mich in die Leben der Betroffenen ein. Ich empfinde Mitleid, versuche das Geschehene zu begreifen, zu verstehen. Zu verstehen, was Menschen zu so etwas treiben kann. Zu verstehen, wie es danach weiterging, wie die Menschen nicht nur überleben, sondern auch weiterleben konnten. Der SPIEGEL hat hier viele Nachforschungen angestellt und zeichnet mit diesem Buch ein Porträt von Gezeichneten.
Insgesamt wurden 20 Zeitzeugen, Überlebende des KZ Auschwitz interviewt. Allesamt hatten sie grausame Geschichten zu erzählen - wahre Geschichten, die manche immer noch bis in den Schlaf verfolgen. Das Buch enthält zu jedem der Zeitzeugen mehrere Fotografien. Dabei handelt es sich um aktuelle Fotos, die zum Zeitpunkt des Interviews aufgenommen wurden, aber auch um private Aufnahmen der Überlebenden. Das verleiht dem Buch eine gewisse Nähe. Man liest nicht nur die Namen der Menschen, man sieht sie. Sie sind keine Nummer, nicht nur Buchstaben. Man bekommt eine direkte Verbindung zu ihnen.
Zu Beginn jedes neuen Kapitels, jedes neuen Erfahrungsberichts, sieht man ein aktuelles Porträt der interviewten Person. Dazu ein kleines Zitat mit einer kurzen Einleitung. Jedes einzelne dieser grausamen Schicksale wird erneut erzählt. Eine Tochter, die ihre Mutter nicht alleine lassen wollte und daher freiwillig mit ins KZ ging. Grausame Todesmärsche die Abertausende das Leben kostete. In den Krematorien arbeiten, schlafen, die einem bekannten Leichen verbrennen. Die Ungewissheit, was mit den Eltern geschah - vermutlich liegen sie in einem Massengrab. Tattowierte Nummern auf Unterarmen, die zwar verblassen, aber nie verschwinden werden. Furchtbare und ergreifende Schicksale. Diese ganze Last liegt auf den Schultern der Überlebenden.
Mir trieb es oft die Tränen in die Augen. Diese Geschichte stecken voll Leid und Schmerz. Diese Menschen überlebten eine Grausamkeit, die die Menschheit selbst zu verantworten hat.
Im Anschluss an die Zeitzeugenberichte findet sich auch noch eine Übersicht mit Kurzbiografien. Hier lässt sich der Werdegang nach dem Grauen nachlesen. Außerdem bekommt man auch eine Übersicht über die Autoren und Fotografen.
Besonders wichtig finde ich, dass die Geschichten von den Autoren lediglich wiedergegeben werden. Hier werden keine Ergänzungen gemacht, sodass man das Gefühl bekommt, man selbst spräche mit den Menschen.

Für mich ist es wichtig zu ergänzen, dass wir diese Zeit niemals vergessen dürfen. Wir müssen hinterfragen, nachforschen und vorallem sind wir in der Pflicht. Wir haben die Verantwortung, dass so etwas nie wieder passieren darf. Für damalige Taten sind wir nicht verantwortlich. Daran tragen wir keine Schuld. Dennoch darf das Geschehene nie vergessen werden. Es muss uns ein Mahnmal sein, zu was Menschen fähig sein können. Es bleiben mit der Zeit nicht mehr viele Menschen übrig, die man nach Geschehenem fragen könnte. Diese Dokumentation der Berichte der Zeitzeugen ist also umso wertvoller für uns und folgende Generationen.

"Du wirst überleben, und du wirst erzählen." Erna de Vries


Kommentieren0
5
Teilen
B

Rezension zu "»Mich hat Auschwitz nie verlassen«" von Susanne Beyer

Unfassbar tolles Buch!
BookTownrezisvor 3 Jahren

Heute gibt es eine Rezension zu einem Buch welches ich unfassbar fand. Eine Unfassbare Geschichte mit einem Unfassbaren Verlauf und unfassbar emotional.

Klappentext:

Die letzten Zeugen von Auschwitz

Am 27. Januar 1945 befreiten sowjetische Soldaten das Konzentrationslager Auschwitz. Mehr als eine Million Menschen waren hier von den Nationalsozialisten ermordet worden; nur wenige Gefangene kamen mit dem Leben davon. Diejenigen, die die Lagerhaft überlebten, konnten oder wollten in den Jahren nach der Befreiung meist nicht über ihre Erlebnisse sprechen. Sie fühlten sich außer Stande, über die Exzesse der Entwürdigung, die sie in Auschwitz erfahren mussten, zu reden, oder sie fanden für ihre Erinnerungen kein Gehör.

Weltweit haben SPIEGEL-Redakteure und -Mitarbeiter nun ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers besucht und befragt, Susanne Beyer und Martin Doerry haben diese Berichte in einem Buch zusammengestellt. Die beeindruckenden Schilderungen der letzten überlebenden Zeugen von Auschwitz werden reich bebildert mit Porträts, die die Fotografen Sara Lewkowicz und Dmitrij Leltschuk für diesen Band anfertigten

Das Buch ist 2016 im DVA Verlag erschienen und kostet 29,99€

Bei dieser Rezension weiß ich wirklich überhaupt nicht wo ich anfangen soll. Wirklich nicht. Es gibt vieles mit dem ich anfangen könnte aber womit soll ich nun beginnen?

Okay, fangen wir einfach mal damit an dass dies wahre Geschichten sind. Von Menschen die tragisches und unvorstellbares erlebt haben. Sie sind buchstäblich durch die Hölle gegangen und nun wird berichtet wie es sich dort so begeben hat.

Ich dachte nicht dass mich ein Buch so berühren kann wie dieses. Es ist atemberaubend.

Und auch wenn ich aus dem schwärmen wieder rauskomme, finde ich das buch wirklich wirklich gelungen.Okay, Warum finde ich es denn so toll? Weil es einfach mit Liebe gemacht wurde. Es wurde mit der Liebe zum Journalismus geschrieben und das merkt man auf jeder einzelnen Seite. Man hat nicht das Gefühl das Buch wurde nur gemacht um Geld zu verdienen und schocken zu wollen, eher dass es geschrieben wurde um den Menschen zu zeigen – Hey, es war mal so schlimm und es sollte nie wieder so kommen.

Gerade in der Phase wo wir wählen müssen und eine Entscheidung treffen sollten ist das Buch Gold wert.

 

Alles in Allem -> EIN BUCHTIPP. Ja ich finde man MUSS dieses Buch gelesen haben und deswegen gebe ich auch die volle Punktzahl!

Kommentieren0
2
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 21 Bibliotheken

auf 7 Wunschlisten

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks