Susanne Bonn

 2.8 Sterne bei 9 Bewertungen
Autor von Die Schule der Spielleute, Der Jahrmarkt zu Jakobi und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Susanne Bonn

Die Schule der Spielleute

Die Schule der Spielleute

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Erschienen am 12.07.2010
Der Jahrmarkt zu Jakobi

Der Jahrmarkt zu Jakobi

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Erschienen am 08.07.2008
Der Jahrmarkt zu Jakobi

Der Jahrmarkt zu Jakobi

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Erschienen am 01.07.2017
Mein Oster-Bastelspaß

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Erschienen am 27.01.2012
Vegane Rezepte mit Aquafaba

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Erschienen am 30.01.2017
Neue Ideen zum Malen und Zeichnen

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Erschienen am 25.01.2010
Mini Couture zum Selbernähen

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Erschienen am 01.03.2014
Der Jahrmarkt zu Jakobi

Der Jahrmarkt zu Jakobi

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Erschienen am 29.06.2016

Neue Rezensionen zu Susanne Bonn

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mercurial_minds avatar

Rezension zu "Der Jahrmarkt zu Jakobi" von Susanne Bonn

Schöne Geschichte, seltsamer Schreibstil
mercurial_mindvor 2 Jahren

Im Jahr 1338 ist eine Gruppe von Spielleuten in deutschen Landen unterwegs, als eines Tages Hardo, der Gaukler der Gruppe, erschlagen wird. Niemand versteht die Gründe, die zu dem brutalen Mord geführt haben könnten. Hardos Freunde treibt fortan die Frage um, wer es getan hat, und sie lassen nicht locker, um genau das herauszufinden.

Grundsätzlich wird hier eine schöne, interessante Geschichte mit recht netten Figuren erzählt, auch wenn der sympathischste von ihnen, Hardo, nicht die ganze Zeit über dabei sein kann, weil ausgerechnet er als Opfer in diesem mittelalterlichen Krimi herhalten muss.

Was mir an diesem Roman und auch am Nachfolger, "Die Schule der Spielleute", einfach nicht gefallen will, ist der merkwürdige, knappe Schreibstil der Autorin. Er erweckt den Eindruck, einen unfertigen Text zu lesen, der lediglich skizziert wurde, um später ausgearbeitet zu werden. Die Protagonisten, ohnehin unübersichtlich viele, tauchen immer ganz plötzlich irgendwo auf und geben ihre Dialogzeilen von sich, ohne dass man erfahren hätte, wie sie so schnell in diese Situation gekommen sind. Es wird vorausgesetzt, dass der Leser ständig auf dem gleichen Wissensstand hinsichtlich des Fortgangs der Handlung ist wie die Autorin selbst, was nicht der Fall sein kann.

Der Schreibstil macht es schwierig, der Handlung zu folgen, und er lässt die Geschichte wirr und unübersichtlich erscheinen. Ansonsten wäre der Roman gut gelungen, mittelalterliches Flair ist spürbar und bei einer Länge von 325 Seiten kann er prima als Lektüre für zwischendurch herhalten. Im Vergleich beider Bücher hat mir "Der Jahrmarkt zu Jakobi" etwas besser gefallen als "Die Schule der Spielleute", dessen Handlung noch unübersichtlicher ist.

 

 

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Ikopikos avatar

Rezension zu "Die Schule der Spielleute" von Susanne Bonn

Die Schule der Spielleute
Ikopikovor 4 Jahren

Man schreibt das Jahr 1339, und Spielleute aus ganz Europa treffen sich in Worms, um neue Lieder zu lernen und Instrumente zu kaufen. Darunter befinden sich auch die jungen Musiker Elbelin und Gottfrid, der erfahrene Hofsänger Wolfram und viele weitere illustre Gestalten. Sie alle sind der Faszination der Musik verfallen. Zu jeder Tages- und Nachtzeit hört man ihre Melodien in den Gassen erklingen.

Unter den Spielleuten gibt es jedoch auch Neider. Instrumente werden böswillig zerstört, ein Tanzbär wird aus seinem Gehege befreit und es gibt einen Todesfall. Die Spielleute beginnen mit der Suche nach dem Täter.

Susanne Bonn scheint der Musik ebenso verfallen zu sein wie die Spielleute in ihrem Roman. Das detailtreue Beschreiben der einzelnen Instrumente und des Einübens neuer Lieder sind ihre Stärke. Für einen Laien in Musikdingen wird dies jedoch schnell eintönig und ermüdend. Er wird dazu verleitet, ganze Abschnitte nur zu überfliegen oder das Buch für eine Weile ganz beiseite zu legen.

Die Episoden, die sich mit den Böswilligkeiten beschäftigen, sind flüssig und verständlich zu lesen. Ein großer Spannungsbogen kommt jedoch auch dort nicht auf, wobei die Geschichte an sich durchweg interessant ist. So war mir zum Beispiel nicht bekannt, dass es im Mittelalter Treffen von Spielleuten gab, bei denen sie ihr Können, Wissen und neue Lieder austauschen konnten. Oftmals wurden diese Reisen von den jeweiligen Dienstherren finanziert, denn diese profitierten von der neuen Unterhaltung.

„Die Schule der Spielleute“ ist ein historischer Roman mit krimineller Handlung, der sich in erster Linie mit der Musik befasst. Wer sich für Musik interessiert, oder gar selbst musiziert, mag seine Freude an den ausführlichen Beschreibungen des Einstudierens neuer Lieder haben. Für alle anderen könnte dies etwas langweilig sein.

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Rezension zu "Der Jahrmarkt zu Jakobi" von Susanne Bonn

Rezension zu "Der Jahrmarkt zu Jakobi" von Susanne Bonn
Ein LovelyBooks-Nutzervor 10 Jahren

Anno 1338 zieht der Spielmann Franz mit seiner Frau Alheit, dem Priester Baldwin, dem Mädchen Gretel und dem Gaukler Hardo durch die Lande. Wie viele andere zieht es sie nach Lindenfels in der Pfalz auf den Jakobimarkt, wo sie hoffen, ein paar Tage Unterkunft zu finden und ein gutes Geschäft mit ihren Auftritten zu machen.
Die kleine Gruppe besteht aus wirklich unterschiedlichen und sympathischen Charakteren, was die Autorin Susanne Bonn gut hervorzuheben weiß. Franz ist ein ruhiger Mann, ganz seiner Musik verschrieben, wohingegen seine Frau Alheit durchaus mal Haare auf den Zähnen hat und kein Blatt vor den Mund nimmt, was die stille Gretel bisweilen etwas einschüchtert. Baldwin ist die gute Seele der Spielleute und Hardo, der attraktive junge Mann, verdreht mit seinen Auftritten so manchen Töchtern aus gutem Hause den Kopf.
Genau das scheint ihm auch zum Verhängnis zu werden, denn auch in Lindenfels hat er wieder zwei Mädchen bezirzt, was deren Verehrer gar nicht gerne sehen. Plötzlich ist Hardo verschwunden und als Alheit sich auf die Suche nach dem Filou macht, findet sie nur noch seine Leiche...

Alheits Kampfgeist ist geweckt, sie will unbedingt den Mörder ihres Freundes finden und macht sich mit ihren Weggefährten auf die Suche nach Hinweisen. Hardo hat mehrere Menschen gegen sich aufgebracht, sodass es schwer ist, den wahren Täter zu finden. Außerdem scheint Gretel ein Geheimnis zu verbergen, das es ebenfalls zu lösen gilt. Doch die selbstbewusste Alheit gibt nicht auf, sodass sich am Ende des Buches das wirre Durcheinander der Hinweise zu einem logisches Ende auflöst.

Wie man es vom Gmeiner-Verlag kennt, ist die Aufmachung des Buches wieder sehr gelungen. Das schöne Cover wird im Innenteil fortgesetzt und auch ein passendes Lesezeichen ist wieder mit dabei.
Susanne Bonns Debütroman schildert auf anschauliche Weise das Leben im späten Mittelalter und gibt Einblicke in das harte Leben der Spielleute dieser Zeit. Man merkt sofort, wie gut sie ihre Heimatstadt kennt und kann ihr gedanklich wunderbar durch die Straßen des kleinen Ortes folgen. Der Kriminalfall, um den die Geschichte gewoben wurde, ist gut durchdacht und wird logisch aufgelöst. Die Autorin kommt ohne blutige Szenen aus und setzt auf Gedankenspielchen.
Leider wirkt die Geschichte an sich so manchmal etwas langatmig. Schnelle Sprünge von Person zu Person verwirren den Leser bisweilen und auf das Mitwirken einzelner Personen, wie zum Beispiel dem Mädchen Else, hätte man auch verzichten können. Ihre starke Verliebtheit in Hardo wirkt unrealistisch, schließlich kannte sie ihn erst einen Tag. So ist ihre Eigeninitiative bei der Suche nach seinem Mörder, trotz ihres Wunsches nach einem aufregenden Leben, eher nicht nachzuvollziehen.

Alles in allem ist der Autorin jedoch ein flüssig zu lesendes Werk gelungen, das durchaus Lust auf mehr macht. Die grantige Alheit und den jungen Arzt Philipp, der sie bei der Mördersuche unterstützt, würde man gern in einem weiteren Buch wiedertreffen und bei ihrem nächsten Fall begleiten.

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