Susanne Bonn Der Jahrmarkt zu Jakobi

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Inhaltsangabe zu „Der Jahrmarkt zu Jakobi“ von Susanne Bonn

Lindenfels in der Pfalz, 1338. Der Jahrmarkt zu Jakobi lockt zahlreiche Gäste in das Städtchen. Auch der Gaukler Hardo reist mit einem Trupp fahrenden Volkes zum Markt. Ein gern gesehener Besucher bei den Bürgerstöchtern, weniger beliebt bei deren Eltern und Versprochenen. Als Hardo erschlagen im Straßengraben aufgefunden wird, liegt deshalb der Verdacht nahe, dass ein Bürgerssohn der Täter ist. Doch der Vogt fürchtet um den Frieden in der Stadt, wenn er angesehene Bürger wegen eines Fahrenden vor Gericht bringt. Hardos Reisegenossen, die Spielleute Alheit und Franz und der Priester Baldwin, beginnen daraufhin auf eigene Faust, den Mörder zu suchen. Schon bald finden sie heraus, dass Hardo einem Geheimnis auf die Spur gekommen war, das andere um jeden Preis bewahren wollen ...

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  • Schöne Geschichte, seltsamer Schreibstil

    Der Jahrmarkt zu Jakobi
    mercurial_mind

    mercurial_mind

    04. March 2017 um 15:15

    Im Jahr 1338 ist eine Gruppe von Spielleuten in deutschen Landen unterwegs, als eines Tages Hardo, der Gaukler der Gruppe, erschlagen wird. Niemand versteht die Gründe, die zu dem brutalen Mord geführt haben könnten. Hardos Freunde treibt fortan die Frage um, wer es getan hat, und sie lassen nicht locker, um genau das herauszufinden. Grundsätzlich wird hier eine schöne, interessante Geschichte mit recht netten Figuren erzählt, auch wenn der sympathischste von ihnen, Hardo, nicht die ganze Zeit über dabei sein kann, weil ausgerechnet er als Opfer in diesem mittelalterlichen Krimi herhalten muss. Was mir an diesem Roman und auch am Nachfolger, "Die Schule der Spielleute", einfach nicht gefallen will, ist der merkwürdige, knappe Schreibstil der Autorin. Er erweckt den Eindruck, einen unfertigen Text zu lesen, der lediglich skizziert wurde, um später ausgearbeitet zu werden. Die Protagonisten, ohnehin unübersichtlich viele, tauchen immer ganz plötzlich irgendwo auf und geben ihre Dialogzeilen von sich, ohne dass man erfahren hätte, wie sie so schnell in diese Situation gekommen sind. Es wird vorausgesetzt, dass der Leser ständig auf dem gleichen Wissensstand hinsichtlich des Fortgangs der Handlung ist wie die Autorin selbst, was nicht der Fall sein kann. Der Schreibstil macht es schwierig, der Handlung zu folgen, und er lässt die Geschichte wirr und unübersichtlich erscheinen. Ansonsten wäre der Roman gut gelungen, mittelalterliches Flair ist spürbar und bei einer Länge von 325 Seiten kann er prima als Lektüre für zwischendurch herhalten. Im Vergleich beider Bücher hat mir "Der Jahrmarkt zu Jakobi" etwas besser gefallen als "Die Schule der Spielleute", dessen Handlung noch unübersichtlicher ist.    

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  • Rezension zu "Der Jahrmarkt zu Jakobi" von Susanne Bonn

    Der Jahrmarkt zu Jakobi
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. December 2008 um 20:22

    Anno 1338 zieht der Spielmann Franz mit seiner Frau Alheit, dem Priester Baldwin, dem Mädchen Gretel und dem Gaukler Hardo durch die Lande. Wie viele andere zieht es sie nach Lindenfels in der Pfalz auf den Jakobimarkt, wo sie hoffen, ein paar Tage Unterkunft zu finden und ein gutes Geschäft mit ihren Auftritten zu machen. Die kleine Gruppe besteht aus wirklich unterschiedlichen und sympathischen Charakteren, was die Autorin Susanne Bonn gut hervorzuheben weiß. Franz ist ein ruhiger Mann, ganz seiner Musik verschrieben, wohingegen seine Frau Alheit durchaus mal Haare auf den Zähnen hat und kein Blatt vor den Mund nimmt, was die stille Gretel bisweilen etwas einschüchtert. Baldwin ist die gute Seele der Spielleute und Hardo, der attraktive junge Mann, verdreht mit seinen Auftritten so manchen Töchtern aus gutem Hause den Kopf. Genau das scheint ihm auch zum Verhängnis zu werden, denn auch in Lindenfels hat er wieder zwei Mädchen bezirzt, was deren Verehrer gar nicht gerne sehen. Plötzlich ist Hardo verschwunden und als Alheit sich auf die Suche nach dem Filou macht, findet sie nur noch seine Leiche... Alheits Kampfgeist ist geweckt, sie will unbedingt den Mörder ihres Freundes finden und macht sich mit ihren Weggefährten auf die Suche nach Hinweisen. Hardo hat mehrere Menschen gegen sich aufgebracht, sodass es schwer ist, den wahren Täter zu finden. Außerdem scheint Gretel ein Geheimnis zu verbergen, das es ebenfalls zu lösen gilt. Doch die selbstbewusste Alheit gibt nicht auf, sodass sich am Ende des Buches das wirre Durcheinander der Hinweise zu einem logisches Ende auflöst. Wie man es vom Gmeiner-Verlag kennt, ist die Aufmachung des Buches wieder sehr gelungen. Das schöne Cover wird im Innenteil fortgesetzt und auch ein passendes Lesezeichen ist wieder mit dabei. Susanne Bonns Debütroman schildert auf anschauliche Weise das Leben im späten Mittelalter und gibt Einblicke in das harte Leben der Spielleute dieser Zeit. Man merkt sofort, wie gut sie ihre Heimatstadt kennt und kann ihr gedanklich wunderbar durch die Straßen des kleinen Ortes folgen. Der Kriminalfall, um den die Geschichte gewoben wurde, ist gut durchdacht und wird logisch aufgelöst. Die Autorin kommt ohne blutige Szenen aus und setzt auf Gedankenspielchen. Leider wirkt die Geschichte an sich so manchmal etwas langatmig. Schnelle Sprünge von Person zu Person verwirren den Leser bisweilen und auf das Mitwirken einzelner Personen, wie zum Beispiel dem Mädchen Else, hätte man auch verzichten können. Ihre starke Verliebtheit in Hardo wirkt unrealistisch, schließlich kannte sie ihn erst einen Tag. So ist ihre Eigeninitiative bei der Suche nach seinem Mörder, trotz ihres Wunsches nach einem aufregenden Leben, eher nicht nachzuvollziehen. Alles in allem ist der Autorin jedoch ein flüssig zu lesendes Werk gelungen, das durchaus Lust auf mehr macht. Die grantige Alheit und den jungen Arzt Philipp, der sie bei der Mördersuche unterstützt, würde man gern in einem weiteren Buch wiedertreffen und bei ihrem nächsten Fall begleiten.

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