Susanne Dietz Sinnkrieger

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Inhaltsangabe zu „Sinnkrieger“ von Susanne Dietz

Eine Frage, die uns Menschen schon immer beschäftigt, ist die nach dem Sinn im Sein und Tun - nicht mehr (nur) im privaten Kontext, sondern gerade auch im beruflichen. In einer Kultur des täglichen "Krieges" zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer sind die Sinnsucher in Unternehmen schnell frustriert. Sie packen angesichts vieler Sinnlosigkeiten in Unternehmen demotiviert ihre Sachen und wandern zum nächsten Arbeitgeber - in der Hoffnung dort Sinn zu finden. Denn die Zeiten, da man zur Arbeit geht, um allein sein Geld zu verdienen, sind vorbei. Unternehmen, die morgen noch erfolgreich sein wollen, müssen vor allem eines leisten: Raum für Sinn geben, um so das wertvolle Potenzial der sinnsuchenden Mitarbeiter auszuschöpfen und für unternehmerischen Erfolg nutzbar zu machen.
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  • Der Raum für Sinn am Arbeitsplatz

    Sinnkrieger

    michael_lehmann-pape

    21. October 2014 um 12:11

    Der Raum für Sinn am Arbeitsplatz „Zu oft habe ich mich über ineffiziente Meetings, ungerechte Strukturen oder Intrigen der Belegschaft geärgert“. Ein Ärger, der bei Susanne Dietz nun weder zur „Anpassung“ führte im Sinne von: So sind das (Arbeits-) Leben und die Menschen eben, noch zur Resignation. Sondern grundlegend in ihr die Frage wachgehalten: Was kann man eigentlich eigenverantwortlich ändern an dieser oft offenkundigen „Sinnlosigkeit“ der Arbeit? Und damit wendet sich die Autorin beleibte keiner unbedingt neuen Frage zu, Erwiesenermaßen wird der arbeitende Mensch umso motivierter und produktiver, je mehr Freude er an seiner Tätigkeit findet. Und je mehr Sinn er in seiner Arbeit entdecken kann. Sinn, der nicht immer unbedingt und durchgehend durch die Tätigkeit an sich gegeben werden muss, sondern der auch z.B. im „gemeinsamen Schaffen“ sich finden kann oder in der hohen Wertschätzung, die durch die Leitung vermittelt wird. In einer Zeit, in der die umfassende Frage nach dem Sinn des eigenen Tuns in der Arbeitswelt lauter wird, in der vielfach klagen über zu wenig Wertschätzung, über hohe Ineffizienz und „seelenlose“, wenn nicht gar unethische Tätigkeiten laut werden, trifft Susanne Dietz daher mit ihrem Thema durchaus einen Nerv der Zeit. Genügend negative Beispiel von „Un-Sinn“ im Arbeitsleben, aus der Tätigkeit heraus, durch die fehlende Gemeinschaft (samt Mobbing) unter Kollegen, die mangelnde Führung durch die Leitung samt ebenso fehlender Motivation durch echte Wertschätzung fährt Dietz zumindest auf, um den Wiedererkennungswert beim Leser hoch zu halten. Diese vielfachen Beispiele (auch positiver Natur) sind dabei nicht Selbstzweck, sondern dienen der Autorin zur Illustration und Verankerung ihres „Sechs-Stufen-Programms“ zu mehr Sinn in der Arbeit. Sinn ist immer eine Investition, „wer Sinn will, muss geben“. Sinn ist harte Arbeit mit Werten (und warum das so ist und man daran nicht vorbeikommt). Sinn ist immer Vertrauen, Vertrauen ist ein Erfolgsfaktor, nicht nur, weil man dann immer bildlich gesehen „zwei Hände frei hat“. Sinn ist eine Bestätigung im Du ohne Wertedifferenzen auszuklammern, sondern diese an die passenden Orte implementiert. Sinn ist eine großartige Ausschüttung angesichts des tief verankerten menschlichen Naturell, gestalten zu wollen und damit die Endlichkeit zu überwinden (Alle Menschen sind „Sinnkrieger“, je auf ihre Weise an ihrem Ort…wenn man sie lässt). Sinn ist jeden Tag aufs Neue eine Entscheidung, denn die eigene Freiheit, die immer mehr gesellschaftlich möglich wird, bedarf einer ebenso hohen Eigenverantwortung (und teilweise des Mutes, sich von „sinn-losen“ Tätigkeiten und Umfeldern zu lösen). So betrachtet Susanne Dietz die fast Notwendigkeit des Sinns bei der Arbeit aus vielerlei Richtungen und sagt dabei ebenso viel interessantes und Nachdenkens wertes, auch wenn die einzelnen Ergebnisse ihrer Darlegungen nicht unbedingt neu sind. Die Klagen über „sinn-entleerte“ Arbeit oder gerade über ein „zu wenig gesehen und wertgeschätzt werden“ jedenfalls nehmen deutlich hörbar an vielen Orten zu. Was ein stückweit zu kurz kommt im Buch ist die notwendige Distanz, die auch ihr Recht hat. Die Sicht darauf, dass man „arbeitet um zu leben und nicht lebt um zu arbeiten“. Wobei ebenso die benannten sechs Stufen weniger an eine Treppe erinnern (oder ein Training zur „nächsthöheren Stufe“ hin, sondern eher auf gleicher Ebene von allen Seiten her jene Bedingungen formulieren, die den eigenen Tätigkeiten (nicht nur im professionellen Bereich), einen Sinn zu geben vermögen. Gut zusammengefasst findet sich dies alles im letzten Kapitel, in dem Dietz die „Win-Win“ Situation beschreibt, die in sinnstiftenden Unternehmen sich über kurz oder lang mit hoher Wahrscheinlichkeit einstellen wird. Insgesamt eine gute Zusammenfassung dessen, „was Sinn macht“ unter Verweis auf vieles, was eben „keinen Sinn“ macht und destruktive Folgen in Bezug auf Motivation und innere Gesundheit vieler Mitarbeiter in Unternehmen nach sich zieht. Nicht unbedingt mit umwerfend neuen Erkenntnissen und mit einer (natürlich) sehr einseitig auf den „Sinn der Arbeit“ ausgerichtetem Fokus, durchaus aber lesenswert und zur eigenen Reflexion und den eigenen Blick auf die Eigenverantwortlichkeit anhaltend.

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