Susanne Fülscher #fingerweg

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Inhaltsangabe zu „#fingerweg“ von Susanne Fülscher

Das Abi in der Tasche. Und gleich erfüllt sich der nächste Traum: Lisa ergattert den ersehnten Praktikumsplatz beim glamourösen Produzenten Maxime Léon! Klar, jetzt stehen ihr die Türen zur Filmhochschule offen. Obwohl ihr die Arbeit Spaß macht, fühlt sie sich zunehmend unwohl. Ihr Chef macht nicht nur zweideutige Bemerkungen. Er berührt sie auch immer öfter scheinbar zufällig. Als Lisa es nicht länger aushält, beschließt sie ihr Schweigen zu brechen und sich zu wehren.

Sehr interessante Idee Ich hätte mir gewünscht das die Idee noch besser ausgearbeitet wir. Nur mit dem Ende könnte ich mich nicht so recht

— Simi_Nat

Ernstes Thema, tolles Buch, nachvollziehbare Innenansichten - das Ende leider verschenkt - Selbstjustiz und public blaming ist keine Lösung

— EmmyL

Sehr wichtiges Thema für alle Mädels :) Sollte meiner Meinung nach zur Pflichtlektüre gehören ☺

— foreverdreaming

Eine wirklich tiefgründige und reale Geschichte. Ich war sehr beeindruckt, wie diese Thematik hier verpackt wurde.

— Lesezirkel

Dieses Buch behandelt das ernste Thema sexuelle Belästigung. Eine tolle, bewegende Geschichte nicht nur für junge Mädchen.

— BeaSurbeck

Dieses Buch spricht das Thema Missbrauch offen an. Es gibt Opfern Mut zum Handeln. Absolute Leseempfehlung

— Esme--

Hervorragend! Spannend, einfühlsam, Mut machend und wichtig! Unbedingt lesen ab 14.

— danielamariaursula

Erschreckend aktuelles Thema, gut geschrieben

— Sanny

Ein grandioses Buch über sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. Muss man gelesen haben!!!

— Larii-Mausi

Ein tolles Jugendbuch mit ernster Thematik. Unbedingt lesen!

— CorniHolmes

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  • Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz - Ein ernstes Thema mit verschwommenen Grenzen

    #fingerweg

    EmmyL

    23. February 2017 um 15:14

    Direkt nach dem Abitur beginnt das Leben. Zielstrebig hat sich Lisa beworben und einen sehr guten Praktikumsplatz bei dem erfolgreichen Filmproduzenten Maxime Léon ergattert. Sie möchte unbedingt an der Filmhochschule studieren, ist sich aber noch nicht sicher in welchem Spezialgebiet. Zur Orientierung soll ihr das Praktikum helfen. Der glamouröse Chef vermittelt viel Wissen, führt Lisa in die aufregende Filmwelt ein, spornt sie zu Leistung an, überträgt Kompetenzen. Leider überschreitet er zunehmend die Grenzen professioneller Distanz bis Lisa ihr Schweigen bricht und sich wehrt. Die gewählte konventionelle Erzählweise passt perfekt zum Thema. Lisa erzählt die Ereignisse rückblickend, chronologisch in der Ich-Form. Als Leser erhält man durch die Einbindung des Alltags schnell Zugang zur Protagonistin. Sie könnte auch das nette Mädchen aus der Nachbarschaft sein. Gefühle, Erlebnisse, Handlungen, Gedanken sind lebensecht und nachvollziehbar beschrieben. Man freut sich mit Lisa über die Zusage zum Praktikum, die Einladung zur Filmprämiere oder das bestandene Abitur. Wer dies schon erlebt hat kann die kribbelnde Freude nachvollziehen. Auch das spätere Gefühlschaos mit Selbstvorwürfen, Scham, Ekel, Wut ist treffend visualisiert. Eine unerfahrene, leicht zu beeinflussende, unsichere, junge Frau am Anfang ihrer Karriere trifft auf einen charmanten, charismatischen, gutaussehenden, großzügigen Chef. Als Praktikantin ist Lisa von einer guten Empfehlung des Chefs abhängig. Aber wann fängt sexuelle Belästigung an? Kleine Ereignisse werden als Spaß unter Kollegen, väterliche Besorgnis oder unkontrolliertem Alkoholgenuss abgetan. Der Kosename, über den Arm streichen, die Hand auf die Hüfte legen, eine Umarmung, anzügliche Komplimente, chauvinistische Witze, den Nacken massieren, die Brust streicheln, ein überraschender Kuss – die Grenzen sind fließend. Wann ist es wirklich zu viel? Wann kann sich das Opfer mit einfachen Entschuldigungen nichts mehr vormachen? Wenn man sich vorher so viel gefallen lassen hat, ist man dann noch glaubwürdig? Jeder hat seine eigenen Grenzen. Es ist wichtig diese zu kennen und klar festzulegen. Leider sind besonders junge BerufseinsteigerInnen zu unerfahren und unsicher. Aus diesem Grund finde ich ein Jugendbuch für Mädchen zum Thema sexuelle Belästigung ich unglaublich wichtig. Sehr schön wird die schleichende Anmache, versteckt hinter väterlicher Sorge oder kumpelhafter Freundlichkeit, beschrieben. Erst verharmlost das Opfer die Übergriffe, später sucht es die Schuld bei sich. Fakt ist, wenn der Täter nicht aufgehalten wird, sucht er sich ein neues Opfer. Genau das wird im Roman nachvollziehbar beschrieben. Bis zu diesem Punkt ist es ein ganz tolles Buch für jugendliches Publikum. Danach muss ich leider Minuspunkte vergeben. Der Schuss ist verschenkt, zu reißerisch und sendet falsche Signale. Aus pädagogischer Sicht kann ich Selbstjustiz und öffentliche Demütigung nicht akzeptieren. In einem rechtsstaatlichem System, ist es Sache von Polizei und Justiz ein Urteil zu fällen. Für den Einsatz im Unterricht ist das Buch daher nicht geeignet. Mir liegt das Thema sehr am Herzen. In den 12. Klassen biete ich dazu jedes Jahr einen Workshop an. Unter kritischer Betrachtung des großen Finales im Buch, habe ich das Werk mit Mädchen der 12. Klasse gelesen und als Basis für sehr umfangreiche, tiefgründige Diskussionen genommen. Bei pädagogischer Nutzung sollte das Ende unbedingt nach den Prinzipien des Rechtsstaats beleuchtet werden. Leider stößt unser Justizsystem gerade bei sexueller Belästigung auf eine Grauzone mit undefinierten Grenzen. Nicht selten werden Täter lediglich verwarnt, während ihre Opfer noch Jahre später den Psychiater besuchen. Für Mädchen ab 16 ein empfehlenswertes Buch. Der Altersfreigabe des Verlages ab 12 kann ich mich nicht anschließen. Fazit: Das Ende ist zwar pädagogisch nicht wertvoll aber - Sorry – ich kann den Aufruf zur Selbstjustiz nicht nur verstehen sondern sogar nachvollziehen.

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    • 2
  • Finger weg! Klare Lesempfehlung für ein Buch über ein ernstes Thema!

    #fingerweg

    Larii-Mausi

    Zum Buch: #fingerweg wurde von Susanne Fülscher geschrieben und ist im Carlsen Verlag erschienen. Das Buch hat 222 Seiten und kostet 6,99 €. Inhalt: Gerade hat Lisa ihr Abitur bestanden, da erfüllt sich gleich ihr größter Traum: Sie ergattert den Praktikumsplatz beim glamourösen Produzenten Maxime Léon. Jetzt stehen ihr die Türen zur Filmhochschule offen. Lisa macht die Arbeit Spaß, doch sie fühlt sich zunehmend unwohl. Ihr Chef beginnt zweideutige Bemerkungen zu machen und sie immer öfter scheinbar zufällig zu berühren. Als Lisa es nicht mehr aushält beschließt sie ihr Schweigen zu brechen und sich zu wehren. Meine Meinung: Cover und Titel: Der Titel lässt schon erahnen um welches Thema es in diesem Buch gehen wird, sexuelle Belästigung. Auf dem Cover sieht man den Rücken von Lisa mit dem Hashtag "fingerweg". Synonym ist wird eine klare Botschaft übermittelt: Mein Körper gehört mir! Inhalt: #fingerweg war das erste Jugendbuch das ich von Susanne Fülscher gelesen habe und ich bin auch hier wieder einmal vom flüssigen Schreibstil begeistert. Im Buch geht es um ein sehr ernstes Thema: sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. Lisa ist ein starkes Mädchen, dass weiß was sie will. Umso mehr freut sie sich als sie den Praktikumsplatz ergattert. Leider muss sie schnell feststellen, dass nicht immer alles Gold ist was glänzt. Ich muss sagen dass mich das Buch ganz schön erschreckt hat. Klar, jeder weiß was sexuelle Belästigung ist, aber niemand erwartet das es einen selber treffen könnte. Vor allem am Arbeitsplatz rechnet niemand damit. Doch gerade deshalb ist es wichtig das jedes Mädchen dieses Buch liest. Die Geschichte ist sehr spannend und die Charaktere sehr ausgeprägt. Das Besondere am Buch ist, dass die Autorin teils aus eigener Erfahrung schreibt. Das ist sehr erschreckend, denn vieles ist tatsächlich wie im Buch geschehen. Das Thema sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ist sehr gut in die Geschichte eingebunden. Man begleitet Lisa am Arbeitsplatz und auch privat und erlebt mit, was sie fühlt. Anfangs war sie etwas naiv und wollte nicht wahrhaben was passierte, doch es ist wichtig das man es sich eingesteht und sich wehrt. Genau das schaffte Lisa was sehr beeindruckend war, denn sie war nicht das erste und auch nicht das Letzte Opfer von Maxime Léon. Der Prozess war sehr mitreißend beschrieben und wird noch einigen Mädchen Mut machen. Ich weiß jetzt wie ich mich im Falle eines Falles verhalten werde. Ich würde das Lesealter auf 14 Jahre setzen. Der Verlag empfiehlt zwar 12 Jahre, aber es sind doch einige heftige Szenen dabei. Fazit: Kauft dieses Buch! Lest dieses Buch! Schenkt es euren Töchtern und lest es selber! Dieses Buch muss man Lesen! Das Buch ist eine rundherum gelungene Geschichte über ein sehr ernstes Thema und ich hoffe sehr, dass es noch vielen Mädchen Mut machen wird! Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ich würde gerne noch mehr als 5 Sterne geben!!!!

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    • 4
  • Sehr ernstes aber unheimlich wichtiges Thema für alle Mädels !!

    #fingerweg

    foreverdreaming

    18. February 2017 um 12:43

    Das Abi in der Tasche. Und gleichzeitig auch das Traumpraktikum bei einer Filmagentur geangelt. Besser könnte es für Lisa nicht nicht laufen... Doch der Schein trügt. Der glamouröse Maxime Léon, ihr Chef und gleichzeitig erfolgreicher Filmproduzent, treibt ein böses Spiel mit ihr.... Wird Lisa es schaffen, ihr Schweigen zu brechen und den nötigen Mut dafür aufbringen.....?🤔 Dieses Buch sollte meiner Meinung nach, zur Pflichtlektüre eines jeden jungen Mädchens gehören. Die Thematik des „sexuellen Missbrauchs" spielt in unserer heutigen Gesellschaft eine 'leider' viel zu wichtige Rolle. Außerdem wird dieses Thema auch nicht, von vielen Autoren aufgegriffen, obwohl es eigentlich sooo wichtig wäre :) Susanne Fülscher hat diese Thematik unglaublich gut umgesetzt. Man könne jetzt vielleicht meinen, dass dieses Buch nur aus ersten Themen besteht..., dem ist aber nicht so :)) Es lohnt sich wirklich dieses Buch zu lesen !!!! => 4-Sterne ⭐⭐⭐⭐ => Absolute Leseempfehlung, vor allem für junge Mädels :) 💕💕

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    • 2
  • Tiefgründig, emotional und sehr authentisch!

    #fingerweg

    Line1984

    15. February 2017 um 18:03

    Auf dieses Buch bin ich nur durch Zufall aufmerksam geworden, eine liebe Freundin hatte es mir empfohlen. Ich habe es mir genauer angeschaut und war sofort begeistert. Der Klappentext überzeugte mich auf Anhieb, doch auch das Cover und der Titel machten mich neugierig. Dieses Buch ist etwas ganz besonderes, es beschäftigt sich mit dem sensiblen und aktuellen Thema des sexuellen Missbrauchs am Arbeitsplatz. Der Autorin ist es einmalig gelungen die einzelnen Stufen zu schildern die das Opfer durch macht. Das tut sie sehr emotional und berührend, so dass selbst ich einige male heftig schlucken musste. Der Schreibstil der Autorin liest sich locker und flüssig zudem ist er sehr leicht verständlich. Lisa ist 18 Jahre alt sie ist hübsch, schlau und zielstrebig denn sie weiß genau was sie will. Deshalb ergreift sie auch die einmalige Chance und nimmt das sagenhafte Jobangebot an, denn damit stehen ihr die Türen zur Filmhochschule offen. Obwohl ihr der neue Job unglaublich viel Spaß macht fühlt sie sich schon bald nicht mehr wohl, das liegt vor allem an ihren Chef. Zu beginn macht er nur zweideutige Anspielungen, doch als er Lisa immer wieder berührt ist Schluss und Lisa beschließt ihr Schweigen zu brechen. Das ganze beschreibt die Autorin realistisch und nachvollziehbar, Lisas Schicksal passiert täglich überall auf der Welt. Das machte in meinen Augen dieses Buch so besonders. Dieses Buch hat einen schlimmen und auch ernsten Hintergrund und genau dadurch regt dieses Buch zum nachdenken an. Die Charaktere hat die Autorin voller Farbe gezeichnet. Gerade Lisa habe ich schnell in mein Herz geschlossen, sie ist so unglaublich stark und gibt nicht auf, sie kämpft und lässt sich nicht unterkriegen. Trotz der Spirale aus Furcht, Angst, Ekel, Zweifel, Hoffnungslosigkeit und Machtlosigkeit lässt sie sich nicht unterkriegen und genau dafür hat Lisa meinen größten Respekt! Die Handlung ist wie ich schon erwähnte sehr berührend, emotional und aufwühlend. Ich denke das dieses Buch durchaus auch von Schulen im Deutschunterricht durch genommen werden sollte. Denn dieses Buch regt zum Nachdenken an, es zeigt einige Hilfestellungen auf und es öffnet jedem die Augen. Ich kann euch deshalb dieses Buch nur empfehlen. Klare und uneingeschränkte Empfehlung. Fazit: Mit "#fingerweg" ist der Autorin ein einfühlsames und berührendes Buch gelungen welches die Augen öffnet und zum nachdenken anregt, die aktuelle Thematik wurde realistisch geschildert und überzeugte mich auf ganzer Linie. Dieses Buch bekommt von mir die volle Punktzahl.

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  • fingerweg

    #fingerweg

    Blaustern

    07. February 2017 um 12:08

    Die 18jährige Lisa hat ihr Abi in der Tasche, und ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Zusammen mit ihrer besten Freundin Marie wollte sie nun auf große Kanadareise gehen. Doch dann erhält Lisa auf ihre Bewerbung von dem erfolgreichen Produzenten Maxime Léon einen Anruf, der sie zu einem Gespräch für das Praktikum einlädt. Das kann sich Lisa nicht entgehen lassen, denn das ist ihr größter Traum und ihre Zukunft. Der Fuß in die Filmbranche. Marie fliegt ohne sie, und Lisa tritt die Stelle an. Die Arbeit ist interessant, sie bekommt einen weitreichenden Einblick in dieses Gebiet, aber ihr Chef nähert sich ihr immer mehr auf ungewöhnliche Weise. Ist das normal in dieser Branche, fragt sich Lisa zunächst. Doch immer mehr Zweifel überkommen sie, und schließlich steht sie vor der Entscheidung, bleiben und mitmachen oder sich wehren? Das Jugendbuch beschreibt die Story um Lisa, wie sie ins Berufsleben einsteigt und gleich mit dem schlimmsten dort konfrontiert wird. Der sexuellen Belästigung durch den Chef. Zwar macht sie nur ein Praktikum, trotzdem ist es für sie die große Chance. Lisa ist selbstbewusst und zielsicher, sie weiß in ihren jungen Jahren schon, was genau sie erreichen will. Sie ist aber auch behütet aufgewachsen, und die große Welt mit all ihren Tücken und schlechten Menschen ist ihr unbekannt. Und dann kommt der Produzent und will sie verführen. Flüchtige Berührungen hier, Hasi da. Irgendwann geht es ihr zu weit, und es ist offensichtlich, was der Chef will. Sie steht vor einem großen Problem. Soll sie sich wehren? Dann ist sie ihren Job los. Aber ist es der Job wert, sich so gegen ihren Willen behandeln zu lassen? Letztendlich gibt sie sich schon selbst die Schuld. Meint, dass es an ihr liegen könnte. Sie traut sich nicht, irgendjemanden davon zu erzählen. Und ihre beste Freundin ist in Kanada. Es wird hier sehr gut beschrieben, in welchem Zwiespalt sich junge Frauen befinden, wie sie darunter leiden und einen Ausweg suchen. Letzten Endes hilft es doch nur, sich dagegen zu wehren, denn sonst geht es immer weiter. Und Lisa tut es, hat den Mut. Es ist eine packende Story zum Nachdenken mit einem klaren Ende.

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    • 2
  • Eine wirklich tiefgründige und reale Geschichte!

    #fingerweg

    Lesezirkel

    06. February 2017 um 10:53

    Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Ich war beeindruckt, wie die Autorin hier das Thema "Sexuelle Belästigung" in einem Buch verpackt hat. Das Buch hat 224 Seiten und ist im Carlsen Verlag erschienen. Es handelt sich hierbei um ein Jugendbuch, aber man ist für diese Thematik nie zu alt. Autorin:    Susanne Fülscher widmete sich nach ihrem Germanistik- und Romanistikstudium sehr schnell dem Schreiben. Bisher sind von ihr um die 40 Romane für Kinder, Jugendliche und Erwachsene erschienen, die mehrfach ausgezeichnet und in viele Sprachen übersetzt wurden. Susanne Fülscher lebt als freie Schriftstellerin und Drehbuchautorin in Berlin. Inhaltsangabe/Klappentext:    Das Abi in der Tasche. Und gleich erfüllt sich der nächste Traum: Lisa ergattert den ersehnten Praktikumsplatz beim glamourösen Produzenten Maxime Léon! Klar, jetzt stehen ihr die Türen zur Filmhochschule offen. Obwohl ihr die Arbeit Spaß macht, fühlt sie sich zunehmend unwohl. Ihr Chef macht nicht nur zweideutige Bemerkungen. Er berührt sie auch immer öfter scheinbar zufällig. Als Lisa es nicht länger aushält, beschließt sie ihr Schweigen zu brechen und sich zu wehren. Fazit :    Ich habe schon sehr viele Kinderbücher von Susanne Fülscher gelesen. Dieses Jugendbuch wird mir auch immer In Erinnerung bleiben. Die Geschichte rund um Lisa, ist glaubhaftig und sehr real beschrieben worden. Man könnte meinen, dass die Erzählung, auf einer wahren Begebenheit basiert.    Lisa, ein junges und zielstrebiges Mädchen, frisch das Abitur in der Tasche, möchte erstmal eine Auszeit nehmen und mit ihrer Freundin die Welt kennenlernen. Doch es kommt alles anders. Lisa sieht ihre Zukunft in der Filmbranche, da kommt das Angebot von Maxime Léon gerade recht, das könnte ihre Chance auf ihre Zukunft sein. Man merkt wie Lisa Feuer und Flamme dafür ist. Anfangs versucht Lisa sich immer einzubilden, dass es normal sei, wenn der Chef einem mal näher kommt, ist halt so! Wirklich sagen, kann sie nichts. Sie ist eher still und schweigt.     Die Gefühlswelt von Lisa, wurde sehr gut dargestellt. Man fühlt mit ihr mit, man spürt die Verzweiflung, die Angst! Wem darf ich was sagen? Soll ich überhaupt was sagen? Glaubt man mir? Habe ich vielleicht selbst Schuld daran? Fragen die Lisa beschäftigen. Nicht nur Lisa, im wahren Leben ist das doch auch so! Man macht sich Sorgen um seinen Job wenn man was sagt und meist sucht man erst die Schuld bei sich selbst. Die Autorin hat hier das Thema sehr gut angepackt und zeigt auch Lösungswege auf.     Lisa ist im Laufe der Geschichte gewachsen. Sie wurde stark und selbstbewusst. Sie konnte sich endlich wehren. Die Geschichte hat mich zum nachdenken gebracht. Eines wurde mir klar, solche Dinge sollte man nicht für sich behalten, kein Job oder Praktikum ist es Wert sich so behandeln zu lassen. Wichtig ist, dass man darüber redet. Aufkeinenfall die Schuld bei sich selber suchen, das hat hier die Autorin auch sehr gut in die Geschichte verpackt.     Die Charaktere sind der Autorin sehr gut gelungen. Sie wurden glaubhaft dargestellt und dem Alter entsprechend beschrieben. Der Schreibstil ist locker und leicht. Das Buch ist für mich sehr tiefgründig und sehr real. Eine Träne stand mir schon in den Augen. Lisas Geschichte ging mir sehr nahe.     Mir gefällt das Cover sehr gut. Sagt schon was eindeutiges aus. Finger weg, mein Körper gehört mir! Ich fand den Blickwinkel des Fotos gut, die meisten Angriffe erfolgen ja von hinten. Das ist unangenehm und möchte man nicht haben. Was macht man da, wie verhält man sich, wenn das so schön anfängt, ich find dieses Thema wichtig!

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    • 3
  • Leserunde zu "#fingerweg" von Susanne Fülscher

    #fingerweg

    Susanne_Fuelscher

    Liebe Leserinnen und Leser, liebe Fans,es ist mal wieder soweit! Der Carlsen Verlag und ich möchten euch zu einer Leserunde zu meinem im Dezember erschienenen Jugendroman #fingerweg einladen.Diesmal geht es um das brisante, immer aktuelle und wichtige Thema "sexuelle Belästigung". Ich habe mich für eine kleine intime Leserunde entschieden, in der wir offen miteinander diskutieren können. Ich wünsche mir Leserinnen und Leser ab 14 aufwärts, bitte nicht jünger! (auch wenn der Verlag das Buch ab 12 freigibt) Es dürfen auch gerne Erwachsene dabei sein.Bitte überlegt euch genau, ob ihr euch mit dem Thema auseinandersetzen möchtet. Unter Umständen findet ihr Szenen in dem Buch, die euch abstoßen. Zum Inhalt des Buches:Das Abi in der Tasche. Und gleich erfüllt sich der nächste Traum: Lisa ergattert den ersehnten Praktikumsplatz beim glamourösen Produzenten Maxime Léon! Klar, jetzt stehen ihr die Türen zur Filmhochschule offen. Obwohl ihr die Arbeit Spaß macht, fühlt sie sich zunehmend unwohl. Ihr Chef macht nicht nur zweideutige Bemerkungen. Er berührt sie auch immer öfter scheinbar zufällig. Als Lisa es nicht länger aushält, beschließt sie ihr Schweigen zu brechen und sich zu wehren.Zur Bewerbung:Bitte schreibt mir, warum euch das Thema interessiert und wie alt ihr seid.

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    • 439
  • Ernstes Thema

    #fingerweg

    Sanny

    30. January 2017 um 08:18

    Das Cover hat mich gleich neugierig gemacht. Man sieht eine junge Frau von hinten, ihr Nacken sind durch die Zöpfe freigelegt und man sieht den Titel "#fingerweg" dort platziert. Die Idee und auch die Umsetzung gefallen mir sehr gut. Allein durch das Hashtag regt es grade das Interesse der jüngeren Leserschaft.Das Thema sexuelle Belästigung insbesondere am Arbeitsplatz ist leider heutzutage hochaktuell und man hört immer wieder von solchen Vorkommnissen. Dabei ist die Dunkelzahl vermutlich auch sehr hoch. Deshalb finde ich gut, dass diese Materie hier in diesem Jugendbuch thematisiert wird.Susanne Fülscher hat es geschafft, dieses wichtige und ernste Thema in diesem Buch gut zu verpacken.Erzählt wird aus der Ich-Perspektive von Lisa Herzberg. Dadurch bekommt man alles hautnah mit, besonders ihre Gedanken und Gefühle dabei.Die Charaktere sind gut. Lisa, die grade erst mit ihrem Abi fertig geworden ist und nun ihren großen Traum vom Film verwirklichen will, ist eine junge Frau. Auch ihre beste Freundin Marie, ihrem Kumpel Pete, aber auch der Chef sind gut gelungene Charaktere und es führte sich überhaupt nicht künstlich oder gestellt an. Mit den 224 Seiten ist das Buch natürlich recht kompakt, aber daher auch für Nicht-So-Viel-Lesern geeignet. Für mich persönlich hatte es an einigen Stellen  mehr ausgebaut sein können. Beispielsweise hätte ich mich über mehr Details von Pete und Marie gewünscht. Aber der Augenmerk der Geschichte wurde hier klar auf die sexuelle Belästigung gelegt und weniger um alles Drumherum.

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  • "Finger weg" - eine klare Ansage, aber für Betroffene nicht immer so leicht diese Ansage zu machen

    #fingerweg

    BeaSurbeck

    29. January 2017 um 08:54

    FINGER WEG Inhaltsangabe: Ich hob die Hand, um zu klopfen, da wurde die Tür schwungvoll aufgerissen und er stand in Jeans und schwarzem T-Shirt vor mir. Maxime Leon sah noch weitaus besser aus als auf den Fotos im Internet. Das Abi in der Tasche und gleich erfüllt sich der nächste Traum: Lisa ergattert den ersehnten Praktikumsplatz beim glamourösen Produzenten Maxime Leon! Klar, jetzt stehen ihr die Türen zur Filmhochschule offen. Doch obwohl ihr die Arbeit Spaß macht, fühlt sie sich zunehmend unwohl. Ihr Chef macht nir nur zweideutige Bemerkungen. Er berührt sie auch immer öfter scheinbar zufällig. als Lisa es nicht länger aushält, beschließt sie ihr Schweigen zu brechen und sich zu wehren. Meine Meinung: Für mich war es das erste Jugendbuch das ich von Susanne Fülscher gelesen habe und ich war sehr gespannt wie sie es schaffen würde die Thematik der sexuellen Belästigung in die Geschichte einzubauen. Der Schreibstil ist altersgerecht, flüssig und locker so dass man der Geschichte gut folgen kann. In der Geschichte geht es um ein zielstrebiges, junges Mädchen das weiß was es will. Eigentlich wollte sie nach dem Abi ja erst einmal mit ihrer besten Freundin die Welt bereisen, aber dann bekommt sie diesen ersehnten Praktikumsplatz, eine einmalige Chance die sie einfach nutzen muss. Allerdings muss sie bald feststellen das nicht alles Gold ist was glänzt und als ihr Chef dann anfängt sie sexuell zu belästigen gerät sie in eine Zwickmühle. Er der große, bekannte Star - sie die kleine Praktikantin. Sie gibt sich die Schuld, kann mit keinem darüber reden, weiß nicht wie sie sich verhalten soll..... ein schwieriges Thema das die Autorin sehr gut umgesetzt hat. Eine Geschichte wie sie jeden Tag passieren kann. Die Charaktere sind der Autorin auch gut gelungen, besonders mit Lisa fühlt man sich von der ersten Seite an sehr verbunden. Man fühlt mit ihr, kann sich gut in sie reinversetzen - man leidet mit ihr. Aus der taffen, selbstbewussten Lisa wird ein Schatten ihrer selbst. Lisas Geschichte wird sehr authentisch erzählt. Ihre Gefühle wurden sehr gut geschildert und immer wieder die Frage, was passiert wenn ich jemanden davon erzähle. Wird man mir glauben, was passiert mit meiner Zukunft...... Lisas Geschichte hat mich nicht nur zum Nachdenken gebracht, sondern mir auch klar gemacht wie wichtig es ist das man im Fall des Falles nicht alles mit sich selbst ausmacht, sondern darüber redet und auch gleich klare Grenzen setzt. Lisa konnte das nicht, im Gegenteil sie suchte die Schuld bei sich selbst und es braucht lange Zeit bis ihr klar wird sie muss sich zur Wehr setzen. Kein Praktikum der Welt ist es wert das sie sich so behandeln lässt, das man so mit ihr umgehen darf. Mein Fazit: Ein Buch das ich jedem mit auf den Weg geben möchte, eine Altersgrenze gibt es da nicht. Eine Lektüre die sich auch für den Deutschunterricht eignet, ein Buch das Wege aufzeigt und Hilfestellung gibt. Ein Thema das immer aktuell ist und sehr viel Diskussionspotential hat. Von mir gibt es für "FINGER WEG" eine absolute Leseempfehlung und fünf Sterne.

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    • 2
  • #fingerweg - ein Buch das Mut macht!

    #fingerweg

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Zum Inhalt:Das Abi in der Tasche. Und gleich erfüllt sich der nächste Traum: Lisa ergattert den ersehnten Praktikumsplatz beim glamourösen Produzenten Maxime Léon! Klar, jetzt stehen ihr die Türen zur Filmhochschule offen. Obwohl ihr die Arbeit Spaß macht, fühlt sie sich zunehmend unwohl. Ihr Chef macht nicht nur zweideutige Bemerkungen. Er berührt sie auch immer öfter scheinbar zufällig. Als Lisa es nicht länger aushält, beschließt sie ihr Schweigen zu brechen und sich zu wehren. Meine Meinung zum Buch: '' #fingerweg '' von Susanne Fülscher ist ein Roman, der die Thematik der sexuellen Belästigung bei jungen Frauen behandelt. Diese sehr authetische Geschichte soll wachrütteln und vor allem aber soll sie Mut machen, sich gegen Belästigungen zu wehren, auch wenn das manchmal gar nicht so einfach zu sein scheint. Am Beispiel von der Hauptprotagonistin Lisa zeigt Susanne Fülscher, dass beruflicher Druck, das Schamgefühl und die Zweifel an sich selbst schnell zum undurchbrechlichen Kreislauf für die Betroffenen werden kann und es eine große Portion Mut braucht, diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Fazit des Buch: Kein Job der Welt ist es wert, sich gegen seinen Willen berühren oder in welcher Form auch immer belästigen zu lassen! Das Buch richtet sich an Jugendliche ab 12 Jahren, das würde ich auch so einstufen. Es wird gerade die sehr jungen Leserinnen wahrscheinlich an der ein oder anderen Stelle etwas aufwühlen, aber ich denke dazu ist es auch gedacht, denn leider passiert sexuelle Belästigung schneller als einem lieb ist und gerade das sollte auch jungen Mädchen/Frauen ehrlich und so wie es ist nahe gebracht werden.

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    • 2
  • Eine ernste Thematik offen angesprochen

    #fingerweg

    Esme--

    26. January 2017 um 16:09

    Inhalt: Endlich ist es soweit: Die Schulzeit ist vorbei. Ein anderer Lebensabschnitt beginnt. Lisa möchte die folgende freie Zeit genießen und sich dann einen Job in der Filmbranche suchen. Die Bewerbungen sind bereits raus, der Urlaub mit der besten Freundin geplant. Doch bevor die freie Zeit richtig beginnen kann, erhält Lisa einen Anruf von keinem geringeren als dem berühmten Produzenten Maxime Léon. Der Produzent bietet ihr eine Praktikumsstelle an. Lisa ist hin und weg. Natürlich sagt sie sofort zu. Lisas größter Traum wird Wirklichkeit. Sie darf sich Drehbücher anschauen, selbst ihre Vorschläge einbringen und sogar gemeinsam mit Maxime Filmpremieren besuchen. Doch die enge Zusammenarbeit hat auch ihre Tücken. Erst sind es nur die beiläufigen Berührungen, dann kommen obszöne Bemerkungen hinzu. Lisa muss sich entscheiden: Ihren Traum aufgeben oder gegen die ungewollte Intimität ankämpfen. Schreibstil: Susanne Fülscher schreibt in ihrem Buch #fingerweg über das Thema sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. Ihr gelingt es, die einzelnen Stufen, die ein Opfer durchleben muss, zu vermitteln. Dabei zeigt sie so etwas wie eine Eskalationsspirale auf. Dieser Roman regt zum Nachdenken an. Mit Lisa stellt die Autorin dem Leser eine Charakterin vor, die einerseits sehr mutig und stark ist, andererseits auch oft Entscheidungen trifft, die nicht immer bis zum Ende durchdacht wirken. Lisas Leben ist nahezu perfekt. Ihre Eltern sind für sie da, auch die Beziehung zu der kleinen Schwester ist harmonisch. In Marie hat Lisa eine beste Freundin gefunden, die sagt, was sie denkt und auch immer für sie da ist. Natürlich gibt es auch Auseinandersetzungen und nicht immer entscheidet der jeweils andere so, wie man es gerne hätte. Doch halten die beiden Freundinnen im Ernstfall stets zueinander. Lisa hat die Schulzeit hinter sich gebracht und erwartet voller Vorfreude einen neuen Lebensabschnitt. Ihr großer Traum ist es einen Job in der Filmbranche zu erhalten. Ein Anruf von einem bekannten Produzenten lässt diesen Traum wahr werden. Es könnte alles nicht besser sein. Doch diese Phase des Glücks hält nicht lange an. Lisa muss sich schon bald fragen, ob die Welt der Filmbranche einfach eine etwas andere ist. Ob die ungewollte Nähe zum Chef - Anwesenheit zu einem späten Geschäftsessen oder einem Frühstück am Wochenende im Büro - normal ist. Ist es einfach so, dass die Leute beim Film offener sind? Schließlich nimmt Maxime öfters jemanden in den Arm und eine beiläufige Berührung ist vielleicht einfach nur ein Zeichen seiner herzlichen Art. Lisa muss sich von ihren Freunden spitze Kommentare gefallen lassen, weil sie versucht dem Chef zu gefallen. Schließlich möchte sie eine gute Empfehlung und sie möchte nach dem Praktikum auch gerne ihren Weg in der Branche weitergehen. Nach und nach wird Lisa klar, dass es ihr nicht gefällt, den von seiner Frau vor die Tür gesetzten Chef, morgens nur leicht bekleidet im Büro vorzufinden. Sie möchte nicht, dass er sie zu lange im Arm hält oder dass er sie „Hase“ nennt. Auch die Bemerkungen der Kollegen lassen Lisa aufhorchen. Doch so schnell ist Lisa nicht bereit ihren Traum aufzugeben. Der Balanceakt zwischen Nachfühlen und Einfühlen in das Schicksal des Opfers ist geglückt. Alle Phasen erlebt der Leser hier mit Lisa. Man begreift, warum es nicht einfach ist, mit anderen zu sprechen. Man hofft, dass Lisa endlich geht, anstatt immer wieder zurückzukehren. Auch der Charakter Maxime ist der Autorin perfekt gelungen. Der Produzent ist smart, er ist charismatisch und beliebt. Wenn man Maxime das erste Mal begegnet, dann ist es, als würde man einen Freund wiedersehen: Sofort kommt man mit ihm ins Gespräch, sofort spürt man seine Offenheit. Auch versteht es Maxime perfekt Fehltritte zu überspielen. Eine Sekunde in seiner Gegenwart und schon hat er sein Gegenüber mit Worten eingesponnen. Er ist ein charmanter, einfühlsamer, adäquater Gesprächspartner, der es versteht seine dunkle Seite zu verbergen. Fazit: Susanne Fülscher schreibt ihren Roman unaufgeregt, aber dabei immer aufrichtig und ehrlich, ohne zu beschönigen. Die Charaktere sind vielschichtig und glaubhaft. Zudem analysiert die Autorin die Eskalation einer Arbeitsbeziehung gekonnt. Sie zeigt eine soziale Spirale, deren Kreise immer enger werden und am Ende nur einen möglichen Ausweg kennt. Dieser Roman wirkt durch seine Lebensnähe nach: Unterhaltsam, lebendig, lebensnah und empfehlenswert.

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    • 3
  • Liebe Mütter, schenkt dieses Buch Euren Töchtern ab 14!

    #fingerweg

    danielamariaursula

    26. January 2017 um 12:01

    Lisa ist 18 Jahre, jung, hübsch, intelligent, eine gute Schülerin, aus liebevollen, geordneten Verhältnissen, selbstbewußt und steckt in der Vorfreude auf ihren Abiball am Abend, als ein Anruf kommt, der ihr Leben verändert: Maxime Léon, der erfolgreiche, gutaussehende Regisseur und Filmemacher antwortet endlich auf ihre Bewerbung und lädt sie morgen am Sonntag um 10.00h in sein Büro zu einem Vorstellungsgespräch! Das ist ihre Chance! Dieses Praktikum kann ihre die Türen zur Filmbranche öffnen und sie ihrem Traumberuf als Produzentin oder Regisseurin einen Schritt näher kommen. Übermüdet und glücklich geht sie zum Vorstellunggespräch und erhält eine Zusage. Ihre beste Freundin Marie ist nun etwas traurig, weil sie nicht gemeinsam nach Kanada fliegen und sich die erträumte Auszeit zu nehmen, doch für Lisa geht ein Traum in Erfüllung. Bereits kurz vor Marie’s Abflug kommen Lisa einige Bemerkungen und Gesten von Maxime merkwürdig vor. Sie fängt an zu zweifeln, ob sie zu empfindlich ist, sich etwas einbildet? Auf jeden Fall, will sie ihre Freundin vor dem Abflug nicht belasten und so fliegt diese ahnungslos um die halbe Welt, während sich das vermeintliche Traumpraktikum als sehr lehrreich und gleichzeitig abstoßend erweist. Lisa steckt in der Zwickmühle. Sehr gut beschrieben wird bereits zu Beginn Lisa’s Persönlichkeit, ihre exklusive Freundschaft mit Marie und ihr liebevolles Elternhaus. Auf das was da auf sie zukommt, ist Lisa in keinster Weise vorbereitet. Auch wenn sie selbstbewußt ist und zielstrebig, fühlt sie sich ihrem großen Vorbild gegenüber völlig hilflos. Aus dieser Hilflosigkeit und Machtlosigkeit entwickelt sich die Bewunderung zu Ekel. Wunderbar einfühlsam wird beschrieben, welche Kleinigkeiten bei dem jungen Mädchen mit der Zeit Übelkeit hervorrufen. Wie sich die Lage mit Eskalation und Deeskalation zuspitzt. Wie Maxime mit geschicktem Taktieren Lisa zu manipulieren versucht und seine Macht über ihre Berufsträume schamlos ausnutzt. Das Thema des sexuellen Mißbrauchs von beruflich Abhängigen wird sehr bildlich und emotional thematisiert. Wie das Opfer an sich selbst zweifelt, Fehler bei sich selbst sucht, die vermeintliche Isolation von Freunden vor Ort die Verletzlichkeit steigert, die Scham sich anzuvertrauen, all das wird wunderbar nachfühlbar verbalisiert. Die Geschichte ist somit hochspannend, da man hofft, daß Lisa es endlich schafft sich zu wehren und Maxime zu zeigen, daß er unverzeihlich übergriffig ist, aber auch sehr emotional und Mut machend. Ja, Lisa mag naiv gewesen sein zu Beginn. Dennoch ist sie dadurch nicht an ihrer Misere schuld. Was Maxime macht ist unverzeihlich und wiederholt sich sicherlich, während ich diese Rezension verfasse, mehrfach auf dieser Welt. Das bekannteste Beispiel ist wohl Monica Lewinski, die Bill Clinton sicher nicht so anziehend fand, wie er sich selbst. Gerade weil dieses Buch keinen Einzelfall anspricht, sondern gelebte Erfahrungen der Autorin mit verarbeitet, die sich auf die ein oder andere Art immer wieder überall wiederholen, ist dieses Buch wichtig. Es ist wichtig, daß die Opfer aus ihrer Ohnmacht erwachen und sich wehren!  Dieser Prozess ist wirklich mitreißend beschrieben, mit einem wirklich überzeugenden  Ende. Sehr passend für die Zielgruppe, optimistisch aber nicht kitschig. Anders als der Verlag, würde ich das Buch erst ab 14 Jahren empfehlen. Aber dann ganz ernsthaft. Lehrer sollten es ihren Schülern, Mütter ihren Töchtern zu lesen geben. Wehrt Euch habt Mut! Ich hoffe, dieses rundum gelungene Werk erhält die Aufmerksamkeit die es verdient, die das Thema verdient. Bitte lest es! Dies ist mehr als eine Leseempfehlung mit 5 Sternen, es ist die dringende Bitte dieses hervorragende Buch zu lesen. Hoffentlich wird es im Schulunterricht verwendet, zur Vorbereitung auf das Leben.

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    • 3
  • Absolut empfehlenswert!

    #fingerweg

    somnialee

    24. January 2017 um 17:29

    Inhalt: Das Abi in der Tasche. Und gleich erfüllt sich der nächste Traum: Lisa ergattert den ersehnten Praktikumsplatz beim glamourösen Produzenten Maxime Léon! Klar, jetzt stehen ihr die Türen zur Filmhochschule offen. Obwohl ihr die Arbeit Spaß macht, fühlt sie sich zunehmend unwohl. Ihr Chef macht nicht nur zweideutige Bemerkungen, er berührt sie auch immer öfter scheinbar zufällig. Meine Meinung: Das Cover ist echt toll gestaltet und passt super zu dem Buch. Im Zusammenspiel mit dem Titel transportiert es eine klare, unmissverständliche Botschaft: Finger weg! Das ist mein Körper! Der Schreibstil ist locker und leicht, baut aber dennoch Spannung auf und lässt den Leser bis zum Schluss vollkommen in das Buch eintauchen. Lisa ist eine sehr sympathische und authentische Protagonistin, mit der ich sehr gut mitfühlen konnte und mitgelitten habe, als die Belästigungen von ihrem Chef anfingen. Authentisch deshalb, weil sie anfangs noch versucht hat, ganz normale Erklärungen für Maximes Verhalten zu finden. Sie redet sich ein, dass die vielen Körperberührungen sowohl für Maxime als auch sowieso für die Filmbranche ganz normal sind. Sie versucht auszuharren, um ein gutes Empfehlungsschreiben von ihm abzustauben. Maxime Léon war mir bereits von Anfang an unsympathisch und wurde es auch immer mehr. Ich hätte mir allerdings noch gewünscht, dass man vielleicht noch mehr über diesen attraktiven Blender erfährt. Sein Charakter wäre sicher sehr interessant –warum belästigt er junge Mädchen, gibt es irgendeinen Grund oder ist er einfach nur pervers? Steckt noch mehr dahinter? Wie empfindet er das, was er bei Lisa und auch bei anderen Mädchen macht? Alles in allem aber reichen natürlich die gegebenen Informationen – zumal Lisa aus der Ich-Perspektive erzählt und daher auch nicht mehr weiß als der Leser. Das Ende ist sehr zufriedenstellend, wenn auch irgendwie wirklich extrem hart für Maxime, auch wenn er es eigentlich nicht anders verdient hat  – Lisa und noch ein anderes Mädchen bringen den Mut auf und wehren sich. Das Buch liest sich schnell und in einem Rutsch durch, klingt aber noch längere Zeit nach und kann sicher für eine Menge Diskussionsstoff sorgen! Eigentlich ist Lisa sehr selbstbewusst und weiß, was sie will. Also nicht das „typische Opfer“, das man vielleicht erwartet: ein naives, kleines, schüchternes Mädchen. Doch hier wird eindrücklich, aufwühlend, manchmal auch echt schockierend gezeigt, dass sexuelle Belästigung jeden, wirklich jeden treffen kann. Das Buch macht Mut, sich zu wehren und etwas dagegen zu unternehmen, sollte man sich jemals in solch einer Situation befinden  – und ist deshalb eine ganz klare Leseempfehlung!

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    • 3
  • Sehr zu empfehlen!

    #fingerweg

    CorniHolmes

    23. January 2017 um 12:41

    Bisher hatte ich nur Kinderbücher der Autorin gelesen. Die Mia- und die Fritzi-Reihe. Dies ist nun also mein erstes Jugendbuch von Susanne Fülscher und ich bin begeistert!Das Buch handelt von einem sehr ernsten Thema: Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. Lisa, die gerade ihr Abi gemacht hat, kann ihr Glück kaum fassen, als sie einen Praktikumsplatz bei dem bekannten Filmproduzenten Maxime Léon bekommt. Danach werden ihr sämtliche Türen zu den Filmhochschulen offen stehen, so hofft sie. Doch sehr schnell entwickelt sich ihr Praktikum zu einem wahren Albtraum! Denn Maxime Léon fängt an, sie immer häufiger zu berühren. Zweideutige Bermerkungen fallen und Lisa beginnt sich immer unwohler zu fühlen. Doch zuerst wehrt sie sich nicht gegen diese sexuelle Belästigungen. Doch als diese immer schlimmer werden und Lisa es nicht länger aushält, beschließt sie ihr Schweigen zu brechen...Ich war von den ersten Seiten an richtig von dem Buch gefesselt! Der Schreibstil liest sich sehr locker und angenehm und baut sehr gelungen Spannung auf. Lisa war mir als Protagonistin sofort sehr sympathisch und ich konnte mich hervorrangend in sie hineinversetzen. Ich habe richtig mit ihr mitgelitten, als die Belästigungen begannen und sie sich nicht zu wehren traute. Maxime Léon hätte ich am liebsten kräftig eine gepfeffert! Da man ja schon vom Kappentext wusste, was er für ein widerlicher Typ ist, konnte ich mich nicht für Lisa freuen, als sie ihre Praktikumsstelle bekommen hat. Ich fand Maxime Léon schon vom ersten Moment an mehr als unsympathisch. Das Thema wird in diesem Buch wirklich wunderbar beschrieben. Realistisch, sehr gut nachvollziehbar und leider wirklich schockierend. Ich hoffe sehr, dass #fingerweg Betroffenden Mut machen kann, sodass auch sie ihr Schweigen brechen und solche üblen Typen, die Frauen belästigen, anzeigen, sodass sie ihre gerechte Strafe erhalten. Ich fand es beim Lesen wirklich traurig, wie wehrlos junge Frauen gegenüber ihrem Chef oft sind. Ich bewundere Lisa sehr für ihren Mut und finde es toll, dass sie ihr Schweigen brechen konnte!Ich kann dieses Jugendbuch wirklich nur empfehlen! Es war so fesselnd, dass ich es in kurzer Zeit durchgelesen hatte. Es war an keiner Stelle langweilig und hat mich bis zum Schluss mitfiebern und mitleiden lassen. Auch wenn das Thema kein schönes ist und einen wirklich schockt, ist es der Autorin hier sehr gut gelungen, dieses Thema mit allen schrecklichen Tatsachen wundervoll zu erzählen und einem Mut und Hoffnung zu machen.Von mir bekommt #fingerweg volle 5 von 5 Sterne! Unbedingt lesen, es lohnt sich wirklich!

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    • 2
  • Lesenswert

    #fingerweg

    connychaos

    22. January 2017 um 21:00

    Lisa hat ein Traum-Abi hingelegt und will mit ihrer besten Freundin Marie verreisen, die Welt ansehen. Doch dann erhält sie die Zusage für ein Praktikum bei einem Filmproduzenten, Maxime Léon ist berühmt und das Praktikum bei ihm hat sich Lisa sehr gewünscht. Danach würden ihr alle Türen offen stehen. Lisa bastelt also an ihrer Karriere und ihre Freundin Marie fährt ohne sie. Aber so traumhaft wie erwartet, wird das Praktikum nicht. Maxime fängt schnell an, sich seiner Praktikantin zu nähern. Erst mit Komplimenten und flüchtigen Berührungen, dann mit eindeutigeren Dingen. Lisa weiß nicht, was sie machen soll. Soll sie sich wehren, doch wie? Oder soll sie durchhalten damit sie ein gutes Empfehlungsschreiben bekommt? Bisher habe ich nur Kinderbücher der Autorin gelesen, ich war sehr neugierig, wie sie dieses schwierige und aktuelle Thema umsetzen wird. Trotz des ernsten Themas liest sich der Schreibstil locker und leicht. In Lisa kann man sich sehr gut hineinversetzen, sie ist ein sympathisches, selbstbewusstes und starkes Mädchen, eigentlich nicht das "typische Opfer". Man kann ihre anfänglichen Zweifel, ob es wirklich schon sexuelle Belästigung oder nur die lockere Art in dieser Branche ist , gut nachvollziehen. Lisas Geschichte bietet viel Diskussionsstoff, ich könnte mir gut vorstellen, dass "#fingerweg" auch im Unterricht oder bei der Arbeit mit jungen Mädchen verwendet werden könnte. Das Buch macht Mut, sich zu wehren und klare Grenzen zu setzen. Laut Verlag ist das Buch ab 12 Jahren geeignet, aufgrund von einigen, wirklich heftigen Szenen, würde ich es erst ab etwa 14 Jahren empfehlen.

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