Susanne Fülscher Nur noch das rote Kleid

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Inhaltsangabe zu „Nur noch das rote Kleid“ von Susanne Fülscher

Steffi ist 16 und ihr liebstes Hobby ist Shoppen. Mit 40 Euro Taschengeld kommt sie allerdings nicht weit. Das reicht weder für die Kontaktlinsen noch für die Miss Sixty-Jeans. Als sie Connie kennen lernt, findet Steffi nicht nur einen Job, sondern auch eine beste Freundin. Gemeinsam planen sie einen Urlaub in Griechenland. Zwar reicht Steffis Geld für den Urlaub an sich kaum aus, aber ohne einen neuen Bikini und ein nettes Strandkleid kann sie natürlich nicht los. Und die Kontaktlinsen kauft sie schließlich auch noch, mit finanzieller Unterstützung ihrer Freundin Mia. In Griechenland genießen Steffi und Connie Sonne, Strand und einige Urlaubsflirts. Allerdings kommt es wegen der süßen Jungs auch immer wieder zu Streit. Eines Tages ist Steffi so gefrustet, dass nur ein teurer Einkaufsbummel ihre Laune heben kann. Jetzt ist sie völlig pleite und muss sich für den Rest des Urlaubs Geld von Connie leihen. Zurück in Deutschland wollen Connie und Mia ihr Geld zurück. Steffi nimmt einen Kredit auf …

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  • Rezension zu "Nur noch das rote Kleid" von Susanne Fülscher

    Nur noch das rote Kleid
    Readandbeyourself

    Readandbeyourself

    31. January 2012 um 21:48

    Steffie lernt in einem Café die hippe Auszubildene Connie kennen. Connie hat Stil, schneidert sich selbst ihre Klamotten und hat das Leben im Griff. Anders Steffi, denn Steffie wohnt mit ihrer Schwester und den Eltern in einer winzigen Wohnung voller antiker Lampen. Und das Taschengeld reicht vorne und hinten nicht. In der Schule fühlt sich Steffie unwohl. Alle anderen haben die neusten Klamotten und nicht so wie sie eine hässliche Brille. Von ihrem ersten eigenen Lohn aus dem Nebenjob kann sich Steffie nun endlich Kontaktlinsen leisten. Dann will Connie mit ihr aber auch noch nach Griechenland, und Steffie leiht sich notgedrungen Geld von einer anderen Freundin. Und plündert ihr Konto. Und belügt ihre Mutter, um an mehr Geld zu kommen. Plötzlich hat Steffie an verschiedenen Stellen Schulden. Und da hängt schon wieder ein T-shirt in der Auslage, das sie für das persönliche Glück unbedingt haben muss... "Nur noch das rote Kleid" hat wenig Seiten aber viel Inhalt. Die Protagonistin Steffie kämpft mit den jugendlichen Problemen wie Geldmangel, erster Liebe und dem Phänomen, dass irgendwie alle mehr Erfahrung und sowieso die besseren Klamotten haben. Die Freundin Mia kann sich immer alles leisten und hat sexuelle Erfahrung, die Freundin Connie ist schon so erwachsen und arbeitet bereits. Steffie hat das Gefühl, sie hinke hinterher - wer kennt dieses Gefühl nicht? Viele von uns haben im Teenageralter mindestens einmal gedacht, dass jemand bessere Leute kennt und mehr Geld für Klamotten hat. Was Steffie nicht sieht, Susanne Fülscher aber wirklich gelungen anspricht: Auch die beiden scheinbar perfekten Freundinnen haben ihre Schwächen und Probleme. Sie beschaffen sich das Glück auf andere Art. Wirklich gut fand ich die Sprachwahl der Autorin. Steffie sagt Sachen wie "labern", die einfach zu einer Jugendlichen passen (das ist grad das einzige Beispiel, das mir einfällt...). Es war keine Ich-bin-erwachsen-und-schreibe-aus-Sicht-einer-Jugendlichen-Geschichte, sondern hätte auch von einer 17-jährigen direkt stammen können. Da steckt also literarisches Geschick dahinter ;) Wie erhofft endete das Buch nicht im großen Happy End, sondern realistisch. Fülscher ließ Steffie sich ein bisschen entwickeln, aber ein Teenager bleiben. Ihre Probleme lösten sich nicht in Luft auf, sondern mussten mit Aufwand behandelt werden. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es zeigt Probleme bei Jugendlichen auf, Misverständnisse, die einen zum Denken anregen und schöne Situationen, die Mut und Überwindung einem bringen können. Volle Punktzahl für ein dünnes Buch mit dicker Aussage.

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