Susanne Gaschke

 3.9 Sterne bei 16 Bewertungen
Autor von Hexen, Hobbits und Piraten, Die verkaufte Kindheit und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Susanne Gaschke

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Susanne GaschkeHexen, Hobbits und Piraten
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Hexen, Hobbits und Piraten
Hexen, Hobbits und Piraten
 (7)
Erschienen am 12.09.2002
Susanne GaschkeDie verkaufte Kindheit
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Die verkaufte Kindheit
Die verkaufte Kindheit
 (4)
Erschienen am 29.08.2011
Susanne GaschkeDie Erziehungskatastrophe
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Die Erziehungskatastrophe
Die Erziehungskatastrophe
 (3)
Erschienen am 01.05.2003
Susanne GaschkeSPD
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SPD
SPD
 (1)
Erschienen am 13.06.2017
Susanne GaschkeVolles Risiko
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Volles Risiko
Volles Risiko
 (1)
Erschienen am 15.09.2014
Susanne GaschkeDie Emanzipationsfalle
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Die Emanzipationsfalle
Die Emanzipationsfalle
 (0)
Erschienen am 09.10.2006
Susanne GaschkePowerpaare
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Powerpaare
Powerpaare
 (0)
Erschienen am 03.03.2008
Susanne GaschkeDie Emanzipationsfalle
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Die Emanzipationsfalle
Die Emanzipationsfalle
 (0)
Erschienen am 22.08.2005

Neue Rezensionen zu Susanne Gaschke

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Nepomurkss avatar

Rezension zu "SPD" von Susanne Gaschke

Ein lesenswertes Buch, das stellenweise jedoch inhaltliche Schwächen aufweist!
Nepomurksvor einem Jahr

Auf Höhenflug und Absturz der SPD folgt nun ein aktuelles und recht interessantes Sachbuch von Susanne Gaschke mit dem Titel „SPD. Eine Partei zwischen Burnout und Euphorie“. Die Autorin verfügt als ehemalige Oberbürgermeisterin der Stadt Kiel selber über politische Erfahrung und bietet mit ihrem Buch einen detaillierten, wenn auch stellenweise sehr subjektiven Blick auf die Entwicklungen der SPD. 

Mir gefielen der eigentliche Schreibstil, wie auch der strukturelle Aufbau des Buchs durchweg recht gut. Es ist gut leserlich und man kann allen Ausführungen flüssig folgen. Susanne Gaschke beleuchtet dabei nicht nur die aktuelle Situation der SPD und die Erwartungen, die an den neuen Partei-Vorsitzenden und Kanzlerkandidaten Martin Schulz gerichtet sind. Sie lenkt den Blick auch auf vergangene Zeiten und all die bekannten Höhen und Tiefen, die für die SPD teils noch in die Gegenwart hineinwirken. Trotz der Schnelllebigkeit der Politik und der maßgeblichen Veränderungen kurz vor Erscheinen dieses Titels ist das Buch dennoch absolut aktuell und spiegelt wohl auch in einem breiten Spektrum die derzeitige Lage der SPD wider.
Inhaltlich fand ich die Ansätze der Autorin recht interessant - auch wenn ich ihr nicht immer zustimmen konnte. Doch sie wirft Fragen auf, die tatsächlich maßgeblich verantwortlich für Erfolge, bzw. das Scheitern der SPD zu sein scheinen, insbesondere mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl. Im Gesamtrückblick fand ich das Buch mit den anfänglichen Themen „Krise“, Vorstellung der SPD im Allgemeinen, Reformen und „Neumitglieder“ interessanter als in den abschließenden Kapiteln und Themenbereichen. Ich konnte der Autorin bezüglich „Bildung“ oder „Zielgruppe“ inhaltlich kaum zustimmen, da sich die Partei meiner Meinung nach in diesen Bereichen doch erheblich verändert hat und die Darstellungsweise der Autorin auf mich oftmals zu subjektiv, bzw. zu wenig sachlich wirkte.
Susanne Gaschke legt dennoch mit ihrem Titel „SPD. Eine Partei zwischen Burnout und Euphorie“ ein sehr lesenswertes Buch vor, das sicherlich zu mancher Diskussion rund um die gestandene Arbeiterpartei anregen dürfte und auch in weiten Teilen sehr informativ ist. Mich hat es vielfach zum Nachdenken über die SPD angeregt und ich kann das Buch trotz einiger Schwächen durchaus empfehlen. Gute 3 Sterne.

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Sokratess avatar

Rezension zu "Die verkaufte Kindheit" von Susanne Gaschke

Rezension zu "Die verkaufte Kindheit" von Susanne Gaschke
Sokratesvor 7 Jahren

Ein Buch, das meinen persönlichen Eindruck mehr als bestätigte. Allein der folgende Satz der Autorin bringt das aktuelle Problem klar und deutlich auf den Punkt: “Das Irre ist: Die Werber, die Kinderkulturschaffenden predigen Empowerment, aber sie praktizieren Kinderverachtung. Was für ein Kinderbild spiegelt sich den in den rülpsenden, rotzenden Comicmonstern, in den nur auf ihr Aussehen fixierten Serien-Sternchen, in den Kindernahrungsmitteln, die man entweder nicht kauen muss oder mit denen man spielen soll? Es ist nicht das Bild eines verständigen, eifrigen, interessierten, potenziell vernünftigen Wesens, das die Welt erforschen will; es ist das Bild des kindischen Kindes, das nicht verlieren kann, alles sofort haben muss, keine Rücksicht auf andere zu nehmen gelernt hat und sich an der Supermarktkasse auf den Boden schmeißt, wenn es kein Überraschungsei bekommt. Es ist kein nettes Kinderbild, kein respektvolles Bild, es schmeichelt den Kinder vordergründig, indem es ihr Technikverständnis und ihre Coolness preist, aber eigentlich traut es ihnen nicht zu, dass sie erwachsen werden wollen. Sie sollen kaufen, konsumieren wie die Großen; aber mit der Impulsivität und Kritiklosigkeit des Kindes.“ (S. 16) Die Autorin bringt neben einer klaren, deutlichen intelligenten Gegenwartskritik auch das Dilemma der Eltern zum Ausdruck, die nun diese ewig fordernden Kinder um sich haben und den Spagat des maßvollen Gebens jederzeit üben müssen. Gaschke nennt an anderer Stelle in ihrem Buch eine weitere sehr wichtige Eigenart der Kinder: das bewusste ‚gegen die Eltern sein‘, quasi eine ‚natürliche Opposition‘ die Kraft ihrer Eigenschaft als Kind ihnen zuteil wird. Sagen Eltern in solch einer Situation ‚Nein‘ zu einem Wunsch, ernten sie massive Gegenwehr; ich möchte nicht wissen, wie viele Eltern nicht durch Befriedigung dieser Wünsche den Familienfrieden retten wollen... Allerdings produzieren Medien und Hersteller genau diese Oppositionseinstellung der Kinder fortwährend, offensichtlich, um ihnen sehr schnell das Gefühl einzuimpfen, sie wären autonome Lebewesen mit Wünschen, die jederzeit befriedigt werden müssten – kritiklos. Fast schon hilflos muten die Vorschläge der Autorin an, wenn es darum geht, den bösen Zauber aus der eigenen Familie herauszuhalten: ‚Eine Woche ohne‘, ‚Astrid Lindgrens Welt‘ oder ‚Bücher als Abwehrzauber‘. Sicher allesamt gut und überhaupt – für sich genommen – nicht zu kritisieren, aber wer schützt denn unsere Kinder vor dem stetig auf sie einhagelnden Konsumdruck, der ihnen allein durch Schulkameraden oder eben die nicht aus dem Leben herauszuhaltenden Medien entgegentritt? Sicher kann man in der Familie ein Klima schaffen, dass diesem allgemeinen gesellschaftlichen Druck etwas entgegensetzt, aber dann? Man kann seinen Kindern nicht die Freunde auswählen, sie abschirmen. Und: Einsichtsfähigkeit und kritischer Geist entstehen erst mit den Jahren; auch die problemfreiesten Kinder nehmen nicht den Geist der Eltern an. Ganz fernhalten von dieser Welt kann man sie nicht. Man kann bestenfalls versuchen, sachte aber stetig immer im Familienkreis dagegensteuern. Und hoffen, dass es wenigstens ein bisschen hilft.

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W

Rezension zu "Die verkaufte Kindheit" von Susanne Gaschke

Rezension zu "Die verkaufte Kindheit" von Susanne Gaschke
WinfriedStanzickvor 7 Jahren

Dass die Kindheit heute nicht mehr das ist, was sie früher war, dass die Orte unbeschwerten und vor allen Dingen ungefährlichen Spielens und Tobens längst Vergangenheit sind, das wissen Eltern von Kindern schon seit längerer Zeit. Dass aber die Kindheit zu einem Objekt von Geschäften verkommen ist, dass sie regelrecht „verkauft“ wird von Firmen und Medien, für die Kinder der ideale Kunde sind, das ist ein Phänomen, das es noch nicht so lange gibt und gegen das sich die ZEIT-Redakteurin Susanne Gaschke in einem engagierten Zwischenruf unter dem Titel „Die verkaufte Kindheit“ wehrt.

Gefragt, was sie denn bei all ihrer Kritik unter einer glücklichen Kindheit verstehe, hat Susanne Gaschke geantwortet: „Das wird jeder Mensch unterschiedlich beantworten. Aber einige Dinge gehören dazu: Geborgenheit und Verlässlichkeit, Liebe, Zuwendung, Gelobtwerden, Verstandenwerden. Kinder brauchen ein ‚Draußen’, sie müssen die Welt erklettern und erkriechen. Sie müssen ausreichend schlafen. Und sie brauchen Bücher.“

Doch die meisten Kinder erfahren diese Summe von für ihre Entwicklung wichtigen Dingen nicht mehr. Sie verbringen mehr Zeit vor dem Fernseher oder dem PC als jede andere Generation vor ihnen Zeit und werden heute von Werbung und Marketing in einer ganz neuen Weise angesprochen, eine Weise, die effektiv ihre Kindheit verkürzt. Zentraler Begriff dabei ist das Wort „Coolness“. Cool sein heißt im Verständnis der Werbefachleute, dass das Kind nicht mehr kindlich und neugierig sein darf, sondern abgeklärt daherkommen soll wie die Erwachsenen.

Die Werbung nicht nur in den Kanälen, die von Kindern vorzugsweise angeschaut werden, stellt die Erwachsenen oft dar als doofe Figuren dar, die gar nicht richtig kapieren , wie cool das gerade angebotene Produkt doch ist. Die Eltern selbst, insbesondere die der Mittelschicht sind unsicher, wissen nicht recht, was sie tun oder lassen sollen. Kann meine Tochter das wirklich schon? Muss mein Sohn das, weil er sonst als Loser gilt? Was ist wichtig in der Wissensgesellschaft? Kann und darf ich meinen Kindern elektronische Medien vorenthalten? Wie stark darf der Druck der Gruppe von Gleichaltrigen sein?

Susanne Gaschke, die selbst als berufstätige Mutter genau weiß, von was sie schreibt, tut es nicht anklagend, sondern sie will mit ihrem Buch gerade auch berufstätige Eltern ( es ist wohltuend, dass sie berufstätige Mütter für ganz normal hält) ermutigen. Sie hat die Hoffnung, dass es bewusste Eltern schaffen, wieder souveräner zu werden gegenüber dem, was von außen auf sie und ihre Kinder einstürmt. Sie sollen endlich wieder selbst urteilen, auch wenn der Rechtfertigungsdruck, unter dem sie stehen groß ist. Warum soll mein Kind dies oder das n i c h t dürfen?

Susanne Gaschke möchte, dass Eltern wieder den Mut zu solchen eigenen Entscheidungen haben und will mit ihrem Buch in der Gesellschaft eine Art Beweislastumkehr erreichen: Nicht Eltern, die ihren Kindern verbieten, stundenlang fernzusehen oder Computerspiele zu spielen, müssen sich rechtfertigen. Sondern diejenigen, die potentiell schädliche Produkte für Kinder anbieten.

Der Rezensent ist skeptisch, ob es soweit kommen wird. Er teilt aber aus eigener Erfahrung den Optimismus der Autorin, dass es möglich ist, dass Eltern souveräner werden, selbstbewusster, kritischer – auch gegenüber dem eigenen Konsum. Ihre Kinder werden es ihnen nicht immer sofort danken, weil sie das elterliche Nein zunächst als „uncool“ erleben, aber Elternsein hat schon immer bedeutet, erwachsen zu sein oder es zumindest dabei zu werden.

Das ist letztlich die eigentliche Aufgabe, dass Eltern erwachsen sind und handeln, damit ihre Kinder möglichst lange Kinder bleiben können. Vergleiche dazu auch die gerade im Hanser Verlag erschienene Streitschrift der FAZ-Redakteurin Melanie Mühl „Die Patchwork-Lüge“.

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