Susanne Gavénis Die Gwailor-Chronik (1): Im Schatten der Prophezeiung

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Inhaltsangabe zu „Die Gwailor-Chronik (1): Im Schatten der Prophezeiung“ von Susanne Gavénis

Dayin, dem Sohn des Königs von Tarell, wird bei seiner Geburt eine schreckliche Prophezeiung gemacht: Sein eigener Vater soll durch seine Hand den Tod finden, heimtückisch ermordet, um den Thron des Landes an sich zu reißen. Doch wie kann es geschehen, dass aus einem zarten, mitfühlenden Kind ein kaltblütiger Mörder wird? Dayin weiß, dass er nur eine Chance hat, sich von dem düsteren Schatten zu befreien, der sein Leben bestimmt. Er muss beweisen, dass er die furchtbare Bluttat, die ihm prophezeit wurde, unter keinen Umständen Wirklichkeit werden lassen wird. Doch schon bald muss er erkennen, dass das Schicksal ein Gegenspieler ist, der sich nicht leicht geschlagen gibt.

Ein lyrischer Schreibstil, eine erdrückende Atmosphäre, tiefsinnige Charaktergestaltungen und ein gut durchdachter Plot - einfach umwerfend!

— wordworld

Ein Fantasyroman, wie er besser nicht sein könnte

— KristinSchoellkopf

Na, ja. Sehr schwulstig, sehr klischeebelastet. Leider gar nicht mein Geschmack, trotz des schönen Stils.

— Jennice

Richtig gute High Fantasy. Absolut zu empfehlen!

— Sabrina80

Bewegend, spannend, anders!

— Saruja

Die Geschichte war spannend und ich kann das Buch nur Empfehlen, es Lohnt sich!

— Funao

Hat mich durch die Umsetzung der Handlung, die emotionalen Charakter und die brilliante Erzählweise beeindruckt

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Würdiger Start für ein herausragendes Leseabenteuer

— JilAimee

Epischer Auftakt eines spannenden Abenteuers.

— Melody80

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diebuchrezension

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  • "Stirb, Vatermörder!"

    Die Gwailor-Chronik (1): Im Schatten der Prophezeiung

    wordworld

    29. September 2016 um 18:31

    Allgemeines: Titel: Die Gwailor-Chronik  - Im Schatten der ProphezeiungAutor: Susanne GavénisGenre: FantasyASIN: B019ZVX8RQPreis: 6,99€ (Kindle Edition)Weitere Bände: "Die Gwailor-Chronik - Schicksalspfade"   Inhalt: "Er konnte ihre Blicke spüren, die sich wie Steine, die mit Wucht geworfen worden waren, in seinen Rücken bohrten..." Dayin, dem Sohn des Königs von Tarell, wird bei seiner Geburt eine schreckliche Prophezeiung gemacht: Sein eigener Vater soll durch seine Hand den Tod finden, heimtückisch ermordet, um den Thron des Landes an sich zu reißen. Doch wie kann es geschehen, dass aus einem zarten, mitfühlenden Kind ein kaltblütiger Mörder wird?Dayin weiß, dass er nur eine Chance hat, sich von dem düsteren Schatten zu befreien, der sein Leben bestimmt. Er muss beweisen, dass er die furchtbare Bluttat, die ihm prophezeit wurde, unter keinen Umständen Wirklichkeit werden lassen wird.Doch schon bald muss er erkennen, dass das Schicksal ein Gegenspieler ist, der sich nicht leicht geschlagen gibt. Bewertung: "Wie durch dichten Nebel hörte Dayin die Schritte des Attentäters, der sich der Brüstung näherte. Als er erneut in seinem Blickfeld erschien, hielt er erneut sein Schwert in der Hand. Er hob es zum Schlag."Stirb Vatermörder!" Nachdem ich von "Shai´lanhal" hellauf begeistert war, durfte ich nun auch die Gwailor-Chronik von Susanne Gavénis lesen. Also schon vorneweg mal vielen Dank für das Rezensionsexemplar!!!  Das Cover hat mich zunächst etwas irritiert. Natürlich ist es sehr hübsch anzusehen, dramatisch mit düster drückender Wirkung, doch bevor ich das Buch gelesen habe, konnte ich noch keine wirkliche Verbindung zum Inhalt feststellen. Zusehen ist, ganz in unterschiedliche Brauntöne gehalten, ein gerüsteter Krieger, der über den Ruinen einer Burg oder Stadt schwebt. Für was genau der Krieger stehen soll, will ich nicht festlegen, da viele verschiedene Theorien dazu entstanden sind. Die Grundstimmung und Atmosphäre wurde aber perfekt widergespiegelt. Insgesamt eine sehr ansprechende Gestaltung, auch wenn ich an dem Klapptet etwas "herummeckern" muss: die zweite Hauptperson um die es die ganze Zeit über geht, Lillel, wird mit keinem Wort erwähnt. "Ich habe Angst", flüsterte Kronot Tarell." Mit diesem recht unscheinbaren und doch aussagekräftigen Satz beginnt das Buch. Wie auch schon in "Shai´lanhal" wird man zeitens der Geburt der Hauptpersonen in die Lebenswelt der Charaktere eingeführt und erhält wichtige Informationen zur jetzigen Situation und späteren Beweggründen. Wir erfahren die Geschichte Gwailors, ein einst riesiges Reich, das in die zwei Königreiche Tarell und Lumaar aufgeteilt wird, als dem König Zwillinge geboren werden. Die darauffolgenden Generationen an Nachfahren regierten jedoch nicht so friedvoll und verständig nebeneinander, sie zweifelten an der Gerechtigkeit der Aufteilung und führten so ihre Reiche in Feindschaft und tiefem Streit zueinander, da ein jeder sich für den rechtmäßigen Erben und Gebieter über ganz Gwailor hielt.So kommt es, dass zu Beginn der Handlung Tarells König Kronot und Lumaars Herrscher Rohn sich feindlich gesinnt sind.Die Geschichte beginnt wie gesagt mit der Geburt beider Hauptpersonen: Kronot Tarell wird ein Sohn geboren, den er Dayin nennt, zur selben Zeit ist König Rohn von Lumaar über die Geburt einer Tochter, Lilell, mehr als nur enttäuscht. Rohn, für den nur ein Mann wahrhaftiger Thronerbe Lumaars sein kann, ist eifersüchtig auf Kronot, doch eine schicksalshafte Prophezeiung ändert alles: Neben der Königsfamilie sind die Seherinnen in beiden Reichen eine angesehene Institution. Sie überwachen die Zukunft mittels Visionen und lenken die Schicksale der Menschen so in die richtige Richtung. Als die Oberseherin Tarells, Lyssil Maget die Essenz des neugeborenen Dayins berührt, schockt sie die ganze Welt mit einer grauenvollen Prophezeiung: im erwachsenen Alter wird der noch so kleine und unschuldige Junge seinen Vater, den König, hinterrücks ermorden.  "Dayin - ein Vatermörder. Eine schrecklichere Vorhersage hätte es gar nicht geben können. (...)Sie betraf nicht nur sein Leben, sondern zeigte unmissverständlich wie es in seinem Herzen aussah. Die Prophezeiung war ein Kainsmal, das Dayin zeit seines Lebens eingebrannt war. jeder, der von den Worten der Seherin erfuhr, würde es sehen."  Durch diese furchtbare Voraussage, ist er als Mörder stigmatisiert, noch bevor sein Leben erst begonnen hat und wird automatisch von der Thronfolge ausgeschlossen. Inmitten von Abscheu, Misstrauen und ständigem Getuschel muss der Kleine als die Prophezeiung öffentlich wird, ständig beweisen, dass er nicht böse ist. Es kommt sogar zu Mordattentaten, die verhindern sollen, zu dem Mörder zu werden, den alle in ihm sehen. Alleine und verhasst muss er seinem kleinen Bruder Gerrent zusehen, wie dieser die Ausbildung zur Thronfolge erhält, die ihm selbst verwehrt bleibt. Erfolgreich und bevorzugt wächst Gerrent neben ihm auf und lässt keine Möglichkeit aus, Dayin zu quälen. Als Abschaum gebrandmarkt und benachteiligt gegenüber dem künftigen Thronerben will ihm aus Angst niemand helfen und selbst die Wachen der Garde schweigen über die kleinen Gemeinheiten, die Gerrent ihm zufügt. Da stellt sich natürlich die Frage: "Wie kann man einen unschuldigen Junge für etwas verurteilen, das er noch nicht getan hat und vermutlich auch niemals tun wird, während ein kleiner Sadist König werden wird?"  Dagegen sehen Rohn Lumaars Probleme ganz harmlos aus. Da ihm aber ein männlicher Erbe versagt bleibt, versucht er seine Tochter Lilell durch hartes Waffentraining früh zu formen, um sie zu einer unnachgiebigen, hartherzigen Herrscherin zu machen, die er braucht um die Herrschaft Gwailors wieder ganz seiner Linie zu unterstellen. Jene Tochter liebt jedoch Tiere über alles, ist voller Mitleid, Gefühlswärme und Nächstenliebe. Als sie eine ungeahnte Gabe entdeckt, ändert sich ihr Leben auch von Grunde auf...  "Er hatte gesagt, sie müsste die Waffen beherrschen, um ihre Soldaten verstehen zu können. Genauso war es mit Lumaar. Sie musste das Land kennen, um es regieren zu können. Wenn es ihr vertraut war, würde sie später einmal eine gute Königin werden. Das wünschte sie sich aus ganzem Herzen."  Ab dem zarten Alter von 5 Jahren wird die Geschichte um die beiden Königskinder in sich abwechselnden Teilen von den beiden erzählt, wobei auf Dayin ein leichter Fokus liegt. Natürlich ist klar, dass sich diese beiden Geschichten zwangsläufig irgendwann verweben müssen...Als kleinen Kritikpunkt zwischendurch muss ich sagen, dass ich die Art und Weise, wie in diesem Buch Geschehenes aus der Sicht eines fünfjährigen Kindes, in Miteinbeziehung von Gedanken und Gefühlen, erzählt wird, für recht unrealistisch halte. In Ansätzen passt sich der Stil dem Alter an und natürlich bemerkt man einen großen Unterschied, je älter die Hauptpersonen werden, doch auf gar keinen Fall kann ein fünfjähriges Kind so denken!   "Doch auch hier konnte er ihnen nicht entkommen. Die Gesichter schälten sich vor ihm aus der Schwärze und blähten sich zu riesengroßen Fratzen auf, die ihn einkreisten und mit kalten, anklagenden Augen auf ihn herabstarrten. Wie Flaggen in Wind schwankten sie vor und zurück, und mehr als einmal schien es, als wollten sie sich auf ihn herabstürzen, wie Hunde, die sich gierig um ein Stück Fleisch stritten. Dayin krümmte sich auf dem rauen Steinboden zusammen, versteckte den Kopf zwischen den Händen und wimmerte leise, flehte, dass sie verschwinden mochten. Sie taten es nicht."  Ansonsten ist Dayin ein absolut mitreißender Charakter. Meine Beziehung zu ihm wurde wohl vor allem durch unglaublich großes Mitleid geprägt, oft wollte ich einfach in das Buch greifen und ihn in den Arm nehmen. So viel Schmerz, Liebe, Verlangen nach Akzeptanz und furchtbare Ungerechtigkeit zeichnen ein sehr dunkles und dramatisches Bild, an das sich Dayin natürlich anpasst. Entgegen aller Erwartungen von Außerhalb entwickelt er sich zu einem, zwar schüchternen, körperlich schwachen, aber auf jeden Fall ehrlichen und liebenswürdigen Jungen. Nicht zuletzt die Zuneigung seiner Mutter und Großeltern, an die er sich klammert wie ein Rettungsring, tragen wohl dazu bei, dass er nicht jämmerlich untergeht. Vailia, die liebevolle, bewundernswert starke Königin und Mutter tritt ebenso wie Kronot als Charakter in der ganzen Entwicklung besonders hervor, wobei ich immer noch nicht genau weiß, was ich von letzterem halten soll. Einerseits liebt er seinen Sohn offensichtlich und tut alles, um ihn zu beschützen, andererseits ist ihm sein Misstrauen und die fehlende Offenheit ihm gegenüber anzukreiden.  "Ihr blondes Haar trug sie offen. In goldenen Wellen floss es ihre Schultern und ihren Rücken hinab, umrahmte ihr Gesicht und verlieh ihm einen warmen Schimmer, der so viel Schönheit und Wehmut enthielt wie der letzte Strahl der Sonne, mit dem sie die Erde küsste, bevor sie hinter dem Horizont verschwand. Dayin wusste nicht viel über Frauen, er wusste nur, dass seine Mutter die schönste von ihnen war. Wenn nur nicht der traurige Ausdruck in ihren Augen gewesen wäre, der sie so gewiss begleitete, wie Schatten dem Licht folgten..."  Auch in dem einzigen Gardisten Tarells, der nicht an die Prophezeiung glaubt, findet Dayin einen Beschützer und Freund: Wendar Krenn. Dieser Gardist, Wendar Krenn, der mit Leib, Leben und Seele für Dayin einsteht, ist mir sofort ans Herz gewachsen. Doch ein Leibwächter, eine liebende Mutter und weit entfernte Großeltern sind lange nicht genug um ihn vor den äußeren Angriffen einer ganzen Nation, dem Hass Tarells zu schützen und vor innerlichem Zerbrechen zu bewahren. Umso schmerzlicher und tragischer ist es, als er langsam all seinen Halt verliert, als eine Katerstrophe die nächste jagt... Für Dayin, der sowieso eine düstere Zeit durchlebt, wird alles noch schlimmer, und so zermürben ihn Demütigungen, Anfeindungen und falsche Anschuldigungen eben so sehr weil zahlreiche Anschläge auf sein Leben. Der Tod scheint an ihm zu haften, auch wenn er sich selbst versucht, gegen die Prophezeiung zur Wehr zu setzen und seinen Vater als auch ganz Tarell verzweifelt davon überzeugen möchte, dass er ein guter Mensch ist. Mich hat er davon aus ganzem Herzen überzeugt und so konnte ich gar nicht anders als mit ihm zu leiden und ab und zu das ein oder andere Tränchen zu vergießen.  "Die Prophezeiung hatte schon längst über seine Liebe zu seinem Sohn gesiegt, ohne dass er es erkannt hätte. Nun wusste er es!"   Lilell ist jedoch fast das komplette Gegenteil von Dayin. Immer wenn wir von Dayin zu ihr gewechselt sind, wirkte ihre Unbeschwertheit geradezu erschreckend. Sie war mir sehr sympathisch, da sie klug, zart, warmen Gemüts und voller Verständnis für alles und jeden ist. Auch ihre Situation, in der sie sich befindet, wirkt zuerst komplett gegensätzlich. Der Kronprinzessin von Lumaar wurde zu ihrer Geburt vorhergesagt, dass sie eine gütige Königin wird, der von ihrem Volk nichts als Liebe und Dankbarkeit entgegen getragen werden würde. Doch auch sie hat Probleme mit ihrem Vater und seiner Anerkennung. Dieser begegnet er ihr mit Härte, Kälte und fehlender Liebe. Egal, was Lilell auch tut, für ihren Vater ist sie nie gut genug. Das er sich stets einen Sohn gewünscht hat, lässt er sie stets spüren, was sie in ganz jungen Jahren zutiefst verstört. Nur durch ihre liebvolle Mutter, die ihr den Weg fernab vom Hofe in das Dorf der Seherinnen zur Schulung ihrer Fähigkeiten ermöglicht, kann sie ihre Herzlichkeit behalten, ohne an dem nicht vorhandenen Stolz ihres Vaters in Bezug auf ihre Person zu zerbrechen.   "Lange blonde Haare umrahmten ihr weiches und anmutiges Gesicht, und nur ihre grauen Augen, die mit einigen grünen Flecken gesprenkelt waren, zeugten von Temperament und brachen den Eindruck der Sanftheit, den Lilell ihrem Beobachter mit jeder ihrer Bewegung zu vermitteln verstand. (...)Rohn verzog in finsterem Groll das Gesicht. Was half das alles?" Dort findet sie eine treue Freundin, die lebensfrohe Seherin Gwaina, die ihr trotz ihrer königlichen Position die beste Gefährtin wird. Neben der loyalen, mutigen und klugen Gwaina, hat Lilell Unterstützung in ihrem Leibwächter Verdell Abeffna, der sie in der schweren Zeit vollstes Vertrauen schenken kann. Also allgemeingesehen scheinen Leibwächter in diesem Buch also eine wichtige und ehrliche Rolle einzunehmen. ;) Der Schreibstil, in dem alles verfasst ist, ist einfach nur WOW! Durch die Wahl der Schauplätze als dunkle, aber belebte Burgen mit trutzigem Flair, sowie der Umgangsrichtlinien und Lebensweisen ihrer Bewohner erhält das Buch einen Hauch von mittelalterlicher Romantik, die die Fantasy nicht zu abgehoben und fiktiv erscheinen lässt, sondern einen echten Touch und Greifbarkeit vermittelt. Dies wird auch durch eine entsprechend zeitgemäße Begriffsverwendung mit Authentizität im Ganzen belohnt. Selbst die Namen, die für euch Leser jetzt erst mal seltsam klingen, fügen sich perfekt in diese ungewohnt gut durchdachte Welt. Susanne Gavénis versteht es zudem geradezu meisterhaft, auf verspielte und unglaublich detailgetreue Art, nicht nur die Umgebung der Charaktere darzustellen, sondern auch ihre Gedanken, Gefühle und die Handlungen selbst immer epischer und gewaltiger erscheinen lässt. Durch ihre Wortgewandtheit wirken zudem Landschaftsbeschreibungen manchmal fast wie Lyrik und erwecken alles zum Leben.   "Je länger die Stimmen der Vögel erklangen, desto heller wurde der Himmel, so als wären das Zwitschern und Pfeifen, das Tirilieren und Summen, das Jauchzen und Singen der Federlinge, die die Dunkelheit vertrieben. Sie wich davor zurück wie Eis vor den Strahlen der Sonne, verlor ihre Macht über Wald und Felder und floh hinter den Horizont. (...)Tau glitzerte unter den Strahlen der aufgehenden Sonne an Büschen und auf Grashalmen, verwandelte Spinnennetze in filigrane Kunstwerke aus Kristall und Blumen in zerbrechliche Glasskulpturen..."  Das Buch hat sich vom Plot und der Spannung ausgehend ganz anders entwickelt, wie ich gedacht hatte. Erwartet hatte ich ein gutgeschriebenes Fantasy Buch, das das Leben zweier erwachsener Hauptpersonen schildert und in einem spannenden, epischen Kampf endet. Bekommen hatte ich ein Buch, das akribisch und malerisch ausgereift von dem Heranwachsen zweier Königskinder erzählt und dabei deren Entwicklung unter kaum vorstellbaren Umständen hervorhebt. Ich kann mir gut vorstellen, dass vielleicht viele genau das kritisieren, da ihnen (vor allem am Anfang) zu wenig Spannung oder Handlung vorhanden ist. Doch dieser Schmerz und das tragisch glaubwürdige Ringen um Beachtung, das vor allem Dayins Textpassagen innewohnt, hat mich fasziniert, berührt und geradezu an das Buch geschweißt. Auch wenn es ganz und gar nicht schön zu lesen ist, wie sich Abgründe in der menschlichen Seele auftun können, komme ich nicht umhin es genial zu finden, auf welche Art die Autorin ihre Beschreibungen mit der jeweiligen dunklen Szenerie und düsterer Charakter-Stimmung in Einklang zu bringen. Es ist sehr schwierig zu beschreiben, welche Essenz dieses Buch so besonders macht, doch ich denke es ist genau jene Art der Atmosphärengestaltung.  "Es schien, als würde die Nacht selbst auf den Boden hinabfallen, und nur der Sturm hielt das Unwetter im Augenblick noch davon ab, auch Treffnor zu erreichen. Blitze leuchteten grell auf, und das ferne Rollen des Donners klang bedrohlich wie das Knurren eines Wolfes auf der Jagd. Ungeachtet des kalten Windes, der ihm wie mit spitzen Nadeln unter die Kleidung fuhr und in seine Haut stach, stürzte Kronot zur Brüstung, krallte seine Hände um den rauen Stein und schrie. Er brüllte seinen Schmerz heraus, als wolle er mit dem Sturm um die Wette heulen..."  Zudem werden viele Lebensweisheiten und Ratschläge, die die Kinder lernen auch unterschwellig an den Leser vermittelt. In langen Gesprächen, beispielsweise bei den Seherinnen als es um Essenzen geht, werden indirekt Dinge wie Schicksal, Verantwortung und sogar in gewissem Masse Gott angesprochen. Außerdem kann man ganz klar eine Botschaft, einen Schluss aus dieser Geschichte ziehen:  keiner sollte sich von vorgefertigten Meinungen beeinflussen oder leiten lassen, sondern sich zuerst ein persönliches Bild machen. Das Buch endet ziemlich mitten in der Handlung und so bin ich trotz dass es nicht wirklich ein Cliffhanger gibt, erleichtert, dass ich gleich mit dem zweiten Teil beginnen kann. Fazit: "Im Schatten der Prophezeiung" schlägt "Shai´lanhal" um Längen, wenn auch mit ganz anderen Mitteln. Ein lyrischer Schreibstil, eine erdrückende Atmosphäre, tiefsinnige Charaktergestaltungen und ein gut durchdachter Plot lassen mich bedauern, dass ich nur 5 Sterne vergeben kann. Schaut doch mal auf meinem Blog vorbei: www.w0rdw0rld.blogspot.com

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  • "Gwailor" hat mich in seinen Bann gezogen...

    Die Gwailor-Chronik (1): Im Schatten der Prophezeiung

    KristinSchoellkopf

    31. May 2016 um 16:41

    Ich durfte schon "Shai´lanhal" und "Wächter des Elfenhains" von Susanne lesen und war hellauf begeistert. Ich habe mich riesig gefreut, dass ich nun auch die Gwailer-Chronik lesen durfte. Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!Das Cover des Romans macht richtig Lust darauf, das Buch zu lesen. Zu sehen ist ein übernatürliches Geschöpf in einer Rüstung, welches sich in den Himmel erhebt. Unter ihm sind Ruinen zu sehen, welche allerdings nur schwach durch die verschiedenen Brauntöne hindurchschimmern. Die Geschichte dreht sich um die Erben zweier Königreiche. Auf der einen Seite steht Dayin, welchem durch eine Prophezeiung vorausgesagt wird, dass er seinen Vater ermorden wird. Dayin leidet sehr unter dieser Voraussage, da er sich nicht vorstellen kann, dies jemals zu tun. Sein Bruder, welcher nach ihm zur Welt kommt, soll Thronfolger werden und wächst auch so auf, während Dayin von seinem Schicksal erdrückt zu werden droht...Rhoin, der Herrscher eines großen Königreichs, bekommt eine Tochter namens Lilell. Er ist schwer enttäuscht, da er auf einen großen und starken Thronfolger gehofft hatte. Jedoch ist Lilell kein gewöhnliches Mädchen, sie ist eine Seherin und kann die Zukunft voraussagen. Sie muss in das Dorf der Seherin um zu lernen mit ihrer Gabe umzugehen. Ihr Schicksal ist allerdings auch noch nicht besiegelt...Die Protagonisten im Roman sind sehr authentisch und überzeugend. Besonders Dayin hat mich wirklich in seinen Bann gerissen. Ich konnte mir nur zu gut vorstellen, wie es sein muss, durch etwas beeinflusst zu werden, wofür man gar nichts kann. Die Prophezeiung bestimmt sein Leben und die Außenwelt verurteilt ihn, ohne dass er etwas getan hat. Die Sprache in "Gwailor" ist einfach brilliant. Wie auch schon in Susannes vorigen Romanen, war ich wieder total gefesselt und begeistert. Der Leser wird gepackt und nicht mehr losgelassen. Die Details machen für mich die Besonderheit des Buches aus, sie machen es lebendig und ich hatte Schwierigkeiten, das Buch wegzulegen, wenn ich aus dem Haus musste.Die Geschichte ist perfekt durchdacht und der Leser ist so gefangen in dieser Welt aus Fantasy, dass es kein Entkommen mehr gibt. Ich bin einfach fasziniert von Susannes Ideenreichtum und ihrem Talent eine solch überzeugende und einzigartige Welt zu erschaffen.FazitWie Ihr wahrscheinlich schon wisst, bin ich ein großer Fan von Susanne und ihren Büchern und "Gwailor" hat dem ganzen wirklich noch die Krone aufgesetzt. Es hat so viel Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen und ich freue mich schon riesig auf später, wenn ich mich auf den zweiten Band stürzen kann. :)

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  • Doppelrezension zu Teil 1 & 2

    Die Gwailor-Chronik (1): Im Schatten der Prophezeiung

    Guaggi

    09. December 2015 um 15:56

    Fantasy ist eine meiner größten Leidenschaften, die in der letzten Zeit ein wenig zu kurz gekommen ist. Doch dank der Gwailor-Chronik wurde ich wieder daran erinnert, warum ich dieses Genre so sehr liebe. Diese Geschichte ist in zwei Bücher aufgeteilt, und weil der erste Band mit einem Cliffhanger endet, empfehle ich jedem eindringlichst beide Bände hintereinander weg zu lesen. Die Geschichte ist wunderbar geschrieben und glänzt nicht nur durch einen spannenden und flüssigen Schreibstil, sondern auch durch die wunderbar ausgearbeiteten vielzähligen Charaktere und der faszinierenden Beschreibungen der Handlungsorte. Jedes Buch ist in mehrere Kapitel unterteilt und erzählt nicht nur die Lebensgeschichte des Prinzen Dayin aus Tarell, sondern auch die Geschichte der Prinzessin Lilell aus Lumaar. Man begleitet diese beiden Protagonisten von ihrer Geburt auf an und bekommt dabei das Geschehen aus der Sicht unterschiedlicher Protagonisten geschildert. Dieser Umstand ermöglichte mir als Leser einen wirklich beeindruckenden Einblick in das Geschehen und ließ mich so auch die Handlungen einiger entscheidender Protagonisten besser verstehen. Anfänglich war ich etwas verwirrt, weil nicht nur Dayins Lebensweg so ausführlich beschrieben wurde, doch nachdem ich Lilell besser kennenlernte, fieberte ich förmlich dem ersten Zusammentreffen der beiden Königskinder entgegen. Die ganze Geschichte lebt von den Nachwirkungen der Prophezeiungen, die die beiden Hauptprotagonisten nach ihrer Geburt erhielten und somit ihr gesamtes Leben bestimmten. Bei Dayin waren die Auswirkungen um einiges grausamer und emotionaler als vielleicht bei Lilell, doch beide Protagonisten hatten unter ihnen zu leiden und entlockten mir so manches Mal Tränen. Was mich an dem ganzen Geschehen besonders fesselte, waren jedoch die vielen überraschenden Wendungen, die förmlich an jeder Ecke warteten und diese Bücher zu einem wahren Erlebnis machten. Dabei erlebt man ein unglaubliches Spektrum an Emotionen, die einen packen und bis zur letzten Seite nicht mehr loslassen. Fantasy vom feinsten. Gepaart mit einer emotionalen und vielschichtigen Geschichte, sowie zwei Hauptprotagonisten die man einfach lieben muss, ist die Gwailor-Chronik ein wahrer Pageturner.

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  • Richtig gute High Fantasy. Absolut zu empfehlen!

    Die Gwailor-Chronik (1): Im Schatten der Prophezeiung

    Sabrina80

    11. October 2015 um 18:15

    Erster Satz: ""Ich habe Angst", flüsterte Kronot Tarell." .•:*¨¨*:•..•:*¨¨*:•..•:*¨¨*:•..•:*¨¨*:•..•:*¨¨*:•..•:*¨¨*:•. Etwa zur selben Zeit kommen in den den zwei Königreichen von Gwailor, Tarell und Lumaar, die Erben zur Welt. Tarell bekommt einen Erben, genannt Dayin, dem jedoch von der königlichen Seherein eine schlimmes Schicksal vorausgesagt wird: Er soll seinen Vater Kronot heimtückisch ermorden. Seine Mutter glaubt nicht daran und sein Vater möchte diese Prophezeiung geheim halten, aber trotzdem dringt sie nach außen und Dayin hat es nicht leicht. Sein Bruder Gerrent, welcher ein Jahr nach ihm auf die Welt kommt, wird als Thronfolger erzogen. Er darf nicht mal am Waffentraining teilnehmen... Der König von Lumaar, Rhon, bekommt eine Tochter, Prinzessin Lilell, worüber er nicht erfreut ist. Er hofft auf einen starken Erben, der Tarell einnehmen könnte, aber so hat Lumaar später (mal wieder) nur eine Königin. Allerdings bekommt sie Waffentraining. Im Alter von fünf Jahren macht sich bei ihr die Begabung der Seherin bemerkbar. Sie sieht eine Unfall des Kutschers voraus und kann ihm so das Leben retten. Sie kommt dann ins Dorf der Seherin um alles darüber zu lernen... Meine Meinung Das war ein richtig gutes Buch. Ganz tolle Fantasy. Das Cover hat zwar irgendwie nicht so viel mit dem Buch zu tun, aber mir gefällt es trotzdem. :) Dayin ist ein ganz toller Junge und er wäre mit Sicherheit ein guter und gerechter König. Nur wegen der Prophezeiung über ihn, ist er von vornherein von der Erbfolge ausgeschlossen. Sein Bruder Gerrent wird als Thronerbe erzogen. Er bekommt zum Beispiel ab dem vierten Lebensjahr Waffentraining, Dayin gar nicht. Aber Gerrent ist kein netter Junge und wenn er König wird, wird das - denke ich - schlimm fürs Volk werden. Er ist ziemlich hinterhältig und gemein. Lilell ist eine sanftmütige Person. Nett zu jeden, der ihr über den Weg läuft. Das Waffentraining, welches sie absolvieren muss, findet sie furchtbar, sie ist lieber bei ihren Vögeln. Sie wird bestimmt eine gute Königin werden. Eine Königin mit den Kräften einer Seherin. Kommt auch nicht oft vor. Was ich bedenklich finde ist, wie sehr sich die Menschen in den zwei Königreichen von den Seherinnen das Leben bestimmen lassen. Gut, nicht alle, aber doch recht viele. Was ist denn, wenn die nicht die Wahrheit sagen? Woher weiß man denn, dass das was die Seherin über Dayin gesagt hat, die Wahrheit ist und nicht eine Lüge? Ich würde mich nicht so darauf verlassen. Aber ich bin auch immer der Meinung das, wenn man versucht das Schicksal zu umgehen es erst recht. Ich bin wirklich sehr gespannt, wie es im zweiten Teil weitergeht. Zum Glück habe ich den schon auf meine Reader. *gg* Fazit Richtig gute High Fantasy. Absolut zu empfehlen! Die Gwailor-Chronik Band 1: Im Schatten der Prophezeiung Band 2: Schicksalspfade

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  • INteressanter STart einer Reihe...

    Die Gwailor-Chronik (1): Im Schatten der Prophezeiung

    Taya

    30. March 2015 um 07:14

    Das Cover hat mich im ersten Moment ein wenig skeptisch werden lassen. Es war jetzt nicht unbedingt das Cover, was ich mir bei der Beschreibung des Inhalts vorgestellt hatte, aber das hat mich jetzt auch nicht richtig davon abgehalten dieses Buch zu lesen. Zu Beginn lernen wir erstmal das Land Gwailor kennen. Gwailor, dass durch einen früheren König in zwei Teile gespalten wurde. Beide Söhne bekamen je ihr eigenes Land und konnten dort regieren, wie es ihnen am besten gefiel. Das eine Land heißt Lumaar und das andere Tarell. Rohn Lumaar regiert in Lumaar, während auf der anderen Seite Kronot Tarell das Land Tarell regiert. Beide Familienhäuser erwarten zu dieser Zeit Nachwuchs. Rohn Lumaar hofft auf einen Sohn, der dann das Land weiter regieren kann. Jedoch bekommt er eine Tochter und das sollte auch das einzige Kind sein, was seine Frau zur Welt bringen kann. Also bleibt ihm in diesem Moment nichts anderes übrig, als sich damit abzufinden und beschliesst, dass seine Tochter genau wie ein Mann gelehrt werden soll. Auf der anderen Seite des Landes kommt ein Junge zur Welt. Doch auch dort läuft nicht alles so, wie es sich vorgestellt wurde, denn Dayin - so heißt der kleine Spross - bekommt von der Seherin - wie jedes Neugeborene - einen entscheidenen Teil der Zukunft. Die Prophezeiung lautet "Dayin Tarell, Sohn von Kronot und Vailia Tarell, wird den König, seinen Vater, töten". Natürlich bricht für Kronot regelrecht die Welt zusammen, ist wütend, enttäuscht und versucht alles, um noch ein weiteres Kind zu Zeugen, was auch klappt. Gerrent wird geboren. Beide Königskinder - Dayin und auch Lilell - wachsen nicht so auf, wie man es sich wohl vorstellen könnte. Wähernd Dayin nur durch Zufall von der Prophezeiung erfährt und so versteht, weshalb er kein Kampfunterricht bekommt, sein Bruder aber schon, muss auch Lilell ein Leben führen, dass ihr so gar nicht gefällt. Denn sie bekommt Kampftraining und das gefällt ihr so gar nicht. Doch dann werden bei ihr Seherfähigkeiten festgestellt und sie kommt zu den Seherinnen um auch diese Fähigkeit besser beherrschen zu können. Ich habe teilweise lange gebraucht um durch zu kommen, trotzdem muss ich sagen, dass es mir wirklich ziemlich gut gefallen. Die Welt um Gwailor gefällt mir wirklich gut und die Charaktere kommen auch richtig gut rüber. Man hat seine Charaktere, die man mag und eben die, die man nicht mag. Alles zusammengefasst muss ich sagen, dass es eine wirklich interessante Geschichte ist und auch wenn ich zwischendurch das Gefühl hatte, dass es sich ein wenig zieht, war es doch interessant zu lesen. Die volle Punktzahl, bekommt dieses Buch nicht, aber trotzdem verdiente 4 Schmetterlinge. An dieser Stelle geht mein Dank auch an die Autorin, die mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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  • Wirklich zu empfehlen!

    Die Gwailor-Chronik (1): Im Schatten der Prophezeiung

    Jeanne_Darc

    25. March 2015 um 21:19

    Ein Land gespalten in zwei Königreiche! Ein Zwist zwischen den beiden Königen! Zwei Königskinder geprägt von ihrem Schicksal! Cover: Das Cover selbst finde ich jetzt nicht unbedingt ansprechend, auch wenn ich die grundsätzliche Idee hinter dem Cover nett finde! Schreibstil: Den Schreibstil von Frau Gavénis würde ich als sehr einfach verständlich beschreiben, man wird keinerlei Probleme beim Lesen haben! Zudem ist ihr Schreibstil von einer gewissen Detailverliebtheit geprägt, teilweise etwas zu viel aber dieser ufert keineswegs aus! Vorteil dieses Eigenheit ist dennoch dass man sich die beiden Königreiche in ihrer Unterschiedlichkeit sehr gut vorstellen kann! Meinung: Der Einstieg in das Buch gestaltet sich sehr angenehmen und man kann sich als Leser sehr schnell in die Welt rund um die beiden Königreiche hineinversetzten. Wir lernen die beiden Königsgeschlechter kennen, sowie diesen Kinder. Wir befinden uns in einem Zeitalter in dem Magien geachtet wird und als Besonders angesehen wird! Heilerinnen und Seherinnen gebührt großes Ansehen und ihr Rat wird von Königen geschätzt und befolgt. Der Schreibstil ist wie zuvor angesprochen eben durch seine Einfachheit gut für dieses Genre geeignet und unterstützt das Einleben in das Buch und der damit verbundenen Welt perfekt. Zwar werden zu Beginn sehr viele Charaktere eingeführt, dennoch weiß man sehr schnell welche Namen im weiteren Verlauf der Geschichte noch zu Wichtigkeit gelangen werden. Sehr schön finde ich auch wie die einzelnen Charaktere herausgearbeitet wurden und so jedem einzelnen eine eigene unverkennbare Seele eingehaucht wurde. Grundsätzlich kann ich sagen bin ich von dem ersten Band positiv und zugleich begeistert gewesen. Abzüge gibt es für das Cover und der Tatsache, dass die Charakter zwar lebendig sind aber leider findet man eigentlich nur Stereotypen, aber vielleicht ändert sich noch im zweiten Band der Chronik! Fazit: Ein schöner Fantasy-Roman, leicht verständlich und einem gewissen Schwung in der Story der einen die Zeit vergessen lässt! 4 von 5 Sterne 

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  • Ein wahnsinnig toller Auftrakt

    Die Gwailor-Chronik (1): Im Schatten der Prophezeiung

    Saruja

    11. March 2015 um 19:05

    Meine Meinung Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar bekommen und konnte es durch unseren Umzug erst jetzt lesen. Ich muss gleich zu Anfang sagen, dass mich das Cover irgendwie abgeschreckt hat. Es passt, jetzt wo ich die Geschichte kenne, auch irgendwie nicht um Inhalt. Aber wie sagt man so schön: Es kommt auf den Inhalt an. In Band 1 geht es um das Land Gwailor, das durch einen vergangenen König in zwei Teile geteilt wurde. Er hatte zwei Söhne und wollte, dass jeder Sohn sein Land zum Regieren erhält. So entstanden die Länder Lumaar und Tarell. Lumaar wird von Rohn Lumaar regiert. Dieser Charakter ist mir sehr sehr sehr unsympathisch. Als seine Frau schwanger wird, erhofft er sich einen Sohn, doch belohnt wird er mit einer Tochter, Lilell. Er erwartet, dass seine Tochter so unterrichtet wird, als sei sie ein Junge, doch da hat er nicht mit seiner Frau gerechnet. Auf der anderen Seite ist das Land Tarell, dass durch Kronot Tarell regiert wird. Kronot und seine Frau Vailia bekommen einen Sohn und sind darüber überglücklich. Wie es in Gwailor üblich ist, werden die Kinder nach der Geburt von einer Seherin berührt, die dem Kind die Zukunft vorhersagt. So soll es auch bei Dayin sein. Doch was die Seherin ihm prophezeit verändert das Leben des Neugeborenen für immer. "Dayin Tarell, Sohn von Kronot und Vailia Tarell, wird den König, seinen Vater, töten"Kronot ist wütend und enttäuscht und versucht gleich darauf ein weiteres Kind zu zeugen - was ihm auch gelingt. Gerrent wird geboren. Dayin ist ein liebevolles Kind, doch er merkt schnell, dass sein jüngerer Bruder von seinem Vater bevorzugt wird und leidet darunter. Die Prophezeiung hat ihm seine Kindheit "verdorben" und ihn dem Hass der Bevölkerung ausgesetzt. Mit zunehmendem Alter wird es für ihn immer schwerer, sich in Tarell geborgen und beschützt zu fühlen. Mordanschläge und Gehässigkeiten sind sein täglicher Begleiter und einzig seine Mutter Vailia und sein Leibwächter Wendar stehen ihm bei. Selbst sein Bruder Gerrent hasst ihn und lässt es Dayin auch deutlich spüren. Dann passiert auch noch ein großes Unglück und Dayin scheint endgültig abgestempelt. Auf der anderen Seite des Landes, in Lumaar, fristet Lilell ein Leben, das ihr so gar nicht passt. Doch als die Gabe des Sehens in ihr erwacht, scheint es endlich einen Ausweg zu geben. Ihr Vater jedoch hat seinen Inneren Kampf um die Gesamtherrschaft über Gwailor nicht aufgegeben. Er schmiedet Pläne mit seiner Tochter und erhofft sich, dass sie eine ebenso erbarmungslose und kalte Königin wird, wie er es ist. Fazit Der Schreibstil des Buches ist hammer. Ich habe es zack zack durchgelesen und wollte sofort mehr von der Geschichte. Dayin tat mir mehr als leid und auch Lilell hat es nicht einfach. Dennoch gaben beiden den Kampf um ihr Leben nicht auf. Wenn auch beide auf unterschiedliche Weise. Ich bin so froh Band 2 ebenfalls gestellt bekommen zu haben, denn diesen Teil lese ich momentan. Auch wenn das Cover, wie bereits erwähnt, in keinster Weise mit dem Inhalt in Zusammenhang steht, so sollte es doch niemanden anhalten, dieses Buch zu lesen!!!! Ich gebe der Geschichte 5 von 5 Sternen und bin gespannt, wie es in Band 2 weiter geht!!! ★★★★★

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  • [Rezension]: Die Gwailor-Chronik (1): Im Schatten der Prophezeiung

    Die Gwailor-Chronik (1): Im Schatten der Prophezeiung

    Funao

    01. March 2015 um 18:42

    Cover: Das Cover finde ich gut gelungen. Für mich sieht es so aus, als solle das Bild dieses Kriegers darstellen, dass alles eine gute (schwarze Rüstüng) und auch eine helle (nackt Haut) Seite hat. (Ist innerhalb der Geschichte ja sehr, sehr wichtig!) Vom Cover her kann man allerdings nicht so weit auf den Inhalt schließen, aber das muss man ja auch nicht und kann man bei den meisten Büchern auch nicht. Dennoch finde ich, dass es zum Buch passt! 4/5 Sterne Schreibstil: Mir gefällt die Art der Autorin die Geschichte rüber zu bringen. Es werden viele Begriffe genutzt, die zur heutigen Zeit niemand mehr verwenden würde, aber sie passen super in die Geschichte. So bekommt man das Gefühl, man befände sich wirklich in der Zeit, in der die Geschichte spielt. Ich hatte keine Probleme in das Buch rein zu kommen. Fantasy Romane haben ja oft ganz arg viele Charaktere, sodass man leicht den Überblick verliert, dies war hier nicht der Fall. Es war meiner Meinung nach genau die richtige Menge, um in die Welt einzutauchen,aber nicht den Überblick zu verlieren. Es war alles recht leicht Verständlich, aber dennoch wesentlich anspruchsvoller als so manch anderer Roman. Auch die Ortswechsel und somit auch Handlungswechsel zwischen den Königreichen ist super gelungen! 5/5 Sterne Story: 2 Königreiche, vor Urzeiten durch das wohlwollen eines Königs gegenüber seiner Zwillingssöhne getrennt – verfeindet bis aufs Blut, noch heute. Ich dachte zunächst, Okay, Fantasy, schaust einfach mal rein. Ich liebe Fantasy, aber ich muss mich bei Geschichten, wo es um Königreiche, Könige, Krieg oder ähnliches geht, immer erst aufraffen. Aber – es hat sich gelohnt. Die Story ist super ausgearbeitet, die Welt detailliert beschrieben und außerdem für mich etwas völlig neues. Ich war begeistert, über die vielen Wendungen die das Schicksal den beiden Hauptprotagonisten, Dayin und Lilell beschert hat, auch wenn es nicht immer unbedingt schön war. Aber wessen Leben ist schon perfekt, wenn nicht einmal das Leben eines Prinzen oder einer Prinzessin perfekt zu sein scheint? 5/5 Sterne Protagonisten: Dayin, durch eine Prophezeiung verflucht. Defintiv mein Liebling in dem Buch. Es gab so viele stellen, wo ich den kleinen Prinzen am liebsten in den Arm genommen und „Komm her mein kleiner, ich helfe dir“ gesagt hätte. Einfach nur liebenswürdig, auch wenn eine furchtbare Prophezeiung über seinem Leben hängt. Lilell, beinahe gehasst von ihrem Vater, der sich einen Sohn wünschte, geliebt, von allen anderen. Lilell ist so herzensgut, ich hätte sie auch liebend gern als Freundin. Ich denke, sie wird irgendwann eine wunderbare Königin! Gerrent, Dayins Bruder hingegen, mochte ich von Anfang an nicht. Ich wusste, er würde etwas böses an sich haben. Um mehr über die weiteren Charaktere zu erfahren, solltet ihr definitiv das Buch lesen! 5/5 Sterne Gesamteindruck: Ich würde es wieder lesen! Echt, ich fand es klasse und hätte ich nicht die letzten Wochen so wenig Zeit, hätte ich es ruck zuck verschlungen gehabt. Ich bin schon total hibbelig, dass ich endlich mit Band 2 anfangen kann, allerdings muss ich dafür schnell noch ein Buch für eine Blogtour beenden! Leute, kauft das Buch, lest es und lasst euch begeistern, es lohnt sich!!! 4,75 Sterne.

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  • Ein fulminanter Start in eine zweiteilige Serie die jeden Fantasy Leser begeistern wird

    Die Gwailor-Chronik (1): Im Schatten der Prophezeiung

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. February 2015 um 07:35

    Meine Meinung – ein persönlicher Eindruck Kauf-/ Lesegrund: Ich habe der Autorin zugesagt ihr Buch zu lesen, da ich unheimlich gerne Fantasy Romane lese. Zudem liebe ich es  in magische fremde Welten entführt zu werden und abtauchen zu können. Reihe: es handelt sich bei diesem Buch um den ersten Teil der Gwailor Chronik .Insgesamt besteht die Reihe aus zwei Bücher mit fast 500 Seiten. Handlungsdauer: Die erzählte Geschichte spielt über einen längeren Zeitraum von mehreren Jahren wobei Zeitsprünge nicht zu Logikbrüchen führen sondern sorgsam in die Geschichte eingebettet liegen.  Die Autorin weist den Leser zudem durch eine genaue Zeitangabe in gesonderten Überschriften immer wieder auf solche Sprünge hin. Hauptperson: Die Hauptperson die immer wieder in den Fokus des Lesers gerückt wird ist ohne Zweifel Dayin Tarrell. Der Leser begleitet seine Entwicklung vom Neugeborenen bis hin zum jungen Mann und die Autorin versteht es wie keine Zweite den Lebensweg interessant und immer wieder spannend an den Leser heranzutragen. Sicherlich liegt es auch in großem Maße daran, das der Leser die vielfältigen Gefühle die den Jungen begleiten beinahe selber körperlich spüren kann. Ich habe so viele Male mit ihm gefühlt, dass mir selbst beim Lesen beinahe die Tränen kamen. Nebenfiguren: Es gibt natürlich eine Reihe Nebenfiguren, wobei diese zum einen aus dem direkten Umfeld der (in meinen Augen) Hauptfigur kommen. Aber auch ein zweiter Handlungsstrang mit  Figuren die in einem anderen Königreich Gwailors leben, unterhalten den Leser von dort aus und treiben die Geschichte voran. Die Zahl der Nebenfiguren bleibt dabei überschaubar, was es mir als Leser einfach macht Handlungen und Dialogen nachzuvollziehen und die Figuren miteinander in Bezug zu bringen. So kann ich jede Figur mit all ihren Facetten wunderbar fassen und vor meinem geistigen Auge vorstellen. Ebenso leicht fällt es mir ihnen ihre Beweggründe und Motivationen zu glauben. Romanidee: Die Idee der Prophezeiung ist gut und konsequent innerhalb der Geschichte umgesetzt worden. Es gelingt der Autorin in sehr anschaulicher Weise nicht nur die Prophezeiung darzustellen und in Textform zu bringen, sondern sie zeigt durch die Geschichte auch die Konsequenzen für die Figuren und die Handlung auf. Erzählperspektiven: Die Erzählperspektiven wechseln mit den Schauplätzen der Handlung und werden durch einen Erzähler und viele realistische Dialoge der Figuren untereinander ergänzt. So ergibt sich auch mit einem Wechsel der Perspektiven kein Bruch sondern eine harmonisch erzählte Geschichte. Handlung: Die Handlung ist sehr gut durchdacht und weiß mich als Leser in eine magische fremde Welt zu entführen. Dabei wird die Geschichte zum einen durch die Handlung selber aber auch durch die Charaktere und ihre Dialoge erzählt. Durch überraschende Wendungen gelingt es der Autorin die Handlung immer wieder aufs Neue spannend zu machen und den Leser dazu zu bringen sich selber Gedanken zu machen, nur damit er wenige Seiten weiter wieder lesen kann wie falsch er doch lag. Pointiert eingestreute Auflösungen von Rätseln und Andeutungen heizen bei mir die Neugier nach noch mehr Informationen an und ich giere nach weiteren Seiten die mir die Welt von Gwailor näher bringen. Ich werde mit den Figuren und der Handlung durch das Königreich Gwailor getragen und freue mich darüber was die Figuren erleben und wie es mit ihnen weiter geht. Die gut 478 Seiten merke ich kaum und sie vergehen durch eine konsequent gut gestaltete Handlung wie im Flug. Schreibstil: Der Schreibstil ist sehr klar und flüssig und beschränkt sich trotz des Fantasy Genre auf die wesentlichen Elemente, was wiederum bedeutet, dass man die Details und die Brillanz der Geschichte in seiner vollen Form genießen kann. Ich werde nicht durch verwirrende Elemente abgelenkt, sondern kann ganz  bewusst mittels der Sprache der Autorin in der Welt von Gwailor aufgehen. Die Autorin findet aber auch immer in meinen Augen die tollsten und besten Worte um Situationen, Landschaften , Szenen und Figuren zu beschreiben. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt Probleme mir ohne Karte und Zeichnungen irgendwas in dem Buch vorzustellen, was ich absolut toll fand.     FAZIT: Für mich der erste Band der Gwailor Chronik ein voller Erfolg ,ich habe es wirklich genossen dieses Buch zu lesen, mich in die Welt von Gwailor entführen zu lassen und Teil der Abenteuer der Figuren sein zu dürfen. Ich habe es bewusst langsam und bedächtig gelesen, um wirklich jeden Augenblick in dieser einzigartigen magischen wie fremden Welt erleben zu können. Ich bin wirklich froh, dass es noch einen zweiten Teil gibt und bin gespannt ob dieser an den tollen ersten Teil anknüpfen kann.

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  • Ein sympathischer Protagonist mit einem aufwühlenden Schicksal

    Die Gwailor-Chronik (1): Im Schatten der Prophezeiung

    janina_schulz

    04. February 2015 um 11:07

    Im ersten Band der Gwailor-Chronik lernen wir das Land Gwailor kennen, das einst in zwei Königreiche gespalten wurde. Zum einen regiert Kronot Tarell, der unter der grausamen Prophezeiung, das sein erstgeborener Sohn Dayin ihn ermorden wird, leidet. Zum anderen Rhon Lumaar, der sich nichts sehnlicher als einen männlichen Thronfolger wünscht, sich jedoch mit seinem einzigen Kind, Tochter Lilell, zufrieden geben muss. Beide Könige sind mit ihren erstgeborenen Kindern unglücklich, sodass Kronot einen weiteren Sohn zeugt, Gerrent, der die Thronfolge übernehmen soll. Rhon bleibt jedoch ein weiteres Kind verwehrt. So unterschiedlich beide Herrscher auch sein mögen, in einem Punkt unterscheiden sie sich nicht. Ihr abweisendes Verhalten gegenüber ihren Kindern, zeigt deutlich wie enttäuscht sie sind. Da die Geschichte im Wechsel in Tarell bzw. Lumaa spielt, erfährt der Leser immer was in beiden Königreichen so vor sich geht. Dazu erlebt der Leser die Geschichte aus vielen verschiedenen Perspektiven, mal aus Sicht der jeweiligen Könige, mal mit den Augen der Kinder, ein anderes Mal wiederum lässt ein Bewohner uns an der Geschichte teilhaben. So ist man rundum im Bilde was in ganz Gwailor passiert. Besonders auffällig fand ich, das bei einem Wechsel der Königreiche auch ein Stimmungswechsel stattfindet. Dayins Schicksal ist besonders aufwühlend und emotional. Nicht nur das sein Vater ihn meidet, wird sein kleiner Bruder ihm gänzlich vorgezogen. Lange weiß Dayin nichts von der Prophezeiung und somit auch nicht den Grund warum sich alle von ihm abwenden.Er sucht lediglich die Liebe und Nähe zu seinem Vater doch die bleibt ihm verwehrt. Allein seine Mutter steht zu ihm und versucht die Lücke, die Dayins Vater aufwirft, zu schließen. Selbst nachdem der Junge schwört die Prophezeiung nie wahr werden zu lassen, ändert das nichts. Im Gegenteil wird es sogar immer schlimmer. Dabei möchte der Junge bloß akzeptiert und nicht wegen einer Prophezeiung so abgewiesen werden. In seinem Versuch zu beweisen das er kein Vatermörder ist, kommt es immer wieder zu temporeichen und spannenden Szenen. Im Gegensatz dazu empfand ich die Szenen aus Lumaar als sehr ruhig und seicht. Auch wenn hier die gleiche Problematik vorliegt, das der Vater seine Tochter zu meiden versucht, während sie sich nach seiner Zuneigung sehnt, wird dem Mädchen nicht so zugesetzt. Lilells Auftritte empfand ich oft als sehr detailliert und mitunter kleinlichst beschrieben. Dadurch zogen sich ihre Abschnitte oft in die Länge und dämpfen den Lesefluss. Bis auf das ich die Kapitel generell etwas zu lang gewählt finde, gefällt mir der Schreibstil wirklich gut. Vieles ist wunderbar beschrieben, sodass man sich Gwailor bildlich vorstellen und einfach abtauchen kann. An manchen Stellen gab es vielleicht ein paar zu viele Details wodurch es stellenweise etwas langatmig wurde. Aber insgesamt kann man sich von der Geschichte einfach mitreißen lassen. Fazit & Bewertung Band 1 der Gwailor-Chronik ist der fesselnde Auftakt einer Fantasy Geschichte, die nicht nur durch spannende und aufregende Szenen punktet, sondern vor allem auch mit einem aufwühlenden und heiklem Schicksal überzeugen kann. Die Figur Dayin lässt den Leser gänzlich mitleiden und zieht sämtliche Sympathie auf sich. Ich bin sehr gespannt wie er sich in der Fortsetzung entwickeln wird. 4****

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  • Aus dem Schatten heraus ins Licht treten und über sein eigenes Schicksal mächtig sein

    Die Gwailor-Chronik (1): Im Schatten der Prophezeiung

    JilAimee

    25. January 2015 um 23:35

    (ACHTUNG: Diese Rezension hält kurze Anmerkungen zum zweiten Teil, spoilert aber nicht in diese Richtung)! Zu Beginn des ersten Teils der Gwailor-Chronik erfährt der Leser, wie es zu der Aufteilung des einstigen Reiches Gwailor in die zwei Königreiche Tarell und Lumaar kommt. Vor einigen Generationen wurde dem damaligen Herrscher Gwailors ‚Judenor Gordenai‘ von seiner Gemahlin das Geschenk von Zwillingssöhnen gemacht. Da beide zur nahezu selben Zeit das Licht der Welt erblickten, wollte er keinem das Recht des Thronfolgers rauben und teilte sein Königreich friedvoll in zwei Herrschaftsgebiete auf, dass jeder Sohn eines davon führen möge. Dies geschah zwischen den Zwillingsbrüdern auch in friedliebender Art und Weise, doch schon die Enkel Judenors führten ihre Reiche in erbitterter Feindschaft und tiefem Streit zueinander, da ein jeder sich für den rechtmäßigen Erben und Gebieter über ganz Gwailor hielt. Der daraus entstandene Zorn wurde fedenhaft über Generationen weitervererbt, sodass zu Beginn der Geschichte des ersten Buches die beiden Königreiche sich feindlich gesinnt gegenüber stehen. Im Königreich Tarell sowie Lumaar kommt es zur selben Zeit zu Nachwuchs und während König Kronot Tarell durch die Geburt seines Sohnes Dayin und die Königstochter Lumaars auf eine friedliche Einigung der beiden Reiche in der Zukunft hofft, so ist König Rohn Lumaar über die Geburt einer Thronerbin mehr als nur enttäuscht. Für Rohn Lumaar zählen nur männliche Erben als wahre Thronfolger, da nur sie seiner Meinung nach die nötige Härte, taktisches Kalkül und Weitsicht in sich haben, um ein ganzes Land zu regieren. Da ihm aber ein männlicher Erbe versagt bleibt, versucht er seine Tochter Lilell durch hartes Waffentraining früh zu formen. Dies vermag ihm aber nicht zu gelingen, denn seine Tochter ist zart, weich und durch große Gutmütigkeit und Nächstenliebe gekennzeichnet. In seinem Hass gegenüber Tarell würde Rohn niemals einer Hochzeit und somit friedlichen Wiedervereinigung der beiden Völker gleichen Ursprungs zustimmen. Die Geschichte um die beiden Königskinder wird in sich abwechselnden Teilen erzählt, die sich zwangsläufig irgendwann verweben müssen. In Gwailor gibt es aber noch mehr Einfluss auf die Entwicklungen der Zukunft, als die Entscheidungen der Könige. In beiden Reichen ist es üblich, dass den Königskindern nach ihrer Geburt durch Berührung einer Seherin eine Prophezeiung über ihre Lebensrichtung ausgesprochen wird. Im guten, wie im schlechten Sinn. Seherinnen bestimmen das Machtbild der Zukunft unterbewusst. Dass die Seherinnen das Schicksal bzw. die Zukunft der Bewohner bezeichnen, gibt der Geschichte einen neuen Touch „Die Prophezeiung kann … sie kann alles verändern.“ So kommt es, dass dem gutherzigen Kronprinzen Dayin Tarell von der höfischen Seherin die schlimmste aller Weissagungen zuteilwird: Es heißt, er würde noch vor Erreichen des Krönungsalters von 25 seinen eigenen Vater hinterrücks ermorden und somit zum Königs- und Vatermörder werden. Diese dramatische Prophezeiung über ein noch unschuldiges Baby wird den Lebensweg des Prinzen von Tarell auf düstere Weise verzerren und brandmarkt ihn nach Bekanntgabe in beiden Reichen als Mörder, obgleich seine Eltern alles versuchen, ihn nie dazu werden zu lassen. Sein Vater lässt ihn aufgrund des Ratschlags seines höfischen Beraters Torelk Medell vom Waffentraining sowie nach Geburt des zweiten Sohnes Gerrent auch von der Thronfolge ausschließen. Durch das Bekanntwerden der Prophezeiung kommt es von Kindestagen an zu einem drastischen Mistrauen gegenüber Dayin und zu vermehrten Mordattentaten, die auf seinen Tod abzielen, damit er niemals der Mörder werden könne, den das gesamte Volk in ihm sieht. Sein Bruder Gerrent wird zur Thronfolge ausgebildet und von seinem Vater bevorzugt. Dayin muss in Folge auch sehr unter der Hetzerei und Tyrannei seines Bruders sowie dem Imstichlassen und Mistrauen seines Vaters leiden. Hätte er nicht seine Mutter und Großeltern, die ihn bedingungslos lieben und in ihm den gutherzigen und liebenswerten Jungen, der er ist, sehen, an seiner Seite, so würde er kaum das Erwachsenenalter erreichen. „Wenn nur nicht der traurige Ausdruck in ihren Augen gewesen wäre, der sie so gewiss begleitete, wie Schatten dem Licht folgte.“ (Zitat über Dayins Mutter als Zeichen der fast einzig Verbündeten) Als die Attentate auf sein Leben zunehmen, bekommt er in dem einzigen Gardisten Tarells, der nicht an die Prophezeiung glaubt, einen Leibwächter und Freund: Wendar Krenn. Aber ob ein Mann alleine genug ist, ihn vor den äußeren Angriffen einer ganzen Nation und dem Hass Tarells zu schützen und vor innerlichen Zerbrechen zu bewahren, wird sich im Verlauf der Geschichte zeigen. Wendar Krenn, der mit Leib, Leben und Seele für ihn einsteht ist auch mein Lieblingscharakter im gesamten ersten Teil. Nur eines vorab: Als Dayin über seine eigene negative Prophezeiung erfährt, beginnen die Dinge sich zu überschlagen. Eine Katastrophe folgt der nächsten und reißt sein ganzes vertrautes Umfeld, das sowieso nur aus nicht einmal einer Handvoll Menschen besteht, die keinen Mörder in ihm sehen, in den schieren Abgrund. Für Dayin beginnt eine düstere Zeit, die ihm jeden Lebensmut nimmt und jeder Lebensfreude versagt. Demütigungen, Anfeindungen und Zermürbung folgen Schlag auf Schlag für Dayins geschundene Seele. Der Tod scheint an ihm zu haften, auch wenn er sich selbst versucht, gegen die Prophezeiung zur Wehr zu setzen und seinen Vater als auch ganz Tarell verzweifelt davon überzeugen möchte, dass er ein guter Mensch ist. Der Kronprinzessin von Lumaar, Lilell, hingegen wird zu ihrer Geburt vorhergesagt, dass sie eine gütige Königin wird, der von ihrem Volk nichts als Liebe und Dankbarkeit entgegen getragen werden würde. So gut sich diese Worte anhören, so schlimm werden sie durch ihren Vater für Lilell werden. Denn dieser versucht mit aller Macht einen gewaltvollen Weg zu finden, sich die Herrschaft beider Reiche anzueignen und Lilell dem hingehend zu formen. Dafür begegnet er ihr mit Härte und Eisernheit und ohne Liebe. Egal, was Lilell in ihrer Kindheit und Jugend auch tut, selbst, als sie eigens die Gabe einer Seherin zeigt, für ihren Vater ist sie nie gut genug. Und längst keines Thrones würdig. Dies lässt er sie stets spüren und sein Hass und Zorn gegenüber ihrem Geschlecht versucht sie über die Jahre zu zermürben. Nur durch ihre liebvolle Mutter, die ihr den Weg fernab vom Hofe in das Dorf der Seherinnen zur Schulung ihrer Fähigkeiten ermöglicht, kann sie ihre Herzlichkeit behalten, ohne an dem nicht vorhandenen Stolz ihres Vaters in Bezug auf ihre Person zu zerbrechen. Aber auch im Dorf der Seherinnen scheint sie über die Jahre keinen wirklichen Erfolg zu erleben und hätte sie dort nicht ihre treue Freundin Gwaina gefunden, die ihr trotz ihrer königlichen Position die beste Gefährtin wird, so wäre sie vielleicht der Einsamkeit und Schuldgefühlen des Versagens erlegen. Neben der loyalen, mutigen und klugen Gwaina, die selbst eine hervorragende Seherin wird, hat Lilell stets in ihrem Leibwächter eine Person, der sie in der schweren Zeit vollstes Vertrauen schenken kann. Generell scheinen die Leibwächter in dieser Geschichte eine wichtige und ehrliche Rolle einzunehmen und den Leib ihres Schützlings auch gegenüber dem jeweiligen König zu verteidigen. Eines Tages erfährt Lilell, dass ihr auch die Gabe einer Heilerin innewohnt. Sie hat die Fähigkeit, das Leben der Menschen von Verletzungen und Krankheiten zu heilen und es zu erhalten. Eine Gabe, die sie wirklich beherrscht und die sie von innen heraus mit größter Wärme und Selbstvertrauen erfüllt. Sie darf an den Hof Grentnor von Lumaar zurückkehren, doch ihr Vater sieht wieder nur eine Enttäuschung in ihr. Er zweifelt daran, ob es wirklich möglich ist, dass eine Person sowohl die Gabe des Sehens als auch des Heilens in sich haben kann und unterzieht sie einer harten Prüfung, die seine Verachtung ihr gegenüber unterstreicht. -          Ob sie diese Prüfung bestehen wird und welchen grausamen der König Lumaars seiner Tochter entgegentritt, lohnt es sich durch Lesen des Buches selbst zu erfahren. -          Ebenso gilt es auch die Frage zu beantworten, ob es zu einem brutalen Krieg der beiden Völker kommen wird oder sich König Kronots Wunsch zu einer friedvollen Einigung doch noch erreichen lässt. -          Wird Prinz Dayin seinem Vater und der Welt beweisen können, dass er kein Mörder ist oder wird er selbst an den Folgen der dunklen Prophezeiung zugrunde gehen und welche weiteren Opfer wird diese fordern? -          An welcher Stelle im Verlauf dieser Geschichte kommt es zu einer Verwebung der Lebenswege Dayins und Lilells und wird es ihr vielleicht sogar als Heilerin möglich sein, seine geschundene Seele zu heilen? -          Oder ist es den Heilerinnen nur möglich, den Körper nicht aber das Ich zu erhalten? -          Welche grausame Rolle wird Tarells Thronerbe Prinz Gerrent in dieser Geschichte noch einnehmen und wie passen die von allen so hoch geachteten Seherinnen in dieses Bild und was sind die Grenzen und Möglichkeiten ihrer Gabe? è Lest und erfahrt es selbst!!! Mehr werde ich zum Inhalt nicht verraten, ich kann euch nur empfehlen, beide Bücher selbst zu lesen. Wenn in Buch 1 das Heranwachsen und die Hintergründe der beiden (Lilell und Dayin) sowie die Wege der Königreiche veranschaulicht werden, so erwartet Euch in Buch 2 ein spannender Kampf auf Leben und Tod, Ehre und Verachtung, Mut und Angst, Selbstlosigkeit und Versagen, Hoffnung und Untergang. Mehr wird nicht gespoilert. Lest selbst!!! Die liebe Susanne hat mit den Gwailor-Chroniken ein fantastisches Epos geschaffen und in solch einer Detailtreue gezeichnet, dass es einen packt und lange nicht mehr loslässt. Während ‚ Im Schatten der Prophezeiung‘ ein herausragender Auftakt eines einmaligen Leseabenteuers ist, so liefert ‚Schicksalspfade‘ einen mehr als würdigen Fortgang und Abschluss der Geschichte und führt Wege zusammen. In beiden Teilen wird mit einem gekonnten Perspektivenwechsel zwischen den Königreichen dem Leser ein breites Bild um Gwailor vermittelt und in ein mittelalterliches Gewand gewoben. Dies wird auch durch eine entsprechend zeitgemäße Begriffsverwendung mit Authentizität im Ganzen belohnt. Susanne hat eine sehr durchdachte Welt mit außergewöhnlicher, passender Namensgebung der Charaktere und Schauplätze (man kann es sich auf einer Karte gezeichnet genauso vorstellen) erschaffen und dabei Stil treu, geografisch und malerisch ausgereift und umfassend die Kulisse des Geschehens gestaltet. Sie verwendet stets farbenreiche und bildhafte Beschreibungen, die mit der jeweiligen Szenerie und Charakter-Stimmung im Einklang stehen. „Sein Frösteln wurde heftiger, und sein Blick verlor sich in der Ferne, im düsteren, toten Grau des Horizonts, wo sich gewaltige Wolkenberge finster und bedrohlich wie die Grabsteine gefallener Riesen über die Wipfel der Bäume und die flachen Hügel schoben und die Welt in schattendunkles Zwielicht tauchten.“ „Tau glitzerte unter den Strahlen der aufgehenden Sonne an Büschen und auf Grashalmen, verwandelte Spinnennetze in filigrane Kunstwerke aus Kristall und Blumen in zerbrechliche Glasskulpturen.“ Abschließend lässt sich sagen, es ist ein überaus gelungenes Epos der Fantasy, das durch den Hauch von Mittelalter einen echten Touch und Greifbarkeit vermittelt. Die Charaktere sind tiefgründig und wirken absolut rund. Man kann sich in sie hineinversetzen und ihre Gedanken- und Handlungsgänge sehr gut mitfühlen. Beide Teile sind mittellang und lassen sich angenehm lesen. Man hat das Geschehen bildhaft stets vor Augen und denkt auch nach dem Lesen lange über das ‚Erlebte‘ nach. Meine einzigen Kritikpunkte sind, dass ich die persönliche Anrede der Königskinder an ihre Eltern zu der Zeit in der es spielt etwas befremdlich finde und mir die Cover-Bilder einen sehr harten und düsteren Eindruck vermitteln. Dieser wird, wenn man die Geschichte um Dayin kennt, wieder verständlich, da durch die Cover Düsterkeit, Schrecken und Schmerz vermittelt wird. Im ersten Teil mochte ich besonders, wie zwischen den beiden Königreichen perspektivisch hin und her gesprungen wurde. Dies wurde auch jeweils vor den Kapiteln entsprechend angekündigt, was mir sehr gefallen hat. Im zweiten Teil, ist das etwas anders gestaltet, was aber daran liegt, dass sich die beiden Lebenspfade der Hauptcharaktere kreuzen. Alles in allem finde ich, dass die Erzählung um die beiden viele Höhepunkte und Schicksalsschläge erlebt, die man mitfühlt. Dies macht die Geschichte so packend, dass man sie nicht aus der Hand legen kann. Auch vermittelt sie einem den guten Rat, stets selbst für seinen Lebensweg Verantwortung zu übernehmen und sich nicht vor(weg)bestimmen zu lassen. Es zeigt auch, dass die Mitmenschen sich nicht von vorgefertigten Meinungen, sondern einem persönliche Bild, leiten lassen sollen. Sie vermittelt Vertrauen in sich selbst, wie steinig der eigene Weg auch sein mag. „Trotz der Prophezeiung war sie sich sicher, dass er ein warmherziger und liebenswerter Mensch war. Er kannte den Wert eines einzelnen Lebewesens und schätzte das Leben an sich, so wie sie es als Heilerin ebenfalls empfand.“ In Bezug auf die Geschichte bedeutet das, dass man die einzelnen Leben nicht durch eine Prophezeiung auf fatale Weise verzerren und in nicht immer positive Richtungen lenken lassen sollte, sondern stets für sich, seine Kinder und Mitmenschen respektvoll und ehrlich einstehen muss. Liebe Susanne, vielen Dank für diese wundervolle Geschichte. Meine Leseempfehlung an alle die Fantasy-Geschichten mögen, die auch der Realität in manchen Zügen nicht fremd sind. --Jil Aimée

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  • ~*~ Die Gwailor-Chronik 1 ~*~

    Die Gwailor-Chronik (1): Im Schatten der Prophezeiung

    mydanni

    19. January 2015 um 17:28

    Klappentext Dayin, dem Sohn des Königs von Tarell, wird bei seiner Geburt eine schreckliche Prophezeiung gemacht: Sein eigener Vater soll durch seine Hand den Tod finden, heimtückisch ermordet, um den Thron des Landes an sich zu reißen. Doch wie kann es geschehen, dass aus einem zarten, mitfühlenden Kind ein kaltblütiger Mörder wird? Dayin weiß, dass er nur eine Chance hat, sich von dem düsteren Schatten zu befreien, der sein Leben bestimmt. Er muss beweisen, dass er die furchtbare Bluttat, die ihm prophezeit wurde, unter keinen Umständen Wirklichkeit werden lassen wird. Doch schon bald muss er erkennen, dass das Schicksal ein Gegenspieler ist, der sich nicht leicht geschlagen gibt. Quelle: amazon Bewertung Die liebe Susanne hatte mich über die Seite rezi-suche.de angeschrieben und hatte gefragt, ob ich nicht Lust hätte ihre Bücher zu lesen. Ich habe mir den Klappentext angeschaut und es gefiel mir, was da geschrieben war. Doch dann gab mein Kindle den Geist auf, warum auch immer, und ich musste mir einen neuen Reader zu legen. Liebe Susanne, bitte entschuldige, dass es doch etwas länger gedauert hatte. Nun aber zu dem Buch. Anfangs hatte ich mich etwas schwer getan in die Geschichte rein zu kommen, doch ab ca. Seite 20 war das komplett verflogen und ich klebte nur noch an den Worten, weil ich zu neugierig war, wie es weiter geht. In diesem Teil werden zwei Geschichte erzählt. Von Prinz Dayin aus Tarell und Prinzessin Lilell aus Lumaar. Beide wurden ungefähr zur gleichen Zeit geboren. Nur das der Vater von Lilell mehr als enttäuscht war. Er wollte einen Sohn, denn nur ein Sohn konnte ein würdiger neuer König werden, Doch das Schicksal meinte es nicht gut mit ihm, nach dem sein 2. Kind, ein Junge, kurz nach der Geburt starb, konnte seine Frau keine Kinder mehr bekommen und so blieb es dabei, dass Lilell die Thronfolgerin war. Prinz Dayin - Sobald ein Kind im Kreis der Könige geboren wird, ist es üblich, dass die Oberseherin das Kind berührte um eine Prophezeiung auszusprechen. Doch die Prophezeiung für Dayin, war eine der schlimmsten die man hätte aussprechen können. Die Oberseherin sah, wie Prinz Dayin seinen Vater töten würde. So wurde der Prinz als Mörder abgetan und seinem Vater Kronot lag nur noch eins am Herz, ein zweites Kind musste gezeugt werden und so geschah es, dass er wieder Vater eines Sohnes wurde. Prinz Dayin wurde somit von der Thronfolge ausgeschlossen, statt dessen würde sein Bruder Prinz Gerrent den Thron besteigen. Prinz Dayin wurde alles untersagt, was dazu beitragen könnte, den König zu töten. So wurde er unter anderem vom Kampfunterricht ausgeschlossen. Doch was scheinbar in Vergessenheit geriet: Je älter Prinz Dayin wurde, desto größer wurde die Gefahr, dass man ihn töten wollte, damit dem König nichts passieren konnte. Nur Eine stand zu 100% hinter ihm, seine Mutter. Prinzessin Lilell - Ihr Vater war mehr als enttäuscht, dass er nur ein Kind haben würde und dazu noch eine Tochter. Das Schlimmste was ihm als König passieren konnte, das es eine zukünftige Königin geben würde. Nur Männer waren die wahren Könige und hatten genug Rückgrat um ein Volk zu führen. Genau dieses ließ er seine Tochter immer wieder spüren und Prinzessin Lilell litt wahnsinnig unter seiner Ablehnung. Diese Ablehnung spürte sie noch mehr, als sie im Kampfunterricht versagte und als Seherin fiel sie auch mit ihren schlechten Leistungen auf. Als bekannt wurde, dass sie jedoch eine sehr gute Heilerin sei, und das schon in jungen Jahren, gewann sie an Selbstbewusstsein und konnte sich nun ihrem Vater mit gutem Gewissen in den Weg stellen. Ihr Vater konnte nichts viel ausrichten, denn das Volk sah jetzt schon zu Prinzessin Lilell auf. Auch wenn ich bei den ersten Seiten nicht gleich in die Geschichte rein kam, wobei es überaus interessant geschrieben wurde, ist dieses Buch einfach klasse. Wir lesen erst was über die Geschichte von Tarell und Lumaar, wie es zu der Trennung kam, denn eigentlich nennt sich das Ganze Gwailor. Ich finde diese Information sehr wichtig, denn im Laufe der Geschichte könnten sonst wirklich Lücken auftauchen. Was mir auch sehr positiv aufgefallen war, dass die Charaktere von Dayin und Lilell sehr detailliert, jedoch aber nicht langweilig beschrieben wurden. Dayin ist ein liebenswürdiger Junge, der wahnsinnig unter der Prophezeiung litt. Denn alle waren fest davon überzeugt, dass er ein Vatermörder sei. Das ganze Volk, sein Vater und sein kleiner Bruder ließen ihn das Tag für Tag spüren. Nur seine Mutter Vailia hielt wie ein Fels zu ihm und gab ihm all seine Liebe. Wenn er sie nicht hätte, wäre er schon lange ein gebrochener Mensch. Lilell ist ein wunderbares Mädchen, nett, stets freundlich zu dein Angestellten und hatte für jeden und alles ein Lächeln auf den Lippen. Doch ihr Vater machte ihr das Leben schwer, doch sie versuchte es zu ertragen, denn sie konnte niemals das Kind sein, was er sich gewünscht hatte, denn sie war eben kein Junge. Danach wird die Geschichte in 2 Teil weiter geschrieben, einmal die Geschichte um Prinz Dayin und dann die Geschichte um Lilell. Im laufe des Buches, habe ich einen Verdacht gehegt, wie die beiden Geschichten noch zusammen finden könnten, aber das müsst ihr selber lesen. Ich jedenfalls freue mich schon auf den zweiten Teil, denn die ganze Story konnte mich einfangen und ich bin wirklich gespannt, wie es mit den Beiden weiter geht. Fazit Ein gelungener Start in eine Buchreihe. Auch wenn es für mich ein etwas holpriger Start war, gebe ich diesem Buch die volle Punktzahl, denn sehr schnell konnte mich Susanne Gavénis in den Bann ziehen. Ich kann euch dieses Buch wärmstens ans Herz legen.

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  • Die Gwailor Chronik (1) - Im Schatten der Prophezeiung

    Die Gwailor-Chronik (1): Im Schatten der Prophezeiung

    Melody80

    01. January 2015 um 16:24

    Einst wurde das Köngreich Gwailor durch einen Krieg in 2 Teile gespalten: Das Köngreich Lumaar, regiert von König Rohn, der sich nichts sehnlicher, als einen männlichen Thronfolger wünscht und das Königreich Tarell, beherrscht von König Kronot. Dort feiert man die Geburt des Prinzen und zukünftigen Thronfolgers, Prinz Dayin. Wie in beiden Königreichen üblich, wird die Zukunft, der Lebensweg eines Menschen durch eine sogenannte Seherin prophezeit. Seherinnen sind imstande, aus den "Essenzen" eines Individuums, die Zukunft vorherzusagen. Die Prophezeiungen sind natürlich nicht immer positiv. So sagt doch Seherin Lyssil Maget dem kleinen Prinzen vorraus, er werde alsbald im jungen Erwachsenenalter seinen Vater, König Kronot ermorden!   Im Laufe der Jahre beginnt das Mißtrauen gegenüber dem Prinzen in Tarell zu wachsen. Immer mehr Hass wird dem Prinzen entgegen geworfen und bald muss Prinz Dayin um sein Leben fürchten... .   Natürlich erfährt auch das Königreich Lumaar von der Prophezeiung und König Rohn sieht seine Chance gekommen, das Königreich Tarell gewaltsam zu erobern und Gwailor wieder zu vereinen! Doch ist die Prophezeiung wirklich endgültig?   Das 1. Buch der Gwailor-Chronik " Im Schatten der Prophezeiung" von Susanne Gavénis hat mir sehr gut gefallen. Es ist ein spannender, teils düsterer Roman im Mittelalter-Stil der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat! Die Charaktere waren sehr detailliert beschrieben und den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm. Die Geschichte springt zwar zwischen den Königreichen hin und her, jedoch konnte ich der Handlung immer sehr gut folgen. Schon der Anfang hatte mich gepackt: Ist die Prophezeiung unausweichlich oder kann man vielleicht doch noch etwas daran ändern? Am Ende des Buches wird natürlich nicht die ganze Geschichte aufgelöst, manche Fragen bleiben offen,zur Auflösung dient der 2. Band "Schicksalspfade", den ich momanten noch lese. Alles in allem, ist  "Im Schatten der Prophezeiung ein gut geschriebener spannender Roman, der Lust auf mehr macht!

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