Susanne Gavénis Die Gwailor-Chronik (2): Schicksalspfade

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Inhaltsangabe zu „Die Gwailor-Chronik (2): Schicksalspfade“ von Susanne Gavénis

Der Augenblick der Wahrheit rückt unaufhaltsam näher. Dayin, mittlerweile zum jungen Mann herangewachsen, versucht noch immer verzweifelt zu beweisen, dass er kein Mörder ist. Doch das Netz aus Intrige und Verrat zieht sich immer enger um ihn zusammen und mächtige Feinde setzen alles daran, die grausame Prophezeiung Wirklichkeit werden zu lassen. Schließlich muss Dayin erkennen, dass sein Scheitern nicht nur für ihn selbst, sondern auch für die beiden Königreiche Gwailors den Untergang bedeuten würde.

"Schicksalspfade" ergänzt die "Gwailor-Chronik" um einen faszinierenden zweien Teil voller Abenteuer, Gefühle und Spannung!

— wordworld

Eine fesselnde Fortsetzung mit der einen oder anderen Überraschung...

— KristinSchoellkopf

Ich kann diese Reihe jeden Fantasyfan nur als Herz legen. Sie ist spannend und sehr komplex.

— Sabrina80

Ein unvorhersehbares Lesevergnügen!

— Saruja

Voller Emotionen, überraschenden Wendungen und gelungenen magischen Momenten findet diese Chronik ihr Ende. Leseempfehlung !!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Eine wirklich spannende Geschichte voller Intrigen und kurioser Machenschaften um eine schicksalhafte Prophezeiung.

— janina_schulz

würdiger Abschluss eines tollen Epos

— JilAimee

Ganz ganz toll geschrieben, genauso schön wie der 1. Teil! Spannend bis zum Ende!

— Melody80

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  • Wie viele Menschen willst du noch für dich sterben lassen?

    Die Gwailor-Chronik (2): Schicksalspfade

    wordworld

    30. September 2016 um 20:32

    Allgemeines: Titel: Die Gwailor-Chronik - SchicksalspfadeAutor: Susanne GavénisGenre: FantasyASIN: B019ZVX6XWPreis: 6,99€ (Kindle-Edition)Weitere Bände: "Die Gwailor Chronik - Im Schatten der Prophezeiung"   Inhalt: "Er blickte nicht zurück, und er nahm keine Waffen mit sich. Dort, wo er hinging, würde er kein Schwert benötigen. Er besaß weder ein Ziel noch eine Zukunft. Nur eins war nun noch von Bedeutung: Es sollte nie wieder Menschen durch ihn ihr Leben verlieren!" Der Augenblick der Wahrheit rückt unaufhaltsam näher. Dayin, mittlerweile zum jungen Mann herangewachsen, versucht noch immer verzweifelt zu beweisen, dass er kein Mörder ist. Doch das Netz aus Intrige und Verrat zieht sich immer enger um ihn zusammen und mächtige Feinde setzen alles daran, die grausame Prophezeiung Wirklichkeit werden zu lassen.Schließlich muss Dayin erkennen, dass sein Scheitern nicht nur für ihn selbst, sondern auch für die beiden Königreiche Gwailors den Untergang bedeuten würde.    Bewertung: DISCLAIMER: Da dies der zweite Band einer Dilogie ist, können mögliche Spoiler über den ersten Teil nicht ausgeschlossen werden! Kaum hatte ich die letzten Zeilen von "Die Gwailor Chronik - Im Schatten der Prophezeiung" zu Ende gelesen, musste ich schon diesen nächsten und letzten Teil beginnen. Obwohl die Story nicht wirklich mit einem Cliffhanger endet, bin ich von dieser Reihe komplett eingenommen, sodass ich auch dieses Buch innerhalb wenigen Stunden beenden konnte. "Bisher war sein Leben stets von der Prophezeiung und von den Menschen, die auf sie reagiert hatten, vorgezeichnet worden. Heute tat er zum ersten Mal etwas aus sich selbst heraus, und es fühlte sich gut an, auch wenn es bedeutete, dass er alles aufgab, was ihm am Herzen lag. Viel war das allerdings nicht, nur ein Leben, in dem es weitaus mehr Feinde als Freunde gab..." Wie auch schon beim ersten Teil ist das Cover sehr atmosphärisch und im übertragenen Sinne zu verstehen. Man sieht die selbe ganz in Schwarz gerüstete Gestalt, dieses Mal auf einem kunstvoll gestalteten Thron sitzen. Ganz in dunklen Grau-Tönen ist dieses Bild gehalten, bloß der gelbe Titel sticht hervor, sowie die glühenden Augen des Wesens, welche einen anzustarren scheinen. Dieselbe dramatische, düster drückende Wirkung, nimmt einen beim Ansehen gefangen und spiegelt somit die Grundstimmung und Atmosphäre perfekt wider. Nur am Klapptext muss ich wieder "herummeckern", da Lilell wieder mit keinem Wort erwähnt wird,  obwohl sie Dayin in diesem Teil gleichberechtigt gegenübersteht. Die Titel der beiden Bücher passen perfekt, spiegeln das jeweilige Grundthema klar wieder. "Die Sonne stand im Zenit und brannte heiß vom tiefblauen Himmel herab, als Wender Dayin zum Strand Shinnors begleitete." Mit diesem Satz beginnt das Finale der kurzen Reihe von Susanne Gavénis, direkt unter der Kapitelüberschrift "Das rastlose Herz", was auf Dayin super passt, wird man in die Ausgangssituation eingeführt, in der man die Charaktere zurückgelassen hat. Anders als im ersten Teil, bei welchem immer in größeren Abschnitten zusammengefasst von einem Königreich zum anderen gewechselt wurde, springen die Perspektiven zwischen Lilell und Dayin nun handlungsabhängig. Während Dayin also noch immer bei seinen Großeltern auf Shinnor im Exil verweilen muss, versucht Lilell indessen mit einem neuen Problem fertig zu werden: Ihr Vater, König Rohn von Lumaar, hat es sich in den Kopf gesetzt, sie mit einem der Herzogssöhne zu vermählen. Mit all ihrer Kraft wehrt sie sich dagegen und ahnt nicht, welche anderen Grausamkeiten ihr Vater noch plant... Als Dayin seine Chance sieht, sich endlich beweisen zu können, macht er sich auf den Weg zurück nach Treffnor. Von Heimweh geplagt muss er dort allerdings erkennen, dass ihn in den Jahren seiner Abwesenheit niemand vergessen hat... und die Prophezeiung immer noch unheilvoll über ihm schwebt und das Leben zur Hölle macht. Als er dann einen dummen Entschluss trifft, gerät er in Gefangenschaft des Königreich Lumaars und trifft zum ersten Mal auf Lilell... "Er selbst, Beilar und die Seherin Shinnors waren als Schutz nicht ausreichend, wenn ein fanatischer Mörder nur entschlossen genug versuchen sollte, Dayin zu töten und der Prinz wusste es. Wendar sah es an seinem Gesichtsausdruck der stets eine Mischung aus Verwunderung und Angst zeigte: Verwunderung, weil er bislang überlebt hatte, und Angst, weil ich den Tod in jeder Sekunde ereilen konnte..." Dayin, den ich immer noch als Hauptperson des Buches sehe, ist älter, stärker und reifer geworden. 20 Jahre ist er alt, dennoch hat er die Schatten der Prophezeiung keineswegs hinter sich gelassen, sie kommen erst in vollem Ausmaße auf ihn zu. Sehr faszinierend überwindet er jeden schweren Rückschlag und gemeine Finte des Schicksals immer wieder, stoisch mit viel Willenskraft, immer mit einem Bein über dem Abgrund schwebend. Der Tod scheint wirklich an ihm zu haften, so gehen alle, die ihm nahe stehen nacheinander zu Grunde. Bedrücket müssen wir ihm durch die schwere Zeiten folgen und wieder hatte ich oft das Bedürfnis ihn einfach in den Arm zu nehmen und zu versichern, dass alles gut werden würde. Innerhalb des Buches entwickelt er sich enorm weiter. Wenn vorher vor allem tiefer Schmerz, zitternde Unsicherheit, enorme Selbstzweifel und auch Großteils Angst - Angst vor einem Anschlag, vor der dunklen Seite in sich Selbst, der Zukunft, seinem Bruder, Angst vor fast allem - beginnt sein Charakter davon losgelöst bunter und vielseitiger zu werden. Es ist, als würde man ihn erst richtig kennenlernen. Nicht zuletzt Lilells sanftmütiger und aufmunternder Einfluss hat ihm dabei geholfen. Doch noch immer trägt er tiefe Narben in seiner Seele und droht immer wieder aufs Neue zu zerbrechen. Kann die junge Heilerin den Schmerz in seinem Herzen heilen? "Wie viele Menschen willst du noch für dich sterben lassen? Niemanden - er wollte niemanden für sich sterben lassen, aber wie konnte er es verhindern? Gerrent bemaß ihn mit einem drohenden blick und wandte sich zum gehen. "Denk an meine Worte!"Das tat er. Vermutlich würde er sie nie wieder vergessen..." Sie tritt immer mehr in den Vordergrund und wird stärker, selbstständiger und auch königlicher gezeichnet. Auch sie ist 20 Jahre alt und somit nur noch 5 Jahre von ihrer Krönung zur Königin Lumaars entfernt. Ihre Wärme und Ausgeglichenheit lässt sie all ihren Mitmenschen zukommen und erscheint in ihren Handlungen grenzenlos mitleidvoll und gütig. Ihre Fähigkeit zu heilen wächst immer mehr zu ihr und rettet bald wie selbstverständlich auch "niederes" Menschenleben, was ihren Vater sehr entzürnt. Trotz ihres sanften Charakters sehen wir aber auch immer mehr von ihrem Temperament, welches es dem König nicht leicht macht, sie zu beeinflussen. Sie lehnt sich immer wieder in wichtigen Moral-Angelegenheiten gegen ihn auf und zeigt dabei korrekte Wertvorstellungen und viel Mut. Man merkt ihr an, dass sie später einmal eine tolle Königin werden würde. Auch sie entwickelt sich mit dem Wissen, welches sie erhält und - verliebt sich in Dayin! Das war natürlich irgendwie klar gewesen, webte sich aber sehr süß und passend in die Handlung ein. "Ein einziges Leben war wichtiger als alle Macht der Welt. Das hatte ihr Vater nie begriffen." Neben den beiden rückten noch zwei andere Personen in den zentralen Mittelpunkt des Geschehens: Lilells beste Freundin und persönliche Seherin Gwaina und Wendars Bruder Beilar, der sich zum Gerechtigkeitskämpfer und Beschützer Dayins hervor arbeitet. Beide stehen ihren Freunden standfest zur Seite, als niemand sonst mehr es vermag. Die lebensfrohe und stets loyale Gwaina zeigt dabei erstaunliche Fähigkeiten, auch was Taktik anbelangt, Beilar zeichnet sich durch Stärke, Ideenreichtum und Vertrauen aus. Auch Fiéla, Lilells verständnisvolle sanftmütige Mutter und der grausame neue Waffenmeister Lumaars Anomot Trebent spielen eine größere Rolle. So wie neue Charakter hinzukommen, müssen wir uns von alten verabschieden. Geradezu massenweise lässt Susanne Gavénis sie sterben. Sehr berührend sind nicht nur ihre Tode sondern auch die Reaktionen darauf. Die Autorin scheint neben einem Faible an seltsamen Namen, aufopferungsvollen Leibwächter und viel Schmerz, auch einer Vorliebe für tragische Abschiede zu haben. ;-) "Ach Mutter", seufzte er.Sie sah, still lächelnd, von dem Bild auf ihn herab. Ihm wurde weg und gleichzeitig warm ums Herz." Gerrent tritt als "der Böse" schlechthin auf, herzlos, machtgierig, brutal, all das veranlasste mich, ihn recht schnell zu hassen. Auch Rohn, König von Lumaar wird immer verabscheuungswürdiger in Taten und Gedanken. Mit finsteren Plänen versucht er, die alleinige Macht über Gwalior zu erlangen und dafür ein krieg anzuzetteln. Beide Reiche machen unseren Hauptpersonen das Leben unnötig schwer und treten den Frieden Gwailors mit Füßen. Doch bald muss man erkennen, dass beide nur bedeutungslose und jämmerliche Marionetten in der Hand der wirklichen Scheusale sind. Viele rauchende Köpfe, unnötige Irrwege, Fehler und sogar das Leben von Freunden kostet es um herauszufinden, wer hinter allem Übel steckt. Ich sage euch: Das Lesen lohnt sich! "Tarell", flüsterte Rohn triumphierend, als er wieder einmal aus dem Fenster starrte. Das Nachbarland besaß Zuviel von dem, was Lumaar zustand, und er hatte die Absicht, Kronot nachdrücklich daran zu erinnern..." Es wird also nicht mehr Dayins und Lilells Entwicklung in den Fokus gerückt, sondern hauptsächlich deren Handlungen und Zukunft Gwailors. Dieser zweite Teil ist viel handlungsintensiver, blutiger und epischer. Natürlich gibt es die ein oder andere Kampfszene, doch das ist nicht das, was ich meine. Wirklich entscheidenden sind die überstürzten Fluchten, Einblicke in irre, abscheuliche Pläne der Gegner, das schrille Hin- und Her zwischen den beiden Königreichen, die sich im Stakkato gegeneinander auszuspielen versuchen und nicht zuletzt ein taktisch gewiefter Plan. Selbst die triviale "Action" wirkt in diesem Buch geistreich und scharfsinnig hintergründig. Durch geschickte Wendungen, undurchsichtige Andeutungen und unkonstruierte Szenen konnte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen. Mehr als einmal habe ich mit dem Gedanken geliebäugelt, Seherin zu spielen und einen Blick auf das Ende werfend festzustellen, dass wirklich alles gut werden kann. "Jetzt konnte Lilell heimkehren. Rohn konnte sie nicht mehr zu dem machen, was er selbst gewesen war: ein herzloses Wesen, das in seinem Neid und seiner Gier nach macht schon lange vergessen hatte, was es hieß zu lieben. Vielleicht hatte er es auch nie gewusst." Zum Schreibstil will ich hier gar nicht mehr viel sagen. Wie auch schon im vorangestellten Band und in "Shai´lanhal" schwingt sich Susanne Gavénis zum Wortakrobaten herauf, welcher durch präzise und doch kunstvolle Beschreibungen eine lebendige und mittelalterlich angehauchte Welt aus den Tiefen der Seiten erhebt. Gwailor mit seinen unterschiedlichen Gesichtern, Formen und Farben ist detailverliebt herausgearbeitet und unterstreicht somit die Authentizität und Symbolkraft des Geschehenen. In verschnörkelten und doch verständlichen Sätzen trifft sie genau den Punkt und vermeidet unnötige Längen. So malerisch umrahmt auch alles wirken mag, Gedanken, Gefühle werden trotzdem bodenständig und greifbar vermittelt, was die Wirkung des Gesamtbildes abrundet. Wie in jedem guten Final-Roman, werden alle Rätsel langsam aufgelöst, Geheimnisse und Intrigen kommen ans Licht, Verbindungen, die man niemals erwartet hätte, bis alles auf einen spektakulären Schluss zusteuert. Sehr wendungsreich und auch qualvoll nervenaufreibend gelingt es der Autorin die Spannung bis zum Schluss aufrecht zu erhalten, sodass ich bis zur letzten Seite nicht genau wusste, wie es ausgeht. Es blieb mir nur die Zeit nach einer Enthüllung den Kopf zu schütteln und mich zu schelten, warum mir das nicht früher eingefallen war. "Du bist kein Mörder", wiederholte Lilell noch einmal sanft. Und da begriff Dayin endgültig (...)Der Gedanke an die vielen Jahre sinnlosen Leids, zerstörter Träume und grausamen Mordens war beinahe mehr, als er ertragen konnte. (...) All der Schmerz, der sich in den zwanzig Jahren seines Lebens in sich angesammelt hatte, brach aus ihm hervor wie eine schwarze Woge und riss ihn mit sich fort." Trotz das die Handlung mehr in den Mittelpunkt rückt, spielen die Emotionen der Charaktere die Hauptrollen. Ich meine dabei weniger bloß Liebe, sondern die Emotionen und Gefühle, die die Hauptfiguren durchleben und damit an mich als Leser transportieren. Die volle Bandbreite wird abgearbeitet und dermaßen authentisch vermittelt,  dass ich selbst diese Emotionen selbst gespürt habe und sehr nah am Geschehen war. Ich habe mit Dayin, Lillel und den anderen gelitten, gezittert, gebangt und gehofft, abenteuerliche Reisen unternommen und das Königreich Gwailor mit allen Mitteln zu retten versucht.Die transparenten Einblicke in Gefühls- und Gedankenwelt, immer perfekt mit dem Kontext verwoben, machen die ca. 500 Seiten zu einem sehr intensiven und persönlichen Leseerlebnis. Das Ende schließt befriedigend in einem sehr schönen Epilog - alle Hauptpersonen sowie Gwailor selbst bekommen ihr verdientes Happy-End. Zwar passt ausnahmsweise so viel Glück und gar nicht so recht zu den Büchern, doch nach der ganzen schmerzhaften Tortur haben wir Leser uns definitiv ein " Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute... - Ende" verdient! "Dayin wusste nicht, ob sie ihr Versprechen je würde einlösen können, doch er sah ihr an, dass sie es ernst meinte. Es blieb nur noch eins zu sagen."Danke!" Ja und jetzt, am Ende der Reihe um Dayin Tarell und Lilell Lumaar bleibt auch für mich nur noch eins zu sagen: Vielen vielen Dank an die Autorin Susanne Gavénis, die mir ermöglicht hat, in diese unglaubliche Geschichte einzutauchen!!! Fazit: Intensiv, ohne aufdringlich zu sein; Actionreich ohne banal blutig zu werden; Emotional ohne der Spannung zu schaden und sprachlich absolut überragend - "Schicksalspfade" ergänzt die "Gwailor-Chronik" um einen faszinierenden zweien Teil voller Abenteuer, Gefühle und Spannung!  Schaut doch mal auf meinem Blog vorbei: www.w0rdw0rld.blogspot.com

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  • Gwailor wird jeden Fantasy-Fan packen!

    Die Gwailor-Chronik (2): Schicksalspfade

    KristinSchoellkopf

    01. June 2016 um 19:06

    Meine Güte, ich bin schon wieder bei einem Roman von Susanne gelandet und das nachdem ich gestern den ersten Band rezensiert habe. Naja, was soll ich sagen? Meine Nacht war kurz und ich konnte das Buch bis um 3 Uhr morgens nicht aus der Hand legen. Ich möchte mich nochmals sehr herzlich für das Rezensionsexemplar bedanken!Das Cover des Romans passt sehr gut zur Stimmung und macht jeden Fantasy-Fan neugierig auf das Buch. Zu sehen ist ein Wesen in Rüstung, welches auf einem eisernen Thron sitzt und einen Zepter in der Hand hält. Besonders auffällig sind die leuchtenden Augen des Wesens, welche den Leser fixieren und nicht mehr loslassen.Die Handlung beschäftigt sich mit den Personen, welche dem Leser schon aus dem ersten Band der Chronik bekannt sind. Dayin lebt mittlerweile bei seinen Großeltern, als er allerdings eine Chance sieht, sich endlich zu beweisen, macht er sich auf den Weg zurück nach Treffnor. Das Schicksal, das ihn aber erwartet, ist unbeschreiblich... Lilell setzt all ihre Kräfte dafür ein, eine gute Seherin zu werden, was ihrem Vater missfällt. Jeden Mann, welchen Lilell präsentiert bekommt, weist sie von sich. Sie kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen, was noch auf sie zukommen wird...Mittlerweile kann ich wirklich sagen, dass mir die Charaktere, vor allem Dayin und Lilell, sehr ans Herz gewachsen sind. Wie auch schon im ersten Band, kann ich Dayin sehr gut verstehen, da er versucht, den Fluch von sich zu nehmen. Er ist allerdings nicht nur ein junger Mann, welcher um seine Zukunft kämpft, sondern auch ein sehr liebeswerter und sympathischer Mann.Die Sprache ist, wie in allen Romanen von Susanne, packend und lebendig. Nur selten halten mich Bücher bis um 3 Uhr morgens wach, da muss es schon sehr gut sein und auch einen phänomenalen Schreibstil haben und dieser Fantasyroman hat einfach alles.Im zweiten Band der Chronik werden Hintergründe aufgedeckt und die Komplexität der Handlung wurde mir erst in diesem Band bewusst. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, die Charaktere in diesem Band noch genauer kennenzulernen und die Hintergründe besser zu verstehen.FazitZum wiederholten Male hat mich ein Roman von Susanne gefesselt und immer noch nicht losgelassen. Die Charaktere sind authentisch, die Geschichte ist spannend und die Sprache ist brilliant. Ich freue mich jetzt schon sehr auf den nächsten Roman aus Susannes Feder.

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  • Grandioser zweiter Teil der Chronik!

    Die Gwailor-Chronik (2): Schicksalspfade

    Sabrina80

    20. January 2016 um 08:56

    Erster Satz: "Die Sonne stand im Zenit und brannte heiß vom tiefblauen Himmel herab, als Wendar Dayin zum Strand Shinnors begleitete." .•:*¨¨*:•..•:*¨¨*:•..•:*¨¨*:•..•:*¨¨*:•..•:*¨¨*:•..•:*¨¨*:•. Inzwischen sind sechs Jahre vergangen und Dayin ist immer noch auf Shinnor. Seine Vater sah er in der Zeit nur sehr selten. Als diese jetzt einen angekündigten Besuch absagt, weil Dörfer in Grenznähe überfallen wurden, macht sie Dayin auf nach Tarell, nachdem er zu der Vermutung kam, die Räuber haben eine Seherin in ihrer Bande. Da die Räuber jede Falle umgehen, die ihnen gestellt wird. In Treffnor angekommen, wird er von seinem Bruder Gerrent erwartet und seine Vermutungen bezüglich der Seherin, weiss sein Vater schon längst... Lilell geht immer noch der Kunst des Heilens nach. Etwas wovon ihr Vater überhaupt nichts hält. Deshalb beschließt er, sie endlich zu verheiraten... Meine Meinung Was für ein grandioses Buch! Den ersten Band hatte ich auch schon verschlungen, aber irgendwie kam ich nicht dazu den zweiten zu lesen. Jetzt habe ich es endlich nachgeholt und muss mich wirklich fragen: Warum habe ich damals nicht gleich damals weiter gelesen? Ich weiß es einfach nicht. Dayin ist immer noch ein netter Junge der unter der last der Prophezeiung ziemlich zu leiden hat. Er ist ein sanftmütiger Kerl und ich kann mir einfach nicht vorstellen, auf was auch immer für einen Lebenspfad, er zum Vatermörder werden sollte.. Gerrent ist das genaue Gegenteil von Dayin. Ja älter er wird, umso gemeiner, hinterhältiger und grausamer wird er. Wenn sein Vater ihn wirklich mit fünfundzwanzig zum König krönt, wird es das Volk nicht leicht haben unter ihm. Er erinnert mich stark an Rohn Lumaar, den Vater von Lilell. Die Beiden sind vom selben Schlag. Die Bewohner von Lumaar haben Angst von den Soldaten ihres Königs. So sollte es nicht sein, aber unter Gerrent wird es den Bewohner von Tarell mit Sicherheit nicht anders ergehen. Lilell und ihr Mitgefühl ist ihrem Vater immer noch ein Dorn im Auge. Sie stellt das Leben eines Einzelnen über ihr eigenes, was er absolut nicht verstehen kann. Deshalb will er das er einen der Herzogssöhne aus Lumaar heiratet, einen der so ähnlich denkt wie er. Nicht das Lilell noch auf die Idee kommt, mit Tarell "freundschaftliche Beziehungen" zu führen, so wie seine Seherin das vorausgesehen hat. Das einzige negative, naja nicht direkt negativ, sagen wir, dass einzige was mir nicht so gut gefallen hat, ist das Cover. Es passt (wieder) so gar nicht zum Buch und diesmal hätte ich das Buch auch nie in die Hand genommen, wenn ich nicht den ersten schon gelesen hätte. Fazit Ich kann diese Reihe jeden Fantasyfan nur als Herz legen. Sie ist spannend, sehr komplex und es steckt viel mehr dahinter, als es auf den ersten Blick erscheint. Sie lohnt sich, sie zu lesen! Zitat, 4%:     Dayin stieß verächtlich Luft aus. "Mein Leben ist stets gefährdet. Das wird sich niemals ändern. Diejenigen, die mich für eine Gefahr für meinen Vater halten, werden ihre Überzeugung nicht von meinem Wohnort abhängig machen."     Der Herzog senkte den Blick. "In Shinnor hat es nur zwei Anschläge gegeben."     "Zwei oder zwanzig, was spielt das schon für eine Rolle? Ich lebe nur von einer Stunde zur nächsten, solange ich den Menschen Tarells nicht gezeigt habe, dass ich stets auf der Seite meines Vaters stehen werde. Ich muss ihnen klarmachen, dass ich meinem Vater helfen möchte und auch helfen kann. Wenn ich das tue, werden sie vielleicht aufhören, mich mit soviel Hass zu verfolgen." Die Gwailor-Chronik Band 1: Im Schatten der Prophezeiung Band 2: Schicksalspfade

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  • Doppelrezension zu Teil 1 & 2

    Die Gwailor-Chronik (2): Schicksalspfade

    Guaggi

    09. December 2015 um 15:57

    Fantasy ist eine meiner größten Leidenschaften, die in der letzten Zeit ein wenig zu kurz gekommen ist. Doch dank der Gwailor-Chronik wurde ich wieder daran erinnert, warum ich dieses Genre so sehr liebe. Diese Geschichte ist in zwei Bücher aufgeteilt, und weil der erste Band mit einem Cliffhanger endet, empfehle ich jedem eindringlichst beide Bände hintereinander weg zu lesen. Die Geschichte ist wunderbar geschrieben und glänzt nicht nur durch einen spannenden und flüssigen Schreibstil, sondern auch durch die wunderbar ausgearbeiteten vielzähligen Charaktere und der faszinierenden Beschreibungen der Handlungsorte. Jedes Buch ist in mehrere Kapitel unterteilt und erzählt nicht nur die Lebensgeschichte des Prinzen Dayin aus Tarell, sondern auch die Geschichte der Prinzessin Lilell aus Lumaar. Man begleitet diese beiden Protagonisten von ihrer Geburt auf an und bekommt dabei das Geschehen aus der Sicht unterschiedlicher Protagonisten geschildert. Dieser Umstand ermöglichte mir als Leser einen wirklich beeindruckenden Einblick in das Geschehen und ließ mich so auch die Handlungen einiger entscheidender Protagonisten besser verstehen. Anfänglich war ich etwas verwirrt, weil nicht nur Dayins Lebensweg so ausführlich beschrieben wurde, doch nachdem ich Lilell besser kennenlernte, fieberte ich förmlich dem ersten Zusammentreffen der beiden Königskinder entgegen. Die ganze Geschichte lebt von den Nachwirkungen der Prophezeiungen, die die beiden Hauptprotagonisten nach ihrer Geburt erhielten und somit ihr gesamtes Leben bestimmten. Bei Dayin waren die Auswirkungen um einiges grausamer und emotionaler als vielleicht bei Lilell, doch beide Protagonisten hatten unter ihnen zu leiden und entlockten mir so manches Mal Tränen. Was mich an dem ganzen Geschehen besonders fesselte, waren jedoch die vielen überraschenden Wendungen, die förmlich an jeder Ecke warteten und diese Bücher zu einem wahren Erlebnis machten. Dabei erlebt man ein unglaubliches Spektrum an Emotionen, die einen packen und bis zur letzten Seite nicht mehr loslassen. Fantasy vom feinsten. Gepaart mit einer emotionalen und vielschichtigen Geschichte, sowie zwei Hauptprotagonisten die man einfach lieben muss, ist die Gwailor-Chronik ein wahrer Pageturner.

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  • Eine wirklich tolle Fortsetzung

    Die Gwailor-Chronik (2): Schicksalspfade

    Taya

    31. March 2015 um 10:21

    Das Cover finde ich auch beim zweiten Band nicht soooo ansprechend, trotzdem hat das nichts darüber auszusagen, was der Inhalt des Buches angeht, denn der ist so ganz anders, als man wohl erwarten würde. Also nicht zu sehr auf das Cover festlegen. Lange hatte ich es nicht mehr, dass mich der Autor oder die Autorin so in die Emotionen eines Buches reinziehen konnte, aber Susanne Gavenis hat es absolut geschafft. Die Emotionen waren in diesem Band so stark vertreten, dass ich wirklich das Gefühl hatte, genau zu wissen, was die Charaktere in diesem Moment fühlen. Aber das ganze hat der Geschichte absolut nicht geschadet. Ganz im Gegenteil. Ich konnte sie einfach nur noch intensiver erleben und verfolgen. Die Spannung wurde auch immer wieder wunderbar aufrecht erhalten und auch offene Fragen wurden beantwortet. Auf diesen guten 500 Seiten wurde es nicht langweilig und es fiel mir bei diesem Band deutlich schwerer, das Buch aus der Hand zu legen. Ich war so gefangen in den Geschichten um Dayin und Lilell. Aber auch bei den anderen Charakteren war ich voll gefangen. Schicksalspfade ist eine wirklich gelungene Fortsetzung und ich kann allen, die Fantasy mögen und nicht so wert auf harte Kämpfe legen, wärmstens ans Herz legen, sich diese Reihe einmal zu schnappen und zu lesen. Es lohnt sich auf jeden Fall! Mehr möchte ich wirklich nicht zum Inhalt sagen, denn damit würde ich einfach den Zauber dieser Reihe nehmen und so soll das wirklich nicht sein.

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  • Ein wundervoller Abschluss mit dem einem oder anderen Spannungselement

    Die Gwailor-Chronik (2): Schicksalspfade

    Jeanne_Darc

    26. March 2015 um 18:57

    Das Schicksal kann trügerisch sein Magie! Magie kann gefährlich sein! Worte gegen Taten, was wiegt wohl schwerer? Cover: Das Cover ist im selben Design gestaltet wie der erste Band. Dafür gibt es einen Pluspunkt. Ich persönlich hasse Reihen etc wie man an den Cover nicht entnehmen kann, dass sie zusammengehören. Ansonsten habe ich jedoch die selbe Meinung, wie auch zu dem Cover von Band 1. Schreibstil: Im 2ten Teil hat sich der Schreibstil von Frau Gavénis für mich zum besseren gewendet. Weniger Umgebungsbeschreibungen, mehr innere Monologe aber auch ein besserer Spannungsbogen zum Ende hin! Meinung: Der 2te Teil gefällt mir persönlich im Großen und Ganzen, allein schon wegen den vermehrten Spannungselementen. Schade fand ich, dass sich das Ende teilweise schon zu früh abgezeichnet hat vielleicht empfinde, dass nur ich so aber ich komme eben doch sehr aus dem Genre Thriller ;) Ich muss sagen, seit langem hat mir eine Fantasywelt wieder einmal gut gefallen und ich kam mir nicht vor wie in einem einfallslosen Abklatsch von Hogwarts, Westeros, Mittelerde! Besonders hervorheben möchte ich unbedingt noch den Wandel den die einzelnen Charaktere durchleben wirklich sehr interessant und vor allem schön mitzuerleben. Fantasy-Fans würde ich die Gwailor Chronik wirklich ans Herz legen :) Fazit: Ein wundervoller Abschluss, Spannungsmomente zum Schluss garantiert - auch wenn man das Ende teilweise erahnen kann ;) 4,5 Sterne von 5

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  • Es geht spannend weiter!

    Die Gwailor-Chronik (2): Schicksalspfade

    Saruja

    11. March 2015 um 19:07

    ACHTUNG ! Wer Band 1 nicht gelesen hat, sollte hier aufhören weiter zu lesen! Es kann zu unangenehmen Spoilern kommen! ACHTUNG ! Klappentext Der Augenblick der Wahrheit rückt unaufhaltsam näher. Dayin, mittlerweile zum jungen Mann herangewachsen, versucht noch immer verzweifelt zu beweisen, dass er kein Mörder ist. Doch das Netz aus Intrige und Verrat zieht sich immer enger um ihn zusammen und mächtige Feinde setzen alles daran, die grausame Prophezeiung Wirklichkeit werden zu lassen.Schließlich muss Dayin erkennen, dass sein Scheitern nicht nur für ihn selbst, sondern auch für die beiden Königreiche Gwailors den Untergang bedeuten würde. Meine MeinungNachdem ich, wie ihr wisst, Band 1 sehr schnell verschlungen habe, ging es mir auch bei Band 2 nicht anders! Ich wollte unbedingt wissen, wie es ausgeht! Und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht.  Dayin befindet sich zu Beginn des Buches bei seinen Großeltern und er ist selbstbewusster und stärker. Dennoch merkt man ihm an, dass er an seiner Situation und der Prophezeiung nach wie vor zu knabbern hat. Er versucht seine Schwächen zu verstecken, was ihm leider nicht immer gelingt und so fällt er des öfteren zurück in sein dunkles tiefes Loch. Neben Dayin rücken nun auch weitere Charaktere in den Vordergrund. An Dayins Seite sind dies Wendar und Beilar, die beiden Brüder, die Dayin als Leibwächter und Weggefährten zur Seite stehen. Auf der anderen Seite haben wir Lilell und ihre Freundin Gwaina, ebenso Lilells Leibwächter, der jedoch relativ schnell aus der Geschichte "verschwindet". Wie es bei Fortsetungen so ist, erfährt der Leser endlich, welches Geheimnis zu all den Handlungen geführt hat. Dabei geht es sehr emotional zu. Tiefe Trauer, erwartungsvolle Freude. Dayin tut mir nach wie vor sehr leid. Ihm wurde übel mitgespielt. Die entscheidende "Wendung" war für mich zu keinem Zeitpunkt vorauszuahnen. Ich habe verständnislos den Kopf geschüttelt und gedacht: Da hättest du früher drauf kommen müssen. Dennoch: Das, was Dayin und Lilell und ihre Weggefährten aus der Erkenntnis dessen, was alles schief gelaufen ist, machen, ist der Wahnsinn. Gwaina hat sich dabei  zu einem wirklichen Strategen hervorgearbeitet. Sie ging die Sache mit einer Logik an, die ich beeindruckend fand. Fazit Ich bin begeistert! Hätte die Autorin mir nicht angeboten es zu rezensieren, würde ich wahrscheinlich heute noch an dem Buch vorbeiscrollen! Ich freue mich auf MEHR von der Autorin! Fünf von fünf Sternen für den zweiten Teil der Gwailor Chroniken! ★★★★★

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  • Eine gelungene Fortsetzung mit einem würdigem Abschluss

    Die Gwailor-Chronik (2): Schicksalspfade

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Meine Meinung- ein persönlicher Eindruck Die Romanfiguren Prinz Dayin spielt auch in diesem zweiten Teil, der natürlich eine Fortsetzung des ersten Teils ist eine gewaltige und entscheidende Rolle. Er ist dem Leser mitsamt seiner positiven wie auch negativen Gefühlen immer präsent. Dabei ist es der Autorin ohne Zweifel gelungen, die Bandbreite aller möglichen Emotionen in dem Prinzen aufleben zu lassen. Manchmal waren diese Emotionen so transparent, dass sie mich bald erschlagen und überwältigt haben. Neben Prinz Dayin rücken aber noch drei weitere Figuren in den zentralen Mittelpunkt der Geschichte und bilden gerad in der letzten Hälfte des Buches eine gelungene Einheit. Dabei ist das Verhältnis der Männer und Frauen ausgewogen, die Rede ist von zwei Frauen und zwei Männer. Sowohl Lilell, wie auch Gwaina, die beiden Frauen wirkten auf mich als Leser mitreißend und sympathisch. Lilell, die Königstochter wurde dennoch ein wenig stärker gezeichnet und brachte daher ihren Charakter deutlich mehr zum Ausdruck als Gwaina, was der Geschichte an sich aber keinen Abbruch tat. Beilar konnte natürlich neben der zentralen Hauptfigur, nicht derart stark auftreten und präsent sein, dennoch gelang es mir auch von ihm einen sehr detaillierten Eindruck zu gewinnen. Die anderen Figuren, die im Verlauf des zweiten Teils der Chronik hinzu kamen, konnten sich gegen diese vier jedoch nicht durchsetzen oder waren von vorherein nur für die Geschichte angelegt worden ohne eine tiefgreifendere Rolle spielen zu müssen. Die Handlung, Geschichte und Erzählperspektive Die Handlung bleibt weiterhin im Rahmen dessen, was man von einem Fantasy Buch erwarten würde. Neu ist hingegen die unheimliche Präsenz von Emotionen. Nicht im Sinne einer Liebesgeschichte, sondern eher die Emotionen und Gefühle, die jene Hauptfiguren durchleben, erleben und damit an mich als Leser transportieren. Teilweise war ich derart gefangen in diesen Emotionen, dass ich die anderen Elemente der Geschichte kaum noch wahrgenommen haben. Ich war der Geschichte aber dadurch, dass ich diese Emotionen fast spüren konnte unheimlich nah. Ich habe mit den Figuren gelitten, gezittert, gebangt und gehofft und abenteuerliche Reisen durch das Königreich Gwailor unternommen. Die Spannung und die Magie kam in der Handlung natürlich auch nicht zu kurz, wobei diese nicht aus profanen Kampfszenen heraus entstand, sondern aus geschickten Wendungen und gut konstruierten Szenen die mich wirklich begeistert haben. Ich war ein um das andere Mal gefesselt und auch überrascht was die Autorin sich hat einfallen lassen, damit gut 500 Seiten zu einem Abenteuer für den Leser wurden. Die Geschichte wird natürlich nach dem ersten Teil der Chronik weiter erzählt. Wie es so Folgeromane an sich haben, wird das ein oder andere Rätsel zunächst aufgelöst, was auch für meine Nerven gut so war. Aber ohne weitere Rätsel und Geheimnisse kommt auch dieses Buch nicht aus, will der Leser schließlich bis zum Schluss unterhalten werden. Ich muss sagen, dass der Autorin das wahrlich gut gelungen ist. Ich wusste bis zur letzten Seite nicht wie die Geschichte ausgehen würde. Das Spekulationen und Ahnungen wenig Sinn machen, hat mich die Autorin schon früh im Verlauf der Geschichte gelehrt, zu viele Male bin ich eines besseren belehrt worden und habe nur kopfschüttelnd überlegt ,warum ich genau diese Wendung nicht erahnt habe. Der Erzählstil und die Erzählperspektive waren mir ebenfalls sehr zugetan. Ich konnte mich auch im zweiten Teil sofort wieder zurecht finden und hatte nicht den Eindruck lange aus Gwailor entfernt gewesen zu sein. Der Stil war leicht, locker und dem Genre angemessen zu lesen. Nur wenige Male hatte ich kurz Schwierigkeiten den Gedanken der Autorin zu folgen, aber das hat mich nicht über Gebühr aufgehalten und demzufolge kaum gestört. Die Geschichte lebt durch die lebendige Erzählweise, aber auch durch gut geschriebene Dialoge und authentische Figuren die handeln und kommunizieren wie man es von ihnen erwarten würde. Das Ende war nicht vorhersehbar, aber befriedigend und abschließend für den Leser. Mit Schwermut und Wehmut habe ich nach den letzten Worten Gwailor wieder verlassen. Nun muss ich das Erlebte erstmal sacken lassen und würde wenn ich wählen könnte gerne wieder dorthin reisen. Das FAZIT Ich habe selten so eine tolle Chronik, wie die Gwailor Chronik gelesen. Hier passte einfach alles. Die Spannung, die vielfältigen Fantasy Elemente , die zahlreichen Emotionen und die herausragenden Charaktere. Frau Gavenis schafft es über zwei Teile und damit nahezu 1000 Seiten den Leser zu fesseln und zu unterhalten. Ich habe zu keiner Zeit Längen erlesen oder auch nur ansatzweise Langeweile beim Lesen verspürt. Sterne und Dankeschön Einzelwertungen Cover 3 von 5 Sterne Romanfiguren 5 von 5 Sterne Handlung und Geschichte 5 von 5 Sterne Gesamtwertung 4 von 5 Sterne aufgerundet auf 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung Ich möchte mich ganz recht herzlich bei der Autorin für das tolle Abenteuer, das ich erleben durfte und das Rezensionsexemplar des Buches bedanken.

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    • 2

    parden

    28. February 2015 um 11:18
  • Ein überzeugender Folgeband

    Die Gwailor-Chronik (2): Schicksalspfade

    janina_schulz

    09. February 2015 um 10:50

    In der Fortsetzung der Gwailor-Chronik entwickeln sich die Charaktere stetig weiter. Dayin wird selbstbewusster und emotional stärker. Er lässt sich nicht mehr völlig von der Prophezeiung vereinnahmen und versucht aus seiner Situation das Beste zu machen. Immer noch in der Hoffnung seinen Vater und ganz Tarell davon überzeugen zu können, kein Mörder zu sein. Trotz der positiven Entwicklung Dayins ist er seinem Bruder immer noch weitaus unterlegen und lässt sich viel zu schnell von ihm beeinflussen. Gerrent hingegen ist voller Zorn. Er verkörpert das geborene Böse. Er liebt es Leid und Schmerz zuzufügen, besonders wenn es um Dayin geht. Gerrent hat ein völlig falsches Bild von seinem Bruder und lange Zeit ist nicht ganz klar woher dieser abgrundtiefe Hass Gerrents eigentlich stammt. Liegt es wirklich nur daran das Dayin der Mord an seinem Vater prophezeit wurde? Auch Lilells Szenen werden viel interessanter und unterhaltsamer. Ihr Charakter festigt sich. Sie wird mutiger, lehnt sich gegen ihren Vater auf, da sie ganz andere Ansichten vertritt. Jede Menge Intrigen machen die Geschichte durchweg spannend. Selbst über diese umfangreichen 500 Seiten bleibt das Erzählte fesselnd und emotional. Es passiert immer etwas Unerwartetes, selbst wenn man sich fast sicher ist, jetzt geht es für Dayin endlich bergauf. Oft war ich von meinen Gefühlen hin und hergerissen. Es gab überraschende Ereignisse, die mich haben staunen lassen und einige Szenen waren so rührend, das ich Gänsehaut hatte. Der ein oder anderen Figur hätte ich zeitweise gerne den Hals umgedreht, andere wiederum tröstend in meine Arme nehmen wollen. Was mich besonders gefreut hat, waren die insgesamt kürzeren Kapitel. Dadurch nahm die Spannung noch zu, da es auch hier immer wieder diese tollen Perspektivenwechsel gab. Fazit & Bewertung Der Folgeband der Gwailor-Chronik konnte mich absolut überzeugen. Eine wirklich spannende Geschichte voller Intrigen und kurioser Machenschaften um eine schicksalhafte Prophezeiung. Die Protagonisten ziehen den Leser in ihren Bann und lassen einen gehörig mitfiebern. 5*****     

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  • Aus dem Schatten heraus ins Licht treten und über sein eigenes Schicksal mächtig sein (Teil 2)

    Die Gwailor-Chronik (2): Schicksalspfade

    JilAimee

    25. January 2015 um 23:37

    (ACHTUNG: Diese Rezension enthält Angaben zum Inhalt des ersten Teils und zweiten Teils in einem) Zu Beginn des ersten Teils der Gwailor-Chronik erfährt der Leser, wie es zu der Aufteilung des einstigen Reiches Gwailor in die zwei Königreiche Tarell und Lumaar kommt. Vor einigen Generationen wurde dem damaligen Herrscher Gwailors ‚Judenor Gordenai‘ von seiner Gemahlin das Geschenk von Zwillingssöhnen gemacht. Da beide zur nahezu selben Zeit das Licht der Welt erblickten, wollte er keinem das Recht des Thronfolgers rauben und teilte sein Königreich friedvoll in zwei Herrschaftsgebiete auf, dass jeder Sohn eines davon führen möge. Dies geschah zwischen den Zwillingsbrüdern auch in friedliebender Art und Weise, doch schon die Enkel Judenors führten ihre Reiche in erbitterter Feindschaft und tiefem Streit zueinander, da ein jeder sich für den rechtmäßigen Erben und Gebieter über ganz Gwailor hielt. Der daraus entstandene Zorn wurde fedenhaft über Generationen weitervererbt, sodass zu Beginn der Geschichte des ersten Buches die beiden Königreiche sich feindlich gesinnt gegenüber stehen. Im Königreich Tarell sowie Lumaar kommt es zur selben Zeit zu Nachwuchs und während König Kronot Tarell durch die Geburt seines Sohnes Dayin und die Königstochter Lumaars auf eine friedliche Einigung der beiden Reiche in der Zukunft hofft, so ist König Rohn Lumaar über die Geburt einer Thronerbin mehr als nur enttäuscht. Für Rohn Lumaar zählen nur männliche Erben als wahre Thronfolger, da nur sie seiner Meinung nach die nötige Härte, taktisches Kalkül und Weitsicht in sich haben, um ein ganzes Land zu regieren. Da ihm aber ein männlicher Erbe versagt bleibt, versucht er seine Tochter Lilell durch hartes Waffentraining früh zu formen. Dies vermag ihm aber nicht zu gelingen, denn seine Tochter ist zart, weich und durch große Gutmütigkeit und Nächstenliebe gekennzeichnet. In seinem Hass gegenüber Tarell würde Rohn niemals einer Hochzeit und somit friedlichen Wiedervereinigung der beiden Völker gleichen Ursprungs zustimmen. Die Geschichte um die beiden Königskinder wird in sich abwechselnden Teilen erzählt, die sich zwangsläufig irgendwann verweben müssen. In Gwailor gibt es aber noch mehr Einfluss auf die Entwicklungen der Zukunft, als die Entscheidungen der Könige. In beiden Reichen ist es üblich, dass den Königskindern nach ihrer Geburt durch Berührung einer Seherin eine Prophezeiung über ihre Lebensrichtung ausgesprochen wird. Im guten, wie im schlechten Sinn. Seherinnen bestimmen das Machtbild der Zukunft unterbewusst. Dass die Seherinnen das Schicksal bzw. die Zukunft der Bewohner bezeichnen, gibt der Geschichte einen neuen Touch „Die Prophezeiung kann … sie kann alles verändern.“ So kommt es, dass dem gutherzigen Kronprinzen Dayin Tarell von der höfischen Seherin die schlimmste aller Weissagungen zuteilwird: Es heißt, er würde noch vor Erreichen des Krönungsalters von 25 seinen eigenen Vater hinterrücks ermorden und somit zum Königs- und Vatermörder werden. Diese dramatische Prophezeiung über ein noch unschuldiges Baby wird den Lebensweg des Prinzen von Tarell auf düstere Weise verzerren und brandmarkt ihn nach Bekanntgabe in beiden Reichen als Mörder, obgleich seine Eltern alles versuchen, ihn nie dazu werden zu lassen. Sein Vater lässt ihn aufgrund des Ratschlags seines höfischen Beraters Torelk Medell vom Waffentraining sowie nach Geburt des zweiten Sohnes Gerrent auch von der Thronfolge ausschließen. Durch das Bekanntwerden der Prophezeiung kommt es von Kindestagen an zu einem drastischen Mistrauen gegenüber Dayin und zu vermehrten Mordattentaten, die auf seinen Tod abzielen, damit er niemals der Mörder werden könne, den das gesamte Volk in ihm sieht. Sein Bruder Gerrent wird zur Thronfolge ausgebildet und von seinem Vater bevorzugt. Dayin muss in Folge auch sehr unter der Hetzerei und Tyrannei seines Bruders sowie dem Imstichlassen und Mistrauen seines Vaters leiden. Hätte er nicht seine Mutter und Großeltern, die ihn bedingungslos lieben und in ihm den gutherzigen und liebenswerten Jungen, der er ist, sehen, an seiner Seite, so würde er kaum das Erwachsenenalter erreichen. „Wenn nur nicht der traurige Ausdruck in ihren Augen gewesen wäre, der sie so gewiss begleitete, wie Schatten dem Licht folgte.“ (Zitat über Dayins Mutter als Zeichen der fast einzig Verbündeten) Als die Attentate auf sein Leben zunehmen, bekommt er in dem einzigen Gardisten Tarells, der nicht an die Prophezeiung glaubt, einen Leibwächter und Freund: Wendar Krenn. Aber ob ein Mann alleine genug ist, ihn vor den äußeren Angriffen einer ganzen Nation und dem Hass Tarells zu schützen und vor innerlichen Zerbrechen zu bewahren, wird sich im Verlauf der Geschichte zeigen. Wendar Krenn, der mit Leib, Leben und Seele für ihn einsteht ist auch mein Lieblingscharakter im gesamten ersten Teil. Nur eines vorab: Als Dayin über seine eigene negative Prophezeiung erfährt, beginnen die Dinge sich zu überschlagen. Eine Katastrophe folgt der nächsten und reißt sein ganzes vertrautes Umfeld, das sowieso nur aus nicht einmal einer Handvoll Menschen besteht, die keinen Mörder in ihm sehen, in den schieren Abgrund. Für Dayin beginnt eine düstere Zeit, die ihm jeden Lebensmut nimmt und jeder Lebensfreude versagt. Demütigungen, Anfeindungen und Zermürbung folgen Schlag auf Schlag für Dayins geschundene Seele. Der Tod scheint an ihm zu haften, auch wenn er sich selbst versucht, gegen die Prophezeiung zur Wehr zu setzen und seinen Vater als auch ganz Tarell verzweifelt davon überzeugen möchte, dass er ein guter Mensch ist. Der Kronprinzessin von Lumaar, Lilell, hingegen wird zu ihrer Geburt vorhergesagt, dass sie eine gütige Königin wird, der von ihrem Volk nichts als Liebe und Dankbarkeit entgegen getragen werden würde. So gut sich diese Worte anhören, so schlimm werden sie durch ihren Vater für Lilell werden. Denn dieser versucht mit aller Macht einen gewaltvollen Weg zu finden, sich die Herrschaft beider Reiche anzueignen und Lilell dem hingehend zu formen. Dafür begegnet er ihr mit Härte und Eisernheit und ohne Liebe. Egal, was Lilell in ihrer Kindheit und Jugend auch tut, selbst, als sie eigens die Gabe einer Seherin zeigt, für ihren Vater ist sie nie gut genug. Und längst keines Thrones würdig. Dies lässt er sie stets spüren und sein Hass und Zorn gegenüber ihrem Geschlecht versucht sie über die Jahre zu zermürben. Nur durch ihre liebvolle Mutter, die ihr den Weg fernab vom Hofe in das Dorf der Seherinnen zur Schulung ihrer Fähigkeiten ermöglicht, kann sie ihre Herzlichkeit behalten, ohne an dem nicht vorhandenen Stolz ihres Vaters in Bezug auf ihre Person zu zerbrechen. Aber auch im Dorf der Seherinnen scheint sie über die Jahre keinen wirklichen Erfolg zu erleben und hätte sie dort nicht ihre treue Freundin Gwaina gefunden, die ihr trotz ihrer königlichen Position die beste Gefährtin wird, so wäre sie vielleicht der Einsamkeit und Schuldgefühlen des Versagens erlegen. Neben der loyalen, mutigen und klugen Gwaina, die selbst eine hervorragende Seherin wird, hat Lilell stets in ihrem Leibwächter eine Person, der sie in der schweren Zeit vollstes Vertrauen schenken kann. Generell scheinen die Leibwächter in dieser Geschichte eine wichtige und ehrliche Rolle einzunehmen und den Leib ihres Schützlings auch gegenüber dem jeweiligen König zu verteidigen. Eines Tages erfährt Lilell, dass ihr auch die Gabe einer Heilerin innewohnt. Sie hat die Fähigkeit, das Leben der Menschen von Verletzungen und Krankheiten zu heilen und es zu erhalten. Eine Gabe, die sie wirklich beherrscht und die sie von innen heraus mit größter Wärme und Selbstvertrauen erfüllt. Sie darf an den Hof Grentnor von Lumaar zurückkehren, doch ihr Vater sieht wieder nur eine Enttäuschung in ihr. Er zweifelt daran, ob es wirklich möglich ist, dass eine Person sowohl die Gabe des Sehens als auch des Heilens in sich haben kann und unterzieht sie einer harten Prüfung, die seine Verachtung ihr gegenüber unterstreicht. -          Ob sie diese Prüfung bestehen wird und welchen grausamen der König Lumaars seiner Tochter entgegentritt, lohnt es sich durch Lesen des Buches selbst zu erfahren. -          Ebenso gilt es auch die Frage zu beantworten, ob es zu einem brutalen Krieg der beiden Völker kommen wird oder sich König Kronots Wunsch zu einer friedvollen Einigung doch noch erreichen lässt. -          Wird Prinz Dayin seinem Vater und der Welt beweisen können, dass er kein Mörder ist oder wird er selbst an den Folgen der dunklen Prophezeiung zugrunde gehen und welche weiteren Opfer wird diese fordern? -          An welcher Stelle im Verlauf dieser Geschichte kommt es zu einer Verwebung der Lebenswege Dayins und Lilells und wird es ihr vielleicht sogar als Heilerin möglich sein, seine geschundene Seele zu heilen? -          Oder ist es den Heilerinnen nur möglich, den Körper nicht aber das Ich zu erhalten? -          Welche grausame Rolle wird Tarells Thronerbe Prinz Gerrent in dieser Geschichte noch einnehmen und wie passen die von allen so hoch geachteten Seherinnen in dieses Bild und was sind die Grenzen und Möglichkeiten ihrer Gabe? è Lest und erfahrt es selbst!!! Mehr werde ich zum Inhalt nicht verraten, ich kann euch nur empfehlen, beide Bücher selbst zu lesen. Wenn in Buch 1 das Heranwachsen und die Hintergründe der beiden (Lilell und Dayin) sowie die Wege der Königreiche veranschaulicht werden, so erwartet Euch in Buch 2 ein spannender Kampf auf Leben und Tod, Ehre und Verachtung, Mut und Angst, Selbstlosigkeit und Versagen, Hoffnung und Untergang. Mehr wird nicht gespoilert. Lest selbst!!! Die liebe Susanne hat mit den Gwailor-Chroniken ein fantastisches Epos geschaffen und in solch einer Detailtreue gezeichnet, dass es einen packt und lange nicht mehr loslässt. Während ‚ Im Schatten der Prophezeiung‘ ein herausragender Auftakt eines einmaligen Leseabenteuers ist, so liefert ‚Schicksalspfade‘ einen mehr als würdigen Fortgang und Abschluss der Geschichte und führt Wege zusammen. In beiden Teilen wird mit einem gekonnten Perspektivenwechsel zwischen den Königreichen dem Leser ein breites Bild um Gwailor vermittelt und in ein mittelalterliches Gewand gewoben. Dies wird auch durch eine entsprechend zeitgemäße Begriffsverwendung mit Authentizität im Ganzen belohnt. Susanne hat eine sehr durchdachte Welt mit außergewöhnlicher, passender Namensgebung der Charaktere und Schauplätze (man kann es sich auf einer Karte gezeichnet genauso vorstellen) erschaffen und dabei Stil treu, geografisch und malerisch ausgereift und umfassend die Kulisse des Geschehens gestaltet. Sie verwendet stets farbenreiche und bildhafte Beschreibungen, die mit der jeweiligen Szenerie und Charakter-Stimmung im Einklang stehen. „Sein Frösteln wurde heftiger, und sein Blick verlor sich in der Ferne, im düsteren, toten Grau des Horizonts, wo sich gewaltige Wolkenberge finster und bedrohlich wie die Grabsteine gefallener Riesen über die Wipfel der Bäume und die flachen Hügel schoben und die Welt in schattendunkles Zwielicht tauchten.“ „Tau glitzerte unter den Strahlen der aufgehenden Sonne an Büschen und auf Grashalmen, verwandelte Spinnennetze in filigrane Kunstwerke aus Kristall und Blumen in zerbrechliche Glasskulpturen.“ Abschließend lässt sich sagen, es ist ein überaus gelungenes Epos der Fantasy, das durch den Hauch von Mittelalter einen echten Touch und Greifbarkeit vermittelt. Die Charaktere sind tiefgründig und wirken absolut rund. Man kann sich in sie hineinversetzen und ihre Gedanken- und Handlungsgänge sehr gut mitfühlen. Beide Teile sind mittellang und lassen sich angenehm lesen. Man hat das Geschehen bildhaft stets vor Augen und denkt auch nach dem Lesen lange über das ‚Erlebte‘ nach. Meine einzigen Kritikpunkte sind, dass ich die persönliche Anrede der Königskinder an ihre Eltern zu der Zeit in der es spielt etwas befremdlich finde und mir die Cover-Bilder einen sehr harten und düsteren Eindruck vermitteln. Dieser wird, wenn man die Geschichte um Dayin kennt, wieder verständlich, da durch die Cover Düsterkeit, Schrecken und Schmerz vermittelt wird. Im ersten Teil mochte ich besonders, wie zwischen den beiden Königreichen perspektivisch hin und her gesprungen wurde. Dies wurde auch jeweils vor den Kapiteln entsprechend angekündigt, was mir sehr gefallen hat. Im zweiten Teil, ist das etwas anders gestaltet, was aber daran liegt, dass sich die beiden Lebenspfade der Hauptcharaktere kreuzen. Alles in allem finde ich, dass die Erzählung um die beiden viele Höhepunkte und Schicksalsschläge erlebt, die man mitfühlt. Dies macht die Geschichte so packend, dass man sie nicht aus der Hand legen kann. Auch vermittelt sie einem den guten Rat, stets selbst für seinen Lebensweg Verantwortung zu übernehmen und sich nicht vor(weg)bestimmen zu lassen. Es zeigt auch, dass die Mitmenschen sich nicht von vorgefertigten Meinungen, sondern einem persönliche Bild, leiten lassen sollen. Sie vermittelt Vertrauen in sich selbst, wie steinig der eigene Weg auch sein mag. „Trotz der Prophezeiung war sie sich sicher, dass er ein warmherziger und liebenswerter Mensch war. Er kannte den Wert eines einzelnen Lebewesens und schätzte das Leben an sich, so wie sie es als Heilerin ebenfalls empfand.“ In Bezug auf die Geschichte bedeutet das, dass man die einzelnen Leben nicht durch eine Prophezeiung auf fatale Weise verzerren und in nicht immer positive Richtungen lenken lassen sollte, sondern stets für sich, seine Kinder und Mitmenschen respektvoll und ehrlich einstehen muss. Liebe Susanne, vielen Dank für diese wundervolle Geschichte. Meine Leseempfehlung an alle die Fantasy-Geschichten mögen, die auch der Realität in manchen Zügen nicht fremd sind. --Jil Aimée

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  • Schöner Abschluss einer spannenden Chronik!

    Die Gwailor-Chronik (2): Schicksalspfade

    Melody80

    05. January 2015 um 18:38

    Im zweiten und letzten Teil der Gwailor-Chronik mit dem passenden Titel "Schicksalspfade" kreuzen sich die Wege von Lilell, Prinzessin und angehende Seherin des Königreiches Lumaar und Dayin, Prinz von Tarell, immer noch gebrandmarkt durch die Prophezeiung von Seherin Lysill Maget, er werde in Zukunft seinen Vater König Kronot töten.                Der zweite Teil hat mir sehr gut gefallen, genauso wie "Im Schatten der Prophezeiung". Auch in "Schicksalspfade" agieren die Charakter meiner Meinung nach glaubwürdig und ihre Beweggründe "wieso / weshalb man das jetzt tun muss" konnte ich gut nachvollziehen. Das Ende fand ich gut und passend und ich werde natürlich nicht spoilern! ;)   "Schiksalspfade" ist ein würdiger Abschluss eines mitreißenden Abenteuers und ich kann es jedem wärmstens empfehlen!

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