Shai'lanhal

von Susanne Gavénis 
3,9 Sterne bei9 Bewertungen
Shai'lanhal
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Positiv (7):
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Der Anfang war etwas langatmig aber es lohnt sich das Buch zu ende zu lesen :)

Kritisch (1):
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Nach einem spannenden Beginn ist die Geschichte leider immer mehr abgeflaut.

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Inhaltsangabe zu "Shai'lanhal"

Shaan wäre gern ein ganz gewöhnlicher Junge, doch das Schicksal hat ihm einen anderen Weg vorherbestimmt: Er ist der Shai'lanhal, der Beschützer der Lanhal, der Inkarnation des Guten, die alle zwanzig Generationen in Gestalt eines gewöhnlichen Mädchens wiedergeboren wird. In einer alles entscheidenden Schlacht wird die Lanhal mit dem Yinyal, der Verkörperung des Bösen, um die Zukunft der Menschheit ringen, doch solange ihre wahre Macht noch nicht erwacht ist, ist die Lanhal allen Angriffen schutzlos ausgeliefert. Mit seiner Fähigkeit, Wind und Wasser zu beherrschen, muss Shaan sie vor seiner schrecklichen Gegenspielerin beschützen, die ebenfalls über zwei Elemente gebietet – Feuer und Erde. Angesichts der unvorstellbaren Grausamkeit seiner Gegnerin kommen Shaan jedoch schnell Zweifel, ob er seiner Aufgabe tatsächlich gewachsen ist. Nur eines ist sicher: Sollte er versagen, wird nicht nur die Lanhal sterben, sondern die ganze Welt für die nächsten vierhundert Jahre in Dunkelheit versinken.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:B01DZSC5RY
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:603 Seiten
Verlag:Susanne Gavénis
Erscheinungsdatum:07.04.2016

Rezensionen und Bewertungen

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    ShellyArgeneaus avatar
    ShellyArgeneauvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Der Anfang war etwas langatmig aber es lohnt sich das Buch zu ende zu lesen :)
    Susanne Gavénis - Shai'lanhal

    Inhalt:
    Shaan wäre gern ein ganz gewöhnlicher Junge, doch das Schicksal hat ihm einen anderen Weg vorherbestimmt: Er ist der Shai'lanhal, der Beschützer der Lanhal, der Inkarnation des Guten, die alle zwanzig Generationen in Gestalt eines gewöhnlichen Mädchens wiedergeboren wird.
    In einer alles entscheidenden Schlacht wird die Lanhal mit dem Yinyal, der Verkörperung des Bösen, um die Zukunft der Menschheit ringen, doch solange ihre wahre Macht noch nicht erwacht ist, ist die Lanhal allen Angriffen schutzlos ausgeliefert.
    Mit seiner Fähigkeit, Wind und Wasser zu beherrschen, muss Shaan sie vor seiner schrecklichen Gegenspielerin beschützen, die ebenfalls über zwei Elemente gebietet – Feuer und Erde.
    Angesichts der unvorstellbaren Grausamkeit seiner Gegnerin kommen Shaan jedoch schnell Zweifel, ob er seiner Aufgabe tatsächlich gewachsen ist. Nur eines ist sicher: Sollte er versagen, wird nicht nur die Lanhal sterben, sondern die ganze Welt für die nächsten vierhundert Jahre in Dunkelheit versinken.

    Quelle: Amazon.de

    Vorsicht!! Könnte Spoiler enthalten!!


    Meine Meinung:
    Erstmal vielen Dank an die Autorin selbst für das Rezensionsexemplar :) 
    Ich muss ehrlich gestehen das mich das Cover zuerst etwas abgeschreckt hat da es doch etwas gruselig aussieht aber dafür fand ich den Klappentext dagegen sehr interessant. Es geht um einen 16 jährigen Jungen der der Shai'lanhal ist also der Beschützer der Lanhal. Diese muss er vor der Shai'yinyal beschützen bis sie alleine herausfindet das sie die Lanhal ist und diese muss dann gegen den Yinyal kämpfen und gewinnen sonst wird die Welt 20 Jahre lang von dem Bösen beherrscht. Zudem haben die Shai's jeweils zwei Elemente: Shaan hat die Elemente Luft und Wasser wogegen die Shai'yinyal die Elemente Feuer und Erde besitzt. So genug von der Story preisgegeben :D Ich fand den Anfang des Buches etwas langatmig und Shaan seinen Vater konnte ich ja mal gar nicht leiden. Ich finde er hat seinen Sohn viel zu sehr unter Druck gesetzt was man auch in der Story oft lesen kann. Ich glaube wenn Shaan seine Fähigkeiten mit seiner gesamten Familie gelernt hätte wäre er um einiges besser vorbereitet gewesen. Und da ich die ersten paar Seiten etwas langweilig fand hab ich wirklich darüber nachgedacht es abzubrechen... aber dann wurde die Geschichte aus einer anderen Perspektive erzählt und ich dachte zuerst Deleja wäre die Shai'yinyal und ist gar nicht böse wie Shaan sein Vater immer behauptet hat aber dem war dann doch nicht so :D Und ab da wo Deleja vorkommt wird es meiner Meinung nach viel spannender. Was mich etwas geärgert hat, war das die Sache mit der Lanhal sowie dem Yinyal erst etwas später genauer erklärt wird und nicht zuerst am Anfang. Ich glaube wenn man das von Anfang an etwas erklärt hätte wäre der Anfang vielleicht etwas spannender gewesen. Das Ende fand ich super toll, dieser Kampf war einfach nur der Wahnsinn und beweist irgendwo das Mädchen nicht immer die Schwächeren sind ;)
    Fazit: Auch wenn der Anfang etwas holprig war finde ich dagegen das Ende einfach nur Hammer :D Jeder der es gerade liest und am Anfang hängen bleibt sollte es wirklich zu ende lesen ;)

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    Annabels avatar
    Annabelvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Nach einem spannenden Beginn ist die Geschichte leider immer mehr abgeflaut.
    Nach einem spannenden Beginn ist die Geschichte leider immer mehr abgeflaut.


    Ich habe für dieses Buch wirklich beschämend lange gebraucht. Warum, erkläre ich euch.

    Der Einstieg in die Geschichte findet bei einem fürchterlichen Gewitter statt, in dem eine wahre Tragödie seinen Lauf nimmt und man die Umstände um Shaans späteres Leben kennelernt. Die Spannung steigt dabei stetig und mit Shaan kommt zu einem super Ansatz auch ein sehr interessanter Charakter hinzu. Susanne Gavénis hat jeder Figur eine gewisse Aura geschenkt, die ich beim Lesen immer sofort bemerkt habe. Und gerade Shaan ist von seinem ersten Auftritt an eine angenehme Figur.
    Doch schon hier ist mir aufgefallen, dass die Autorin eine Schwäche für lange Sätze zu haben scheint, die mich erst durch die ersten Seiten stolpern ließen, aber irgendwann doch nach und nach etwas kürzer wurden. Trotzdem war es ermüdend, viele Seiten hintereinanderweg zu lesen, weshalb ich auch so lange für diese Geschichte gebraucht habe. Ich halte es nicht für nötig, derart viele Details zu beschreiben. In meiner Fassung vom Buch wurde beispielsweise ganze sieben Seiten lang ein einziges Gebäude beschrieben, und wo die Räume in ihm liegen. In solchen Fällen, finde ich, sollte man schon dem Leser eine gewisse Kreativität überlassen, da man sich all das sowieso nicht merken kann. So war es doch sehr anstrengend, durch manche Kapitel zu kommen.
    Leider muss ich auch sagen, dass mit Deleja, einer weiteren Hauptfigur, immer wieder die Langeweile einhergeht. Dafür, dass sie eine so wichtige Rolle spielt, ist sie eine unglaublich triste und einschläfernde Person. An ihr ist nicht Aufregendes. Ich meine, sie freut sich wie verrückt darüber, dass jemand so gerne wie sie Wasser trinkt... Ich verstehe schon den Sinn dahinter, warum sie das positiv überrascht, aber ich halte ihre Reaktion doch für sehr übertrieben. Zwar habe ich gemerkt, dass die Autorin immer wieder eine gewisse Action um Deleja herum erschaffen wollte, doch hat das in meinen Augen nicht geklappt, weil Deleja selbst wie ein schwarzes Loch ist. Anders kann ich es nicht beschreiben. Sie nimmt sogar Shaan die Lebendigkeit, die ich anfangs so sehr an ihm mochte.
    Mit den plötzlichen Morden an verschiedenen Mädchen in der Stadt kommt zwar wieder die anfängliche Spannung auf, jedoch hat sie mich nicht mehr wirklich mitreißen können. Und das finde ich sehr schade. Die Autorin hat einen schön leserlichen Schreibstil, doch hat mir in diesem Buch einfach gefehlt, dass irgendetwas passiert. Selbst die Kämpfe, die später stattfinden, sind lang nicht so mitreißend, wie ich gehofft habe. Die Ansätze für soliden, tollen Fantasy waren zwar hier und da zu finden, allerdings wurde ich als Lesern nicht wirklich gefesselt.
    Vielleicht hätte die Autorin auch eine Art kleines Register im Buch anlegen sollen, damit man immer wieder nach bestimmten Begriffen und Personen blättern kann, denn ich konnte leider erst nach einem Drittel des Buches alles zuordnen und bin selbst da noch zwischen Shai'lanhal, Yinyal und verschiedenen Namen durcheinander geraten.

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    wicked_fairys avatar
    wicked_fairyvor 2 Jahren
    Shai'lanhal

    Erwartet habe ich von diesem Buch, dass es ein fesselndes Fantasy-Abenteuer wird. Der Klappentext versprach jedenfalls genau das. Leider trifft das nicht ganz zu. In der ersten Hälfte des Buches kommt es nur äußerst selten zu wirklich spannungsgeladenen Stellen. Den Rest der Zeit hat man als Leser das Gefühl, dass die Geschichte einfach nicht voran kommt. Das liegt zum einen an den sehr langatmig und sehr detailreich beschrieben Szenen. Zum anderen liegt es daran, dass sowohl Shai’lanhal als auch Lanhal – aus dessen Sichten die Geschichte erzählt wird – im stetigen Selbstmitleid und Selbstzweifeln verfallen. Ein paar Selbstzweifel hat natürlich jeder Teenager und ich bin mir sicher, dass eine Aufgabe des Shai’lanhal dem nicht gerade entgegen kommt, aber als Held eines Buches sollte er sich zumindest zusammen reißen können.
    Die oben genannten Gründe haben dann auch fast dazu geführt, dass ich das Buch zur Seite gelegt hätte. Zum Glück aber habe ich durchgehalten, denn ab etwa der Hälfte, wenn endlich auch der Shai’yinyal auftaucht, steigt die Spannung an und man hat einfach nur Spaß am weiterlesen.

    Die Charakteren sind gut ausgearbeitet – zumindest soweit man das beurteilen kann, da man die Geschehnisse aus den Sichten von Shaan und Deleja erzählt bekommt. Auch habe ich das Gefühl, das man jeden Charakter mit nur einem Wort beschreiben kann und jeder, der das Buch ebenfalls gelesen hat, wüsste sofort, welcher Charakter gemeint ist.

    Die Idee für die Geschichte ist gut. Sicher ist die Idee von dem Kampf Gut gegen Böse nicht neu, aber die zwei Mächte auf diese Weise, alle zwanzig Generationen erneut in den Kampf zu schicken, ist wirklich fasziniert.
    Es ist in einem tollen Schreibstil geschrieben, der den Leser wirklich mitreißt. Die Detailverliebtheit der Schilderungen ist so groß, dass das ganze Buch wie ein Film vor dem inneren Auge abgespielt wird. Leider habe ich das Gefühl, dass genau das einen aufhält, gerade in Szenen, die völlig überflüssig erscheinen.

    Alles in allem ist es eine gute Geschichte, die in der Lage ist den Leser zu fesseln. Dies ist aber erst in der zweiten Hälfte des Buches der Fall. Daher möchte ich dem Shai’lanhal gern 3,5 von 5 Sterne geben. Gerundet also 4 Sterne.

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    JilAimees avatar
    JilAimeevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein fantastisches Abenteuer, das mit Sprachgewalt und Ideenreichtum sowie einer absolut visuell imponierenden Ausgestaltung überzeugt.
    Beschützer, Kämpfer und Bewahrer der Welt

    In ‚Shai'lanhal‘ begeben wir uns in den uralten Kampf zwischen Gut und Böse. Die Geschichte eines Jungen, der dazu auserkoren ist, die Inkarnation des Guten – in Form eines unwissenden, unschuldigen Mädchens namens Deleja – vor der Wiedergeburt des Bösen und dessen Beschützerin zu bewahren. Mit seinem Leben und allem, was er hat. Es passiert alle zwanzig Generationen, dass die Mächte wiedergeboren werden und sich einem erneuten Kampf um das Geschick der Welt stellen müssen. Dabei haben die Beteiligten keine Wahl. Es ist eine ihnen auferlegte Bürde, aus der es kein Entkommen gibt.

     

    „[…] das Schicksal der Welt erneut entscheiden, ohne dass der Rest der Menschheit davon auch nur das Geringste ahnte.“

    Schlägt eine Seite fehl, bekommt die andere für die nächsten unzähligen Generationen die Macht über die Welt. In einer Welt des Guten darf niemals das Böse Oberhand gewinnen und so kommt es auch, dass Shaan – selbst wenn er wollte – seinem Schicksal nicht entkommen kann. Denn das Schicksal erfüllt sich, es gibt kein Entweichen. Der Start ins Leben für Shaan war bereits düster und von schmerzlichem Verlust geprägt, der auch seinen Vater eisern umklammert hält. Dieser wiederum hat die Aufhabe, seinen Sohn auf den alles entscheidenden Kampf vorzubereiten und erzieht ihn mit bitterer Kraft abgeschieden von der Welt. Vielleicht hätte es anders sein können, in einem anderen Leben, in einer anderen Welt. Doch in dieser gibt es für Shaan nur den Weg des Beschützers des Guten – koste es, was es wolle. Denn sollte er versagen oder sein Schützling sterben, noch bevor der große Kampf begonnen hat, dann fällt die Welt für lange Zeit in Dunkelheit – mit all ihrer grausamen Macht. Das Leben eines Einzelnen darf nicht zur Last der ganzen Welt führen und so muss Shaan seine eigenen Bedürfnisse hintanstellen. Bis zu seinem sechzehnten Geburtstag, bis zu Tag X, an dem sich alles entscheiden wird. An dem sich zeigen wird, ob all der Schmerz, die Entbehrungen und Belehrungen Früchte tragen werden. Früchte des Guten. Doch Shaan ist zutiefst verunsichert, hält selbst nicht viel auf sich, will seine Aufgabe nicht, würde ihr am liebsten entfliehen, wenn er denn könnte. Er weiß aber, dass dies nicht geschehen wird. Er muss dem enormen Druck – die Last und Zukunft der Welt auf seinen Schultern zu tragen – gerecht werden und weiß doch nicht, wie. Ständig droht ihn das Gefühl zu erdrücken, dass er nicht gut genug sei. Nicht gut genug für seinen Vater. Nicht gut genug für Deleja. Nicht gut genug für die Welt. Aber vor allem: nicht gut genug für sich selbst. Zweifel plagen ihn, lassen ihn nicht los. Hindern ihn an seiner Aufgabe. Nur zu gerne würde er sich dieser entziehen und der Inkarnation des Guten den Rücken kehren, wenn er nur nicht mit der Zeit so etwas wie tiefergehende Gefühle für sie entwickeln, und das in seiner Dramatik nur noch mehr zur Erfüllung seiner Bestimmung führen würde. Doch vielleicht war es ja so vom Schicksal gewollt.

    ·         Wenn man sich selbst nicht gut genug ist, selbst nicht an sich glaubt, wie sollen es dann andere können?

    ·         Wenn man selbst davon überzeugt ist, zu versagen, wird dann nicht genau das geschehen?

    ·         Kann ein unschuldiges Kind wirklich allein die Bürde der Welt auf sich tragen?

    ·         Kann es darauf vorbereitet werden, dass das Schicksal alles Guten in seiner Hand, in seinem Herzen liegt?

    ·         Kann ein Mensch diesem Wahnsinnsdruck überhaupt standhalten, unter ihm bestehen?

    ·         Oder wird die Welt, wie Shaan sie kennt, untergehen?

    ·         Oder muss es vielmehr ein Gleichgewicht, einen immerwährenden Wechsel beider ‚Parteien‘ geben?

    ·         Welche Macht wird letztlich siegen?

    „Atemlose Stille lastete über der Stadt.“

    Macht Euch bereit für ein emotionales Abenteuer, das seinesgleichen sucht.

    ‚Shai'lanhal‘ ist das dritte Buch, das ich von der Autorin gelesen habe. Nach den Gwailor-Chroniken konnte mich auch dieses eindrucksstarke Epos überzeugen. Der Start fiel mir diesmal zwar etwas schwerer als sonst, im Verlauf der Geschichte kam ich aber gut rein und konnte mich vom Geschehen packen und begeistern lassen. Die Autorin greift hier ein immerwährendes Thema – Gut gegen Böse – neu auf, beleuchtet es von unterschiedlichen, ja bisher unbekannten Seiten, verleiht dem Epos einen unglaublich fantastischen Facettenreichtum und schafft ein umfassendes Werk, das vor allem durch die einzigartig bewegende Ausgestaltung der Charaktere zu überzeugen vermag. Es ist wie ein uraltes Märchen – nur brutaler, realer und voller Abenteuer -, das einen unweigerlich in seinen Bann zieht, sodass sich dieser Wälzer im Nu verschlingen lässt und man sich nach mehr sehnt. Der Schreibstil ist wie schon bei den Gwailor-Chroniken gehoben, der Erzählzeit und dem Geschehen in seiner Sprache angemessen und authentisch wirkend. Unterstützt wird dies durch den Perspektivenwechsel der Protagonisten, was dem Leser ein runderes Bild schenkt und die Ereignisse, aber vor allem auch ihre emotionale Wirkung ungeschönt begreifen und verinnerlichen lässt. Shaan wird von Selbstzweifeln geplagt, ficht seinen eigenen heldenhaften innerlichen Kampf mit sich aus, bevor er seine Welt beschützen kann. Dies führt zu vielerlei überraschende, unerwartete Wendungen. Denn trotz oder gerade seiner Zweifel wegen, ist er bereit dazu, große Opfer zu bringen und vermag auf seine ganz eigene Art und Weise - die zunächst sehr zurückhaltend erscheinen mag, während das Böse Aktionen nach Aktionen bringt – das Geschick der Welt, seiner Welt zu lenken. Man entwickelt in jedem Fall über Sympathie hinausgehende Gefühle für ihn, fiebert mit ihm mit, hofft und bangt.

    „Der Blick seiner Augen war trüb wie ein nebelverhangener Herbsttag.“

    Die Magie beziehungsweise Macht der Protagonisten ist kein visueller Teil, der sich explosionsartig und farbenfroh entlädt, sondern eher Bestandteil ihrer eigenen Person – der unauffällig arbeitet und dabei doch so existenziell und stark ist – wie das Atmen. Es wirkt vielmehr elementar für ihre ‚Besitzer‘. Das hat mir sehr gefallen. Innerlich sind sich Shaan und Deleja nah, teilen ähnliche Erlebnisse, ähnliche Verluste, ähnliche Ängste – eine Verbundenheit, die nicht erst entsteht, sondern schon da war, lange bevor sie voneinander wussten. Die Natur untermalt übrigens die schicksalhaften Hoch- und Tiefpunkte der Charaktere innerhalb der Geschichte. So beginnt es bereits mit einem bildgewaltigen Gewitter und stößt einen direkt und ohne Vorbereitung in den Kernpunkt der Geschichte. Und das im Prolog. Wer meine Rezensionen verfolgt, weiß, dass ich nicht unbedingt ein Fan von Prologen bin, schon gar nicht von langen. Doch hier passt er für mich, gibt dem Roman so viel mehr an Gewicht und überzeugt. Dennoch hätte er für mich etwas knapper sein können, aber das ist natürlich rein subjektiv.

    Einen kleiner Negativpunkt gibt es für mich dennoch: das Ende, das Nachwort. Es fügt sich nicht ganz so flüssig ins sonstige Erzählgeschehen ein, auch wenn ich den Knackpunkt des Epilogs (ich möchte hier jetzt nicht zu viel verraten) durchaus von seiner Logik her nachvollziehen kann. Man will der Welt ja nicht mehr Bürde auferlegen, als sie unbedingt tragen muss oder sie vielleicht tragen kann. Dennoch hätte ich mir an dieser Stelle etwas emotionalere, vielleicht auch tiefgreifendere Erläuterungen und Auseinandersetzungen gewünscht. Dem Buch und der Geschichte an sich tut dies allerdings nicht wirklich einen Abbruch. Es ist und bleibt ein fantastisches Abenteuer, das mit Sprachgewalt und Ideenreichtum sowie einer absolut visuell imponierenden Ausgestaltung überzeugt und gelesen gehört.

    Das Cover ist dem Genre – High-Fantasy – angemessen. Es wirkt düster, gar Angst einfließend und macht zugleich neugierig auf den Inhalt und die Abenteuer und Kämpfe, die es als Leser begleitend zu bestreiten gilt. Ein wenig erinnert mich die Kämpferin auf dem Cover an den Winter Soldier aus Captain America – was in meinem Fall sehr gut ist, da es mich nur noch neugieriger auf die Geschichte gestimmt hat, sodass ich sie unbedingt lesen wollte. Lasst Euch aber selbst überzeugen und genießt dieses hoch emotionale Leseabenteuer.

    Eure, Jil Aimée

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    Yvi33s avatar
    Yvi33vor 2 Jahren
    Rezension zu „Shai’lanhal“ von Susanne Gavénis

    Meine Meinung:

    Shaan wächst in absoluter Einsamkeit auf und wird bis zu seinem 16.Geburtstag von seinem Vater zum Kämpfer ausgebildet. Das ist notwendig, damit er die Lanhal beim Kampf gegen das Böse beschützen kann. Er bekommt viel Druck von seinem Vater und ständig das Gefühl vermittelt, nicht gut genug zu sein. Das prägt Shaan sehr und lässt ihn im Laufe der Geschichte immer wieder zweifeln. Dadurch fühlt er sich der Aufgabe nicht gewachsen und glaubt nicht an sich. Er wirkt nicht wie der typische Held einer Geschichte und anfangs sogar etwas weinerlich. Aber genau das, macht ihn zu etwas Besonderem und sympathisch. Man lernt ihn mit der Zeit genauer kennen und versteht auch die Hintergründe seiner Zweifel besser.
    Auch Deleja hat mir sehr gut gefallen. Sie ist ein kluges, starkes und sehr freundliches Mädchen. Einzig, dass sie bestimmte Ereignisse relativ spät durchschaut, hat mich etwas gestört und ist ihrem eigentlichen Charakter nicht ganz gerecht geworden.

    Das Buch ist in der Erzählperspektive geschrieben. Abwechselnd begleiten wir entweder Shaan oder Deleja. Es ist flüssig und verständlich geschrieben. Auch wenn die Begriffe „Shai’lanhal“ und „Shai’yinyal“ kompliziert klingen, sind alle Begriffe, Hintergründe und Zusammenhänge im Kampf zwischen Gut und Böse sehr gut erklärt.

    Die Autorin hat hier einen High-Fantasy-Roman geschaffen, der durch sehr viel Tiefe und viele Emotionen bestechen kann. Natürlich kommen auch Action und Spannung nicht zu kurz, denn das Böse in Form der Shai’yinyal geht absolut skrupellos und grausam vor und versetzt alle in Angst und Schrecken. Niemand kann ihr und ihrem Feuer entkommen und die Lage wird immer aussichtsloser. Macht Euch bereit für einen gewaltigen Kampf.


    Cover:

    Das Cover macht absolut neugierig und wirkt sehr angsteinflößend. Aber genauso ist die Shai’yinyal im Buch und versetzt dort die ganze Stadt in Angst und Schrecken.


    Fazit:

    Ein sehr spannender und zugleich tiefgründiger High-Fantasy-Roman.

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    wordworlds avatar
    wordworldvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein einzigartiger Fantasy-Roman, der uns Leser in eine wunderschöne Welt mit zwei tollen Charakteren entführt.
    Spannende Fantasy mit leisen Untertönen

    Allgemeines:


    Titel: Shai´lanhal
    Autor: Susanne Gavénis
    Genre: Fantasy
    ISBN: B01DZSC5RY
    Preis: 3,99€ (Kindle - Edition)


    Inhalt:

    Shaan wäre gern ein ganz gewöhnlicher Junge, doch das Schicksal hat ihm einen anderen Weg vorherbestimmt: Er ist der Shai'lanhal, der Beschützer der Lanhal, der Inkarnation des Guten, die alle zwanzig Generationen in Gestalt eines gewöhnlichen Mädchens wiedergeboren wird.

    In einer alles entscheidenden Schlacht wird die Lanhal mit dem Yinyal, der Verkörperung des Bösen, um die Zukunft der Menschheit ringen, doch solange ihre wahre Macht noch nicht erwacht ist, ist die Lanhal allen Angriffen schutzlos ausgeliefert. Mit seiner Fähigkeit, Wind und Wasser zu beherrschen, muss Shaan sie vor seiner schrecklichen Gegenspielerin beschützen, die ebenfalls über zwei Elemente gebietet – Feuer und Erde. Angesichts der unvorstellbaren Grausamkeit seiner Gegnerin kommen dem sechzehnjährigen Shaan jedoch schnell Zweifel, ob er seiner Aufgabe tatsächlich gewachsen ist. Nur eines ist sicher: Sollte er versagen, wird nicht nur die Lanhal sterben, sondern die ganze Welt für die nächsten vierhundert Jahre in Dunkelheit versinken.


    Bewertung:


    Von diesem Buch war ich regelrecht begeistert! Schon nach dem ersten Satz dachte ich einfach nur "WOW", denn es beginnt mit dem gewaltigsten Gewitter, das man sich nur vorstellen kann. Ich wusste sofort, das dieses Buch noch einiges zu bieten hat...


    "Gezackte Blitze spalteten den Himmel, leckten wie gierige Feuerzungen dem Boden entgegen und rissen das Land für Sekundenbruchteile aus der tiefen Finsternis, die es schon vor Tagen verschlungen hatte..."


    Das Cover des Buches zeigt eine Frau mit langen wallenden Haaren, welche den Leser mit glühend roten Augen anzustarren scheint. An ihren Händen sind orangene Flammen zu sehen, welche aufgrund des dunkel gehaltenen Hintergrunds noch stärker aufzuleuchten scheinen. In ihrem gepanzerten Anzug sieht sie fast ein bisschen aus wie ein Insekt, wirkt aber vor allem eines: Böse!
    Und das passt auch perfekt, denn das Wesen, das dort abgebildet ist soll die Shai´yinyal darstellen, die Beschützerin der Inkarnation des Bösen. Sie kann die Elemente des Feuers und der Erde beherrschen.
    Das Cover passt eigentlich recht gut, ich hätte aber eher Shaan oder Deleja abgebildet, da die beiden eben die Hauptcharaktere sind. Es wirkt so zwar interessant und bedrohlich, doch für den Buchinhalt meiner Meinung nach viel zu mangamäßig. Mit den grellen Farben und dem unechten Wesen, passt es nicht wirklich zu der beinahe mittelalterlichen Stadt, den realistischen Charakteren und den interessanten Szenerien.

    Das Buch beginnt mit einem recht langen Prolog schon sehr interessant. Man nimmt als Leser an der Nacht von Shaans Geburt teil und erfährt gleich den Grund für das abweisende Verhalten von Shaans Vater, Gefflan Geyseré. Seine Frau Sheena stirbt im Kindbett während draußen außerhalb der Burg die Elemente toben und sich auf den kosmischen Kampf vorbereiten und sein somit einziger Sohn Shaan wird vom Schicksal dazu auserwählt der Lanhal im kosmischen Kampf beizustehen und sie mit seinem Leben zu beschützen.

    "Warum er?", schluchzte Gefflan gequält. "Warum mein Sohn?"
    Aber er fand kein Mitleid, sondern nur Ernst in den Augen seines Vaters.
    "Du solltest diese Frage nicht stellen, Gefflan, denn du wirst keine Antwort darauf finden.
    Akzeptiere dein Schicksal.
    Du kannst von dem Weg, der dir vorbestimmt ist, ebenso wenig abweichen wie Shaan.
    Und vergiss nicht:
    Die Bürde, die dein Sohn tragen muss, ist weitaus größer als deine!“


    Alle 20 Generationen werden in einer Nacht der böse Yinyal und die gute Lanhal in der Gestalt eines gewöhnlichen Jungen und Mädchen geboren sowie jeweils ihre Shais. Der Shai´lanhal, Beschützer der Lanhal und die Shai´yinyal, Beschützerin des Yinyals. Der Shai´lanhal beherrscht die Elemente Wind und Wasser während der Shai´yinyal Feuer und Erde untertan sind. Beide könne außerdem noch menschen beinflussen, spüren aber, wenn der jeweils andere ihre oder seine Magie einsetzt. Auch wenn diese Namen jetzt erstmal verwirrend klingen, sind sie einfach auseinanderzuhalten und nach den 603 Seiten kommen sie einem ganz normal vor. Ich finde diese Begriffe sehr interessant gewählt, da es sie so noch nicht gibt und es eine Sache ist, die das Buch einzigartig macht. Die Shais wissen von Anfang an über ihre Bestimmung bescheid und werden bis zu ihrem sechzehnten Geburtstag von ihrem Sarn, ein Elternteil, darauf vorbereitet. So muss der junge Shaan mutterlos nur mit seinem verbitterten Vater in einem einsamen Gebirgstal aufwachsen.


    "Das klare, tragende Lied des Morgensängers, mit dem der winzige, unscheinbare Vogel auf unnachahmliche Weise die aufgehende Sonne begrüßte, hallte durch das Tal, brach sich an den Felsen zu einem vielfachen Echo und wehte durch das geöffnete Fenster des kleinen Backsteinhauses, über dem noch die Schatten de Nacht hingen. Die verspielte Melodie weckte Shaan, so wie jeden Morgen..."

    Das sind die ersten zwei Sätze des ersten Kapitels, welche meiner Meinung nach gut den Schreibstil der Autorin widerspiegeln. Sie versteht es meisterhaft, auf verspielte und unglaublich detailgetreue Art die Umgebung der Charaktere darzustellen, womit sie einen angenehmen und lockeren Flair über den Plot legt, während das Ausmaß der Handlung immer epischer und gewaltiger wird. Die vorindustrielle Welt in der die Charaktere leben ist zwar wie auch das mit dem kosmischen Kampf nichts direkt Neues, doch einfach super umgesetzt. nicht zuletzt durch den Schreibstil erwacht das Tal und später die Stadt Golgamat zum Leben.


    In dem einsamen Tal Hallagat ist aber für Shaan nicht viel Zeit, die Schönheiten der Natur zu genießen, denn er wird von seinem Vater gelehrt, seine Magie einzusetzen, sein Körper auf außergewöhnliche Leistung getrimmt und sein Gehirn mit Wissen und verschiedenen Szenarien des Kampfes vollgestopft. Sein Vater lässt keinen Platz für etwas anderes als den Kampf und macht ihm immer wieder klar, dass das sein einziger Daseinszweck ist und wenn er ihn nicht zu genüge erfüllt, die Welt für 20 Generationen in die absolute Dunkelheit gestürzt wird. Denn wenn die Lanhal vor dem Kampf stirbt oder der Yinyal siegt, wird das Böse die Welt beherrschen bis das nächste Gespann etwa 400 Jahre danach den Kampf erneut entscheidet. Für mich sieht das nach einer ganz schönen Motivation aus, also ist es kein Wunder, das Shaan ständig an sich zweifelt. Trotz seiner Fähigkeiten und Stärken ist er unglaublich unsicher und schüchtern, was ihn menschlich und sehr jung wirken lässt. Er beweist immer wieder seinen Mut, Durchhaltevermögen und trotzdem Moral und Köpfchen, was ihn für mich sehr sympathisch gemacht hat. Er hat diesen unverbesserlichen Drang, allen und nicht nur der Lanhal zu helfen, auch wenn das seiner Gesundheit nicht gerade förderlich ist. Da man sehr viel von seinem Innenleben mitbekommt auch wenn es "nur" aus der Er-Perspektive geschildert ist und das Buch ja wahrlich lang genug ist, kennt man ihn als Leser zum Ende hin fast wie eine richtige Person. Seine Gefühle, Gedanken und Ängste werden realistisch wiedergegeben und so muss man sich einfach in ihn verlieben.


    "Seine Stimme verstummte plötzlich, als hätte sich von einem Moment auf den anderen eine unendlich tiefe Kluft zwischen ihnen aufgetan. kein Geräusch der Umgebung drang mehr an Shaans Ohren. Seine Augen standen weit offen, doch er nahm nichts wahr, lauschte allein dem hellen, glockenklaren Lied, das mit einem Mal seine Seele erfüllte. Eine Melodie, zarter und lieblicher als alles, was er je zuvor vernommen hatte, hallte rein und licht in ihm wider und machte ihm das Herz schwer und weit zugleich. (...)
    "Ich kann es fühlen. Sie ruft mich. Sie wartet auf mich!"


    An seinem sechzehnten Geburtstag vernimmt er dann den Ruf der Lanhal in seinem Inneren, der ihn direkt zu ihr führen wird und so macht er sich mit seinem Vater auf den Weg zu der großen Stadt Golgamat in der sie als älteste Tochter eines sehr reichen Kaufmans lebt. Erst nach etwa 80 Seiten taucht dann Deleja, die Lanhal und zweite Hauptcharakterin zum ersten Mal auf. Ab diesem Moment switchen die Perspektiven immer wieder zwischen Shaan und Deleja.


    Auch sie ist ein sehr interessanter Charakter. Als älteste Tochter einer reichen Familie mit zwei jüngeren und bildhübschen Schwestern muss auch sie mutterlos aufwachsen und die Rolle eines Sohnes einnehmen. Auch wenn ihr der Handel nicht sehr viel Spaß macht und sie lieber wallende Kleider getragen hätte, bereitet sie sich vor, das Erbe ihres Vaters antreten zu können. Auch sie hat mit ihrer Unsicherheit und einer Bürde zu kämpfen, die sie gar nicht wollte, vor allem da ihr Vater vorhat sie gegen ihren Willen zu verheiraten. Sie ist ein Charakter, der sehr schwierig zu beschreiben ist, da Susanne Gavénis es geschafft hat, durch leise Untertöne ihr Innenleben zu zeichnen. Sie glänzt durch das, was sie nicht sagt, einfache Gedanken, die Ruhe, die sie im Rosengarten findet und ihre Liebe zum Meer. Ihre Entwicklung ist unglaublich, ganz langsam Schritt für Schritt bewegt sie sich auf das Verstehen zu und lernt dabei auch mehr über sich und das Leben. Wenn sie am Anfang noch sehr zurückhalten ist, wird sie immer mutiger, selbstständiger, lernt ihre Meinung zu sagen und steht Shaan tatkräftig zur Seite bis es zum finalen Kampf kommt. Es macht viel Spaß ihr praktisch dabei zuzusehen, wie es in ihrem Köpfchen rattert, wobei es auch manchmal fast unaushaltbar ist, sie eine Dummheit begehen zu sehen und nichts sagen zu können.


    "Das leise Rauschen der Brandung empfing sie wie einen lange vermissten Freund, als Deleja ihre Hände auf die Brüstung der Terrasse legte und ihren Blick versonnen über das weite Meer schweifen ließ. Der raue Stein war dunkel vor Nässe, und überall auf den Dächern, Erkern und Straßen glitzerten Pfützen wie Diamanten im Licht der untergehenden Sonne..."


    Auch andere Charaktere sind gut dargestellt, doch die beiden stehen eindeutig im Vordergrund, sodass andere etwas verschwinden.
    Die beiden scheinen perfekt zu einander zu passen und natürlich kommen sie sich immer näher und entwickeln Gefühle. Diese bleiben bei diesem Buch etwas im Hintergrund, doch das passt perfekt zu den beiden Charakter die sehr zurückhaltend, zartbesaitet und unsicher sind.


    Sie hat zu Beginn überhaupt gar keine Ahnung von der Rolle, die sie noch spielen soll und so hat es Shaan sehr schwer an sie heran zu kommen. Er schleust sich mit Hilfe seiner Fähigkeiten in den Hof ein und beschützt sie vor der drohenden Gefahr. Denn auch die Shai´yinyal ist in Golgamat eingetroffen und beginnt rücksichtslos mordend nach den beiden zu suchen. Für Shaan beginnt also ein Wettlauf gegen die Zeit bei dem er versuchen muss, nicht aufzufliegen, Deleja zu beschützen, sie an ihre wahre Identität heran zu führen, den Yinyal zu finden und die Shai´yinyal aufzuhalten.

    "Wie viele Menschen waren bereits gestorben, nur weil er zu dumm oder, wieder einmal, zu lagsam gewesen war?
    Er kannte die genaue Zahl. Sie brannte in seiner Seele wie eine Feuerlohe der Shai´yinyal."


    Die Spannung ist trotz der langsamen Entwicklungen und genauen Beschreibungen die ganze Zeit vorhanden. Natürlich ist es eigentlich schon von Anfang an klar, wie der Kampf enden wird, doch trotzdem ist der Weg dorthin sehr steinig und es ist nicht klar, ob beide noch leben, wenn der Kampf erst losgeht. Die Handlung entwickelt sich rasant und es passiert ständig etwas anderes.
    Natürlich gibt es einige kleine "Logikproblemchen", die sich bei mir aufgetan haben. Das mit den Regeln beim Kampf habe ich nicht ganz nachvollziehen können und auch wann genau der jeweils andere Shai jetzt spürt, wenn der andere seine Magie einsetzt und wann nicht, habe ich nicht verstanden. Es klang manchmal etwas konstruiert. Doch dafür, das die Handlung so gewaltig und allesumgreifend ist, ist sie sehr gut und logisch umgesetzt.
    Die Länge des Buches wird vielleicht den ein oder anderen abgeschreckt haben, doch nur so ist den Charakteren genug Zeit gelassen sich zu entwickeln und auch wir können schön mit rätseln. Für mich verging die Zeit wie im Flug und nach einem Tag war ich beim finalen Kampf angekommen, bei dem die Spannung und Action noch einmal gipfelt.


    "Wind und Feuer fochten einen elementaren Kampf aus, brüllten, tosten und schrien, und doch rückten alle Laute von Deleja ab, als sei sie in die tiefste Tiefen des Ozeans hinabgesunken, an einen Ort, der weder Licht noch Tönen jemals Zutritt gewährte."


    Das Ende danach war zwar schön zu lesen, doch meiner Meinung nach nicht zufriedenstellend. Das und das Cover sind wirklich die einzigen Kritikpunkte, die mich davon abhalten, diesem tollen Roman 5 Sterne zu geben.
    Ich finde, die Autorin hat sich genau am Ende viel zu wenig Zeit gelassen. Direkt nach dem Höhepunkt ist plötzlich alles gut und schön, und manche würden vielleicht sagen - kitschig. Es werden kaum übrige Fragen beantwortet und ich habe nicht genau verstanden, wer jetzt genau alles vergessen hat und wer wen jetzt kennt und was denkt und warum. Außerdem wurden außer Deleja und Shaan so ziemlich alle anderen Charakter plötzlich weggelassen. Ein paar mehr Erklärungen hätte ich mir also gewünscht.
    Trotzdem würde ich sehr gerne weitere Bücher der Autorin lesen und möchte ihr an dieser Stelle danken, dass sie uns ihr Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat und es somit erst möglich für mich gemacht hat, Shaan, Deleja und all die anderen kennenzulernen.


    Fazit:


    "Shai´lanhal" ist wie schon der Titel ein einzigartiger Fantasy-Roman, der uns Leser in eine wunderschöne Welt mit zwei tollen Charakteren entführt. Mit einem unglaublichen Schreibstil, durchgehender Spannung und einer gut durchdachten Handlung ist dieses Buch wohl die Überraschung des Sommers.

     
    Schaut doch mal auf meinem Blog vorbei:

    www.w0rdw0rld.blogspot.com

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    Frank1vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: „Shaiʼlanhal“ bietet dem Leser ein gelungenes Fantasy-Abenteuer, dem Genre-Fans ihre Aufmerksamkeit schenken sollten.
    Die Lanhal und der Yinyal

    Klappentext:

    Shaan wäre gern ein ganz gewöhnlicher Junge, doch das Schicksal hat ihm einen anderen Weg vorherbestimmt: Er ist der Shai'lanhal, der Beschützer der Lanhal, der Inkarnation des Guten, die alle zwanzig Generationen in Gestalt eines gewöhnlichen Mädchens wiedergeboren wird.

    In einer alles entscheidenden Schlacht wird die Lanhal mit dem Yinyal, der Verkörperung des Bösen, um die Zukunft der Menschheit ringen, doch solange ihre wahre Macht noch nicht erwacht ist, ist die Lanhal allen Angriffen schutzlos ausgeliefert.

    Mit seiner Fähigkeit, Wind und Wasser zu beherrschen, muss Shaan sie vor seiner schrecklichen Gegenspielerin beschützen, die ebenfalls über zwei Elemente gebietet – Feuer und Erde.

    Angesichts der unvorstellbaren Grausamkeit seiner Gegnerin kommen Shaan jedoch schnell Zweifel, ob er seiner Aufgabe tatsächlich gewachsen ist. Nur eines ist sicher: Sollte er versagen, wird nicht nur die Lanhal sterben, sondern die ganze Welt für die nächsten vierhundert Jahre in Dunkelheit versinken.


    Rezension:

    Seit sich Shaan erinnern kann, wächst er alleine mit seinem Vater in einem einsamen Gebirgstal auf. Kontakt zu anderen Menschen hatte er diese gesamte Zeit über kaum. Sein einziger Lebenszweck besteht darin, die benötigten Fähigkeiten zu trainieren, um als Shaiʼlanhal bestehen zu können. Alle 20 Generationen muss ein Nachfahre seiner Familie die jeweilige Lanhal beschützen und auf ihren Kampf gegen den Yinyal, der selbst wiederum von einer Shaiʼyinyal beschützt wird, vorbereiten. Sollte der Yinyal siegen oder die Lanhal, bevor es zum Kampf kommt, sterben, würde für die nächsten 20 Generationen das Böse die Welt beherrschen. Pünktlich zu seinem 16. Geburtstag muss sich Shaan seiner Aufgabe stellen. Doch die Shaiʼyinyal geht nicht gerade zimperlich vor.

    Shaan als Held, der sich eigentlich nichts wirklich zutraut und immer von sich selbst denkt, versagt zu haben und nicht gut genug zu sein, möchte am liebsten jedem helfen, nicht nur dem Mädchen, das er eigentlich beschützen soll. Dass das seiner eigenen Gesundheit oft nicht förderlich ist, muss er bald erfahren. Deleja dagegen ist die Tochter eines reichen Kaufmanns und ahnt nichts von der Aufgabe, die auf sie als Lanhal zukommt. Natürlich kann es bei Büchern dieser Art nicht ausbleiben, dass beide schnell mehr für sich empfinden. Bei der Brutalität, die die Shaiʼyinyal an den Tag legt, ist es jedoch sehr fraglich, ob Shaan und Deleja überhaupt überleben werden.

    Susanne Gavénis entführt den Leser mit diesem Fantasy-Werk in eine interessante Welt. Auch wenn vorindustriell geprägte Fantasy-Welten oder der Kampf zwischen dem personifizierten Bösen und Guten sicher keine Neuheit sind, gelingt es der Autorin hier doch, ein ungewöhnliches und spannendes Abenteuer zu entwerfen, das den Leser schnell in seinen Bann zieht. Dabei beherrscht die Autorin die Sprache gekonnt und bringt dem Leser die Handlung abwechselnd aus Sicht der beiden Hauptcharaktere nahe.

    Den Abschluss dieses gelungenen Buches bildet leider ein nicht ganz so gelungener Epilog (VORSICHT, Mini-Spoiler!). Dieser erscheint – gerade nachdem man kurz zuvor den gut geschriebenen Höhepunkt des Buches gelesen hat – recht kitschig. Und die Lösung, allen Beteiligten außer Shaan und Deleja am Ende einen Großteil der Ereignisse einfach vergessen zu lassen, wirkt nicht besonders überzeugend. Vor allem wird dabei nicht wirklich klar, wer sich danach noch an was erinnern kann.


    Fazit:

    „Shaiʼlanhal“ bietet dem Leser ein gelungenes Fantasy-Abenteuer, dem Genre-Fans ihre Aufmerksamkeit schenken sollten.



    Alle meine Rezensionen jetzt auch zentral im Eisenacher Rezi-Center: rezicenter.wordpress.com

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    KristinSchoellkopfvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein toller Fantasyroman mit Überraschungseffekt!
    Shai´lanhal hat mich begeistert!

    Susanne Gavénis hat uns, das Team von Wurm sucht Buch, direkt angeschrieben und ich bin sehr glücklich, dass ich die Rezension des Buches "Shai´lanhal" übernehmen durfte. An dieser Stelle ein großer Dank für das Rezensionsexemplar.
    Das Cover des Romans zeigt eine Frau, welche den Leser mit glühend roten Augen anstarrt. An ihren Armen sind orangene Flammen zu sehen, welche aufgrund des dunkel gehaltenen Hintergrunds noch stärker aufzuleuchten scheinen. Mich persönlich hat das Cover sofort neugierig gemacht, da ich mich gern auf alles Übernatürliche stürze und natürlich sofort beginnen musste zu lesen.
    Die Geschichte dreht sich hauptsächlich um Shaan, einen Jungen, der sich nicht sicher ist, ob er das meistern kann, was von ihm verlangt wird. Wie in der Inhaltsangabe schon beschrieben, ist er der Beschützer der ´Lanhal`, was eine große Bürde für ihn ist. Ebenso kann er die Elemente Wind und Wasser seiner Macht unterwerfen, was aber im Kampfe nicht genug zu sein scheint...
    Shaan hat nicht nur übernatürliche Fähigkeiten, er hat auch mit alltäglichen Problemen zu kämpfen, wie es jeder von uns tut. Er ist wahnsinnig unsicher und traut sich nicht sehr viel zu, was ihn gegenüber dem Leser allerdings im Laufe der Geschichte immer sympathischer und interessanter macht. So scheint er perfekt zu Deleja zu passen, welche ebenso eine entscheidende Rolle im Roman hat und welche, wie Shaan, mit ihrer inneren Unsicherheit und ihrer Last zu kämpfen hat.Durch den tollen Schreibstil und die genauen Beschreibungen der Gefühlswelt und Denkweisen der Charaktere verliebt man sich sehr schnell in sie und fühlt auch bei jedem ihrer Schritte mit.Jeder, der schön öfters Rezensionen von mir gelesen hat weiß, dass bei mir die Charaktere im Vordergrund stehen und dieses Buch hat mich auf diesem Gebiet definitiv überzeugt!
    Als ich begann das Buch zu lesen schlug mir dieser erste Satz entgegen:"Gezackte Blitze spalteten den Himmel, leckten wie gierige Feuerzungen dem Boden entgegen und rissen das Land für Sekundenbruchteile aus der tiefen Finsternis, die es schon vor Tagen verschlungen hatte." (Shai´lanhal, Prolog)Ich wusste sofort: Dieser Schreibstil ist einfach der Wahnsinn!Er erweckt sowohl Emotionen, was den sachlichen Beschreibungen im Roman aber auch keinen Abbruch tut. Ihr müsst Euch einfach selbst von der Schreibkunst von Frau Gavénis überzeugen!
    Fazit:
    "Shai´lanhal" ist ein toller Fantasy-Roman, der überrascht und kein gewöhnlicher Roman ist. Er fasziniert und hat sowohl tolle Charaktere, als auch eine tolle Story!

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    Lia_Lunavor einem Jahr

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