Susanne Gerdom Aethermagie

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Inhaltsangabe zu „Aethermagie“ von Susanne Gerdom

Die junge Baronesse Kato von Mayenburg lebt in einer vom Krieg zerrissenen Welt, in der alles von der magischen Energie, dem Æther, abhängt. Sie kommt dem düsteren Geheimnis der Elementare auf die Spur, die den Æther, für die Menschen produzieren müssen und von diesen in unwürdiger Knechtschaft gehalten werden. Auf der Flucht vor der Geheimpolizei verschlägt es sie in die geheime Abteilung D der Kaiserlichen Irrenanstalt am Brünnlfeld. Wer ist der Drahtzieher hinter den grausamen Versuchen an Irrenhausinsassen? Während sie ihr altes Leben hinter sich lässt, begegnet Kato den Brüdern Milan, der kaiserlichen Prinzessin, einer illustren Geheimgesellschaft in der Kanalisation unter Wien, einem zwielichtigen Nervenarzt und dem Zeit und Raum manipulierenden Professor Tiez – der weitaus harmloser wirkt, als er in Wirklichkeit ist.

Habe mir was anderes vorgestellt, fand das Buch aber trotzdem sehr fesselnd.

— kleine_welle
kleine_welle

Mischung aus Steampunk, fantasy und Thriller, die mir gut gefallen hat

— annlu
annlu

Die perfekte Mischung aus gewohnten Steampunk Elementen und Fantasy, die den Leser mit überzeugenden Figuren in eine neue Welt entführt.

— ZeilenSprung
ZeilenSprung

Eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Es hat mir viele schöne Lesestunden beschert und ich konnte es stellenweise nur schwer beiseite legen, um meinem gewohnten Alltag nachzugehen.

— Rhovana
Rhovana

Unheimlich komplexes Buch, und dabei spannend und unterhaltsam!

— MikkaG
MikkaG

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  • Eher ein Spionagekrimi

    Aethermagie
    kleine_welle

    kleine_welle

    01. July 2017 um 21:26

    Es herrscht Krieg zwischen den Menschen und den Engeln. In dieser Welt ist Karo eigentlich wohlbehütet, als Baronesse von Mayenburg. Aber da sie eine Sensitive ist, d.h. sie kann die Elementarwesen sehen und mit ihnen sprechen, gerät sie zwischen die Fronten der Regierung und des Zeitlosen Ordens. Das Cover gefällt mir persönlich nicht so gut, denn ich mag es überhaupt nicht wenn Personen so viel Raum einnehmen. Das liegt vielleicht daran, dass die Leute auf den Covern selten was mit den Personen im Buch zu tun haben, aber dass durch das Bild suggeriert wird. Die Sprache der Autorin ist zwar recht einfach, aber gut. Man kann sich sehr gut in Katos Welt versetzen. Obwohl es recht lange dauert bis man die Geschichte versteht, denn es wird nicht direkt alles klar erklärt. Und selbst als nach und nach die Erklärungen folgen war ich mir nicht so sicher worum sich der Roman letztendlich drehen möchte. Denn zwischenzeitlich tritt Kato etwas in den Hintergrund und man erfährt als Leser viel von Katos Mutter, die als Spionin arbeitet. Dadurch wirkt das Buch größtenteils auch eher als Spionageroman, denn wenn man viele Fantasyelemente erwartet, wie z.B. die Aetherwesen oder die Engel, wird man etwas enttäuscht, denn diese spielen zwar eine Rolle, aber dann doch mehr eine Nebenrolle.Der Hauptteil liegt eindeutig auf dem Krieg und wie der Zeitlose Orden versucht diesen zu beenden. Trotzdem ist die Geschichte nicht langweilig und ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen, denn die ganzen Verschwörungen sind einfach nur sehr spannend beschrieben und man liest einfach atemlos die Geschehnisse. Was mir weniger gut gefällt sind allerdings die sehr langen Kapitel. Vielleicht hätte man noch einige Unterteilungen vornehmen können um noch einige Cliffhanger einzubauen. So bekommt man sehr lange Teile über ein- und dieselbe Person erzählt. Was natürlich nicht schlecht ist, aber ich persönlich mag auch kürzere Kapitel lieber. Kato ist am Anfang genauso unwissend wie der Leser und stolpert eher zufällig in die ganzen Intrigen. So erscheint sie an vielen Stellen auch recht naiv und lässt sich leicht von den Erwachsenen manipulieren. Was zwar manchmal etwas nervig ist, aber eigentlich nur logisch und vielleicht auch etwas ihrem Alter geschuldet. Katya, Katos Mutter, hingegen ist eine taffe Frau, die es in einer männerdominierten Welt bis zum Major geschafft hat. Sie hat ganz andere Hindernisse zu bekämpfen, denn sie gehört zum Zeitlosen Orden und arbeitet so gegen einen Teil der Regierung. Die großen Erläuterungen zur Welt in der Kato lebt bleiben aber dann doch aus und so hat man als Leser dann doch einige unbeantwortete Fragen. Z.B. wie die Menschen die Elementarwesen einfangen konnten oder was die Engel genau damit zu tun haben. Oder auch die genaue Rolle des Zeitlosen Orden. Am Ende war ich aber dann doch so sehr gefesselt, dass die letzten paar Seiten nur so dahin geflogen sind und am liebsten hätte ich gerne sofort weitergelesen, denn das Buch endet in einem Cliffhanger und man fragt sich wie der Krieg ausgeht und wie es mit Kato weitergeht. Vielleicht werden ja noch viele offene Fragen im zweiten Teil beantwortet. Also werde ich den wohl auch lesen müssen. ;)Mein Fazit: Obwohl Aethermagie offensichtlich in einer Fantasywelt spielt, bin ich mir nicht sicher, ob man einfach nur Fantasy als Genre angeben kann, denn das Buch kam mir mehr wie ein Spionagekrimi vor. Aber trotz der falschen Erwartung wurde ich von der Geschichte nicht enttäuscht, denn sie ist spannend und fesselnd erzählt und ich habe mit den Protagonisten mitgefiebert. 

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  • Leserunde zu "Die Bücherflüsterin" von Anjali Banerjee

    Die Bücherflüsterin
    leucoryx

    leucoryx

    Leucoryx SuB-Abbau-Challenge 2017 Ich möchte gerne mit euch zusammen daran arbeiten unsere SuBs kleiner werden so lassen oder zumindestens nicht entarten zu lassen. Ich habe mir dafür ein paar Regeln ausgedacht, an die ihr halten könnt, wenn ihr wollt. Der Einstieg ist jederzeit möglich. ------------------------------------------------------------------------------- Die Regeln:1. Schreibt einen Sammelbeitrag (den ich verlinken werde):     - Anzahl der Bücher auf eurem SuB zu Beginn     - aktuelle Anzahl der Bücher     - je Monat: Höhe eures SuBs am letzten Monatstag     - Auflistung der gelesenen Bücher + Geldbeträge2. Es zählen die Bücher zum SuB, die sich bei euch Zuhause ungelesen befinden. Geliehene Bücher (z.B. Bibliotheksbücher, Wanderbücher) müssen nicht gezählt werden.3. Geldbeträge werden in einem extra Sparschwein gesammelt. Bitte legt für euch fest, ob ihr an diesen Geldbetrag erst nach Ablauf der Challenge rangehen wollt oder ob es euer (ausschließliches) Geldreservoir für neue Bücher ist.4. Geldbeträge:         1€ je gelesenes (/gehörtes) SuB-Buch ODER         2€ falls das Buch dem Monatsthema entspricht         Ende des Monats: + 3€, falls SuB <= SuB Ende des letzten Monats;   - 3€, falls SuB > SuB Ende des letzten Monats 5. Ich werde jeden Monat ein Auswahlkriterium benennen. Das soll als Hilfestellung dienen, falls ihr nicht wisst was ihr als nächstes lesen wollt.-------------------------------------------------------------------------------Teilnehmer: (Aktualisiert am 13.09.2017)Name                      |  Aktueller SuB   |  Original-SuB  |  Erspartesleucoryx                                  11                          22                      72,00€PollyMaundrell                     15                           60                     47,00€Kirschbluetensommer     181                         181                    53,00€ annlu                                       62                         100                   223,00€Nelebooks                            769                        703                   79,80€ulrikeu                                      81                          50                    19,00€Oanniki                                    27                          38                      23,00€dia78                                   1.204                     1.249                    37,00€ChattysBuecherblog             0                          20                     88,00€ Kurousagi                             346                        251                     0,00€Julie209                                    72                          76                      16,00€StefanReschke                      69                          68                     -3,00€darkshadowroses              569                        554                     1,00€

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    • 254
  • Die Aetherwissenschaftler greifen an!

    Aethermagie
    annlu

    annlu

    15. January 2017 um 00:31

    Abwärts. Immer weiter abwärts in die Dunkelheit. Die Panik kroch durch seine Glieder, wie ein lebendiges Wesen, das ihn von innen heraus auffraß. Die Aetherwelt befindet sich im Krieg. Die Front rückt immer näher auf die kaiserliche Stadt zu. Doch die Gefahren drohen auch von innen. Die junge Baroness Kato von Mayenburg kann nicht länger die Augen davor verschließen, dass sie die besondere Begabung hat, die Elementarwesen zu sehen, die dem Aether inne wohnen und dass gerade diese Fähigkeit sie in Schwierigkeiten bringt. Der Bedrohung durch die Aetherwissenschaftler sind auch Katalin Nagy, Major der Geheimpolizei, und ihre treuesten Mitarbeiter auf der Spur. Als sie sich dazu entschließt, ihren Freund Jewgenji als Spion in eine Irrenanstalt einzuschleusen, droht nicht nur er an der Mission zu scheitern. Die Geschichte wechselt zwischen den Ereignissen um Kato und jenen um Nagy und Jewgenji. Sie spielt in einer Welt, die der unseren zwar angelehnt ist, sich dennoch stark davon unterscheidet. So hatte ich in vielen Momenten das Gefühl, mich im Österreich des 19. Jahrhunderts zu befinden. Der Aether und einige Gefährte haben das steam-punk Element mit in die Geschichte gebracht. Allerdings wurde schon früh ein Hauch von Magie mit eingeflochten. Die Elementarwesen, die im Aether wohnen und von den Menschen gefangen gehalten werden, waren nur ein Beispiel dafür. Die Vermischung dieser Elemente zu einer ganz eigenen Welt kam ohne größere Erklärungen aus. Einige Details wurden nur angedeutet und blieben im Dunkeln. So wurden andere Reiche angesprochen, die mir historisch nicht bekannt waren und der Krieg wird gegen die Engel geführt, die lange Zeit kein genaueres Erscheinungsbild bekamen. Entgegen meinen Erwartungen, die durch den Klappentext und das Cover – das mir im Übrigen sehr zusagt – ausgelöst wurden, nahm Kato keine allzu aktive Rolle in den Handlungen ein. Passend zur adeligen Gesellschaft, in der Kato aufgewachsen ist, verhält sie sich meist wie die brave Tochter eines Barons. Dass sie zwar einige Vorlieben hat, die nicht ganz dem Bild einer höheren Tochter entsprechen, machte sie zwar sympathisch, ihre Rebellion erstreckte sich aber nur auf das Lesen von Büchern und dem Rennen im Haus. So ließ sie sich von ihrer Stiefmutter sehr viel sagen und hielt sich an viele Regeln der Gesellschaft. Das hat sie nicht unsympathisch gemacht und ihr Umgang mit den Elementarwesen war sehr interessant. Nur wusste der Leser durch die Abschnitte um Nagy und Jewgenji sehr viel mehr über die Gefahren und die dafür Verantwortlichen, sodass Kato oft naiv erschien und eher passiv in die Ereignisse gedrängt wurde, als sich zu wehren. Dazu hatte sie ein Talent dafür, Freund von Feind nicht unterscheiden zu können. Gerade deshalb war ich froh um die anderen Abschnitte. Die Szenen in der Irrenanstalt und die Veränderungen, die diese bei Jewgenji auslösten, waren zwar mitunter erschreckend, brachten aber auch einige Erkenntnisse und sehr viel Spannung mit in die Geschichte. Das schon frühe Auftauchen eines Ordens, der sich für Frieden einsetzt, die Zusammenhänge, die sich aus seinen Mitgliedern und den unmittelbaren Ereignissen ergeben und die Unsicherheit, wem Major Nagy vertrauen kann, hat mich bei diesen Abschnitten immer wieder an einen Thriller erinnert: überall lauern Spione und Verräter, ein Fehltritt oder ein falsches Wort könnte zum Tode führen. Durch die unterschiedlichen Charaktere und ihre Umgebung fand ich den Kontrast zwischen den Abschnitten um Major Nagy und um Kato sehr auffällig. Katos Teil zeigt die Naivität ihrer beschützten Jugend, aber auch das Staunen um die Magie, der sie begegnet und die Sorge um sich und ihren Vater. Katalin hingegen war die starke Frau, die ich mir in der Geschichte gewünscht habe. Sie ist absolut loyal ihrem Auftraggeber gegenüber, bringt dafür auch persönliche Opfer, fühlt sich dem Orden zugetan, sieht nun aber immer mehr Probleme auf sich zudriften, denen sie nicht mehr gewachsen zu sein scheint. Trotz der Tatsache, dass ich ihre Rolle im Buch sehr passend fand und die Abschnitte um sie und Jewgenji lieber mochte, konnte ich sie lange nicht sympathisch finden So fand ich mich immer wieder in der Situation wieder, dass ich mich über Katos Leichtgläubigkeit geärgert habe, sie aber trotzdem mochte. Fazit: Der Klappentext hat mich auf eine falsche Spur geführt – die Geschichte ist soviel mehr, als nur die Ereignisse um die Baronesse: steam-punk mit magisch und historisch angehauchter Atmosphäre bildeten die Kulissen für eine Geschichte um Geheimnisse, Verrat, Intrigen und einem Orden, der das ganze verhindern will.

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    • 2
  • Nicht einfach nur Fantasy...

    Aethermagie
    inflagrantibooks

    inflagrantibooks

    21. June 2015 um 11:55

    Meinung „Aethermagie“ ist eine Geschichte, die ich, wenn ich ehrlich bin, von mir aus nicht in die Hand genommen hätte. Fantasy schreckt mich immer etwas ab, von daher lese ich das auch kaum. Aber dafür gibt es ja meine „Susanne Gerdom“ Challenge und die Premiere, dass ich mich selbst eines Besseren belehren konnte. Eigentlich müsste ich es doch wissen. Eigentlich war es von Anfang an klar. Susanne schreibt keine schnöde Fantasy! Und ich weiß das, doch irgendwie entschwindet mir dieses Wissen immer wieder aufs Neue und ich frage mich vor jeder neuen Geschichte von ihr, ob das nun „diese Eine“ ist, die mir nicht gefällt, eben weil es Fantasy ist. Aber weil Susanne eben nicht einfach „nur“ Fantasy schreibt, finde ich mich selbst immer wieder in ihren Geschichten wieder und denke: Wie bist du jetzt hier hergekommen? Sie packt mich, reißt mich zwischen ihre Worte und lässt mich einfach nicht mehr gehen! So auch hier… Die ersten Kapitel verwirrten mich etwas. Aber auf eine positive Art. Die wechselnde Sicht, aus der diese erzählt werden, machten neugierig, ohne mich zu nerven. Es sind verschiedene Handlungsstränge, die nebenher ablaufen und ich fragte mich die ganze Zeit, wie die zusammen gehören. Ich sah die Verbindung nicht, rätselte, überlegte und lag am Ende doch falsch. Susanne schafft es wieder wunderbar, den Leser neugierig auf mehr zu machen und gleichzeitig das Gefühl auszulösen, dass man nicht will, das die Geschichte jemals endet. Die Baronesse Kato von Mayenburg ist eine der Hauptfiguren. Sie ist jung, stellenweise etwas naiv und durch und durch gut. Ich bin mir sicher, dass sie niemals jemand etwas Böses antun könnte und sie sucht sogar in den grauenhaften Dingen, die ihr angetan werden, noch irgendeinen Sinn. Selbst ich fand dort keinen, aber Kato ist unerschütterlich in ihrem Gut-Denken. Sie wächst zudem sehr behütet auf. Ihr Vater ist offensichtlich krank, aber ihre Stiefmutter kümmert sich herzzerreißend um sie. Kato, ganz die gute Tochter, stimmt so ziemlich allem zu, was diese ihr sagt. Ihre richtige Mutter ist tot und niemand spricht über sie. Kato interessiert sich aber nicht nur für „Mädchenkram“, sondern verbringt ihre Zeit am liebsten bei Tiez. Bücher sind ihre Welt und außerdem weiß Kato, dass nichts in ihrer Welt so normal ist, wie alle um sie herum es ihr weiß machen wollen … Professor Tiez ist mit Abstand die genialste Person in der ganzen Geschichte. Er spielt gar keine sooo große Rolle, aber seine Gegenwart ist Allgegenwärtig. Er ist einfach überall, egal zu welcher Zeit oder in welchem Handlungsstrang. Tiez ist ein Mysterium für sich, total verschroben und dennoch glasklar im Kopf. Tiez weiß mehr, als er sagt. Sieht mehr, hört mehr und ist selbst viel mehr, als alle agierenden Personen wissen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er im zweiten Teil noch wichtiger wird, als er so schon ist. Wenn das überhaupt geht. ^^ Katya – die Frau mit den vielen Gesichtern. Es dauerte eine Weile bis ich sie durchschaut hatte und bei Susannes Geschichten ist es wohl eher der Fall, dass ich das noch längst nicht habe. Sie ist die Leiterin der Geheimpolizei, dient nur der Kaiserin und ist trotzdem noch mehr und viel weniger. Es ist schwer, ihre Figur in Worte zu fassen, denn alles was ich sage, könnte falsch oder zu viel sein. Sie verkörpert eine Frau, die gegen alles kämpft, was in dieser Welt richtig und gut ist um zu beweisen, dass es eben nicht richtig und gut ist. Das sind nur ein paar der Figuren innerhalb der Geschichte. Es fällt schwer, genau herauszufinden, wer hier den roten Faden in der Hand hält, denn alle Figuren sind wichtig, alle haben eine Rolle in der Geschichte. Susanne versteht es wieder wunderbar, jeder Figur Leben einzuhauchen, selbst wenn es nur das stille Dienstmädchen ist, was gar keinen Namen hat. Die Grundhandlung ist einfach: Es herrscht Krieg zwischen den Menschen und den Engeln. Kato ist leider zur falschen Zeit am falschen Ort und kennt auch noch die falschen Leute, denn plötzlich tun sich Dinge vor ihr auf, die niemand so erwartet hätte. Im Krieg ist alles erlaubt und deswegen spielt die Irrenanstalt eine sehr große Rolle. Das mag jetzt verwirren, aber leider kann ich nicht mehr auf den Inhalt eingehen. Im Klappentext steht schon genug und ich hab echt die Befürchtung, wenn ich zu viel verrate, ist die Geschichte hinüber.^^ Man sollte der Geschichte Zeit lassen. Zeit sich zu entfalten. Zeit, ihr wahres Potenzial zu offenbaren. Denn die verschiedenen Kapitel, die aus verschiedenen Sichtweisen erzählt werden, hängen wirklich alle zusammen und ergeben am Ende sogar einen Sinn. Außerdem sollte man im Hinterkopf behalten, dass Susanne keine schnöde Fantasy schreibt. Alles, was passiert, hat Hand und Fuß und alles ist in irgendeiner Art wichtig! Nichts passiert einfach nur so. Die Wendungen überraschten mich immer wieder aufs Neue, sodass es mir sehr schwer viel, das Buch auch nur eine Sekunde aus der Hand zu legen. Fazit „Aethermagie“ ist für Fans von Susanne Gerdom sicherlich ein Must Read, aber auch Fantasy-Fans kommen hier auf ihre Kosten. Susanne mischt gekonnt die Realität mit Fantasie und erschafft Wesen, die fantastischer nicht sein könnten, dreht die Zeit im Raum und zeigt, dass niemand genau so ist, wie er auf den ersten Blick scheint. Bewertung „Aethermagie“ bekommt von mir 5 von 5 Marken. Ich bin gespannt, ob Band 2 meinen Erwartungen nun standhalten kann. Tilly

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  • exzellent

    Aethermagie
    Yagmur

    Yagmur

    14. June 2014 um 22:19

    Inhalt Kato von Mayenburg, eine behütete höhere Tochter, lebt in einer Welt, in der Krieg herrscht und alles von der magischen Energie, dem Æther abhängt. Sie erforscht das Geheimnis der Elementare und gelangt zu einigen schrecklichen Erkenntnissen. Als sie auf der Flucht vor der Geheimpolizei ist, gerät sie in die Abteilung D der Kaiserlichen Irrenanstalt. Dort werden grausame, brutale Experimente an Irrenhausinsassen verübt. Doch wer steckt hinter all dem? Sie lässt ihr altes Leben hinter sich und kämpft für die Zukunft der Ætherwelt. Meinung "Æthermagie" ist das zweite Buch von Susanne Gerdom, welches ich gelesen habe. "Dracyr – Das Herz der Schatten" hat mich sehr begeistert. Daher bin ich davon überzeugt gewesen, dass "Æthermagie" mich sehr gut unterhalten wird. Es hat mich keineswegs enttäuscht. Ich habe vorgehabt, häppchenweise zu lesen, aber man wird so in den Bann gezogen, dass man das Gefühl hat, nicht mehr mit dem Lesen aufhören zu wollen. Man möchte einfach, dass die Geschichte in unendlicher Weite fortgesetzt wird. Der Schreibstil ist einzigartig. Susanne Gerdom schreibt die Geschichte feinsinnig und detailtreu. Die Detailtreue wirkt nicht überladen. Sie ist umwerfend und inszeniert ein großartiges Kopfkino. Ebenso setzt Susanne sprachliche Stilmittel bemerkenswert ein, die der Geschichte eine große Bedeutung und Wirkung verleihen. So werden bestimmte Aussagen verstärkt in den Vordergrund gerückt oder besser verdeutlicht, ebenso auch bestimmte Inhalte besonders hervorgehoben. Am meisten liebe ich, wenn Susanne Metaphern einsetzt. Sie sind so ausgesprochen hervorragend und passend gewählt und unterstützen den Inhalt bildlich schön. Es ist einfach magisch, wie Susanne Gerdom schreibt. Man wird einfach verzaubert. Susanne Gerdom greift die Elementarphysik auf und verleiht ihr an Dichte. Diese komplexe Idee setzt sie in der Geschichte übersichtlicht und verständlich um, was ich bemerkenswert finde. "Æthermagie" ist kein Buch für zwischendurch. Ich empfehle es, konzentriert zu lesen, um so die einzelnen Handlungen zu verstehen und dem Ganzen zu folgen. Ebenfalls kann es vorkommen, dass die Namen und andere Bezeichnungen sowie die für die Ætherwesen verwirrend wirken, aber dafür ist das hilfreiche Glossar am Ende des Buches vorgesehen. Die Figuren sind alle unterschiedlich und haben verschiedene Eigenschaften. Sie sind gut und liebevoll ausgearbeitet und wirken auch lebendig. Kato und Katya sind sympathische Figuren, die ich schnell liebgewonnen habe. Besonders Katos Dickköpfigkeit und Selbstbewusstsein liebe ich an ihr. Kato, Katya und Jewgenij lernt man als Figuren besonders gut kennen, da die Geschichte aus ihrer Perperspektive geschildert wird. So kriegt man ein gutes, intensives Bild von ihnen. Das Ende der Geschichte hat mich neugierig gemacht, da einige Fragen noch offen sind. Am liebsten möchte man sofort mit der Fortsetzung beginnen. Lieblingszitat "... wünschte sich mit aller Macht zurück, nicht nach Hause, sondern in eine Vergangenheit, die ihr heute so schwerelos und bunt, voller Lachen und Sorglosigkeit erschien, dass das graue, schwere Jetzt dagegen umso bleierner an ihren Gliedern zu hängen schien." Fazit Mit "Æthermagie" erlebt man ein fantastisches Kopfkino. Spannende und überraschende Szenen sind reichlich enthalten, die einen zum Lesen fesseln. Absolute Leseempfehlung!

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  • Faszinierende, vielschichtige Geschichte mit tollen Charakteren!

    Aethermagie
    MikkaG

    MikkaG

    31. May 2014 um 23:06

    Ein Blick auf den Titel und das Cover, dann ist schon sonnenklar: wir haben es hier mit einem Steampunk-Roman zu tun! Da hüpft mein Leserherz vor Freude, denn das Genre bietet ein unglaubliches Potential für Spannung, interessante Charaktere, mysteriöse Geschehnisse und dunkle Geheimnisse. Susanne Gerdom zieht in Aethermagie virtuos alle Register und nutzt meiner Meinung nach dieses Potential voll aus! Und dabei verpasst sie dem Genre ihre ganz eigene Handschrift und überspringt auch schon mal Genregrenzen. Das Buch las sich von vorne bis hinten originell und thematisch unverbraucht; es passiert immer wieder etwas Neues, Überraschendes, nichts ist vorhersehbar. Volle Punktzahl für Originalität! Auch die Spannung baut sich schnell auf und flaut dann höchstens mal für einzelne Szenen kurzfristig ab, um sich dann umso rascher in die Höhe zu schrauben. Die Menschen befinden sich mitten in einem Krieg gegen die Engel, und ein im Verborgen wirkender Geheimorden will den Frieden wiederherstellen - und die Gefährten der Engel von der Versklavung durch die Menschen befreien. Denn bei diesen handelt es sich um friedliche, wehrlose Geschöpfe, die unter Schmerzen ihr Dasein in Käfigen fristen müssen, und nur die Sensitiven können dem ein Ende bereiten. Im Geheimen arbeiten andere, kriegstreibende Gruppierungen an einer Geheimwaffe, und in einer Irrenanstalt geht weit mehr vor sich als die Heilung der Patienten... Jedes dieser Themen alleine hätte schon genug Potential für ein spannendes Buch geboten, und hier ergeben sie eine interessante Mischung und intelligente Unterhaltung. Die junge Kato ahnt am Anfang noch nicht, dass sie bald mitten hinein geraten wird in einen Malstrom aus politischen Intrigen, dunklen Geheimnissen und Lebensgefahr. Zum Einen, weil sie die Aetherwesen sehen kann - und zum Anderen, weil ihr Vater zunehmen den Verstand zu verlieren scheint... Kato war mir sehr sympathisch, denn sie ist mutig, mitfühlend, entschlossen, intelligent und denkt außerhalb der engen Grenzen gesellschaftlicher Konventionen. Ein Hurra auf starke weibliche Charaktere! Aus dem Klappentext geht allerdings nicht deutlich hervor, dass Kato nur in Teilen der Handlung im Mittelpunkt steht; in anderen stehen ebenso wichtige Charaktere im Rampenlicht, wie z.B. Katalin "Katya" Nagy, Spionin der Kaiserin und Leiterin des Sicherheitsbureaus, die es oft zwischen Pflichterfüllung und persönlichen Gefühlen fast zerreisst. Oder ihr Geliebter "Shenja" Jewgenij Danilowitsch, den sie auf eine beinahe aussichtlose Mission schicken muss: unter falscher Identität wird er in die Irrenanstalt eingeschleust und erfährt am eigenen Leib, wie Insassen skrupellos gefoltert und Experimenten unterworfen werden... Und wie schwer es ist, dabei den Verstand nicht zu verlieren. Mit diesen beiden habe ich immer wieder mitgelitten und mitgefiebert. Auch die zahlreichen anderen Charaktere sind gut und lebendig geschrieben, dreidimensional und glaubhaft, und dabei alles andere als durchschnittlich. Von der aufmüpfigen Prinzessin über den scheinbar ganz normalen Ladenbesitzer, der ganz im Verborgenen über Raum und Zeit gebietet, bis zum zwiespältigen Irrenarzt, bei dem man nie so genau weiß - was ist er nun? Im Grunde gutmeinend aber fehlgeleitet? Oder einfach ein skrupelloser Sadist? Am Anfang hatte ich manchmal ein paar Probleme, mit den vielen Namen zurechtzukommen und mir zu merken, wer wer ist, aber das gab sich schnell. Wenn man einmal in der Geschichte drin ist, kommt es einem so vor, als würde man die Charaktere schon ewig kennen! Und so nach und nach verbinden sich die vielen Handlungsstränge auch immer mehr, und man stellt fest, dass manche Charaktere in allen davon eine Rolle spielen. Man sollte sich schnell von dem Gedanken verabschieden, dass wichtigen Charakteren nichts Schlimmes passieren kann... Die Autorin bringt Handlungsstränge konsequent zu ihrem logischen Schluss. Die typische kitschige Lovestory gibt es hier nicht. Ja, es wird anfangs erwähnt, dass Kato sich in einen jungen Mann verguckt hat, der für ihre Stiefmutter keine zufriedenstellende Partie ist, aber das spielt fast keine Rolle mehr im Rest des Buches. Das einzige Liebespaar, das mir in den Sinn kommt, wenn ich an das Buch denke, sind Katya und Shenja, und auch da sucht man Kitsch vergeblich, denn ihre Geschichte ist eine bittersüße und hat mich manchmal fast zum Weinen gebracht. Den Schreibstil fand ich großartig. Meisterhaft wird hier Atmosphäre aufgebaut, und die Welt präsentiert sich dem Leser in mal bunten, mal düsteren Bildern. Susanne Gerdom gelingt es, die ganze Komplexität der Handlung unterhaltsam zu verpacken, so dass Unterhaltung und Tiefgang sich gegenseitig nicht ausschließen - aber ein bisschen mitdenken muss man schon! Besonders beeindruckt war ich davon, wie unmerklich und im Geheimen sie die vielen Bruchstücke der Handlung zusammensetzt, bis man auf einmal das Gesamtbild erkennt... Fazit: Dieses Buch lässt sich nicht von Genregrenzen einschränken: hier findet man alles, von magischen Wesen und Engeln über Geheimbünde und kaiserliche Spione bis zu Steampunk-Technologie und einer albtraumhaften Irrenanstalt. Es bietet sowohl Spannung als auch Anspruch, und eine Handlung, die man sich aus ihren bunten Splittern erst zusammensetzen muss - ein Buch zum mitdenken und mitfiebern, das mich uneingeschränkt begeistert hat! Ich werde den zweiten Band direkt lesen, ich habe ihn schon auf dem eBook-Reader.

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  • Faszinierende, vielschichtige Geschichte mit tollen Charakteren!

    Aethermagie
    MikkaG

    MikkaG

    31. May 2014 um 23:06

    Ein Blick auf den Titel und das Cover, dann ist schon sonnenklar: wir haben es hier mit einem Steampunk-Roman zu tun! Da hüpft mein Leserherz vor Freude, denn das Genre bietet ein unglaubliches Potential für Spannung, interessante Charaktere, mysteriöse Geschehnisse und dunkle Geheimnisse. Susanne Gerdom zieht in Aethermagie virtuos alle Register und nutzt meiner Meinung nach dieses Potential voll aus! Und dabei verpasst sie dem Genre ihre ganz eigene Handschrift und überspringt auch schon mal Genregrenzen. Das Buch las sich von vorne bis hinten originell und thematisch unverbraucht; es passiert immer wieder etwas Neues, Überraschendes, nichts ist vorhersehbar. Volle Punktzahl für Originalität! Auch die Spannung baut sich schnell auf und flaut dann höchstens mal für einzelne Szenen kurzfristig ab, um sich dann umso rascher in die Höhe zu schrauben. Die Menschen befinden sich mitten in einem Krieg gegen die Engel, und ein im Verborgen wirkender Geheimorden will den Frieden wiederherstellen - und die Gefährten der Engel von der Versklavung durch die Menschen befreien. Denn bei diesen handelt es sich um friedliche, wehrlose Geschöpfe, die unter Schmerzen ihr Dasein in Käfigen fristen müssen, und nur die Sensitiven können dem ein Ende bereiten. Im Geheimen arbeiten andere, kriegstreibende Gruppierungen an einer Geheimwaffe, und in einer Irrenanstalt geht weit mehr vor sich als die Heilung der Patienten... Jedes dieser Themen alleine hätte schon genug Potential für ein spannendes Buch geboten, und hier ergeben sie eine interessante Mischung und intelligente Unterhaltung. Die junge Kato ahnt am Anfang noch nicht, dass sie bald mitten hinein geraten wird in einen Malstrom aus politischen Intrigen, dunklen Geheimnissen und Lebensgefahr. Zum Einen, weil sie die Aetherwesen sehen kann - und zum Anderen, weil ihr Vater zunehmen den Verstand zu verlieren scheint... Kato war mir sehr sympathisch, denn sie ist mutig, mitfühlend, entschlossen, intelligent und denkt außerhalb der engen Grenzen gesellschaftlicher Konventionen. Ein Hurra auf starke weibliche Charaktere! Aus dem Klappentext geht allerdings nicht deutlich hervor, dass Kato nur in Teilen der Handlung im Mittelpunkt steht; in anderen stehen ebenso wichtige Charaktere im Rampenlicht, wie z.B. Katalin "Katya" Nagy, Spionin der Kaiserin und Leiterin des Sicherheitsbureaus, die es oft zwischen Pflichterfüllung und persönlichen Gefühlen fast zerreisst. Oder ihr Geliebter "Shenja" Jewgenij Danilowitsch, den sie auf eine beinahe aussichtlose Mission schicken muss: unter falscher Identität wird er in die Irrenanstalt eingeschleust und erfährt am eigenen Leib, wie Insassen skrupellos gefoltert und Experimenten unterworfen werden... Und wie schwer es ist, dabei den Verstand nicht zu verlieren. Mit diesen beiden habe ich immer wieder mitgelitten und mitgefiebert. Auch die zahlreichen anderen Charaktere sind gut und lebendig geschrieben, dreidimensional und glaubhaft, und dabei alles andere als durchschnittlich. Von der aufmüpfigen Prinzessin über den scheinbar ganz normalen Ladenbesitzer, der ganz im Verborgenen über Raum und Zeit gebietet, bis zum zwiespältigen Irrenarzt, bei dem man nie so genau weiß - was ist er nun? Im Grunde gutmeinend aber fehlgeleitet? Oder einfach ein skrupelloser Sadist? Am Anfang hatte ich manchmal ein paar Probleme, mit den vielen Namen zurechtzukommen und mir zu merken, wer wer ist, aber das gab sich schnell. Wenn man einmal in der Geschichte drin ist, kommt es einem so vor, als würde man die Charaktere schon ewig kennen! Und so nach und nach verbinden sich die vielen Handlungsstränge auch immer mehr, und man stellt fest, dass manche Charaktere in allen davon eine Rolle spielen. Man sollte sich schnell von dem Gedanken verabschieden, dass wichtigen Charakteren nichts Schlimmes passieren kann... Die Autorin bringt Handlungsstränge konsequent zu ihrem logischen Schluss. Die typische kitschige Lovestory gibt es hier nicht. Ja, es wird anfangs erwähnt, dass Kato sich in einen jungen Mann verguckt hat, der für ihre Stiefmutter keine zufriedenstellende Partie ist, aber das spielt fast keine Rolle mehr im Rest des Buches. Das einzige Liebespaar, das mir in den Sinn kommt, wenn ich an das Buch denke, sind Katya und Shenja, und auch da sucht man Kitsch vergeblich, denn ihre Geschichte ist eine bittersüße und hat mich manchmal fast zum Weinen gebracht. Den Schreibstil fand ich großartig. Meisterhaft wird hier Atmosphäre aufgebaut, und die Welt präsentiert sich dem Leser in mal bunten, mal düsteren Bildern. Susanne Gerdom gelingt es, die ganze Komplexität der Handlung unterhaltsam zu verpacken, so dass Unterhaltung und Tiefgang sich gegenseitig nicht ausschließen - aber ein bisschen mitdenken muss man schon! Besonders beeindruckt war ich davon, wie unmerklich und im Geheimen sie die vielen Bruchstücke der Handlung zusammensetzt, bis man auf einmal das Gesamtbild erkennt... Fazit: Dieses Buch lässt sich nicht von Genregrenzen einschränken: hier findet man alles, von magischen Wesen und Engeln über Geheimbünde und kaiserliche Spione bis zu Steampunk-Technologie und einer albtraumhaften Irrenanstalt. Es bietet sowohl Spannung als auch Anspruch, und eine Handlung, die man sich aus ihren bunten Splittern erst zusammensetzen muss - ein Buch zum mitdenken und mitfiebern, das mich uneingeschränkt begeistert hat! Ich werde den zweiten Band direkt lesen, ich habe ihn schon auf dem eBook-Reader.

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  • Komplexer und spannender Roman

    Aethermagie
    Wonder_

    Wonder_

    12. March 2014 um 23:18

    Hinter "Æthermagie" verbirgt sich ein komplexer und spannender Roman, der durch viele unerwartete Elemente überrascht. Das Buch bietet weit mehr, als der Klappentext vermuten lässt und konnte mich durch die vielen actionreichen und nervenaufreibenden Szenen fesseln. Das Buch erfasst die Intrigen eines Krieges, der stets präsent ist, aber sich dennoch im Hintergrund hält. Die Fantasy-Elemente fügen sich perfekt in das Geschehen ein und runden das Bild ab. Das im Steampunk-Stil anmutende Cover finde ich sehr ansprechend, da es sowohl optisch wirklich super gelungen ist, als auch vom Motiv her gut zum Inhalt passt. Kato stellt man sich exakt so vor, wie sie abgebildet ist. Auch der Titel wurde gut gewählt, weckt die Neugier der Leser, ohne zu viel zu verraten, ist dabei aber auch nicht nichtssagend. Die Charaktere des Buches sind an sich nicht unbedingt außergewöhnlich, aber was sie zu etwas ganz besonderem macht, ist die Tatsache, das man erst nach und nach erfährt, wer die verschiedenen Figuren sind, auf welcher Seite sie stehen und welcher Zusammenhang zwischen ihnen besteht. So stellen sich viele Figuren, die man kennelernt, als ein und dieselbe heraus, durch den einfachen Trick, dass sie mit unterschiedlichen Namen angesprochen werden, je nachdem aus wessen Sicht erzählt wird. Anders als der Klappentext vermuten lässt, spielt nicht nur Kato hier eine dominierende Rolle, das Buch wird zudem zu gleichen Teilen aus der Sicht der Majorin Nagy und dem Polizisten Jewgenij erzählt. Man erhält Einblicke in alle Bereiche, sowohl in die Irrenanstalt, als auch in die Geheimpolizei, ebenso wie direkt in den Palast und die Geheimgesellschaft. All diese Schauplätze sind genial miteinander verknüpft, die Beziehungen der Figuren bleiben oft lange Zeit im Dunkeln und bieten so manche Überraschung. So viele Aha-Momente wie bei diesem Buch sind mir selten untergekommen. Zudem sind die Figuren selbst auch sehr komplex und durchgehend überzeugend, von den Protagonisten, bis hin zu den Nebenfiguren. Besonders die Undurchschaubarkeit hat mich fasziniert, jedes Mal, wenn man denkt, man hat jemanden durchschaut, wird man eines Besseren belehrt. Die Autorin scheut sich nicht, ihre Figuren die grausamsten Dinge durchleiden zu lassen, und bringt das so perfekt auf den Punkt, das ich nur eines sagen kann: Respekt. Eine wahre Explosion an Authentizität. Einziger Kritikpunkt ist, dass man bei manchen Figuren hin und wieder durcheinander kommt, besonders zu Anfang, da die Namen unterschiedlicher Personen manchmal sehr ähnlich waren, während eine andere Person mit verschiedenen Namen angesprochen wurde, die augenscheinlich nichts gemein haben. Zugegeben, der Einstieg in das Buch fällt sehr schwer. Erst nach ca. 100 Seiten kommt man einigermaßen klar. Das ist allerdings gleichzeitig auch das Faszinierende an dem Buch, denn es kommt durchweg ohne Erklärungen oder Hintergrundinformationen aus. Man wird in die verschiedenen Sichten hineingeworfen und erlebt die Geschichte durch die Augen der Figuren. Und zwar wirklich nur das, was die jeweilige Figur in dem Moment erlebt. Der komplette Rahmen der Geschichte baut sich dabei nach und nach von selbst auf, durch kleine Bemerkungen zwischendurch, sodass die Geschichte nach und nach wächst und von einem schier undurchdringlichen Nebel zu einer handfesten Story heranwächst. Der Leser wird dabei oft in die Irre geführt, fragt sich, wie verschiedenen Dinge miteinander zusammenhängen, wieso das ein oder andere nun relevant ist, und warum jemand überhaupt auftaucht. Fakt ist allerdings, das in diesem Buch kein einziges noch so kleines Wort überflüssig ist. Die Autorin hat ihre Idee so perfekt und nahtlos umgesetzt, dass sich jeder Faden am Ende in den Hauptstrang einfädelt, der erst mit der Zeit erkennbar wird. Was man während dieses Buches alles erlebt, erscheint einem im Nachhinein unmöglich auf knapp 450 Seiten zu passen. Das Buch bietet so viele Schauplätze, Figuren, Emotionen, Wendungen und Handlungsstränge, das es andere Bücher wirklich absolut in den Schatten stellt. Besonders die Vorgänge in der Irrenanstalt haben es in sich. Ein Buch voller neuer und origineller Ideen, die den Leser in eine völlig neue und unbekannte Welt entführen, und dabei sogar noch einen historischen Part beinhalten. Ich kann nur sagen, trotz schwerem Einstieg und hin und wieder dem ein oder anderen Fragezeichen im Kopf, war ich mehr als nur positiv überrascht und kann dieses Buch getrost zu meinen Highlights zählen. Das eine Fortsetzung in den nächsten Wochen erscheint ist umso erfreulicher. Für mich ein durch und durch lesenswertes Buch, wenn man Lust auf eine etwas anspruchsvollere und komplexere Lektüre hat, die mehr bietet als seichte Lovestorys und schon zig mal durchgekaute Plots. Der Schreibstil ist absolut klasse! Allein die Art, wie die Autorin ihren Roman aufgebaut hat, wie sie alles so geschickt verknüpft, ohne irgendwelche bemerkbaren Erklärungen oder Hintergrundinformationen, ist schlichtweg begeisternd. Man taucht komplett in die Geschichte ein, kann sich in jede Figur hineinversetzen, ohne sie wirklich zu durchschauen, man leidet und rätselt mit ihnen und ist vollkommen gepackt. Pure Faszination meinerseits.

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  • Pageturner mit Anfangsschwierigkeiten

    Aethermagie
    Sunshine_Books

    Sunshine_Books

    18. October 2013 um 11:49

    ---"Was ist die Abteilung D?" Der Wärter warf ihm einen schrägen Blick zu. "Willst du nicht wissen. 329." (S. 72)--- Kato, die junge Baroness von Mayenburg, hat alles was sie sich wünschen kann. Ihre Stiefmutter kümmert sich um sie, sie ist reich und bekommt von dem Krieg der sich vor der Stadt abspielt nicht viel mit. Doch ihre Gabe, mit den Elementarwesen, die für Energie sorgen, sprechen zu können bringt sie ihn Gefahr. Solche Leute landen schnell in der Irrenanstalt und kommen nicht mehr zurück. Währenddessen versucht auch die Geheimpolizei den Machenschaften dieser Anstalt auf den Grund zu kommen. Sie schleust einen der ihren in die berüchtigte Abteilung D. Als Kato versucht herauszufinden, was es mit den kleinen Wesen und ihrer Gabe auf sich hat, gerät sie schnell zwischen die Fronten! ---"Seit wann können sie mit Elementaren kommunizieren?" Kato wurde schwindelig. Dieser gemeine Mensch jagte sie von einem Entsetzen ins nächste." (S.220/221)--- Mein Fazit: Das Cover hat mich irgendwie an "Alice im Wunderland" erinnert. Ich glaube das lag an den Kacheln und der kleinen Perspektive des Lesers aber so genau kann ich das gar nicht sagen. Der Einstig ins Buch war durch den flüssigen Schreibstil recht leicht aber es hat sich auf den ersten 50 Seiten doch etwas gezogen. Zum Glück bin ich aber dran geblieben, denn dann wurde es richtig gut! Das Buch ist sehr düster und teilweise auch gewalttätig. Es hat jedoch eine unglaublich Anziehungskraft auf den Leser, da man unbedingt wissen möchte was als nächstes passiert. Kato war mir sympathisch, sie ist ein kluges und nettes Mädchen, aber mehr auch nicht. Viel interessanter fand ich dagegen Katalin, die Mitarbeiterin der Geheimpolizei. Man erlebt die Geschichte aus 3 Perspektiven. Einmal aus Katos Sichtweise, die langsam aus ihrem behüteten Leben auftaucht, aus der von Katalin, die eine Mission annimmt, die sie den Kopf kosten kann und aus der des Undercover Agenten Shenja, den sie in die Abteilung D einschleust. Gerade seine Erlebnisse und die Experimente die man an ihm durchführt sind sehr schockieren aber man kann nicht aufhören zu lesen! Hier muss ich sagen, dass das Buch sehr gut recherchiert ist. Vieles der Dinge, die in der Irrenanstalt vor sich gehen waren früher Gang und Gebe. Erschreckend! Die Autorin verstand es auch, die Welt der Elementarwesen sehr schön zu beschreiben. Hier konnte man in eine fremde Welt abtauchen ohne das es zu unrealistisch wurde. Der Fantasyanteil hat sich wunderbar in das alte Kaiserreich eingegliedert. Was ich auch noch anmerken möchte ist, dass die Nebenfiguren erstaunlich interessant sind. vor allem Mizzi, die Tochter des Kaisers fand ich unglaublich keck. Ich hatte trotz der Anfangsschwierigkeiten viel Spaß bei der Lektüre und kann sie bedenkenlos weiterempfehlen!

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  • Tolles Buch

    Aethermagie
    odenwaldcollies

    odenwaldcollies

    19. August 2013 um 22:08

    Wien zur Zeit der k. u. k-Monarchie: das Kaiserreich befindet sich im Krieg mit den sogenannten Engeln, die ein Ende der Versklavung der Elementarwesen fordern. Die Elementarwesen werden von den Menschen gefangen gehalten, um über den Æther zu verfügen, der als Energie zum Betreiben von Licht, Heizung und Motorwagen dient. Die junge Baroness Kato von Mayenburg ist in der Lage, die Elementarwesen zu sehen und mit ihnen zu sprechen - eine Gabe, über die nicht jeder Mensch verfügt. Und die noch weniger gern gesehen wird: allzu schnell kann man wegen dieser Gabe in die Irrenanstalt am Brünnlfeld eingewiesen werden, die ihre Finger bereits nach Kato ausstreckt. Aber auch die Geheimpolizei ist an Kato interessiert. Bald gerät sie zwischen die Fronten und weiß nicht mehr, wem sie noch trauen kann. "Æthermagie" ist der erste Band einer 2-teiligen Reihe und mein erster Leseausflug in den Steampunk-Fantasy-Bereich - ein Ausflug, der sich absolut gelohnt hat. Das Buch führt den Leser in das kaiserliche Wien und die berühmte Wiener Kanalisation und bindet dabei gekonnt historische Tatsachen in einen spannenden und phantastischen Handlungsablauf ein. So existierten beispielsweise die Landesirrenanstalt am Brünnlfeld und das Rote Haus tatsächlich, und auch die Strotter, die Obdachlosen, die in der Kanalisation lebten, gab es wirklich. Wie ich es nicht anders von der Autorin gewöhnt bin, ist das Buch wieder sehr lebendig und magisch geschrieben - es ist kein Problem, das Buch in einem Rutsch zu lesen. Die wissenschaftlichen (und teilweise ausgedachten) Erläuterungen habe ich zwar nicht alle genau verstanden, aber das war egal, weil mich das Ergebnis überzeugt hat - auf jeden Fall hörten sie sich sehr plausibel an. Hierbei haben mir die Vorgänge im Hause des Zeitmeisters Horatius Tiez, die auf Raum und Zeit basieren, besonders gut gefallen. Auch bei den Maschinen, die die Milan-Brüder entwickeln, war die Autorin überaus erfindungsreich. Die Handlung selbst wird aus drei Perspektiven erzählt: einmal aus Katos Sicht, dann durch Katya, einer Majorin der kaiserlichen Geheimpolizei und schließlich durch Jewgenij, einem Kommissär der Polizei, der sich in die Irrenanstalt einschleusen läßt. Die Beschreibungen der Zustände im Brünnlfeld und vorallem die Behandlungsmethoden sind ziemlich schockierend und erschreckend. Die Charaktere sind wieder sehr liebevoll beschrieben und waren mir schnell vertraut - auch wenn ich mir bei der einen oder anderen Person noch nicht sicher bin, inwieweit man ihr trauen kann. Ganz besonders haben es mir die Elementarwesen und ihre Ætherwelt angetan: diese Wesen kann man nur in sein Herz schließen. Die Mischung aus Verwirr- und Machtspiel mit einem Hauch Agententhriller und der phantastischen Ætherwelt ist Susanne Gerdom hervorragend gelungen, da passt alles zusammen. Auch das Ende des Buches ist sehr zufriedenstellend und endet nicht mit einem fiesen Cliffhanger. Für mich ist "Æthermagie" ganz klar ein Buchtipp und ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band.

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