Susanne Gerdom Aethersturm

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Inhaltsangabe zu „Aethersturm“ von Susanne Gerdom

Die Aetherwelt steht kurz vor einem Krieg. Die Kaiserin ist von den Gegnern der sogenannten Engel festgesetzt worden und nun soll auch ihre Tochter Mizzi gefangengenommen werden. Mit letzter Kraft rettet sich diese in die Kanalisation. Dort sammeln die Alliierten der Engel um die junge Kato von Mayenburg und den Halbengel Jenö ihre Kräfte, um die unwürdige Sklaverei der Elementarwesen durch die Menschen ein für alle Mal zu beenden. Jenö, Kato und Mizzi treiben die Kreigswirren an jeweils andere Orte der Kaiserstadt Wien. Und jeder von ihnen macht dabei Entdeckungen, die bis dato jenseits ihrer Vorstellungskraft lagen.

Eine grandiose Fortsetzung, mit den typischen Ætherwelt Elementen, vielen Antworten, fantastischen Ideen und lebendigen Figuren.

— ZeilenSprung
ZeilenSprung

Die Thematik unterscheidet sich von der des ersten Bandes, doch die Spannung bleibt auf deim gleichen Niveau.

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    Aethersturm
    inflagrantibooks

    inflagrantibooks

    13. March 2016 um 08:46

    MeinungDer erste Band hatte mich schon begeistert, und so waren die Erwartungen, entgegen allen Bemühungen, doch recht hoch. Susanne hat mich bis jetzt nie enttäuscht und so stürzte ich mich Kopfüber in den Aethersturm. Ob ich heil am Ende wieder heraus kam? Finden wir es heraus …Die Geschichte beginnt einige Zeit vor dem Ende des ersten Teils mit der Einführung einer neuen Figur. Jenö ist ein kleiner Straßenjunge, der mit seinen vier Freunden in der Kanalisation haust und versucht, über die Runden zu kommen. Am Anfang wusste ich nicht, wie ich Jenö einschätzen soll, er war immer etwas wankelmütig, allerdings gehörte das zu seinem Charakter. Er musste seinen Platz in der Welt erst finden und hatte schon einiges an schlimmen Erlebnissen hinter sich, sodass sein Misstrauen und seine ständigen Meinungsänderungen nur zu gut nachzuvollziehen waren. Jenö macht eine erstaunliche Entwicklung durch um am Ende als der Mensch aus den Geschehnissen hervorzugehen, der er sein soll und der er auch sein darf. Die Geschichte um Jenö war ein ganz eigener, schöner, trauriger, spannender Handlungsstrang, der sich aber perfekt in den Rest der Geschichte einfügt und seinen Teil zum großen Ganzen beiträgt.Nachdem Jenö eingeführt wurde, fand ich endlich meinen Weg nach Hause. So fühlte es sich jedenfalls für mich an. (Es fühlt sich immer so an, wenn ich Susannes Geschichten lese^^.) Aber da ich ja schon in der Aetherwelt zu Besuch war, war es hier noch stärker. Sofort war ich wieder im Geschehen. Sah die Figuren, die Orte und fühlte ihre ganzen Emotionen. Susanne hat diese besondere Art und Weise Figuren Leben einzuhauen und Orte real wirken zu lassen, sodass ich nach dem Lesen immer überlegen muss, ob das jetzt wirklich nur eine Geschichte war, oder ob ich aufpassen muss, in welchen Laden ich demnächst gehe, um nicht in Raum und Zeit zu verschwinden. ^^All ihre Figuren sind auf ihre Art besonders. Speziell. Sie haben ein Leben, eine Vergangenheit und alle haben eine Zukunft. Sie haben Schmerzen, Probleme und viele sind nicht die, die sie vorgeben zu sein. Aber für mich ist das nicht immer ersichtlich und dann erschrecke ich mich, weil Susanne mich auf eine falsche Fährte gelockt hat. Ich folgte ahnungslos den agierenden Protagonisten, nur um dann mit Zweifeln in der Aetherwelt zurückgelassen zu werden. Aber genau das ist es, was „Aethersturm“ so fantastisch macht. Diese Realität, dieses Mitempfinden, Mitleiden und Mitfreuen. Es war nicht nur die Reise der Protagonisten, es war unsere gemeinsame Reise und ich stand mit Freuden neben ihnen, egal welche Abenteuer sie zu meistern hatten.Meine ganz persönlichen Lieblinge waren Mizzi, die Milans und die Elementarwesen. Mizzi war ihm ersten Band noch etwas, wie soll ich sagen, …. Naiv? Jung? Aber das legte sie sehr schnell ab und tat, was getan werden musste. Sie entwickelte sich, aufgrund der äußeren Einflüsse und ich bin mir sicher, dass sie nicht so sympathisch und enthusiastisch geworden wäre, wenn sie behütet und beschützte im Palast aufgewachsen wäre. Manche Protagonisten brauchen einschneidende Erlebnisse, um ihre wahre Stärke zu finden und Mizzi gehört eindeutig dazu.Die Milans. Ich weiß nicht, wo Susanne ihre Ideen für Figuren herholt, aber noch nie hab ich so stark gehofft, dass es reale Vorbilder gibt, wie bei den beiden. Ich mochte sie schon im ersten Band, obwohl da der Schwarze etwas unfreundlich war, aber im zweiten Band wurde schnell klar, dass er das nicht ist, sondern das er einfach eine ruppige Art hat. Genau wie sein Bruder, der Rote, haben sie Talente, die sich ergänzen und nur zusammen können sie genial sein. Denn nur zusammen sind sie ein verdammt großartig eingespieltes Team.Die Elementarwesen. Herrgott, wie niedlich^^, lustig, ehrlich und herzerwärmend können bitte kleine, erfundene knuffige Wesen sein? Jedes hatte seinen eigenen Charakter, seine eigene Denkweise. Seine eigenen Stärken und Schwächen. Ich kann es nicht wissen, aber ich glaube, dass in diese kleinen Elementarwesen besonders viel Liebe und Herzblut geflossen ist, denn sie sprang mich förmlich an, sobald die kleinen Wesen auf der Buchseite erschienen.Natürlich sind das nicht annährend alle Figuren, die Susanne durch ihren Aethersturm wandeln lässt. Sie alle zu erwähnen, wurde den Rahmen sprengen. Da ist zum Beispiel noch der Zeitmeister, Kato, Shenja, Meister Tiez, Luca Kalk, die Strotter. All diese Figuren haben ihren Soll zu erfüllen und machen dies auch ohne zu meckern. Keine der Damen bleibt sitzen und wartet darauf, gerettet zu werden. Nein, sie retten sich und oft genug auch die Männer, selbst.Das Ende ist wunderbar und passt perfekt zum Rest dieser Dilogie. Und meines Erachtens hätte diese Geschichte viel mehr Aufmerksamkeit verdient, denn es ist nicht einfach nur eine Geschichte, die Susanne hier erzählt, sondern es ist ein ganzes Universum, in das sie ihre Leser entführt, und in dem sich noch so viele unerzählte Geschichten tummeln.Ich weinte, ich lachte und ich litt mit allen, die in den Büchern vorkamen, egal, ob sie nur am Rande erwähnt wurden oder nicht. Sie alle sind es wert, gelesen zu werden!Fazit„Aethersturm“ ist der krönende zweite Band, der meinen Erwartungen nicht nur gerecht wurde, sondern diese auch noch haushoch übertroffen hat. Man muss den ersten Band gelesen haben, um den zweiten zu verstehen, aber dafür wird man in eine wundervolle Welt voller Magie, Aether und Steampunk entführt, aus der man so schnell nicht wieder heraus möchte.BewertungAn dieser Stelle gibt es von mir 5 von 5 Marken, plus einen unserer Sterne, für ein Universum an Geschichten, welches ich mit einem weinenden und einem lachendem Auge verlassen. Verlassen muss, denn irgendwann hat jede Geschichte ihr Ende erreicht.

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  • Großartige Fortsetzung!

    Aethersturm
    Spatzi79

    Spatzi79

    24. December 2014 um 20:57

    Nachdem ich von "Æthermagie" schon so begeistert war, musste natürlich auch der zweite Teil unbedingt gelesen werden. Man kann vielleicht ohne Kenntnis des ersten Bandes in die Geschichte einsteigen, ich würde es aber nicht empfehlen, da dann doch einiges an Wissen über die Welt, in der die Handlung spielt, fehlen wird. Zu Beginn wird eine neue Figur eingeführt, die im weiteren Verlauf eine wichtige Rolle spielen wird. Zuerst war ich über diesen Jenö etwas irritiert, aber er ist tatsächlich eine neue Person und kam im ersten Band noch nicht vor. Bald geht es dann aber auch mit bekannten Figuren weiter, es gibt ein Wiedersehen mit Prinzessin Mizzi, mit Kato, ihrer Mutter Katya, dem starken, aber doch so liebenswerten Shenja, mit den Milan-Zwillingen und vielen mehr. Leider spielt auch das Brünnlfeld, jene schreckliche Anstalt aus dem ersten Band, wieder eine Rolle, ganz so bedrückend wird es aber diesmal nicht, so viel sei verraten. Wer erst einmal fehlt, ist der Zeitmeister Professor Tiez. Und das ist schlecht, denn er ist doch der einzige, der den außer Kontrolle geratenen Zeitkorridor in seinem Laden reparieren könnte. Wo ist Tiez abgeblieben? Hat er wirklich, wie einige vermuten, die Seiten gewechselt? Der drohende Krieg zwischen Menschen und Engeln rückt immer näher, die Versklavung der Elementarwesen bleibt das große Streitthema – gibt es noch Hoffnung auf eine friedliche Lösung? Ja, die gibt es, denn Kato, Mizzi, die Milans und weitere Freunde arbeiten mit Hochdruck daran und lassen sich nicht entmutigen, auch wenn die Lage aussichtslos erscheint. Wie schon im ersten Teil gelingt es Susanne Gerdom auch hier wieder, mich völlig in ihre Welt hineinzuziehen und zu fesseln. Die Schleifen und Paradoxe rund um den Zeitkorridor habe ich nicht immer hundertprozentig verstanden, aber das tat meinem Lesevergnügen keinen Abbruch. Die Figuren sind mir unglaublich ans Herz gewachsen und die kleinen Überraschungen, die die Autorin hier einbaut, haben mir großen Spaß gemacht! Von mir aus hätte das Buch ruhig noch 100 Seiten mehr haben dürfen, viele der tollen Figuren hätten meiner Meinung nach noch mehr Raum verdient, aber auch so habe ich die Lektüre unglaublich genossen und bin beinahe traurig gewesen, als ich schon am Ende angekommen bin! Die beiden Bände haben sich einen der wenigen Bleibe-Plätze in meinen Regalen erobert und irgendwann lese ich sie noch einmal direkt hintereinander weg und bin sicher, dass ich dann immer noch viele tolle kleine Details entdecken werde!

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  • Aethersturm

    Aethersturm
    Marie1990

    Marie1990

    05. November 2014 um 14:41

    Die Ætherwelt steht kurz vor einem Krieg. Die Kaiserin ist von den Gegnern der sogenannten Engel festgesetzt worden und nun soll auch ihre Tochter Mizzi gefangengenommen werden. Mit letzter Kraft rettet sich diese in die Kanalisation. Dort sammeln die Alliierten der Engel um die junge Kato von Mayenburg und den Halbengel Jenö ihre Kräfte, um die unwürdige Sklaverei der Elementarwesen durch die Menschen ein für alle Mal zu beenden. Jenö, Kato und Mizzi treiben die Kreigswirren an jeweils andere Orte der Kaiserstadt Wien. Und jeder von ihnen macht dabei Entdeckungen, die bis dato jenseits ihrer Vorstellungskraft lagen. "Æthersturm" ist der zweite Band der "Ætherwelt"- Dilogie von Susanne Gerdom. Die Ereignisse dieses zweiten Bandes beginnen kurz vor dem Ende seines Vorgängers und führen diese mit einer gekonnten Überleitung fort. Es empfiehlt sich dabei, den ersten Band zu kennen, da sonst die Zusammenhänge weniger deutlich erscheinen, trotz kleinerer Rückblenden der Autorin. Susanne Gerdom verknüpft in diesem Roman Steampunk, Fantasy mit einem historischen Abenteuer, wodurch eine tolle Spannung entsteht, die nicht den üblichen Pfaden folgt, sondern neue Wege bestreitet, und den Leser zu packen weiß. Mir persönlich gefiel dieser zweite Teil sogar noch besser als sein Vorgänger, da sich in "Æthersturm" die Spannung stärker offenbarte und man stets verspürte, dass dieses Abenteuer sich dem Ende entgegenneigte.  Die Atmosphäre ist wunderbar steampunkig und auch ein wenig düster und bedrohlich. Dadurch passt sie hervorragend zu dieser oftmals doch recht beklemmenden Handlung und übergibt dem Leser die passenden Emotionen. Auch diesmal gefiel mir das Setting dieser Dilogie ausnehmend gut; ein alternatives historisches Wien mit den unterschiedlichsten Schauplätzen. Dies vermag es noch zusätzlich die Atmosphäre zu unterstreichen. Einfach perfekt gewählt. Besonders gut gefiel mir ebenfalls die Sprache, welche sich die Autorin bediente. Eine tolle Mischung aus der hochgestochenen Ausdrucksweise der Adligen und Reichen, sowie der Umgangssprache der ärmeren Menschen mit vielen österreichischen Begrifflichkeiten. Auch dies passte einfach perfekt zur Handlung. Das Ende ist nun abgeschlossen und alle Fragen sind geklärt, auch einige Überraschungen konnte man im Verlauf der Handlung antreffen.  Mir hat dieser Roman viel Unterhaltung geboten und schöne Lesestunden beschert.  Fazit: Ein klasse Abschluss dieser Dilogie mit tollen Steampunkelementen und einer innovativen Geschichte.

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  • Rezension zu Æthersturm von Susanne Gerdom

    Aethersturm
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. August 2014 um 22:10

    Mehr Rezensionen findet ihr auf meinem Blog: Anima Libri - Buchseele Mit “Æthermagie” konnte mich Susanne Gerdom ja voll und ganz begeistern. Umso erfreuter war ich, als ich gesehen habe, dass die Geschichte von Kato nun in “Æthersturm” fortgesetzt wird – und die Erwartungen waren natürlich auch dementsprechend hoch. Enttäuscht wurden sie dabei zum Glück in keinster Weise, denn auch die Fortsetzung von Susanne Gerdoms Steampunk-Serie ist einfach ein absolutes Highlight! Wie schon im ersten Band waren es vor allem Sprache und Schreibstil der Autorin, die mich von der ersten Seite an in den Bann dieses Buchs gezogen haben. Dabei geht es in “Æthersturm” erst einmal einige Wochen zurück, vor die Ereignisse aus Band 1, und der Leser lernt einen neuen, wichtigen Charakter kennen, den Halbengel Jenö, bevor dann auch wieder die aus dem ersten Band bereits vertrauten Figuren auftauchen. Ein sehr gelungener Anfang, der, wie ich fand, den Wiedereinstieg in die Geschichte sehr einfach gemacht hat. Überhaupt fällt es einem als Leser gar nicht schwer sich in den Seiten von “Æthersturm” zu verlieren, denn nicht nur der Schreibstil ist genauso verzaubert und wundervoll wie in Band eins, auch die Charaktere sprühen geradezu vor Originalität, sind facettenreich und lebensnah und kein bisschen klischeehaft, sodass man als Leser gar nicht anders kann, als ihrem Zauber und ihrer Faszination zu verfallen. Und natürlich steht auch die Handlung in “Æthersturm” der in “Æthermagie” in nichts nach. Auf das Geschehen selbst will ich dabei gar nicht weiter eingehen, aber Susanne Gerdom versteht es einfach Spannung aufzubauen. Die Geschehnisse sind im zweiten Teil dieser Dilogie sind wieder fesselnd, überraschend und einfach hochgradig spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Da fällt es schwer das Buch zwischendurch mal aus der Hand zu legen. Alles in allem der überaus gelungene Abschluss einer grandiosen Dilogie, der dem ersten Band in absolut nichts nachsteht.

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  • Susanne Gerdom - Æthersturm

    Aethersturm
    Marny

    Marny

    10. July 2014 um 23:06

    Der Krieg um die Befreiung der von den Menschen versklavten Elementare ist in vollem Gange. Die Engel stehen vor den Toren Wiens und das Kriegsministerium drängt Professor Tiez mit allen Mitteln dazu, seine Kriegsmaschine fertig zu stellen. Ist der Zeitmeister ein Verräter und hat die Seiten gewechselt oder gehört das alles noch zu seinem Plan, die Elementare zu befreien und eine alternative Energiequelle zu erschaffen? Das Buch beginnt einige Wochen vor dem Ende des ersten Bandes, Æthermagie, mit der Einführung einer neuen Hauptfigur – dem Halbengel Jenö. Seit dem Tod seiner Mutter lebt er gemeinsam mit seinen vier Elementarwesen in der Kanalisation und ist weder auf Menschen noch auf Engel gut zu sprechen. Jenö war mir schnell sehr nah – es fühlte sich an, als ob ich ihn schon länger kenne und nicht erst gerade kennengelernt hätte. Sicher liegt es auch daran, dass er einen tragischen Hintergrund hat, aber nicht nur. Da hatte mich dann also gleich eine neue Lieblingsfigur erwischt, die tatsächlich gegen Shenja, Kato, Belpharion und die anderen bestehen konnte. Jenös Elementare habe ich auch in mein Herz geschlossen, wobei die Sylphe schon ein klein wenig die Nase vorn hat. Die Klingende. Tibillibill. Ich konnte mich so richtig schön in die Geschichte fallen lassen, mein Kopfkino genießen und wild spekulieren, was mir unheimlich viel Spaß gemacht hat. Es gab Geheimnisse, nicht so leicht zu durchschauende Figuren, (mögliche) Verräter, rätselhafte Ereignisse, verschwundene Personen – und natürlich die Zeit, die völlig aus den Fugen geraten ist. Bei einigen Dingen war ich auf dem richtigen Weg, aber auf mich warteten auch viele Überraschungen! Aber nicht nur mein Kopf war gut beschäftigt, auch mein Herz. Es gab so viele Figuren, die mir nah waren, daher habe ich da auch ordentlich mitgefiebert und mitgelitten. Sehr emotional und berührend. Wegen einer Figur habe ich mir sogar irgendwann leichte Sorgen um mich selbst gemacht, weil ich mich im Verlauf dieses Romans emotional so stark an sie gehängt habe. Unterbewusst. Mir ist das erst so richtig aufgefallen, als ich zum “Du” übergegangen bin … Ich hatte aber auch den Eindruck, dass in dieser figurenintensiven Geschichte noch viele Hintergründe und Themen ausgebaut hätten werden können. Dass manche Dinge einfach ein wenig untergegangen sind, weil soviel in diesem Buch steckt. Möglicherweise zeigt das aber auch nur, wie sehr mich der Roman fasziniert hat. Und einzelne Figuren … Also hat meine Phantasie einfach noch etwas zu tun! Und wer weiß, vielleicht besucht mich Belpharion ja irgendwann doch noch und verrät mir etwas – der sträubt sich irgendwie. Frechheit! Æthersturm wirkte auf mich viel ausgeglichener als der erste Band, der mich ja wegen dem Brünnlfeld und Shenja ganz schön deprimiert hatte. Auch hier sehen wir das Brünnlfeld von innen, aber die Behandlungen waren nicht mehr das zentrale Thema, sondern eines von vielen. Das wunderbare Ende der Reihe war für mich dann auch ein toller Ausgleich für das viele Leid, besonders im ersten Teil. Die Geschichte hat mich glücklich und tief berührt zurückgelassen – und mit unzähligen wunderbaren Eindrücken, mein Kopfkino war nämlich ein Feuerwerk! Eine intensive und mitreißende Lektüre, die mich noch länger beschäftigt und die ich gar nicht loslassen mag (die Elementarwesen fehlen mir auch sehr). Und ein geniales Rätselbuch!

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  • Jetzt geht es endlich weiter

    Aethersturm
    starone

    starone

    06. July 2014 um 10:54

    Zum Inhalt:  Der Krieg zwischen Menschen und Engeln geht in seine mögliche  Endstadium. Beide Seiten sind zum Äußersten bereit, die Menschen wollen um jeden Preis ihren Fortschritt retten und erhalten den sie durch die Elementarwesen und die  entsprechende  Erfindung von Meister Tiez erhalten haben. Und die Engel ihrerseits wollen die Elementarwesen wieder in ihren eigene Welt zurückholen. Und somit die Versklavung beenden.  Es verschwinden plötzlich wichtige Leute, es taucht ein Halbengel auf, es gibt Verräter/Verdächtige  und auch die Kanalisation hält manch interessante Überraschung bereit. Und so begeben sich Kato, Mizzi und das Brüderpaar Milan und einige andere Getreue an den Start um einem möglichen Krieg in letzter Sekunde zu verhindern. Die Lösung scheint die Irrenanstalt am Brünnlfeld zu sein. Oder vielleicht noch nicht, wer weiß es schon... Meine Meinung:  Auch der 2. Teil ist wieder klasse geschrieben. Voller Spannung verfolgt man als Leser, die  Figuren der Autorin. Vertraute und neue Personen, wie auch die Örtlichkeiten bevölkern den Roman und erhöhen damit die Spannung. Besonderer Höhepunkt ist klar, die Irrenanstalt und hier zeigt die Autorin wieder ihre Extraklasse mit beschreiben von Örtlichkeiten, Stimmungen  und auch den in der Irrenanstalt angewendeten Behandlungsmethoden. Manches wird aufgeklärt und manches bleibt auch etwas unstimmig. Was aber den Lesespass für mich persönlich nicht wirklich geschmälert hat. Zudem es gibt auch im zwischenmenschlichen Bereich einiges an Überraschendem, was man als Leser so nicht erwartet hat, aber das macht auch den Reiz dieser Autorin aus. Man muss immer mit Überraschungen und unerwartetem bei ihr rechnen. Was ihr bei mir, weitere Pluspunkte einbringt.  Da kommt einfach keine Langeweile auf. Mir gefällt, die Mischung aus Fantasy, Engels/Menschengeschichte  und dem Schuss Steampunk. Leider gibt es in dieser Richtung viel zu wenig und deshalb auch klar die Empfehlung zum Lesen. 

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  • Diese Dilogie hätte viel mehr Aufmerksamkeit verdient

    Aethersturm
    Kanya

    Kanya

    05. July 2014 um 18:59

    Inhalt Die Aetherwelt steht kurz vor dem Chaos und ein Krieg droht. Die Engel wollen die Menschen angreifen um die weitere Versklavung der Elementarwesen zu verhindern. Die Kaiserin wurde gefangen genommen und nun ist auch ihre Erbin Mizzi in Gefahr. Der Zeitlose Orden ist zerfallen und der Zeitmeister Meister Tiez, der vielleicht alle retten könnte, ist verschollen. Als Mizzi flieht trifft sie in der Kanalisation auf Kato und viele andere, die den Krieg abwenden möchten und gegen die Versklavung der Elementarwesen sind. Doch ihnen läuft die Zeit davon. Meine Meinung Sehnsüchtig habe ich auf die Fortsetzung von "Æthermagie" gewartet, da mich diese ungewöhnliche Geschichte rund um Kato und den Zeitmeister fesseln und begeistern konnte. Ich wollte unbedingt erfahren, wie es mit Kato und ihren Freunden weitergeht und ob sie den Krieg verhindern können. Doch der Einstieg ist dann ganz anders als erwartet. Susanne Gerdom versetzt den Leser erst einmal einige Woche in der Zeit zurück, bevor der Zeitlose Orden zerfallen ist. (Was im Vorband beschrieben wurde.) Man lernt Jenö kennen. Einen bis dahin völlig unbekannten Protagonisten, der halb Engel und halb Mensch ist. Im ersten Moment hat mich dieser Umstand so irrtiert, dass ich eine Weile brauchte um wieder völlig in die Aetherwelt zu versinken. Eigentlich hatte ich erwartet, dass es direkt mit Kato weitergeht. Nachdem ich aber den ersten Schock überwunden hatte, Jenö näher kennenlernen durfte und klar wird, dass er im weiteren Verlauf des Plots noch wichtig ist, konnte ich mit diesem Anfang gut leben. Jenö ist dabei ein etwas schwieriger Protagonist, der es im Leben noch nie leicht hatte und deswegen zuerst unsympathisch und verschlossen wirkt. Im Laufe des Buches entwickelt er sich aber und wächst dem Leser ans Herz. Neben Jenö trifft man aber natürlich liebgewonnene Protagonisten aus dem ersten Band wieder, allen voran Kato, die Milan-Zwillinge und Mizzi, die zu meinen absoluten Lieblingsprotagonisten gehören, denn sie sind wunderbar vielschichtig und authentisch ausgearbeitet und haben alle ihre Eigenarten, die sie aus der Masse herausstechen lassen. Wie es bei Susanne Gerdoms Büchern so üblich ist, muss man sich beim Lesen relativ konzentrieren, weil sie gerne verschiedene Namen für ein und denselben Protagonisten benutzt und die Zusammenhänge vielschichtig und komplex sind. Die Ereignisse rund um die Engel, die Elementarwesen und den Zeitmeister können durch ihr Einfallssreichtum und Spannung überzeugen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil es mich so richtig fasziniert hat. Der Plot wird aus verschiedenen Perspektiven (personaler Erzähler) geschildert, sodass viele Handlungsstränge begonnen werden und sich erst nach und nach zusammenfügen. Am Ende entsteht dann aber ein stimmiges Ganzes das überzeugen kann. Susanne Gerdoms Schreibstil gehört zu meinen Liebsten, da er genau wie ihre Geschichten kein 08/15-Schreibstil ist, sondern etwas Besonderes. Er passt sich der jeweiligen Sprache und Umgebung der Protagonisten an und kann durch Vielfalt und toller Ausdrucksweise überzeugen. Erklärungen gibt es immer im richtigen Maß und Emotionen werden wunderbar übermittelt. Das Ende dieser Dilogie löst viele Fragen auf und bietet ein spannendes Finale und viel zu schnell waren die Abenteuer von Kato und ihren Freunden schon wieder zu Ende. Besonders wie sich am Ende alles auflöst konnte mich begeistern, denn Susanne Gerdom kann mit einigen Wendungen überraschen und durch die Ideen überzeugen. Ich fühlte mich durchweg wunderbar unterhalten und finde es schade, dass diese Dilogie schon vorbei ist. Fazit "Æthersturm" konnte mich wunderbar unterhalten und mit seinen Ideen und Wendungen begeistern. Meiner Meinung nach sollte diese wirklich gelungene Dilogie viel mehr Aufmerksamkeit bekommen, denn auch wenn der Steampunk-Bereich vielleicht erst mal abschreckt, gibt es so viel mehr in dem Buch zu entdecken und vor allem die Idee der Engel und der Elementarwesen war nach meinem Geschmack.

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  • So toll wie der erste Band

    Aethersturm
    Lilli33

    Lilli33

    03. July 2014 um 11:32

    Schon der erste Band der Ætherwelt-Dilogie hat mich begeistert, und der zweite steht diesem in nichts nach. Die Autorin wirft uns anfangs einige Wochen in der Zeit zurück. Der erste Abschnitt spielt zu einer Zeit vor „Æthermagie“. Hier lernen wir Jenö, einen jungen Halbengel kennen, der für die weitere Geschichte noch wichtig sein wird. Schon bald tauchen dann auch die Charaktere, die ich im ersten Band kennen und lieben gelernt hatte, wieder auf: Kato, Mizzi, die Milans und viele andere. Auch die Handlungsorte sind dem Leser schon aus dem ersten Band bekannt: der Laden von Meister Tiez, die Kanalisation unter Wien oder die Irrenanstalt am Brünnlfeld. Ja, auch ins Brünnlfeld werden wir wieder gelockt, doch keine Angst, diesmal verschont uns Susanne Gerdom mit allzu erschütternden Beschreibungen von Behandlungsmethoden. Es droht Krieg zwischen den Menschen und den Engeln, die die Versklavung der Elementare aufgehoben sehen wollen. Die Kaiserin ist verschollen, ebenso Meister Tiez, der Korridor in dessen Laden droht zu kollabieren. Der rote und der schwarze Milan arbeiten daran, das Ætheroskaph zu reparieren, um mit dessen Hilfe Tiez zu finden, auf dem alle Hoffnungen ruhen. Es klemmt also an allen Ecken und Enden, und mehr als einmal scheint die Lage aussichtslos. Nichtsdestotrotz lassen sich unsere jungen Freunde nicht entmutigen. Mit Hilfe der Elementare bringen sie manches Kunststück zustande, werden oft genauso überrascht wie der ahnungslose Leser und finden nebenbei noch die Liebe. Wie man es von Susanne Gerdom gewohnt ist, sind auch in diesem Buch die Figuren äußerst liebevoll und facettenreich ausgearbeitet. Dazu kommt eine wunderbar bildhafte Sprache, die das Lesen zu einem großen Vergnügen macht. Das Handlungsgerüst ist ein komplexes Netz aus verschiedenen Fäden, die sich schließlich alle an einem Punkt treffen und in einem Aha-Erlebnis gipfeln. Ich muss zugeben, den magischen Verwirrungen der Zeit konnte ich nicht immer hundertprozentig folgen. Das hat das Lesevergnügen aber keinesfalls geschmälert. Toll beschrieben war es allemal und für Spannung sorgte es auch. Fazit: Eine Mischung von Steampunk und Fantasy mit einer neuartigen Idee, garniert mit liebenswerten Figuren, einem tollen Sprachstil, viel Spannung und einer Prise Humor.

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  • Die langersehnte Fortsetzung von Æthermagie

    Aethersturm
    odenwaldcollies

    odenwaldcollies

    02. July 2014 um 14:36

    Es herrscht Krieg vor den Toren Wiens zwischen den Menschen und den Engel, die die Versklavung der Elementare beenden wollen. Der Zeitlose Orden ist auseinandergebrochen, einige ihrer Mitglieder haben Zuflucht in der Wiener Kanalisation bei dem Strotterkönig Emmerich Kalk gefunden. Die Prinzessin Marie-Louise, genannt Mizzi, hat Hausarrest, weil sie unter Verdacht steht, bei der Flucht von Mayor Katya Nagy mitgeholfen zu haben. Katyas Tochter Kato, Baroness von Mayenburg, versucht zwischenzeitlich mit den Brüdern Milan, das defekte Ætheroskaph zu reparieren, um nach dem verschwundenen Zeitmeister Tiez zu suchen, auf dem alle Hoffnungen liegen. Was ist mit Tiez passiert? Wurde er entführt oder hat er die Seiten gewechselt, da ihn ein dunkles Geheimnis umgibt? Entwickelt er tatsächlich eine furchtbare Waffe, um den Krieg zu entscheiden? Ist Josip Grünwald, der ehemalige Vorsitzende des Zeitlichen Ordens, der Verräter der Ordensbrüder, für den ihn beinahe alle halten? Warum versucht er, den kollabierenden Korridor im Laden von Meister Tiez zu stützen? Endlich ist die langersehnte Fortsetzung von Æthermagie erschienen – und konnte mich wieder voll überzeugen! Æthersturm knüpft nicht nahtlos an den ersten Band an, sondern führt zuerst einen neuen interessanten Charakter ein: der Halbengel und Waise Jenö führt ein elendiges Leben in der Wiener Kanalisation. Er ist weder auf die Menschen noch auf die Engel gut zu sprechen, da er von beiden Seiten nur Ablehnung erfährt. Zusammen mit seinen vier Elementaren macht er sich in seiner Verzweiflung auf den Weg zu Meister Tiez, den seine Mutter, ein Engel, von frührer kannte, ihren Sohn aber auch gleichzeitig vor ihm gewarnt hat. Nachdem Jenö in die Geschichte eingeführt wird, treffen wir liebgewonnene Charaktere aus dem ersten Band wieder; für mich war das wie nach Hause kommen. Die Handlung nimmt dann auch direkt Tempo und Spannung auf, als sie sich auf die Suche nach Meister Tiez und nach einer Lösung für den Krieg zwischen den Menschen und den Engel machen. Bei dieser Suche kommt der Leser auch an Orte, die ich lieber nicht noch einmal besucht hätte. Und immer wieder müssen sich unsere Helden fragen, wem sie vertrauen können. Eine weitere Hauptfigur ist diesmal die Zeit, die kopfsteht und dunkle Geheimnisse verbirgt, aber auch ungeahntes Potential, wenn man sie wieder in den Griff bekommt. Ich habe nicht immer alles verstanden, was mit der Zeit zu tun hatte, was aber meinem Lesevergnügen keinerlei Abbruch getan hat. Besonders alptraumhaft waren für mich die Szenen, als sich die Zeit in Tiez' Laden immer weiter ausbreitet bzw. sich die Figuren durch den verrückt spielenden Korridor kämpfen müssen. Der Showdown ist wieder spannend und es werden dabei viele Geheimnisse gelüftet, von denen ich ein paar wenige erahnen konnte, die meisten aber sehr überraschend für mich waren. Für mich werden schlußendlich alle wichtigen Fragen beantwortet, auch erfährt der Leser einiges über die Hintergründe für den Krieg zwischen Menschen und Engel. Meiner Meinung nach ist Æthersturm die gelungene Abrundung einer tollen Steampunk-Fantasy-Dilogie. Ein bisschen bin ich traurig, daß die Lektüre nun vorüber ist.

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  • Grandioser zweiter Band!

    Aethersturm
    MikkaG

    MikkaG

    03. June 2014 um 22:31

    HINWEIS: Dies ist der zweite Band einer Dilogie! Der erste ist "Aethermagie". Ich habe den zweiten Band in freudiger Erwartung begonnen - und die wurde nicht nur erfüllt, sondern sogar übertroffen! Was mich im ersten Band schon begeistert und beeindruckt hat, findet sich auch in diesem wieder: Interessante Charaktere, intelligente Spannung, eine komplexe Handlung, überraschende Wendungen, ein wunderbarer Schreibstil, und nicht zuletzt der originelle Genremix aus Steampunk, Fantasy und Mystery... Ich habe es über den ersten Band schon gesagt, ich sage es noch einmal: dieser Roman ist von der ersten bis zur letzten Seite originell und thematisch unverbraucht, nichts ist vorhersehbar, und man wird immer wieder angenehm überrascht und verblüfft! Der Schreibstil ist einfach wunderbar. Sagen wir es mal so: ein durchschnittlicher 08/15-Schreibstil ist wie eine Tafel billige Supermarktschokolade. Kann man essen, schmeckt nicht schlecht, versetzt einen aber auch nicht in Verzückung... Susanne Gerdoms Schreibstil ist dagegen wie eine Schachtel edler handgeschöpfter Pralinen - ein echter Genuss und etwas ganz Besonderes. Da der Leser die meisten Charaktere und Handlungsstränge schon aus dem ersten Band kennt, kann die Autorin hier direkt mitten in die vielschichtige Geschichte springen und die Geschehnisse immer rasanter ablaufen lassen - und dabei verliert sich doch nie diese detailverliebte Sorgfalt, die schon den ersten Buch zu etwas ganz Eigenem, Unverwechselbaren machte. Ich konnte einerseits gar nicht schnell genug lesen, weil ich kaum erwarten konnte, wie es weitergeht - und andererseits wollte ich langsam lesen, um das Buch noch länger auskosten zu können! Spannungsaufbau und Tempo waren für mich perfekt. Über die Handlung möchte ich hier noch nichts verraten, denn ich denke, man sollte sich möglichst blind und unvoreingenommen in diese Geschichte stürzen! Wir begegnen hier altbekannten, geliebten Charakteren wieder - wie Kato, Katya, Shenja und Mizzi - und lernen auch neue oder bisher nur am Rande erwähnte Charaktere kennen, wie den jungen Halbengel Jenö und seine Gefährten. Besonders Jenö ist mir direkt ans Herz gewachsen! Die Protagonisten entwickeln sich weiter, wachsen an ihren Konflikten und Aufgaben, und so wirken sie lebensecht und dreidimensional. Man erfährt viel über die Vergangenheit, die Motivation und die Geheimnisse mancher Charaktere, wie z.B. die des alten Zeitmeisters Tiez, und das trägt bei zu der wunderbaren Komplexität der Geschichte. Die Romantik spielt eine etwas größere Rolle als im ersten Band. Aber die Autorin bringt auch in diesen Aspekt der Geschichte unerwartete Wendungen und Überraschungen ein, und so driftet sie nie ab in kitschige Belanglosigkeit! Ich möchte hier wirklich nicht zu viel verraten, aber eine der Liebesgeschichten spricht ganz nebenher ein Thema an, das man in den Genres Steampunkt und Fantasy nicht oft findet, und das fand ich richtig gut. Fazit: Wenn man den ersten Band einer Dilogie, Trilogie oder Reihe wirklich liebt, ist der zweite oft eine (mehr oder weniger große) Enttäuschung, weil die Erwartungen so groß waren. Für mich war das hier aber NICHT der Fall, denn der zweite Band hat mich sogar noch mehr begeistert! Eine großartige Geschichte, ein großartiger Schreibstil, großartige Charaktere - und eine großartige Autorin, deren Bücher ich mir jetzt so nach und nach vornehmen werde.

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    MikkaG

    MikkaG

    03. June 2014 um 22:31

    HINWEIS: Dies ist der zweite Band einer Dilogie! Der erste ist "Aethermagie". Ich habe den zweiten Band in freudiger Erwartung begonnen - und die wurde nicht nur erfüllt, sondern sogar übertroffen! Was mich im ersten Band schon begeistert und beeindruckt hat, findet sich auch in diesem wieder: Interessante Charaktere, intelligente Spannung, eine komplexe Handlung, überraschende Wendungen, ein wunderbarer Schreibstil, und nicht zuletzt der originelle Genremix aus Steampunk, Fantasy und Mystery... Ich habe es über den ersten Band schon gesagt, ich sage es noch einmal: dieser Roman ist von der ersten bis zur letzten Seite originell und thematisch unverbraucht, nichts ist vorhersehbar, und man wird immer wieder angenehm überrascht und verblüfft! Der Schreibstil ist einfach wunderbar. Sagen wir es mal so: ein durchschnittlicher 08/15-Schreibstil ist wie eine Tafel billige Supermarktschokolade. Kann man essen, schmeckt nicht schlecht, versetzt einen aber auch nicht in Verzückung... Susanne Gerdoms Schreibstil ist dagegen wie eine Schachtel edler handgeschöpfter Pralinen - ein echter Genuss und etwas ganz Besonderes. Da der Leser die meisten Charaktere und Handlungsstränge schon aus dem ersten Band kennt, kann die Autorin hier direkt mitten in die vielschichtige Geschichte springen und die Geschehnisse immer rasanter ablaufen lassen - und dabei verliert sich doch nie diese detailverliebte Sorgfalt, die schon den ersten Buch zu etwas ganz Eigenem, Unverwechselbaren machte. Ich konnte einerseits gar nicht schnell genug lesen, weil ich kaum erwarten konnte, wie es weitergeht - und andererseits wollte ich langsam lesen, um das Buch noch länger auskosten zu können! Spannungsaufbau und Tempo waren für mich perfekt. Über die Handlung möchte ich hier noch nichts verraten, denn ich denke, man sollte sich möglichst blind und unvoreingenommen in diese Geschichte stürzen! Wir begegnen hier altbekannten, geliebten Charakteren wieder - wie Kato, Katya, Shenja und Mizzi - und lernen auch neue oder bisher nur am Rande erwähnte Charaktere kennen, wie den jungen Halbengel Jenö und seine Gefährten. Besonders Jenö ist mir direkt ans Herz gewachsen! Die Protagonisten entwickeln sich weiter, wachsen an ihren Konflikten und Aufgaben, und so wirken sie lebensecht und dreidimensional. Man erfährt viel über die Vergangenheit, die Motivation und die Geheimnisse mancher Charaktere, wie z.B. die des alten Zeitmeisters Tiez, und das trägt bei zu der wunderbaren Komplexität der Geschichte. Die Romantik spielt eine etwas größere Rolle als im ersten Band. Aber die Autorin bringt auch in diesen Aspekt der Geschichte unerwartete Wendungen und Überraschungen ein, und so driftet sie nie ab in kitschige Belanglosigkeit! Ich möchte hier wirklich nicht zu viel verraten, aber eine der Liebesgeschichten spricht ganz nebenher ein Thema an, das man in den Genres Steampunkt und Fantasy nicht oft findet, und das fand ich richtig gut. Fazit: Wenn man den ersten Band einer Dilogie, Trilogie oder Reihe wirklich liebt, ist der zweite oft eine (mehr oder weniger große) Enttäuschung, weil die Erwartungen so groß waren. Für mich war das hier aber NICHT der Fall, denn der zweite Band hat mich sogar noch mehr begeistert! Eine großartige Geschichte, ein großartiger Schreibstil, großartige Charaktere - und eine großartige Autorin, deren Bücher ich mir jetzt so nach und nach vornehmen werde.

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  • Ein gelungener Abschluss

    Aethersturm
    Wonder_

    Wonder_

    01. June 2014 um 17:26

    Während der Krieg in "Æthermagie" eher im Hintergrund blieb, bricht er nun vollkommen über die Leser herein. Die Engel stehen vor den Toren Wiens, das Militär plant in aller Stille einen Putsch und die Zeit ist vollkommen aus den Fugen geraten. Die Thematik ist somit eine etwas andere, doch spannend ist der Abschluss der Dilogie in gleichem Maße, wie sein Vorgänger. Auch bei diesem Cover kann ich wie zuvor nicht meckern. Zwar gefällt mir optisch Band 1 besser, doch auch "Æthersturm" ist aussagekräftig, passend und vor allem etwas Neues. Die Charaktere im ersten Band habe ich in den höchsten Tönen gelobt und auch hier überzeugen sie wieder durch ihre Authentizität. Anders als im Vorgänger wird hier zwar nach wie vor aus Katos Sicht erzählt, diesmal aber auch aus der Mizzis und Jenös. Mizzi kennt man bereits, sie ist die Tochter des Kaisers und Kato in vielen Dingen sehr ähnlich. Diese Ähnlichkeit lässt einen an der ein oder anderen Stelle oft durcheinanderkommen, da Mizzi sich manchmal nicht sonderlich abhebt. Kato war mir hier wesentlich lieber. Jenö ist halb Mensch, halb Engel, von beiden Seiten verachtet und unerwünscht und lebt auf sich allein gestellt in der Kanalisation. Er trifft durch gewisse Umstände auf den Zeitmeister, der sofort ein außergewöhnlich großes Interesse an dem Jungen zeigt. Jenös Sicht hat mir recht gut gefallen, zwar war er als Person nicht unbedingt mein Fall, aber man fiebert gespannt mit, was es mit dem Jungen auf sich hat. Vermisst habe ich allerdings Jewgenij, der mir in Band 1 sehr ans Herz gewachsen ist. Er tritt hier eher in den Hintergrund, tritt nur noch passiv in Erscheinung. Durch diesen Wehrmutstropfen haben die Charaktere in meinen Augen ein wenig von ihrem Glanz eingebüßt, bewegen sich aber immer noch auf einem hohen Level. Erneut sind sie nicht leicht zu durchschauen und so manche Überraschung erwartet den Leser. Wieder wirft die Autorin ihre Leser ins kalte Wasser, direkt hinein in die Sicht, des bis dato unbekannten Jenö. Das Lesegefühl vom ersten Band ist somit sofort wieder da, auch wenn man die Welt der Geschichte nun schon kennt. Erneut ergeben die Geschehnisse erst nach und nach ein verständliches Gesamtbild. Eine Story voller Rätsel, Intrigen, falschen Vermutungen und augenscheinlich ausweglosen Situationen. In Wien herrscht Ausnahmezustand, die Engel drohen die Stadt einzunehmen, die Regierung ist am Ende und der Korridor des Zeitmeisters ist kurz davor, zu kollabieren. Das hätte verheerende Folgen, nicht nur für Wien, sondern die ganze Welt. Der Einzige, der die Situation retten kann, ist Zeitmeister Tietz, doch dieser ist spurlos verschwunden. Doch nicht nur das, die Vermutung keimt auf, dass der Wissenschaftler für die Regierung arbeitet und eine Waffe erschafft, die die Engel für immer zerstören könnte. Hat er die ganze Zeit ein falsches Spiel gespielt? Auch in der Welt der Strotter, in der Kanalisation, macht sich der Krieg bemerkbar. Mehr und mehr Flüchtlinge versammeln sich in der unterirdischen Stadt, darunter auch Mizzi, die kaiserliche Hoheit. Es wird Zeit, dass auch sie in den Krieg eingreifen. Die Geschichte ist spannend wie gewohnt, aber unterscheidet sich sehr vom ersten Band. Mir hat Band 1 besser gefallen, die magische Welt des Æthers, das Brünnlfeld, Katos Geschichte... Hier stehen andere Dinge im Vordergrund, die mir zwar auch gefallen haben, aber nicht an meine Begeisterung für den ersten Teil heranreichen können. Trotzdem bleibt "Æthersturm" als runder Abschluss der Geschichte in Erinnerung, der alle ungeklärten Fragen beantwortet, neue Erkenntnisse bietet und durch die vielen Wendungen und Überraschungen zu einem rasanten Pageturner wird. Ich muss gestehen, dass ich nicht ganz so gefesselt war, wie letztes Mal. Das liegt hauptsächlich an den Sichten, da ich mit Mizzi und Jenö bei weitem nicht so viel anfangen konnte, wie mit Kato und Jewgenij. Der Spannungsbogen macht das zwar großteils wieder wett, aber zu 100% mitgerissen war ich nicht. Aber 90% sind ja auch nicht schlecht ;) Der Aufbau der Geschichte, die Sprache und das Setting waren aber wieder erstklassig.

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