Susanne Gerdom Projekt Armageddon

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Inhaltsangabe zu „Projekt Armageddon“ von Susanne Gerdom

Ein tolles, ungewöhnliches Fantasybuch jenseits der Schubladen in einer Sprache, die Balsam für die Leserseele ist. Souverän. Gekonnt. 1a.

— Horus-W-Odenthal
Horus-W-Odenthal

Das ganze Buch hat Magie, und das nicht nur im Text.

— AlineWirths
AlineWirths

Spannend, überraschend, gelungen!

— Bücherwahnsinn
Bücherwahnsinn

Sehr gelungen, erinnert an ein bisschen an American Gods oder Anansi Boys. Nur besser.

— regina_mengel
regina_mengel

Götter, Dämonen, das Ende der Welt und eine junge Frau versucht zu schlichten.

— eBookNinja
eBookNinja
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  • Ungewöhnliche, mitreißende, faszinierende Fantasy

    Projekt Armageddon
    Horus-W-Odenthal

    Horus-W-Odenthal

    18. February 2015 um 16:42

    Ein tolles, ungewöhnliches Fantasybuch jenseits der Schubladen in einer Sprache, die Balsam für die Leserseele ist. Souverän. Gekonnt. 1a.

  • Susanne Gerdom - Projekt Armageddon

    Projekt Armageddon
    AlineWirths

    AlineWirths

    21. August 2014 um 11:24

     Hier bin ich komplett neugierig rangegangen, denn der Klappentext verwirrt ersteinmal. Eine Geschichte voller Mythologie, Liebe und Tod, um gleich mal das Fazit vorweg zu nehmen. Ich war sowas von begeistert und fasziniert. Susanne Gerdom schafft es hier mit einer wortgewaltigen Stimme einen spannenden Roman zu schaffen. Auch wenn man am Anfang viele Personen hat, die so gar nichts gemeinsam zu haben scheinen, fügt sich am Ende doch alles zusammen. Um ganz genau zu sein, schon viel früher. Hier finde ich es mal gar nicht so schlimm, denn man rätselt aufgeregt mit, wie wer mit wem und so. Dadurch, das die Figuren alle ein Eigenleben führen und in meinen Kopf reinstes Kino auslösen, konnte ich (wollte ich übrigens auch nicht) aufhören zu lesen. Die nordische Mythologie ist schon immer für mich ein spannendes Thema gewesen, auch wenn ich diesbezüglich über wenig Wissen verfüge. Die Autorin schafft es dennoch mich nicht wie ein wissenlosen Volltrottel stehen zu lassen. Alles war durchaus nachvollziehbar und super ohne die Grundlagen zu verfolgen. Das fand ich neben den tollen Bildern sehr gut umgesetzt. Ihr Schreibstil ist flüssig zu verfolgen und begleiten dich humorvoll durch die Seiten. Es macht hier richtig Spaß mitzulesen, mitzureisen, mitzuerleben und das konnte hier noch endlos weitergehen. Wenn nicht schon vorher, aber hier hat sie mich zum Fan bekommen. Altes und Modernes, ja ich glaube so kann man es wirklich ausdrücken. Du hast zum einen die Geschichte und zum anderen die reale Welt. Ein super Kontrast und dazu bestens in diesem Roman gelöst. Zumindest verwirrte mich dieser Wechsel nicht. Manches mal geht es hier aber auch durchaus ernst zu. Manches mal gab es traurige Szenen, dann wieder konnte man schmunzeln. Die Spannung auf den Schlachtfeld, die Ungewissheit des Endes und die Dramatik des ganzen haben mich gefangen. Das ganze Buch hat Magie, und das nicht nur im Text. Bei dem Cover kann ich mich nicht so ganz aufraffen. Einserseits passt es, aber andererseits weiss ich nicht, ob es mir gefällt. Es ist nicht schlecht oder so, aber es überzeugt mich nicht, was im totalen Gegenzug zum Text selbst steht, der überzeugt mich 100prozentig.

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  • Die letzte Schlacht steht an...

    Projekt Armageddon
    Bücherwahnsinn

    Bücherwahnsinn

    10. May 2014 um 16:14

    Meine Meinung Der Titel, genau wie das Cover auch, passen super zum Buch und der Geschichte. In letzter Zeit hatte ich da immer mal wieder was zu bemängeln. Freude herrscht also das man sich damit identifizieren kann ;) Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut, er ist leicht, flüssig zu lesen und hat mir damals schon beim "Nebelkönig" gefallen. Wobei man diese Geschichte nicht wirklich mit dem Jugendroman vergleichen kann, denn er ist doch sehr viel komplexer. Aber nun zur Geschichte... Ich liebe solche Bücher die sich der Mythologie bedienen, vor allem der nordischen, ägyptischen oder griechischen. Von daher war ich schon sehr auf dieses eBook gespannt und ich wurde nicht enttäuscht! Susanne Gerdom hat es geschafft eine nicht nur sehr spannende sondern auch gut recherchierte und in sich stimmige Geschichte zu schreiben. Um was geht es eigentlich? Der Titel sagt es eigentlich schon, um das Ende der Welt. Doch nicht ganz so wie wir uns das vorstellen, denn hier haben nicht nur Engel und Dämonen ihre Finger im Spiel, nein, die Alten nordischen Götter wollen eben so wie das ENDE wie die anderen eben auch. Daher wurde eine Organisation ins Leben gerufen die sich "DER PLAN" nennt. DER PLAN ist dazu da, zu schauen das dass Gleichgewicht nicht kippt und eine Seite doch noch die Oberhand gewinnt und so alles ins Chaos stürzt. Was hat es also dann mit Ash auf sich? Tja, eigentlich ist sie auf den ersten Blick eine ganz normale junge Frau die grade mit ihrem Freund Schluss gemacht hat. Eigentlich, doch sie selbst wird auf ihrer Reise, die für sie jetzt beginnt, sehr viel über sich selber rausfinden und lernen. Denn kurz nach dem sie mit Ravi Schluss gemacht hat, kommen beide bei einem Motorradunfall ums Leben. Sie findet sich völlig desorientiert im Limbus wieder. Keine Ahnung wer sie ist, was passiert ist, und wie es jetzt weiter gehen soll. Bis sie der dunklen Seite zugeteilt wird und dort rekrutiert wird zu kämpfen, wie alle anderen die da ankommen. Sie hat aber immer irgend wie das Gefühl das hier etwas nicht stimmt, sie nicht hier sein sollte und versucht dann einen weg da raus zu finden. Doch so einfach wie sie sich das vorgestellt hat wird es nicht. Nicht nur das sie nach und nach raus findet wo sie da hingeraten ist, sie findet auch immer mehr über sich heraus, trifft andere "Personen" die nicht das sind was sie im ersten Moment zu sein scheinen. Sie trifft auf Engel, Dämonen, alte Götter... Nur... Wo gehört sie dahin. Ash ist nicht nur für uns ein Geheimnis welches wir nach und nach gelüftet bekommen, auch sie selber geht auf die Suche nach ihrer wahren Existenz auf den Grund. Was wirklich nicht so einfach ist! Nicht nur das sie auf Widerstand stösst, nein, sie muss sich auch ganz genau eine Plan überlegen wie sie das Ganze abwenden kann. Denn Armageddon darf nicht eintreten! Und Verbündete zu finden ist hier, nun wahrlich nicht so einfach... Der Autorin ist es wirklich gelungen die Charaktere zum greifen nah rüber zu bringen. Odin, der Göttervater, alt, zornig, manchmal rachsüchtig. Sein Bruder, Loki, der Freuergott, der Trickser und Lügner. Luzifer, der gefallene Engel, verbannt ins NICHTS. Auch Ash seh ich vor mir, frech, jung, manchmal störrisch und doch ganz herzlich. Ravi, dem sie immer wieder begegnet... schüchtern, jung, manchmal fast kindlich naiv. Und Mac, ebenso ein gefallener Engel, witzig, korrekt und gefährlich loyal. Susanne Gerdom hat eine spannende Geschichte kreiert die dennoch viel von der Ursprünglichen Mythologie eingebunden hat. Armageddon ist der Fall der Weltenesche, Yaggdrasill. Auch Iduns Apfel kommen nicht zu kurz. Für Leute welche mit der nordischen Mythologie noch nie was am Hut hatten, sind nicht alleine gelassen, denn im Anhang gibt es einen sehr ausführlichn Glossar. Man erfährt also auch hier recht viel. Es ist eine Geschichte über die Suche nach sich selber, den Sinn des Daseins, Freundschaft aber auch Liebe und Vertrauen. Ich kann dieses eBook wirklich allen empfehlen die Fantasy und Mythologie mögen. Die Freude an der Göttlich-Trilogie hatten oder auch an der Reihe von P.C.Cast - Tales of Parthalon. Ich war traurig als es dem Ende zu ging, doch ist es wirklich das Ende? Liebe Susanne Gerdom, ich hoffe doch nicht. Ich würde mich sehr über einen 2. Teil freuen!

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  • Götter, Dämonen, das Ende der Welt und eine junge Frau versucht zu schlichten

    Projekt Armageddon
    eBookNinja

    eBookNinja

    18. April 2014 um 13:12

    Die junge Ash kommt bei einem Unfall ums Leben und findet sich auf einem Schlachtfeld im Limbus wieder, wo das Weltende bereits geprobt wird. Luzifer, Odin, Loki, Jörd … der Machtkampf zwischen Göttern, Dämonen, Figuren der nordischen Mythologie und anderen steht kurz vor seinem Finale – doch Ash würde das Armageddon gern verhindern, jetzt wo sie schon einmal mit hineingezogen wurde. Doch da gibt es viel zu enträtseln und zu schlichten … “Projekt Armageddon” von Susanne Gerdom ist eine humorvolle Hommage an die nordische Mythologie, deren Kenntnis aber nicht vorausgesetzt wird, um Spaß daran zu haben. Ganz im Gegenteil, hier lernt man sogar einige eher unbekannte Figuren kennen oder kann sein Wissen etwas auffrischen. Wer intelligenten Humor mag, ist hier genau richtig!

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  • Wochenaktion "Das besondere Buch"

    regina_mengel

    regina_mengel

    Hallo ihr lieben Lovelybooker, auf www.qindie.de findet diese Woche die Woche des besonderen Buchs statt.  Was stellen wir uns unter einem 'besonderen Buch' vor?  Es gibt wahnsinnig viele lesenswerte Bücher aus den unterschiedlichsten Genres. Aber was ist mit den Büchern, die sich Genrezuordnungen verweigern? Bücher, die anders sind. Die Nebenarme bevorzugen, anstatt im Mainstream zu schwimmen, die Genreregeln lieber brechen, anstatt ihnen zu folgen, die überraschen, anstatt Erwartungen zu bedienen. Wir finden, gerade solche Bücher verdienen die Aufmerksamkeit der LeserInnen. Deswegen eröffnen wir eine neue Kategorie in unserem Bücherregal: Das besondere Buch Die ersten 12 Bücher dieser Kategorie möchten wir euch in der Aktionswoche vom 10. bis 15. März ans Herz legen. Bücher, die etwas Besonderes sind, und die, bei aller Unterschiedlichkeit, eins gemeinsam haben: Sie verweigern sich Genrezuordnungen, lassen sich in keine Schublade pressen und sind herausragend geschrieben. Alle teilnehmenden Bücher sind innerhalb der Themenwoche zum halben Preis in den Online-Shops erhältlich und jeweils zwei davon könnt ihr täglich sogar gratis auf qindie.de downloaden. Wir hoffen, eure Neugier geweckt zu haben, allen, die regelmäßig nach besonderen Büchern suchen, eine Freude zu bereiten und vielleicht auch ein paar GenreleserInnen auf 'die dunkle Seite' ;-) zu locken. Es lohnt sich. Liebe Grüße Regina Mengel, stellvertretend für www.qindie.de

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  • Der Preis für die fleißigste Recherche geht an...

    Projekt Armageddon
    inflagrantibooks

    inflagrantibooks

    02. January 2014 um 00:27

    ...Susanne Gerdom für ihr "Projekt Armageddon". ^^ Susanne Gerdom, geboren in Düsseldorf, lebt, wohnt und arbeitet im Familienverband mit vier Katzen und zwei Menschen in einer kleinen Stadt am Niederrhein, bezeichnet sich selbst als „Napfschnecke“, die ungern ihr Haus verlässt, und ist während ihrer wachen Stunden im Internet zu finden. Wenn sie nicht gerade schreibt. Manchmal auch, während sie schreibt. Sie schreibt Fantasy für Jugendliche und Erwachsene für die Verlage Piper, ArsEdition und Ueberreuter. Man findet sie dort auch unter den Pseudonymen Frances G. Hill und Julian Frost. (© Text: Autor & Amazon) Ashley Fraxinus findet sich nach ihrem Tod unvermutet zwischen den Fronten eines seit Jahrtausenden tobenden Machtkampfes zwischen Göttern und Menschen, Engeln und Dämonen wieder. Der PLAN für ein geordnetes Weltende läuft, der Countdown tickt. Derweil kochen die dämonische Bürokratie und das Himmlische HQ ihr eigenes Süppchen. Mit im Spiel ist auch noch der in seinem Exil schmollende Luzifer, der eifrig intrigierend in der Quantenmetaphysik herumrührt. Die längst in Rente gegangenen Götter Odin und Loki, zerstrittene Brüder mit einem gemeinsamen Feind, versuchen, ihre eigene Haut und nebenbei die Welt zu retten. Und wer hat nun eigentlich wirklich Iduns goldene Äpfel gestohlen? Ash macht sich auf, die Rätsel zu lösen und Armageddon zu verhindern. Oder wenigstens bis zum Kaffee wieder zu Hause in ihrem alten Leben zu sein … (© Text: Autor & Amazon) Das Cover an sich passt perfekt zum Inhalt und wir haben nichts daran auszusetzen. Ash und ihr Freund Ravi scheinen nicht genau zu wissen, ob ihre Beziehung jetzt vorbei ist oder nicht. In Erinnerung an alte Zeiten, wagen sie noch einen gemeinsamen Ausflug. Leider endet der ganz anders als geplant und Ash findet sich auf dem himmlischen Schlachtfeld wieder. Allerdings nicht auf der Seite der „Guten“. Schnell stellt Ash fest, dass ihr irgendetwas fehlt, bis sie Ravi wiedertrifft. Die beiden ahnen, dass sie im Leben etwas miteinander zu tun hatten, auch wenn die Erinnerung nicht ganz vorhanden ist. Als sie flüchten wollen, sterben sie noch einmal. Ash landet in der Zenrale und fristet dort ihr Dasein mit Akten sortieren. Als sie sich mit dem mürrischen Hausmeister anfreundet, nimmt ihr „Leben“ noch einmal eine ganz andere Wendung. Zuerst einmal ein herzliches Dankeschön an „Fraulein“ (Kleiner Insider ^^) Susanne Gerdom für das Rezensionsexemplar und den Zugang in eine fantastische Welt voller toller Geschichten. „Projekt Armageddon“ ist das erste Buch, das wir von der Autorin lesen durften. Wir wussten nicht, was auf uns zukommt und wurden dadurch einige Male wirklich überrascht. Ob das positiv oder negativ war, könnt ihr nun nachlesen. Die Geschichte beginnt mit einem Treffen alter und neuer Freunde, die in irgendeiner Art zusammenhängen, etwas miteinander zu tun haben oder sich eigentlich gar nicht kennen. Die ersten ca. 25% der Geschichte waren Verwirrung pur. Das legt sich aber recht schnell wieder. Nach und nach findet alles seinen Platz und fügt sich auch mit den seltsamen Anfang schnell wieder ein. Oder sorgt so für noch mehr Fragezeichen in den Köpfen der Leser. Verwirrend? Ja mag, sein. Aber die ganze Geschichte ist geprägt durch interessante Verwirrspiele, was unsere Neugier nur angeheizt hat. Keine Sorge, es ergibt alles einen Sinn. Das Hauptaugenmerk liegt bei den nordischen Göttern und auch wenn wir dort keine Experten sind, haben wir die Zusammenhänge verstanden. Susanne Gerdom versteht es, die verzweigten Lebensgeschichteen der einzelnen Gottheiten dem Leser näher zu bringen, ohne dabei lehrerhaft zu wirken. Auf der letzten Seite hat sie die Fachbegriffe & Fremdwörter für ihre Leser in Form einen kleinen Lexikons zusammengestellt, sodass man auch dort problemlos alles nachschlagen kann. Wir mussten also nie befürchten, in der nordischen Götterwelt ausgeschlossen zu werden. Aber das ist noch lange nicht alles. Gekonnt werden durch sie die nordischen Götter mit den himmlischen Heerscharen und ihren eigenen Widersachern verbunden. Es wirkt wirklich, als hätte die Autorin die ganzen Verbindungen locker aus dem Ärmel geschüttelt. Und genau daran merkt man, dass das sicherlich nicht der Fall war. Hier steckt viel Arbeit dahinter und wir müssen einfach noch mal erwähnen, wie beeindruckt wir von der Recherche und deren Einarbeitung in die Geschichte waren. Aufgeteilt ist die Geschichte im Grunde in zwei Haupthandlungsstränge. Ash, die Hauptprotagonistin und die Geschichte vom Wanderer. Wir als Leser begleiten beide auf ihrer Reise, die, so erscheint es jedenfalls, in vollkommen unterschiedliche Richtungen geht. Beide verfolgen ihre eigenen Ziele und so wie es anfangs erscheint, sind die Ziele auch nicht miteinander kombinierbar. Stück für Stück erfährt man bei der Geschichte des Wanderers die Geschehnisse der nordischen Gottheiten, bekommt einen Einblick in die zwischenmenschlichen Beziehungen der Götter und wer vielleicht noch aktuell ist. Bei Ash wiederrum dreht sich alles um Himmel und Hölle, wenn man es so nennen will. Sie stirbt, mehrfach, und ist dadurch ein Engel, irgendwie, und wir bekamen einen recht amüsanten Einblick in den Ablauf des Lebens nach dem Tod. Während des Lesens konnten wir uns nicht vorstellen, wie diese zwei doch recht verschiedenen Welten zusammenpassen könnten. Doch auch hier lehrt uns die Autorin, dass es geht, sogar sehr gut. Ashley Hjördis Fraxinus, kurz Ash, ist dem Leser Anfangs ein Rätsel, bleibt es auch im Mittelteil der Geschichte und überrascht bis zum Schluss mit ihren Handlungen und der eigenen Vergangenheit. Wirkt sie am Anfang noch wie eine sitzengelassene, wütende Ex-Freundin eines eventuell mächtigen Mannes, zeigt sich, dass hinter alldem noch so viel mehr stecken könnte. Da sie nach ihrem Tod selbst nicht mehr weiß, wer genau sie eigentlich war, lernt sie sich und auch der Leser mit ihr ganz neu kennen. Das sie anders ist als die anderen „Verstorbenen“ im Limbus untermauert die Autorin nicht nur durch die Charakterzüge ihrer Protagonistin sondern auch mit Ash´s hitzigen Handlungen, die sie selbst und auch andere oftmals in Schwierigkeiten bringen. Ash wird als Spielball zwischen den großen Herrschern hin und her geworfen. Da sie nicht weiß, was genau im Limbus und in der Zentrale eigentlich abläuft, macht sie das, was man ihr sagt. Meistens jedenfalls. Das erstaunliche an Ash ist, dass sie dennoch immer ihrer Meinung und ihren Prinzipien treu bleibt. Sie verfolgt ein Ziel, auch wenn sie dieses kurzzeitig aus den Augen verloren hat. Ash weiß nicht, dass aber während der ganzen Zeit stets Augen auf sie gerichtet sind, die jeden ihrer Schritte beobachten. Jemand (be)schützt sie und trotz ihrer doch recht ruppigen Art, macht sie sich überall sehr schnell Freunde. Im Grunde ist Ash ein etwas zwiegespaltener Charakter. Über eine recht große Zeitspanne im Buch macht sie einfach nur das, was sie eben machen soll, anstatt selbst in Aktion zu treten. Sie ist vorlaut, nicht auf den Mund gefallen und akzeptiert aber irgendwann ihr tristes Dasein im ewigen Tod. Dennoch spürt sie, dass da mehr ist, mehr sein muss und es bedarf nur eines kleinen Anstoßes, damit Ash ihr Schicksal in die Hand nimmt. Der Wanderer ist da schon ein anderes Kaliber. Ihn mit mürrisch zu bezeichnen, ist als wollte man Luzifer mit einer Elfe vergleichen. Anfang vollkommen unklar, wer er ist und was er vorhat, kommen in jedem Kapitel neue Puzzleteile dazu. Es dauert wirklich lange, bis sich ein ganzes Bild zusammengesetzt hat und man die Beweggründe richtig versteht. Die Kapitel, die vom Wanderer und den nordischen Gottheiten handeln haben uns ein bisschen an „Herr der Ringe“ erinnert, in Bezug auf die sprachliche Art und die Schreibweise. Denk der Leser aber am Anfang, dass es nur um die Götter geht, irrt er sich gewaltig. Der Wanderer ist nur ein weiterer Ball in dem Spiel von Susanne Gerdom und ihrem „Projekt Armageddon“. Ein weiterer, sehr wichtiger Charakter war Macnamara, kurz Mac genannt. Erinnerte hin und wieder ein bisschen an einen alten, verlebten Privatdetektiv, aus dem wir fast bis zum Schluss überhaupt nicht schlau geworden sind. Die Autorin hat bei ihm wirklich ganze Arbeit geleistet, denn er ist nicht nur mysteriös, sondern auch noch heiß.^^ Mac erscheint wie eine nette Nebenfigur, ein Lehrmeister, der bewusst oder unbewusst dabei hilft, Ash auf ihren Weg zu bringen. Natürlich überrascht Susanne Gerdom auch hier den Leser mit vollkommen unerwarteten Wendungen, die Mac in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen. Er ist im Auftrag vom PLAN unterwegs und muss in der Zentrale Akten wälzen. Natürlich dürfen wir Ravi Surya Malhotra, kurz Ravi, nicht vergessen. Er und Ash´s Leben sind sozusagen der anfängliche Leitfaden der Geschichte. Man merkt sofort, dass er seine familiären Pflichten sehr ernst nimmt, was dazu führt, dass er stirbt. Zusammen mit Ash landet er im Limbus. Allerdings wird er zu den himmlischen Heerscharen sortiert, während Ash auf dem Schlachtfeld die schwarzen Flügel trägt. Nachdem er sich irgendwie erinnert, Ash zu kennen, endet dieses Zusammentreffen wieder einmal im Tod. Sofern man noch sterben kann, wenn man Tod ist. Ravi wird Mac als Anwärter zugeteilt und trifft so wieder auf Ash. Während des weiteren Verlaufes der Handlung gerät Ravi immer weiter in die Rolle einer, vielleicht sogar, unwichtigen Nebenfigur, die eben einfach noch da ist, weil man sie nicht einfach sterben lassen kann. Er ist schließlich schon Tod. ;-) Wirkt er am Anfang wie ein Mann, der weiß was er will, verfällt er im letzten Drittel eher in die Figur eines kleinen, süßen Engels, der nichts und niemandem etwas anhaben kann. Er kann nicht fluchen und wirkt durch seine Unbedarftheit sehr weich. Wir hatten hin und wieder das Bedürfnis, ihm über die Haare zu streichen und seine Wange zu tätscheln. Fast schon hilflos muss er zusehen, wie die Geschichte ohne sein zu tun weiter geht. Aber die ganze Entwicklung passt zum Ablauf der Geschichte. Ravi ist genauso, wie er sein muss um der Geschichte die richtige Spannung zu verpassen und dem Ende entgegen zu arbeiten. Der PLAN sorgt dafür, dass alles gerecht auf dem Limbus und dem immerwährenden Kampf zwischen Gut und Böse abläuft. Jedenfalls mal grob gesagt. Die Zentrale ist so etwas wie die Verwaltung für alle Engel und andere Wesen. Sie koordinieren die Wechsel zwischen den einzelnen Stationen, archivieren Zu- und Abgänge vom Limbus und noch eine Handvoll andere Sachen. Es wäre zu viel, das jetzt hier alles aufzuzählen und außerdem würden wir ja dann Macnamara´s Tätigkeit als Ausbilder/Erklärer stehlen. ;-) Es war wirklich faszinierend, wie glaubhaft die Welt & Sprache der Götter von der Autorin aufs Papier gesetzt und uns vorgestellt wurde. Hier bedurfte es sicherlich einer Menge an Recherche und vor allem eine Anpassung des eigenen Schreibstils, um alldem gerecht zu werden. Das alles aber brachte die Autorin problemlos auf die Seiten und war wohl mit Abstand einer der größten Pluspunkte der ganzen Geschichte. Denn nicht nur sprachlich unterscheiden sich die zwei Geschichtsstränge, die Autorin zeigt uns auch in den Orten, den agierenden Figuren und im Dialog, dass hier verschiedene Welten aufeinander treffen. Oder zumindest nebenher existieren. Besonders erwähnenswert und ein weiterer richtig dicker Pluspunkt ist die nicht vorhandene Liebesgeschichte zwischen Ash und Ravi. Anfangs ein Paar, wenn auch getrennt, finden sie sich zwar auf dem Schlachtfeld der Engel wieder, erinnern sich aber nicht, was genau zwischen ihnen war. Nachdem sie wieder gestorben sind, treffen sie in der Zentrale aufeinander und finden nach einiger Zeit heraus, dass sie wohl im Leben mal zusammen gewesen sein müssen. Während Ravi so etwas wie Ehrgefühl empfindet und mit Ash wieder anbandeln würde, ist Ash sich ihren Gefühlen vollkommen klar und möchte nicht wieder auf das Vergangene zwischen den beiden zurückgreifen. Wir empfanden es wirklich als richtig, richtig erfrischend, das diese ganze „Liebe bis über den Tod hinaus“ Sache nicht im geringsten im Vordergrund steht und während des Handlungsverlaufes aufgelöst wird. Ja, die Zwei treffen immer wieder auf einander, aber als Freunde und das hat die Autorin fantastisch herüber gebracht. Natürlich gibt es eine Liebesgeschichte, aber die kommt so leise zwischen den Zeilen hervorgekrochen, dass man ihr ganzes Ausmaß wirklich erst am Ende begreift. Das macht es umso schöner, es zu genießen. Wenn der Leser denkt, die Autorin schafft keine Überraschungen mehr, da innerhalb der Geschichte schon einige aufgetaucht sind, der irrt sich gewaltig. Das Ende überrascht mit vollkommen anderen Wendungen, die dann alles auflösen, mit Ereignissen die in keiner Weise vorhersehbar waren und lässt dem Leser aber zeitgleich noch genug Spielraum für eigene Interpretationen. Zu kritisieren gibt es aber leider auch etwas: Zum einen fanden wir es doch recht seltsam, dass die gute Ash ständig mit irgendwem was am Laufen hatte. Die „Sex“-Szenen waren subtil und wurden nie wirklich „direkt“ ausgeschrieben, es kamen auch nur ein paar vor. Aber die ständigen Andeutungen, dass sie mit dem was hat oder mit diesem haben wird, passten nicht wirklich rein. Es war unserer Meinung nach manchmal auch irgendwie überflüssig, da „dort“ keine Gefühle herrschten. Hätte sie das alles nur gemacht, um eben Gefühle zu spüren, hätten wir es ja noch irgendwie nachvollziehen können. Aber Ash war „nur“ kalt. Mehr nicht. Was wir damit sagen wollen: Wären diese Szenen nicht gewesen, hätte das den Handlungsablauf nicht beeinträchtigt. Einige dieser Szenen hätten unserer Meinung weggelassen werden können. Für den einen kann die Geschichte zu viel sein, für den anderen „zu“ götterhaft, bei jemandem anders passt die Handlung an sich nicht. Vor dem Kauf/Lesen sollte dem Leser auf alle Fälle bewusst sein, dass diese Geschichte nicht für jeden etwas sein wird. Also darf man am Ende nicht enttäuscht sein, wenn man bereits im Vorfeld weiß, dass es sich nicht um das üblich gelesene Genre handelt. Jack zum Beispiel hat es persönlich nicht so mit dem Genre gehabt, aber für Tilly war es wiederrum genau das Richtige. Man darf hier aber auch nicht vergessen, dass die Qualität des Buches niemals mit dem „Geschmack“ des Lesers negativ kollidieren sollte. Denn auch wenn es einem nicht zusagt, ist die Geschichte lobenswert, die Recherche vorbildhaft, wenn nicht sogar perfekt in unseren Augen, und vor allem bietet die Autorin hier ihren Lesern etwas wirklich Einzigartiges, das man nicht überall zu lesen bekommt. Der Leser muss offen für dieses Genre sein und sich darauf einlassen, dann geschieht der Rest wie von selbst und man wird schneller als einem lieb ist von Susanne Gerdoms geschrieben Worten mitgerissen und bis zum Ende auch nicht mehr aus den Augen gelassen. Wir sind hier beide als objektive Leser herangegangen und können jedem dieses Buch nahe legen, dem das alles bewusst ist. Wieder ein Qindie-Buch (dieser Satz wird jetzt ein fester Bestandteil unserer Qindie-Fazite), das überzeugte und mit erfrischendem Inhalt, sehr guter Recherche und neuer Idee einfach nicht mehr aus den Kopf gehen möchte. Susanne Gerdoms „Projekt Armageddon“ war für uns persönlich ein Paradebeispiel für das perfekte Zusammenspiel zwischen Recherche, charakteristische Entwicklungen und Ausarbeitungen sowie in sich zusammengehörende Zusammenhänge, die bis zum Schluss hin mit ständigen Überraschungsmomenten glänzte. Wie oben bereits erwähnt war es zwar nicht wirklich Jack´s Genre, aber Susanne Gerdom konnte ihn dennoch mit der Umsetzung und oben erwähnten Dingen für sich gewinnen. Wenn einem Autor also so etwas gelingt, verdient dieses Buch doch noch einmal einen riesen Pluspunkt von uns. 5 von 5 Marken - ist wohl auch keine Überraschung mehr nach der Rezension und die Autorin hätte glatt noch eine Auszeichnung für die tolle Recherchearbeit verdient, hätten wir sie noch schon deswegen in unserer Rezension ständig gelobt. ^^ Man darf es ja auch nicht übertreiben. ;-) Es grüßt wie immer Zusatz: Ein herzliches Dank für das Korrigieren dieser Qindie - Rezension an: Kathleen Stemmler

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  • Projekt Armageddon

    Projekt Armageddon
    Chimiko

    Chimiko

    30. April 2013 um 16:50

    Das ist wirklich eine ganz besondere Fantasy-Geschichte! Besonderer Aspekt hierbei liegt auch auf der nordischen Göttermythologie, Odin, Thor, Loki - Namen, die dem ein oder anderen sicher auch aus einem Film bekannt sein dürften. Doch auch wenn man jetzt in dieser Mythologie nicht ganz fest ist - so wie ich - macht das hier nichts aus. Am Anfang ist man vielleicht ein bisschen verwirrt, aber am Schluss ist eigentlich alles klar. Und für die, die mit den Namen nichts anfangen können und nachlesen wollen, gibt es auch ein tolles Glossar im Anhang, das wirklich alles erklärt. Der Erzählstrang mit den alten nordischen Göttern, von denen besonders Odin gegen den Weltuntergang angehen will, ist jedoch nur einer. Die Haupterzählung dreht sich nämlich um Ash und auch Ravi, dem sie immer wieder begegnet. Ihre Geschichte ist unglaublich raffiniert erzählt, man bekommt die Informationen häppchenweise serviert und nur langsam versteht man, was genau passiert - eine hervorragende Erzählweise! Das Ganze ist unglaublich detailliert, vielschichtig und hat so viele Kleinigkeiten und Dinge, die miteinander verbunden sind, dass es mich wirklich begeistert hat. Es gibt so viele Ebenen und Erzählorte, auch Zeiten, wirklich sehr gelungen, dass man am Ende tatsächlich durchblickt. Ich liebe ja solche Bücher, die so 'komplizierte' Handlungen haben. Auch die Protagonisten nehmen einen von der ersten Sekunde an mit: Es sind so interessante und besondere Personen, die hier beschrieben werden, dass man eigentlich zu jedem einen Zugang findet und jeden auf seine Art und Weise schätzt. Es hat jeder wieder so viele Facetten, ebenso wie die Geschichte, und keiner davon ist reines Klischee, jeder ist etwas Besonderes. Ins Herz geschlossen habe ich persönlich Macnamara, aber ich finde jeden einzelnen Charakter auf seine Art und Weise faszinierend. Der Schreibstil ist den Handlungen angepasst: So reden die Götter komplizierter, ich bin sicher, manch einer würde schwülstig sagen, ich finde es einfach passend. Ihre Sprache hat etwas, das sie eben von den Menschen und Engeln abgrenzt, sie sprechen ihrem Alter angemessen. Noch dazu kommt, dass dort eine gewisse Entschleunigung vorherrscht, während in der Haupthandlung oft Hektik und Eile, Kampf und Intrigen vorherrschen, findet man bei den Göttern eine Intensivität des Erlebens und Empfinden, des Erinnerns und auch der Trauerns, alles durch den hervorragenden Schreibstil. Doch auch allgemein finde ich Susanne Gerdoms Stil wirklich sehr lesenswert, ihre Beschreibungen fesseln einen und lassen alles vor dem inneren Auge entstehen. Fazit Wirklich eine der ungewöhnlichsten Fantasy-Geschichten, die ich seit langem gelesen habe. Solche, die mit Göttern zu tun haben, faszinieren mich immer, doch das hier entstandene Szenario ist außergewöhnlich, so voller Vielfältigkeit und einfach perfekt umgesetzt, dass ich dieses Buch jedem nur empfehlen kann.

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  • Ein göttlicher Spaß, dämonisch gut!

    Projekt Armageddon
    Heimfinderin

    Heimfinderin

    20. April 2013 um 14:49

    Inhalt Ash und ihr Freund Ravi werden bei einem Motorradunfall getötet und landen auf dem Limbus,dem Schlachtfeld, auf dem schon mal für den Weltuntergang trainiert wird, und damit mitten in die schon ewig währenden Auseinandersetzungen zwischen Göttern, Engeln, Menschen und Dämonen. Die Flucht von diesem grausigen Ort bringt hilft ihnen auch nicht weiter, denn sie landen in der "Zentrale", einem staubigen Bürotrakt mit einem dämonischen Vorsteher. Nun mal hineingezogen in den Kampf erkennt Ash, dass es höchste Zeit wird, etwas gegen den Schlamassel zu unternehmen.... An anderer Stelle verzweifelt Odin fast daran, dass sich die Prophezeiungen über Ragnarök offensichtlich bewahrheiten, die anderen Götter sind sogar schon nicht mehr da. Egal, wo er sucht, alles ist verwaist, selbst seine geliebte Enkelin findet er nicht mehr. Nur Loki, sein verlogener Bruder, und Jörd, seine liebe Gefährtin sind noch da. Doch so schnell lässt sich ein Göttervater nicht aufs Abstellgleis verfrachten ... Meine Meinung Meine Kenntnisse über die nordische Mythologie sind sehr vage, entsprechend gespannt war ich, was wohl auf mich zukommen wird und ob ich mich mit der Geschichte zurechtfinden werde. Und ich kann sagen: Ja. Das fehlende Hintergrundwissen zu den Göttergeschichten hat zwar zur Folge, dass man die immer wieder einfließenden Andeutungen dazu nicht immer versteht und die genannten Götter nicht alle kennt, aber es verhindert ganz und gar nicht, der aktuellen Geschichte zu folgen. Man kann die entsprechenden Rückblicke und Erinnerungen einfach hinnehmen, wie eine Landschaftsbeschreibung und auf sich wirken lassen und lernt dabei doch sehr gut, das Wesen der göttlichen Protagonisten kennen. Teilweise waren es mir zwar auch mal zu viele Einschübe, aber im Großen und Ganzen kam ich sehr gut damit zurecht. Es hatte sogar den Nebeneffekt, dass ich mich parallel und ganz besonders nun nach der Lektüre, intensiver mit der Mythologie beschäftigen will, anscheinend habe ich da die ganze Zeit etwas verpasst! Verwirrend sind anfangs allerdings die verschiedenen Namen für ein und dieselbe Person. Im Zweifelsfall ist es immer Odin oder man beansprucht einfach das ausführliche Glossar/Personenverzeichnis, das sehr hilfreich ist. Doch dies ist sowieso mehr Beiwerk für die spannenden und seltsamen Erlebnisse der jungen Ash und ihres Freundes Ravi, die bei einem Motorradunfall ums Leben kommen und sich anschließend auf dem großen Schlachtfeld zur Vorbereitung auf den Weltuntergang wiederfinden. Und von dort so schnell wie möglich wieder verschwinden wollen. Die staubige Zentrale mit ihren vielen noch staubigeren Akten ist zwar auch kein viel schönerer Ort für Tote, aber hier finden sich doch genug Möglichkeiten und Verbündete, um sich um das drohende Armageddon zu kümmern. Die Vermischung zwischen der modernen Realität, in der mit Motorrädern herumgefahren wird und auch mal Tupperdosen durch den Raum fliegen, und der gleichzeitig beschriebenen so mystisch wirkenden Mythenwelt ist klasse. Der Kontrast zwischen Modern und Alt ist toll erlebbar, auch durch die entsprechend angepasste Sprache. Die Atmosphäre ist durchweg sehr gut beschrieben und übermittelt dem Leser ein Wechselbad an Gefühlen, tolle Bilder und beeindruckendes Kopfkino: Bedrückende und unheimliche Endzeitstimmung auf den Schlachtfeldern, wenn sich die Hellen und Dunklen Mächte gegenüberstehen, Geflügelte dabei über den Kämpfenden schweben und im nächsten Moment vom Himmel stürzen; Ernsthafte und traurige Emotionen, wenn Odin und seine Gefährtin sich voller Sorge auf die Suche nach ihrer Enkelin machen und große Verzweiflung über das ungewisse Schicksal der göttlichen Welt und ihrer verschwundenen Bewohner ausstrahlen. Die Szenen haben immer eine besondere Intensität und sind so kontrastreich zum Rest, wirken langsamer und ernster gegenüber dem schneller und lockerer wirkenden Teil um Ash und ihren Kampf; Surreale und seltsam magische Momente, wenn man Zeit und Raum wechselt, sich Ebenen verschieben, die Zeit stehen bleibt oder Figuren im wahrsten Sinne des Wortes vor Leidenschaft entflammen; Und auch skurrile Szenen, wenn man z. B. mit der toten Ash im Wartezimmer der Zentrale darauf wartet, aufgerufen zu werden. Man kann sich vorstellen, dass da offensichtlich einiges Absurdes passiert, wenn man als Leser ganz plötzlich das Gefühl bekommen kann, es müsste nun gleich ein weißes Kaninchen vorbeistürzen, das hektisch ruft, es habe keine Zeit . ;) Die Mischung aus Humor, rätselhaften Geschehnissen, magischen und spannenden Szenen und ernsthaften Gesprächen gefiel mir richtig gut. Ich kam beim Lesen oft in eine eigenartige und besondere "schräge" Stimmung und gleichzeitig empfand ich auch die Nachdenklichkeit und Ernsthaftigkeit anderer Szenen, ohne dass das eine das andere ausschließt. Es werden die unterschiedlichsten Sinne und Gefühle angesprochen. Das ist sehr gut gemacht! Ganz besonders stark sind auch die Charaktere: Sie sind nicht einfach glatt schwarz und weiß, sondern sehr lebendig und vielschichtig, nicht immer zu durchschauen und haben alle eine sehr starke Ausstrahlung und ganz besondere Herzlichkeit und Wärme. Zudem entwickeln sie sich weiter, bieten dem Leser viel Grund, sich gedanklich mit ihnen zu beschäftigen und wachsen einem dabei mehr und mehr ans Herz. Inhaltlich mag ich gar nicht mehr verraten, denn die Geschichte muss man selbst erleben und sich von ihr überraschen lassen. Ich war am Ende jedenfalls rundum zufrieden damit und könnte gleich weiterlesen, denn es gibt noch das ein oder andere, was mich beschäftigt und was Stoff für weitere Abenteuer bietet.

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  • Susanne Gerdom - Projekt Armageddon

    Projekt Armageddon
    Marny

    Marny

    16. April 2013 um 10:47

    An dem letzten gemeinsamen Abend, den Ash und ihr Ex-Freund Ravi miteinander verbringen, sterben die beiden bei einem Motorradunfall. Aber es gibt ein Leben nach dem Tod, denn sie landen im Limbus – einem Schlachtfeld der Dämonen und Himmlischen Heerscharen, auf dem für den Weltuntergang trainiert wird. Ash hat die Erinnerung an ihr früheres Leben verloren, aber sie gibt nicht auf, weil sie deutlich spürt, dass dort noch etwas wichtiges auf sie wartet. Kann eine Liebe stärker als der Tod sein? Kann eine große Aufgabe sie selbst bis in den Tod verfolgen? Kann beides ihr Schicksal sein? Und dann ist da Odin, der einsame Wanderer und Anführer des Göttergeschlechts der Asen aus der nordischen Mythologie. Dieser verzweifelt, weil er seine geliebte Enkelin nicht mehr aufspüren kann – jemand hat sie ihm genommen, ihre Verbindung durchtrennt. Dieser jemand kann nach all der Zeit nur Ragnarök im Sinn haben – den Untergang der alten Welt. Armageddon. Aber warum, wo doch die meisten Götter durch den Verlust von Iduns goldenen Äpfeln, die ihnen Unsterblichkeit verleihen, verschwunden sind? Ich habe es sehr genossen, so tief in meine Lieblings-Mythologie entführt zu werden. Da gab es nicht nur unzählige Andeutungen und Verbindungen, über die ich hier und da schonmal etwas gelesen hatte, sondern auch wundervoll dargestellte Figuren. Bei Odin war ich ja vorbelastet, weil er mich einfach sehr fasziniert. Von Loki kann man das aber ganz bestimmt nicht sagen – und doch war er mir hier sehr nah, ich habe andere Seiten von ihm kennengelernt. Auch wenn ich ihm immer noch nicht ganz traue, sind die Dinge, die mich normalerweise einen großen Bogen um ihn schlagen lassen, hier immer mehr in den Hintergrund gerückt. Da ich so auf diese Mythologie anspringe, hat es mich nicht wirklich überrascht, dass ich mich in der Nebenhandlung am wohlsten gefühlt habe. Das bedeutet aber nicht, dass ich mit der Haupthandlung nichts anfangen konnte. Ganz im Gegenteil! Sie hat mich vielleicht nicht ganz so intensiv erwischt, aber es gab nur sehr wenige Momente, wo ich nicht tief in der Geschichte versunken war. Zu Ash hatte mir am Anfang der richtige Zugang gefehlt, obwohl ich sie gleich mochte und als einen spannenden Charakter empfand. Dies wurde aber bald besser – mit jedem gelesenen Kapitel spürte ich eine größere Nähe, auch wenn sie nicht zu meiner Lieblingsfigur wurde. Die Geschichte wirkt “erwachsener” auf mich, sie ist sehr komplex und sorgt für Verwirrung – bei dem einen eher, bei dem anderen später. Aber ich mag es, wenn ich da gefordert werde und mich auch dadurch so intensiv mit einem Buch auseinandersetzen kann. Außerdem ist sie ein wenig schräg und oft sehr humorvoll – beides Dinge, mit denen ich meinen Lesegeschmack jetzt nicht unbedingt beschreiben würde. Vorsichtig formuliert. Ganz im Gegensatz zu der mythologischen Seite, damit “kriegt” man mich ja immer. Aber selten habe ich da etwas gelesen, was mich so intensiv erwischt und solche Begeisterung bei mir ausgelöst hat! Außerdem gibt es so viele wundervolle Stellen und poetische Beschreibungen, die zu der für mich ganz besonderen Atmosphäre beigetragen haben. Die Szenen mit Odin und Jörd liebe ich, da ist mir einfach immer das Herz aufgegangen. Wegen der mythologischen Stimmung, der Herzenswärme, dem milden liebevollem Spott und ihrem Miteinander. So schön! Die Sprache hat mir sehr gefallen, auch wenn diese manchmal ungewohnt ist – sie passt ganz wunderbar zu der mythologischen Seite und “klingt”. Ich habe mich auf sie eingestimmt, ohne es so richtig zu bemerken – das kam erst, als das Buch ausgelesen war und mir danach so einiges fehlte… Die Mischung aus all den verschiedenen Elementen macht das Ungewöhnliche und Besondere dieser vielschichtigen Geschichte aus, die meinen Geschmack voll getroffen hat. So sehr, dass “Projekt Armageddon” ganz eindeutig zu meinem Lieblingsbuch von Susanne Gerdom geworden ist. Ich musste oft in mich hineingrinsen und zum Schrecken meiner Katzen auch öfter kichern. Oder glücklich vor mich hinseufzen, wenn ich mal wieder eine besonders schöne Szene mehrfach las. Oft war ich aber auch einfach nur still und klebte förmlich an den Seiten – dann hatte ich meist Kopfkino. Richtiges Kopfkino mit ganzen Filmen! Dabei habe ich manchmal sogar vergessen, mich um meine Lieblingsfiguren zu sorgen…

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  • Rezension zu "Projekt Armageddon" von Susanne Gerdom

    Projekt Armageddon
    Lesegenuss

    Lesegenuss

    25. February 2013 um 10:10

    >> Götter, worauf habe ich mich da bloß eingelassen << „Projekt Armageddon“, der Countdown läuft ... die Uhren ticken ... der PLAN ist angelaufen. Eine Vorstellung, von dem was sie als Leser erwartet? Lassen Sie es! Ash und Ravi, die beiden Protagonisten der Story, brechen zu einer letzten Spritztour mit dem Motorrad auf, bevor Ravi für Jahre hinter den Mauern eines besonderen Internats verschwindet. Dabei verunglücken beide tödlich. Ihre „Seelen“ finden sich in einer aufregend, spannend geschilderten Story wieder. In dieser anderen, dunkel-düsteren geschilderten Welt, zwischen Engel und Dämonen tobt der Kampf, arbeitet der PLAN. Man muss sich nicht in der Mythologie besonders gut auskennen, Götter, Namen, ihre Bedeutung. Die gelungene Kombination zwischen Mythos und Fantasie, und doch so verrückten Geschichte, ich habe noch nie so etwas in der Art gelesen. Aus einer grandiosen Idee ist eine Story geworden, vor der ich innerlich meinen Hut ziehe, „Projekt Armageddon“. Die Entwicklung der Charaktere ist etwas, was der Autorin wieder einmal sehr gut gelungen ist. Man lebt mit ihnen, leidet und sieht ihre Fortschritte. Und Ash, die nun einmal die Enkeltochter von Allvater Odin ist, er sich nach ihrem Unfalltod auf die Suche nach ihr begibt, denn er braucht sie, um den Schlusspunkt hinter dem PLAN zu verhindern. Ich habe gelitten, geschmunzelt, mich teils gegruselt durch gewisse Szenen im Limbus, den Kopf geschüttelt, mich selbst für verrückt erklärt, doch es gibt nichts, rein gar nichts, was an dieser Geschichte zu kritisieren sei. Fakt ist, dass mich wieder einmal die Autorin mit einem Buch überrascht hat, an dessen Ende ich verblüfft und so was von zufrieden die elektronisch letzte Seite zugeklappt habe. „Projekt Armageddon“, auf dem Reader zu lesen, ab und an wäre mir das Buch in der Hand lieber gewesen. Ich denke, es hätte mich verschlungen, reingerissen in die Szenen. „Projekt Armageddon“ – ist es wirklich zu Ende? „Projekt Armageddon“ – so was von gut, mehr als gut. Es stellt sich hier die Frage, ob die Autorin Susanne Gerdom als Gottheit sich unter die Menschen begeben hat, um uns diese Geschichte präsentieren zu können. Ich weiß, dies ist keine Rezension wie erwartet. Muss ich auch nicht. Wer „Projekt Armageddon“ bisher noch nicht gelesen hat, tut es!

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  • Rezension zu "Projekt Armageddon" von Susanne Gerdom

    Projekt Armageddon
    RedRose

    RedRose

    08. February 2013 um 10:04

    Das beste Buch, das ich seit langem gelesen habe! Ich muß gleich vorweg sagen, daß ich ein großer Fan sowohl von der Nordischen Mythologie, als auch von Engeln und Dämonen bin. Somit war ich mit dem Grundstock dieses Universums durchaus vertraut und es war schön, alte Bekannte wiederzutreffen. Aber auch ohne Kenntnisse dieser Art hat man sicherlich Spaß an dieser Geschichte - wenn man denn die richtige Konzentration mitbringt. Denn die sollte schon vorhanden sein, denn die Handlung hopst manchmal, ohne allerdings je den roten Faden zu verlieren. Mir hat besonders gut gefallen, daß sich die Schreibweise, der Stil geändert hat, wenn man die Asen besuchte. Ihr Alter, die Allmacht, die ihnen einst innewohnte, wurde hier sprachlich sehr gut aufgegriffen und hat mich regelrecht gefesselt. Der Hauptcharakter war für mich eine Weile unklar, im letzten Drittel teilweise erschreckend, aber niemals unsympathisch. Gut, ich konnte viele ihrer Entscheidungen und Handlungen nicht nachvollziehen, aber die Brotkrumenspur war deutlich genug gelegt, daß ich am Ende nicht allzusehr aus allen Wolken gefallen bin. Einige Zusammenhänge waren mir schneller klar, als ihr ;o) Alles in allem eine wundervoll runde Geschichte, die mich an den Reader gefesselt hat. Einzig das Glossar war alles andere als befriedigend. Anstatt zu dem Wort zu gelangen, das ich nachsehen wollte, landete ich immer konsequent beim ersten. Das hat mich so gestört, daß ich es meinem klaren Menschenverstand überließ, die Bedeutung der Namen und Wörter zu deuten. Vielen Dank für das kurzweilige Lesevergnügen!

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  • Rezension zu "Projekt Armageddon" von Susanne Gerdom

    Projekt Armageddon
    Kiala

    Kiala

    24. August 2012 um 14:22

    Ash und ihr Freund Ravi sterben bei einem Motorradunfall und landen in einer seltsamen Nach-Welt, in der Schwarz und Weiß in einem ewigen Kampf verstrickt sind. In der Zwischenzeit sieht Odin, der nordische Göttervater Ragnarök, das Weltenende heran nahen. Um das zu verhindert braucht er seine Enkelin. Aber die ist vor kurzem gestorben. Odin macht sich auf die Suche nach ihr… Wie diese beiden Handlungsebenen zusammenpassen, immer wieder zusammentreffen und sich am Ende ganz vereinen, sorgt für skurrile, dramatische, witzige, rasante und gefühlvolle Unterhaltung. Als Leser erlebt man ein ständiges Schwanken der Gefühle. Ist man in einem Moment noch entsetzt oder kaut sich Nägel vor Spannung ab, so muss man im nächsten Moment schon wieder lachen. Diese Mischung macht die Geschichte so unwiderstehlich! In diesem Buch stimmt eigentlich alles, sogar der Titel ist perfekt gewählt. Nach ein paar Schwierigkeiten zu Beginn, war ich schnell gefangen von der skurrilen und spannenden Handlung. Auch wenn ich Ashs Handlungsstrang mehr abgewinnen konnte, so sorgt die zweite Erzählperspektive mit Odin für genau die richtige Abwechslung. Zusätzlich kann man als Leser so noch besser miträtseln, wie denn nun alles zusammenhängt. Genau das Miträtseln macht sicher den größten Reiz der Geschichte aus, denn auch die Hauptprotagonistin tappt die meiste Zeit der Handlung wegen ihrer fehlenden Erinnerung im Dunkeln. Als Leser sollte man sich also keinesfalls entmutigen lassen, wenn man nicht zu Beginn gleich alles versteht. Keine Sorge: Das löst sich noch alles auf! Wie üblich bei Susanne Gerdom (Frances G. Hill, Julian Frost) sind die Charaktere die wahre Stärke des Buchs. Keiner von ihnen ist glatt oder langweilig, selbst die Nebenpersonen werden mit vielen Details zum Leben erweckt. Besonders die wichtigsten Protagonisten hatten es mir angetan. Ash mochte ich sofort, ebenso wie Loki, Mac und Lucifer. Ravi macht sich gewaltig, was mir sehr gefiel. Es ist immer schön, wenn sich Charaktere auch weiter entwickeln. Weniger angetan war ich persönlich von Odin, aber immerhin hat er eine starke Frau an seiner Seite. Insgesamt sind die versammelten Persönlichkeiten so interessant, dass unmöglich Eintönigkeit aufkommen kann. Hilfreich ist hier auch das Glossar, das bei der herrschenden Personenvielfalt sicher von Vielen gerne genutzt wird. Obwohl die nordische Mythologie nicht unbedingt ein ganz innovatives Thema ist, auch wenn es noch lange nicht so verbraucht ist wie andere Motive, so schafft die Autorin es mal wieder etwas ganz Neues und Frisches aus einem altbekannten Thema zu schaffen. Nichtkenner der nordischen Mythologie sollten sich nicht abschrecken lassen. Auch als Neuling in diesem Bereich ist die Geschichte verständlich. Vorwissen wird nicht gebraucht. Wer es wiederum keine Vorliebe für nordischen Gottheiten hat, der sollte dennoch hier zugreifen. Die nordische Götterwelt stellt jedoch nur einen kleinen Rahmen für eine größere Geschichte. Im großen Finale geht dann alles etwas schnell und man muss konzentriert lesen, um alle Entwicklungen mit zu bekommen. So richtig gelungen ist dann das Ende, in dem die Geschichte noch mal schön ausklingen kann und man als Leser Zeit hat alles noch mal zu rekapitulieren. Die letzte Seite wird man mit Bedauern schließen, gleichzeitig aber auch begeistert sein.

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  • Rezension zu "Projekt Armageddon" von Susanne Gerdom

    Projekt Armageddon
    Lilli33

    Lilli33

    08. August 2012 um 17:44

    Eine genial schräge Geschichte um die humorvoll entstaubte nordische Mythologie Inhalt: „Es gibt nun eine Prophezeiung – in jeder guten Geschichte muss es eine Prophezeiung geben.“ So erzählt die junge Ash ihrem (Ex-)Freund Ravi die Geschichte der nordischen Götter. Die Prophezeiung besagt, dass das Ende der Welt bevorsteht, dass die Götter und alle neun Welten untergehen werden. Götterdämmerung, Ragnarök, Armageddon. Und ausgerechnet Ash ist dazu berufen, das Weltende zu verhindern. Doch wie soll ihr dies gelingen, wenn sie bei einem Unfall ums Leben kommt und sich auf einem Schlachtfeld im Limbus wiederfindet? Zu allem Überfluss kann sie sich an nichts mehr erinnern. Meine Meinung: Man muss sich in der Mythologie nicht auskennen, um Spaß an diesem Buch zu haben. Ich selbst bin ohne jegliches Vorwissen drangegangen und habe mich einfach von dem bildhaften, wortgewaltigen Schreibstil treiben lassen. Im ersten Moment habe ich bei den Götterpassagen gestutzt, weil sich das so altmodisch anhört und ich eigentlich kein Freund von schwülstiger Sprache bin, aber es passt einfach perfekt zum Inhalt. Daher war es für mich auch total in Ordnung und später wollte ich es gar nicht mehr missen. Trotz allem hat mich die Handlung um Ash mehr gefesselt, es ist ja auch die Haupthandlung. Auch hier habe ich, wie bei den Göttern, lange Zeit gerätselt, wie alles zusammenhängt, da die Informationen immer nur in kleinen Häppchen eingestreut wurden. Aber ich fand die Geschichte und die Charaktere von Anfang an interessant und fesselnd, so dass ich einfach immer weitergelesen habe, in der Hoffnung, dass irgendwann der Knoten platzt und sich alles auflöst, was es dann im Endeffekt auch getan hat. Die Protagonisten erlebt man in vielen verschiedenen Ebenen und Zeiten, wo sie zum Teil verschiedene Namen und Funktionen haben. Wem das zu viel Verwirrung ist, der kann ein hilfreiches Glossar mit allen Namen und wichtigen Begriffen zu Rate ziehen. Ich kann mich nicht erinnern, schon jemals ein so vielschichtiges und verzwicktes Handlungsgebilde in einem Roman erlebt zu haben. Und das Beste: es passt! Am Ende sind alle Fäden logisch entwirrt und laufen in die richtige Richtung. Genial! Faszinierend finde ich bei Susanne Gerdom immer die Beschreibungen von Magie oder in diesem Buch die Beschreibung des Nullraums. Auch wenn es reine Fiktion ist, wirkt es immer sehr wissenschaftlich und ich habe den Eindruck, genau so könnte es sein. Die Atmosphäre einer Szene kommt so plastisch hervor, dass bei mir sofort das Kopfkino anspringt. Ich lasse mich fallen und werde in die Geschichte hineingesogen. Das ist einfach großartig! Auch wenn die Handlung abgeschlossen ist, finden sich immer noch ein paar lose Fäden, die man weiterspinnen könnte. Ich würde mich über eine baldige Fortsetzung freuen! Fazit: Die Geschichte ist herrlich skurril, humorvoll und verwirrend, dabei aber auch gefühlvoll, ernst, spannend und voller Überraschungen. Manchmal wusste ich nicht mehr, wo oben und wo unten ist, ein Gefühl wie auf der Achterbahn. Doch am Ende blieb ich absolut zufrieden und begeistert zurück!

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