Susanne Goga Der verbotene Fluss

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Inhaltsangabe zu „Der verbotene Fluss“ von Susanne Goga

Ein meisterhaft erzählter Roman voller Geheimnisse Charlotte wagt einen großen Schritt, als sie 1890 Berlin verlässt und eine Stelle als Gouvernante in einem herrschaftlichen Haus bei London antritt. Dort ist sie für die junge Emily verantwortlich, die seit dem tragischen Verlust ihrer Mutter von schlimmen Albträumen verfolgt wird und den nahe gelegenen Fluss fürchtet. Besorgt um das Wohl des Mädchens versucht Charlotte, mehr über den Tod von Lady Ellen herauszufinden, doch niemand im Haus ist bereit, das Schweigen zu brechen. Erst mithilfe des Journalisten Tom kommt Charlotte einer dunklen Wahrheit auf die Spur …

Spannung und Mystery im historischen England mit überraschender Auflösung.

— ConnyKathsBooks
ConnyKathsBooks

Ein richtig gutes Buch, mir hat es sehr gefallen.

— DarkReader
DarkReader

Schöner historischer Roman mit Spuk- Elementen.

— shadow_dragon81
shadow_dragon81

Wunderschön erzählter Roman. Spannend und mystisch.

— Donnas
Donnas

Sehr spannende Geschichte um ein Geheimnis mit einem traurigen Ende.

— AutumnForest
AutumnForest

Die spannende und großartige erzählte Geschichte um eine Frau, die Ende des 19. Jahrhunderts Berlin verlässt, um in England als Gouvernante zu arbeiten

— RobinBook
RobinBook

Eine wunderschöne Geschichte, habe die Lektüre sehr genossen. Der Schreibstil von Susanne Goga gefällt mir immer besser.

— wattwurm18
wattwurm18

Schöne und spannende Geschichte im England des 19ten Jahrhundert. Hat mir sehr gut gefallen und bis zur letzten Seite gefesselt!

— nonia
nonia

Vorhersehbaren Geschichte, sehr schönes setting.

— wunderbar79
wunderbar79

Wunderschöner historischer Londoner Kriminalroman der alles hat was er braucht , um zu fesseln !

— heidi_59
heidi_59

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Rundherum gelungen würde ich zusammenfassend sagen, ich bin schon extrem neugierig, wie die Geschichte weitergeht.

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  • Spannung und Mystery im historischen England

    Der verbotene Fluss
    ConnyKathsBooks

    ConnyKathsBooks

    21. May 2017 um 12:06

    "Ein Geräusch - oder bildete sie es sich nur ein? Sie lag auf dem Rücken und hielt den Atem an, horchte angestrengt. Da war es wieder!" (S. 143)1890, Surrey, England: Nach einer Enttäuschung hofft die deutsche Gouvernante Charlotte Pauly auf einen Neuanfang und tritt eine Stelle in einem Herrenhaus nahe London an. Dort soll sie sich um die 8jährige Emily Clayworth kümmern, die noch stark unter dem kürzlichen Verlust ihrer Mutter leidet und von Albträumen geplagt wird. Um ihr zu helfen, versucht Charlotte deshalb mehr über den Tod von Lady Ellen zu erfahren; stößt aber zunächst auf eine Mauer des Schweigens. Erst mit Hilfe des Journalisten Tom Ashdown kommt sie dunklen Geheimnissen auf die Spur."Der verbotene Fluss" stammt aus der Feder von Susanne Goga. Erst kürzlich habe ich ihren Roman "Das Haus in der Nebelgasse" begeistert gelesen und freute mich daher auf eine weitere spannende historische Geschichte.Diesmal entführt uns die deutsche Autorin in das kleine Dorf Westhumble in der Grafschaft Surrey. Dort steht das Herrenhaus namens Chalk Hill, in dem Protagonistin Charlotte bald mysteriöse Dinge erlebt. Ein wunderbarer Schauplatz mit leicht unheimlicher Atmosphäre, die mich gleich in den Bann gezogen hat. Ich sah das stattliche Haus direkt vor meinen Augen, den düsteren Wald mit knorrigen uralten Bäumen, wo einst schon die Druiden getanzt haben sollen und natürlich den Fluss Mole, der hier eine wichtige Rolle spielt. Ein mystischer Ort, der Charlotte bald an ihrem Verstand zweifeln lässt. Denn Emilys Albträume und Visionen werden immer schlimmer. Sieht das Mädchen tatsächlich Geister? Was ist wirklich in jener Frühlingsnacht geschehen, als Lady Ellen starb? Warum hüllen sich alle in Schweigen und warum begegnet ihr der Hausherr so feinselig? Gut, dass Charlotte bald Unterstützung durch Tom bekommt. Denn der Londoner Autor und Theaterkritiker arbeitet für eine Gesellschaft von Wissenschaftlern, die übernatürliche Phänomene untersucht. So beginnt eine mitreißende und spannende Suche nach der Wahrheit, die am Ende in einer äußerst überraschenden Auflösung gipfelt.Abwechselnde Erzählperspektiven und eine der Zeit angepasste und angenehme Sprache lassen die Seiten nur so dahinfliegen. Besonders Charlotte und auch Emily habe ich gleich in mein Herz geschlossen. Als Gouvernante hat es Charlotte wirklich nicht leicht, steht sie doch zwischen allen Stühlen und gehört weder zu den Dienstboten noch zur Herrschaft. Doch heikle Situationen meistert sie sehr geschickt und einfühlsam und versucht dabei ihrem wissbegierigen und fleißigen Schützling Emily mehr von der Welt zu vermitteln. Was nicht einfach ist in einer Zeit, wo Mädchen nur Sprachen, Musik und Handarbeiten lernen sollen. Doch auch Tom fand ich gut gezeichnet und es gibt natürlich eine ganz zarte Annäherung zwischen ihm und Charlotte.Sehr gut gefallen haben mir auch die hier einfließenden Motive und Querverweise: zu Grimms Märchen, zu Charlotte Brontës berühmten Roman "Jane Eyre" (auch hier entdeckt eine Gouvernante ein dunkles Geheimnis) und ganz besonders zum Autor Arthur Conan Doyle, dessen noch völlig unbekannte und erfolglose Sherlock Holmes- Detektivstories Tom hier begeistert rezensiert. Auch das Nachwort der Autorin ist wieder sehr informativ. Denn die "Society of Psychical Research" gibt tatsächlich, ebenso wie viele der handelnden Figuren. Am Schluss bleibt die Frage, ob man selbst an Geister glaubt. Ich persönlich eher nicht, doch wie Shakespeares Hamlet es so schön sagt: "Es gibt mehr Dinge im Himmel und in der Erde, Horatio, als unsere Philosophie sich träumt".Insgesamt kann ich daher "Der verbotene Fluss" sehr empfehlen. Ein packender historischer Roman vor wunderbarer Kulisse mit einer Prise Mystery, für den ich 5 Sterne vergebe.

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  • Spannend und interessant, lesenswert.

    Der verbotene Fluss
    DarkReader

    DarkReader

    14. May 2017 um 02:22

    Als ich die Inhaltsangabe las wusste ich: das ist ein Buch für mich. Und ich lag richtig, denn es hat alles, was ein gutes Buch für mich ausmacht. Spannung, eine gute Geschichte, Charaktere die ich mochte und eine Autorin, die es schaffte, mich ins Kopfkino zu befördern.Sie beschreibt die Orte der Handlung sehr genau und entführt den Leser so an ihre Schauplätze.Der Schreibstil ist klar, locker und flüssig und lässt sich sehr gut lesen.Ihre Figuren mochte ich auf Anhieb, liebevoll und detailreich gezeichnet, wie sie waren. Fast glaubte ich, sie schon lange zu kennen und fieberte richtiggehend mit. Und das konnte man hier wirklich gut, denn die Autorin versteht es, die Stimmungen ihrer Protagonisten an den Leser zu bringen.Ich für mein Teil werde mich nach weiteren Büchern von ihr umsehen, von ihr möchte ich gern mehr lesen.

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht
    GrOtEsQuE

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 18.08.2017: _Jassi                                           ---  73 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   208,5 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   81 Punkte Bellis-Perennis                          ---  564 Punkte Beust                                          ---   260 Punkte Bibliomania                               ---   184 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  350 Punkte ChattysBuecherblog                --- 210 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   103,5 Punkte Code-between-lines                ---  127 Punkte eilatan123                                 ---   46 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   109 Punkte Frenx51                                     ---  72,5 Punkte glanzente                                  ---   75 Punkte GrOtEsQuE                               ---   78 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   135 Punkte Hortensia13                             ---   113 Punkte Igelchen                                    ---   21 Punkte Igelmanu66                              ---  151 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    79 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   105 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   77 Punkte Katykate                                  ---   94 Punkte Kerdie                                      ---   190 Punkte Kleine1984                              ---   130 Punkte Kuhni77                                   ---   105 Punkte KymLuca                                  ---   100 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   211 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   190 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   82 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  52 Punkte mistellor                                   ---   149 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  115 Punkte Nelebooks                               ---  183 Punkte niknak                                       ----  268 Punkte nordfrau                                   ---   97 Punkte PMelittaM                                 ---   180 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   93 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   48 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 57 PunkteSandkuchen                              ---   172 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   153 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   245 Punkte SomeBody                                ---   157,5 Punkte Sommerleser                           ---   168 Punkte StefanieFreigericht                  ---   190,5 Punkte tlow                                            ---   135 Punkte Veritas666                                 ---   117 Punkteverruecktnachbuechern         ---   34 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   64 Punkte Wolly                                          ---   163 Punkte Yolande                                       --   150 Punkte

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  • Leserunde zu "Das Haus in der Nebelgasse" von Susanne Goga

    Das Haus in der Nebelgasse
    Diana_Verlag

    Diana_Verlag

    Liebe Fans von Susanne Goga,Liebe LB-Leserinnen und LB-Leser, die historische Romane lieben,wir sind ganz begeistert (!), dass Susanne Goga zu ihrem neuen Roman Zeit für eine Leserunde mit EUCH haben wird! Ca. ab dem 06. Februar wird die Leserunde starten - bitte bewerbt Euch, wenn Ihr in der 2. und 3. Februarwoche Zeit für die gemeinsame Leserunde haben werdet - danke Euch!Und darum geht's in "Das Haus in der Nebelgasse" (gerade auf der Bestsellerliste eingestiegen!):Die SPIEGEL-Bestsellerautorin Susanne Goga lässt in ihrem neuesten Roman die detailliert recherchierte Geschichte Londons lebendig werden - Ein Labyrinth unter der Stadt, eine verschollene Familie und eine junge Frau, die ein jahrhundertealtes Geheimnis aufspürt.London 1900: Matilda Gray ist Lehrerin an einer Mädchenschule und führt das Leben einer für die Zeit ‚unabhängigen‘ Frau. „Ein neues Jahrhundert verlangt neue Wege“ ist ihr Motto. Als ihre ehrgeizige Lieblingsschülerin Laura Wellesley nicht mehr zum Unterricht erscheint, ahnt Matilda, dass etwas passiert sein muss. Zu plötzlich ist ihr Verschwinden, zu fadenscheinig sind die Begründungen des Vormunds. Eine verschlüsselte Botschaft, die ihr Laura auf einer Postkarte schickt, bringt Matilda auf die Spur des Mädchens. Ihre Suche führt sie zu dem bekannten Londoner Historiker Prof. Stephen Fleming vom ‚King's College‘ - und mit ihm zu einem jahrhundertealten Geheimnis, tief hinein in die verborgenen Winkel der Stadt.Vor der historischen Kulisse Londons um 1900 verwebt Susanne Goga meisterhaft eine spannende Spurensuche mit einer zarten Liebesgeschichte. Ihr gelingt wieder ein raffiniert erzählter Roman voller Geheimnisse, in dem die DeLiA-Preisträgerin von 2012 mit starken Frauenfiguren sowie einem besonderen Gespür für Atmosphäre und Spannung überzeugt. Insbesondere die ‚Stadt unter der Stadt‘ aus früheren Jahrhunderten wird hier lebendig. Die Buchausgabe ist mit einer Klappenbroschur inkl. Stadtplan (reprod. von 1908) ausgestattet. Hier geht's zur Leseprobe.Seid Ihr neugierig geworden? Dann bewerbt Euch doch gerne hier. Wir drücken Euch die Daumen! Natürlich sind auch alle Leserinnen und Leser zur Leserunde eingeladen, die vielleicht schon das druckfrische Buch in der Hand halten! Bis bald undHerzliche Grüße, Euer Team des Diana Verlags.

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    • 371
  • Ein historischer Roman den man nicht zur Seite legen kann

    Der verbotene Fluss
    aftersunblau

    aftersunblau

    27. April 2016 um 20:24

    1890 verlässt die junge Gouvernante Berlin um eine neue Stelle in England anzutreten und dort die achtjährige Emily, die vor einem halben Jahr ihre Mutter verloren hat, zu unterrichten. Sie schließt das Mädchen bald in ihr Herz, während der Vater unnahbar bleibt. Der Tod der Mutter ist mysteriös, ihre Leiche wurde nie gefunden und der Vater hat allen verboten über Lady Ellen zu sprechen. Emily kann den Tod nicht verarbeiten und leidet unter Alpträumen, in denen sie Besuch ihrer toten Mutter bekommt. Charlotte weiß nur dass der Tod mit dem Fluss zusammenhängt und beginnt mit Hilfe des Journalisten Tom mit Nachforschungen.Wie auch schon bei "Der dunkle Weg" von Susanne Goga war ich sofort in der Geschichte drin, sie schafft es einfach mit ihrem anschaulichen Schreibstil den Leser zu fesseln und eine Stimmung gut zu beschreiben. Über allem liegt eine düstere und geheimnisvolle Stimmung, die mich gefesselt hat.Die Spuren führen immer wieder ins mystische , die Zeit der Seancen und Geisterfindung, die zu der Zeit in England hochaktuell war, und die von der Gesellschaft der Society for Psychical Research, die es wirklich gab, erforscht wurde. Aber keine Angst, wer mystische Geschichten nicht mag, wie ich auch, sie wird nicht ausgeschlachtet und läuft eher am Rande mit. Die Protagonisten waren mir sympathisch, auch wenn ich mich bei Charlotte manchmal gefragt habe ob sie sich nicht manchmal den anderen Angestellten gegenüber zu wichtig genommen hat.Der Spannungsbogen zieht sich gleichmäßig durch die Geschichte und auch wenn man gegen Ende erahnen kann was wirklich geschehen ist, kann man das Buch nicht zur Seite legen bevor auch die letzte Seite gelesen ist.Gerne werde ich weitere Bücher der Autorin lesen und gebe ein klare Leseempfehlung. 

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  • Der verbotene Fluss

    Der verbotene Fluss
    RobinBook

    RobinBook

    03. September 2015 um 13:57

    Die spannende und großartige erzählte Geschichte um die junge Charlotte, eine Frau, die Ende des 19. Jahrhunderts Berlin verlässt, um in England ihren Lebensunterhalt als Gouvernante zu verdienen, zu lesen hat mir sehr viel Freude bereitet. Wer Geschichten wie "Rebecca", "Jane Eyre" oder "Herrin auf Mellyn" unterhaltsam findet, wird hier voll auf seine Kosten kommen!

  • Das Geheimnis von Chalk Hill

    Der verbotene Fluss
    _Sahara_

    _Sahara_

    Inhalt: Charlotte wagt einen großen Schritt, als sie 1890 Berlin verlässt und eine Stelle als Gouvernante in einem herrschaftlichen Haus bei London antritt. Dort ist sie für die junge Emily verantwortlich, die seit dem tragischen Verlust ihrer Mutter von schlimmen Albträumen verfolgt wird und den nahe gelegenen Fluss fürchtet. Besorgt um das Wohl des Mädchens versucht Charlotte, mehr über den Tod von Lady Ellen herauszufinden, doch niemand im Haus ist bereit, das Schweigen zu brechen. Erst mithilfe des Journalisten Tom kommt Charlotte einer dunklen Wahrheit auf die Spur… Charlotte bricht auf in ein großes Abenteuer. Sie verlässt ihre Heimat und beginnt in England ein neues Leben. Sie wird Hauslehrerin der bezaubernden Emily, die wirklich ein Goldschatz ist. Ein wissbegieriges und freundliches Kind. Die zwei verstehen sich auf Anhieb. Doch bald muss Charlotte feststellen, dass Emily noch sehr unter dem Tod ihrer Mutter Lady Ellen leidet. Sie wird von Alpträumen geplagt, in denen sie ihrer Mutter begegnet. Diese werden zunehmend schlimmer und niemand weiß dem Kind zu helfen. Sir Andrew, Emilys Vater zieht Tom Ashdown, einen Mann von der Society of Psychical Research, einem Institut das Paranormales erforscht, zu Rate. Zusammen mit Charlotte versucht er Emily zu helfen. Es scheint nämlich mehr hinter den Alpträumen zu stecken. Das Lady Ellens Tod kein Gesprächsthema in Chalk Hill sein darf, kommt Charlotte äußerst merkwürdig vor. Sie beginnt die Angestellten zu befragen und stößt dabei auf ein unglaubliches Geheimnis, welches mich schockiert hat. Das Buch hat mich von Beginn an gefesselt. Ich liebe Romane, die in dieser Zeit in England spielen. Ich war sofort im Geschehen und bin in die Vergangenheit eingetaucht. Die Atmosphäre war ziemlich gut, stellenweise überkam mich eine leichte Gänsehaut. Die Charaktere sind allesamt auf ihre Art und Weise sympathisch, der eine mehr, der andere weniger ;) Vor allem Sir Andrew scheint ziemlich unberechenbar mit seinen Launen. Von einem Augenblick zum nächsten kann sich sein Gemütszustand radikal ändern. Das Buch lebt von zwei Handlungssträngen, zum einen begleiten wir Charlotte und zum anderen lernen wir Tom Ashdown besser kennen und erleben wie er zu Society of Psychical Research gekommen ist, denn eigentlich ist er Theaterkritiker. Im Verlauf der Geschichte werden die beiden Handlungsstränge zusammengeführt. Susanne Goga hat sehr gut recherchiert und sich ausführlich mit den Themen Spiritualität und dem Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom beschäftigt, welches in dieser Geschichte behandelt wird. Darüber hat sie nach der Geschichte ein paar Zeilen geschrieben. Ich finde die Thematik sehr interessant, da es einen Einblick in die Psyche des Menschen gibt, die nicht wirklich greifbar ist. Mir hat auch der virtuelle Rundgang bzw. Spaziergang durch London gefallen, welcher am Ende des Buches abgedruckt ist. Ich muss sagen, das Buch hat mir ziemlich gut gefallen. Irgendwie hat mir noch der letzte Kick gefehlt, so dass ich hier keine 5 Sterne vergebe, sondern nur 4,5. Aber ansonsten gibt es für mich nichts zu meckern. Dies war sicherlich nicht das letzte Buch, welches ich von Susanne Goga gelesen habe :) Wieder eine klare Leseempfehlung von mir. Liebhaber von Familiengeheimnissen und Paranormalem werden hier ihre Freude haben.

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    • 2
    KruemelGizmo

    KruemelGizmo

    26. August 2015 um 09:35
  • " Mutterliebe "

    Der verbotene Fluss
    heidi_59

    heidi_59

    " Der verbotene Fluss " Susanne Goga -= Klappentext =- Charlotte wagt einen großen Schritt, als sie 1890 Berlin verlässt und eine Stelle als Gouvernante in einem herrschaftlichen Haus bei London antritt. Dort ist sie für die junge Emily verantwortlich, die seit dem tragischen Verlust ihrer Mutter von schlimmen Albträumen verfolgt wird und den nahe gelegenen Fluss fürchtet. Besorgt um das Wohl des Mädchens versucht Charlotte, mehr über den Tod von Lady Ellen herauszufinden, doch niemand im Haus ist bereit, das Schweigen zu brechen. Erst mithilfe des Journalisten Tom kommt Charlotte einer dunklen Wahrheit auf die Spur … Hier ein sehr schönes Gedicht aus dem Roman S. 25 , das sehr gut die Sittsamkeit der Frauen und Mädchen des Romans im Jahre 1890 beschreibt . Ich steh auf hohen Balkone am Turm , Umstrichen vom schreienden Stare , Und lass gleich einer Mänade den Sturm Mir wühlen im flatternden Haare Nun muss ich sitzen so fein und klar , gleich einem artigen Kinde , und darf nur heimlich lösen mein Haar , und lassen es flatter im Winde Annette von Droste- Hülshoff -= Leseeindrücke =- Charlotte verlässt 1890 nach einer großen Enttäuschung in Sachen Liebe ihre Familie und Heimat in Deutschland . Sie hat eine Stelle als Gouvernante im Dorf Westhumble in der Nähe von London angenommen . Ihr Ziehkind , die 8jährigen Emily und ihr Vater, Sir Andrew Clayworth , leben auf Chalk Hill in einem schönen großen Landhaus am Waldrand , das der Mutter von Emily gehörte . Lady Ellen ist vor einem halben Jahr auf tragische Weise ums Leben gekommen . Sie soll im nahen Fluss Mole ertrunken sein , ihre Leiche wurde bis heute nicht gefunden .... Charlotte weis , das der Tod von Emilys Mutter ein wunder Punkt im Leben des Kindes ist und versucht ihr so gut es geht zu helfen , ohne ein Wort über das Geschehene zu verlieren .Tagsüber ist Emily ein aufgwecktes braves Mädchen aber Nachts , hat sie immer öfter Visionen und Albträume in denen sie ihre tote Mutter zu sehen glaubt , sie wacht schreiend auf , oder sieht im Wachtraum ihre zu früh verlohrene Mutter. Charlotte versucht hinter dem Geheimniss von Lady Ellens Tod zu kommen , um Emily , die immer öfter von ihrer Mutter "heimgesucht " wird , helfen zu können . Bei ihren heimlichen Nachforschungen stößt Charlotte allerdings auf eine Mauer des Schweigens . Sir Andrew , Lady Ellens Mann hat es jedem verboten , jemals wieder über Lady Ellen zu reden . Wieso darf keiner über Emilys Mutter reden ? Charlotte macht sich große Sorgen um Emily , sie recherchiert heimlich und erfährt hinter vorgehaltener Hand , unter dem Siegel der Verschwiegenheit , das in der Ehe des Abgeordneten Sir Andrew und seiner Frau Lady Ellen doch nicht alles so gut war wie es den Anschein gehabt hatte . Erst als es dem Kind immer schlechter geht nimmt Sir Andrew Kontakt zu Tom Ashton , auf der seit einiger Zeit zur "Society for Psychical Research gehört " , einer Gesellschaft , die sich mit der Erforschung von übersinnlichen Phänomenen beschäftigt . Tom Ashton und Charlotte versuchen nun gemeinsam Emily zu helfen und das Geheimniss um Lady Ellen zu lüften . Ohne das sie es ahnen , begeben sich dabei in Gefahr . -= Fazit =- Susanne Goga hat mit " Der verbotene Fluss " einen sehr schönen , tiefsinnigen Roman geschrieben , der meine Bedürfnisse und Erwartungen für dieses Buch , nach Spannung , Unterhaltung , guten Protagonisten und mit einer wunderschönen , bebilderten Landschaft , von London und der ländlichen Umgebung um Surrey voll erfüllt hat ! Charlotte und Emily habe ich geliebt , die tapfere , mutige junge Frau die ihre Zukunft noch mal neu ausrichtet , weit weg von Familie und Heimat als Gouvernante , von Emily . Emily , das kleine Mädchen , wie leid sie mir tat , so jung ohne die wärmende Liebe der Mutter . darauf fixiert , wenigstens die Aufmerksamkeit des viel beschäftigten Vaters zu erhaschen . Am liebsten hätte ich sie im Arm genommen und getröstet . Sir Andrew war mir lange Zeit ein Rätsel aber ...... in seiner Rolle perfekt . Richtig schön lebendig beschrieben worden sind sie alle die Protagonisten , "ich konnte sie alle sehen ". die "verrückte " Tilly Burke , die ehemalige Nanny von Lady Ellen . Nora , die Nanny von Emily . Die "steife " Haushälterin Mrs. Evans , Wilkins der Kutscher , der nette Reverend und seine Frau , usw. Es war schön , das ich alle kennen lernen durfte . Das unheimliche im Haus , und das , was mit Emily geschah , hat mir so manche Gänsehaut beschert , teilweise sehr mysteriös , was da passierte. Es passt einfach alles sehr gut zusammen , in der Zeit von 1890 war der Spiritismus in London sehr angesagt , fast wie ein Gesellschaftsspiel für jeden . Natürlich lockte diese Tatsache auch sehr viele Scharlatane an , die den Leuten für betrügerischen ihre Dienste , das Geld aus den Taschen zogen . Tom Ashton , der richtige Mann am richtigen Ort . Er hat selbst vor einiger Zeit seine Frau verloren und geht sehr behutsam mit dem Kind um . Er bietet Sir Andrew die Stirn und lässt sich keine Vorschriften machen und den Mund verbieten , Bravo ! Eine der tragenden Figuren in diesem großartigen Roman , der so viele Wendungen hat und immer wieder neue Aspekte hervor zaubert . Jede gelesene Seite bringt den Leser näher an das gut gehütete Geheimniss von Chalk Hill und man möchte das Buch am liebsten nicht mehr aus der Hand legen bevor es gelüftet ist , das Geheimniss ..... Ich würde mir gerne eine Fortsetzung mit Tom und Charlotte wünschen , denn das Ende , kam dann doch viel zu schnell für mich , wie immer wenn ich ein Buch besonders schön finde und mich wohl gefühlt habe damit ;o) Von mir eine unbedingte , uneingeschränkte Leseempfehlung für alle die gerne historische Kriminal Romane um London im 19. Jahrhundert lesen . Für alle , die "Downton Abby" und " Das Haus am Eaton Place " lieben und geliebt haben . Sehr gute 5 Sterne **** Buchdetails Erscheinungsdatum Erstausgabe : 13.01.2014 Aktuelle Ausgabe : 13.01.2014 Verlag : Diana TB ISBN: 9783453356504 Flexibler Einband: 464 SeitenSprache: Deutsch Susanne Goga über sich : Quelle : lovelybooks.de Mit sechs Jahren lernte ich lesen und hörte nie wieder damit auf. Bücher haben mich seither in allen Lebenslagen begleitet, und ich hoffe, dass ich diese Liebe auch an meine Kinder weitergegeben habe. Nach dem Abitur schlug ich zunächst einen kaufmännischen Umweg ein, doch dann wurde 1988 - gerade rechtzeitig für mich - der Studiengang Literaturübersetzen an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf eingerichtet, genau das, wovon ich immer geträumt hatte. Endlich konnte ich meine Neigung und Liebe zu Sprachen und Büchern auch beruflich nutzen. Seit 1995 arbeite ich als freiberufliche Literaturübersetzerin für verschiedene Verlage und habe bisher über 50 Werke übersetzt (meist aus dem amerikanischen, britischen und australischen Englisch, einige auch aus dem Französischen). Die meisten davon sind Romane und Kurzgeschichtenbände, während ich mich in meiner Freizeit dann und wann auch an Gedichtübersetzungen gewagt habe. Vor einigen Jahren verspürte ich den Wunsch, mich einmal in anderer Weise mit dem Schreiben auseinanderzusetzen, und schwankte zwischen der Weiterarbeit an meiner 1993 begonnenen Dissertation und einem eigenen Buch - die Wahl fiel mir letztlich nicht schwer. Es sollte etwas Historisches werden, frühes 20. Jahrhundert, am liebsten in Berlin. Für mein erstes Projekt fand sich leider kein Verlag, worauf ich es als Fingerübung beiseite legte und mich an den zweiten Versuch machte. Dieser zweite Versuch mit dem Titel "Leo Berlin", ein Kriminalroman aus dem Berlin der 20er Jahre, erschien im Juli 2005 bei dtv. Die Fortsetzung "Tod in Blau" folgte 2007. Darin erzähle ich Kriminalgeschichten vor dem Hintergrund einer Zeit voller Umbrüche, die geprägt ist von neuen Freiheiten, aber auch von großem sozialem Elend und politischer Unsicherheit. Neben der nötigen Recherche war es mir besonders wichtig, lebendige Figuren zu erschaffen, deren Geschichten die Leser nicht unberührt lassen. Ich hoffe, es ist mir gelungen. 2009 machte ich einen großen Schritt - von Berlin nach England, vom 20. zurück ins 19. Jahrhundert, von dtv zu Diana, vom Krimi zum historischen Roman. In "Das Leonardo-Papier" geht es um Liebe, Wissenschaft und die Rätsel der Vergangenheit. 2011 kehrte ich als Autorin nach Berlin zurück, besser gesagt, Berlin und Mönchengladbach, meine Heimatstadt. In "Die Sprache der Schatten" geht es um eine große Liebe, einen geheimnisvollen Maler und die Suche nach dessen Vergangenheit. 2012 wird es endlich einen dritten Krimi um Leo Wechsler geben. Neuigkeiten dazu findet ihr demnächst hier, auf meiner Homepage und bei Facebook. heidi_59

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  • Gewinnt die Lieblingsbücher des LovelyBooks-Teams aus dem Jahr 2014!

    Wurfschatten
    Daniliesing

    Daniliesing

    In diesem Jahr hat das LovelyBooks-Team wieder fleißig gelesen und dabei tolle Bücher entdeckt. Natürlich möchten wir euch auch 2014 nicht vorenthalten, welche Bücher uns am meisten begeistert, berührt und gefesselt haben. Deshalb findet ihr hier nun jeweils das Lieblingsbuch von allen Teammitgliedern aus diesem Jahr. Ein glücklicher Gewinner darf sich später über ein Buchpaket mit allen 12 Büchern freuen und damit eine wunderbare Lesezeit verbringen. Unsere Buchtipps: 1. Jules1988 empfiehlt: "Miss Blackpool" von Nick Hornby Mein Lieblingsbuch 2014 ist Nick Hornbys neuer Roman „Miss Blackpool“. Obwohl es kein typischer Hornby ist, liebe ich das Buch als Fan trotzdem. Hornbys feinsinniger Humor und seine liebevolle und einfühlsame Art, seine Figuren zu beschreiben - sowohl ihre Stärken als auch ihre Schwächen - machen diesen Roman so besonders. Man verliert sich in der Geschichte des Teams rund um Barbara, ihre Höhen und Tiefen, Freundschaft und Liebe und hat dabei das Gefühl, diese Menschen wirklich zu kennen. 2. Daniliesing empfiehlt: "Der Träumer" von Pam Muñoz Ryan und Peter Sis Für mich war "Der Träumer" eine ganz zufällige Entdeckung beim Büchershopping. Nur selten finde ich noch Bücher, die ich nicht zuvor schon irgendwo gesehen habe, doch hier wurde ich überrascht. Einmal aufgeschlagen und die ersten Sätze gelesen, hatte mich dieses wunderbare Buch aus dem Aladin Verlag sofort verzaubert. Als ich dann die großartigen Illustrationen von Peter Sis entdeckte, war es um mich geschehen: dieses Buch musste mir gehören! Schnell stellte sich heraus, dass ich mit meiner Entscheidung absolut richtig lag. Im Urlaub nahm ich das Buch zur Hand und konnte es gar nicht mehr zur Seite legen. Zwar ist das Buch als Kinderbuch ausgezeichnet, doch mit seinen 380 Seiten und einer wunderbar poetischen Sprache ist es für jeden erwachsenen Buchliebhaber ein wahrer Genuss. Pam Muñoz Ryan erzählt tiefgründig und bewegend die Geschichte des kleinen Neftali, dem der Leser beim Erwachsenwerden zuschauen darf. Der Junge hat keine leichte Kindheit - sein Vater macht es ihm mit hohen Erwartungen schwer, er ist häufig krank und lebt lieber in seiner eigenen Phantasie, statt draußen rumzutollen. Neftali ist ein Träumer! Wie der Junge sich trotz aller Schwierigkeiten durchschlägt und die Lebensgeschichte welches bekannten Dichters sich dahinter verbrigt, das solltet ihr am besten selbst herausfinden. Dieses Buch geht zu Herzen und ist mein persönliches Jahreshighlight! 3. TinaLiest empfiehlt: "Wurfschatten" von Simone Lappert Mich hat dieses Jahr besonders der Debütroman von Simone Lappert begeistern können: „Wurfschatten“ ist nicht nur äußerlich ein wunderschönes Buch, sondern es besticht auch durch die beeindruckende Schreibkunst, die die Autorin an den Tag legt. Sie schafft es, die Ängste, die die Protagonistin Ada beherrschen, beklemmend und dunkel zu beschreiben und die Geschichte doch zart wirken zu lassen, einfühlsam und authentisch. Mit dem kleinen, wenn auch vorhersehbaren Hauch Liebe, der Adas Ängste zurückzudrängen versucht, und der Prise Drama am Ende hat "Wurfschatten" mich dann endgültig abgeholt und den Roman für mich zu etwas Besonderem gemacht. Ich hoffe sehr, dass bald ein zweites Buch von Frau Lappert folgen wird und kann in der Zwischenzeit nur jedem ihr Erstlingswerk empfehlen! 4. JohannaE1988 empfiehlt: "Die hellen Tage" von Zsuzsa Bánk In "Die hellen Tage" erzählt Zsuzsa Bánk auf eine besonders schöne und ruhige Art eine Geschichte über Freundschaft, Familie und die schwierige Zeit des Erwachsenwerdens. Beim Lesen begleitet man die drei Freunde Aja, Seri und Karl von der glückvollen und teils auch tragischen Kindheit bis zum Erwachsenenalter und wünscht sich bei einem der so unbeschwerten Tage im zauberhaften Garten, die die drei so oft erlebten, dabei gewesen zu sein. Alle drei, so unterschiedlich sie auch sind, teilen das Schicksal, mehr oder weniger ohne Vater aufzuwachsen. Neben der Geschichte über eine besondere Freundschaft und der innigen Beziehung zwischen den Kindern und ihren Müttern, hat mich vor allem die unaufgeregte Erzählweise Bánks und ihre einfühlsame und warme Sprache beeindruckt und mich richtig entspannen lassen. Auch bei den Zerreißproben und Schwierigkeiten, die die drei im Laufe der Geschichte durchleben müssen, bangt und hofft man mit und fühlte ich mich oft an meine eigene Kindheit und Jugend erinnert. 5. aba empfiehlt: "Unterholz" von Jörg Maurer Ich habe sehr gute Bücher gelesen in diesem Jahr. Manche Bücher haben mich tief berührt, andere haben mich nachdenklich gemacht - aber mit Jörg Maurer habe ich auf hohem Niveau gelacht! Für mich kam dieses Buch im richtigen Moment. Es hat mich amüsiert und abgelenkt. "Unterholz" ist der fünfte Band um den oberbayrischen Kommissar Jennerwein, einer meiner literarischen Lieblingsfiguren überhaupt. Krimis gehören nicht zu meiner Lieblingslektüre, aber nachdem ich den ersten Band dieser Serie gelesen habe, konnte ich nicht anders, als ein Fan von Jörg Maurer und vom ganzen Team um Kommissar Jennerwein zu werden! 6. doceten empfiehlt: "Beginners" von Raymond Carver Raymond Carver gilt neben Hemingway als einer der ganz großen Autoren der American Short Story: mit geschliffener und schnörkelloser Sprache auf den Punkt gebracht sind seine Themen Verlust, Einsamkeit und das Scheitern der amerikanischen Mittelschicht. Seine Geschichten deprimieren, erschüttern mit jeder Zeile. Mit Beginners erscheint seine Buch "Wovon wir reden, wenn wir über Liebe sprechen" erstmalig in der Urfassung, ohne die stark kürzenden Eingriffe seines Lektors Gordon Lish. Nicht ganz so lakonisch und brachial, dadurch aber viel berührender. Ein Buch, um dunkle Wintertage noch dunkler zu machen - manchmal braucht man das ja. 7. clickclackboom empfiehlt: "Das Haus des Windes" von Louise Erdrich Auch wenn Lieblingsbücher zu bestimmen mir schwer fällt, da es immer so viele gute Bücher gibt, kann ich sagen, dass „Das Haus des Windes“ eines meiner liebsten Bücher 2014 ist. Es erzählt die Geschichte vom 13-jährigen Joe, der das unaufgeklärte Verbrechen an seiner Mutter rächen möchte und dabei erwachsen werden muss. Die Protagonisten des Romans sind Nachfahren der nordamerikanischen Indianer und so bekommt man interessante Einblicke in das Leben im Reservat, die Stammesgeschichten und die Gesellschaftsverhältnisse in den USA. Obwohl es um ein ernstes, trauriges Thema geht, ist „Das Haus des Windes“ ebenso ein lustiges Buch über das Leben als Teenager und die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens. Louise Erdrich hat Charakter geschaffen, die vielschichtig sind und die einem beim Lesen ans Herz wachsen. 8. kultfigur empfiehlt: "Die Hyperion-Gesänge Band 1-2" von Dan Simmons Dan Simmons erzählt fantastisch, die Bücher entwickeln einen Sog, den ich bisher sehr selten erlebt habe. Jeder, der gerne Science Fiction liest und philosophisch angehauchte Bücher liebt, wird die insgesamt rund 3.000 Seiten nur so verschlingen. Die beiden Bücher sind nicht nur mein persönliches Highlight 2014, sondern ganz weit oben auf der Liste meiner Herzensbücher. Ich wünschte, ich könnte noch einmal von vorne beginnen! 9. Katha_Luko empfiehlt: "Pfaueninsel" von Thomas Hettche Hettches Buch öffnet die Türen zu einer Welt voller Exotik, Groteske und Kuriositäten aber auch zu der komplexen und zerbrechlichen Architektur der menschlichen Seele. Die Hauptfigur ist Marie, die als Kleinwüchsige auf die preußische Lustinsel verfrachtet wird, um dort zum Vergnügen des Königs als Schlossfräulein ihr Dasein zu verbringen. Neben einem Mohr, einem Riesen, wilden Tieren und geheimnisvollen Pflanzen gilt sie als eine von vielen verqueren Launen der Natur. Damit steht sie im krassen Kontrast zu einer damals weit verbreiteten naturphilosophischen Auffassung, die nur das Wohlgeformte und Regelmäßige für schön und wertvoll erklärt – eine Auffassung, die mit ihren Jahren auf der Insel Maries Menschenwürde und Lebensmut beständig abträgt. Hettches „Pfaueninsel“ fängt Atmosphären ein als wäre er selbst Zeuge des merkwürdigen Lebens auf der Insel gewesen, seine Charakterzeichnungen und Schilderungen seelischer Zustände und schließlich seine authentische Zeichnung der historischen Gegebenheiten ziehen den Leser in ihren Bann: Ich war selten so berührt von einem Buch und seiner Hauptfigur! 10. peckomingo empfiehlt: "Cobra" von Deon Meyer Viel Zeit zu lesen hatte ich leider nicht in diesem Jahr, doch bei meiner Südafrika-Reise wurde natürlich ein Deon Meyer-Buch gelesen. Cobra ist nicht nur ein Thriller, sondern gleichzeitig auch eine Mischung aus Politik und psychologischen Betrachtungen. Das Tempo und die Spannung werden durchgehen hoch gehalten. Schauplätze, Eigenheiten und Sitten des Landes werden authentisch vermittelt. 11. Sophia29 empfiehlt: "Rosen, Tulpen, Nelken" von Heike Wanner Zu meinen Lieblingsbüchern 2014 gehört definitiv „Rosen, Tulpen, Nelken“ von Heike Wanner. Ich habe von der Autorin schon mehrere Bücher gelesen, aber dieses hat mir ganz besonders gut gefallen. Es geht darin um Sophie, die ihre Mutter schon in frühen Jahren verloren hat. Zufällig fällt ihr eines Tages das Poesiealbum ihrer Mutter in die Hände und als sie es durchblättert, stellt sie fest, dass sie keinen der darin enthaltenen Namen kennt. Um mehr über das Leben ihrer Mutter und somit auch mehr über sich selbst zu erfahren, macht sie sich mit ihren zwei besten Freundinnen in einem Wohnmobil auf den Weg und versucht die Personen zu finden, die im Leben ihrer Mutter eine Rolle gespielt haben … Heike Wanner ist es in diesem Buch gelungen, zwei Geschichten – die Geschichte von Sophie und die ihrer Mutter – auf spannende Weise miteinander zu verbinden und gleichzeitig zu verdeutlichen, wie unverzichtbar wirklich gute Freunde in unserem Leben sind. Seid ihr neugierig auf unsere 12 Lieblingsbücher 2014 geworden? Dann habt ihr bis einschließlich 7. Januar Zeit bei der Verlosung eines Buchpakets mit allen 12 Büchern mitzumachen. Jetzt müsst ihr uns nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Da wir immer gerne Bücher verschenken, würden wir von euch gern wissen, welche Bücher ihr dieses Jahr zu Weihnachten verschenkt und wieso ihr euch für genau diese entschieden habt? Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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    • 755
  • Spannender historischer Roman mit einem Hauch Mystery

    Der verbotene Fluss
    Blackfairy71

    Blackfairy71

    England 1890. Die junge Lehrerin Charlotte Pauly verlässt Berlin und bekommt im Hause des reichen Abgeordneten Sir Andrew Clayworth eine Anstellung als Gouvernante für dessen achtjährige Tochter Emily.     Chalk Hill ist ein altes Herrenhaus, auf dem ein düsterer Schatten zu liegen scheint. Das liegt auch daran, dass Sir Andrew allen Angestellten und sogar seiner Tochter verboten hat, über den Tod seiner Frau zu sprechen. Lady Ellen Clayworth ist vor einem halben Jahr anscheinend in den nahen Fluss gestürzt. Charlotte ist überzeugt, dass es nicht gut ist für das Mädchen, ihre Trauer tot zu schweigen und versucht, so viel wie möglich über die Umstände des Todes von Emilys Mutter herauszufinden. Sir Andrew ist davon alles andere als begeistert, aber als das Mädchen immer mehr Albträume bekommt und behauptet, ihre tote Mutter zu sehen, kann Charlotte ihn endlich überzeugen, etwas zu übernehmen. Erscheint Emily wirklich der Geist von Lady Ellen? Um das herauszufinden engagiert er Tom Ashdown, der seit kurzem zur "Society for Psychical Research" gehört, die sich mit dem Erforschen von übersinnlichen Phänomenen befasst. Ich bin begeistert. "Der verbotene Fluss" ist ein wunderbarer historischer Roman mit einem Hauch Mystery. Atmosphärisch dicht, manchmal düster, sehr fesselnd und flüssig geschrieben. In manchen Szenen bekommt man wirklich eine Gänsehaut. Die Charaktere haben viele Facetten und auch die Nebenfiguren bleiben keineswegs blass. Charlotte ist eine resolute junge Frau, die trotz der Zeit in der sie lebt, weiß was sie will und den Mut hat, ganz alleine in England ein neues Leben zu beginnen. Auch ihre Art, mit der sensiblen Emily umzugehen fand ich sehr sympathisch.  Tom Ashdown, der auch vor ein paar Jahren einen schweren Verlust erleiden musste, mochte ich von Anfang an. Er lässt sich auch von dem einflussreichen Sir Andrew nicht einschüchtern, dessen Ruf anscheinend wichtiger für ihn ist als seine Tochter. Nach und nach deckt er zusammen mit Charlotte das Geheimnis von Chalk Hill auf. Zu Ende des 19. Jahrhunderts ist Spiritismus gerade in England sehr angesagt. Geisterbeschwörungen, Seancen und ähnliches sind gerade in der besseren Gesellschaft sehr beliebt. Die damals gegründete "Society of Psychical Research" gibt es tatsächlich und laut Nachwort der Autorin existiert sie heute noch. Sehr interessant. :-) Wer historische Romane mit einem Touch Mystery mag, die auch noch im nebeligen England spielen, der liegt mit "Der verbotene Fluss" genau richtig.

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    • 16
  • Gänsehaut-Atmosphäre pur

    Der verbotene Fluss
    Eliza08

    Eliza08

    Ein Roman so düster wie die dunkelsten Wälder Englands, eine Gouvernante mit einem großen Herzen und ein kleines Mädchen, das die Schatten der Vergangenheit besiegen muss… Die junge Gouvernante Charlotte verlässt Berlin um in England bei der Familie Clayworth eine neue Stelle anzutreten. Sie soll sich dort um die achtjährige Emily kümmern, die sehr unter dem Verlust ihrer kürzlich verstorbenen Mutter leidet. Doch Charlotte merkt sehr bald, dass sie Emily nicht helfen kann, wenn sie nicht genau weiß, was mit deren Mutter wirklich geschehen ist. Sir Andrew hat allen Bediensteten ein Redeverbot über seine verstorbene Frau Lady Ellen auferlegt, nichts soll die kleine Emily an ihre Mutter erinnern. Doch kann ein Kind den Tod der Mutter verarbeiten, wenn diese tot geschwiegen wird? So versucht Charlotte auf eigene Faust herauszufinden, wer Lady Ellen war und warum Emily immer wieder nachts von Albträumen geplagt wird. Zur Hilfe kommt ihr der Journalist Tom, der in Sir Andrews Auftrag herausfinden soll, ob Emily von übersinnlichen Phänomenen heimgesucht wird. Susanne Goga hat einen Roman geschrieben, der die Welt des englischen Adels und die alten Herrenhäuser vor unseren inneren Augen zum Leben erweckt. Es ist sehr erstaunlich, wie die Autorin mit nur wenigen Worten es schafft eine Atmosphäre zu beschreiben, dass man schon nach wenigen Minuten Gänsehaut bekommt.  Die Fans von Jane Austen und Downton Abbey werden hier sicher auf ihre Kosten kommen. Besonders gut an diesem Roman hat mir die Erzählweise gefallen, die beiden Hauptfiguren Tom und Charlotte bekommen den Raum, den sie benötigen, um sich zu entfalten. Sie haben Ecken und Kanten, Ängste und Zweifel, Stärken und Schwächen und genau dies macht sie für den Leser so greifbar. Man erfährt sehr viel über das „Innenleben“ der einzelnen Personen, was ihre Zerrissenheit und ihren Kampfeswillen noch unterstreicht. Charlotte und Tom ergänzen sich in einer ganz außergewöhnlichen Weise. Und wer jetzt Angst hat, dass dieser Roman in eine „Schnulze“ abdriftet, den kann ich guten Gewissens beruhigen. Als Liebesroman kann man dieses Buch nun wahrlich nicht betiteln. Die DeLiA-Preisträgerin Susanne Goga hat es geschafft mich zu überraschen. Ich kannte bisher von ihr nur die historischen Romane, doch nun sind auch ihre Kriminalromane bei mir Pflichtlektüre, denn die Auflösung dieses „Falls“ hat mir ausgesprochen gut gefallen, sodass ich diese auch auf jeden Fall noch lesen möchte. Denn wenn ich eines mag, dann ist es, dass der Autor / die Autorin mich als Leser miträtseln lässt und mir nicht irgendwann eine „Lösung“ präsentiert, die ich vorher nicht erahnen konnte. Als Leser werde ich gerne während des Romans gefordert und kaue auch mal gerne Fingernägel, weil ich mir den Kopf zerbreche, was die Lösung des Rätsels sein könnte.

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    • 3
    Floh

    Floh

    11. August 2014 um 07:09
  • Das Geheimnis der Lady Ellen

    Der verbotene Fluss
    Svanvithe

    Svanvithe

    Als Charlotte Pauly sich im Jahre 1890 auf den Weg von Deutschland nach England macht, um dort Gouvernante in einem angesehenen Haus zu werden, verändert sich ihr Leben. Wie sehr ahnt sie jedoch noch nicht. Mit viel Einfühlungsvermögen nähert sie sich ihrem neuen Schützling Emily. Die Achtjährige hat ihre Mutter verloren. Doch statt die Erinnerung an die Frau, die ihrer Tochter eine zärtliche Mutter gewesen war und die Emily aufopferungsvoll pflegte, wenn diese krank wurde, darf im Haus nicht über sie geredet werden. Ja, sogar jeder Gedanke an Lady Ellen scheint verboten zu sein. Emilys Vater - Sir Andrew - steht als Abgeordneter in der Öffentlichkeit, reagiert oft sehr streng und scheint zunächst wenig Verständnis für die seelischen Bedürfnisse seiner Tochter zu haben. Denn zwar ist Emily ein aufgeschlossenes, lernwilliges Mädchen. Doch des Nachts wird sie von Albträumen gequält, in denen sie ihre Mutter sieht. Da sie über den Verlust nicht sprechen kann, ist sie verunsichert, fasst aber sehr schnell Vertrauen zu ihrer neuen Gouvernante. Charlotte möchte dieses Vertrauen nicht enttäuschen und Emily eine Verarbeitung des Todes ihrer Mutter ermöglichen. Deshalb zieht sie Erkundigungen über Lady Ellen ein. Nach und nach setzt sie ein Puzzlestück nach dem anderen zusammen. Charlotte ist sehr jung, und nicht jedem jungen Menschen traut man zu, sich Kindern so zuzuwenden zu können, wie es ihr gegenüber Emily gelingt. Sie findet damit nicht nur bei dem Mädchen einen Platz im Herzen, sondern auch beim Leser. Wohltuend dabei ist, dass die Autorin mit Charlotte zwar eine sympathische, sich dem Leben des ausgehenden 19. Jahrhunderts stellende Frau geschaffen hat, die ihren Werdegang realistisch einzuschätzen vermag, mutig Fragen stellt und sich von ablehnendem Verhalten und Äußerungen nicht abschrecken lässt. Gleichwohl tritt sie nicht zu forsch auf und ist sich insbesondere ihrer Stellung im herrschaftlichen Haus und damit in der Gesellschaft bewusst. Und obwohl sie in der Hierarchie beispielsweise dem Kindermädchen Nora gegenüber eine höhere Stufe einnimmt, legt sie eine bescheidene Zurückhaltung an den Tag und vermag so, auf deren Befindlichkeiten - Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes - angemessen zu reagieren. Obwohl Nora und auch die übrigen Bediensteten im Haus keinerlei Hilfestellung bei der Lösung der Probleme geben. Unterstützung dagegen erhält sie jedoch durch Thomas Ashdown. Ein zweiter Handlungsstrang, der zeitlich etwas früher, nämlich 1888 einsetzt, führt den geradlinigen und mitfühlenden Mann in das Geschehen ein. Tom hat wie Sir Andrew ebenfalls seine Frau verloren, der er in Liebe zugetan war und die er schmerzlich vermisst. Er arbeitet als Theaterkritiker äußerst erfolgreich und weiß geschickt mit Worten umzugehen. Durch eine intensive Beobachtungsgabe fallen ihm Dinge auf, die anderen verborgen bleiben. Aus diesem Grund hat ihn die Society of Psychical Research, die es im Übrigen tatsächlich heute noch gibt, gebeten, sich bestimmter übernatürlicher Phänomene anzunehmen und diese aus der Sicht eines klar denkenden Menschen zu beurteilen. Und als endlich auch Emilys Vater, nachdem die Ereignisse sich zuspitzen und geistige Gesundheit des Mädchens in Gefahr zu sein scheint, mit der Bitte um Beistand der Gesellschaft offenbart, dass ihm doch etwas am Wohl seiner Tochter liegt, entsendet diese Tom als ihren Vertreter. Tom und Charlotte verstehen sich von Anfang an. Beide sind aufrichtig darauf bedacht, die Ursache für Emilys Verhalten herauszufinden. Während sich die Lage zuspitzt, entwickeln sie zarte Gefühle füreinander. Dies geschieht dezent, ist angenehm zurückhaltend und wird nicht in den Vordergrund gerückt. So liegt der Blick weiterhin auf dem Hauptthema das Romans, das Geheimnis um Lady Ellen zu ergründen. Die Handlung kommt in einem ansprechende flüssigen und unterhaltenden Stil daher. Man fühlt sich in das England des 19. Jahrhunderts versetzt. Es gibt überraschende Momente, die auch ein wenig Spannung zu erzeugen vermögen. Die Hauptfiguren sind sorgsam ausgearbeitet worden. Lediglich Sir Andrew hätte - vor allem hinsichtlich seiner wahren Gefühle - ein wenig mehr Tiefe vertragen. Doch ein Hindernis für ein kurzweiliges Lesevergnügen ist dies nicht.

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    • 2
  • Leserunde zu "Der verbotene Fluss" von Susanne Goga

    Der verbotene Fluss
    Diana_Verlag

    Diana_Verlag

    Leserinnen historischer Romane (mit einer Vorliebe für England) aufgepasst: Ein verlassenes Mädchen, ein verbotener Fluss und ein Haus, das schweigt - Susanne Goga führt ihre Leser in die Welt der englischen Aristokratie am Ende des 19. Jahrhunderts   1890: Mit der Überfahrt nach Dover beginnt für Charlotte Pauly ein neues Leben. Sie hat Berlin verlassen, um in der Nähe von London eine Stelle als Hauslehrerin anzutreten. In Chalk Hill, dem herrschaftlichen Anwesen der Familie Clayworth, wird sie die achtjährige Emily unterrichten. Charlotte ahnt bald, dass ihre Aufgabe nicht einfach wird, denn das Mädchen leidet sehr unter dem kürzlichen Verlust ihrer Mutter und wird nachts von immer wiederkehrenden Albträumen gequält. Auf Charlottes vorsichtige Nachfragen zum Tod von Lady Ellen reagiert Emilys Vater feindselig, und auch die Bediensteten hüllen sich in kühles Schweigen. Besorgt um das Wohl des Mädchens, lässt Charlotte nicht locker und forscht weiter nach den Hintergründen der Vorgänge auf Chalk Hill. Susanne Goga gelingt mit Der verbotene Fluss wieder ein meisterhaft erzählter Roman voller Geheimnisse, in dem die DeLiA-Preisträgerin von 2012 mit starken Frauenfiguren sowie einem besonderen Gespür für Atmosphäre und Spannung überzeugt. Goga lässt die versunkene Welt des englischen Adels und seiner starren Konventionen um die Jahrhundertwende ganz authentisch lebendig werden. Ein mysteriöser Tod, eine couragierte junge Frau und ein tragisches Schicksal führen schließlich zu einer unerwarteten Auflösung. Wenn Du Lust darauf hast, Charlotte Pauly und den Journalisten Tom Ashdown bei ihren Nachforschungen zu begleiten, dann sei bei unserer Leserunde zu Susanne Gogas Roman »Der verbotene Fluss« dabei und bewirb Dich bis einschließlich 26.02.2014 für eines von 10 Freiexemplaren. Die Autorin wird in der Leserunde für Eure Fragen zur Verfügung stehen. Hier geht’s zur Leseprobe Wir sind gespannt auf Euch und freuen uns auf das gemeinsame Lesen. Euer Team vom Diana Verlag und Susanne Goga.

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  • Mysteriöses geht vor sich im Herrenhaus Chalk Hill...

    Der verbotene Fluss
    Nabura

    Nabura

    28. April 2014 um 18:05

    Der Prolog schafft eine düstere Atmosphäre und machte mich neugierig: Wer irrt da nachts barfuß durch den Wald? Das anschließende erste Kapitel verschlägt den Leser dann an einen ganz anderen Ort: Er begleitet Charlotte bei ihrer Ankunft in Dover. Schon bei der ersten Szene auf dem Schiff fand ich sie als Person interessant und freute mich darauf, in der Geschichte mehr über das zu erfahren, was in England auf sie wartet. In ihr selbst toben die verschiedensten Gefühle. Auch wenn sie ihre Entscheidung, nach England zu gehen, gut überdacht hat und sich auf ihre neue Position freut, bleibt ein Rest an Zweifel, ob sie die richtige Entscheidung getroffen hat. Bald kommt Charlotte in Chalk Hill an, dem imposanten Herrenhaus, das ihr neues Zuhause werden soll. Emily ist eine kleine Persönlichkeit, die ich gleich ins Herz geschlossen habe. Ihr Vater und das Personal wirken hingegen kühl und sind sehr auf die Etikette bedacht. Vor allem Nora, die in Charlotte eine Konkurrentin um Emilys Gunst sieht, scheint eine Herausforderung für Charlotte zu werden. Susanne Goga gelingt es mühelos, die Atmosphäre des Herrenhauses greifbar zu machen. Ich konnte dabei Charlottes Verhalten sehr gut nachvollziehen. Auf der einen Seite versucht sie, sich als Neue im Haushalt etwas zurückzuhalten, auf der anderen Seite muss sie auch klar Stellung beziehen, um ihre Prinzipen durchzusetzen. Während Charlotte sich noch einlebt, kommt es allmählich zu unheimlichen Ereignissen. Emilys Albträume geben Rätsel auf: Was ist der Auslöser? Schlafwandelt sie, oder wer hat sonst das Fenster in ihrem Zimmer geöffnet? Warum ist sie der Meinung, mit ihrer toten Mutter reden zu können? Gemeinsam mit Charlotte grübelt der Leser über die Ursachen nach. Charlottes Nachforschungen werden durch das Verbot, über Emilys Mutter zu reden, erheblich erschwert. Trotzdem kann sie durch vorsichtiges Nachfragen allmählich das ein oder andere in Erfahrung bringen und so Hinweise sammeln, was Emilys Verhalten auslösen könnte. Sieht sie tatsächlich Geister? Parallel zu Charlottes Geschichte lernt man den Theaterkritiker Thomas Ashdown kennen. Welche Rolle er in der Geschichte spielen wird, ist erst nicht klar, doch allmählich kristallisiert sich ein Zusammenhang zum Geschehen in Chalk Hill heraus. Eher zufällig wird er Mitglied der Society of Psychical Research und versucht herauszufinden, ob Menschen, die angeblich mit Geistern reden können, die Wahrheit sagen. Die Kapitel, die sich um ihn drehen, sind eher kurz, und so fiel es mir zunächst schwer, ihn einzuschätzen. Im Laufe der Geschichte gewinnt seine Person aber an Bedeutung und ich lernte, ihn besser zu verstehen. Ob er eine Erklärung für Emilys Verhalten finden kann? Die Geschichte startet recht ruhig und nimmt mit der Zeit an Tempo auf. Die Situation wird immer angespannter und als Leser schwankt man zwischen der Hoffnung, dass die Lösung bald gefunden wird und der Angst, dass die Ereignisse eskalieren. Mein Interesse an der Geschichte nahm immer mehr zu und ich wollte unbedingt wissen, was denn nun hinter allem steckt. Dabei ist es Susanne Goga gelungen, mich wirklich zu überraschen, und ich beendete das Buch rundum zufrieden. „Der verbotene Fluss“ überzeugte mich mit seinen Charakteren, einer tollen atmosphärischen Darstellung und dem großen Rätsel um Emilys Albträume. Zwischen Hoffnung und Verzweiflung schwankend begleitete ich Charlotte bei ihrer Suche nach Erklärungen und wurde so an die Geschichte gefesselt. Ich empfehle das Buch daher gerne weiter!

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  • Charlotte und die Schatten der Vergangenheit

    Der verbotene Fluss
    ejtnaj

    ejtnaj

    03. April 2014 um 09:41

    England im Jahr 1890, die Gouvernante Charlotte Pauly geht von Deutschland nach England um eine Stelle anzutreten. Zuerst fühlt sie sich in dem Herrenhaus in Surrey sehr Wohl und auch Emily, das Mädchen das sie unterrichtet soll, ist auch sehr nett und Wissbegierig. Doch dann passieren nachts sonderbare Dinge und Emily leidet sehr darunter. Charlotte sorgt sich um das Kind und stellt eigenmächtig Nachforschungen über den Tod der Mutter von Emily an. Aber erst als Tom ein Journalist hinzukommt um zu helfen, kommen die Beiden ganz langsam allem auf den Grund und finden die dunkle Wahrheit heraus. Die Autorin Susanne Goga hat hier nun schon den dritten Historischen Roman veröffentlicht. Dieser hier spielt wie schon das Leonardo-Papier in London bzw. in der Nähe der Stadt. Hier geht es aber um ein dunkles Familiengeheimnis das den Alltag der Familie und somit auch den von Charlotte auch jetzt noch erschwert und auch nicht klar ist ob die kleine Emily Geister sieht oder ob sie doch nur Schlafwandelt. Mir persönlich hat der Erzählstil in dem der Roman geschrieben war wirklich sehr gut gefallen und ich konnte das Buch auch nur schwer aus der Hand legen. Es gab zwei Erzählstränge, die sich erst sehr spät zu einem zusammen gefügt hat. Hier war ich zu Beginn etwas irritiert, denn was es mit Tom auf sich hat war mir nicht gleich klar. Dies fand ich persönlich etwas schade. Der Spannungsbogen war auch bis zur letzten Seite erhalten und dies hat der Geschichte wirklich gut getan, denn dadurch konnte man als Leser selbst noch eine Zeit lang rätseln was es wohl mit den unerklärlichen Dingen auf sich hat. Alle im Roman vorkommenden Figuren sind so ausführlich bis ins kleinste Detail beschrieben, so dass man sich diese während des Lesens sehr gut vorstellen konnte. Genauso detailreich waren auch die verschiedenen Handlungsorte beschrieben, man konnte sie ohne Probleme von seinem inneren Auge entstehen lassen. Auch wenn man noch nie in England war und Surrey noch nie besucht hat. Das einzige was mir nicht so gefallen hat, war dass man die Gründe für Charlottes Weggang aus Berlin erst relativ spät erfahren hat und ich es gerne schon etwas früher erfahren hätte. Auch der Spaziergang mit der Autorin am Ende des Buches was hier als Zusatzkapitel eingefügt war hat mir wirklich gut gefallen, auch die Bilder von Temple fand ich sehr interessant. Die Anmerkungen der Autorin fand ich auch sehr informativ und für mich war es fast schon ein Tipp das Buch Jane Eyre zu lesen, dies werde ich demnächst auch mal tun. Alles in allem hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen und kann diesen Historischen Roman nur weiterempfehlen. - See more at: http://www.kriminetz.de/krimis/verbotene-fluss#comment-553

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