Der verbotene Fluss

von Susanne Goga 
4,5 Sterne bei105 Bewertungen
Der verbotene Fluss
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (96):
ElkeMZs avatar

Wieder eine sehr interessante und spannende Geschichte v.Ende des 19.Jh.s...ein bisschen Krimi, altmodisches Gruseln, Jane Eyre zugleich..

Kritisch (1):
MikeschMauss avatar

ziemlich vorhersehbar, so richtig Spannung kam für mich nicht auf. Ab der Hälfte wusste ich, wie es enden würde.

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Inhaltsangabe zu "Der verbotene Fluss"

Ein meisterhaft erzählter Roman voller Geheimnisse

Charlotte wagt einen großen Schritt, als sie 1890 Berlin verlässt und eine Stelle als Gouvernante in einem herrschaftlichen Haus bei London antritt. Dort ist sie für die junge Emily verantwortlich, die seit dem tragischen Verlust ihrer Mutter von schlimmen Albträumen verfolgt wird und den nahe gelegenen Fluss fürchtet. Besorgt um das Wohl des Mädchens versucht Charlotte, mehr über den Tod von Lady Ellen herauszufinden, doch niemand im Haus ist bereit, das Schweigen zu brechen. Erst mithilfe des Journalisten Tom kommt Charlotte einer dunklen Wahrheit auf die Spur …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453356504
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:464 Seiten
Verlag:Diana
Erscheinungsdatum:13.01.2014

Rezensionen und Bewertungen

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    L
    Lesebegeistertevor 9 Monaten
    ...sehr fesselnd...

    Wir befinden uns im Jahr 1890. Charlotte reist von Deutschland nach England um dort als Gouvernante bei einem Witwer zu arbeiten. Charlotte soll sich um die 8-jährige Emily kümmern. Der Vater, Sir Andrew hat verschiedene Facetten, mal ist er gefühlskalt und abweisend, dann wieder nett und interessiert. Charlotte wird einfach nicht schlau aus ihm. Und dann wäre auch noch das Geheimnis rund um Emily’s verstorbene Mutter Lady Ellen… Ein Buch voller Geheimnisse und mysteriösen Ereignissen. Spannend zu lesen, hat mir sehr gut gefallen.

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    ConnyKathsBookss avatar
    ConnyKathsBooksvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannung und Mystery im historischen England mit überraschender Auflösung.
    Spannung und Mystery im historischen England

    "Ein Geräusch - oder bildete sie es sich nur ein? Sie lag auf dem Rücken und hielt den Atem an, horchte angestrengt. Da war es wieder!" (S. 143)

    1890, Surrey, England: Nach einer Enttäuschung hofft die deutsche Gouvernante Charlotte Pauly auf einen Neuanfang und tritt eine Stelle in einem Herrenhaus nahe London an. Dort soll sie sich um die 8jährige Emily Clayworth kümmern, die noch stark unter dem kürzlichen Verlust ihrer Mutter leidet und von Albträumen geplagt wird. Um ihr zu helfen, versucht Charlotte deshalb mehr über den Tod von Lady Ellen zu erfahren; stößt aber zunächst auf eine Mauer des Schweigens. Erst mit Hilfe des Journalisten Tom Ashdown kommt sie dunklen Geheimnissen auf die Spur.

    "Der verbotene Fluss" stammt aus der Feder von Susanne Goga. Erst kürzlich habe ich ihren Roman "Das Haus in der Nebelgasse" begeistert gelesen und freute mich daher auf eine weitere spannende historische Geschichte.

    Diesmal entführt uns die deutsche Autorin in das kleine Dorf Westhumble in der Grafschaft Surrey. Dort steht das Herrenhaus namens Chalk Hill, in dem Protagonistin Charlotte bald mysteriöse Dinge erlebt. Ein wunderbarer Schauplatz mit leicht unheimlicher Atmosphäre, die mich gleich in den Bann gezogen hat. Ich sah das stattliche Haus direkt vor meinen Augen, den düsteren Wald mit knorrigen uralten Bäumen, wo einst schon die Druiden getanzt haben sollen und natürlich den Fluss Mole, der hier eine wichtige Rolle spielt. Ein mystischer Ort, der Charlotte bald an ihrem Verstand zweifeln lässt. Denn Emilys Albträume und Visionen werden immer schlimmer. Sieht das Mädchen tatsächlich Geister? Was ist wirklich in jener Frühlingsnacht geschehen, als Lady Ellen starb? Warum hüllen sich alle in Schweigen und warum begegnet ihr der Hausherr so feinselig? Gut, dass Charlotte bald Unterstützung durch Tom bekommt. Denn der Londoner Autor und Theaterkritiker arbeitet für eine Gesellschaft von Wissenschaftlern, die übernatürliche Phänomene untersucht. So beginnt eine mitreißende und spannende Suche nach der Wahrheit, die am Ende in einer äußerst überraschenden Auflösung gipfelt.

    Abwechselnde Erzählperspektiven und eine der Zeit angepasste und angenehme Sprache lassen die Seiten nur so dahinfliegen. Besonders Charlotte und auch Emily habe ich gleich in mein Herz geschlossen. Als Gouvernante hat es Charlotte wirklich nicht leicht, steht sie doch zwischen allen Stühlen und gehört weder zu den Dienstboten noch zur Herrschaft. Doch heikle Situationen meistert sie sehr geschickt und einfühlsam und versucht dabei ihrem wissbegierigen und fleißigen Schützling Emily mehr von der Welt zu vermitteln. Was nicht einfach ist in einer Zeit, wo Mädchen nur Sprachen, Musik und Handarbeiten lernen sollen. Doch auch Tom fand ich gut gezeichnet und es gibt natürlich eine ganz zarte Annäherung zwischen ihm und Charlotte.

    Sehr gut gefallen haben mir auch die hier einfließenden Motive und Querverweise: zu Grimms Märchen, zu Charlotte Brontës berühmten Roman "Jane Eyre" (auch hier entdeckt eine Gouvernante ein dunkles Geheimnis) und ganz besonders zum Autor Arthur Conan Doyle, dessen noch völlig unbekannte und erfolglose Sherlock Holmes- Detektivstories Tom hier begeistert rezensiert. Auch das Nachwort der Autorin ist wieder sehr informativ. Denn die "Society of Psychical Research" gibt tatsächlich, ebenso wie viele der handelnden Figuren. Am Schluss bleibt die Frage, ob man selbst an Geister glaubt. Ich persönlich eher nicht, doch wie Shakespeares Hamlet es so schön sagt: "Es gibt mehr Dinge im Himmel und in der Erde, Horatio, als unsere Philosophie sich träumt".

    Insgesamt kann ich daher "Der verbotene Fluss" sehr empfehlen. Ein packender historischer Roman vor wunderbarer Kulisse mit einer Prise Mystery, für den ich 5 Sterne vergebe.

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    DarkReaders avatar
    DarkReadervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein richtig gutes Buch, mir hat es sehr gefallen.
    Spannend und interessant, lesenswert.

    Als ich die Inhaltsangabe las wusste ich: das ist ein Buch für mich.
    Und ich lag richtig, denn es hat alles, was ein gutes Buch für mich ausmacht. Spannung, eine gute Geschichte, Charaktere die ich mochte und eine Autorin, die es schaffte, mich ins Kopfkino zu befördern.
    Sie beschreibt die Orte der Handlung sehr genau und entführt den
    Leser so an ihre Schauplätze.
    Der Schreibstil ist klar, locker und flüssig und lässt sich sehr gut lesen.
    Ihre Figuren mochte ich auf Anhieb, liebevoll und detailreich gezeichnet, wie sie waren. Fast glaubte ich, sie schon lange zu kennen und fieberte richtiggehend mit. Und das konnte man hier wirklich gut, denn die Autorin versteht es, die Stimmungen ihrer Protagonisten an den Leser zu bringen.
    Ich für mein Teil werde mich nach weiteren Büchern von ihr umsehen, von ihr möchte ich gern mehr lesen.

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    aftersunblaus avatar
    aftersunblauvor 2 Jahren
    Ein historischer Roman den man nicht zur Seite legen kann

    1890 verlässt die junge Gouvernante Berlin um eine neue Stelle in England anzutreten und dort die achtjährige Emily, die vor einem halben Jahr ihre Mutter verloren hat, zu unterrichten. Sie schließt das Mädchen bald in ihr Herz, während der Vater unnahbar bleibt. Der Tod der Mutter ist mysteriös, ihre Leiche wurde nie gefunden und der Vater hat allen verboten über Lady Ellen zu sprechen. Emily kann den Tod nicht verarbeiten und leidet unter Alpträumen, in denen sie Besuch ihrer toten Mutter bekommt. Charlotte weiß nur dass der Tod mit dem Fluss zusammenhängt und beginnt mit Hilfe des Journalisten Tom mit Nachforschungen.
    Wie auch schon bei "Der dunkle Weg" von Susanne Goga war ich sofort in der Geschichte drin, sie schafft es einfach mit ihrem anschaulichen Schreibstil den Leser zu fesseln und eine Stimmung gut zu beschreiben. Über allem liegt eine düstere und geheimnisvolle Stimmung, die mich gefesselt hat.
    Die Spuren führen immer wieder ins mystische , die Zeit der Seancen und Geisterfindung, die zu der Zeit in England hochaktuell war, und die von der Gesellschaft der Society for Psychical Research, die es wirklich gab, erforscht wurde. Aber keine Angst, wer mystische Geschichten nicht mag, wie ich auch, sie wird nicht ausgeschlachtet und läuft eher am Rande mit.
    Die Protagonisten waren mir sympathisch, auch wenn ich mich bei Charlotte manchmal gefragt habe ob sie sich nicht manchmal den anderen Angestellten gegenüber zu wichtig genommen hat.
    Der Spannungsbogen zieht sich gleichmäßig durch die Geschichte und auch wenn man gegen Ende erahnen kann was wirklich geschehen ist, kann man das Buch nicht zur Seite legen bevor auch die letzte Seite gelesen ist.
    Gerne werde ich weitere Bücher der Autorin lesen und gebe ein klare Leseempfehlung. 

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    R
    RobinBookvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Die spannende und großartige erzählte Geschichte um eine Frau, die Ende des 19. Jahrhunderts Berlin verlässt, um in England als Gouvernante ...
    Der verbotene Fluss

    Die spannende und großartige erzählte Geschichte um die junge Charlotte, eine Frau, die Ende des 19. Jahrhunderts Berlin verlässt, um in England ihren Lebensunterhalt als Gouvernante zu verdienen, zu lesen hat mir sehr viel Freude bereitet. Wer Geschichten wie "Rebecca", "Jane Eyre" oder "Herrin auf Mellyn" unterhaltsam findet, wird hier voll auf seine Kosten kommen!

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    _Sahara_s avatar
    _Sahara_vor 3 Jahren
    Das Geheimnis von Chalk Hill

    Inhalt:

    Charlotte wagt einen großen Schritt, als sie 1890 Berlin verlässt und eine Stelle als Gouvernante in einem herrschaftlichen Haus bei London antritt. Dort ist sie für die junge Emily verantwortlich, die seit dem tragischen Verlust ihrer Mutter von schlimmen Albträumen verfolgt wird und den nahe gelegenen Fluss fürchtet. Besorgt um das Wohl des Mädchens versucht Charlotte, mehr über den Tod von Lady Ellen herauszufinden, doch niemand im Haus ist bereit, das Schweigen zu brechen. Erst mithilfe des Journalisten Tom kommt Charlotte einer dunklen Wahrheit auf die Spur…

    Charlotte bricht auf in ein großes Abenteuer. Sie verlässt ihre Heimat und beginnt in England ein neues Leben. Sie wird Hauslehrerin der bezaubernden Emily, die wirklich ein Goldschatz ist. Ein wissbegieriges und freundliches Kind. Die zwei verstehen sich auf Anhieb. Doch bald muss Charlotte feststellen, dass Emily noch sehr unter dem Tod ihrer Mutter Lady Ellen leidet. Sie wird von Alpträumen geplagt, in denen sie ihrer Mutter begegnet. Diese werden zunehmend schlimmer und niemand weiß dem Kind zu helfen. Sir Andrew, Emilys Vater zieht Tom Ashdown, einen Mann von der Society of Psychical Research, einem Institut das Paranormales erforscht, zu Rate. Zusammen mit Charlotte versucht er Emily zu helfen. Es scheint nämlich mehr hinter den Alpträumen zu stecken. Das Lady Ellens Tod kein Gesprächsthema in Chalk Hill sein darf, kommt Charlotte äußerst merkwürdig vor. Sie beginnt die Angestellten zu befragen und stößt dabei auf ein unglaubliches Geheimnis, welches mich schockiert hat.

    Das Buch hat mich von Beginn an gefesselt. Ich liebe Romane, die in dieser Zeit in England spielen. Ich war sofort im Geschehen und bin in die Vergangenheit eingetaucht. Die Atmosphäre war ziemlich gut, stellenweise überkam mich eine leichte Gänsehaut. Die Charaktere sind allesamt auf ihre Art und Weise sympathisch, der eine mehr, der andere weniger ;) Vor allem Sir Andrew scheint ziemlich unberechenbar mit seinen Launen. Von einem Augenblick zum nächsten kann sich sein Gemütszustand radikal ändern.

    Das Buch lebt von zwei Handlungssträngen, zum einen begleiten wir Charlotte und zum anderen lernen wir Tom Ashdown besser kennen und erleben wie er zu Society of Psychical Research gekommen ist, denn eigentlich ist er Theaterkritiker. Im Verlauf der Geschichte werden die beiden Handlungsstränge zusammengeführt.

    Susanne Goga hat sehr gut recherchiert und sich ausführlich mit den Themen Spiritualität und dem Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom beschäftigt, welches in dieser Geschichte behandelt wird. Darüber hat sie nach der Geschichte ein paar Zeilen geschrieben. Ich finde die Thematik sehr interessant, da es einen Einblick in die Psyche des Menschen gibt, die nicht wirklich greifbar ist. Mir hat auch der virtuelle Rundgang bzw. Spaziergang durch London gefallen, welcher am Ende des Buches abgedruckt ist.

    Ich muss sagen, das Buch hat mir ziemlich gut gefallen. Irgendwie hat mir noch der letzte Kick gefehlt, so dass ich hier keine 5 Sterne vergebe, sondern nur 4,5. Aber ansonsten gibt es für mich nichts zu meckern. Dies war sicherlich nicht das letzte Buch, welches ich von Susanne Goga gelesen habe :)

    Wieder eine klare Leseempfehlung von mir. Liebhaber von Familiengeheimnissen und Paranormalem werden hier ihre Freude haben.

    Kommentare: 1
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    heidi_59s avatar
    heidi_59vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Wunderschöner historischer Londoner Kriminalroman der alles hat was er braucht , um zu fesseln !
    " Mutterliebe "

    " Der verbotene Fluss "

    Susanne Goga

    -= Klappentext =-

    Charlotte wagt einen großen Schritt, als sie 1890 Berlin verlässt und eine Stelle als Gouvernante in einem herrschaftlichen Haus bei London antritt. Dort ist sie für die junge Emily verantwortlich, die seit dem tragischen Verlust ihrer Mutter von schlimmen Albträumen verfolgt wird und den nahe gelegenen Fluss fürchtet. Besorgt um das Wohl des Mädchens versucht Charlotte, mehr über den Tod von Lady Ellen herauszufinden, doch niemand im Haus ist bereit, das Schweigen zu brechen. Erst mithilfe des Journalisten Tom kommt Charlotte einer dunklen Wahrheit auf die Spur …

    Hier ein sehr schönes Gedicht  aus dem Roman S. 25 ,  das sehr gut die Sittsamkeit der Frauen und Mädchen des Romans im Jahre 1890 beschreibt .

    Ich steh auf hohen Balkone am Turm ,
    Umstrichen vom schreienden Stare ,
    Und lass gleich einer Mänade den Sturm
    Mir wühlen im  flatternden Haare

    Nun muss ich sitzen so fein und klar ,
    gleich einem artigen Kinde ,
    und darf nur heimlich lösen mein Haar ,
    und lassen es flatter im Winde

    Annette von Droste- Hülshoff


    -= Leseeindrücke =-

    Charlotte verlässt 1890 nach einer großen Enttäuschung in Sachen Liebe ihre Familie und Heimat in Deutschland . Sie hat eine Stelle als Gouvernante im Dorf Westhumble in der Nähe von London angenommen . Ihr Ziehkind ,  die 8jährigen Emily und ihr Vater,  Sir Andrew Clayworth , leben auf  Chalk Hill in einem schönen  großen Landhaus am Waldrand , das der Mutter von Emily gehörte . Lady Ellen ist vor einem halben Jahr auf tragische Weise ums Leben gekommen . Sie soll im nahen Fluss Mole ertrunken sein , ihre Leiche wurde bis heute nicht gefunden ....
    Charlotte weis , das der Tod von Emilys Mutter ein wunder Punkt im  Leben des Kindes ist und versucht ihr so gut es geht zu helfen , ohne ein Wort über das Geschehene zu verlieren .Tagsüber ist Emily ein aufgwecktes braves Mädchen aber Nachts , hat sie immer öfter Visionen und Albträume in denen sie ihre tote Mutter zu sehen glaubt , sie wacht schreiend auf , oder sieht im Wachtraum ihre zu früh verlohrene Mutter. Charlotte versucht hinter dem Geheimniss von Lady Ellens Tod zu kommen , um Emily , die immer öfter von ihrer Mutter "heimgesucht " wird , helfen zu können . Bei ihren heimlichen Nachforschungen stößt Charlotte allerdings auf eine Mauer des Schweigens . Sir Andrew , Lady Ellens Mann hat es jedem verboten , jemals wieder über Lady Ellen zu reden . Wieso darf keiner über Emilys Mutter reden ? Charlotte macht sich große Sorgen um Emily , sie recherchiert heimlich  und erfährt hinter vorgehaltener Hand , unter dem Siegel der Verschwiegenheit , das in der Ehe des Abgeordneten Sir Andrew und seiner Frau Lady Ellen doch nicht alles so gut war wie es den Anschein gehabt hatte . Erst als es dem Kind immer schlechter geht nimmt Sir Andrew Kontakt zu Tom Ashton , auf der seit einiger Zeit zur "Society for Psychical Research gehört " , einer Gesellschaft , die sich mit der Erforschung von übersinnlichen Phänomenen beschäftigt . Tom Ashton und Charlotte versuchen nun gemeinsam Emily zu helfen und  das Geheimniss um Lady Ellen zu lüften .  Ohne das sie es ahnen ,  begeben sich dabei in Gefahr .

     -= Fazit =-

    Susanne Goga hat mit " Der verbotene Fluss "
    einen sehr schönen , tiefsinnigen Roman geschrieben , der meine Bedürfnisse und Erwartungen für dieses Buch , nach Spannung , Unterhaltung , guten Protagonisten und mit einer wunderschönen , bebilderten Landschaft , von London und der ländlichen Umgebung um Surrey voll erfüllt hat !
    Charlotte und Emily habe ich geliebt , die tapfere , mutige junge
    Frau die ihre Zukunft noch mal neu ausrichtet  , weit weg von Familie und Heimat als Gouvernante , von Emily .
    Emily , das kleine Mädchen , wie leid sie mir tat , so jung ohne die wärmende Liebe der Mutter . darauf fixiert , wenigstens die Aufmerksamkeit des viel  beschäftigten Vaters zu erhaschen . Am liebsten hätte ich sie im Arm genommen und getröstet .
     Sir Andrew war mir lange Zeit ein Rätsel aber ......
    in seiner Rolle perfekt .
    Richtig schön lebendig beschrieben worden sind sie alle die Protagonisten , "ich konnte sie alle sehen ".
     die  "verrückte " Tilly Burke , die ehemalige Nanny von Lady Ellen .  Nora , die Nanny von Emily . Die "steife " Haushälterin Mrs. Evans , Wilkins  der Kutscher , der nette Reverend und seine Frau ,  usw. Es war schön , das ich alle kennen lernen durfte .
    Das unheimliche im Haus , und das , was  mit Emily geschah , hat mir so manche Gänsehaut beschert , teilweise sehr mysteriös , was da passierte.
    Es passt einfach alles sehr gut zusammen , in der Zeit von 1890 war der Spiritismus in London sehr angesagt , fast wie ein Gesellschaftsspiel für jeden . Natürlich lockte diese Tatsache auch sehr viele Scharlatane an , die den Leuten für betrügerischen ihre Dienste , das Geld aus den Taschen zogen .
    Tom Ashton , der richtige Mann am richtigen Ort . Er hat selbst vor einiger Zeit seine Frau verloren und geht sehr behutsam mit  dem Kind um . Er bietet Sir Andrew die Stirn und lässt sich keine Vorschriften machen und den Mund verbieten , Bravo ! Eine der tragenden Figuren in diesem großartigen Roman , der so viele Wendungen hat und immer wieder neue Aspekte hervor zaubert . Jede gelesene Seite bringt den Leser näher an das gut gehütete Geheimniss von Chalk Hill und man möchte das Buch am liebsten nicht mehr aus der Hand legen bevor es gelüftet ist , das Geheimniss .....
    Ich würde mir gerne  eine Fortsetzung mit Tom und Charlotte wünschen , denn das Ende , kam dann doch viel zu schnell für mich , wie immer wenn ich ein Buch besonders schön finde und mich wohl gefühlt habe damit ;o)

    Von mir eine unbedingte , uneingeschränkte Leseempfehlung für alle die gerne historische Kriminal Romane  um London im 19. Jahrhundert lesen . Für alle , die  "Downton Abby"  und " Das Haus am Eaton Place " lieben und geliebt haben .

    Sehr gute 5 Sterne ****


    Buchdetails



    Erscheinungsdatum Erstausgabe
    :

    13.01.2014

    Aktuelle Ausgabe
    :

    13.01.2014

    Verlag
    :

    Diana TB
    ISBN:
    9783453356504
    Flexibler Einband: 464 Seiten Sprache:
    Deutsch

     Susanne Goga über sich :

    Quelle : lovelybooks.de


    Mit
    sechs Jahren lernte ich lesen und hörte nie wieder damit auf. Bücher
    haben mich seither in allen Lebenslagen begleitet, und ich hoffe, dass
    ich diese Liebe auch an meine Kinder weitergegeben habe.
    Nach dem Abitur schlug ich zunächst einen kaufmännischen Umweg ein, doch
    dann wurde 1988 - gerade rechtzeitig für mich - der Studiengang
    Literaturübersetzen an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
    eingerichtet, genau das, wovon ich immer geträumt hatte. Endlich konnte
    ich meine Neigung und Liebe zu Sprachen und Büchern auch beruflich
    nutzen.
    Seit 1995 arbeite ich als freiberufliche Literaturübersetzerin für
    verschiedene Verlage und habe bisher über 50 Werke übersetzt (meist aus
    dem amerikanischen, britischen und australischen Englisch, einige auch
    aus dem Französischen). Die meisten davon sind Romane und
    Kurzgeschichtenbände, während ich mich in meiner Freizeit dann und wann
    auch an Gedichtübersetzungen gewagt habe.
    Vor einigen Jahren verspürte ich den Wunsch, mich einmal in anderer
    Weise mit dem Schreiben auseinanderzusetzen, und schwankte zwischen der
    Weiterarbeit an meiner 1993 begonnenen Dissertation und einem eigenen
    Buch - die Wahl fiel mir letztlich nicht schwer.
    Es sollte etwas Historisches werden, frühes 20. Jahrhundert, am liebsten
    in Berlin. Für mein erstes Projekt fand sich leider kein Verlag, worauf
    ich es als Fingerübung beiseite legte und mich an den zweiten Versuch
    machte. Dieser zweite Versuch mit dem Titel "Leo Berlin", ein
    Kriminalroman aus dem Berlin der 20er Jahre, erschien im Juli 2005 bei
    dtv. Die Fortsetzung "Tod in Blau" folgte 2007.
    Darin erzähle ich Kriminalgeschichten vor dem Hintergrund einer Zeit
    voller Umbrüche, die geprägt ist von neuen Freiheiten, aber auch von
    großem sozialem Elend und politischer Unsicherheit. Neben der nötigen
    Recherche war es mir besonders wichtig, lebendige Figuren zu erschaffen,
    deren Geschichten die Leser nicht unberührt lassen. Ich hoffe, es ist
    mir gelungen.
    2009 machte ich einen großen Schritt - von Berlin nach England, vom 20.
    zurück ins 19. Jahrhundert, von dtv zu Diana, vom Krimi zum historischen
    Roman. In "Das Leonardo-Papier" geht es um Liebe, Wissenschaft und die
    Rätsel der Vergangenheit.
    2011 kehrte ich als Autorin nach Berlin zurück, besser gesagt, Berlin
    und Mönchengladbach, meine Heimatstadt. In "Die Sprache der Schatten"
    geht es um eine große Liebe, einen geheimnisvollen Maler und die Suche
    nach dessen Vergangenheit.
    2012 wird es endlich einen dritten Krimi um Leo Wechsler geben.
    Neuigkeiten dazu findet ihr demnächst hier, auf meiner Homepage und bei
    Facebook.



    heidi_59




    Kommentare: 4
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    Blackfairy71s avatar
    Blackfairy71vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Fesselnder historischer Roman mit einem Hauch Mystery.
    Spannender historischer Roman mit einem Hauch Mystery

    England 1890. Die junge Lehrerin Charlotte Pauly verlässt Berlin und bekommt im Hause des reichen Abgeordneten Sir Andrew Clayworth eine Anstellung als Gouvernante für dessen achtjährige Tochter Emily.    
    Chalk Hill ist ein altes Herrenhaus, auf dem ein düsterer Schatten zu liegen scheint. Das liegt auch daran, dass Sir Andrew allen Angestellten und sogar seiner Tochter verboten hat, über den Tod seiner Frau zu sprechen. Lady Ellen Clayworth ist vor einem halben Jahr anscheinend in den nahen Fluss gestürzt.
    Charlotte ist überzeugt, dass es nicht gut ist für das Mädchen, ihre Trauer tot zu schweigen und versucht, so viel wie möglich über die Umstände des Todes von Emilys Mutter herauszufinden. Sir Andrew ist davon alles andere als begeistert, aber als das Mädchen immer mehr Albträume bekommt und behauptet, ihre tote Mutter zu sehen, kann Charlotte ihn endlich überzeugen, etwas zu übernehmen. Erscheint Emily wirklich der Geist von Lady Ellen? Um das herauszufinden engagiert er Tom Ashdown, der seit kurzem zur "Society for Psychical Research" gehört, die sich mit dem Erforschen von übersinnlichen Phänomenen befasst.

    Ich bin begeistert. "Der verbotene Fluss" ist ein wunderbarer historischer Roman mit einem Hauch Mystery. Atmosphärisch dicht, manchmal düster, sehr fesselnd und flüssig geschrieben. In manchen Szenen bekommt man wirklich eine Gänsehaut. Die Charaktere haben viele Facetten und auch die Nebenfiguren bleiben keineswegs blass. Charlotte ist eine resolute junge Frau, die trotz der Zeit in der sie lebt, weiß was sie will und den Mut hat, ganz alleine in England ein neues Leben zu beginnen. Auch ihre Art, mit der sensiblen Emily umzugehen fand ich sehr sympathisch. 
    Tom Ashdown, der auch vor ein paar Jahren einen schweren Verlust erleiden musste, mochte ich von Anfang an. Er lässt sich auch von dem einflussreichen Sir Andrew nicht einschüchtern, dessen Ruf anscheinend wichtiger für ihn ist als seine Tochter. Nach und nach deckt er zusammen mit Charlotte das Geheimnis von Chalk Hill auf.

    Zu Ende des 19. Jahrhunderts ist Spiritismus gerade in England sehr angesagt. Geisterbeschwörungen, Seancen und ähnliches sind gerade in der besseren Gesellschaft sehr beliebt. Die damals gegründete "Society of Psychical Research" gibt es tatsächlich und laut Nachwort der Autorin existiert sie heute noch. Sehr interessant. :-)

    Wer historische Romane mit einem Touch Mystery mag, die auch noch im nebeligen England spielen, der liegt mit "Der verbotene Fluss" genau richtig.

    Kommentare: 15
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    Svanvithes avatar
    Svanvithevor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Unterhaltsames und kurzweiliges Lesevergnügen mit gut ausgearbeiteten Charakteren und überraschenden Spannungsmomenten.
    Das Geheimnis der Lady Ellen

    Als Charlotte Pauly sich im Jahre 1890 auf den Weg von Deutschland nach England macht, um dort Gouvernante in einem angesehenen Haus zu werden, verändert sich ihr Leben. Wie sehr ahnt sie jedoch noch nicht.

    Mit viel Einfühlungsvermögen nähert sie sich ihrem neuen Schützling Emily. Die Achtjährige hat ihre Mutter verloren. Doch statt die Erinnerung an die Frau, die ihrer Tochter eine zärtliche Mutter gewesen war und die Emily aufopferungsvoll pflegte, wenn diese krank wurde, darf im Haus nicht über sie geredet werden. Ja, sogar jeder Gedanke an Lady Ellen scheint verboten zu sein. Emilys Vater - Sir Andrew - steht als Abgeordneter in der Öffentlichkeit, reagiert oft sehr streng und scheint zunächst wenig Verständnis für die seelischen Bedürfnisse seiner Tochter zu haben. Denn zwar ist Emily ein aufgeschlossenes, lernwilliges Mädchen. Doch des Nachts wird sie von Albträumen gequält, in denen sie ihre Mutter sieht. Da sie über den Verlust nicht sprechen kann, ist sie verunsichert, fasst aber sehr schnell Vertrauen zu ihrer neuen Gouvernante. Charlotte möchte dieses Vertrauen nicht enttäuschen und Emily eine Verarbeitung des Todes ihrer Mutter ermöglichen. Deshalb zieht sie Erkundigungen über Lady Ellen ein. Nach und nach setzt sie ein Puzzlestück nach dem anderen zusammen.

    Charlotte ist sehr jung, und nicht jedem jungen Menschen traut man zu, sich Kindern so zuzuwenden zu können, wie es ihr gegenüber Emily gelingt. Sie findet damit nicht nur bei dem Mädchen einen Platz im Herzen, sondern auch beim Leser. Wohltuend dabei ist, dass die Autorin mit Charlotte zwar eine sympathische, sich dem Leben des ausgehenden 19. Jahrhunderts stellende Frau geschaffen hat, die ihren Werdegang realistisch einzuschätzen vermag, mutig Fragen stellt und sich von ablehnendem Verhalten und Äußerungen nicht abschrecken lässt. Gleichwohl tritt sie nicht zu forsch auf und ist sich insbesondere ihrer Stellung im herrschaftlichen Haus und damit in der Gesellschaft bewusst. Und obwohl sie in der Hierarchie beispielsweise dem Kindermädchen Nora gegenüber eine höhere Stufe einnimmt, legt sie eine bescheidene Zurückhaltung an den Tag und vermag so, auf deren Befindlichkeiten - Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes - angemessen zu reagieren. Obwohl Nora und auch die übrigen Bediensteten im Haus keinerlei Hilfestellung bei der Lösung der Probleme geben.

    Unterstützung dagegen erhält sie jedoch durch Thomas Ashdown. Ein zweiter Handlungsstrang, der zeitlich etwas früher, nämlich 1888 einsetzt, führt den geradlinigen und mitfühlenden Mann in das Geschehen ein. Tom hat wie Sir Andrew ebenfalls seine Frau verloren, der er in Liebe zugetan war und die er schmerzlich vermisst. Er arbeitet als Theaterkritiker äußerst erfolgreich und weiß geschickt mit Worten umzugehen. Durch eine intensive Beobachtungsgabe fallen ihm Dinge auf, die anderen verborgen bleiben. Aus diesem Grund hat ihn die Society of Psychical Research, die es im Übrigen tatsächlich heute noch gibt, gebeten, sich bestimmter übernatürlicher Phänomene anzunehmen und diese aus der Sicht eines klar denkenden Menschen zu beurteilen. Und als endlich auch Emilys Vater, nachdem die Ereignisse sich zuspitzen und geistige Gesundheit des Mädchens in Gefahr zu sein scheint, mit der Bitte um Beistand der Gesellschaft offenbart, dass ihm doch etwas am Wohl seiner Tochter liegt, entsendet diese Tom als ihren Vertreter.

    Tom und Charlotte verstehen sich von Anfang an. Beide sind aufrichtig darauf bedacht, die Ursache für Emilys Verhalten herauszufinden. Während sich die Lage zuspitzt, entwickeln sie zarte Gefühle füreinander. Dies geschieht dezent, ist angenehm zurückhaltend und wird nicht in den Vordergrund gerückt.

    So liegt der Blick weiterhin auf dem Hauptthema das Romans, das Geheimnis um Lady Ellen zu ergründen. Die Handlung kommt in einem ansprechende flüssigen und unterhaltenden Stil daher. Man fühlt sich in das England des 19. Jahrhunderts versetzt. Es gibt überraschende Momente, die auch ein wenig Spannung zu erzeugen vermögen. Die Hauptfiguren sind sorgsam ausgearbeitet worden. Lediglich Sir Andrew hätte - vor allem hinsichtlich seiner wahren Gefühle - ein wenig mehr Tiefe vertragen. Doch ein Hindernis für ein kurzweiliges Lesevergnügen ist dies nicht.

    Kommentare: 1
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    Naburas avatar
    Naburavor 4 Jahren
    Mysteriöses geht vor sich im Herrenhaus Chalk Hill...

    Der Prolog schafft eine düstere Atmosphäre und machte mich neugierig: Wer irrt da nachts barfuß durch den Wald? Das anschließende erste Kapitel verschlägt den Leser dann an einen ganz anderen Ort: Er begleitet Charlotte bei ihrer Ankunft in Dover. Schon bei der ersten Szene auf dem Schiff fand ich sie als Person interessant und freute mich darauf, in der Geschichte mehr über das zu erfahren, was in England auf sie wartet. In ihr selbst toben die verschiedensten Gefühle. Auch wenn sie ihre Entscheidung, nach England zu gehen, gut überdacht hat und sich auf ihre neue Position freut, bleibt ein Rest an Zweifel, ob sie die richtige Entscheidung getroffen hat.

    Bald kommt Charlotte in Chalk Hill an, dem imposanten Herrenhaus, das ihr neues Zuhause werden soll. Emily ist eine kleine Persönlichkeit, die ich gleich ins Herz geschlossen habe. Ihr Vater und das Personal wirken hingegen kühl und sind sehr auf die Etikette bedacht. Vor allem Nora, die in Charlotte eine Konkurrentin um Emilys Gunst sieht, scheint eine Herausforderung für Charlotte zu werden. Susanne Goga gelingt es mühelos, die Atmosphäre des Herrenhauses greifbar zu machen. Ich konnte dabei Charlottes Verhalten sehr gut nachvollziehen. Auf der einen Seite versucht sie, sich als Neue im Haushalt etwas zurückzuhalten, auf der anderen Seite muss sie auch klar Stellung beziehen, um ihre Prinzipen durchzusetzen.

    Während Charlotte sich noch einlebt, kommt es allmählich zu unheimlichen Ereignissen. Emilys Albträume geben Rätsel auf: Was ist der Auslöser? Schlafwandelt sie, oder wer hat sonst das Fenster in ihrem Zimmer geöffnet? Warum ist sie der Meinung, mit ihrer toten Mutter reden zu können? Gemeinsam mit Charlotte grübelt der Leser über die Ursachen nach. Charlottes Nachforschungen werden durch das Verbot, über Emilys Mutter zu reden, erheblich erschwert. Trotzdem kann sie durch vorsichtiges Nachfragen allmählich das ein oder andere in Erfahrung bringen und so Hinweise sammeln, was Emilys Verhalten auslösen könnte. Sieht sie tatsächlich Geister?

    Parallel zu Charlottes Geschichte lernt man den Theaterkritiker Thomas Ashdown kennen. Welche Rolle er in der Geschichte spielen wird, ist erst nicht klar, doch allmählich kristallisiert sich ein Zusammenhang zum Geschehen in Chalk Hill heraus. Eher zufällig wird er Mitglied der Society of Psychical Research und versucht herauszufinden, ob Menschen, die angeblich mit Geistern reden können, die Wahrheit sagen. Die Kapitel, die sich um ihn drehen, sind eher kurz, und so fiel es mir zunächst schwer, ihn einzuschätzen. Im Laufe der Geschichte gewinnt seine Person aber an Bedeutung und ich lernte, ihn besser zu verstehen. Ob er eine Erklärung für Emilys Verhalten finden kann?

    Die Geschichte startet recht ruhig und nimmt mit der Zeit an Tempo auf. Die Situation wird immer angespannter und als Leser schwankt man zwischen der Hoffnung, dass die Lösung bald gefunden wird und der Angst, dass die Ereignisse eskalieren. Mein Interesse an der Geschichte nahm immer mehr zu und ich wollte unbedingt wissen, was denn nun hinter allem steckt. Dabei ist es Susanne Goga gelungen, mich wirklich zu überraschen, und ich beendete das Buch rundum zufrieden.

    „Der verbotene Fluss“ überzeugte mich mit seinen Charakteren, einer tollen atmosphärischen Darstellung und dem großen Rätsel um Emilys Albträume. Zwischen Hoffnung und Verzweiflung schwankend begleitete ich Charlotte bei ihrer Suche nach Erklärungen und wurde so an die Geschichte gefesselt. Ich empfehle das Buch daher gerne weiter!

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    Leserinnen historischer Romane (mit einer Vorliebe für England) aufgepasst:
    Ein verlassenes Mädchen, ein verbotener Fluss und ein Haus, das schweigt -

    Susanne Goga führt ihre Leser in die Welt der englischen Aristokratie am Ende des 19. Jahrhunderts

     

    1890: Mit der Überfahrt nach Dover beginnt für Charlotte Pauly ein neues Leben. Sie hat Berlin verlassen, um in der Nähe von London eine Stelle als Hauslehrerin anzutreten. In Chalk Hill, dem herrschaftlichen Anwesen der Familie Clayworth, wird sie die achtjährige Emily unterrichten. Charlotte ahnt bald, dass ihre Aufgabe nicht einfach wird, denn das Mädchen leidet sehr unter dem kürzlichen Verlust ihrer Mutter und wird nachts von immer wiederkehrenden Albträumen gequält. Auf Charlottes vorsichtige Nachfragen zum Tod von Lady Ellen reagiert Emilys Vater feindselig, und auch die Bediensteten hüllen sich in kühles Schweigen. Besorgt um das Wohl des Mädchens, lässt Charlotte nicht locker und forscht weiter nach den Hintergründen der Vorgänge auf Chalk Hill.

    Susanne Goga gelingt mit Der verbotene Fluss wieder ein meisterhaft erzählter Roman voller Geheimnisse, in dem die DeLiA-Preisträgerin von 2012 mit starken Frauenfiguren sowie einem besonderen Gespür für Atmosphäre und Spannung überzeugt. Goga lässt die versunkene Welt des englischen Adels und seiner starren Konventionen um die Jahrhundertwende ganz authentisch lebendig werden. Ein mysteriöser Tod, eine couragierte junge Frau und ein tragisches Schicksal führen schließlich zu einer unerwarteten Auflösung.

    Wenn Du Lust darauf hast, Charlotte Pauly und den Journalisten Tom Ashdown bei ihren Nachforschungen zu begleiten, dann sei bei unserer Leserunde zu Susanne Gogas Roman »Der verbotene Fluss« dabei und bewirb Dich bis einschließlich 26.02.2014 für eines von 10 Freiexemplaren.

    Die Autorin wird in der Leserunde für Eure Fragen zur Verfügung stehen.

    Hier geht’s zur Leseprobe


    Wir sind gespannt auf Euch und freuen uns auf das gemeinsame Lesen.

    Euer Team vom Diana Verlag und Susanne Goga.

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