Susanne Goga Die Tote von Charlottenburg

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Inhaltsangabe zu „Die Tote von Charlottenburg“ von Susanne Goga

Der dritte Fall für Kommissar Leo Wechsler Sommer 1923. Kommissar Leo Wechsler und seine Freundin Clara Bleibtreu verbringen ihre Urlaubstage auf Hiddensee. Dort lernt Clara die Ärztin und Frauenrechtlerin Henriette Strauss kennen, eine lebhafte, charismatische Frau. Sie ist weitgereist, sozial engagiert und pflegt ein freies Liebesleben. Clara fühlt sich sofort zu ihr hingezogen. Doch im Herbst stirbt Henriette gänzlich unerwartet in ihrer Wohnung in Charlottenburg. Die Todesursache lässt sich nicht mit Sicherheit feststellen. Leo beginnt mit seinen Ermittlungen und stößt auf merkwürdige Vorkommnisse in dem Krankenhaus, in dem Henriette Strauss gearbeitet hatte ...

Beklemmend mit dem politischen Hintergrund - um ein Haar bleibt der Krimi dahinter zurück. Was nicht heißt, dass er nicht gut durchdacht ist

— moorlicht
moorlicht

Historischer Berlin - Krimi aus dem Jahr 1923.

— Katjuschka
Katjuschka

Ein durchdachter Krimi aus den 1920er Jahren - sehr zu empfehlen!

— Sternenstaubfee
Sternenstaubfee

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  • Susanne Goga - Die Tote von Charlottenburg

    Die Tote von Charlottenburg
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    26. April 2016 um 16:28

    Kurzbeschreibung: Sommer 1923. Kommissar Leo Wechsler und seine Freundin Clara Bleibtreu verbringen ihre Urlaubstage auf Hiddensee. Dort lernt Clara die Ärztin und Frauenrechtlerin Henriette Strauss kennen, eine lebhafte, charismatische Frau. Sie ist weitgereist, sozial engagiert und pflegt ein freies Liebesleben. Clara fühlt sich sofort zu ihr hingezogen. Doch im Herbst stirbt Henriette gänzlich unerwartet in ihrer Wohnung in Charlottenburg. Die Todesursache lässt sich nicht mit Sicherheit feststellen. Leo beginnt mit seinen Ermittlungen und stößt auf merkwürdige Vorkommnisse in dem Krankenhaus, in dem Henriette Strauss gearbeitet hatte... *Quelle*Zur Autorin: Susanne Goga lebt als Autorin und Übersetzerin in Mönchengladbach. Sie hat außer ihrer Krimireihe um Leo Wechsler mehrere historische Romane veröffentlicht.Meinung: Die Tote von Charlottenburg ist der 3. Band der Leo Wechsler-Reihe, daher besteht beim Weiterlesen Spoilergefahr!Berlin 1923: Die renommierte Ärztin Henriette Strauss kommt durch eine kurze, aber schwere Krankheit ums Leben, doch ihr Neffe Adrian Lehnhardt, ein aufstrebender Violinist und tief mit seiner Tante verbunden, glaubt nicht an einen natürlichen Tod, da Henriette immer sehr bewusst gelebt hat. Sie machte sich außerdem einen Namen, indem sie nicht gewollt schwangere Frauen beraten hat und vehement gegen den Paragraphen 218 eingetreten ist.Nun muss sich Leo Wechsler mit diesem Fall befassen, in dem schon bald deutlich wird, dass Henriette Strauss nicht nur Freunde hatte. Doch wer genau sollte ein Motiv haben, die Ärztin zu ermorden? Desweiteren breiten sich Unruhen und Unzufriedenheit unter der Berliner Bevölkerung immer mehr aus, die Inflation greift weiter um sich, und auch der Hass gegen die Juden wird mehr und mehr greifbar.Die Tote von Charlottenburg ist der 3. Band der Leo Wechsler-Reihe und wiederum konnte mich dieser ganz von sich überzeugen. Erneut wartet ein interessanter Mordfall auf den Leser, bei dem der Täter nicht schnell ausgemacht ist.Susanne Goga führt den Leser diesmal ins Jahr 1923, in dem die Inflation immer weiter um sich greift und selbst Kommissar Leo Wechsler bereits an seine Reserven gehen muss, um seiner Familie das Nötigste bieten zu können. Mittlerweile ist er ein Jahr mit der Buchhändlerin Clara Bleibtreu zusammen, doch gestaltet sich ihr Privatleben schwierig, da seine Schwester Ilse sich immer noch um die Familie kümmert. Somit wird neben dem Mordfall an Henriette Strauss auch wieder Privates über Leo Wechsler und seine Familie berichtet, was mir sehr gut gefällt.Was den eigentlichen Kriminalfall angeht, ist dieser wiederum interessant und auch spannend, denn es kommen im Laufe der Geschichte doch einige Täter infrage, die es auf Henriette Strauss abgesehen haben könnten. Ihr Neffe Adrian Lehnhardt ist einer der interessanten Nebencharaktere, da er ein sehr inniges Verhältnis zu seiner Tante hatte und nach ihrem Tod sofort von einer Gewalttat ausgeht.Aber neben diesem Fall bleiben auch die historischen Ereignisse nicht auf der Strecke. Durch einen neu eingeführten Charakter, der Leo an die Seite gestellt wird, dem jüdischen Kriminalassistenten Jakob Sonnenschein, wird der aufkeimende Hass gegen die jüdische Gesellschaft am Beispiel seines Vaters Nathan, einem Fleischer, anschaulich dargestellt. Hier sind schon die Schrecken, die Jahre später Einzug halten, langsam zu spüren.Im Anhang finden sich weiterführende Informationen, die sich mit historisch belegten Persönlichkeiten, die im Roman Erwähnung finden, befassen und ebenso eine Anzahl von Webseiten, die über verschiedene Schlagwörter, die eine wichtige Rolle spielen, weiterinformieren.Fazit: Die Tote von Charlottenburg glänzt erneut mit einem spannenden Kriminalfall gepaart mit dem Privatleben des sympathischen Kommissars Leo Wechsler und dem zunehmend schwieriger werdenden Leben in der Weimarer Republik im Jahr 1923.

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2015

    kubine

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2015 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2015 und endet am 31.12.2015. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2014 bis 31.12.2015 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2015 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2015, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2015-1112868118/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1. dorli 2. buchraettin 3. Mercado 4. wildpony 5. ChrischiD 6. mabuerele 7. chatty86 8. Matzbach 9. Postbote (ab April) 10. janaka 11. angi_stumpf 12. Sternenstaubfee 13. pelznase 14. Smberge 15. LibriHolly 16. danzlmoidl 17. Sweetiie 18. Antek 19. bieberbruda 20. roterrabe 21. Pelikanchen 22. Wolf-Eyes 23. Xanaka 24. Athene100776 25. Bellis-Perennis 26. lesebiene27 27. mira20 28. Claddy 29. glanzente 30. Nele75 31. xxxxxx 32. hasirasi2 33. Caroas 34. Schalkefan 35. Katjuschka 36. danielamariaursula 37. yari 38. Lesestunde_mit_Marie 39. Filzblume (40. Igelmanu66) 41. Talitha 42. tweedledee 43.krimielse 44. sommerlese 45. Bibliomarie 46. Barbara62 47. Maddinliest 48. Louisdor 49.TheRavenking (50. Lesezeichen16) 51. Leserin71 (52. heidi59) 53. buecherwurm1310 54. clary999 55. mrs-lucky Gelesene Bücher Januar: 28 Gelesene Bücher Februar: 48 Gelesene Bücher März: 58 Gelesene Bücher April: 76 Gelesene Bücher Mai: 83 Gelesene Bücher Juni: 75 Gelesene Bücher Juli: 79 Gelesene Bücher August: 106 Gelesene Bücher September: 86 Gelesene Bücher Oktober: 103 Gelesene Bücher November: 196 Gelesene Bücher Dezember: 209 Zwischenstand: 1147 Team Thriller: 1. Samy86 2. Igela 3. seelensplitter 4. Janosch79 5. Nenatie 6. eskimo81 7.MelE 8. Mone80 9. Kirschbluetensommer 10. Curin 11. SchwarzeRose 12. kvel 13.dieFlo 14. Huschdegutzel 15. Buchgeborene 16. Simi159 17. Kasin 18. Inibini 19. parden 20. Fluse 21. crumb 22. rokat 23.bookworm61 24. lord-byron 25. Patno 26. felicitas26 27. trollchen 28. Nisnis 29. MissRichardParker 30. Anne4007 31. sabrinchen 32. BookfantasyXY 33. MrsLinton 34. Floh 35. Meteorit 36. hannelore259 37. Leseratz_8 38. Krimiwurm 39. DerMichel 40. AberRush 41. Schaefche85 42. Naden 43. DieNatalie 44. Thrillerlady 45. heike_herrmann 46. MeiLingArt 47. KruemelGizmo Gelesene Bücher Januar: 33 Gelesene Bücher Februar: 36 Gelesene Bücher März: 59 Gelesene Bücher April: 64 Gelesene Bücher Mai: 80 Gelesene Bücher Juni: 115 Gelesene Bücher Juli: 112 Gelesene Bücher August: 107 Gelesene Bücher September: 98 Gelesene Bücher Oktober: 109 Gelesene Bücher November: 134 Gelesene Bücher Dezember: 140 Zwischenstand: 1087

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    • 6213
    Katjuschka

    Katjuschka

    01. December 2015 um 21:32
    Wildpony schreibt Für die Krimi-Fans: jetzt auf Sat1: Mordkommision Berlin 1 (historisch) Werde ich jetzt mal anschauen :-)

    Es gibt eine richtig gute Krimi-Buch-Reihe von Susanne Goga, die in den 20ern in Berlin spielt. Falls Interesse - siehe Anhang Band 5 gibt es ab Januar 2016....

  • Mord in der Inflationszeit

    Die Tote von Charlottenburg
    PaulTemple

    PaulTemple

    Das Berlin der Inflationszeit bildet diesmal die Kulisse für den dritten Fall des Kommissars, der zwar seine Ansichten rigoros vertritt, im Kanon der vielen Ermittler der Krimiliteratur aber eher ein ruhiger Vertreter seiner Zunft ist. Der Fall ist geschickt konstruiert und mit diversen Wendungen versehen, so dass es an Spannung definitiv nicht mangelt. Hinzu kommen, wie auch schon beim Vorgänger, die stimmigen Details , die maßgeblich zur gelungenen historischen Atmosphäre beitragen. So werden neben des Inflationsalltags auch die aufkommenden antisemitischen Unruhen im Scheunenviertel aufgegriffen und in den Plot involviert. Krimifreunde dürfen beherzt zugreifen!

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    • 3
  • Historischer Krimi aus dem Berlin der 1920er Jahre

    Die Tote von Charlottenburg
    marsu

    marsu

    25. August 2015 um 18:21

    Inhalt: Berlin 1923, die Ärztin und Frauenrechtlerin Henriette Strauss stirbt angeblich an einer Lungenentzündung, doch ihr Neffe Adrian, der ihr sehr nahe stand, glaubt nicht an eine natürliche Todesursache und auch der Hausarzt hat seine Zweifel. Henriette Strauss hat sich durch ihre Arbeit, vor Allem in der Beratungsstelle für schwangere Frauen und ihrem Kampf für die Abschaffung des Paragrafen 218, viele Feinde gemacht. Auch im Krankenhaus gab es Probleme, da sie nicht an den (Menschen-)Versuchen für neue Medikamente mitarbeiten wollte. Kommissar Leo Wechsler ermittelt in diesem Fall (ist wohl schon der 3. Band; leider habe ich die vorherigen noch nicht gelesen); er wird jedoch von seiner Freundin Clara Bleibtreu unterstützt.   Meine Meinung: Ein sehr gut recherchierter Kriminalroman, der vor einem geschichtsträchtigen Hintergrund, im Jahr 1923, spielt. Die Inflation, der Judenhass und die Übergriffe im Scheunenviertel auf Juden werden gut in die Geschichte eingebunden; der neue Assistent des Kommissars ist der Jude Jakob Sonnenschein. Die Geschichte wird vor Allem aus der Perspektive von Leo Wechsler und seiner Freundin geschrieben, so dass man auch viel über emanzipierte Frauen zu der Zeit erfährt und wie schwierig es ist, auf sich allein gestellt zu leben. Das macht sowohl die Situation von Clara als auch die von Leos Schwester deutlich. Der Roman spielt zur gleichen Zeit wie die Romane von Kutscher, doch liest sich dieser "schneller weg" und man erfährt so nebenbei viel Geschichtliches, vor Allem eben über die Rolle der Frau, da recht unterschiedliche Frauenrollen vorkommen. Sehr lesenswert und ich werde schauen, dass ich auch die anderen Bände lese.

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  • Stimmungsvoller Krimi aus den Zwanzigern

    Die Tote von Charlottenburg
    Felice

    Felice

    11. March 2014 um 20:54

    Ein interessanter Krimi, der zur Zeit der Inflation Mitte der Zwanziger Jahre in Berlin spielt. Mit der Ermordeten hat Susanne Goga eine interessante Frauenfigur gezeichnet, man wundert sich erst: gab es damals schon den Paragraphen 218? Yoga? Buddhismus? Ja! Natürlich erst in den Anfängen und ganz exotisch, aber auch einige Protagonisten hat es tatsächlich gegeben, sie sind am Ende des Buches aufgelistet. Auch wird die erste Radioübertragung erwähnt, was der Geschichte noch mehr Authentizität vermacht. Kommissar Leo Wechsler ist einem im dritten Fall schon ans Herz gewachsen und erfreulicherweise entwickelt sich auch seine Beziehung zu Clara Bleibtreu positiv.

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  • Leo Wechslers dritter Fall

    Die Tote von Charlottenburg
    odenwaldcollies

    odenwaldcollies

    19. August 2013 um 21:33

    Die Berliner Ärztin Henriette Strauss wird tot in ihrer Charlottenburger Wohnung aufgefunden. Sowohl ihr Neffe als auch ihr Hausarzt zweifeln an einer natürlichen Todesursache und schalten die Mordkommission ein. Könnte ein Motiv in ihrer Arbeit als Beraterin für Schwangerschaftsabbrüche oder in ihrem beruflichen Umfeld als Krankenhausärztin liegen? "Die Tote von Charlottenburg" ist mein erster Roman mit dem Berliner Kriminalkommissar Leo Wechsler, aber es war kein Problem, die beiden Vorgängerbücher nicht zu kennen, man ist sofort in der Handlung und die Charaktere sind auch schnell vertraut. Das Buch spielt im Jahre 1923 der Weimarer Republik, kurz vor dem Höhepunkt der Inflation. Ich hatte zwar recht früh eine Ahnung, wer der Täter ist, aber das tat der Handlung keinen Abbruch, weil bestimmte Entwicklungen dennoch nicht vorhersehbar waren. Außerdem machen nicht nur die Ermittlungen den Reiz dieses Buches aus, sondern auch die gesellschaftlichen und historischen Begleitumstände sowie Persönlichkeiten, die die Autorin sehr geschickt in die fiktive Handlung einbaut. So gibt die Autorin historischen Fakten ein Gesicht und greift Einzelschicksale auf,  z.B. Opfer der Inflation. Außerdem werden weitere Themen wie Schwangerschaftsabbruch oder Versuche an Patienten in Kliniken zur damaligen Zeit aufgegriffen, die man so in Geschichtsbüchern nicht findet. Daneben erlebt man die Anfänge der Judenverfolgung. All diese Themen sind durch die Autorin gut recherchiert; sehr gut fand ich, daß Susanne Goga dem Leser außerdem im Anhang des Buches eine Übersicht der im Buch erwähnten historischen Persönlichkeiten, ein Literaturverzeichnis sowie eine Linkliste anbietet. Kriminalkommissar Leo Wechsler hat mir sehr gut gefallen, weil er einerseits ziemlich liberal ist - auf der anderen Seite aber auch immer wieder durchkommt, daß er auch nur ein "Mann seiner Zeit" ist. Ich hoffe, daß es einen 4. Band geben wird, um die weitere private und berufliche Entwicklung von Leo Wechsler verfolgen zu können. Die ersten beiden Bände haben inzwischen ihren Weg in mein Bücherregal gefunden.

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  • Krimi in Zeiten der großen Inflation.

    Die Tote von Charlottenburg
    fima357

    fima357

    16. August 2013 um 09:31

    Kommisar Leo Wechsler ermittelt bezüglich des Todes der emazipierten Ärztin Henriette Strauss. Auf dem ersten Blick sieht es aus als wäre die Ärztin eines natürlichen Todes gestorben. Erst die Hinweise des Hausarztes und des Neffen des Opfers birngen den Kommisar und seine Kollegen auf die richtige Spur. Gut und flott geschriebener Krimi. Wie ich finde ist die Zeit in der der Roman spielt (1923) gut dargestellt und man bekommt eine Vorstellung wie es damals so zugegangen sein muss, sowohl die große Inflation, als auch die Lebensumstände der einfachen Menschen und der beginnende politische Extremismus. Vielleicht ist der Krimi etwas zu lang geraten und man kann schon nach etwa der Hälfte erahnen wie die Sache ausgeht.

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  • Endlich ein neuer Fall für Leo

    Die Tote von Charlottenburg
    Heimfinderin

    Heimfinderin

    20. April 2013 um 14:46

    Inhalt Berlin 1923: die unkonventionelle und engagierte Ärztin und Frauenberaterin Henriette Strauss stirbt an einer Lungenentzündung, was aufgrund ihres so starken Gesundheitszustandes das Misstrauen ihres Neffen weckt. Er meldet seine Zweifel der Polizei und Leo Wechsler hat einen neuen Fall, denn erste Nachforschungen bestätigen einen unnatürlichen Tod. Leos Ermittlungen offenbaren einerseits eine interessante und lebensfrohe Frau, die weit gereist ist und besonders auf ihren Neffen eine starke Faszination ausübte. Andererseits lassen sie erkennen, dass gerade ihre gesetzwidrige Unterstützung von ungewollt schwangeren Frauen und ihre ablehnende Einstellung zu Krankenhausforschungen, ihr nicht nur Freunde unter Angehörigen und Krankenhauskollegen gebracht haben könnte. Findet sich hier ein Motiv für einen Mord? Meine Meinung Nach langem Hoffen und Warten gibt es nun doch einen weiteren Fall für Leo Wechsler! Doch auch, wer die vorherigen Teile nicht kennt, kann diesen Krimi bedenkenlos lesen, denn jeder Fall ist in sich abgeschlossen und Leos private Hintergründe werden natürlich noch einmal kurz aufgegriffen. Für Kenner der ersten beiden Teile ist es dagegen natürlich besonders schön zu lesen, wie sich das Leben für Leo mit Clara, seiner Schwester Ilse und den Kindern weiterentwickelt. Treffen Leo und Clara eine Entscheidung über ihr zukünftiges Leben? Und was wird dabei aus Ilse? Denn auch, wenn der Krimi natürlich jeweils Hauptbestandteil ist, so sind mir die Figuren schon seit dem ersten Buch ans Herz gewachsen und ich habe mich gefreut, sie nun endlich wieder zu treffen. Sie sind sehr liebevoll dargestellt und wirken authentisch in ihrem Verhalten. Ebenso gut wird nach meinem Empfinden die Stimmung der damaligen Zeit übermittelt: fortschreitende Inflation mit all ihren Folgen wie Hunger und Armut und die mehr und mehr aufkommenden Aggressionen gegen das jüdische Volk übermitteln in eindringlichen Einzelschicksalen ein emotionales Bild. Und gerade die eher noch sorglosen Beschwichtigungen, das z. T. Noch-nicht-so-wirklich-ernst-nehmen von judenfeindlichen Handlungen und Flugblättern, wirken besonders erschreckend, da man als Leser ja schon weiß, was auf die Menschen noch zukommen wird. Man spürte, wie zwar empört aber auch eher leichtfertig der ein oder andere mit der sich ankündigenden Entwicklung noch umgeht, während man als Leser schon überlegt, wie sich Einzelne wohl in ein paar Jahren verhalten werden. So bekommt z. B. Leo einen jüdischen Kollegen zugeteilt, der Auslöser für unterschiedliche Emotionen unter der Belegschaft wird, wie Hass und Abneigung, Unbehagen und eher widerwillige Akzeptanz bis wachsensende Anerkennung und Zuneigung und man leidet als Leser jetzt schon mit ihm, auch wenn zumindest Leo hier wieder zeigt, dass er das Herz auf dem rechten Fleck hat. Historische Begebenheiten wie der schreckliche Pogrom im Scheunenviertel vertiefen die Handlung, ebenso trifft man auf historische Persönlichkeiten, wie Leos Vorgesetzten Ernst Gennat, der mit neuen Organisations- und Ermittlungsmethoden die Polizeiarbeit entscheidend vorantrieb, und den Arzt Paul Dahlke, Gründer des Buddhistischen Hauses in Berlin. Eingebettet in diesen Rahmen verfolgt man Leo und seine Kollegen bei der Aufklärung des Mordes. Leo koordiniert die Ermittlungen und er und seine Kollegen haben viele Lauf- und Vernehmungsarbeiten, aber jeder trägt dazu bei, dass mehr und mehr Puzzleteile zusammenkommen. Ich hatte dann zwar irgendwann einen Verdacht, der auch bestehen blieb, aber auch als ich mir sicher war, machte es immer noch sehr viel Spaß, die Ermittlungen zu verfolgen, zu hoffen, dass sie noch rechtzeitig auf den Täter kommen und natürlich dann das genaue Wie und Warum zu erfahren. Das wurde für mich spannend und sehr unterhaltsam beschrieben. Für mich stehen bei den Leo-Krimis nicht Action und bluttriefende Spannung im Vordergrund, sondern die Gesamtheit aus interessanten Ermittlungen, lebendig dargestellten Charakteren und einer authentisch geschilderten Atmosphäre einer so interessanten und schicksalhaften Zeit. Dies bieten mir diese Krimis und deshalb hoffe ich sehr, dass es noch weitere Fälle mit Leo und seinen Kollegen geben wird.

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  • Rezension zu "Die Tote von Charlottenburg" von Susanne Goga

    Die Tote von Charlottenburg
    Elocin

    Elocin

    03. February 2013 um 11:14

    Leo Wechsler seine seine Freundin Clara machen Urlaub auf Hiddensee. Dort lernt Clara bei einem Spaziergang die Berliner Ärztin Henriette Strauss kennen. Wochen später wird Dr. Strauss scheinbar Opfer eines Verbrechens, das vermutet zumindest ihr Neffe Adrian. Leo Wechsler übernimmt den Fall. Für mich der spannendste Fall von Kommissar Wechsler bisher. Außerdem wieder ein toller Einblick in das Berlin dieser Zeit. Ich hoffe auf Fortsetzung.

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  • Rezension zu "Die Tote von Charlottenburg" von Susanne Goga

    Die Tote von Charlottenburg
    nw0783

    nw0783

    25. January 2013 um 16:45

    Grundsätzlich geht es um einen Giftmord, welcher 1923 spielt. Allerdings hatte ich des öfteren nicht das Gefühl, dass die Geschichte in dieser Zeit spielt. Das lag vor allem an der Sprache und auch an der Art wie mit alleinstehenden Frauen umgegangen wurde. Der Schreibstil an sich hat mir sehr gut gefallen. Ein großes Manko war für mich die Themenvielfalt im letzten Drittel des Buchs: 1) Juden 2) Abtreibungen 3) Versuche im Krankenhaus 4) Leos Privatleben 5) Der Giftmord. Aufgeklärt wurden nur die letzten beiden Themen. Ansonsten fand ich die Erwähnung des Hitlerputsches vom November 1923 sehr positiv, da dies sonst nicht erwähnt wird.

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  • Rezension zu "Die Tote von Charlottenburg" von Susanne Goga

    Die Tote von Charlottenburg
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    05. October 2012 um 15:50

    Berlin, 1923. Der Kommissar Leo Wechsler wird von einem jungen Mann aufgesucht, dessen Tante tot in ihrer Wohnung in Charlottenburg aufgefunden wurde. Auf den ersten Blick deutet zwar nichts auf einen Mord hin, aber Leos Freundin Clara Bleibtreu hatte die Ärztin und Frauenrechtlerin Henriette Strauss auf Hiddensee kennen gelernt, und so interessiert Leo der Fall. Schließlich stellt sich heraus, dass es sich wirklich um Mord handelt, und die Ermittlungen führen Leo in das Krankenhaus, in dem Henriette gearbeitet hat. Und dort kommt er Dingen auf die Spur, die durchaus ein Mordmotiv darstellen. Aber ist die Lösung des Falls wirklich so einfach? Wie beim ersten Band der Reihe habe ich die Lösung recht früh erahnt, aber trotzdem hat das Weiterlesen wieder Spaß gemacht. Dass ich den zweiten Band nicht kenne, machte nichts, denn die wesentlichen Ereignisse für die Protagonisten wurden in diesem Band noch einmal kurz erwähnt, ohne zu viel von der Handlung zu verraten. Der Schreibstil ist wieder flüssig und gut lesbar, und die Charaktere haben sich sehr schön weiterentwickelt. Erneut hat mir gefallen, wie gut die Atmosphäre der damaligen Zeit eingefangen wurde. Die Inflation nimmt inzwischen unglaubliche Ausmaße an, und das politische Klima wird rauer. Die kommenden Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Ich bin gespannt, wie es weitergeht, und werde diese Reihe sicherlich weiter verfolgen.

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  • Rezension zu "Die Tote von Charlottenburg" von Susanne Goga

    Die Tote von Charlottenburg
    Lesegenuss

    Lesegenuss

    10. September 2012 um 10:51

    Nach wenigen Seiten hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen und nicht mehr losgelassen. Es mag vielleicht daran liegen, dass die Stadt Berlin mit meinem Leben verknüpft ist und Hiddensee von einem Urlaubsaufenthalt her kannte. Das Jahr 1923, Inflation, hohe Arbeitslosigkeit, die Angst vor dem Morgen. Hunger beherrscht die Stadt, das Land. Jeder Tag ist ein Kampf ums Überleben. Leo Wechsler und seine Freundin Clara Bleibtreu machen im Sommer 1923 einen Kurzurlaub auf der Insel Hiddensee. Hier lernt Clara Henriette Strauss, eine Ärztin und engagierte Frauenrechtlerin, kennen. Zurück in Berlin wird Leo mit einem neuen Fall beauftragt, da die Todesursache nicht eindeutig ist bzw. angezweifelt wird. Es ist Henriette Strauss. Sie hatte sich für die hilflosen Frauen eingesetzt, die immer wieder und wieder schwanger wurden. „Die Frau in der Gesellschaft“, welchen Wert hatte sie? Frauen – ein Gebrauchsgegenstand, eine Gebärmaschine. Je mehr Leo Wechsler sich mit dem Fall beschäftigt, umso mehr erhält der Leser Geschichtsunterricht. Die Art und Weise, wie die Autorin geschichtliche Fakten in die Handlung mit eingebaut hat, doch ich war positiv überrascht. Ich muss hier einfügen, dass es mein erstes Buch von der Autorin Susanne Goga war, welches ich gelesen habe. Was für viele völlig undenkbar scheint, damals war so vieles Normalität, worüber wir heute nur den Kopf schütteln. Die Verbindung Leo und Clara sind gut beschrieben, vor allem was Clara betrifft. Sie ist ihre Selbstständigkeit gewohnt, er alleinerziehender Vater, und dann noch Leos Schwester, die sich um die Kinder kümmert. Der Schreibstil ist flüssig, und so beschrieben, dass man direkt in die Welt der Weimarer Republik eintauchen kann. Berlin zu Zeiten der Weimarer Republik, dem ersten Juden-Pogrom im Scheunenviertel, mit „Die Tote von Charlottenburg“ hat die Autorin eine Atmosphäre geschaffen, der man sich wahrlich nicht entziehen kann. Die Charaktere der einzelnen Personen sind gut geschrieben. Aber „Die Tote von Charlottenburg“ birgt auch eine Botschaft an uns. Diese finden Sie aber bitte selbst heraus. Das Cover ist ansprechend. Fazit: „Die Tote von Charlottenburg“, ein Kriminalroman mit geschichtlichem Hintergrund, inhaltlich gut und spannend geschrieben. Meine Leseempfehlung. Susanne Goga listet am Buchende historische Persönlichkeiten auf, die eine Rolle in dem Buch spielen.

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  • Rezension zu "Die Tote von Charlottenburg" von Susanne Goga

    Die Tote von Charlottenburg
    irismaria

    irismaria

    27. August 2012 um 08:30

    Susanne Gogas dritter Krimi spielt im Berlin des Jahres 1923, Ermittler ist wieder der sympathische Kommissar Leo Wechsler. Während Leo und seine Freundin Clara ihre gemeinsame Zukunft planen und dabei Claras Berufstätigkeit, aber auch das Schicksal von Leos Schwester, die dem Witwer den Haushalt führt, zu bedenken ist, bekommt die Polizei einen Fall gemeldet. Adrian Lehnhardt vermutet, dass der plötzliche Tod seiner Tante, der Ärztin Henriette Strauss, nicht wie vom Arzt bestätigt, natürliche Ursachen hat. Wer könnte Interesse an Henriettes Tod haben – einer charismatischen unkonventionellen Frau, die Leos Freundin Clara erst kürzlich kennen gelernt hatte? Die Ermittlungen führen Leo in die Klinik, in der Henriette arbeitete und sich mit der Ablehnung gewisser Versuche nicht nur Freunde gemacht hat, und zu einer Beratungsstelle für ungeplant schwangere Frauen, in der sie ebenfalls tätig war… Die Ermittlungen und das Privatleben Wechslers werden durch die Zeit, in der die Geschichte spielt, maßgeblich geprägt. Zum Ende der Weimarer Republik beeinflusst die Wirtschaftkrise mit der zunehmenden Verarmung das Leben der Menschen. Leos neuer Mitarbeiter bei der Berliner Kriminalpolizei, der Jude Sonnenschein, ist direkt betroffen als es im Berliner Scheunenviertel zum Juden-Pogrom kommt und er seine Familie schützen will. „Die Tote von Charlottenburg“ ist ein Roman, in dem Susanne Goga die Leser/innen sehr einfühlsam ins Berlin des Jahres 1923 versetzt und sie das damalige Lebensgefühl erleben lässt. Leo Wechsler und sein Umfeld mag ich sehr und werde auch die Vorgängerbände (und hoffentlich Folgebände) gerne lesen.

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  • Rezension zu "Die Tote von Charlottenburg" von Susanne Goga

    Die Tote von Charlottenburg
    Kiala

    Kiala

    23. August 2012 um 13:46

    Zum Glück hatten die Verlage endlich ein Einsehen und so gibt es nun doch einen dritten Leo Wechlser-Fall. Den habe ich lange herbei gesehnt. Das Cover ist diesmal wirklich gut gelungen und wird hoffentlich viele Leser anziehen, so dass die Reihe weiter fortgesetzt werden kann. Neueinsteiger müssen aber nicht unbedingt mit dem (auch wieder neu aufgelegten) ersten Band „Leo Berlin“ beginnen. Die Kriminalfälle sind in sich abgeschlossen und Leos Privatleben wird noch mal ausreichend zu Beginn erläutert. Wie schon seine Vorgänger besticht der Roman vor allem durch die geschickt eingefangene und bildhaft beschriebene Stimmung der zwanziger Jahre in Berlin. Die plastischen Beschreibungen des damaligen Lebens ziehen den Leser sofort in seinen Bann. Besonders fasziniert haben mich die geschickt eingeflochtenen realen historischen Persönlichkeiten wie Leos Vorgesetzten Gennat oder der Berliner Buddhist und Arzt Paul Dahlke. Diesmal stehen deutlich die Folgen der Inflation und der aufflammende Judenhass im Vordergrund. Besonders letzterer erzeugt so eine stetige Spannung, weil wir als Leser ja bereits wissen, was in ein paar Jahren auf unsere Protagonisten zukommen wird. So beginnt man sich besonders Sorgen um den Hauptprotagonisten Leo Wechsler zu machen, der sich nicht scheut seine Ansichten deutlich zu vertreten. Selbst, wenn er dabei bei seinen Vorgesetzten manchmal aneckt. Leo selbst ist ein sympathischer Mann, den ich sofort in mein Herz schließen konnte. Aber auch die anderen Mitglieder von Leos Ermittlerteam und seine Familie sind in interessante Charaktere, von denen man gerne mehr lesen würde. Der größte Teil der Erzählung wird dem Kriminalfall selbst eingeräumt. Dabei lernt man die ermordete Ärztin Henriette Strauss nach und nach besser kennen und bekommt so auch als Außenstehende eine gewisse Beziehung zum Opfer. Umso mehr fiebert man mit der Aufklärung mit. Die Ermittlungen werden geradlinig und realistisch geführt, so darf man allerdings auch nicht allzu viel Action oder Hochspannung erwarten. Aber keine Sorge! Langeweile kommt auch niemals auf! Ich fand es spannend den damaligen Ermittlungsmethoden zu folgen, die dank Gennat schon erstaunlich modern waren. Ab der Mitte des Romans kann der geübte Krimileser den Täter dann zwar, trotz einiger falscher Spuren, rasch ausmachen, aber in gewisser Weise finde ich das befriedigender und vor allem wirklichkeitsnäher, als wenn am Ende eine abstruse Lösung alleine der Überraschung wegen präsentiert wird. Mindestens so unterhaltsam wie die Krimihandlung ist auch Leos Privatleben. Als alleine erziehender Vater hat er es nicht immer leicht, besonders wenn er sich auch noch um Schwester und Geliebte kümmern muss. Kenner der vorigen Bände werden hier sicher am meisten Spaß haben, denn die Beziehung mit Clara muss einige Hürden umschiffen. Fazit: Solider und realistischer Krimi, der besonders durch seine plastische Stimmung der zwanziger Jahre Berlins bestechen kann.

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  • Rezension zu "Die Tote von Charlottenburg" von Susanne Goga

    Die Tote von Charlottenburg
    Sternenstaubfee

    Sternenstaubfee

    12. August 2012 um 22:38

    Berlin 1923: Leo Wechsler ist Kriminalkommissar und erhält einen neuen Fall. Die Ärztin Henriette Strauss ist an einer Lungenentzündung gestorben, doch sowohl ihr Neffe als auch der Hausarzt haben Zweifel an der Todesursache. Bald stellt sich heraus, dass diese Zweifel berechtigt waren, doch wer hatte ein Motiv, die beliebte Ärztin zu töten? * Meine Meinung * Obwohl "Die Tote von Charlottenburg" bereits der dritte Fall für Leo Wechsler ist, kann man diesen Krimi bedenkenlos auch ohne Vorwissen lesen. Ich selbst habe leider die ersten beiden Krimis auch noch nicht gelesen, was ich aber nachholen werde! "Die Tote von Charlottenburg" hat mich sehr beeindruckt! Schon mit den ersten gelesenen Seiten war ich von der Story gefesselt. Die Figuren sind gut dargestellt, wirken echt und haben Charakter. Leo ist ein Kommissar, der seinen eigenen Willen hat, dabei aber liebenswert und sympathisch ist. Seine Freundin Clara ist auch eine starke Frau mit eigenem Willen, die für die 1920er Jahre recht fortschrittlich ist. Die Krimihandlung ist sehr durchdacht und führt den Leser in verschiedene Richtungen. Man kann miträtseln und wird am Ende doch überrascht. Der Schreibstil ist auch nicht zu bemängeln. Das Buch liest sich sehr flüssig, ist spannend und absolut lesenswert! Ganz klar: fünf Sterne => ausgezeichnet!

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