Susanne Höbel

 4 Sterne bei 3.947 Bewertungen

Lebenslauf

Susanne Höbel, geboren 1953, lebt in Südengland und arbeitet seit fast dreißig Jahren als Übersetzerin englischer und amerikanischer Literatur. Sie wurde vielfach ausgezeichnet. Zu den von ihr übersetzten Autoren gehören Graham Swift, Nadine Gordimer, John Updike, Nicholson Baker, Margaret Forster und William Faulkner.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Menschen, die wir noch nicht kennen (ISBN: 9783832167264)

Menschen, die wir noch nicht kennen

 (81)
Erscheint am 16.06.2024 als Taschenbuch bei DuMont Buchverlag.
Cover des Buches Eve (ISBN: 9783446281257)

Eve

Erscheint am 21.07.2024 als Gebundenes Buch bei Hanser, Carl.
Cover des Buches Lincoln Highway (ISBN: 9783423148931)

Lincoln Highway

Erscheint am 15.08.2024 als Taschenbuch bei dtv Verlagsgesellschaft.

Alle Bücher von Susanne Höbel

Cover des Buches The Five (ISBN: 9783312011865)

The Five

 (28)
Erschienen am 20.09.2020

Neue Rezensionen zu Susanne Höbel

Cover des Buches Menschen, die wir noch nicht kennen (ISBN: 9783832167264)
A-Basans avatar

Rezension zu "Menschen, die wir noch nicht kennen" von Freya Sampson

Schöner Herzwärmer
A-Basanvor 4 Tagen

Freya Sampson hat hier einen schönen Herzwärmer vorgelegt. Als Ausgangspunkt diente die Frage, ob eine kleine Busfahrt und das kurze Kennenlernen zweier Menschen ihr beider Leben entscheidend verändern kann.

Auf Frank trifft das jedenfalls voll zu. Seit er als junger Mann eine hübsche rothaarige Frau voller Energie und Lebensfreude in der Londoner 88er Linie traf, verliebte er sich sofort in sie. Mehr noch, ihr hatte er es zu verdanken, dass er den Mut fand sich, sich gegen seine Eltern zu stellen und Schauspieler zu werden, statt den elterlichen Betrieb zu übernehmen. Doch leider hat er ihre Telefonummer verloren. Und so fährt er seit Jahrzehnten mit der gleichen Buslinie, um sie vielleicht einmal wiederzusehen. Eines Tages trifft er im Bus auf eine junge Frau und wird auch ihr Leben maßgeblich verändern.

Sampson zeichnet ihre Charaktere voller Liebe und Mitgefühl. Der Leser gewinnt die Figuren sofort lieb und fühlt mit ihnen. Der Stil ist angenhem britisch zürückhaltend und undramatisch, obwohl auch einige unvorhergesehenene Wendungen eintreten, die ein anderer Autor vielleicht mit mehr Getöse eingebracht hätte.

Ob Frank sein Mädchen am Ende gefunden hat, wird von mir natürlich nicht verraten. 

Wer berührende, aber unkitschige Bücher sucht, ist bei Freya Sampson bestens bedient.

Cover des Buches Ein einfaches Leben (ISBN: 9783423147507)
hamburgerlesemauss avatar

Rezension zu "Ein einfaches Leben" von Min Jin Lee

Einfach grandios!
hamburgerlesemausvor 17 Tagen

EIN EINFACHES LEBEN
Min Jin Lee

1910:
Sunja ist die Tochter eines einfachen Fischers und dessen Frau im von Japan annektierten Korea. Als diese korrupten neuen Herrscher wieder einmal die Pachten und die Steuern erhöhten, nahmen die Eheleute Logiergäste auf, um die zusätzlichen Abgaben zu leisten. Drei Männer, die am Tage schliefen und nachts arbeiteten und drei weitere, die dann arbeiteten, wenn die anderen schliefen. Die Eltern arbeiteten hart und waren fleißig.
Als der Vater starb, gab es nur noch Sunja und ihre Mutter. So gut es ging, versuchten sie die Lücke, die ihr Vater gerissen hatte, zu stopfen.

Eines Tages wurde Sunja auf dem Markt von vier jungen Japanern bedrängt. Wenn ihr nicht der angesehene Händler Hansu zur Hilfe gekommen wäre, hätte dieser Marktbesuch für sie ein schlechtes Ende genommen.
Sunja und Hansu kommen sich näher und verlieben sich ineinander. Erst als Sunja ihm glücklich eröffnet, dass sie ein Kind von ihm erwartet, erfährt sie, dass Hansu bereits eine japanische Frau und drei Töchter in Osaka hat. Hanus Angebot, seine koreanische Geliebte zu werden, ihr ein Haus zu kaufen und für alle Kosten aufzukommen, lehnt sie ab - lieber nimmt sie die Schande in Kauf, zukünftig im Dorf ignoriert zu werden.

Der Zufall kommt ihr zu Hilfe, indem ein weiterer Logiergast namens Pastor Isak, der sich auf dem Wege nach Osaka befindet, um Unterkunft bittet. Dieser Mann erkrankt in der ersten Nacht an Typhus. Aufopferungsvoll pflegen Sunja und ihre Mutter ihn gesund.
Als dieser wieder genesen ist, bittet er um Sunjas Hand. Nach der Hochzeit reisen sie gemeinsam nach Osaka, wo es nicht so wird, wie sie es sich erhofft haben.

Min Jin Lee schickt uns nach Japan, wo wir Zeuge werden, wie koreanische Einwanderer behandelt werden:

„Niemand vermietet gern an Koreaner. Als Pastor haben sie Gelegenheit, zu sehen, wie die Koreaner hier leben. Es ist unvorstellbar: zwölf in einem Raum, der für zwei geeignet ist, Männer und Familien, die schichtweise schlafen. Schweine und Hühner im Haus. Kein fließend Wasser. Keine Heizung. Die Japaner halten die Koreaner für schmutzig, aber die Koreaner können nicht anders, als im Schmutz leben. Ich habe Adlige aus Seoul gesehen, die nichts mehr hatten, kein Geld für die Badeanstalt, nur in Lumpen gekleidet und barfuß, und sie bekommen nicht einmal Arbeit als Träger auf dem Markt. Sie haben keine Möglichkeiten, Unterkunft zu finden. Selbst diejenigen, die Arbeit und Geld haben, finden keine Wohnung.“ (S. 146)

Wir begleiten fünf Generationen, die mit Ausgrenzung und Diskriminierung zu tun haben, und das, obwohl sie in Japan geboren wurden und seit mehreren Jahrzehnten dort leben.
Wunderbar ist auch beschrieben, wie sich die Rolle der Frau - vermeintlich das schwächste Glied der Familie, jedoch am Ende der Fels in der Brandung - verändert hat, während die Rolle des Mannes bis heute stagniert.

Nachdem ich „Gratisessen für Millionäre" von Min Jin Lee im letzten Jahr verschlungen habe, wollte ich unbedingt ein weiteres Buch von ihr lesen.
Diese Geschichte hat die Autorin fast dreißig Jahre begleitet, wurde diverse Male umgeschrieben und erschien erstmals auf Deutsch 2018 im dtv-Verlag.
Für mich ist dieses Buch eine ganz besondere Perle und wird in meine Highlights einziehen. Ein Buch, das man trotz des Tiefgangs einfach so weg liest, dabei einen tiefen Eindruck in die Familienaufstellung der Koreaner erhält und zusätzlich einen umfangreichen historischen Einblick erfährt.

Fazit:
Grandios, eindringlich, einfach toll!
5+/ 5

Cover des Buches Der Papierpalast (ISBN: 9783548067759)
B

Rezension zu "Der Papierpalast" von Miranda Cowley Heller

Atmosphärisch und sprachlich brillante Geschichte um einen Haufen vermeidbarer Probleme
Barbara_Neltingvor einem Monat

Bemerkung: Im Original (Englisch)

In kompositorisch interessanter und gewagter Manier lässt die Autorin eine Auswahl verschiedener Lebenssituationen nicht nur der Protagonistin selbst, sondern auch ihrer Mutter, aus der Perspektive der Ehefrau und Mutter Elle innerhalb eines nur einzigen Tages Revue passieren. Generationsübergreifende Themen sind hierbei Scham und Schuld. Die Unart der Frauen in diesem Buch, sich selbst für das zur Verantwortung zu ziehen, was andere ihnen antun, zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte - womit ich direkt schon beim entscheidenden Punkt bin, warum dieses stilistisch und atmosphärisch schillernde Werk, was mich in seinem Setting und der Intensität (nicht jedoch in der fehlende Stärke seiner Hauptfigur) an den fabelhaften "Gesang der Flusskrebse" erinnert hat, von mir nur 4 statt 5 Punkte erhält. Auch wenn die traurige Realität oft anders aussieht, mag ich Bücher, deren Protagonisten ihr Leben mutig in die Hand nehmen und sich nicht mit aus für mich zum Teil konstruiert wirkenden Ausflüchten getroffenen falschen Entscheidungen unglücklich machen.
"Wir sind keine Familie von Feiglingen", sagt Elles Mutter mehr als einmal - nach ihrem Kredo konsequent handeln tut (bis ganz zum Schluss) jedoch letztendlich nur sie selbst!

Gespräche aus der Community

Im Rahmen dieser Aktion suchen wir 45 Leser*innen, die Lust haben, Freya Sampsons Roman »Menschen, die wir noch nicht kennen« (Übersetzung: Susanne Höbel) zu lesen und bis zum ET am 18.04. zu rezensieren (sowohl hier als auch auf mindestens zwei weiteren Plattformen).

361 BeiträgeVerlosung beendet
JessSouls avatar
Letzter Beitrag von  JessSoulvor einem Jahr

Bei Instagram habe ich sie auch noch veröffentlicht:

https://www.instagram.com/p/CtrhPseLYQG/?igshid=Y2IzZGU1MTFhOQ==

Wann habt ihr das letzte Mal eine richtig gute "Road Novel" gelesen? 50er Jahre, Abenteuer, Gefahren, skurrile aber liebenswerte Figuren? Auf dem Lincoln Highway, der ältesten Autobahn der USA, findet die Handlung von Amor Towles' gleichnamigen Roman "Lincoln Highway" statt.
Begleitet vier Jugendliche auf einer verrückten Reise mit einem unterwarteten Ende in unserer neuen Leserunde im Literatursalon!

1.170 BeiträgeVerlosung beendet
SalanderLisbeths avatar
Letzter Beitrag von  SalanderLisbethvor 2 Jahren

Willkommen zur Sommer-Leserunde der SuB-Perlensammler!

Im Rahmen unserer Aktion „(ost-)asiatischer Büchersommer“ wurde dieses Buch (Org.:“Pachinko“/japan.Glücksspiel) ausgewählt, das eine koreanisch-japanische Familiengeschichte über ein ganzes Jahrhundert erzählt und mit mehreren Auszeichnungen bedacht wurde.

Jede/r liest mit seinem eigenen Exemplar - also kein Gewinnspiel - 

Start ist der 17.07.

537 Beiträge
usum56s avatar
Letzter Beitrag von  usum56vor 2 Jahren

In nächster Zukunft werde ich das wohl nicht lesen, aber ist mir da einfach spontan eingefallen. Also lass dir nur Zeit 😊😉.

Community-Statistik

in 4.790 Bibliotheken

auf 563 Merkzettel

von 83 Leser*innen aktuell gelesen

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