Susanne Jung Besser leben mit dem Tod

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Inhaltsangabe zu „Besser leben mit dem Tod“ von Susanne Jung

Berührende Geschichten aus dem Leben einer Bestatterin Susanne Jung holt die Leser ab und begleitet sie durch eine Black Box – den Tod. Sie hat ein Anliegen: den Tod zu enttabuisieren und für einen bewussten, achtsamen Umgang damit zu sensibilisieren. Wer Verluste nicht in sein Leben integrieren kann, wird nicht wachsen, wird auch selbst unter Angst und Unfreiheit leiden. Ein guter Umgang mit dem Tod bezieht sich also aufs ganze Leben, auf unseren Umgang mit Trennungen und Verlusten. Und wer im Leben mit sich, seiner Familie und seinen Mitmenschen im Reinen ist, der kann auch besser in den Tod gehen. Oder andere gehen lassen. In dem Buch geht es ans Eingemachte, um eine Philosophie des guten Lebens. Es ist analytisch und emotional und mit großer Intensität geschrieben. Ein neuer Umgang mit dem Tod: weg von Geschäft und Massenabfertigungen.

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    Besser leben mit dem Tod

    michael_lehmann-pape

    15. April 2013 um 14:31

      Nicht anders als den meisten Menschen stand Susanne Jung dem Tod und Sterben gegenüber. Eher wegweichend, das Thema meidend. Nicht umsonst ist der Tod in der modernen Gesellschaft westlicher Prägung mehr und mehr „an den Rand“ gerückt worden, findet kaum mehr „zu Hause“ statt und ist auch nicht mehr ein gemeinsam getragenes Ereignis des erweiterten sozialen Umfeldes. In früheren Zeiten war der Tod weitaus mehr Teil des alltäglichen und sozialen Lebens, Tote wurden im eigenen Heim aufgebahrt, die weitere Nachbarschaft war direkter beteiligt.   Dies hat sich verändert, vor allem auch mit Folgen für die Lebenden. Denn wenn der „Tod im Leben fremd wird“, dann entsteht im Lauf der Zeit das ein oder andere Tabu um den Tod herum, dann ist der einzelne wie auch das soziale Umfeld zunächst einmal ganz einfach auch ungeübt in seinem Umgang mit dem Geschehen des Sterbens.   Susanne Jungs eigenes Leben wird zunächst deutlich durch den Tod erschüttert. Der geliebte Großvater, die Stiefmutter (nach dem Tod der leiblichen Mutter, als Susanne Jung noch sehr jung war) und des Bruders lassen ihr eigentlich keine große Wahl, den Tod als einschneidende Realität des eigenen Lebens wahrzunehmen.   Da nutzt es auch nichts, dass sie zunächst, reflexartig, weit wegweicht, auf Reisen geht, sich ganz dem Leben den schönen Seiten, dem aktiven Erleben zuwendet. In der Rückschau erkennt sie selbst, das dies nichts anderes als eine Flucht auch vor sich selbst war und bezeichnet sich als „Die Frau, die vor dem Tod floh“.   „Auch ich wollte vor dem Tod fliehen, doch ich entkam ihm nicht“. Als „geschockt“ sieht sie sich selbst in dieser Zeit und ein Schock ist etwas, das „im Menschen wie ein Uhrwerk weiterläuft“. Bis das fragile Gebäude einstürzt, was bei Susanne Jung wesentlich später im Leben der Fall war. Mit ganz besonderen Folgen für ihr weiteres Leben.   Als sie einmal erkannte, dass ein Wegweichen nicht gesund ist, eine Flucht nur dem eigenen Leben, der eigenen Person schadet, hat sie den Tod quasi „geradewegs bei den Hörnern gefasst“ und ist Bestatterin geworden.   Ihr Buch nun gibt Auskunft über den Tod und was er mit dem Menschen, den Hinterbliebenen, macht. Gespeist aus der Reflektion des eigenen Erlebens und den vielfältigen Begegnungen mit Trauer und Tod aus ihrem Beruf heraus, spürt man dem Buch seine Authentizität ab. Keine abstrakten Überlegungen, keine Theorien tragen das Buch, sondern einfache und klare Geschichten und Reflektionen. Als Plädoyer für eine Notwendigkeit eines bewussten Umgangs mit dem Tod für die eigene, geistige Gesundheit.   Das man erkennen kann, dass der Tod auch manchmal „als Erlöser“ kommt. Das man „ungelebtes Leben“ betrauern kann und soll, das es um letzte „Liebesdienste“ hier und da geht und, immer wieder im Hintergrund, in einem der Kapitel zum zentralen Thema gemacht, dass der Körper auf den Tod eines anderen reagiert.   Besser also ist es, „mit dem Tod zu leben“. Zwei eindrucksvolle Kapitel schließen das Buch in diesem Sinne ab. Das man „im Leben zum Leben erwachen kann“ und das es eine wertvolle Überlegung ist, sich zu fragen, „wie ich einmal gelebt haben möchte“.   Ein sehr persönliches, in großen Teilen durchaus auch anrührendes Buch „aus dem Leben heraus“ dem „Tod gegenüber“ legt Susanne Jung vor, dem es allerdings hier und da an etwas objektiverer Reflektion (anhand anderer Literatur zum Thema z.B.) fehlt. Einfach und schlicht aber führt das Buch durchaus den Tod quasi in die „Mitte des Lebens“, und regt den Leser an, ebenso „nicht wegzuweichen“, wie Susanne Jung sich dem Geschehen stellt.

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  • Rezension zu "Besser leben mit dem Tod" von Susanne Jung

    Besser leben mit dem Tod

    Clari

    12. March 2013 um 11:34

    Todesnähe als Erfahrung und Wegbestimmung. Nach schweren eigenen Erfahrungen mit sterbenden Angehörigen macht sich Susanne Jung auf den Weg, ihre eigenen Vorstellungen von Tod und Sterben zu erforschen. In einem sehr einfachen Ton mit schlichten Gedanken beschreibt Susanne Jung ihren Weg zur Einkehr und Reflexion über den Tod. Doch im Verlauf der Lektüre ersteht auch das Bild einer zur Reifung gelangten teilnehmenden und hilfsbereiten Sterbebegleiterin und zuletzt sogar Bestatterin. Wie ist sie dazu gekommen? Der Tod des sehr geliebten Großvaters, der frühe Tod ihrer Mutter und ihrer Stiefmutter und zuletzt des Bruders führen sie auf einen Weg zur inneren Einkehr und Überdenken des Sterbens. Jeder Tod erschien ihr auf andere Weise. War sie beim Tod des Großvaters noch jung und ganz unerfahren, hat sie den Tod der Mutter schon bewusst wahrnehmen aber nicht realistisch darauf reagieren können. Zunächst flieht sie aus dem Dunstkreis der Todesfälle und begibt sich auf eine lange Reise. Man könnte auch sagen: sie lebt zunächst ein freies und ungebundenes Leben, der den Tod weitgehend ausklammert. Erst mit 34 Jahren erlebt sie einen Zusammenbruch, nach dem sie sich dem Gedanken an den Tod intensiver widmen kann. Anhand zahlreicher Beispiele erfahren wir, wie sie der Wunsch umtreibt, ihr Leben eng mit dem Tod zu verbinden. Sie wird Bestatterin! Susanne Jung erhebt keinen hohen literarischen Anspruch. Es geht ihr einzig und alleine um ihren Weg, der sie zu einer positiveren Haltung dem Tod gegenüber gebracht hat. Ähnlich wie im Buddhismus findet man nach ihrer Meinung in der Askese und der Selbstbesinnung die wahre Erfüllung. Die Autorin vertritt ihre Ansichten spontan und lebensnah. In der direkten Rede, mit der sie von der „Mutti“ spricht, zeigt sich eine noch unreflektierte Denkweise. Sie enthält sich ganz offensichtlich einer etwa missionarischen Haltung. Um mit dem Tod leben zu lernen, hat sie sich mit dem Verlust ihr nahe stehender Menschen auseinander gesetzt. Was kann man tun und wie begegnet man Sterbenden? Auf dem Weg zu ihrer Berufung als Bestatterin arbeitete sie zeitweise als Hospizhelferin. Die Hospizbewegung ist die sehr ehrenwerte Arbeit und Begleitung Sterbender und ihrer Angehörigen. Ein einfaches, lesenswertes Erfahrungsbuch ist Susanne Jung gelungen, mit dem sie anhand ihres eigenen Lebensweges anderen zu mehr Offenheit und Freiheit bei der Wahrnehmung eigener Gefühle und Gedanken im Zusammenhang mit dem Tod verhelfen möchte. Man sollte keine anspruchvolle philosophische Abhandlung erwarten. Hier geht es um den praktischen Alltag und das tägliche Erleben, mit dem man lernt, sich auf die eigene Reise in den Tod vertraut zu machen.

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