Susanne Küppers

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Leben mit Borderline

Leben mit Borderline

 (3)
Erschienen am 08.05.2009

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Rezension zu "Leben mit Borderline" von Susanne Küppers

Rezension zu "Leben Mit Borderline" von Susanne Küppers
Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren

Klappentext:
Perfektes Funktionieren wird von Susanne Küppers erwartet, doch je mehr sie sich darum bemüht, desto öfter erntet sie Hohn und Gewalt. Der Vater verlässt die Familie, die Mutter ist den Zeugen Jehovas hörig, die Mitschüler hänseln und drangsalieren das Mädchen. Für jeden vermeintlichen Ungehorsam wird sie grausam bestraft. Schließlich erlebt sie sogar sexuellen Missbrauch.
Als Erwachsene versucht sie, sich ihr eigenes Leben in Harmonie und Toleranz aufzubauen. Wieder funktioniert sie perfekt, bringt Beruf, Kinder, Ehe und Freundschaften unter einen Hut - und bricht plötzlich zusammen.
Eine langwierige, seelisch schmerzhafte Therapie fördert alte Wunden zutage und setzt vorsichtige Heilung in Gang. Der Rückfall in alte Muster kann dadurch aber nicht immer verhindert werden.
Nun hat Susanne Küppers die erschütternde Geschichte ihrer Hochs und Tiefs, ihrer Borderline-Erkrankung, aufgeschrieben. Trotz aller erlittenen Verletzungen wendet sie sich mit Zuversicht an ihre Leidensgenossen: Nur Mut! Es lohnt sich, zu kämpfen!

Meine Meinung:
Schon der Klappentext weckte meine Neugier und ich war gespannt, was mich bei diesem Buch erwartet.
„Leben mit Borderline“ ist die Biografie der Autorin Susanne Küppers. Sie berichtet über ihre Krankheit, ihre traumatischen Erlebnisse, die diese Krankheit auslösten, ihre Behandlungsversuche und ihrem Leben vor und nach dem Zusammenbruch.
Während ihrer Erzählung berichtet sie in der Ichform, springt in ihren Gedanken schon mal hin und her, und genauso sprunghaft ist ihr Schreibstil.
Dies war für mich ab und an etwas schwierig, weil es mir recht hektisch vorkam, aber bei 118 Seiten ist natürlich kaum Platz für weitere Erklärungen. Die Autorin versucht auf dieser geringen Seitenzahl zu beschreiben, was in Ihr vorgeht/vorging, berichtet über den Schmerz und das „dicht machen“ von Kindestagen an.
Ich habe dieses Buch in einem Rutsch durchgelesen, musste aber zwischendurch kurz das Buch aus der Hand legen, weil der Leser teilnimmt an den grauenvollen Erinnerungen in der Kindheit und auch der späteren Jahre. Es ist unfassbar und man glaubt manches Mal, wieso wiederholt sich alles, am Ende dachte ich mir nur, es ist kein Wunder, wenn sich da ein Zusammenbruch seinen Weg bahnt.
Man schwankt zwischen Kopfschütteln und Mitgefühl und bekommt erschreckend nahe mit, welche Arbeit Therapeuten mit ihren Patienten haben.
Doch auch an dieser Stelle hätte ich mir ausführlichere Informationen gewünscht, vielleicht am Ende auch Adressen, die sich mit diesem Thema befassen. Gerade weil es laut Klappentext ja auch anderen Borderlinern Mut machen soll.

Fazit:
Ein interessantes Buch über eine Krankheit, von der leider viele Menschen betroffen sind.
Sie klärt ein kleines Stück weit drüber auf, ist aber kein reines Sachbuch und spiegelt nur die Erfahrungen der Autorin selbst, wieder.
Etwas mehr Seiten hätten dem Buch sicherlich gut getan.

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